Militanter Außenminister!

Was ich damit sagen will, ist folgendes: Gerade Herr Jörg
Haider hat überhaupt keinen Anlass, auf den ehemaligen Sponti
und leicht militanten Demonstranten joschka Fischer zu zeigen.
Herr Haider hat sich nämlich in keiner Weise verändert, im
Gegensatz zu Herrn Aussenminister J. Fischer.

Warum soll sich Jörg Haider verändern, der ist doch in
Ordnung.

Ob der in ordnung ist, ist allerdings Ansichtssache…

Schön, er hat sich entschuldigt, aber hat er sich GEÄNDERT?
Sprich, hat er Konsequenzen aus seinem Handeln gezogen? Seh
ich ganz ehrlich nicht.

Welche Konsequenzen soll er denn woraus ziehen, sprich: Was
soll er eigentlich tun, oder was hat er Schlimmes getan?
Bestimmt nicht auf Polizisten eingetreten.

Stimmt, hat er nicht, Eher anscheinend mit Polizisten zusammengerárbeitet, insbes beim Beobachten pol. Andersdenkender… ich frag mich ganz ehrlich, was da übler ist.

Wenn er sich für dein bisheriges handeln z.T. entschuldigt hat, dann war dies offenbar falsch, oder? handelt er deshalb heute anders? Ich seh es nicht, tut mir leid.

Des weiteren hat er unqualifiziert gegen sprachliche Minderheiten in Kärnten gehetzt und leistet damit imho der Gewalt vorschub.

Ich kann halt seine populistische art eifach net ausstehen, wie er mit dumpfen Gefühlen am Biertisch spielt. Ehrlich.
trotzdem Grüsse
Mike

Laut Protokoll dieser
Sitzung hat Haider einzig und allein betont, daß die Politik
gegenüber Personen, die über längere Zeit die
Sozialgesetzgebung
ausnützen (z.T. wirkliche Sozialschmarotzer) im Dritten Reich
klüger (und gegenüber Fleissigen) und richtig war. :

Ja klar, „Sozialschmarozer“ ins KZ, weisst du eigentlich, was
du da schreibst?

Lieber Michael, so etwas zu schreiben ist einfach nur unfair
und - Entschuldigung - saudoof. Wie ich eben weiter unten
geschrieben habe, sind doch diejenigen, die sich ohne Not auf
Sozialhilfe für Zeit oder auf Dauer verlassen, nicht
sakrosankt und erhaben über jede Kritik.

DAS behauptet ja auch keiner, ich habe mich nur leicht fassungslos gefragt, ob Karl überhaupt klar ist, was mit den sog. „Sozialschmarozern“ im 3. Reich passiert ist, nachzulesen in jedem Geschichtsbuch, egal von wem. sehr schön übrigens bei Kogon…

Ich glaube,
daß jeder, der sich seinen Lebensunterhalt ehrlich verdient,
d.h. daß er nach seinen geistigen und körperlichen :::Fähigkeiten
für sich und seine Familie sorgt, sich dieser Meinung
vorbehaltslos anschliessen kann.

Ich NICHT! Wer legt das denn fest, wer „im Rahmen seiner
Möglichkeiten“ für sich sorgt. das ist ja schlichter
Bolschewismus… Jeder nach seinen Möglichkeiten, Jeder nach
seinen Bedürfnissen" ist doch Unsinn.
Es muss akzeptiert werden, das es IMMER Leute geben wird, die
das bestehende System ausnutzen, bzw ausnutzen wollen.

Wieso muß jeder Mißstand akzeptiert werden? Das leuchtet mir
absolut nicht ein. Dann nimm doch einen, der das bestehende
System ausnutzt oder ausnutzen will, bei Dir zuhause auf. Daß
dies von meinen Steuern finanziert wird, finde ich schlimm
genug.

…das war jetzt aber auch nicht gerade unpolemisch *g*
Das ich etwas akzeptiere, muss noch lange nicht heissen, das mir das gefällt. Und das ich mich nicht bemühe, es abzustellen. Aber in einer liberalen Gesellschaft ist es per se UNMÖGLICH, jeden Missbrauch zu unterbinden, weil man in einem solchen Falle einen totalitären Zwangsstaat erhält. Und bevor das eintritt, ertrage ich lieber ein paar Schmarozer.

