Militanter Außenminister!

Hallo miteinander!

Plötzlich ist die wilde Vergangenheit Joschka Fischers wieder in aller Munde. Seine Frankfurter Sponti-Zeit war geprägt von gewalttätigen Auseinandersetzungen mit dem System im allgemeinen und der Frankfurter Bereitschaftspolizei im besonderen. Ja, er habe Polizisten angegriffen, gibt Joschka im Stern-Interview freimütig zu. Was hat dieses Bekenntnis aber für Konsequenzen für seine weitere politische Karriere? Hat es überhaupt welche? Natürlich fordern bayerische Saubermänner sofort den Rücktritt des Außenministers und tun so als wären die jetzt veröffentlichten Bilder und Geständnisse eine große Neuigkeit. Tatsächlich hat Joschka nie einen Hehl aus seinen wilden Tagen in Frankfurt gemacht. Auch in zahlreichen Artikeln in der Vergangenheit wurde das Thema ausgiebig behandelt. Warum also die ganze Aufregung?

Gruß
Tom

Hallo,

ja, es ist schon interessant.
Dem Herrn Aussenminister wird also angelastet, er habe in seiner Jugend Dummheiten begangen. Wer von uns hat das nicht? Wer hat denn nicht irgendwo einen schwarzen Fleck auf der weissen Weste, von dem der Chef/die Polizei/die Eltern oder wer auch immer besser nichts erfährt? Hat nicht jeder Mensch das Recht, Fehler zu begehen, zuzugeben und sein Verhalten zu ändern? Gerade die CDU müsste eigentlich von der Lernfähigkeit der Menschen überzeugt sein. Sie hatten ja noch nie ein Problem damit, Menschen mit fragwürdiger Vergangenheit in die eigenen Reihen aufzunehmen - manche davon in höchste Staatsämter (Filbinger, Kiesinger, Lübke etc.). Genausowenig problematisch war die Integration der SED-hörigen CDU-Ost und DBD incl. Vereinnahmung derer Vermögen - geschmäht wurde dafür nur die PDS. Dazu fällt mir eigentlich nur Orwells „Animal Farm“ ein…

Egal. Jedenfalls ist für mich Joschka deswegen kein bischen weniger vertrauenswürdig. Zumindest ist er kein Machtausnutzer, Steuerhinterzieher oder Vorteilsnehmer.

Gruss
Peter

Hallo ebenso!

Plötzlich ist die wilde Vergangenheit Joschka Fischers wieder
in aller Munde. Seine Frankfurter Sponti-Zeit war geprägt von
gewalttätigen Auseinandersetzungen mit dem System im
allgemeinen und der Frankfurter Bereitschaftspolizei im
besonderen.

Ja, ich muß zugeben, ich habe viel mehr Probleme mit so teilweise unkontrollierbarer Gewalt von Staats wegen, wie sie hier in Bayern so gerne propagiert wird.

Natürlich fordern bayerische
Saubermänner sofort den Rücktritt des Außenministers und tun
so als wären die jetzt veröffentlichten Bilder und
Geständnisse eine große Neuigkeit.

Die müssen ja irgeondwie von ihrer "Staats-"gewalt ablenken.

Gruß, Karin

Egal. Jedenfalls ist für mich Joschka deswegen kein bischen
weniger vertrauenswürdig. Zumindest ist er kein
Machtausnutzer, Steuerhinterzieher oder Vorteilsnehmer.

Ich habe nur zwei Fragen:

1.) Wie vertrauenswürdig ist denn ein Mensch, der vorsätzlich mit Waffengewalt jemanden niederprügelt?

2.) Wie groß wäre denn das Geschrei, wenn der österreichische Außenminister ein ehemaliges Mitglied einer rechten Schlägerbande gewesen wäre?

Die Schwarzkonten-Profis der CDU könnten sich ja auch ganz einfach entschuldigen und weitermachen. Bei denen sind wenigstens keine Menschen zu schaden gekommen.
Marc

Warum also die ganze Aufregung?

Gruß
Tom

Ich glaube kaum, daß sich Jungwähler vorstellen konnten, was in der Zeit abging. Vielleicht wird ihnen jetzt klar, wen sie da als Außenminister und Lieblingspolitiker haben.
Marc

Sozialisierung eines Alt 68
Hi Marc

Ich habe nur zwei Fragen:

1.) Wie vertrauenswürdig ist denn ein Mensch, der vorsätzlich
mit Waffengewalt jemanden niederprügelt?

Zu dem Zeitpunkt des Niederprügels, wohl wenig. 30 Jahre später… hm… kommt wohl drauf an, oder.

