Hallo,
bestimmt kennt Ihr das:
Man sagt tausend Mal das Gleiche, aber die Kleinen tun doch was sie wollen…
Aber warum hören sie bei manchen Dingen sofort und bei anderen gar nicht? Habt Ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht?
Meine These dazu sage ich erst am Ende, denn ich will niemanden mit meinen Gedanken beeinflussen.
LG
Mikhael
Aber warum hören sie bei manchen Dingen sofort und bei anderen
gar nicht? Habt Ihr euch schon mal Gedanken darüber gemacht?
Weil sie einen eigenen Kopf und eigenen Willen haben.
Außerdem ist es doch nicht nur bei Kindern so.
Außerdem sollte man beachten, dass man mit Wiederholungen auch das Gegenteil erreichen kann. Wenn mich jemand alle zwei Stunden wegen einer unwichtigen Sache nervt, dann mache ich erst recht dicht.
Weil sie einen eigenen Kopf und eigenen Willen haben.
Außerdem ist es doch nicht nur bei Kindern so.
Das meine ich nicht. Natürlich haben Sie einen eigenen Willen, ich will aber auf etwas anderes hinaus, nämlich die Merkfähigkeit. Beispiel: Du sagst einem 2-jährigem Kind, daß es Dich NICHT an den Haaren ziehen soll, es hört kurz auf damit, zieht dann aber nach 20 Sekunden wieder an Deinen Haaren.
Außerdem sollte man beachten, dass man mit Wiederholungen auch
das Gegenteil erreichen kann. Wenn mich jemand alle zwei
Stunden wegen einer unwichtigen Sache nervt, dann mache ich
erst recht dicht.
Ich rede von Kindern, die noch etwas lernen sollen, nicht von Erwachsenen, die vorrangig Ihren Verstand nutzen.
LG
Mikhael
Hi,
das hat gerad in dem von dir genannten Alter was damit zu tun, dass sie nachvollziehen können müssen, warum sie etwas tun / nicht tun sollen. Wenn du nur sagst „Lass das“ macht das für das Kind keinen Sinn, große Erklärungen helfen auch nicht. Immerhin sind sie noch in der Lernphase und müssen eigene Erfahrungen machen, um zu kapieren, welche Grundlage ein Verbot hat.
Gruß
Cess
Hallo Mikhael
Das meine ich nicht. Natürlich haben Sie einen eigenen Willen,
ich will aber auf etwas anderes hinaus, nämlich die
Merkfähigkeit. Beispiel: Du sagst einem 2-jährigem Kind, daß
es Dich NICHT an den Haaren ziehen soll, es hört kurz auf
damit, zieht dann aber nach 20 Sekunden wieder an Deinen
Haaren.
Wenn man Kindern sagt, dass sie etwas NICHT tun sollen, bleibt das „nicht“ nicht im Kopf- sie hören nur die Aktion. z.B. „Schreit doch nicht so“- Sie werden schreien. „Seid doch leise“ könnte besser klappen.
Also besser sagen, was sie tun sollen und nicht anders rum.
Schon klar, dass man das nicht auf alle Kinder ummünzen kann. Habe ich aber schon sehr oft so erlebt.
Gruß
Claudia
Langzeitgedächtnis entwickelt sich erst
Hi!
Zum Einen ist es das subjektiver Empfinden der Eltern.
Dann gibt es noch eine völlig klare Sache: Angenehme Dinge machen Kinder meist sogar dann, wenn man es ihnen NICHT sagt 
Die Antwort mit den positiven Kommandos kam schon (nicht „nicht“ sagen)
Und dann noch die Sache mit dem Langzeitgedächtnis
http://www.3sat.de/nano/news/39027/index.html
An wie viele Ereignisse erinnerst Du Dich, die vor deinem dritten Lebensjahr waren?
LG
Guido
Hallo Guido,
Deine Antwort kommt auch meinen Gedanken sehr nahe, aber ich denke noch ein wenig anders. Ich schreibe dazu direkt unter meine Frage.
LG
Mikhael
Meine Theorie dazu:
Hallo,
nun will ich auch meine Gedanken hierzu äussern:
Es wurde in einem Beitrag das Gedächtnis angesprochen, ich sehe es ähnlich.
Ich denke, daß dieses „Nichtmerkenkönnen“ vor allem eine Schutzfunktion erfüllt. Würde ein Kind zum Beispiel sich jegliche Situation merken, es wäre hoffnungslos überfordert. Es würde auch sehr ungünstig für die Entwicklung im weiteren Leben sich auswirken. Stellt euch nur mal vor, wenn den Eltern oft der „Gaul“ durchgehen würde und die Kinder sich das alles merken könnten?
LG und danke für eure Mühe.
Mikhael
Hallo Михаил,
Ich denke, daß dieses „Nichtmerkenkönnen“ vor allem eine
Schutzfunktion erfüllt. Würde ein Kind zum Beispiel sich
jegliche Situation merken, es wäre hoffnungslos überfordert.
