Hallo Leute,
bei uns im Fitnessstudio steht eine von diesen Körperfett-Analyse-Waagen (Tanita). Muß was besseres sein; mit PC-Interface und allem pipapo.
Nur: die Meßfehler scheinen gewaltig zu sein - ich habe mich zweimal im Wochenabstand messen lassen. Ergebnis: bei fast gleichem Gewicht habe ich angeblich zwischen diesen Messungen fast 3 kg Körperfett zugelegt! Kann nicht sein, da ich zur Zeit im Muskelaufbau bin.
Meine Frage: Gibt es irgendwo eine Aufstellung, welche Faktoren eine solche Messung in welche Richtung beeinflussen können?
Also z.B.:
„volle Blase -> +Fett“
„feuchte Mauken -> -Fett“

Gruß
Stefan
Hallo !
Das Messen der Fettanteile geschieht mit Hilfe der so genannten Bioelektrischen Impedanzanalyse. Dazu muß man sich barfuß auf die Waage stellen. Dann wird ein schwacher Strom, der ungefährlich ist, durch den Körper geleitet.
Muskelgewebe leitet wegen seines Wassergehaltes den Strom besser als das Fettgewebe im Körper.
Auf der Grundlage des Widerstandes (Impedanz), der beim Stromfluß auftritt, kann der Computer in der Waage den prozentualen Körperfettanteil errechnen. Dabei werden auch Gewicht, Körpergröße und Geschlecht berücksichtigt.
Beeinflußbar ist dabei sicher die Messung durch nasse Füße. Oder natürlich durch Badelatschen, die man vergessen hat, auszuziehen.
Gruß Max
Vertraust Du wirklich so einer Waage???
Max
Wer misst misst Mist
Hallo Max,
erstmal Danke für Deine Antworten.
Vertraust Du wirklich so einer Waage???
Nicht weiter als ich sie werfen kann! Es gilt immer noch der alte Technikerspruch von oben. Das das Ding ein Schätzeisen ist, ist mir durchaus bewusst.
Das Funktionsprinzip dieser Waagen kenne ich - mir ging es wirklich konkret darum, welche Faktoren Einfluß auf die Messwerte haben. Ich habe z.B. die Erfahrung gemacht, wenn ich nach dem Training „heiss“ auf so ein Ding steige, wird mehr Fett angezeigt als mit kalten Muskeln.
Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der darüber was Näheres weiss.
Gruß
Stefan
Hallo!
Wenn du dein Körperfett zwei mal im Wochenabstand mit dieser Waage gemessen hast, dann ist deine Frage ungefähr gleichbedeutend mit: „Letzte Woche hab ich mich unter gleichen Bedingungen gewogen und die Waage zeigte 200g mehr Körpergewicht an. Ist die Waage kaputt?“ 
Das Problem bei dieser Messung ist, dass sie von einigen Faktoren leicht zu beeinflußen ist (wie z.B. Fußschweiß, Temperatur etc.)
Ich kann dir leider nicht sagen, ob es eine Aufstellung dieser Faktoren gibt; aber selbst wenn wäre das wohl kaum von praktischem Nutzen für dich („bei einer Fußschweißerhöhung um 10% müssen Sie 1,5% des ermittelten Körperfetts wieder abziehen…“ ???)
Solche Körperfettwaagen liefern also immer nur einen ungefähren Wert. Wenn du dich also für deinen Körperfettanteil interessierst, dann stell dich öfter auf diese Waage (vielleicht Füße trockenreiben vorher…), notier dir die Werte und bilde dir daraus einen tendentiellen Wert bzw. den Mittelwert.
Schönen Gruß
Andre 
Hi Stefan,
Du selbst schreibst weiter unten vom Schätzeisen, dem kann ich mich nicht anschließen - hier kann noch nicht mal von Schätzen gesprochen werden. Das sollte einleuchten, wenn man sich anschaut, was hier „gemessen“ wird. Sicher ist nur, dass (beim biometrischen Impedanzverfahren) eine Spannung angelegt wird und daraufhin ein Strom fließt, der vom elektrischen Widerstand des Messobjektes abhängt. Und wie sieht dieser Widerstand aus?
- der Übergangswiderstand Waage / Füße hängt von der Größe der Aufstandsfläche, dem Wassergehalt und der Dicke der Schwielen ab;
- damit in Reihe liegen die Beine, ein komplexes Mischgewebe aus Fleisch, Knochen, Blut, Haut, Haaren, … - jeder Bestandteil für sich allein schon kaum fassbar
- wenn wir nun annehmen, dass der Strom vom linken zum rechten Bein fließt, dann liegt dazwischen zumindest der Unterleib; wo der Strom sonst noch hinkommt, mag der Deibel wissen. Also: Blutdruck, Blaseninhalt, Darminhalt, Alkohol am Abend davor, wie lang vorher Liebe gemacht - die Menge der nicht kalkulierbaren Größen, die eine Messung beeinflussen, wächst und wächst.
Und da wagt man, von „Messung“ zu sprechen? M.E. gibt’s da nur Eins: Lass Dich von einer Person Deines Vertrauens an den kritischen Stellen kneifen, also die Walze zwischen Daumen und Zeigefinger nehmen und hör Dir den Kommentar an. Das ist zwar sehr subjektiv, aber besser als der ganze technikgläubige Schwurbel.
Gruß Ralf
Meine Frage: Gibt es irgendwo eine Aufstellung, welche
Faktoren eine solche Messung in welche Richtung beeinflussen
können?
Also z.B.:
„volle Blase -> +Fett“
„feuchte Mauken -> -Fett“

Gruß
Stefan
Danke
Hallo Ralf,
Du selbst schreibst weiter unten vom Schätzeisen, dem kann ich
mich nicht anschließen - hier kann noch nicht mal von Schätzen
gesprochen werden.
Dann fällt es wohl mehr in das Forum „Esoterik“? Also irgendwo zwischen den magnetischen Waschmaschinen-Entkalker und das Wirbelwasser? *grins*
Und da wagt man, von „Messung“ zu sprechen?
Ich finde es halt nur faszinierend, wie man darüber nicht nur auf das zehntel-Prozent genau meinen Körperfettanteil, sondern auch den Flüssigkeitsanteil bestimmen will. Und als alten Experimentator hätte mich jetzt interessiert, ob man damit schon mal Versuchsreihen durchgeführt hat, so nach dem Motto „messen - 1l Wasser trinken - messen - …“.
Ich nehme allerdings fest an, dass die Hersteller solcher Waagen die entsprechenden Versuchsreihen haben - und sie genauso unter Verschluss halten, wie die Tabakindustrie die ihre Ergebnisse.
M.E. gibt’s da nur
Eins: Lass Dich von einer Person Deines Vertrauens an den
kritischen Stellen kneifen, also die Walze zwischen Daumen und
Zeigefinger nehmen und hör Dir den Kommentar an.
DIE Kommentare höre ich auch ohne Kneifen ;-\
Bin halt ein typischer rundgewachsener Typ…
Danke Dir und allen anderen Antwortern
Stefan