Merz beschneiden!

Halli liebe Mitlesenden,

um mal zu belegen, daß auch eine CDU mit ihren Plänen nur Grütze im Kopf hat, folgender Artikel:

Nach Ansicht des stellvertretenden Unions-Fraktionschefs Friedrich Merz (CDU) muss die Macht der Gewerkschaften in Deutschland deutlich beschnitten werden. „Wir sind voll auf dem Weg in eine von den Gewerkschaftsfunktionären dominierte Staatswirtschaft“, sagte Merz der Deutschen Presse-Agentur.
http://n-tv.de/3082570.html

Alternativ dazu könnten wir wieder ein paar Interventionskriege führen.
Ich frage mich ernsthaft, wer es schneller geschafft hätte, diese Wirtschaft in den Abgrund zu reiten.

Gruß
Frank

Moin Frank,

Man kann über Gewerkschaften schimpfen, aber dieses Kartell hat auch dafür gesorgt, dass in Deutschland kaum gestreikt wird. Man schaue da mal nach Frankreich und England. Oder nach Deutschland, wo eine kleine, unabhängige Gewerkschaft hohe Lohnforderungen bei Flugkapitänen durchgesetzt hat.

Ciao

Ralf

Zu kurz gedacht von Merz, ok
Salu Ralf,

Man kann über Gewerkschaften schimpfen, aber dieses Kartell
hat auch dafür gesorgt, dass in Deutschland kaum gestreikt
wird. Man schaue da mal nach Frankreich und England. Oder nach
Deutschland, wo eine kleine, unabhängige Gewerkschaft hohe
Lohnforderungen bei Flugkapitänen durchgesetzt hat.

Von mir aus kann man die Gewerkschaften komplett abschaffen. Das wäre sogar gut für die Arbeitnehmer. Dann müßten die nämlich alle selbst wieder anfangen zu denken und in ihrem jeweiligen Unternehmen ihre Lohnforderungen selbst durchsetzen oder selbst Streiks organisieren.

Gruß
Frank.

Hi!

Dann müßten die nämlich alle selbst wieder anfangen zu
denken und in ihrem jeweiligen Unternehmen
ihre Lohnforderungen selbst durchsetzen oder selbst
Streiks organisieren.

Wenn die Arbeitnehmer dann die Streiks organisieren wird sich aber wieder so etwas wie eine Gewerkschaft bilden. Demnach ist das Schwachsinn.
Gruß
freak

Insider-Outsider-Problematik

Man kann über Gewerkschaften schimpfen, aber dieses Kartell
hat auch dafür gesorgt, dass in Deutschland kaum gestreikt
wird.

Dieses Kartell sorgt aber vor allem dafür, daß sich am Arbeitsmarkt wenig fundamentales ändert. Die Gewerkschaften vertreten nun mal nicht die Interessen ihrer Mitglieder, sondern der Mitglieder, die einen Arbeitsplatz haben (und damit Beiträge zahlen). Anders ist nicht zu verstehen, daß trotz desolatem Arbeitsmarkt und schwächelnder Wirtschaft nachgerade unverschämte Forderungen für die nächsten Tarifrunden gefordert werden und man schon (mal wieder) mit Streik droht.

Viele Unternehmen arbeiten heute mit Umsatzrenditen unter 10%, etliche mit unter 5%. was da eine Lohnerhöhung von 3% oder mehr bedeutet, kann sich jeder ausrechnen. Nur erinnert sich da keiner mehr dran, wenn dei Arbeitslosenzahlen durch die Decke gehen.

Anstatt bei Gehaltszuwächsen von 0-1% Arbeitsplatzgarantien einzufordern, werden bei Massenentlassungen angemessene Abfindungen und gleichzeitig höhere Löhne gefordert. Diese Idiotie ist eigentlich objektiv nicht zu verstehen.

Gruß
Christian

P.S.

Oder nach
Deutschland, wo eine kleine, unabhängige Gewerkschaft hohe
Lohnforderungen bei Flugkapitänen durchgesetzt hat.

Diese Angelegenheit betrifft ja nun ein einzelnes Unternehmen. Wenn man die Historie dieses Unternehmen etwas genauer kennt, sieht die Sache gleich sehr viel anders aus. In den frühen 90er Jahren wurde nämlich genau bei dieser Berufsgruppe bei diesem Unternehmen heftig an den Gehältern gespart, allerdings mit der Zusage, bei besserer wirtschaftlicher Situation nachzubessern. Dies ist aber lange Jahre ausgeblieben, woraus die in 2001 durchgesetzten erheblichen Gehaltsforderungen resultieren.