Ich finde es auch immer wieder grandios, wie sehr sich die Öffentlichkeit an Einzelfällen aufhängt und diese dann generalisiert. (aber das ist eine andere Baustelle)

Gruss
Mike

Hallo alle miteinander!
Im Nachrichtenbrett gibt es annähernd die selbe Diskussion.
Was soll das?
Der CDU gehen bloß die Themen aus.
DIe ÖKO-Steuer und Benzinpreisdebatte ist (glücklicherweise) verpufft. An der BSE-Krise trägt man eine gewisse Mitschuld (wie wurde in Bayern zu den Anfngen des ÖKO-Landbaus demselben das Leben schwer gemacht (Und dann noch die Flurbereinigzung hollaredilliö).Und dass man selbst zweifelhafte aber erfolgreiche Funktionsträger mit bräunlich gefärbter Vergangenheit in der Koalition hatte, hat man scheints schon vergessen (Carstens; Strauss, Filbinger & Co.) und immer wieder aktuell (Helmut, Helmut!; Kanther und Co.) und das hatte doch noch mal ne andre Qualität.
Also, wer im Glashaus sitzt soll nicht mit Steinen werfen.

Das Ablenkungsmanöver läuft sicher ins Leere. Ich bin auch kein 80%iger Grünen-Anhänger mehr, aber ich stelle die Frage, ob die Verantwortlichen mit dieser (wie jeder weiss, hat die Geschichte ja einen langen grauen Bart) Aktualisierung der abgestandenen Storie nicht das Ansehen des Aussenministers und damit das Ansehen der Bundesrepublik im Ausland beckleckert haben (ein herrlich konservativer Gedanke). Die peinlichen Kritiker können den Erfolg des Hr. Fischer offensichtlich nicht ertragen.

Es belustigt aufgeklärte Leute doch immer wieder auf`s Neue, wenn Politiker so durchschaubar dümmlich in die unterste Schublade greifen.

Rümi

Liberale Gesellschaft

Aber in einer liberalen Gesellschaft ist es per
se UNMÖGLICH, jeden Missbrauch zu unterbinden, weil man in
einem solchen Falle einen totalitären Zwangsstaat erhält. Und
bevor das eintritt, ertrage ich lieber ein paar Schmarozer.

Ich will nicht unbedingt eine liberale Gesellschaft. Ich will eine Gesellschaft, in der bestimmte Werte gelten. Und der Einfluß der Medien und der Öffentlichkeit (zum Beispiel auch von Dir) bestimmen diese Werte mit.

Eine Diskussion über „Werte“ zu beginnen (welche das sein sollen und wer die bestimmt) gehört aber nun wahrscheinlich tatsächlich nicht in dieses Board.

Schönen Sonntag,
die Beobachterin

Originalzitat:
Kärntner Landtag, 13. Juni 1991, Jörg Haider:

„Na, das hat’s im Dritten Reich nicht gegeben, weil im Dritten Reich haben sie ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht, was nicht einmal Ihre Regierung in Wien zusammenbringt, das muß man auch einmal sagen.“

Alles andere ist erst später hineininterpretiert worden.
Der Gerechtigkeit wegen möchte ich noch sagen, daß sich das ganze in einer Tumultartigen Diskussion abgespielt hat.

Servus
Herbert

Hallo,
Wann werden diese Linksgewaltverherrlicher endlich zur
Kenntnis
nehmen, was Jörg damals im Kärntner Landtag wirklich gesagt
hat. Den wirklichen Sachverhalt konnte man schon mehrmals in
Beiträgen in diesem Brett nachlesen. Laut Protokoll dieser
Sitzung hat Haider einzig und allein betont, daß die Politik
gegenüber Personen, die über längere Zeit die
Sozialgesetzgebung
ausnützen (z.T. wirkliche Sozialschmarotzer) im Dritten Reich
klüger (und gegenüber Fleissigen) und richtig war. Ich glaube,
daß jeder, der sich seinen Lebensunterhalt ehrlich verdient,
d.h. daß er nach seinen geistigen und körperlichen Fähigkeiten
für sich und seine Familie sorgt, sich dieser Meinung
vorbehaltslos anschliessen kann. Nicht mehr und nicht weniger
hat Haider gesagt. Diese Aussage wurde von den Roten sofort
auf
die gesamte Beschäftigungspolitik umgelegt und von den zum
größten Teil gleichgeschaltenen Medien breitgetreten
Selbst Kreissky hat einmal gesagt: „Nicht Alles, was damals
geschah, war schlecht“. Und ich glaube, gerade dem Juden
Kreissky kann man nicht Verherrlichung der Hitlerzeit
vorwerfen.
Karl

Was derzeit gegen unseren Aussenminister läuft, ist eine
Rufmordkampange. Nachdem man ihm fachlich anscheinend nichts
am Zeug flicken kann, gräbt man mal den Müllhaufen der
Geschichte um und wärmt wieder die ollen Kamellen von vor 30
jahren auf. dadurch werden Sie aber nicht bekömmlicher.

