es ist wieder mal soweit. So um den 17./18. jedes Monats kriege ich Migräne oder migräneähnliche Zustände.
Das geht nun schon ein knappes Jahr so und als Ursache vermute ich mal die Überlastung im vorherigen Job (3 Jahre Terror) zuzüglich des dort üblichen Mobbings während der heftigen täglichen Scharmützel.
„Krankheitsverlauf“ äußert sich wie folgt:
Frühmorgens leichte Kopfschmerzen, die schwächer werden, wenn ich etwas länger liegen bleibe. Im Laufe des Vormittags wird mir leicht schlecht, ich kriege aber guten Appetit und esse auch gut. Gegen Nachmittag setzten dann massive Kopfschmerzen ein, gegen die auch keine üblichen Kopfschmerzmittel helfen (Neuralgin bsp.)
Die einzige mir bisher bekannte Möglichkeit, den Verlauf der „Selbstheilung“ für mich erträglich zu gestalten ist:
Rollos zuziehen (da auch Lichtempfindlichkeit eintritt) und schlafen. Dabei ist es mir manchmal fast unmöglich zu liegen, da der Kopfschmerz ziemlich stark wird. Außerdem sind als weitere „goodies“ in der Hochphase noch Übelkeit dabei.
Wer kann mir sinnvolle Tips geben, wie ich das entweder wieder los werde?
Ärztlicher Rat lautet: Ruhe.
Ist aber nicht ganz so einfach, da ich nun kein ältliches Mütterchen bin, sondern 37, m, 1,70, 65kg und berufstätig.
Hallo Juergen, ich habe sehr gute Erfahrung mit Akupunktur, sanfter manueller Theraphie bei der KG, Entspannungs- Dehnungsübungen gemacht. Außerdem nehme ich ein homöophatisches Mittel ein aber, ich weiss im Notfall hilft mir dann(wenn nix mehr anderes greift) auch nur Novalgin, Fenster auf Läden runter, Kirschkernkissen auf den Kopf, Bett und Ruhe. Bei Übelkeit esse ich kand. Ingwer war gewöhnungsbedürftig! Ich würde Dir raten, einen Arzt evtl. Schmerztherapheut, Arzt mit Naturheilverfahren, oder einen Neurolog(sorry, hat mir nix gebracht) auf zu suchen.
Autogenes Training, Entspannung nach Jackobson, Verhaltenstheraphie(wie gehe ich mit Stress, Wut um? Lösungsmöglichkeiten. Könnte Dir mit Deiner Geschichte( Mobbing…) evtl. auch weiterhelfen.
Gute Besserung wünsche ich Dir Gruß Filo
PS: Wenn Du Fragen hast melde Dich…
Hallo Jürgen,
Da Migräne viele verschiedene Ursachen haben kann ist es nicht möglich dir hier zu sagen, wie du deine Migräne wieder los wirst. Da dein Arzt hier anscheinend überfordert ist solltest du jemand suchen, der sich ein wenig mehr Mühe gibt und die vielen möglichen Ursachen diagnostisch und therapeutisch berüchsichtigt.
Ich kann die aber einen kleinen Tip geben, der nicht viel kostet und dir vielleicht schon mal etwas helfen kann.
Ich habe bei meinen Migränepatienten recht gute Erfolge mit „Cannabis sativa e seminibus D1“ Tropfen von der Firma Stauffen. Sobald sich eine Migräne ankündigt kann man dann 20 - 25 Tr. davon in etwas Wasser einnehmen und oft funktioniert das recht gut. Das ist zwar keine Heilung aber schon mal eine Linderung.
Es funktioniert nicht bei jedem, ist aber einen Versuch wert.
Weiterhin können Pestwurzpräparate wie z.B. Petadolex,
Homöopathie, Akupunktur, Chiropraktik bzw. Osteopathie und andere Naturheilverfahren in vielen Fällen eine Migräne sehr gut positiv beeinflussen und oft sogar zum Verschwinden bringen.
Ich wünsche dir viel Glück bei der Suche nach einen geeigneten und kompetenten Therapeuten.
Gruß
KH
Hallo Jürgen,
bei mir hilft im Anfall eine Tablette „Ascotop“ (aus der Gruppe der Triptane). Damit werden nicht nur die Kopfschmerzen, sondern auch die Begleiterscheinungen gelindert. Ist allerdings verschreibungspflichtig. Wäre aber wohl einen Versuch wert.
Viele Grüße und gute Besserung,
Aureel
gibt es einen zusammenhang zwischen dem verzehr bestimmter lebensmittel und dem auftreten migräneartiger kopfschmerzen?
konkret spreche ich von schokolade und von marzipan.
Hallo Miranda,
Ja das gibt es.
Schokolade enthält Thyramin, das eine Migräne auslösen kann.
Ähnliches kann mit histaminhaltigen Produkten passieren wie z.B. bei Rotwein.
Gruß
KH
wobei ich oft denke, es kann auch eine art „entzugserscheinung“ sein. wenn ich nämlich vor ca. 11:00 morgens ein kleines stück schokolade esse, passiert gar nichts…
gibt es einen zusammenhang zwischen dem verzehr bestimmter
lebensmittel und dem auftreten migräneartiger kopfschmerzen?
konkret spreche ich von schokolade und von marzipan.
auch ich habe ab und an Migräne und bestimme Nahrungsmittel sind bei mir auch problematisch, wenn ich mal wieder „anfällig“ bin.
So habe ich keinerlei Probleme mit Rotwein, dafür aber mit Weißwein oder zuviel Orangensaft.
