Merkfähigkeit von Kindern

Hi,

Sorry, Cess, darf ich mal anderer Meinung sein :wink:

aber immer. :smile:

Dieser Schreiber vertritt seit seinem Erscheinen bei wewewa
immer wieder diese Ansicht (meist in den beiden Erziehungs-
und Schulbrettern).

Die Art, die er hier an den Tag legt, sollte imho aber andere Konsequenzen haben als dass man sich noch die Mühe macht, ernsthaft auf ihn zu antworten. Dafür ist doch die eigene Zeit zu schade und es ist ohnehin vergebliche Liebesmüh.

Grüße
Cess

Hallo

Die Art, die er hier an den Tag legt, sollte imho aber andere
Konsequenzen haben als dass man sich noch die Mühe macht,
ernsthaft auf ihn zu antworten. Dafür ist doch die eigene Zeit
zu schade und es ist ohnehin vergebliche Liebesmüh.

Wenn man seine Meinung sagt, bezweckt es ja nicht nur, den Ansprechpartner zu überzeugen. Es lesen ja auch noch viele andere Leute mit. Ich halte es für wichtig, immer wieder seine Meinung zu sagen.

Übrigens hat er ziemlich viele Sternchen bekommen, er ist also hier nicht der einzige mit seiner Meinung.

Viele Grüße
Simsy

Off topic - sorry MeeToo, Andre und Sarah
Hi!

Übrigens hat er ziemlich viele Sternchen bekommen, er ist also
hier nicht der einzige mit seiner Meinung.

Naja, vergleich sie mit der Anzahl MeeToos…

Außerdem: Wer tumb irgendwelche Sternchen verteilt, statt eindeutig mit einem Statement Stellung zu beziehen (der Tenor hier ist ein ziemlich EINdeutig anderer), sollte nicht wirklich ernst genommen werden!

Ach ja - wer sich durch solch dumme Provokation belästigt fühlt, sollte imo nicht nur motzen sondern kosequent das Team benachrichtigen!
Das geht jetzt nicht unbedingt an Deine Adresse sondern an alle, die das hier lesen…

LG
Guido

Hi!

Übrigens hat er ziemlich viele Sternchen bekommen, er ist also
hier nicht der einzige mit seiner Meinung.

Naja, vergleich sie mit der Anzahl MeeToos…

Habe ich getan Er hat unterm Strich mehr Sternchen bekommen als MeeToo, und nicht nur deshalb, weil er mehr geschrieben hat…

Außerdem: Wer tumb irgendwelche Sternchen verteilt, statt
eindeutig mit einem Statement Stellung zu beziehen (der Tenor
hier ist ein ziemlich EINdeutig anderer), sollte nicht
wirklich ernst genommen werden!

Was heißt hier ernst nehmen. Auch die Leute, die nur tumb irgendwelche Sternchen verteilen, dürfen ihre Kinder erziehen und wählen gehen.

Viele Grüße
Smsy

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Hallo,

Achso?

Ich kenne auch durchaus das Gegenteil, vielleicht ein kleines
bißchen „strenger“ erziehen. Und ab und an wirkt die berühmte
erzieherische Ohrfeige Wunder.

Welches Wunder soll das denn bewirken?

Einen später verängstigten Erwachsenen,jemanden der mit sich
tun machen läßt was andere wollen,einen Menschen ohne
Selbstwertgefühl,ein Nichts,jemanden der Probleme mit Alkohol
löst…

Ganz toll und dieses geschlagene Menschenkind,muss da erstmeal
wieder versuchen später als Erwachsener ein "normales"Leben zu
führen und um gottes Willen seinen Kindern nicht das gleiche
anzutuen.

Hallo Sabine,

na, ich bin nicht für das Schlagen von Kindern und auch der Meinung, dass gegen exzessive Gewalt gegen Kinder was getan werden muss. Aber die Erfahrung lehrt doch auch, dass die „klasische“ Erziehung mit dem berühmten Klaps oder auch mal einer Tracht Prügel durchaus nicht automatisch seelische Krüppel, Alkoholiker etc. hervorbringt. Generationen haben diese Erziehung „genossen“, Generationen, die bewundernswerte Persönlichkeiten, aufrechte Menschen etc. hervorgebracht haben wie nicht geschlagene, also lassen wir mal die Kirche im Dorf.