2.) Wie groß wäre denn das Geschrei, wenn der österreichische
Außenminister ein ehemaliges Mitglied einer rechten
Schlägerbande gewesen wäre?

  • Österreich hat eine Aussenministerin!
  • Was eine Person vor 30 jahren gemacht hat, ist mir rel wurscht, solange diese Person auch dazu steht und aus den damaligen Fehlern gelernt hat.

Die Schwarzkonten-Profis der CDU könnten sich ja auch ganz
einfach entschuldigen und weitermachen. Bei denen sind
wenigstens keine Menschen zu schaden gekommen.

Ah ja, aber warum tun sie es dann nicht. das was bis jetzt so gekommen ist hat mit einem „Entschuldigung, es war ein Fehler, es tut mir leid, es wird nicht wieder vorkommen“ nur wenig gemein.

immerhin:
Einen meineidigen Innenminister
Einer steuerhinterziehenden Wirtschaftsminister
Einen Landesminister mit „intelligenten Schulden“
Ministerpräsidenten mit div „Amigos“
u.v.m.
hatten wir alles schon
das haben die entsprechenden Personen mehr oder minder gut überstanden.

Diejenigen, die jetzt schreien, sollten mal erst ihren eigenen Balken aus dem Auge ziehen… Balken, nee da steckt ein ganzer Wald.
Am meisten regt mich an dieser ganzen sog. Affäre diese unsägliche Heuchelei auf. Som nach dem Motto, wenn wir ihm schon nicht fachlich am Zeug flicken können,dann…
J. Fischer ist das gelungene Beispiel dafür, das auch „Linke“ tatsächlich klüger werden können.

Gruss
Mike

Am Rande …
Hi
… bemerkt:

1.) Wie vertrauenswürdig ist denn ein Mensch, der vorsätzlich
mit Waffengewalt jemanden niederprügelt?

Öh, mit Steinen, in einer Tornado oder mit dem MG?

Zu dem Zeitpunkt des Niederprügels, wohl wenig. 30 Jahre
später… hm… kommt wohl drauf an, oder.

Immerhin ist er kein Feigling. Oder wollen wir ein Weichei und bürokratischen Sesselfurzer als Außenminister?

Den Vergleich mit der bayerischen Tradition (Max Streibl zum Münchner Kessel) spar ich mir jetzt. Nur soviel: Gleiches Recht für alle.
Übrigens erscheint ja dann auch der unerklärte Krieg, an dem sich auch deutsche Truppen trotz (?) einer sozialdemokratischen Regierung beteiligt haben, unter einem anderen Blickwinkel…
[…]

immerhin:
Einen meineidigen Innenminister
Einer steuerhinterziehenden Wirtschaftsminister
Einen Landesminister mit „intelligenten Schulden“
Ministerpräsidenten mit div „Amigos“
u.v.m.

Hund san’s scho

Cheers
Rossi

Joschka, Gregor, bitte bleibt!!!
Tja, Peter,

Menschen vergessen und verdrängen halt gerne sehr schnell die eigenen Fehler. Ich schließe mich Dir an und breche für ihn mehrere Lanzen. Für mich ist er heute einer unserer vertrauenswürdigsten Politiker. Wenn nicht überhaupt DER (Konkurrenz steht weiter unten).

Bibel: Werfe der den ersten Stein …

Daß er gelegentlich vor den Amis strammstehen und gehorchen mußte, ist nicht seine Schuld. Obwohl ich es ihm übelgenommen habe. Es liegt eben an der politischen Großwetterlage und dem Mangel an Souveränität unseres Staates.

Nö, ich möchte Joschka behalten, obwohl ich einer anderen Partei angehöre und mich gerne über einige Dinge mit ihm streiten möchte. Wer, außer ihm, Schily und Gisy, brächte dann überhaupt noch Intellekt, Witz und Geist in die Politik.
Wir verlieren Gisys Brillanz definitiv, ginge auch Fischer, ginge auch der angeschlagene Schily in Drögheit und Muff des Apparates unter.

Mit dem Autokanzler kann ich nicht viel anfangen, obwohl ich sein Parteibuch habe. Vielleicht hol’ e’ mi’ 'ne Flasche Bier.

Wir brauchen in unserer Politik Menschen wie Joschka oder Gregor.
Bitte, bleibt, sonst ist die Politik der nächsten Jahre nur mit Mottenpulver zu ertragen.

Und Sie, Herr Innenminister, bitte denken Sie an die Worte, mit denen sie die RAF verteidigt haben. Bitte wiederholen Sie einige davon. Damit die Verkrustung eines ausufernden Kapitalismus vielleicht aufbricht Vielleicht hilft die Erinnerinerung Ihnen, über den Rand des Tellers zu blicken, in den Sie offenbar gefallen sind.
Oder sind Sie schon zu tief im System der Neuen Weltordnung gefangen?