Nur eine Frage:
Ist es Rufmord, wenn man Tatsachen veröffentlicht?
Wenn ja, dann ist es auch Rufmord, wenn man Hitler als Mörder
bezeichnet. nur so viel zum Ausdruck „Rufmord“.
Karl.

Antwort erbeten
Gruss
Mike

Hi Beobachterin!

Diese Zahlen von Meyer könnte sogar ich an zwei Beispielen
belegen.

Schaue Dir bitte mal die Lebensumstände der Sozialhilfeempfänger im Allgemeinen an und höre auf an Einzelfallbeispielen eine Generalisierung zu treffen. Offensichtlich fällt es Dir schwer eine differenzierung durchzuführen zwischen den wenigen die das System tatsächlich ausnutzen und der überwiegenden Mehrheit die es nicht tun.
Beispiel des stat. Bundesamtes:
1996 verfügte ein durchschnittlicher Haushalt über ein Jahreseinkommen von 60400 DM.
Im gleichen Jahr verfügte ein durchnschnittlicher Sozialhilfeempfängerhaushalt über 28800 DM.
Da liegen gute 32.000DM dazwischen, also höre endlich auf, diesen Menschen Unwillen und Faulheit zu unterstellen, dies zeigt nämlich nur, daß Du Dich noch nie mit der Materie beschäftigt hast.

Wieso wird gleich ein Haß auf jemanden geschürt, wenn man
einen Mißstand benennt?

Weil der Mißstand nicht differenziert benannt wurde, sondern generalisiert, es wurde von „den Sozialhilfeempfängern“ gesprochen und damit suggeriert, daß die überwiegende Mehrheit zu viel Kohle abzockt. Und so ensteht eine Abneigung in weiten Teilen der Bevölkerung. Dieser Effekt ist ja sogar schon bei Dir zu beobachten.

Oder müssen alle unsere

Sozialhilfeempfänger mittlerweile genauso gehätschelt werden
und sind sakrosankt wie schon manche anderen Minderheiten -
die übrigens immer weniger Minderheit sind - hier in diesem
Land?

Häh?

Wieviel Steuern hast Du eigentlich schon gezahlt in Deinem
Leben, und wofür sollen diese Steuern Deiner Meinung nach
verwendet werden?

Ich sehe auf alle Fälle, daß hier in unserem Land mit den Steuern einigermaßen verantwortungsvoll umgegangen wird.
Warst Du schon viel in dieser Welt unterwegs?
Wir haben hier in Deutschland die beste Infrastruktur Europas, vielleicht sogar der Welt. Wir sind ein Land mit einer extrem niedrigen Korruptionsrate. Wir haben das dichteste Verkehrsnetz, wir haben das dichteste Netz von Rettungswagen und Rettungshubschraubern, wir haben (noch) freie Bildung, wir haben ein extrem gutes und differenziertes Schul-, Ausbildungs-, und Hochschulsystem etc. etc. Das kostet halt nun einmal Geld! Aber in Deutschland, im Gegensatz z.B. zu den skandinavischen Ländern, werden diese Dinge als selbstverständlich hingenommen.
Wo bitte ist Dein Problem mit ein paar % Deiner Steuern auch die schwachen dieser Gesellschaft zu unterstützen? Erklärs’ mir bitte! Schau’ Dir doch mal an was passiert wenn die soziale Schere zu weit auseinanderklafft. Beispiel USA Ende der 80er Jahre. Aber das Problem hat man ja durch den großzügigen Bau neuer Haftanstallten mittlerweile gut im Griff.

Wenn man eine Diskussion anstößt, dann muß man halt damit
rechnen, daß auch was kommt, was nicht genehm ist.

Bitte Beobachterin sage mir was Du willst: eine knallharte neoliberale Marktwirtschaft in der jeder sehen muß wo er bleibt und kein Raum mehr ist an die Anderen zu denken? Einen faschistoiden Staat der alles und jeden auf Mißbrauch kontrolliert?

Grüßchen, die Beobachterin

Gruß
Tom

Anfrage…
Hi Beobachterin…
Sollen wir bei Philosophie eine Grundsatztdiskussion über Werte anzetteln?

Lust?
wenn Du willst, poste da doch mal eine Frage, oder Behauptung, oder was auch immer.

Gruss
Mike

Danke, Herbert :smile: (o.T.)

Bitte, Michael :smile: (a. o. T.)
.

