Der fiktive Herr X hat ein Haus, das von Mietnomaden bewohnt wird. Vermutlich haben sie nun, nachdem sie die Wohnung ruiniert haben, in einer Nacht-und Nebelaktion das Weite gesucht. Wann kann Herr X sein Eigentum wieder in Besitz nehmen, also wann kann er davon ausgehen, dass das Mietverhältnis einseitig beendet wurde? Oder klarer gefragt: Welche Indizien müssen vorliegen, damit rechtlich, auch wenn keine Kündigung vorliegt, das Mietverhältnis als beendet gilt? Nicht dass die Nomaden plötzlich wieder auftauchen und erklären, dass sie lediglich in Urlaub waren und den Hauseigentümer wegen Hausfriedensbruch anzeigen.
totale Verwahrlosung des Hauses. Renovierungskosten im Bereich von mehreren zig-Tausend Euro, keinerlei Mietzahlung (jedoch Geltendmachen der Miete beim Sozialamt).
rechtswirksam kündigen (mit oder ohne Frist) muss man schon vorher. Und da gibt es doch verschiedene Ansatzpunkte, die das rechtfertigen. (Mietrückstände, vertragswidriger Gebrauch)
und wenn der Typ einfach weg ist? Wie soll man ihm eine Kündigung zustellen? Einwerfen, wissend, dass er nicht zu Hause ist? Und wenn es dringend ist, das Haus zumindest zu konservieren (verhindern, dass sich Katzensch… überall festsetzt), so dass man keine Kündigungsfrist abwarten kann? Der Vorverwalter hat viele Sachen einfach hingenommen, er wusste sich nicht zu wehren, er hatte Angst vor dem Nomaden.
die wirksame Zustellung der Kündigung durch einen damit
beauftragten Gerichtsvollzieher erfordert nicht die
Anwesenheit des Empfängers.
ich denke ein/dieses form sollte dazu da sein um hilfreiche hinweise zu geben - deine antworten mögen sicherlich formal nicht falsch sein, aber vollkommen überflüssig, denn wer schon so weit ist, hat einen anwalt der sicherlich noch besser und genauer auskunft gibt - in der realität muss der formal-juristische weg nicht immer der beste sein:
manchmal kann man auch was „falsches“ machen, eine unerhebliche anzeige riskieren und evt. auch eine kleine strafe, insbesondere im vergleich zu wesentlich höheren kosten, wenn man nichts tut bzw. den „korrekten“ weg geht:
ich würde in vergleichbarer situation (wobei jede situation anders ist) und dies ist kein rat, sondern ein beitrag in einem forum, auch mal einfach in die wohnung gehen und das schloss austauschen und einfach davon ausgehen, dass die nomaden weitergezogen sind!
die Wohnung gilt mW offiziell erst als aufgegeben, wenn.
schriftlich gekündigt
das Mobiliar entfernt
der Schlüssel und die Whg. in vertragsgemäßem Zustand zurückgegeben wurde.
Dies wird bei Mietnomaden wohl kaum geschehen sein
Man kann einen Mietvertrag wohl auch durch Konkludenz beenden (finde die Seite des Anwalts leider nicht mehr). Wie da die Kriterien sind, konnte ich allerdings nicht finden.
In einem solchen Fall bleibt wohl nur der normale Ablauf.
Einigung auf einen Aufhebeungsvertrag
sonst
Fristlos kündigen
Räumungsklage
Räumen
oder die nicht empfehlenswerte und verbotene Selbstjustiz (ohne Beschluss räumen, Schloss austauschen)
Hier gibt es noch den Tipp, den Mieter wegen Betrugs anzuzeigen. http://www.focus.de/immobilien/mieten/tid-7630/mietn… Strafanzeige wegen Einmietbetrug oder Mieteingehungsbetrug gegen den Mietnomaden zu erstatten.
Es könnte evtl. noch helfen, wenn Zeugen gefunden werden, dass die Person inzw. regelmäßig anderswo wohnt.
Vielleicht helfen ja auch amtliche Stellen wie das „Ordnungsamt“ oder „Gesundheitsamt“, falls aus amtlicher Sicht Handlungsbedarf gibt wegen Geruchsbelästigung, Ungeziefer etc. Dann ginge es vielleicht schneller, in das Haus zu kommen. eben von amtswegen.
Ich würde sagen, Anwalt einschalten, und/oder den üblichen aber teuren Weg der Räumungsklage gehen.
Ja aber sorry, das ist hier das Brett „MietRECHT“ und nicht
„Wir pfuschen uns irgendwie durchs Leben“.
nun ich frage mich ob ich es dir wünschen soll, oder nicht:
einen mietnomanden in deiner wohnung und niemand der dir einen vernüftigen tip gibt (anwälte wollen erst auch mal was verdienen)
zudem: von durchs leben pfuschen kann gar keine rede sein, denn erstens glaub ich bei deiner antwort, dass du meinen beitrag nicht genau gelesen hast und zweitens vermute ich, dass du nicht viel ahnung von mietnomaden bzw. mietnichtzahler hast, sonst hättest du eine andere reaktion gezeigt…
Ja aber sorry, das ist hier das Brett „MietRECHT“ und nicht
„Wir pfuschen uns irgendwie durchs Leben“.