Mal ganz davon abgesehen, daß die seinerzeit in den Medien kolportierten Zahlen bzgl. Gehälter und deren Zuwächsen in den allerwenigsten Fällen nicht an den Haaren herbeigezogen waren.

Im Spiegel waren da mal ein paar Punkte aufgeschrieben:

Rentenbeiträge:
DGB-Bundeskongress: „Deutliche Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze.“

Regierungspläne: Vom nächsten Jahr an wird die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung von derzeit 4500 Euro auf 5100 Euro erhöht.

Vermögenssteuer:
DGB-Bundeskongress: „Erforderlich ist die Einführung einer reformierten Vermögenssteuer und eine höhere Besteuerung großer Erbschaften.“

Regierungspläne: Die Ministerpräsidenten Gabriel, Simonis und Steinbrück wollen im Bundesrat die Wiedereinführung der Vermögenssteuer und eine höhere Besteuerung großer Erbschaften beantragen.

Leiharbeit:
DGB-Bundeskongress: „Die Arbeitsbedingungen der Stammbelegschaft sind auch für Leiharbeitnehmer zu gewähren.“

Regierungspläne: Vom Jahr 2004 bekommen Leiharbeiter die gleichen Löhne wie Stammbeschäftigte, es sei denn, Arbeitgeber und Gewerkschaften einigen sich auf einen anderen Tarifvertrag.

Ost-Löhne:
Ver.di-Tarifkommission: „Die Löhne in den neuen Bundesländern sind bis spätestens 2007 verbindlich auf 100% des Westniveaus anzuheben.“

Regierungspläne: „In den Tarifverhandlungen von Bund, Ländern und Gemeinden wollen wir eine Stufenregelung zur Angliechung der Einkommen im öffentlichen Dienst bis 2007 umsetzen.“

Krankenversicherung:
DGB-Bundeskongress: „Die Versicherungspflichtgrenze sollte schrittweise angehoben werden. Damit würden Gutverdienende in die gesetzliche Krankenversicherung einbezogen.“

Regierungspläne: Vom nächsten Jahr ansteigt die Pflichtgrenze in der Krankenversicherung auf 3825 Euro an.

Nur zufällige Übereinstimmungen?

Hallo Frank,

bevor die Gruenen Plaene der Regierung kennen, bevor also noch Fischer in die Fraktionsraeume der Gruenden laeuft, kennen die Gewerkschaften die Plaene. Und reagieren darauf, setzen sich als die maechtigste Lobby in Deutschland durch. Die wenigen guten Punkte des Harz-Bluffs sind durch die Gewerkschaften beschnitten worden.

Wo die Plaene der Regierung wohl eher oft Vorlagen der Gewerkschaftslobby waren.

Die Gewerkschaften sind ein Hinderniss bei der Bekaempfung der Arbeitslosigkeit und damit ein Hinderniss der Wirtschaft, der Steuereinnahmen und damit eine Gefahr fuer die Sozialsysteme. Sie sind Wohlstandssicherungsgesellchaften fuer diejenigen, die Arbeit haben und ihr eigenes Geld verdienen, aber sie sichern den noch arbeitenden Personen nicht die Arbeit und nicht die Rente und nicht die Steuererhoehung, fast schon paradox, ich weiss. Gewerkschaften heutzutage sichern nur kurzfristig den Lohn derjenigen, die noch Arbeit haben als Noch-Angestellte. Alles andere und den Lohn schon mittelfristig jedoch nicht mehr. Das ist meine Meinung.

ca. 75 prozent aller mitglieder der spd im bundestag sind gewerkschaftler. ca. 50 prozent aller MdB´s sind gewerkschaftsmitgieder.

beste Gruesse, Peter

Hallo Nina,

danke für die Indiziensammlung,

beste Gruesse, peter

Moin Christian,

Dieses Kartell sorgt aber vor allem dafür, daß sich am
Arbeitsmarkt wenig fundamentales ändert. Die Gewerkschaften
vertreten nun mal nicht die Interessen ihrer Mitglieder,
sondern der Mitglieder, die einen Arbeitsplatz haben (und
damit Beiträge zahlen).

Ist sicherlich nicht grundsätzlich falsch. Nur ist dies kein Argument gegen den Flächentarifvertrag.