Servus Regina,

und wiedermal mische ich mich (gerne) ein :smile:

Das ist freilich ein zweischneidiges Schwert.
Freilich können wir keine Grundversorgung für alle gewährleisten, aber unser Leben hat sich in den letzten 30 Jahren schon sehr verändert.
Sogenannte Jobs fürs Leben gibt es nicht mehr. Menschen, die als nach der Schule in einen Betrieb eintreten, und erst in der Pension verlassen gibt es kaum mehr.
Immer öfter gibt es ‚irreguläre‘ Beschäftigungsverhältnisse – ohne Arbeitslosenversicherung usw.
Immer mehr ältere Arbeitnehmer, die sonst keinen Job mehr bekommen müssen solche Arbeitsverhältnisse eingehen. Oft wissen sie nicht, was morgen ist und dann steigt auch noch das Pensionsalter.
Die Lebenskosten steigen. Vor allem wohnen (Mieten, Heizung usw.) ist teurer geworden. Das trifft vor allem Familien mit Kindern, die vor allem in Wien oder Salzburg kaum an Wohnungsmieten von ATS 7000 bis 9000 herumkommen. (Mehr als 1000 DM) für kaum mehr als 60 qm
Ich kann hier vor allem nur über Zustände in Österreich schreiben, aber ich denke, in Deutschland wird es wohl ähnlich sein. Hier leben etwa 1 Million Menschen unter der Armmutsgerenze (von 8 Millionen) Heutzutage kann man schnell abrutschen.

Natürlich gibt es auch Menschen, die unser(e) Sozialsystem(e) ausnutzen. Aber heutzutage sieht es in Österreich so aus, daß immer mehr Menschen durch die sozialen Maschen fallen, oft Menschen die ihr ganzes Leben gearbeitet haben, aber heute wegen z. B. ihres fortgeschrittenen Alters einfach keinen Job bekommen. Andere wieder, die besser informiert sind und es darauf anlegen nutzen den Staat sehr wohl aus.

Wie können wir dem ganzen begegnen? Wohl nur mit Augenmaß. Die Maßnahmen, die hier in Österreich getroffen worden sind, mögen wohl jede einzelne für sich nicht viel ausmachen. Aber erhöhte Rezeptgebühr, Ambulanzgebühren, Ehepartner nicht mehr automatisch mitversichert, versteckte Lohnsteuererhöhungen usw. können Menschen mit geringen Einkommen, die bisher gerade so mal über die Runden gekommen sind, schon schwer treffen. Über den Höchstbemessungssatz wird aber nicht scheinbar nicht einmal nachgedacht.

Mal so nachgedacht: ATS 500,-- im Monat weniger bedeuten für einen gutverdienenden Menschen vielleicht 2 Restaurantbesuche weniger, auch nicht schön. Aber für einen gerade an der Armutsgrenze lebenden Menschen, kann das schon existenzgefährdend sein.

Servus
Herbert

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Lieber Michael,
also wenn Du mich so fragst - Lust hätte ich eventuell schon. Es ist nur so - dieses Thema habe ich schon öfter diskutiert - unter anderem in meinem Forum (schau mal rein -), aber nicht nur da, und es ist auch ein bißchen eine Frage der Zeit. Ich denk mal drüber nach …

Schönen Gruß,
die Beobachterin

Diskussionsforum „Poltisch und korrekt“ (früher Infotalk):
http://chat.com-online.de/perl/forum.pl?id=8917

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Mal so nachgedacht: ATS 500,-- im Monat weniger bedeuten für
einen gutverdienenden Menschen vielleicht 2 Restaurantbesuche
weniger, auch nicht schön. Aber für einen gerade an der
Armutsgrenze lebenden Menschen, kann das schon
existenzgefährdend sein.

Servus
Herbert

Hallo Herbert :wink:

was Du sagst, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Aber das Beispiel mit den Restaurantbesuchen ist ein bisserl unglücklich gewählt. Das muß ja nun nicht unbedingt sein … nicht, daß ich mich selbst allzu wichtig nehme oder als Beispiel herausstellen will: Aber in den ersten Jahren meiner Berufstätigkeit konnte ich mir grundsätzlich von meinem geringen Einkommen überhaupt keinen Restaurantbesuch leisten, auch keinen Kinobesuch oder ähnliches. Trotzdem habe ich ganz gut existiert - und damit sich jetzt keiner um mich Sorgen machen muß: Beides könnte ich mir schon lange leisten - aber es liegt mir nicht viel daran.

Etwas zu den Sozialhilfeempfängern allgemein (weil jemand gemeint hat, ich schere alle über einen Kamm oder so ähnlich):
Das sollte man natürlich nie tun, so etwas verallgemeinern (auch nicht mit anderen Gruppen), ABER: Man muß auch differenzieren dürfen.