Zwischendurch mach ich auch mal den Vollmond verantwortlich oder zuviel Knoblauch
Es gibt aber auch Untersuchungen, die einen Heißhunger vor einem Migräne-Anfall festgestellt haben - d.h. Schokolade-Essen ist dann nicht der Migräne-Auslöser sondern nur eine Folge des Heißhungers -
d.h. dann ists eigentlich eh schon zu spät. Und genau diesen Heißhunger kenne ich auch!
Hallo Jürgen,
Da Migräne viele verschiedene Ursachen haben kann ist es nicht
…
Ich habe bei meinen Migränepatienten recht gute Erfolge mit
„Cannabis sativa e seminibus D1“ Tropfen von der Firma
Stauffen. Sobald sich eine Migräne ankündigt kann man dann 20
…
Jaja da wird der gute alte Hanf wieder ausgegraben
-> Zurück zum Thema
Wenn das so regelmäßig bei dir auftritt ist eine Auslöseursache in deinen Lebensumständen ja recht wahrscheinlich. Auch -und gerade- die Erwartung des Anfalls kann da natürlich mit hineinspielen. Versuch doch mal deinen Tagesablauf genau aufzuschreiben bevor der Anfall beginnt - viewlleicht ist dann im Vergleich eine Ursache erkennbar?
Also, wenn Du ein Mädchen wärst, würde ich sagen Du hast Deine Tage…
Kleiner Scherz…
Aber im Ernst.
Ich hatte das auch immer um die gleiche zeit, nämlich genau dann.
Dann habe ich vor etwa 2 Jahren angefangen, beim DRK Blut zu spenden. Wo ist ja egal, aber das ist die Hauptsache. Ich gehe nun 2x im Jahr, i.d.R. im Frühjahr und Winter. Wie ich Zeit habe und wie die Termine des DRK liegen.
Mein Hausarzt war nicht so begeistert, weil man als Frau ja auch so Probleme mit Eisenmangel hat aus eben jenen montalichen Gründen.
Aber ich mache das lieber, löse Brauseeisentabletten auf, und nehme weniger schmerztabletten, welche eh nicht halfen!
Geh doch einfach mal und spende versuchsweise. Man bekommt ja sogar Essen und trinken. Vorher aber auch ordentlich essen und viel trinken!
zum Thema Streßbewältigung ist schon einiges gesagt worden, da magst Du versuchen, was bei Dir am besten hilft. Ich stelle aber mal was in den Raum: Du schreibst, daß der Streß im vorherigen Job aufkam. Ist es richtig, daß die entsprechenden Auslöser jetzt dann nicht mehr vorhanden sind? Könnte es sein, daß es mittlerweile zur einer Art „Gewohnheitsmigräne“ gekommen ist? So nach dem Motto „das Datum kommt, also kommt auch die Migräne“? Es gibt schließlich die unterschiedlichsten Auslöser, warum also nicht das? Wär einfach mein Tip, da mal drüber nachzudenken: Falls der Streß-Job mittlerweile Geschichte ist, könntest Du es eventuell auch mit psychotherapeutischer Hilfe angehen.
Mir selbst hat Fußreflexzonenmassage recht gut geholfen, die vierwöchige zyklusbedingte Migräne in den Griff zu bekommen. Allerdings kenne ich auch noch Schneefall als Auslöser (bin mittlerweile der Wetterfrosch fürs Wintertreiben), und wo man da ansetzen soll, weiß ich auch nicht. Gut, ist aber auch selten bei uns!
Wenn es mich dann erwischt, nehme ich sofort eine Schmerztablette (Ibuprofen 400). Das Problem bei der Migräne ist, daß der Darm baldigst aufhört zu arbeiten, und dann nützt die dickste Tablette nichts mehr. Wenn Magen, Nieren und Leber okay sind, sehe ich persönlich keinen Grund, bei sporadisch (d.h. höchstens einmal im Monat) kein Schmerzmittel zu nehmen und den Indianer zu machen. Wenn Du das ebenso für Dich siehst, rate ich Dir, so schnell wie möglich eine Tablette zu nehmen, dann sollte sie noch helfen und Du brauchst auch nicht einen ultradicken Hammer einzuwerfen.
vielen Dank an alle, die geantwortet haben.
Noch ein paar Punkte so hintenan:
Die „Pünktlichkeit“ der Migrane ist mir erst diesen 17. so richtig aufgefallen, da ich erst zwei Einträge in einem Kalender hatte und echt nicht drangedacht habe.
Das ist erst meinem Kollegen aufgefallen.
Mir ist mittlerweile aufgefallen, daß die Schmerzen erst einsetzen, seit ich diesen Mörderjob so richtig los geworden bin. Erst jetzt raffts mich richtig nieder, vorher fiel es mir nie so auf.
Aber ich habe auch den Eindruck, die Dauer verkürzt sich etwas.
Gestern bin ich nach der Arbeit direkt ab ins Bett und hatte bis 5 Uhr früh Kopfschmerzen. Ab 8 Uhr ging es soweit, daß ich wieder arbeiten gehen konnte.
Wetterfühligkeit kenne ich gottseidank nicht und das obwohl ich noch ein anderes Leiden habe, dem man eigentlich nachsagt, daß dadurch Weterfühligkeit ausgelöst werden kann. Hier bin ich glücklicherweise resistent, wie eigentlich sonst auch. Bin eigentlich eher eine robuste Natur, die kaum Wehwehchen kennt.
Ich werde mir die Tips zu Herzen nehmen und die Gewohnheiten genauestens beobachten.
Vielen Dank für die Anregungen und die Anteilnahme