Moin Malte,
vorab: Einen schönen Beitrag hast Du da geschrieben. Wirklich.
Vielen Dank, ich weiß Dein Lob zu schätzen.
[…]
Womit wir wieder bei der Bequemlichkeit wären…
Stimmt.
[…]
ich lasse es mir nicht nehmen, bei passenden Gelegenheiten auf
die Unanehmlichkeiten hinzuweisen, die Outlook mir bereitet,
Dir? Du verwendest es doch gar nicht, oder?
als da zum einen Virenmails und zum anderen HTML-eMails wären.
Letzteres dachte ich mir. Normalerweise verschicke ich in der Regel nur HTML-Mails, allerdings ohne böse Scripte und so’n Müll.
Beides beeinträchtigt mich
Inwiefern? Du weißt doch damit umzugehen. DICH beeinträchtigt doch bestenfalls, wenn es eine böse Datei schaffte, zu Dir durchzudringen.
Es beeinträchtigt natürlich ALLE, daß durch Spam- und Junkmails, durch Trojaner, Viren und weiß Gott alles, soviel Ressourcen verschwendet werden. Das schon. Wenn Du das als persönliche Last empfindest, muß ich mir Dich quasi wie die Jeanne d’ Arc der IT vorstellen? Mmmh …
(oder beschäftigt mich zumindest),
So beruflich und so? Ist doch gut so, sonst wäre doch da eine große Leere.
und das nervt mich,
Ach, ich hatte immer den Eindruck, daß Dir IT-Security eher „Spaß“ macht, will heißen: Du sie interessant findest.
deshalb weise ich zumindest darauf hin.
Das ist soweit ja auch sehr gut!! Wir alle profitieren ja davon, daß uns jemand darauf hinweist, wo wir etwas besser machen können. Und die schweigende Mehrheit, die auf diesem Board mitliest hat bestimmt schon viel dabei gelernt – ich auch. Wer es nicht hören bzw. lesen will, muß ja nicht hier 'rumklicken. Klar.
Nur weil ich hier eben auch schon einige Zeit lese, kenne ich schon die allgemeine Stimmung. Und die ist eben so aggressiv und oft herablassend, daß einer, der sich den Wissenden unterlegen fühlt, sich leicht eingeschüchtern läßt und sich garnicht traut zuzugeben, daß er z.B. „Schlangenöl“ verwendet.
Und mein Berufsgewissen zwingt mich zudem, auf die
hausgemachten Probleme von Outlook hinzuweisen.
Zwingt? Wer zwingt Dich, Deine Kenntnisse im w-w-w preiszugeben? Natürlich sollte man erwarten können, daß Du nicht wissentlich die Unwahrheit schreibst und es erscheint auch logisch, daß jeder zunächst mal seine Meinung vertritt und die Dinge aus seiner Perspektive betrachtet. Aber schweigen darf man doch auch mit ruhigem Gewissen, oder?
Achja, und dann wäre da noch meine persönliche Moralvorstellung,
in der Open Source als förderungswürdig existiert.
Das sehe ich auch so. Vor allem liegt eigentlich beidem, dem iNet und Open Source Software die gleiche Philosophie zugrunde, daß nämlich unentgeltliche Gemeinschaftsprojekte mit der Zahl der Beteiligten besser werden, ehrlicher sind und Fehler viel leichter gefunden und korrigiert werden können.
Das macht meiner Meinung nach die Faszination aus.
Also eine Reihe an Dingen, die mich da motivieren.
Ja, und das ist gut so.
[…]dann gehörst Du weder zu denen, um die ich mich sorge,
Da fühle ich mich dann aber schon etwas allein gelassen …
noch zu denen, wegen derer ich mir manchmal die Haare raufe.
Das beruhigt mich allerdings.
[…]
Du scheinst
a) zu wissen, was Du willst,
Fast immer.
b) zu wissen, welches Deiner Werkzeuge Dir was davon liefert,
Nicht immer, aber ich weiß, wo ich nachgucken kann und ich lasse nicht locker.
c) Dich mit den eingesetzten Werkzeugen zu beschäftigen und
Weil ich das Bedürfnis habe, es zu begreifen, zu verstehen.
d) ein umsichtiges Verhalten an den Tag zu legen.