Das ist hier nicht zutreffend. Eine spezifische Interaktion
mit einer konkreten Person (Dir) ist keine „jegliche
Situation“.
Es würde auch sehr ungünstig für die Entwicklung im weiteren
Leben sich auswirken. Stellt euch nur mal vor, wenn den Eltern
oft der „Gaul“ durchgehen würde und die Kinder sich das alles
merken könnten?
Hierzu muss man sagen: DAS inkorporieren die Kinder,
zumal im Alter von 2-5 Jahren IMMER, da es sich um
ausserordentlich wichtige Interaktionen mit Bezugspersonen
handelt. Diese „Erinnerungen“ sind als nichtsprachliche
strukturelle Instanzen später nur nicht „sprachlich“ abrufbar.
Einer Lösung könnte man vielleicht „anders“ nahe kommen.
Anders (G.) sagte 1949, „nicht jeder Inhalt kann in jeder
Situation erinnert werden“ (trivial). Aber er sagte es
nich genauer:
Alles Leibliche, das dem gegenwärtigen
Zustand dessen, der sich zu erinnern ver-
sucht, 'widerspricht', bleibt unrückrufbar.
(Wahrnehmung blockiert Vorstellung,
in „Lieben gestern“, Beck-R 377)
Grüße
CMБ
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H wie Hola.
bestimmt kennt Ihr das:
Man sagt tausend Mal das Gleiche, aber die Kleinen tun doch
was sie wollen…
Achso?
Ich kenne auch durchaus das Gegenteil, vielleicht ein kleines bißchen „strenger“ erziehen. Und ab und an wirkt die berühmte erzieherische Ohrfeige Wunder.
MfG
Kommentar
Deinen Kommentar kannst Du Dir sparen, Du verstößt damit gegen Die Rechte von Kindern. Aus welchem Jahrhundert bist Du denn entsprungen? Hast Du noch nicht gemerkt, daß Prügel nichts bringen? Wenn Kinder geprügelt werden, prügeln sie später auch!
Mikhael
Hi
@Und ab und an wirkt die berühmte erzieherische Ohrfeige.
Das ist verboten und sehr grausam. Das Kind bekommt Angst, blockiert und kann sich gar nichts mehr merken. Ich habe oft Menschen unterrichtet, die regelrecht verängstigt zusammengezuckt sind wenn sie einen Fehler gemacht haben oder etwas vergaßen, warum wohl?
Sie waren auch sehr verstört, blockiert, aggressiv und haben Englisch gehasst. Es hat sehr sehr lange gebraucht ihr Vertrauen zu gewinnen und ihnen klar zumachen, es ist überhaupt nicht schlimm einen Fehler zu machen oder etwas zu vergessen.
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ich Ihre Merkfähigkeit gesteigert hätte, wenn ich sie ins Gesicht geschlagen hätte?
Zum Glück ist es verboten und ich finde es zudem abgrundtief sadistisch einen Menschen mit Angst vor Gewalt zu konditionieren/„unterrichten“
Gruß
Siân
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Hallo,
den Ausdruck in dem Posting „Merkfähigkeit“ finde ich irritierend. Naja, egal.
Im Stillen bin ich froh, wenn meine Kinder nicht immer gehorchen - es sind da zwei Seelen in meiner Brust. Es fällt leichter, wenn sie tun, was ich ihnen sage, weil es zeitraubend ist seine Anordnung zu wiederholen, um zum Schluß mit knappen Worten und lauter Stimme dem Nachdruck zu verleihen. Auf der anderen Seite weiß ich, sie sind gesund, weil sie eigenwillig sein können, Grenzen ausprobieren und nicht automatisch reagieren.
Warum sie bei manchen Dingen gar nicht hören? Das kommt auf „die Dinge“ an. „Räum Dein Zimmer auf“, das funktioniert nie auf Anhieb. Wer macht so eine öde Arbeit schon gerne, wer läßt sich schon gerne in seine Ordnung hineinreden, wo anfangen, wenn bei dem Chaos einem nicht mehr einfällt wo man anfangen soll…
Manchmal muss man als Elternteil überdenken, welche Anordnungen zu welchem Zeitpunkt man gibt.
Ist das übrigens eine für Väter typische Überlegung, darüber nachzudenken, warum Kinder nicht gehorchen?
Ich habe mit Ungehorsam kein Problem, solange die Strukturen in unserem Familienleben stimmen.
Mit Grüßen
Reni
Hallo,
Hast Du noch nicht gemerkt, daß Prügel nichts bringen?
Natürlich „bringen“ Prügel etwas. Es ist durchaus
denkbar, dass man damit ein soziales Gefüge er-
hält, welches man aufrechterhalten *will*.
Siehe auch: [Russische Domostroi (Zarenzeit)]
...