nun ich frage mich ob ich es dir wünschen soll, oder nicht:
einen mietnomanden in deiner wohnung und niemand der dir einen
vernüftigen tip gibt (anwälte wollen erst auch mal was
verdienen)
Nun, Arthur Dent, wenn es stimmt, was das fremdartige Wesen vor ca. dreißig Jahren schon so charmant offen ausgesprochen hat, nämlich dass Du ein Arschloch bist, dann wünsche mir das ruhig.
zudem: von durchs leben pfuschen kann gar keine rede sein,
denn erstens glaub ich bei deiner antwort, dass du meinen
beitrag nicht genau gelesen hast und zweitens vermute ich,
dass du nicht viel ahnung von mietnomaden bzw. mietnichtzahler
hast, sonst hättest du eine andere reaktion gezeigt…
Vermute mal schön weiter. Ich habe durchaus breit gestreute Erfahrungen mit beiden „Seiten“
Nun, Arthur Dent, wenn es stimmt, was das fremdartige Wesen
vor ca. dreißig Jahren schon so charmant offen ausgesprochen
hat, nämlich dass Du ein Arschloch bist, dann wünsche mir das
ruhig.
stimmt nicht, aber so konnte man ja gut mal effektiv das a-wort unterbringen - selbst wenn es nix mit dem a-wort zu tun hat, ich
wünsche es dir trotzdem, wenn auch nur damit du erfahrung auch fern
deines schreibtisches erhalten kannst…
Vermute mal schön weiter. Ich habe durchaus breit gestreute
Erfahrungen mit beiden „Seiten“
welche beiden seiten???
etwa mietnomade und vermieter???
heißt das du warst schon mal ein mietnomade???
(vermieter sicher nicht)
Mietnomaden sind in den allermeistens Fällen keine Dummies sondern kennen sich in der deutschen Gesetzgebung gut aus (sonst wären sie ja wohl auch kaum auf diese Art unterwegs…)
Hier hilft wirklich nur rechtlicher Beistand um einigermaßen schnell und
kostengünstig aus der Sache rauszukommen.
Auf keinen Fall sollte man zur Selbstjustiz greifen…
Mietnomaden sind in den allermeistens Fällen keine Dummies
sondern kennen sich in der deutschen Gesetzgebung gut aus
(sonst wären sie ja wohl auch kaum auf diese Art
unterwegs…)
daher ist guter rat nicht nur teuer (anwalt)
sondern auch selten zu finden (wie hier im forum)
Hier hilft wirklich nur rechtlicher Beistand um einigermaßen
schnell und
kostengünstig aus der Sache rauszukommen.
dies entspricht leider nicht der realität:
der juristische weg ist in der regel sehr langsam
und meistens nicht immer preisgünstig
d.h. nicht dass man ihn nicht gehen sollte, sondern immer
überlegen wie man ihn gehen will, sollte und/oder muß
Auf keinen Fall sollte man zur Selbstjustiz greifen…
??? nirgens steht man soll den nomaden oder die made erschießen
ansonsten:
fast jede handlung die wir am tag vollziehen kann justiziable folgen haben, dennoch fragen wir nicht bei jeder handlung unser persönlichen anwalt ob richtig oder falsch, ergo vollziehen wir bei beinahe jeder handlung selbstjustiz !!!
also gute Arbeit ist immer teuer…dafür aber ist das Ergebnis auch entsprechend…
nehmen wir einmal folgendes Beispielszenario an:
Dagobert Geizig will Kosten für Anwalt und alles sparen…
tauscht das Schloß aus und da er ja geizig ist,räumt er die Wohnung nicht sofort,sondern inseriert in den Kleinanzeigen gebrauchsfähige
Sachen aus der Wohnung…Mietnomade Clever liest das und überweisst flugs die aktuelle Monatsmiete…Geizig freut sich,sackt die ein und macht nix weiter…nun kommt der nächste Monatserste und Clever überweisst wieder die Miete und erscheint diesmal aber am 2.Tag des neuen Monates mit einem Herren des Ordnungsamtes und der Polizei und einem Schlüsseldienst…und Geizig fällt aus allen Wolken,weil er außer den Strafanzeigen noch eine Verfügung des Ordnungsamtes bekommt,wie ER denn die Wohnung so vernächlässigen lassen konnte…schließlich habe ihn sein Mieter Clever doch vor 6 Monaten ausdrücklich schriftlich auf seinen Auslandsaufenthalt hingewiesen…für Geizig beginnt jetzt erst recht das Finanzielle Disaster…
Hätte er sich gleich zu Anfang rechtlichen Rat eingeholt,hätte er einmalig zwar einen €-Betrag gezahlt,wäre die Nomade aber innerhalb von 3 Monaten losgeworden und zwar endgültig…
Hätte er sich gleich zu Anfang rechtlichen Rat eingeholt,hätte
er einmalig zwar einen €-Betrag gezahlt,wäre die Nomade aber
innerhalb von 3 Monaten losgeworden und zwar endgültig…
Hört sich so an, als ob daran selbst geglaubt wird…
Jeder, der davon schon mal betroffen war, weiss, das dies nicht so einfach und kurz wäre und selbst bei einer eigenmächtigen Räumung ein Mindestmaß an Vorsicht nötig wäre…
Von einem, der weiss, wovon er spricht…
vlg MC
PS:
Manchmal wäre ein gutes Konzept eben besser als der sture normale Rechtsweg, der auch noch von Experten begleitet werden muß, obwohl dies für alle nur Routine wäre…egal wie lange die Wohnung blockiert wäre.
Es kostet eben immer nur einem das Geld, an dem dann alle anderen verdienen wollen…