Wenn ich da in unserer Nachbarschaft sehe, wie eine Familie mit sechs Kindern (jedes Jahr kommt eins dazu) in genau einem solchen Haus lebt wie wir, und alles wird von der Sozialhilfe finanziert, dann kommt man schon ins Nachdenken.

Oder ein anderer Fall, mir sehr genau bekannt: Eine fünfköpfige Familie lebt von Sozialhilfe, aber die Wohnung ist für die Finanzierung durch das Sozialhilfe ein wenig zu groß. Damit man dem Umzug entgehen kann, bekommt man noch schnell ein Kind - und schon paßt die Wohnungsgröße. Die Eltern sind zwei junge, gesunde, arbeitsfähige Leute. Aber es ist halt nicht notwendig, daß einer von denen arbeitet, weil die staatliche Unterstützung einschließlich Kindergeld mittlerweile genauso hoch ist, wie sie bei den vorliegenden Verhältnissen mit Arbeitseinkommen wäre - und übrigens ganz gut reicht.

Bei beiden Beispielen handelt es sich zufällig nur um Deutsche, aber bei Ausländern lassen sich auch genug Beispiele finden. Und da finde ich es noch ein bißchen schlimmer. Bitte jetzt keine künstliche Empörung …

Gruß, Regina

Ich finds nur peinlich und beschämend wie albern sich erwachsene Menscben verhalten. Sieht doch jedes Kind was hier läuft. Warum können sich die Herren und Damen nicht mal ehrlich und ernsthaft um unser aller Probleme und Belange kümmern, statt sich medienwirksam mit irgendwelchen Klatschgeschichten in die Kamera zu schmeissen, es gibt genug ernsthafte Probleme zu deren Lösung die Energie sinnvoller verbraucht werden könnte. Leider sind wir alle die Deppen, denn wir unterstützen den verkommenen Haufen durch Toleranz, statt ihn massenhaft abzuwählen, egal ab grün,rot,schwarz blau… oder ihn aus den stadträten, Parlamenten etc zu jagen :smile:
Grüße, rené

Servus Regina,

so gefällt mir die Diskussion schon besser :smile:

was Du sagst, ist wohl nicht von der Hand zu weisen. Aber das
Beispiel mit den Restaurantbesuchen ist ein bisserl
unglücklich gewählt. Das muß ja nun nicht unbedingt sein …
nicht, daß ich mich selbst allzu wichtig nehme oder als
Beispiel herausstellen will: Aber in den ersten Jahren meiner
Berufstätigkeit konnte ich mir grundsätzlich von meinem
geringen Einkommen überhaupt keinen Restaurantbesuch leisten,
auch keinen Kinobesuch oder ähnliches. Trotzdem habe ich ganz
gut existiert - und damit sich jetzt keiner um mich Sorgen
machen muß: Beides könnte ich mir schon lange leisten - aber
es liegt mir nicht viel daran.

Das freut mich. Aber den eine Million Österreichern (und hochgerechnet wahrscheinlich ein ähnlicher Prozentsatz in Deutschland) geht es wahrscheinlich schlechter als es Dir anfangs gegangen ist.

Etwas zu den Sozialhilfeempfängern allgemein (weil jemand
gemeint hat, ich schere alle über einen Kamm oder so ähnlich):
Das sollte man natürlich nie tun, so etwas verallgemeinern

genau, und das ist mir ganz wichtig

(auch nicht mit anderen Gruppen), ABER: Man muß auch
differenzieren dürfen.

stimmt…

Wenn ich da in unserer Nachbarschaft sehe, wie eine Familie
mit sechs Kindern (jedes Jahr kommt eins dazu) in genau einem
solchen Haus lebt wie wir, und alles wird von der Sozialhilfe
finanziert, dann kommt man schon ins Nachdenken.

Oder ein anderer Fall, mir sehr genau bekannt: Eine
fünfköpfige Familie lebt von Sozialhilfe, aber die Wohnung ist
für die Finanzierung durch das Sozialhilfe ein wenig zu groß.
Damit man dem Umzug entgehen kann, bekommt man noch schnell
ein Kind - und schon paßt die Wohnungsgröße. Die Eltern sind
zwei junge, gesunde, arbeitsfähige Leute. Aber es ist halt
nicht notwendig, daß einer von denen arbeitet, weil die
staatliche Unterstützung einschließlich Kindergeld
mittlerweile genauso hoch ist, wie sie bei den vorliegenden
Verhältnissen mit Arbeitseinkommen wäre - und übrigens ganz
gut reicht.