Viele Grüße

Bianca

Gruß Sabine

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Hallo, Bianca

ich kann mich noch gut an einen Mathelehrer in der Grundschule erinnern, der ging immer durch die Reihen und hat versucht das Kopfrechnen mit Gewalt in die Kinderköpfe zu bringen.

karin hatte sich auf ihrem Stuhl ganz klein gemacht, weil sie Angst vor dem Lehrer hatte und vor lauter Angst brachte sie keinen Ton heraus.
Dann hat der Lehrer mit einem Fingerknöchel auf den Kopf von karin geschlagen (ich glaube, man nennt dies „Kopfnuss“).

Nein, karin erlitt durch diese „leichte Körperverletzung“ keine Gehirnschädigung!
Aber sie hatte danach im Matheunterricht in ihren Leistungen nachgelassen, weil sie den Schritten des Mathelehrers mehr Aufmerksamkeit widmete (wo steht ER jetzt, wie mache ich mich in meiner Bank unsichtbar), als sich auf das Fachthema zu konzentrieren.

karin hat übrigens, TROTZ dieses gewalttätigen Matheunterrichts in der Grundschule, einigermaßen rechnen gelernt.

Gruß
karin

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Hallo Bianca,

hab ich irgendwo geschrieben,das es nur so sein wird?
Ich habe nur das geschrieben was mir in diesen Augenblick,durch meinenen(gestörten?)Geist schoss und mein Leben lief wie im Film an mir vorbei.

na, ich bin nicht für das Schlagen von Kindern und auch der
Meinung, dass gegen exzessive Gewalt gegen Kinder was getan
werden muss. Aber die Erfahrung lehrt doch auch, dass die
„klasische“ Erziehung mit dem berühmten Klaps oder auch mal
einer Tracht Prügel durchaus nicht automatisch seelische
Krüppel, Alkoholiker etc. hervorbringt.

Das hab ich auch gar nicht behauptet!

Mich hat es wie Du so schön sagst ,seelisch Verkrübbelt.Ja gesoffen hab ich schon mit 12 Jahren,mit 21 Jahren habe ich aus eigener Kraft aufgehört zu saufen,da brauchte ich täglich 2 Flasche Korn,aber das gehört in ein anderes Brett.

Generationen haben
diese Erziehung „genossen“, Generationen, die bewundernswerte
Persönlichkeiten, aufrechte Menschen etc.

Nun dann haben diese Eltern,wahrscheinlich ihren Kindern noch was anderes Geben können,außer Schläge und Verachtung.

Mich wühlen solche Äußerungen "ein Klaps schadet nicht,mal ne Ohrfeige…"tierisch auf und ich bin so seelisch Verkrübbelt ,das mir automatisch die Tränen kommen,wenn so was lese/höre und mir die Hutschnur hoch geht,sorry!

hervorgebracht haben
wie nicht geschlagene, also lassen wir mal die Kirche im Dorf.

Ja,die Kirche steht noch! ;o)

LG Sabine

PS:Wollte nicht überreagieren und rege mich gerade wieder ab.

SCHÖNEN FEIERABEND

Diskussionsfähigkeit
Bester CandIng,

Mit welcher bestechenden Sicherheit man mit diesem Thema in
das neurotische Wespennest der Pädagogik sticht, ist schon
amüsant.

Nette Ausdrucksweise, sie unterstreicht vorbildlich deinen Anspruch, nüchtern und sachlich zu diskutieren.

Jedenfalls zeigt sich einmal mehr, daß hier groteske
Erziehungsvorstellungen vorherrschen, wenn gleich
Horrorassoziationen von „Prügel“ oder „zusammenzuckenden“
Kindern aufgebracht werden.

Abgesehen davon, daß auch eine Ohrfeige unter Prügel fällt (du solltest das wirklich mal nachlesen, es ist tatsächlich so), finde ich es interessant, daß du Zusammenzucken als Horrorszenario ansiehst. Da so ziemlich jedes Kind bei einer Ohrfeige zusammenzucken dürfte, dürfen wir daraus dann wohl schließen, daß du Horror als gelegentliche Erziehungsmethode gutheißt?

Es scheint viele zu überfordern, logisch über Erziehung zu
reflektieren, wenn sogleich irgendwelche Elke-typischen,
verworrenen Vergleiche von wegen „…welches Jahrhundert…“
angestellt werden, und sofort mit den „…Rechten von
Kindern…“ argumentiert wird.

Ich muß dir Recht geben: es ist ein Unding, daß auch Kinder Rechte haben. Es reicht doch, daß die Erwachsenen die haben. Gute Eltern werden ihre Kinder schon ordentlich behandeln, und die anderen - nun ja, ein bißchen Verlust ist immer, nicht wahr?