Das bedingt sich dann selbst. Alles fängt ja klein an. Der erste Computer, mit dem ich mich beschäftigt habe, war ein VC20 von Commodore mit BASIC, dann C64, Amiga, DOS und EDV in der Ausbildung, Win95B, C, Win98, Win98SE. In Me und XP habe ich nur reingeschaut, es aber nicht für lohnenswert gehalten, umzusteigen. Dies war jetzt mein Werdegang in Betriebssystemen. Gleiches Schema gilt für alllerlei Software und auch Hardware.
Und immer war die Frage: wie funktioniert das? Warum ist das so? Was passiert da? Was will mir mein Rechner damit sagen??
In diesem Kontext der kleinen Schritte stellen sich durch immer neue auftauchende Informationen neue Entscheidungen. Zuletzt: das Zippen unnötiger Angriffspunkte. Jetzt wo ich das weiß, tue ich mir doch keinen Gefallen, die ganzen .EXEs und .COMs offen „herumliegen“ zu lassen. Und so mühsam ist das nicht. Auch nicht, wenn man dann mal dran muß. Aber ich halte es für eine gute Idee. Warum darauf verzichten?
Nur: ICH bin ein technischer Mensch. Ich will auch wissen, wie das Auto funktioniert, nicht nur fahren.
Weisst Du, daß Problem im Internet sind weder Leute die
Windows einsetzen noch Leute, die mit Outlook mailen
(zumindest nicht aus technischer Sicht) - das Problem ist, daß
es Millionen von Usern an a) bis d) mangelt. Und selbst das
werf ich niemandem vor. Aber es ärgert mich manchmal.
Das sind Menschen, denen es wurscht ist, wie das Auto funktioniert, Hauptsache es fährt sie dann und dahin, wo sie wollen.
Die Mutter einer Ex-Freundin lieh uns mal ihr Auto und an der Tankstelle fanden wir den Ölpeilstab trocken und VERROSTET …
[…] Mit all diesen Dingen dürfte Dein Schutzniveau höher
liegen als das so manchen Unternehmens.
Daß DU das sagst, gibt mir ein wirklich gutes Gefühl. Aber in Deinem Sinne wäre wohl eher der Schrecken darüber, wie niedrig anderer Leute und Firmen Schutzniveau ist.
Ich denke, daß Du das mit freier Software nach einer
mittelkurzen Umstellungsphase einfacher haben könntest,
Möglich. Ich bezweifle auch nicht, das irgendeine Freeware oder ein Open Source eMail-Client gut ist. Aber ich bin momentan zufrieden. Beim Browser habe ich mich schon vom reinen iE verabschiedet. Sowas ist auch eine persönliche Entwicklung.
also denselben Nutzen und dasselbe Schutzniveau mit weniger
Aufwand, aber das ist nur mein flüchtiger Eindruck, den Du Dir
ja möglicherweise irgendwann selbst bestätigst oder
widerlegst.
Aber ich wüßte nicht warum. Zur Zeit des VC20 gab’s noch keine Viren im Privatbereich und die in den "Groß"rechnern waren wohl mehr versehentlich entstanden. Ich bin mit dieser Technik quasi aufgewachsen. Vor drei Jahren hatte ich noch nie eine Spammail gesehen.
Ich denke, Linux ist noch nicht ganz soweit […]. Das hat […] zu
tun […] mit dem Leidensdruck, der noch nicht groß genug ist.[…]
Das halte ich durchaus für möglich. Dagegen spricht allerdings, daß es MS mit seiner Marktmacht und seinem Geld viel leichter hat, dagegen anzukämpfen. Inzwischen gibt es Argumentations-Lehrgänge gegen Linux™ auf CD
Achja, zu Deinem Konzept: Vielleicht hast Du die Möglichkeit,
in Sachen Mail irgendwann einmal auf IMAP umzusteigen. Wenn
das passiert - tu es.
Welchen Vorteil hat IMAP? Das einzige, was ich weiß, ist daß man – ähnlich wie Newsgroups – nur die Kopfzeilen herunterlädt, dann auswählt, was man haben möchte und davon dann auch nur eine Kopie erhält. Das heißt alle Mails bleiben auf dem Server gespeichert. Das alleine halte ich nicht für sehr sinnvoll.