Ich kann natürlich nur für Österreich schreiben, und hier kommt man mit der Sozialhilfe gerade so über die Runden.
Eine liebe Freundin von mir, 4 Kinder. Sie ist mit der Sozialhilfe nicht ausgekommen. Jetzt arbeitet sie sicher 50 Stunden am Tag. Wie sie die Belastung, gut 2 Kinder wohnen jetzt beim Vater, schafft ist mir ein Rätsel. Arbeiten - Kinder versorgen, Wohnung in Ordnung halten, und das Geld reicht gerade mal so…

Bei beiden Beispielen handelt es sich zufällig nur um
Deutsche, aber bei Ausländern lassen sich auch genug Beispiele
finden. Und da finde ich es noch ein bißchen schlimmer. Bitte
jetzt keine künstliche Empörung …

Ist mir ein bissi egal ob In- oder Ausländer. Wir wohnen beide in Ländern, die zu den reichsten der Welt gehören. Da sollte niemand unverschuldet in wirkliche Armmut reinrutschen. Natürlich sollten arbeitsfähige Menschen auch arbeiten - arbeiten können. Man kann ja schlecht von einem z. B. 50-jährigen verlangen, daß er arbeiten muß, wenn er sich redlich um Arbeit bemüht, und ihn dann keiner nimmt, was dann? -Armmut, vielleicht sogar Obdachlosigkeit…

Du hast natürlich recht, das Ausnützen des Staates (also uns) sollte man verhindern, aber wie ohne das Kind mit dem Bade auszuschütten?

Eines ist klar. In unseren heutigen Industrienationen geraten immer mehr Menschen in unverschuldete Not, und das obwohl wir weiterhin (durchschnittlich) im Reichtum leben.

Ich glaube da sind alle Politiker aller Parteien gefragt. Man sollte sich auch fragen ob sogenannte Prestigeobjekte unbedingt nötich sind; bei uns in Österreich z. B. Semmering- und Wildschweintunnel, Militärhubschrauber usw.usf. (kein Anspruch auf Vollzähligkeit) in Deutschland gibt es sicher auch Beispiele…

Servus
Herbert

Gruß, Regina

Kärntner Landtag, 13. Juni 1991, Jörg Haider:

„Na, das hat’s im Dritten Reich nicht gegeben, weil im Dritten
Reich haben sie ordentliche Beschäftigungspolitik gemacht, was
nicht einmal Ihre Regierung in Wien zusammenbringt, das muß
man auch einmal sagen.“

Alles andere ist erst später hineininterpretiert worden.
Der Gerechtigkeit wegen möchte ich noch sagen, daß sich das
ganze in einer Tumultartigen Diskussion abgespielt hat.

Servus
Herbert

Genau das ist es, was mir immer wieder sauer aufstößt. Da werden Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen und kommentiert. Wenn Du meinen Artikel liest oder das ganze Protokoll der Sizuung, wirst Du feststellen, daß es einzig um den Einsatz (Parks reinigen, im Winter schneeschaufeln usw) von Sozialhilfeempfängern gegangen ist. Und auf den Einwand der Roten, das wäre ja wie im Dritten Reich, hat Haider obigen Satz losgelassen. Es ging also einzig und allein um diesen Einsatz. Das wurde auch vom Landtag zuerst so gesehen. Erst lange nach Ende der Sitzung kam man im roten Lager darauf, daß man aus diesem Sager Kapital schlagen könne und schlachtete den einen Satz aus, ohne auf den Zusammenhang einzugehen, genau wie Du es gemacht hast.
Meine Meinung zu diesen Einsatz kannst Du auch weiter unten lesen. Wer von der Gemeinschaft lebt, soll eben auch etwas für diese Gemeinschaft tun, soweit er dazu physisch oder psychisch fähig ist. Ich bin nicht gewillt, mit meinen Steuern (ich ging nach zweiundvierzigeinhalb Dienstjahren in Pension), Nichtstuer durchzufüttern.
Also bitte immer Alles schreiben oder garnichts.
Karl