Nicht einer hat ernsthaft begriffen, daß Erziehung von Natur
aus kein (vollständiger) demokratischer Prozeß sein kann.

Ich fürchte, es bist eher du, der noch nicht begriffen hat, daß „nicht vollständig demokratisch“ nicht das gleiche ist wie „selbstherrlich und diktatorisch“.

Keiner hat begriffen, daß Kinder bis zur Volljährigkeit
deutlich mehr Pflichten denn Rechte haben.

Wieder bist Du derjenige, der nicht begreift, daß das falsch ist.

Die Katastrophe der
versuchten antiautoritären Erziehung in den Alten Ländern seit
68 hat auch keinen Denkprozeß eingeleitet, im Gegenteil; die
Muster sind dermaßen festgefahren, daß sie nur noch eskaliert
werden können.

Wieder falsch. Die antiautoritäre Erziehung der 68er ist längst passé, du solltest deine Quellen mal aktualisieren. Aber zwischen „keine Grenzen setzen“ und „zum Gehorsam drillen“ gibt es noch eine ganze Menge Zwischenstationen…

nd letztlich hat auch keiner der
Kommentierenden Gedanken über den destruktiven Zeitgeist
angestellt, der sich immer wieder in der Redementalität zeigt.

Doch, haben sogar viele. Aber diese Kommentare zu deiner destruktiven Redemantalität haben dich auch nicht zum Nachdenken gebracht.

Vielleicht gebe ich mir als Erwachsener die intellektuelle
Blöße, mir von einem Kind dermaßen auf der Nase herumtanzen zu
lassen, so daß ich alles dutzendfach erzählen muß.

Das verlangt keiner von dir. Allerdings macht deine Denk- und Ausdrucksweise nicht den Eindruck, daß du wirklich schon zu den Erwachsenen gezählt werden willst.

Gott sei Dank gibt es anständige Gegenbeispiele mit wunderbar
unbeschwerten, zuckungsfreien :smiley: Kindern, die jedoch auch
hören, wenn man etwas sagt.

Und die nie geschlagen wurden, weder per Ohrfeige noch sonstwie.

Sicherlich nicht wirklich beim
ersten oder zweiten Mal, doch dann schaltet sich das
Oberstübchen ein,

So ist es.

während andere eben weiter auf
Primatenniveau verharren und partout ihren Kopf durchsetzen
wollen.

Immerhin scheinst du die Fähigkeit zur Selbstanalyse ja noch nicht völlig verloren zu haben.

Spektakulär und fulminant anzusehen: Tobsuchtsanfälle
im Kaufhaus als Gipfelpunkt. :smiley:
Herrlich. Ich genieße das immer ausgiebig, bevor mein
zynischer Spott en-passant zu hören ist.

Welcher „zynische Spott“? Meinst du damit die unverschämten Anschuldigungen, die du hier so gerne streust? Darin sehe ich weder Spott noch Zynismus.

Doch so eine „Verkehrte“ hinter die Ohren hat noch keinem
geschadet, wenn das Maß mal wieder übervoll war.

Natürlich nicht. Warum laufen denn dann soviele gestörte Leute rum, die in der Prügelzeit groß geworden sind?

Eine gute
Erziehung weiß diese Mittel mit Bedacht und größter Seltenheit
einzusetzen, weil es sonst nicht die gewünschten Effekte
erzielt.

Eine gute Erziehung hat diese Mittel schlicht nicht nötig. Das scheint der Punkt zu sein, den du ach nach noch so viel Bemühen nicht zu verstehen scheinst.

Völlig ruhige Grüße

Kubi

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Eins noch
Hi zusammen,

auch auf die Gefahr hin das ich vielleicht Nerve,doch manchmal Frage ich mich,was aus mir geworden wäre,wenn ich nicht täglich geschlagen worden wäre.

Generationen haben
diese Erziehung „genossen“, Generationen, die bewundernswerte
Persönlichkeiten, aufrechte Menschen etc.

Aufrichtig bin ich auch,nur so viel, ich habe meinen erweiteren Realabschluss gemacht und meine Lehre mit „gut“ bestanden und das alles mit ca.1 Promille im Blut,was wäre bloß aus mir geworden,wenn…

LG Sabine *schweig*

Liebe Sabine

auch auf die Gefahr hin das ich vielleicht Nerve,doch manchmal
Frage ich mich,was aus mir geworden wäre,wenn ich nicht
täglich geschlagen worden wäre.

Du weisst selbst, dass solche Gedanken nur für die Geschlagenen schädlich sind, da es den Schlägern meistens egal ist, was sie mit ihrer Gewalt ausrichten.