Allerdings kostet das derzeit so oder so Geld.
Outlook 2000 und Outlook Express können es glaube ich beide (habe ich schon) und WEB.DE (mein Haupt-Freemailer) bietet es auch an.
Ansonsten liest sich das alles überraschend angenehm.
So soll es sein. Allerdings habe ich für die Zukunft einige Bedenken. Ich bekomme jetzt demnächst ISDN und DSL.
Zu ersterem, muß ich jetzt aufpassen, daß sich da niemend heimlich einwählt, weil die Modemverbindung aufgeben, hieße ja völlige Abhängigkeit vom DSL-Provider und die können ja auch mal ausfallen oder bockig sein. Bisher war die Leitung eben besetzt, wenn ich online war und die Verbindung wurde überwacht. Außerdem ist Call-By-Call so herrlich unabhängig.
Zu Letzterem habe ich schon etwas Bedenken, daß die Dateien dann so schnell auf meinen Rechner sausen, daß ich es gar nicht mehr merke und im Falle unliebsamer Zeitgenossen keine Gelegenheit mehr habe, einzuschreiten.
[…]
Nur kennt die keiner (ich auch nicht), weil’s keine Werbung
gibt […]
Genau deshalb wage ich es, immer mal wieder darauf
hinzuweisen. Ich halte diese alternativen Möglichkeiten für
„besser“, aber mehr als Argumente kurz zusammenfassen und
Fingerzeige setzen kann ich auch nicht.
Gut, aber das schafft keine Anreize.
Zum Beispiel verwenden hier im w-w-w viele User sehr häufig Links auf FAQs, andere Postings oder irgendwelche Webseiten. Das ist schon sinnvoll. Es spart Ressourcen, schreibt sich leichter und konzentriert den Blick auf das Wesentliche. Aber ich als Leser folge bestimmt 90% der Links nicht. Obwohl ich die Headline eines Threads interessant genug fand, ihn zu lesen, ist mir dann die vermutete Information hinter dem Link nicht potentiell interessant genug. Ist vielleicht traurig und ein unlogisches und inkonsequentes Verhalten, aber es ist so.
Und so ist es vielleicht auch mit Deinen Fingerzeigen. Da steht dann zum Beispiel http://Besserer_eMail-Client und Du schreibst im umgebenden Text, daß er sicherer ist als OE und „rattenscharfe Features“ hat. Das war’s. Wer folgt dem Link wirklich auf die Seite des Anbieters oder Download-Forums und liest sich das alles durch, blättert vor und zurück und versucht herauszufinden, was es damit auf sich hat? Nur diejenigen, die sowieso schon innerlich auf der Suche nach einem „Besseren eMail-Client mit rattenscharfen Features“ sind. Das ist aber, glaube ich, nicht Deine Zielgruppe.
Wer hier ein Posting liest, will weiter lesen – hier! Da ist der Klick auf „Weiter“ das gerade noch akzeptierte Maß an Eigenleistung.
Deshalb finde ich Deine Antwort auf Heidruns Anfrage nach den „rattenscharfen Features“ nebenan sehr gut. Zwar stört es mich Geld auszugeben, aber immerhin hast Du mich damit neugierig gemacht und jetzt werde ich es mir ansehen. Ich weiß, es ist schwierig, weil man hier ja keine Werbung machen darf, aber ich finde, Du hast es doch recht gut redaktionell serviert.
Oh, das ist ungefähr mein Reden. An anderer Stelle schrieb ich
vor Kurzem, daß von mir aus jeder wie wild auf allem
rumklicken soll, wie er will und jegliche Ratschläge
ignorieren darf, daß ich mich dann allerdings von dem zu
erwartenden Gejammer, wenn was passiert ist, genervt fühlen
dürfen möchte.
„fühlen dürfen möchte“ – Wollen täten wir schon mögen, aber dürfen haben wir uns nicht getraut. Warum ziehst Du Dir diese Weste an?