Wenn IGM einen Flächentarif macht, dann kann man zumindest von aussen Druck machen, dass auf die Situation der Arbeitslosen geachtet wird. IGM muss zumindest etwas darauf achten.

Wenn es keinen Flächentarif gibt, wird jeder Betriebsrat nur auf seinen Betrieb achten. Dann werden noch weniger Tarifverträge für die Arbeitslosen gemacht als heute schon.

Anders ist nicht zu verstehen, daß
trotz desolatem Arbeitsmarkt und schwächelnder Wirtschaft
nachgerade unverschämte Forderungen für die nächsten
Tarifrunden gefordert werden und man schon (mal wieder) mit
Streik droht.

Mich interessieren weniger die Forderungen als die Abschlüsse. Und diese waren in den letzten Jahren nicht zu hoch.

Diese Angelegenheit betrifft ja nun ein einzelnes Unternehmen.
Wenn man die Historie dieses Unternehmen etwas genauer kennt,
sieht die Sache gleich sehr viel anders aus. In den frühen
90er Jahren wurde nämlich genau bei dieser Berufsgruppe bei
diesem Unternehmen heftig an den Gehältern gespart, allerdings
mit der Zusage, bei besserer wirtschaftlicher Situation
nachzubessern. Dies ist aber lange Jahre ausgeblieben, woraus
die in 2001 durchgesetzten erheblichen Gehaltsforderungen
resultieren.

Meines Wissens nicht nur bei dieser Berufsgruppe. Aber nur diese Berufsgruppe setzte seine Forderung durch.

Ciao

Ralf

Moin Nina,

ist richtig. Nur ist es keine neue Erkenntnis, dass die SPD der ein oder anderen Gewerkschaftsforderung aufgeschlossen ist. Sie müssen ja auch nicht prinzipiell falsch sein, nur weil sie von den Gewerkschaften kommt.

Nur ein Argument für Merz’ Aussage, dass wir auf den Weg in einen Gewerkschaftsstaat sind, d.h. dass die Gewerkschaften heute innerhalb der SPD mächtiger sind als früher, ist das sicherlich nicht.

Ciao

Ralf

Nur ein Argument für Merz’ Aussage, dass wir auf den Weg in
einen Gewerkschaftsstaat sind, d.h. dass die Gewerkschaften
heute innerhalb der SPD mächtiger sind als früher, ist das
sicherlich nicht.

Dazu müsste man überprüfen, in wie weit schon in den Jahren vorher Gewerkschaftsforderungen umgesetzt wurden. Dazu habe ich leider keine Fakten. Wenn jemand so nett wäre?

Tatsache ist jedoch, dass es schon merkwürdige Übereinstimmungen auf relativ vielen Gebieten gibt. Ob die Gewerkschaften nun mächtiger sind als vorher, weiß ich nicht, einen gewaltigen Einfluss haben sie aber ganz augenscheinlich.

Moin Nina,

Ob die
Gewerkschaften nun mächtiger sind als vorher, weiß ich nicht,
einen gewaltigen Einfluss haben sie aber ganz augenscheinlich.

Das ist richtig. Ist aber nicht gerade überraschend, dass die Gewerkschaften die Politik der SPD beeinflussen.

Ciao

Ralf

hallo lego,
wir haben ein Problem:
einesteils brauchen wir (die AN) dringend die Gewerkschaften (was ohne sie auf uns zukommt, kannst Du im Geschichtsbuch nachlesen: die Zeit vor den Arbeitnehmervertretungen),
andererseits entwickelt sich die Gewerkschaft zum Staat im Staat.
Wo also ansetzen, ohne die Interessen der AN zu beschneiden?
Eine Idee hätte ich gleich parat: nur max. 5 % Gewerkschaftler im BT. Doch dann würden die mit Recht sagen: dann bitte auch nur 5 % Selbständige, nur 5 % Beamte…
Ich glaube, das Ideal wäre: der Berufsstand (Studium) Politiker. Der dann aber in keinem Aufsichtsrat oder sonst wo sitzen darf. Der nur eines machen darf: sich um die Politik zu kümmern. Damit die das auch machen können: drastische Erhöhung der Politikereinkommen. Und wehe einer wird erwischt, dass er mit dem Kapital, mit der Gewerkschaft… kungelt. Behandlung wie bei einem Beamten, der bei einer Bestechung erwischt wird.
Altersvorsorge? Selbst für sorgen. Usw.
Aber so eine Regierung würden wir nie erhalten.
Grüße
Raimund

hallo raimund,

Ich glaube, das Ideal wäre: der Berufsstand (Studium)
Politiker. Der dann aber in keinem Aufsichtsrat oder sonst wo
sitzen darf. Der nur eines machen darf: sich um die Politik