Die Frage: „Was wäre, wenn …?“, zieht dich nur 'runter!
Du kannst die Vergangenheit nicht ungeschehen machen.

Aufrichtig bin ich auch,nur so viel, ich habe meinen
erweiteren Realabschluss gemacht und meine Lehre mit „gut“
bestanden und das alles mit ca.1 Promille im Blut (…)

Ich bewundere Dich dafür!
So mancher Andere hätte Das unter den Umständen, denen Du ausgesetzt warst, nicht geschafft!

Lieben Gruß
karin

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Hi Karin,

Die Frage: „Was wäre, wenn …?“, zieht dich nur 'runter!
Du kannst die Vergangenheit nicht ungeschehen machen.

Stimmt,doch manchmal wünschte ich ,ich könnte es!

Ich bewundere Dich dafür!

Danke,vielleicht denkt dann so mancher darüber nach,was er seinen Kind mit einer Ohrfeige…antut.

So mancher Andere hätte Das unter den Umständen, denen Du
ausgesetzt warst, nicht geschafft!

Stimmt,ich bin halt ein Kämpfer,auch vielleicht manchmal ein Einzelkämpfer.

Lieben Gruß

Dir auch!

Gruß Sabine

PS:Muss erst mal schlucken und Luft holen.

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Hallo Sabine,

das tut mir leid für Dich. Täglich geschlagen werden würde ich aber auch schon als exzessive Gewalt bezeichnen, und das geht fraglos nicht spurlos an einem vorrüber. Allerdings denke ich, dass exzessive Gewalt oft auch nur ein Symtom ist und noch weitere Störungen in der Familie vorliegen. Soetwas ist natürlich keinesfalls akzeptabel. Aber genau hier liegt für mich das Problem, was mich in diesem Brett immer so aufregt. Da wird eben immer von Gewalt gegen Kinder geredet und kein Unterschied gemacht zwischen einer gelegentlichen körperlichen Züchtigung und systematischer körperlicher Misshandlung. Ich bin zwar weder für das eine noch für das andere, es geht mir aber total gegen den Strich, bei jedem Klaps gleich von Gewalt zu sprechen. Gewalt hat für mich schon etwas von Brutalität. Jeden Klaps als Gewalt zu bezeichnen (manche gehen ja sogar noch weiter, bis hin zum Anschreien) verstellt für mich den Blick auf das, was wirklich dramatisch ist (und zu letzterem gehört sicher, was Du durchgemacht hast).

Körperstrafen gehörten früher zum normalen Erziehungsrepertoire. Millionen Kinder sind trotzdem glücklich aufgewachsen. Wie Du selbst geschrieben hast, haben ihnen ihre Eltern daneben eben auch viel positives vermittelt. Heute würden viele dieser Eltern es vielleicht anders machen, vielleicht auch nicht.
Andere Eltern sind mit der Erziehung völlig überfordert. Sie können die Fähigkeiten der Kinder nicht sehen, sehen nur die Defizite. Und Anlass zu Gewalt liefert ja jedes Kind im Laufe des Tages. Letzteres würde für mich z.B. eine Herausnahme aus der Familie rechtfertigen, eine Tracht Prügel weil Sohnemann etwa ein Auto zerkratzt hat aber keinesfalls.

Ums klarzustellen: Ich bin nicht für Klapse und co, ich möchte aber die Verhältnismäßigkeit gewahrt sehen.

Viele Grüße

Bianca

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Nu untertreib mal nicht
Hi!

Da wird eben immer von Gewalt gegen Kinder geredet und kein
Unterschied gemacht zwischen einer gelegentlichen körperlichen
Züchtigung und systematischer körperlicher Misshandlung.

Doch! Eigentlich unterscheidet das hier jeder - sogar ich (als ziemlich heftiger Verurteiler der schlagenden Fraktion)

Was mich dagegen furchtbar aufregt, ist die Tatsache, dass der Klaps & Co. nach wie vor völlig verharmlost wird!

Ich
bin zwar weder für das eine noch für das andere, es geht mir
aber total gegen den Strich, bei jedem Klaps gleich von Gewalt
zu sprechen.

Es IST Gewalt!

Jeden Klaps als Gewalt zu bezeichnen (manche gehen ja sogar
noch weiter, bis hin zum Anschreien) verstellt für mich den
Blick auf das, was wirklich dramatisch ist.

Es IST dramatisch!
Nur, weil es noch viel tiefer in den Keller gehen kann, finde ich es fatal zu verharmlosen!

Körperstrafen gehörten früher zum normalen
Erziehungsrepertoire.