Wenn einer jammert, weil er auf eine Warez-Seite gesurft ist, sich dort (eine „bessere“ Stelle gibt es wirklich nicht dafür) einen 0190-Warner heruntergeladen hat, und seit dem eine merkwürdig utopische Telefonrechnung hat. Nagut, hilfst Du ihm das Ding loszuwerden. Aber wenn Du weißt, daß er von dem Risiko wußte, Du womöglich selbst zuvor gesagt hast „Laß das“ – was bist Du dann genervt? Da sagt man „Siehst Du, das nächste Mal hörst Du besser oder probierst mal Brain®.“ und gut ist’s. Der soll sich doch von jemand anders helfen lassen.
Oder Du bist ein hilfsbereiter, netter Mensch, der jedem aus der Patsche zu helfen versucht, wie es auch der christliche Gedanke ist, dann vergiß’, daß Du ihn zuvor gewarnt hast. Aber versäume nicht weiter zu warnen, denn das ist Deine Aufgabe.
[…]
Aber ihm vorschreiben, welche Programme er benutzen darf,
geht nach meiner Meinung eindeutig zu weit.
Tut das jemand? Nicht wirklich.
Nein, aber mit diesen aggressiven Diskussionen werden die „Schlangenöl“-User dermaßen unter moralischen Druck gesetzt, daß dies fast einem Verbot gleich kommt.
Und zwar in dem Sinne, daß sie sich nicht mehr trauen, hier um Hilfe zu bitten, wie man zum Beispiel so etwas konfiguriert oder in welchem Zusammenhang so etwas vielleicht schon nützlich sein kann, und was sie persönlich ändern müssen, um da hin zu kommen. Weil sie Angst haben, sofort nieder gemacht zu werden, mit so Sätzen wie „Schmeiß fort, das nützt Dir eh’ nichts“.
Wenn Du Dich hinstellst und mit einem besonders Mutigen darüber diskutierst, daß das nur ein „Stück Software“ ist und er ein „Konzept“ braucht, hast Du vielleicht das Glück, daß Dich der Mutige versteht, wahrscheinlch eher nicht.
Die Leser („Stück? Software gibt’s auch am Stück?“/„Wie sieht ein Konzept aus? Gibt’s das auf CD oder muß ich mir ein Buch kaufen? Oder kann ich sowas auch bei Conrad bekommen?“) sehen hier nur, daß der niedergemacht wird, weil er so etwas schmutziges, unwürdiges und sinnloses wie ZoneAlarm verwendet, verwenden will, oder auch nur erwähnt hat. So liest sich das.
Als ich diese Thematik das erste Mal las (und natürlich wissen wollte, worum geht’s hier eigentlich?), habe ich einige sehr anstrengende Tage gebraucht um teilweise sehr trockenen Text auf irgendwelchen Uni-Servern zu lesen und den zu verdauen, bis mir klar wurde, daß das Konzept, von dem Ihr hier redet bei mir in einer gewissen Weise schon verwirklicht ist, bloß daß ich mir dessen nicht bewußt war.
Jemanden, der Dich fragt „Wie schütze ich mich vor Angriffen aus dem Internet“ mit Gegenfragen zu bedienen wie „Wovor willst Du Dich schützen?“ oder „Was willst Du schützen“ oder so, überfordert den Fragesteller. Und andere, die die gleiche Frage hätten – und ich bin überzeugt da gibt es viel mehr, als es scheint – lesen das, begreifen genauso wenig und lassen’s dann lieber. „Es sieht ja keiner, daß ich ein offenes System habe und mich trotzdem sicher fühle. Wenn irgendwas nicht mehr geht, frag’ ich im Betriebssystem-Board, da hilf man mir dann schon.“
Es wäre wesentlich sinnvoller, den Leuten Anleitungen an die Hand zu geben, die vielleicht im ersten Moment noch nicht sooo wirkungsvoll sind, aber wenigstens verstanden werden!
Also zum Beispiel:
• Was ist sicheres Verhalten im Netz?
• Was sind dort die „Rotlichtbezirke“ (das steht nämlich nicht dran)?
• Warum ist eine Domain, die auf „ru“ oder „vu“ endet, schon ein Warnsignal?