Geist, Intellekt und Witz in die Politik. Joschka sollte bleiben, Gregor sollte bleiben. Unbenommen der Parteizugehörigkeit.

Das ist meine Meinung.

Beste Grüße

Otto

Hi Marc!

Ich glaube kaum, daß sich Jungwähler vorstellen konnten, was
in der Zeit abging. Vielleicht wird ihnen jetzt klar, wen sie
da als Außenminister und Lieblingspolitiker haben.

Ich glaube eher im Gegenteil, daß die Biographie Joschka Fischers viele jungen Wähler beeindruckt. Schließlich ist er für seine Ziele auf die Straße gegangen, was in dieser Zeit noch durchaus üblich war, und zweitens steht er zu seiner Vergangenheit und versucht nichts zu beschönigen oder zu verschleiern. Er sagt außerdem er habe aus seinen damaligen Fehlern gelernt und sich von der Gewalt als Mittel der Auseinandersetzung abgewendet, eine Aussage die durch die Gründung der pazifistischen Grünen Partei auch sofort glaubhaft erscheint.
Seine Vita ist mir jedenfalls 100 mal lieber als der peinliche Versuch des Friedrich Merz sich eine ausgeflippte Revoluzzerjugend zurechtzulügen.

Joschka ist bei mir im Ansehen auf jeden Fall gestiegen!

Gruß
Tom

Jörg Haider beschimpft Joschka Fischer

Wer von uns hat das nicht?
Wer hat denn nicht irgendwo einen schwarzen Fleck auf der
weissen Weste, von dem der Chef/die Polizei/die Eltern oder
wer auch immer besser nichts erfährt?

Ja, also - ich habe nicht auf Polizisten eingedroschen, und sonst auch auf niemanden.

Gerade die CDU müsste eigentlich von der Lernfähigkeit
der Menschen überzeugt sein.

Natürlich ist man von der Lernfähigkeit eines Linken überzeugt. Ein Rechter oder einer, der in die rechte Ecke gestellt wurde bleibt dagegen für immer und ewig abgestempelt. Das alles ist ja auch nicht neu, und als Jörg Haider sich über Joschka Fischer zutreffenderweise geäußert hat, wurde es natürlich dem Haider angelastet.

eine dpa-Meldung von Anfang März 2000:

_Betreff: Haider beschimpft Joschka Fischer

Wien. - Kaum ist Jörg Haider als FPÖ-Chef zurückgetreten, gibt er auch schon wieder Gas.
Vorbei die Zeit der gemäßigten Worte: Erst beschimpft er Bundesaußenminister Fischer als „ehemaligen RAF-Sympathisanten", dann droht er erneut mit einem Veto in der EU, sollte Österreich nicht „ordentlich" behandelt werden._

Quod licet Jovi non licet Bovi. Der Stern darf halt die Vergangenheit von Joschka Fischer aufdecken, und Haider darf die Wahrheit nicht sagen, der darf sich nur beschimpfen und verleumden lassen. Eine vergleichbare Handlung wie Fischer hat er jedenfalls nicht begangen.

Haider und kein Ende
Hi Beobachterin

Wer von uns hat das nicht?
Wer hat denn nicht irgendwo einen schwarzen Fleck auf der
weissen Weste, von dem der Chef/die Polizei/die Eltern oder
wer auch immer besser nichts erfährt?

Ja, also - ich habe nicht auf Polizisten eingedroschen, und
sonst auch auf niemanden.

wirklich… Niemals dem kleinen Bruder eine gewischt… o.ä.

Natürlich ist man von der Lernfähigkeit eines Linken
überzeugt. Ein Rechter oder einer, der in die rechte Ecke
gestellt wurde bleibt dagegen für immer und ewig
abgestempelt.

Irrtum, siehe E. Jünger z.B.


Erst beschimpft er
Bundesaußenminister Fischer als „ehemaligen
RAF-Sympathisanten", dann droht er erneut mit einem Veto in
der EU, sollte Österreich nicht „ordentlich" behandelt
werden.

Quod licet Jovi non licet Bovi. Der Stern darf halt die
Vergangenheit von Joschka Fischer aufdecken,

Der Stern hat nix aufgedeckt, wer lesen kann wusste das auch schon vorher (Selbst ich wusste das…) Uralte FAZ Artikel kann jeder ausschlachten.

und Haider darf
die Wahrheit nicht sagen, der darf sich nur beschimpfen und
verleumden lassen. Eine vergleichbare Handlung wie Fischer hat
er jedenfalls nicht begangen.