Zu Beginn des Bundestages sassen keine Berufspolitiker im selbigen, sondern Selbststaendige. Es war ein Halbtagsjob und die Selbststaendigen wussten, was fuer die Wirtschaft und damit fuer das Land am besten ist. Aussnahmen bestaetigen die Regel galt natuerlich auch damals. Heutzutage sitzen dort nur Berufspolitiker von Lobbies beherrscht, die sich den langen Weg durch die Parteihierarchie, das Flaschenhalssystem, durchgesetzt, besser durchgesessen haben.

Ein Studium? Nein, das wuerde nur schlimmer werden.

mfg peter

kümmern. Damit die das auch machen können: drastische Erhöhung
der Politikereinkommen. Und wehe einer wird erwischt, dass er
mit dem Kapital, mit der Gewerkschaft… kungelt. Behandlung
wie bei einem Beamten, der bei einer Bestechung erwischt wird.
Altersvorsorge? Selbst für sorgen. Usw.
Aber so eine Regierung würden wir nie erhalten.
Grüße
Raimund

Moin Raimund,

Aber so eine Regierung würden wir nie erhalten.

Sie ist auch nicht gewünscht. Allgemein wird eher beklagt, dass Politiker nur die Politiklaufbahn im Lebenslauf haben und von der Wirklichkeit ausserhalb der Parlamente keine Ahnung haben.

Das wäre bei Dir die zwangsläufige Konsequenz.

Ciao

Ralf

Hallo Peter,

gut getroffen. Volle Zustimmung.

Gruss Günter

allen Recht getan…
iust eine Kunst die niemand kann…
Grüße
Rasimund

hallo lego,
mit den damligen Selbständigen, ja!
Mit den heutigen, nein!
Damals: aufbauwille, Arbeitswille, Verantwortung auch den AN gegenüber.
heute: Manager, die für das Aktienkapital Betriebe zu Grunde richten. Die gehen über Leichen.
90 % Der heutigen Unternehmer sind nur an einem interessiert: steigende Aktien, …
Im Readers Digest vom November hat Herr Wolfgang Grupp, ein sehr erfolgreicher Unternehmer, genau das angeprangert. Ein hervorragender Artikel!

Grüße
Raimund

Zustimmung aber lol, klein wenig off topic

Hallo Peter,

gut getroffen. Volle Zustimmung.

Gruss Günter

Hallo Günther,

ich stimme zwar auch zu, aber von lego ist das nicht.
Der kann zwar schon mit copy&paste umgehen, aber wo die Shift-Taste ist, weiß der sonst nicht. Überdies ist in dem Text keine lego-typische Grammatik und den Endbeweis liefert, das er nicht off - topic ist, der Text.

huhu, lego
beim mausen erwischt?

Gruß
Frank

Irrtum mein Spassvogel
Hallo Frank,

Irrtum, mein bester, dieses Posting ist Wort fuer Wort mein Wort, meine Wortwahl, und meine Meinung. Nicht ein Satz ist via C´n´P oder via sonstigem Abschreiben zustande gekommen. Noch nicht einmal aus dem Gedaechtnis, denn Nachrichten, Zeitungen online oder vom Kiosk habe ich derart, wie dort geschrieben steht, seit Tagen nicht konsumiert.

Bzgl meines Stiles, ich hab´s dem EXC versprochen, mich zu bessern. Ich versuche mich wenigstens in den Politikbrettern durchgehend daran zu halten. hehe

Ist richtig huebsch, ein Kommunistenfan wie Du stimmt einem Schwarzen wie mir zu.

Huhu Frank, Dich wieder bei Irrtum/Idiotie und Unterstellungen erwischt?

lachende Gruesse, ich stelle Dich zu meiner Belustigung bald fest ein, Peter *g*

ich stimme zwar auch zu, aber von lego ist das nicht.
Der kann zwar schon mit copy&paste umgehen, aber wo die
Shift-Taste ist, weiß der sonst nicht. Überdies ist in dem
Text keine lego-typische Grammatik und den Endbeweis liefert,
das er nicht off - topic ist, der Text.

huhu, lego
beim mausen erwischt?