• Wieso ist es besser auf die Datei- und Druckerfreigabe zu verzichten, wenn man mit dem Rechner auch ins Netz will?
• Wie stelle ich eine PersonalFirewall ein, damit sie überhaupt etwas nutzt?
• Und was bedeuten ihre Meldungen?
• Warum sind Portscans an sich nichts gefährliches?
• Wie verhindere ich, daß mich eMail-Würmer erreichen?
• Wie stelle ich Filter so ein, daß sie auch funktionieren?
• Was kann ich den Filtern überlassen und was nicht?
• Wo finden Scripte ihre Ansatzpunkte in meinem System und wie verhindere ich so was?
• Reicht eine Sicherheitsmaßnahme für alle Risiken, wo gibt es so ein Heftpflaster und was kostet es?
• etc
Der Faden ließe sich endlos weiter spinnen.
An dieser Stelle habe ich auch eine persönliche Frage: Wie kann man die Datei und Druckerfreigabe auf das LAN (Netzwerkkarte XY) bei Win98SE beschränken? In den Netzwerkeinstellungen der Systemsteuerung wirken sich die beiden Einträge hinter dem entsprechenden Button global auf alle Netzwerkkomponenten gleichermaßen aus.
Viele, die hier auf diesem Board die Wissenden sind, sind Informatik-Studenten oder ähnlicher intellektueller Preisklasse. Die so gerne „ONUs“ Genannten sind aber vielleicht Computer-BILD-Leser. Das ist die Zeitung, die dem Leser in jeder Ausgabe erklärt, wie man ganz gewöhnliche Spiele in Windows® installiert und die bei jedem englischen oder neudeutschen Wort am Rand ein „sprich’s“ (vereinfachte phonetische Schrift) anbringt, die englische Begriffe auch generell übersetzt: „Patch = Spielverbesserungsprogramm“ (als ob es für andere Software keine Patches gäbe). Manche Leser hier im Forum verstehen kaum oder kein Englisch und sind bei IT-Begriffen oft schon dann überfordert, wenn es sich nicht einmal um Fachbegriffe handelt.
Klar ist, daß wenn Du jemandem, der eine solche Frage stellt (und mehr wird da am Anfang nicht kommen) nicht mit der einen Antwort ein „sicheres System“ (wenn es sowas auch nur annähernd geben kann) bescheren kannst. Aber im Laufe der Zeit kommen immer mehr Fragen und für die Masse der schweigenden Leser ergibt sich ein immer verständlicheres Bild. Und wenn sie dann etwas nicht verstehen, trauen sie sich auch zu fragen, weil sie sehen, daß sie mit ihren Fragen ernst genommen werden. Langsam, aber sicher wird dann das ganze Netz sicherer und das war doch glaube ich Deine Intention.
So funktioniert das ganze Forum (naja, zumindest die Boards, die ich lese), warum nicht auch dieses Board?
Aber ich denke, es ist
berechtigt, wenn jemand, der durch dieses leichtsinnige
Verhalten anderer Mühe oder Last hat, sich darüber beschwert.
Natürlich, laß’ Deinen Kummer ruhig raus.
)
Denn dieses Verhalten schadet damit anderen, und DAS geht
meiner Meinung nach eindeutig zu weit.
Komme ich wieder mit dem Auto: Jeder weiß, daß Autoabgase gesundheitsschädlich sind. Trotzdem wird gefahren. Die Fußgänger schimpfen über die stinkenden Autos selbst dann, wenn sie einem solchen erst vor wenigen Minuten entstiegen sind (Hauptsache es ist außer Sichtweite).
Es ist bei einer Gemeinschaft unvermeidlich für ein Individuum zu existieren, ohne nicht auch mal ein anderes zu behindern oder zu ärgern oder zu schädigen. Das Ausmaß ist nur eine Frage der Zeit und der Größe der betrachteten Gemeinschaft.
Du unterstützt doch EFF’s Blue Ribbon Campaign (Fights Internet Censorship & Protects Online Free Expression), also:
Du kannst die Unwissenden nicht ausschließen, Du mußt Dich mit ihnen arrangieren, bzw. ihnen aus ihrer Unwissenheit helfen. Mit Aufklärung, nicht mit Gewissensappellen. Weil letztere nützen nur, wenn jemand hinguckt. Unbeobachtet tut der Mensch nur, wovon er überzeugt ist (jedenfalls in diesem Zusammenhang).