Nein, Nein, der arme, unschuldige Jörg, er tut mir ja SOOOOOO leid. Er hat nur mal von „der Anständigen Arbeitspolitik im dritten Reich“ gesprochen usw usw usw

In meiner persönlichen und unmassgeblichen Meinung ist Jörg Haider ein Rechtspopulist, der sich dumpfer Ängste der Bevölkerung bedient. Sozusagen einer, der permanent rumzündelt. So, und wer ist nun schlimmer, Jörg Haider, der weder Fehler einsieht noch irgendweche Konsequenzen für sein persönliches Verhalten zieht. Oder J. Fischer, der mal etwas gegen den damaligen Staat stand (er wurde NIE wegen Körperverletzung verurteilt) und heute daraus offensichtlich gelernt hat.

Was derzeit gegen unseren Aussenminister läuft, ist eine Rufmordkampange. Nachdem man ihm fachlich anscheinend nichts am Zeug flicken kann, gräbt man mal den Müllhaufen der Geschichte um und wärmt wieder die ollen Kamellen von vor 30 jahren auf. dadurch werden Sie aber nicht bekömmlicher.

Antwort erbeten
Gruss
Mike

gerne eine Antwort

Ja, also - ich habe nicht auf Polizisten eingedroschen, und
sonst auch auf niemanden.

wirklich… Niemals dem kleinen Bruder eine gewischt… o.ä.

Nein. Warum sollte ich? Und zwischen „dem kleinen Bruder eine wischen“ und auf Polizisten eintreten, die am Boden liegen, ist ja auch noch ein Unterschied.

Nein, Nein, der arme, unschuldige Jörg, er tut mir ja SOOOOOO
leid. Er hat nur mal von „der Anständigen Arbeitspolitik im
dritten Reich“ gesprochen usw usw usw

Erstens interessiert mich die Arbeitspolitik des Dritten Reichs einen feuchten Kehricht. Zweitens haben wir ja zur Zeit keine besonders gute Arbeitspolitik:

CDU-Generalsekretär Meyer hatte sich im Düsseldorfer „Handelsblatt“ vom Mittwoch dafür ausgesprochen, den Empfang von Sozialhilfe auf zehn Jahre zu begrenzen, um den Anreiz zur Aufnahme einer Arbeit zu verstärken. „Damit wüsste beispielsweise ein 25-jähriger Sozialhilfeempfänger, dass er sich nicht bis zum 60. Lebensjahr allein auf eine Versorgung durch den Staat verlassen kann“, hob Meyer hervor. Der CDU-Generalsekretär kritisierte im „Handelsblatt“ auch, dass eine fünf- od sechsköpfige Familie, die ganz von staatlichen Transferleistungen abhängig sei, einschließlich Wohngeld bis zu 4000 Mark netto im Monat erhalte. „Da müssen Sie diejenigen mit Handschlag begrüßen, die dennoch zur Arbeit gehen“, sagte Meyer.

So, und wer ist nun schlimmer, Jörg Haider, der
weder Fehler einsieht noch irgendweche Konsequenzen für sein
persönliches Verhalten zieht.

Jörg Haider hat ein Buch geschrieben: Wofür ich mich meinetwegen entschuldige. Haider, beim Wort genommen (Jörg Haider, Hubertus Czernin) - aber das wird ja geflissentlich ignoriert.

Übrigens auch zu empfehlen: Jörg Haider, Befreite Zukunft, jenseits von links und rechts, Ibera-Verlag 1997
Leser-Rezension für dieses Buch bei Amazon.de von Robert Maier aus Graz , 22. Juni 2000:
Fundierte Konzepte - politisch sehr wertvoll !
Jörg Haider beweist in diesem Buch sehr eindrucksvoll, daß er ein Politiker ist der sich sehr wohl Gedanken macht. Er legt konkrete Konzepte und Strategien für die Zukunft vor und beweist (wie auch in seinen bisherigen Büchern) daß er gezielt Lösungsansätze für politische Probleme entwickelt.
Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die sich für den Politiker Jörg Haider interessieren.

Ich habe das Buch gelesen und kann diese Wertung unterstreichen.

Erst beobachten - dann reden :smile:

Antwort erbeten

Voilà

Gruss
Mike

Dasselbe, die Beobachterin (hat keinen kleinen Bruder, aber eine große Schwester).

Hi,

ich bin absolut der Meinung, daß sich ein Mensch ändern darf und daß man ihm seine Jugendfehler vergeben sollte.

Joschka ist bei mir im Ansehen auf jeden Fall gestiegen!