Früher war es normal, Menschen als Ketzer zu verurteilen und vogelfrei zu erklären, weil sie wissenschaftliche Fakten verbreiteten.
Früher war es normal, rothaarige Frauen (mit Kurzhaarfrisur) auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.
Früher war es normal, sich Sklaven zu halten.
Früher war es normal, Menschen wegen einer Religion zu verfolgen und zu töten.
Früher war es normal, Kinder in der Schule mit dem Rohrstock und/oder Lineal zu verprügeln, weil der Lehrer unfähig zur Wissensvermittlung war.
Früher war es normal, schwere psychische Schäden in Kauf zu nehmen, weil man gefälligst mit der rechten Hand zu schreiben hatte.

Früher war all das normal - warum sollte es das heute nicht mehr sein?

Millionen Kinder sind trotzdem glücklich
aufgewachsen.

Millionen aber auch nicht!
Und zu den von Dir angesprochenen Millionen: Ist es nicht denkbar, dass sie ohne Gewalt NOCH glücklicher gewesen wären?

Ich selbst hatte immer eine Scheißangst, meinen Eltern von dem (noch nicht mal immer von mir selbst) gebauten Mist zu erzählen, da ich wusste, was kommt.

Ich könnte viel ertragen, aber es wäre ein elendes Gefühl zu wissen, dass mein Sohn ANGST vor mir hat!

Andere Eltern sind mit der Erziehung völlig überfordert. Sie
können die Fähigkeiten der Kinder nicht sehen, sehen nur die
Defizite.

Denen sollte man helfen!

Und Anlass zu Gewalt liefert ja jedes Kind im Laufe
des Tages.

KEIN Kind liefert JEMALS Anlass zur Gewalt!

Ums klarzustellen: Ich bin nicht für Klapse und co, ich möchte
aber die Verhältnismäßigkeit gewahrt sehen.

Es gibt kein Verhältnis, das IRGENDEINE Gewalt gegen ein Kind rechtfertigt!

LG
Guido

P.S. Ich verurteile niemanden, dem einmal die Hand ausrutscht, was er anschließend ehrlich bedauert - nur, um das klar zu stellen. Und ja, ich behaupte auch weiterhin, dass mir auch das nicht passieren könnte!!!

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Hallo Bianca,
nur weil es mich ernsthaft interessiert und ich es wirklich nicht verstehe.

Und Anlass zu Gewalt liefert ja jedes Kind im Laufe
des Tages.

Mir will beim besten Willen nichts, aber absolut nichts, einfallen, was meine oder mir bekannte Kinder gemacht haben (weder heute noch irgendwann), das es rechtfertigen würde ihnen mit der flachen Hand ins Gesicht zu schlagen.

Letzteres würde für mich z.B. eine Herausnahme aus
der Familie rechtfertigen, eine Tracht Prügel weil Sohnemann
etwa ein Auto zerkratzt hat aber keinesfalls.

Ich verstehe das wirklich nicht.
Mein Kind soll ich schlagen, weil ich unfähig bin es zu beaufsichtigen, Werte beizubringen, o.ä.?
Wenn mein Kind beabsichtigt ein Auto zerkratzt, würde ich mich eher fragen, was ich in den letzten Jahren falsch gemacht habe und warum es das macht.
Warum schlage ich nicht den nächsten Deppen nieder, der nicht gelernt hat einzuparken und mir ne Beule ins Auto fährt?
Warum prügel ich nicht auf meinen Partner ein, der nicht gelernt hat ne Waschmaschine zu bedienen und meine Wäsche verfärbt hat?
Wie ist es möglich, dass Menschen ihren Liebsten Gewalt antun und Unbedeutenden nicht? Weil es „normal“ ist? Weil keine Strafe zu erwarten?

Ums klarzustellen: Ich bin nicht für Klapse und co, ich möchte
aber die Verhältnismäßigkeit gewahrt sehen.

Was denn nun? Was ist denn verhältnissmäßig (normal)?
Binden wir jetzt unsere Kinder auch wieder auf dem Topf sitzend am Tischbein fest, damit sie möglichst schnell „trocken“ werden?
„Generationen haben diese Erziehung „genossen“, Generationen, die bewundernswerte Persönlichkeiten, aufrechte Menschen etc. hervorgebracht haben“

Mit Grüßem
Simone

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Danke
Eigentlich müsste man sich 100 mal hier anmelden, damit man Dir wenigstens 100 Sternchen für diesen Artikel geben könnte!

LG
Guido

Hi!