Hallo,
Wann werden diese Linksgewaltverherrlicher endlich zur
Kenntnis
nehmen, was Jörg damals im Kärntner Landtag wirklich gesagt
hat. Den wirklichen Sachverhalt konnte man schon mehrmals in
Beiträgen in diesem Brett nachlesen. Laut Protokoll dieser
Sitzung hat Haider einzig und allein betont, daß die Politik
gegenüber Personen, die über längere Zeit die
Sozialgesetzgebung
ausnützen (z.T. wirkliche Sozialschmarotzer) im Dritten Reich
klüger (und gegenüber Fleissigen) und richtig war. Ich glaube,
daß jeder, der sich seinen Lebensunterhalt ehrlich verdient,
d.h. daß er nach seinen geistigen und körperlichen Fähigkeiten
für sich und seine Familie sorgt, sich dieser Meinung
vorbehaltslos anschliessen kann. Nicht mehr und nicht weniger
hat Haider gesagt. Diese Aussage wurde von den Roten sofort
auf
die gesamte Beschäftigungspolitik umgelegt und von den zum
größten Teil gleichgeschaltenen Medien breitgetreten
Selbst Kreissky hat einmal gesagt: „Nicht Alles, was damals
geschah, war schlecht“. Und ich glaube, gerade dem Juden
Kreissky kann man nicht Verherrlichung der Hitlerzeit
vorwerfen.
Karl

Was derzeit gegen unseren Aussenminister läuft, ist eine
Rufmordkampange. Nachdem man ihm fachlich anscheinend nichts
am Zeug flicken kann, gräbt man mal den Müllhaufen der
Geschichte um und wärmt wieder die ollen Kamellen von vor 30
jahren auf. dadurch werden Sie aber nicht bekömmlicher.

Nur eine Frage:
Ist es Rufmord, wenn man Tatsachen veröffentlicht?
Wenn ja, dann ist es auch Rufmord, wenn man Hitler als Mörder
bezeichnet. nur so viel zum Ausdruck „Rufmord“.
Karl.

Antwort erbeten
Gruss
Mike

Lebensstandard

Das freut mich. Aber den eine Million Österreichern (und
hochgerechnet wahrscheinlich ein ähnlicher Prozentsatz in
Deutschland) geht es wahrscheinlich schlechter als es Dir
anfangs gegangen ist.

Das wird wohl kaum möglich sein. Ich hatte durch Vollzeit-Erwerbstätigkeit weniger Geld zur Verfügung als ich es mit Sozialhilfe gehabt hätte. Aber die öffentliche und private Mentalität (das Anspruchsdenken) war anders.

Ich kann natürlich nur für Österreich schreiben, und hier
kommt man mit der Sozialhilfe gerade so über die Runden.

Mehr kann man ja wohl auch nicht verlangen. Oder soll man mit Sozialhilfe üppig leben können?

Eine liebe Freundin von mir, 4 Kinder. Sie ist mit der
Sozialhilfe nicht ausgekommen. Jetzt arbeitet sie sicher 50
Stunden am Tag. Wie sie die Belastung, gut 2 Kinder wohnen
jetzt beim Vater, schafft ist mir ein Rätsel. Arbeiten -
Kinder versorgen, Wohnung in Ordnung halten, und das Geld
reicht gerade mal so…

Ist mir nicht ganz schlüssig. Ihr Einkommen müßte eigentlich auf die Sozialhilfe angerechnet werden, oder sie arbeitet „schwarz“.
Übrigens: Erwerbstätig mit zwei Kindern macht weniger Arbeit als arbeiten, zwei Kinder und ein Mann im Haus :wink: Und das ist ja gar nicht so selten …

Bei beiden Beispielen handelt es sich zufällig nur um
Deutsche, aber bei Ausländern lassen sich auch genug Beispiele
finden. Und da finde ich es noch ein bißchen schlimmer. Bitte
jetzt keine künstliche Empörung …

Ist mir ein bissi egal ob In- oder Ausländer.

Mir nicht. Oder findest Du Deutsche, die in irgendein Ausland gehen und sagen: Hier bin ich, nun gebt mir mal - Wohnung, Kleidung, Essen, Gesundheitsversorgung … schließlich sind wir zunächst dafür verantwortlich, für unsere eigene Gemeinschaft ) zu sorgen. Andernfalls ist es für den Staatshaushalt weder begrenzbar noch überschaubar noch kalkulierbar. Das ist ja einer der Gründe dafür, daß das Asylrecht oder die Einwanderung neu geregelt werden soll. Der Staat hat zwar Geld-Druckmaschinen, aber er kann aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht beliebig viel Geld drucken.

Wir wohnen beide
in Ländern, die zu den reichsten der Welt gehören. Da sollte
niemand unverschuldet in wirkliche Armmut reinrutschen.

Stimme dem zu - oder es gibt nur wenig Fälle. Und für die ist dann die Sozialhilfe da.

Natürlich sollten arbeitsfähige Menschen auch arbeiten -
arbeiten können. Man kann ja schlecht von einem z. B.
50-jährigen verlangen, daß er arbeiten muß, wenn er sich
redlich um Arbeit bemüht, und ihn dann keiner nimmt, was dann?