Aber das scheint mir doch ein bißchen übertrieben. Wenn jemand für seine politischen Ziele mit Gewalt eintritt, hat man das auch schon mal Terrorismus genannt. Gewaltbereitsschaft darf nie eine Lösung sein, außer beim Aufstand gegen eine Diktatur (da verweise ich auch mal auf das Grundgesetz). Wie gesagt: Jugendfehler sind eine Sache, aber damit einerseits zu kokettieren, wie es mir bei ihm inzwischen ein bißchen so vorkommt, und die Sache mit einer flapsigen Entschuldigug abzutun, eine andere. Da imponiert mir der seinerzeit niedergeschlagene Polizist doch eher, der, anstatt sich jetzt in der Öffentlichkeit als das arme Opfer darzustellen, J. Fischer vergeben hat.

Also: Wir wollen es doch mit der Verurteilung J. Fischers mal nicht übertreiben, aber ihm andererseits Hochachtung für Straftaten im Überschwang der politischen Gefühle auszusprechen, ist mindestens genauso falsch.

Gruß
Christian

Nein, Nein, der arme, unschuldige Jörg, er tut mir ja SOOOOOO
leid. Er hat nur mal von „der Anständigen Arbeitspolitik im
dritten Reich“ gesprochen usw usw usw

Hallo,
Wann werden diese Linksgewaltverherrlicher endlich zur Kenntnis
nehmen, was Jörg damals im Kärntner Landtag wirklich gesagt
hat. Den wirklichen Sachverhalt konnte man schon mehrmals in
Beiträgen in diesem Brett nachlesen. Laut Protokoll dieser
Sitzung hat Haider einzig und allein betont, daß die Politik
gegenüber Personen, die über längere Zeit die Sozialgesetzgebung
ausnützen (z.T. wirkliche Sozialschmarotzer) im Dritten Reich
klüger (und gegenüber Fleissigen) und richtig war. Ich glaube,
daß jeder, der sich seinen Lebensunterhalt ehrlich verdient,
d.h. daß er nach seinen geistigen und körperlichen Fähigkeiten
für sich und seine Familie sorgt, sich dieser Meinung
vorbehaltslos anschliessen kann. Nicht mehr und nicht weniger
hat Haider gesagt. Diese Aussage wurde von den Roten sofort auf
die gesamte Beschäftigungspolitik umgelegt und von den zum
größten Teil gleichgeschaltenen Medien breitgetreten
Selbst Kreissky hat einmal gesagt: „Nicht Alles, was damals geschah, war schlecht“. Und ich glaube, gerade dem Juden Kreissky kann man nicht Verherrlichung der Hitlerzeit vorwerfen.
Karl

Was derzeit gegen unseren Aussenminister läuft, ist eine
Rufmordkampange. Nachdem man ihm fachlich anscheinend nichts
am Zeug flicken kann, gräbt man mal den Müllhaufen der
Geschichte um und wärmt wieder die ollen Kamellen von vor 30
jahren auf. dadurch werden Sie aber nicht bekömmlicher.

Nur eine Frage:
Ist es Rufmord, wenn man Tatsachen veröffentlicht?
Wenn ja, dann ist es auch Rufmord, wenn man Hitler als Mörder bezeichnet. nur so viel zum Ausdruck „Rufmord“.
Karl.

Antwort erbeten
Gruss
Mike

Hi Beobachterin

Du musst nicht so viel rumschreien, Fettdruck wirkt arg agressiv…

Nein, Nein, der arme, unschuldige Jörg, er tut mir ja SOOOOOO
leid. Er hat nur mal von „der Anständigen Arbeitspolitik im
dritten Reich“ gesprochen usw usw usw

Erstens interessiert mich die Arbeitspolitik des Dritten
Reichs einen feuchten Kehricht. Zweitens haben wir ja zur Zeit
keine besonders gute Arbeitspolitik:

Ad 1. zur Arbeitsmarktpolitik von Adof Hitler ist zu sagen , das selbige KRIEGSVORBEREITUNG war! Die wirtschaftliche Erholung 1933 -1936 war in erster Linie auf die Deficit-Spending Politik von Hialmar Schacht zurückzuführen, der das grösstenteils bei Keynes abgeguckt hat.
Was mit den sog. Sozialparasiten unter dem 3. Reich geschah, ist bekannt, sollen wir das wieder einführen?

Was ich damit sagen will, ist folgendes: Gerade Herr Jörg Haider hat überhaupt keinen Anlass, auf den ehemaligen Sponti und leicht militanten Demonstranten joschka Fischer zu zeigen. Herr Haider hat sich nämlich in keiner Weise verändert, im Gegensatz zu Herrn Aussenminister J. Fischer.
Wer mit dem Finger auf jemanden zeigt, sollte sich immer bewusst sein, das drei andere der gleichen Hand auf einen selbst zeigen… dies gilt besonders für Herrn Haider.