Da wird eben immer von Gewalt gegen Kinder geredet und kein
Unterschied gemacht zwischen einer gelegentlichen körperlichen
Züchtigung und systematischer körperlicher Misshandlung.

Doch! Eigentlich unterscheidet das hier jeder - sogar ich (als
ziemlich heftiger Verurteiler der schlagenden Fraktion)

Was mich dagegen furchtbar aufregt, ist die Tatsache, dass der
Klaps & Co. nach wie vor völlig verharmlost wird!

Na, Du machst eben gerade keinen Unterschied. Ein Klaps ist sicher kein gutes Mittel, beileibe aber auch keine Kathastrophe wie über Jahrhunderte dauernde Versuchsreihen zeigen. Das heißt nicht, das ich es deshalb gut finde, aber ich find auch sonst nicht alles gut, was Leute mit ihren Kindern machen. Eltern, die ab und zu mal eine Ohrfeige verteilen sind aber nicht per se schlechte Eltern. Sie machen Fehler in ihrer Erziehung, das machen aber alle Eltern.

Ich
bin zwar weder für das eine noch für das andere, es geht mir
aber total gegen den Strich, bei jedem Klaps gleich von Gewalt
zu sprechen.

Es IST Gewalt!

Jeden Klaps als Gewalt zu bezeichnen (manche gehen ja sogar
noch weiter, bis hin zum Anschreien) verstellt für mich den
Blick auf das, was wirklich dramatisch ist.

Es IST dramatisch!
Nur, weil es noch viel tiefer in den Keller gehen kann, finde
ich es fatal zu verharmlosen!

Nein, dramatisch ist es nicht. Dramatisch ist, wenn ein Kind jeden Tag geprügelt wird, vielleicht sogar ohne Anlass, vernachlässigt, sich selbst überlassen wird, das ist dramatisch. Ein Klaps ist unschön aber nicht dramatisch! (Die Welt besteht nicht nur aus Schwarz und Weiss, es gibt jede Menge Grautöne).

Körperstrafen gehörten früher zum normalen
Erziehungsrepertoire.

Früher war es normal, Menschen als Ketzer zu verurteilen und
vogelfrei zu erklären, weil sie wissenschaftliche Fakten
verbreiteten.
Früher war es normal, rothaarige Frauen (mit Kurzhaarfrisur)
auf dem Scheiterhaufen zu verbrennen.
Früher war es normal, sich Sklaven zu halten.
Früher war es normal, Menschen wegen einer Religion zu
verfolgen und zu töten.
Früher war es normal, Kinder in der Schule mit dem Rohrstock
und/oder Lineal zu verprügeln, weil der Lehrer unfähig zur
Wissensvermittlung war.
Früher war es normal, schwere psychische Schäden in Kauf zu
nehmen, weil man gefälligst mit der rechten Hand zu schreiben
hatte.

Früher war all das normal - warum sollte es das heute nicht
mehr sein?

Das es früher normal war heißt nicht das es gut war. Aber da es früher normal war kann man annehmen, dass 95 Prozent aller Menschen dieser Generationen das mitgemacht haben, die meisten sind völlig normale durchschnittlich glückliche menschen geworden. Einige nicht, aber der Beweis, dass das an den Prügeln lag wäre zu erbringen. Das bedeutet zwar nicht, dass man es weiter so machen soll, aber man sollte es zur Kenntnis nehmen. Ein Klaps ist nicht dramatisch, tut mir leid.

Millionen Kinder sind trotzdem glücklich
aufgewachsen.

Millionen aber auch nicht!
Und zu den von Dir angesprochenen Millionen: Ist es nicht
denkbar, dass sie ohne Gewalt NOCH glücklicher gewesen wären?

Aber ob die ohne Schläge glücklich aufgewachsen wären? Vielleicht wären die Kinder ohne Schläge glücklicher gewesen, obwohl, manch ein Kind würde vielleicht auch eine Ohrfeige einem ermüdenden Gespräch vorziehen. Aber es geht doch nicht um ein Maximum an Glück. Es geht darum, aus einem Kind einen lebensfähigen, halbwegs glücklichen Menschen zu machen. Kinder wären sicher auch ohne Hausaufgaben glücklicher und würden vielleicht lieber Eis statt Sauerbraten haben, aber deshalb wollen wir doch die Hausaufgaben nicht abschaffen, oder? Wirklich unglücklich machen sie aber auch die wenigsten Kinder.

Ich selbst hatte immer eine Scheißangst, meinen Eltern von dem
(noch nicht mal immer von mir selbst) gebauten Mist zu
erzählen, da ich wusste, was kommt.

