Guten Tag,
Meine Freundin(sind seit 3 Monaten zusammen) hat mir gesagt das sie eine Borderline-Persönlichkeitsstörung hat! Sie hat mir auch ein Buch zum lesen gegeben(Ich hasse Dich, verlass mich nicht! von Hal Straus).
Ich habe mir das Buch durchgelesen und bin seit dem her unglücklicher als vorher! Ich weiß das es eine Krankheit ist und will sie ja selbst dadurch nicht verlieren, aber es ist für mich alles etwas unreal und wiedersprüchlich! Wie kann ich herausfinden ob sie mich wirklich liebt oder das ganze nicht nur ein Spiel ihrer Krankheit ist? Ich hatte schon immer das Gefühl das sie mir nicht die ganze Wahrheit über ihre Gegenwart sagt! Ich will und muss ja auch nicht alles wissen über ihre Vergangenheit, aber ich denke ich kann nur ehrlich unf aufrichtig zu ihr sein wenn ich weiß was in ihrem Kopf und ihrer Gegenwart los ist! Noch schlimmer ist eigentlich die Tatsache das solche Menschen oft mehrere Beziehungen haben und das ist für mich das größte Problem! Wir sehen uns meißt nur am Wochenende weil wir eine kleine Distanz zwischen uns haben(50km). Dies macht die Sache nicht gerade einfacher! Ich weiß nicht ob ich das schaffe diesen „Balanceakt“ zu bestehen, obwohl mein Herz mir diesen Willen bis jetzt gibt.
Ich weiß ja das ich hier nur über meine Probleme spreche, aber ich darf mich ja nicht selbst aufgeben. Hatte auch schon schwere Zeiten und habe mein Leben jetzt im Griff und bin stolz auf mich! Ich war ja auch schon stark für sie bis jetzt und habe schon einige Situationen gut bestanden. Zum Beispiel hat sie ab und an die Phasen das Sie einfach Abstand braucht und mir aber nicht zeigen kann das sie mich braucht oder mag. Aber sind fünf Tage nicht genug Zeit für sich? Ich stehe dann irgendwie immer alleine da und distanziere mich ja unweigerlich von ihr! Sie sagt sie tut das nur um unsere Beziehung zu schützen!(zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nichts von Borderl…). Ich habe das alles nicht begriffen bzw. gedacht es liegt an mir oder unserer Beziehung. Dazu kommt natürlich noch der Drogenkonsum. Ist zwar schon weitgehend eingeschränkt aber immer ab und zu da. Gerade wenn Sie Abstand sucht nimmt sie Drogen. Ich habe selbst schon Drogen genommen und kann es daher besser sehen als einer der sich damit nicht auskennt, aber ich finde es nicht gut was sie tut! Das weiß sie auch. Ich habe auch immer das Gefühl das sie vor ihren Problemen wegrennt! Bsp. Sie braucht Abstand weil sie nicht weiß was los ist. Ich spreche sie darauf an, weil ich ja wissen will was los ist. Sie geht noch einen Schritt zurück. Sie hat ihre Zeit für sich und alles scheint wieder in Ordnung. Dann frage ich sie was los war und sie sagt nur ich weiß auch nicht. Ist halt so!!!
Wie soll ich damit umgehen? Wie bekomme ich Klarheit in die Sache!
Ich will am Wochenende mit ihr darüber reden und bin mir nicht sicher was ich alles sagen soll. Meine Ängste, Befürchtungen usw.
Ich bin schon am überlegen das ich Ihr das Messer auf die Brust setzte. Wenn sie will das ich das alles in Kauf nehme dann nur unter meinen Bedingungen. Sprich: Ich will wissen was sie dagegen tut.(Therpie ist vorhanden). Will da mal mit hingehen. Mit dem Arzt sprechen. Wissen wo Sie steht! Konkrete Ziele verfolgen. Keine Drogen mehr zu nehmen. Keine Flucht mehr betreiben. Ich weiß ja auch nicht genau ob es „heilbar“ ist, aber hab schon die Hoffnung das es eine Besserung geben kann. Und das ist der Hauptpunkt! Sie glaubt nicht das es so ist und akzeptiert die Sache so. Ich bin halt so. Und das will ich nicht akzeptieren. Die Natur des Menschen strebt doch das Glück an!
Ich bedanke mich schon im voraus für Euer Interesse und Eure Hilfe! Mir ist es aber wichtig der Wahrheit ins Auge zu blicken! Auch wenn es schwer ist oder gar ausweglos erscheint.
Mit freundlich Grüßen
Tom