Ad 2. Das hat damit absolut nix zu tun.

So, und wer ist nun schlimmer, Jörg Haider, der
weder Fehler einsieht noch irgendweche Konsequenzen für sein
persönliches Verhalten zieht.

Jörg Haider hat ein Buch geschrieben: Wofür ich mich
meinetwegen entschuldige. Haider, beim Wort genommen (Jörg
Haider, Hubertus Czernin) - aber das wird ja geflissentlich
ignoriert.

Schön, er hat sich entschuldigt, aber hat er sich GEÄNDERT? Sprich, hat er Konsequenzen aus seinem Handeln gezogen? Seh ich ganz ehrlich nicht.
Das Jörg Haider ein Dummkopf wäre, hab ich übrigens noch nie behauptet. Er ist sogar ziemlich clever…

Gruss
Mike

Hi karl

Nein, Nein, der arme, unschuldige Jörg, er tut mir ja SOOOOOO
leid. Er hat nur mal von „der Anständigen Arbeitspolitik im
dritten Reich“ gesprochen usw usw usw

Hallo,
Wann werden diese Linksgewaltverherrlicher

Danke für die Blumen, wusste gar nicht, das ich ein Gewaltverherrlicher bin, könntest Du das bitte näher ausführen.
Du glaubst doch nicht imernst, das ich irgendwelchen Autonomen Spinnern nahestehe?

endlich zur
Kenntnis
nehmen, was Jörg damals im Kärntner Landtag wirklich gesagt
hat. Den wirklichen Sachverhalt konnte man schon mehrmals in
Beiträgen in diesem Brett nachlesen. Laut Protokoll dieser
Sitzung hat Haider einzig und allein betont, daß die Politik
gegenüber Personen, die über längere Zeit die
Sozialgesetzgebung
ausnützen (z.T. wirkliche Sozialschmarotzer) im Dritten Reich
klüger (und gegenüber Fleissigen) und richtig war. :

Ja klar, „Sozialschmarozer“ ins KZ, weisst du eigentlich, was du da schreibst?

Ich glaube,
daß jeder, der sich seinen Lebensunterhalt ehrlich verdient,
d.h. daß er nach seinen geistigen und körperlichen Fähigkeiten
für sich und seine Familie sorgt, sich dieser Meinung
vorbehaltslos anschliessen kann.

Ich NICHT! Wer legt das denn fest, wer „im Rahmen seiner Möglichkeiten“ für sich sorgt. das ist ja schlichter Bolschewismus… Jeder nach seinen Möglichkeiten, Jeder nach seinen Bedürfnissen" ist doch Unsinn.
Es muss akzeptiert werden, das es IMMER Leute geben wird, die das bestehende System ausnutzen, bzw ausnutzen wollen. Ob es mir nun gefällt oder nicht. Soll ich die alle in ein Arbeitslager stecken… oder gleich abmurksen, a la 3. Reich.

Was derzeit gegen unseren Aussenminister läuft, ist eine
Rufmordkampange. Nachdem man ihm fachlich anscheinend nichts
am Zeug flicken kann, gräbt man mal den Müllhaufen der
Geschichte um und wärmt wieder die ollen Kamellen von vor 30
jahren auf. dadurch werden Sie aber nicht bekömmlicher.

Nur eine Frage:
Ist es Rufmord, wenn man Tatsachen veröffentlicht?
Wenn ja, dann ist es auch Rufmord, wenn man Hitler als Mörder
bezeichnet. nur so viel zum Ausdruck „Rufmord“.

Diese Tatsachen sind seit endlosen Zeiten bekannt. Es wird derzeit versucht, mit diesen Uraltstorys von Anno Dunnemal dem heutigen Aussenminister am Zeug zu flicken, so nach dem Motto, er hätte sich gar nicht verändert. Er HAT sich aber verändert, oder? Er hat definitiv eingesehen, das Gewalt kein gangbarer Weg ist.
Irgendwie erinnert mich die Debatte an die „Kollektivschuld“ der Deutschen. Aber nicht nur Völker ändern sich, sondern auch einzelne Menschen. Warum dem Aussenminister Jugendsünden vorhalten. Leute, findet was an seiner Amtsführung auszusetzten, dann wird es doch mal interessant.

Gruss
Mike

Hi Beobachterin!

Das dich die Arbeitspolitik des dritten Reiches nicht interessiert tut mir ehrlich leid für Dich, denn die Vergangenheit zu verstehen heißt für die Zukunft zu lernen.