Ich könnte viel ertragen, aber es wäre ein elendes Gefühl zu
wissen, dass mein Sohn ANGST vor mir hat!

Na bitte, ich hatte auch Angst, Mist überhaupt nur zu bauen. Wenn mal wieder alle Schwänzen wollten war ich hin und hergerissen zwischen Gruppenzwang und der Angst vor meiner Mutter, und ich wurde NIE geschlagen.

Andere Eltern sind mit der Erziehung völlig überfordert. Sie
können die Fähigkeiten der Kinder nicht sehen, sehen nur die
Defizite.

Denen sollte man helfen!

Na klar, aber hier ist Gewalt kein (inadäquates) Mittel einer ansonsten akzeptablen Erziehung sondern Symptom, und das muss man an den Ursachen bekämpfen.

Und Anlass zu Gewalt liefert ja jedes Kind im Laufe
des Tages.

KEIN Kind liefert JEMALS Anlass zur Gewalt!

Jedes Kind nervt im Lauf eines Tages unzählige Male seine Eltern. Wenn man also sein Kind prügeln will, weil man anderswo Probleme hat findet sich ein Anlass. Ein Anlass ist übrigens kein Grund, nicht die Ursache, nur der Auslöser.4edcx

Ums klarzustellen: Ich bin nicht für Klapse und co, ich möchte
aber die Verhältnismäßigkeit gewahrt sehen.

Es gibt kein Verhältnis, das IRGENDEINE Gewalt gegen ein Kind
rechtfertigt!

Muß ich Dir jetzt erklären, was VerhältnisMÄSSIGKEIT bedeutet? Es ist weder erlaubt, eine Handtasche zu klauen noch ist es erlaubt, jemanden zu ermorden. Beides sind Verbrechen. Es wäre aber völlig unverhälnismäßig, wenn Dieb und Mörder die gleiche Strafe erhielten.

Es ist weder in Ordnung, sein Kind mit einer Ohrfeige zu bestrafen noch ist es in Ordnung, es täglich mit einem Gürtel zu verprügeln. Trotzdem ist das eine schlimmer als das andere, viel schlimmer.

Vielec Grüße

Bianca

LG
Guido

P.S. Ich verurteile niemanden, dem einmal die Hand ausrutscht,
was er anschließend ehrlich bedauert - nur, um das klar zu
stellen. Und ja, ich behaupte auch weiterhin, dass mir auch
das nicht passieren könnte!!!

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Sind also auch Schläge gegen Erwachsene kein Drama
Hi!

Na, Du machst eben gerade keinen Unterschied.

Sorry, aber die Tatsache, dass Du ihn nicht erkennst, kann nicht mein Problem sein.

Ein Klaps ist
sicher kein gutes Mittel, beileibe aber auch keine
Kathastrophe wie über Jahrhunderte dauernde Versuchsreihen
zeigen.

Achso - dann belege bitte Deine Behauptung mit einer dieser Versuchsreihen. Aber bitte eine seriöse Quelle!

Eltern, die ab und zu mal eine Ohrfeige
verteilen sind aber nicht per se schlechte Eltern.

Schlecht nicht - nur gewalttätig und damit unfähig!
Übrigens platzt bei solchen Aktionen schon mal recht schnell ein Trommelfell…

Ich überlege gerade, wie es wohl wäre, wenn ich meinen Azubis (Anfang 20) einfach mal eine reinhauen würde, statt meinen Auftrag als Ausbilder ernst zu nehmen.

Sie machen
Fehler in ihrer Erziehung,

Fehler machen auch Eltern, die ihr Kind jeden Tag mit dem Gürtel verprügeln.
Und DOCH, bevor Du es mir erneut vorwirfst: Ich sehe dort durchaus Unterschiede.
Nur setze ich die Grenze sehr viel niedriger an, als Du es machst. Der Gesetzgeber ist da übrigens (zum Glück) meiner Ansicht!

Nein, dramatisch ist es nicht.

Dramatisch ist es, wenn Menschen, die sich von den Tieren dadurch unterscheiden möchten, dass sie intelligent handeln, ihre Kinder nicht anders zu erziehendressieren wissen als mit körperlicher Züchtigung.

Dramatisch ist, wenn ein Kind
jeden Tag geprügelt wird, vielleicht sogar ohne Anlass,
vernachlässigt, sich selbst überlassen wird, das ist
dramatisch.
(Die Welt besteht nicht nur aus Schwarz und Weiss, es gibt jede
Menge Grautöne).