Warum soll man das nicht verlangen können? Das Merkwürdige ist nur, daß viele Leute Arbeit finden, wenn sie ohne Arbeit keinen Sozialhilfeanspruch haben, z.B. wenn unterhaltsverpflichtete Angehörige da sind. Warum soll man nicht verlangen können, daß er vorübergehend eine Aushilfstätigkeit annimmt, von mir aus unter seinem „Niveau“?

Wünsche einen schönen Wochenanfang,
Regina

ist ja alles ganz nett…
…klar, jeder wusste eigentlich schon vorher, was der Joschi für einer war.
Nur denke ich ist es wichtig, das den Leuten ab und an wieder in Erinnerung zu rufen, was der Schröder da für Typen um sich herum versammelt hat!

Es geht doch nicht um den linkskriminellen Txifahrer Joseph Fischer. Es geht darum, jetzt den Grundstein dafür zu legen, daß solche Leute in diesem Land niemals wieder an die Regierung kommen.
Es gilt, das Volk zu sensibilisieren dafür, was die moderne SPD verkörpert und wozu deren Führer bereit sind, wenn es um Machtergreifung und Machterhalt geht.
Es geht darum, den Leuten zu zeigen, daß Schröder und seine Mannen auch nicht davor zurückschrecken, Kriminelle und Verfassungsfeinde (Ex-Kpler u.s.w.) zu bemühen, wenn es der Sache dient.

Gruß,

Mathias

P.S.: Bitte nicht schon wieder irgendwelche langweiligen Seitenhiebe auf Kohl u.s.w. Der hat keine Polizisten verprügelt oder an der Startbahn West ermordet, sondern lediglich mit Geld rumgemauschelt. Und das auch nur mit Summen, die gestandenen SPDlern nur ein mildes Gähnen entlocken können

.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Karl!

Das finde ich ja lustig, Du warst also selber Beamter? Bist also auch vollständig von Steuergeldern finanziert worden? Weißt Du eigentlich, daß Beamte ziemlich weit unten in der Liste der Berufe stehen die was zum Bruttosozialprodukt eines Landes beitragen? Für Deine Pension hast Du keinen Pfennig zurücklegen müssen, richtig? Wird alles von der „Solidargemeinschaft“ bezahlt, nein besser gesagt von den wirklichen Steuern der arbeitenden Kaste. Du bekommst rund 70% Deines letzten Gehaltes, was ja i.d.R. das höchste war, und nicht wie ein normaler Arbeitnehmer 70% des Mittelwertes aus all seinen Arbeitsjahren. Also Bevor Dir jetzt der Kamm schwillt: ich bin selber im öffentlichen Dienst an einer Uni, aber ich habe weniger Probleme damit mit meinen Steuern die Sozialhilfe zu finanzieren als die überzogenen Pensionsansprüche irgendwelcher Beamter!

Gruß
Tom

und Kiesinger?

Hallo,

Ich habe nur zwei Fragen:

Dann auch zwei Antworten:

1.) Wie vertrauenswürdig ist denn ein Mensch, der vorsätzlich
mit Waffengewalt jemanden niederprügelt?

Wer hat dies getan? Von Waffen war nirgends die Rede, es ist nicht mal hundertprozent klar, ob das vom Stern publizierte Bild überhaupt Fischer zeigt…
„Vorsätzlich mit Waffen einprügeln“ war in den 70ern und 80ern generelles Vorrecht der Polizei (Knüppel und Stiefel gegen Sitzblockierer, Wasserwerfer gegen Schulkinder, Tränengasbomben gegen Mütter mit Kinderwägen - viva la Wackersdorf!); der erste Demo-Tote war ein Unbeteiligter, von der Polizei erschossen…
Wie glaubwürdig ist jetzt Polizei und Innenministerium?

2.) Wie groß wäre denn das Geschrei, wenn der österreichische
Außenminister ein ehemaliges Mitglied einer rechten
Schlägerbande gewesen wäre?

Wie gsagt, ich gestehe so gut wie jedem zu, Fehler zu machen, diese zu erkennen und sein Verhalten zu ändern.

Die Schwarzkonten-Profis der CDU könnten sich ja auch ganz
einfach entschuldigen und weitermachen. Bei denen sind
wenigstens keine Menschen zu schaden gekommen.

Das entspricht ja wohl auch der Realität (nur, dass sich da niemand entschuldigt und seine Fehler einsieht). Über das „Zuschadenkommen“ müsste ich mich jetzt erheblich länger ausführen, leider hab ich nicht genug Zeit…

Gruss
Peter