CDU-Generalsekretär Meyer hatte sich im Düsseldorfer
„Handelsblatt“ vom Mittwoch dafür ausgesprochen, den Empfang
von Sozialhilfe auf zehn Jahre zu begrenzen, um den Anreiz zur
Aufnahme einer Arbeit zu verstärken. „Damit wüsste
beispielsweise ein 25-jähriger Sozialhilfeempfänger, dass er
sich nicht bis zum 60. Lebensjahr allein auf eine Versorgung
durch den Staat verlassen kann“, hob Meyer hervor. Der
CDU-Generalsekretär kritisierte im „Handelsblatt“ auch, dass
eine fünf- od sechsköpfige Familie, die ganz von staatlichen
Transferleistungen abhängig sei, einschließlich Wohngeld bis
zu 4000 Mark netto im Monat erhalte. „Da müssen Sie diejenigen
mit Handschlag begrüßen, die dennoch zur Arbeit gehen“, sagte
Meyer.

Kapier überhaupt nicht was Du damit aussagen willst! Meyer hat für diese Äußerung selbst aus den eigenen Reihen üble Prügel bezogen. Mit irgendwelchen Zahlen, die er im übrigen nicht belegen kann, rumzuspielen ist wirklich eine miese Sache, denn er schürt den Haß auf die vermeindlich faulen Sozialhilfeempfänger. Das Bild von finanziell gut situierten Sozialhilfeempfängern wird der Realität aber in keinster Weise gerecht, oder hast Du das etwa anders beobachtet Beobachterin?
Scheiße, die Leute in diesem unseren Lande wissen nicht einmal mehr wie sich Solidargemeinschaft buchstabiert, und Äußerungen wie diese gießen zusätzlich Öl ins Feuer. Die soziale Gerechtigkeit ist aber die Klammer die unser Gesellschaftsgefüge zusammenhält.
Was will denn Herr Meyer eigentlich mit denjenigen anstellen, die nach 10 Jahren noch immer keine Arbeit gefunden haben? Zwangsarbeit vielleicht? Oder keine Kohle mehr zahlen und verrecken lassen? Oder abschieben?

Jörg Haider hat ein Buch geschrieben: Wofür ich mich
meinetwegen entschuldige. Haider, beim Wort genommen (Jörg
Haider, Hubertus Czernin) - aber das wird ja geflissentlich
ignoriert.

Übrigens auch zu empfehlen: Jörg Haider, Befreite Zukunft,
jenseits von links und rechts, Ibera-Verlag 1997
Leser-Rezension für dieses Buch bei Amazon.de von Robert Maier
aus Graz , 22. Juni 2000:
Fundierte Konzepte - politisch sehr wertvoll !
Jörg Haider beweist in diesem Buch sehr eindrucksvoll, daß er
ein Politiker ist der sich sehr wohl Gedanken macht. Er legt
konkrete Konzepte und Strategien für die Zukunft vor und
beweist (wie auch in seinen bisherigen Büchern) daß er gezielt
Lösungsansätze für politische Probleme entwickelt.
Dieses Buch ist allen zu empfehlen, die sich für den Politiker
Jörg Haider interessieren.

Ich habe das Buch gelesen und kann diese Wertung
unterstreichen.

Erst beobachten - dann reden :smile:

Ich kann Dir sogar Äußerungen von Holocaustleugnern als Beispiele nennen, die man als unbedarfter Laie, der keinen Zugang zu diametralen Argumenten hat, nicht ohne weiteres wiederlegen kann und die sich deshalb logisch anhören. Vielleicht hast Du auch Kant’s „Kritik der reinen Vernunft“ gelesen? Es ist also letztlich eine Frage der Rhetorik Dinge als logisch darzustellen. insofern glaube ich Dir, daß Du sein Buch gut fandest!
Im übrigen findet sich zu jedem Schwachsinn dieser Welt ein Rezensent der sich positiv darüber äußern wird.

Eigentlich habe ich diese Diskussion angestoßen um über die politische Zukunft Fischers zu reden und nicht um über den kleinen Jörgl zu lamentieren!

Gruß
Tom

Hi Beobachterin

Du musst nicht so viel rumschreien, Fettdruck wirkt arg
agressiv…

Ich habe nicht rumgeschrien. Lärm ist mir sowieso ein Greuel (Gräuel). Mit dem Fettdruck wollte ich die zitierten Artikel hervorheben.

Ad 1. zur Arbeitsmarktpolitik von Adof Hitler ist zu sagen ,
das selbige KRIEGSVORBEREITUNG war! Die wirtschaftliche
Erholung 1933 -1936 war in erster Linie auf die
Deficit-Spending Politik von Hialmar Schacht zurückzuführen,
der das grösstenteils bei Keynes abgeguckt hat.