Lies den letzten Artikel mal so verändert im Zusammenhang!
Es gibt durchaus verschiedene Stärken von dramatisch.

Das es früher normal war heißt nicht das es gut war.

RICHTIG!

Aber da
es früher normal war kann man annehmen, dass 95 Prozent aller
Menschen dieser Generationen das mitgemacht haben, die meisten
sind völlig normale durchschnittlich glückliche menschen
geworden.

Die restlichen 5 % sind dann Verschnitt, oder wie?

Schade, dass Du auf meine anderen Beispiele aus der vergangenheit nicht
eingegangen bist…

Aber ob die ohne Schläge glücklich aufgewachsen wären?

ICH wäre es!
Meine Frau auch!
Meine Geschwister und Cousins garantiert auch - mir fällt echt kein menschliches Wesen ein, was sich gerne schlagen lässt (wenn es nicht gerade zu den sexuellen Spielarten zählt, was aber ein andees Thema ist, da es um Freiwilligkeit geht).

Vielleicht wären die Kinder ohne Schläge glücklicher gewesen,
obwohl, manch ein Kind würde vielleicht auch eine Ohrfeige
einem ermüdenden Gespräch vorziehen.

Klar, der Ersatz für einen Schlag ist ja auch immer ein ermüdendes Gespräch.
Meine Güte, macht Ihr Euch echt so wenig Gedanken darüber, wie man mit einem Kind umgehen kann? Schalgen oder Endlosdiskussion?!

Aber es geht doch nicht
um ein Maximum an Glück.

Nicht?
Dann habe ich etwas missverstanden.
Mir geht es um ein mögliches Maximum an Glück!

Na bitte, ich hatte auch Angst, Mist überhaupt nur zu bauen.
Wenn mal wieder alle Schwänzen wollten war ich hin und
hergerissen zwischen Gruppenzwang und der Angst vor meiner
Mutter, und ich wurde NIE geschlagen.

Ich habe mir zum Grundsatz gemacht, dass mein Kind den Mist, welchen er baut ausbaden muss.
Damit er merkt, dass Konsequenzen nicht schmerzhaft oder gar schädlich sind, helfe ich ihm dabei. Schließlich muss er das LERNEN und mein Job ist es, ihm das BEIZUBRINGEN.

Na klar, aber hier ist Gewalt kein (inadäquates) Mittel einer
ansonsten akzeptablen Erziehung sondern Symptom, und das muss
man an den Ursachen bekämpfen.

Wer sagt was anderes? Die Eltern müssen lernen, ohne Gewalt auszukommen. Dabei sollte ihnen geholfen werden.

Jedes Kind nervt im Lauf eines Tages unzählige Male seine
Eltern. Wenn man also sein Kind prügeln will, weil man
anderswo Probleme hat findet sich ein Anlass. Ein Anlass ist
übrigens kein Grund, nicht die Ursache, nur der Auslöser.4edcx

Wenn Du mir „4edcx“ erläuterst, bin ich in der Lage, darauf zu antworten…

Muß ich Dir jetzt erklären, was VerhältnisMÄSSIGKEIT bedeutet?

Nein! Es ist verwerflich, sien Kind massiv zu misshandeln, und es ist verwerflich, sein Kind mit Ohrfeigen zu züchtigen.
Beides ist -übrigens strafbar- nicht akzeptabel, die Konsequenzen sind allerdings (zurecht) völlig andere.

Nur gibt es nichts im Verhalten eines Kindes, was es rechtfertigt zu schlagen!

LG
Guido

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Hallo

Das es früher normal war heißt nicht das es gut war. Aber da
es früher normal war kann man annehmen, dass 95 Prozent aller
Menschen dieser Generationen das mitgemacht haben, die meisten
sind völlig normale durchschnittlich glückliche menschen
geworden.

Welche Generationen meinst du denn? Meinst du eine bestimmte Generation?

Wenn nicht, dann überleg doch mal, was im vorigen Jahrhundert so los war in Europa (das ganze Jahrhundert hindurch), und ob du dann immer noch glaubst, dass 95 Prozent aller dieser Menschen durchschnittlich glückliche Menschen geworden sind. Oder meinst du nur diejenigen, die die Kriege überlebt haben?

Sag jetzt nicht, das wäre ein anderes Thema. Erziehung hat viel Einfluss auf die Politik.

Viele Grüße
Simsy

PS: Dass es schlimmer ist, einen mit dem Gürtel zu verprügeln, als ihm eine Ohrfeige zu geben, dem kann ich dir zustimmen, wenn das alles ist, was du hier sagen willst.

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