Irgendwer hat mal etwas vom iNet-Führerschein gepostet. Das ist zu hoch gegriffen. Das ist nicht mit dem Pkw-Führerschein vergleichbar, das wäre ein Führerschein für Fußgänger. Wer ihn nicht hat, muß zu Hause bleiben?
So geht das nicht. Wenn Du mit der IT an teuren Anlagen oder mit der Implikation teurer oder lebensgefährlicher Konsequenzen beschäftigt bist, brauchst Du einen Befähigungsnachweis in Form eines Studiums oder Berufsabschlusses. Aber allein für das Surfen und Chatten, das eMailen und Downloaden? Das geht doch nicht. Das iNet ist nun mal anarchisch (nicht zu verwechseln mit „anarchistisch“) und gerade das ist ja auch gut so. Dazu gehören eben auch die Schattenseiten. Das Problem Spam und Viren wird sich irgendwann wieder regulieren. Der Effekt des anarchischen Systems ist nämlich gerade die Selbstheilung und Leute wie Du sind doch daran auch eifrig beteiligt. Du bist nicht allein, Geduld, es wird wirken …
Und ich möchte Dir sagen, daß ich Deine Arbeit an der IT-Security sehr wertvoll für die Community und sehr gut zum Beispiel in der Ausarbeitung in Deinen .PDFs finde.
[…] die Lage
zumindest zu verbessern, indem man entweder die eingesetzte
Software idiotensicherer macht, oder eben den einsetzenden
Menschen.
Genau, ganz genau, wir sind doch auf dem Weg! Manchmal muß etwas erst ganz schlimm werden, bevor es wieder besser wird. Das System bricht nicht zusammen, glaub mir, das ist inzwischen so eigendynamisch, es wird immer überleben, sich selbst heilen und weiter entwickeln.
Malte, der ein wenig nach dem Punkt sucht, an dem wir uns
uneinig sind…
Warum? Muß man sich uneinig sein? Du hast Dich hier schon zu sehr an die Auseinandersetzung gewöhnt, scheint mir. Mein ursprüngliches Posting in diesem Thread sollte Dir auch nicht widersprechen, sondern es war der Gedanke, der mir zu Deiner Antwort auf Divos Problem einfiel – natürlich in dem Kontext, daß ich Deine Grundhaltung aus dem in letzter Zeit Gelesenen kenne.
Divo selbst konnte ich nicht antworten, weil ich XP zu wenig kenne und dann bezog er sich auch auf den Thread von Snej, der wohl „die als Microsoft getarnte Mail mit dem Wurm“ immer wieder bekam. Diese Mail kenne ich auch nicht. Ansonsten hatte er nichts angegeben, worauf ich hätte einsteigen können.
Zum Schluß möchte ich nun noch einen Hinweis anbringen. Wenn ich hier an der einen oder anderen Stelle die Stimmung (was auch ausgelegt werden könnte als: den Ton) auf diesem Board kritisiert habe, so wollte ich damit niemanden persönlich angreifen oder kritisieren – auch Dich nicht. Ich weiß nicht auswendig, wer wann was gepostet hat und kann das jetzt auch nicht noch einmal sichten und recherchieren. Darum geht es auch nicht. Worum es mir geht, ist die allgemeine Abschreckung, die den eigentlichen Sinn dieses – wie ich meine sehr wertvollen – Boards verunmöglicht. Also möge bitte jeder selbst darüber nachdenken, was er (nicht die Anderen) beitragen könnte, um auch den Nichts- oder Wenigwissenden Mut zu machen, durch Fragen ihren Status und damit unser aller Netz zu verbessern.
Jedem, der bis hierhin gelesen hat, danke ich für Geduld und Ausdauer.
Gruß,
Kristian
PS: Guck doch mal hier bitte: http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…
PPS: Warum werde ich in der Statistik Deiner Website als „Claranet - Russische Förderation“ notiert? Claranet ist WorldCom, also tiefstes Amerika …