Trotzdem interessiert es mich nicht, sorry.

Was mit den sog. Sozialparasiten unter dem 3. Reich geschah,
ist bekannt, sollen wir das wieder einführen?

Wo haben wir von Sozialparasiten geredet?

Was ich damit sagen will, ist folgendes: Gerade Herr Jörg
Haider hat überhaupt keinen Anlass, auf den ehemaligen Sponti
und leicht militanten Demonstranten joschka Fischer zu zeigen.
Herr Haider hat sich nämlich in keiner Weise verändert, im
Gegensatz zu Herrn Aussenminister J. Fischer.

Warum soll sich Jörg Haider verändern, der ist doch in Ordnung.

Schön, er hat sich entschuldigt, aber hat er sich GEÄNDERT?
Sprich, hat er Konsequenzen aus seinem Handeln gezogen? Seh
ich ganz ehrlich nicht.

Welche Konsequenzen soll er denn woraus ziehen, sprich: Was soll er eigentlich tun, oder was hat er Schlimmes getan? Bestimmt nicht auf Polizisten eingetreten.

Gruss

Dasselbe

Mike

Beobachterin

Kapier überhaupt nicht was Du damit aussagen willst! Meyer hat
für diese Äußerung selbst aus den eigenen Reihen üble Prügel
bezogen. Mit irgendwelchen Zahlen, die er im übrigen nicht
belegen kann, rumzuspielen ist wirklich eine miese Sache, denn
er schürt den Haß auf die vermeindlich faulen
Sozialhilfeempfänger. Das Bild von finanziell gut situierten
Sozialhilfeempfängern wird der Realität aber in keinster Weise
gerecht, oder hast Du das etwa anders beobachtet Beobachterin?

Diese Zahlen von Meyer könnte sogar ich an zwei Beispielen belegen.
Wieso wird gleich ein Haß auf jemanden geschürt, wenn man einen Mißstand benennt? Oder müssen alle unsere Sozialhilfeempfänger mittlerweile genauso gehätschelt werden und sind sakrosankt wie schon manche anderen Minderheiten - die übrigens immer weniger Minderheit sind - hier in diesem Land?

Wieviel Steuern hast Du eigentlich schon gezahlt in Deinem Leben, und wofür sollen diese Steuern Deiner Meinung nach verwendet werden?

Wenn man eine Diskussion anstößt, dann muß man halt damit rechnen, daß auch was kommt, was nicht genehm ist.

Grüßchen, die Beobachterin

Laut Protokoll dieser
Sitzung hat Haider einzig und allein betont, daß die Politik
gegenüber Personen, die über längere Zeit die
Sozialgesetzgebung
ausnützen (z.T. wirkliche Sozialschmarotzer) im Dritten Reich
klüger (und gegenüber Fleissigen) und richtig war. :

Ja klar, „Sozialschmarozer“ ins KZ, weisst du eigentlich, was
du da schreibst?

Lieber Michael, so etwas zu schreiben ist einfach nur unfair und - Entschuldigung - saudoof. Wie ich eben weiter unten geschrieben habe, sind doch diejenigen, die sich ohne Not auf Sozialhilfe für Zeit oder auf Dauer verlassen, nicht sakrosankt und erhaben über jede Kritik. Kein Mensch will die ins KZ tun, so etwas gibt es ja überhaupt nicht mehr. Dein Posting ist polemisch, und Du bist kein ernstzunehmender Gesprächspartner. Nachdem ich nach längerer Zeit hier an diesem Board wieder etwas geschrieben habe, vergeht mir eigentlich schon wieder die Lust daran.

Ich glaube,
daß jeder, der sich seinen Lebensunterhalt ehrlich verdient,
d.h. daß er nach seinen geistigen und körperlichen Fähigkeiten
für sich und seine Familie sorgt, sich dieser Meinung
vorbehaltslos anschliessen kann.

Ich NICHT! Wer legt das denn fest, wer „im Rahmen seiner
Möglichkeiten“ für sich sorgt. das ist ja schlichter
Bolschewismus… Jeder nach seinen Möglichkeiten, Jeder nach
seinen Bedürfnissen" ist doch Unsinn.
Es muss akzeptiert werden, das es IMMER Leute geben wird, die
das bestehende System ausnutzen, bzw ausnutzen wollen.

Wieso muß jeder Mißstand akzeptiert werden? Das leuchtet mir absolut nicht ein. Dann nimm doch einen, der das bestehende System ausnutzt oder ausnutzen will, bei Dir zuhause auf. Daß dies von meinen Steuern finanziert wird, finde ich schlimm genug.