Seit Jahren leide ich unter mir unerklärlichen Beschwerden, diese sich immer mehr häufen.
Wo und wann der Ursprung dessen zu finden ist, kann ich nicht bestimmen. Betrachte ich aber meine Erlebnisse in der Retroperspektive, kann vor allem Eines von mir mit 20 Jahren, bereits einen Verlauf in den jetzigen Zustand andeuten: Ich bin ohne Vorzeichen zusammengebrochen, hab mich am Boden geschüttelt und war kurzzeitig Bewusstlos. Da dies aber nach ein paar Minuten vorüber war, dachte ich, es läge nur am Kreislauf. Ich stand auch nicht unter Alkoholeinfluss.
Jahre später, sprich mit 25 Jahren hatte ich plötzlich unter Sprachproblemen zu leiden, einfache Satzstellungen durcheinandergebracht, geläufige Begriffe nicht mehr gefunden und mich ständig verhaspelt. Das ging gleichzeitig mit einem Taubheitsgefühl in Händen und Unterarmen einher, das eine Woche anhielt. Einen Arzt hab ich nicht aufgesucht, da ich unabhängig der neurologischen Symptome, zwischenzeitlich mal wegen starken Schmerzen im linken Arm und Brust zu klagen hatte und ein Kardiologe nichts feststellen konnte. Mir war das damals so peinlich und die Möglichkeit, dass ich mir alles nur einbilden könnte, hielt mich ab.
Im Verlauf der folgenden Jahre kamen dann zu meinen Beschwerden Tinnitus (im Kopf) und Augenflimmern dazu, diese sich bis heute konstant halten. Mal leichter, mal schwerer. Wegen dem Flimmern in den Augen, war ich bereits vor fünf Jahren beim Augenarzt und Neurologen. Ohne Ergebnis! Der Neurologe schnitt zwar das Thema einer Aura kurz an, ging aber nicht ausführlicher darauf ein, sondern meinte, ich solle doch froh sein, dass mir nichts fehlt. Beschwerdenlinderung? Fehlanzeige! Weiterführende Behandlung oder Untersuchung? Nichts! Ich litt weiter. Von meinen zur gleichen Zeit entstanden Müdigkeitsattacken, Gesichtsverzerrungen und Reizzuständen ganz zu Schweigen. Auch bemerkte ich, dass ich manchmal total neben mir stand und nicht mehr voll aufnahmefähig war. In diesen Momenten, hatte ich das Gefühl, dass sich richtige Fesseln um meinem Kopf legen und dieser Druck? Unerträglich! Vor allem für zwischenmenschliche Beziehungen ist das nicht unbedingt förderlich, wenn man immer wieder diese geistig eingeschränkten Attacken hat.
Mit 30 Jahren war ich dann Schwanger und während dieser Monate trat häufiger der gezackte Lichtkranz auf.
Danach nicht mehr. Stattdessen hatte ich manchmal das Gefühl, die Welt nicht mehr Dreidimensional wahrzunehmen.
Vor einem Jahr kamen dann zu diesen Attacken Übelkeit, Lichtempfindlichkeit, sensibler Geruchs- und Hörsinn hinzu. Auch unter Gleichgewichtsstörungen leide ich seit Beginn der Attacken immer wieder.
Und weil das Ganze kein Ende nehmen will, sind vor einem halben Jahr, Kribbeln in Armen und Beinen auch noch dazu gekommen.
Zu der Häufigkeit der Symptome:
Flimmern - konstant
Tinnitus - konstant, wobei ich nicht sicher bin, ob das überhaupt damit zusammen hängt
Kribbeln - Jeden Tag, mehrmals
Druck im Kopf - jede Woche, einhergehend mit Gesichtsfeldverzerrungen
Müdigkeit - alle paar Tage
Reizzustände - fast jeden Tag
Kopfschmerzen mit Übelkeit, Licht-, Geräusch- und Geruchsempfindlichkeit - alle ein bis zwei Wochen
gezackter Lichtkranz - seit der Schwangerschaft nicht mehr
Sprachstörungen - seit damals nicht wiederkehrend
taube Arme - seit damals nicht wiederkehrend
Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich beim Aufstehen ein pelziges Gefühl in den Füßen habe.
Ich will endlich leben, aber all das oben macht mir zunehmend zu schaffen und blockiert mich.
Wer kennt sich damit aus und kann mir helfen?
Gruß, Karin.