<u>Wie man Kinder unterweisen und durch Furcht vor<br>dem Bösen bewahren soll</u>
Züchtige deinen Sohn von Jugend an, dann wird er dir im Alter
Ruhe gewähren und wird deiner Seele Zierde sein. Werde nicht
müde, den Knaben zu schlagen. Er wird nicht sterben, wenn du ihn
mit dem Stock schlägst, sondern gesunden. Denn indem du seinen
Körper züchtigst, errettest du seine Seele vor dem Tode.
Wenn du eine Tochter hast, erziehe sie mit Strenge. Bewahre
sie vor fleischlichen Begierden, damit du dich nicht mit
Schimpf bedeckst und sie gehorsam bleibt, damit sie nicht
tut, was ihr beliebt, und in ihrem Unverstand ihre Jung-
fräulichkeit preisgibt, dich dem Gespött deiner Bekannten
ausliefert und vor allen Leuten in Schande bringt.
Wenn du deine Tochter aber ohne Makel in die Ehe gibst, hast
du ein großes Werk vollbracht; man wird dich öffentlich loben,
und du wirst eines Tages nicht über sie klagen müssen. Wenn du
deinen Sohn liebst, belehre ihn durch Prügel, damit du später
deine Freude an ihm hast.
Strafe deinen Sohn von Kindheit an, dann wirst du dich, wenn
er ein Mann geworden ist, über ihn freuen können, und inmitten
vieler schlechter Menschen wird dir Lob zuteil, und deine Feinde
werden von Neid erfüllt sein. Erziehe dein Kind durch Strenge,
dann wirst du Frieden und Segen in ihm finden. Lache nicht mit
ihm beim Spiel, denn bist du im Kleinen nachgiebig, wirst du
im Großen Leid und Kummer haben und deiner Seele dadurch später
Qualen bereiten.
Erlaube deinem Kinde in der Jugend keine Eigenmächtigkeiten,
sondern brich ihm den Eigensinn, solange es noch nicht
erwachsen ist. Denn ist es erst einmal verstockt, wird es
dir nicht mehr gehorchen und deiner Seele Arger und Kummer
bereiten. Dein Haus wird leer, dein Hab und Gut wird dahin
sein. Deine Nachbarn werden dich tadeln, deine Feinde dich
verhöhnen, die Behörde wird dir den Zahlungsbefehl schicken,
und du wirst großen Ärger haben.
...
Grüße
CMБ
Ich kenne auch durchaus das Gegenteil, vielleicht ein kleines
bißchen „strenger“ erziehen. Und ab und an wirkt die berühmte
erzieherische Ohrfeige Wunder
…hats denn bei dir nicht geholfen?
KOPFSCHÜTTEL
KAI
MfG
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und dann kam die Revolution (o.T.)
Natürlich „bringen“ Prügel etwas. Es ist durchaus
denkbar, dass man damit ein soziales Gefüge er-
hält, welches man aufrechterhalten *will*.
Siehe auch: [Russische Domostroi (Zarenzeit)]
Mit Grüßen
Reni
Hallo Mikhael,
wie alt sind denn die lieben Kleinen, von denen wir hier reden?
Die Merkfähigkeit (welch merkwürdiges Wort, aber mir fällt auch kein besseres ein) ist doch eine Fähigkeit, die sich erst im Laufe der Zeit entwickelt. Darüber hinaus ist diese auch noch abhängig von den jeweiligen geistigen Voraussetzungen. Und natürlich ist das auch abhängig vom Willen der jeweiligen Person:
Einem Kind von 18 Monaten kann Du alles mögliche sagen, es wird sich in ersten Linie sowohl nach dem Vorbild als auch nach seinen persönlichen Wollen orientieren.
Wenn die Erwachsenen immer „Bitte“ und „Danke“ sagen, wird das Kind auch diese beiden Worte recht schnell als Grundwortschaft aufnehmen.
Wenn ein Kind in ein Spiel vertieft ist, dann wird es - obwohl es sonst vielleicht ganz problemlos aufräumt - Deinen Wunsch einfach überhören.
Aber dafür sind es ja auch Kinder. Natürlich brauchen gerade Kinder Regeln, an die sie sich halten können und bei Bedarf auch müssen.
Mit zunehmendem Alter werden sie jedoch verdeckt und offen diese Regeln nach Sinn und Nichtsinn hinterfragen bzw. testen, was passiert, wenn sie diese Regeln nicht einhalten.
Nach zwei Kindern glaube ich, dass man diesen Prozess Erziehung nennt. Erziehung ist aber immer ein Kontext zwischen dem, der erzieht, und dem, der erzogen werden soll bzw. muß.
MfG BM
Hi!
Und ab und an wirkt die berühmte
erzieherische Ohrfeige Wunder.
Bei Dir hat sie gewirkt und ernsthafte Schäden hinterlassen, gelle?
Guido
@MODs - ich weiß, aber da kann ich halt nicht…
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