Hallo Malte,
auch wenn du und wohl auch viele andere hier, nicht meiner Meinung sind, trau ich mich auch mal was zu sagen *g*. Haut mich, schlagt mich. Immer drauf 
Vorweg möchte ich sagen, dass ich von meinen Elter christlich, ja katholisch erzogen worden bin. Ich bin ihnen dafür auch dankbar. Ich kann jetzt nicht beurteilen, ob ich auch ohne diese Erziehung zum christlichen Glauben gekommen wäre. Und auch wenn ich nicht alles, was die katholische Kirche lehrt immer 100% gut finde, kann ich mich insgesamt recht gut damit identifizieren. Andererseits bin ich noch immer irgendwie auf der „Suche“. Vielleicht entscheide ich mich in ein paar Jahren dafür, zu einer anderen Kirche zu wechseln. (Wohl eher nicht zum Judentum, Islam, Buddhismus… Aber vielleicht zu den Protestanten.)
angeregt durch Isas Artikel möchte ich das Thema gerne mal
etwas umfassender und allgemeiner ansprechen.
Hab da auch schon was dazu geschrieben.
Also, Situation: Die Eltern seien Angehörige einer beliebigen
Religionsgemeinschaft, es sei angenommen, sie lebten in einem
gemeinsamen Haushalt und bekämen ein Kind.
Hab noch keine Kinder, möchte aber wohl welche.
- Ist es erwünscht, gefordert oder völlig freigestellt, daß
die Eltern dem Kind ihre Religion „nahebringen“?
Natürlich ist es gewünscht, ja sogar gefordert, seine Kinder christlich zu erziehen. Soweit ich weiß, ist das bei uns sogar im Eheversprechen einer katholischen Heirat enthalten.
Ich glaube, das hab ich auch Isa schon geschrieben, dass ich mich bei meinen Kinder gar nicht völlig zurückhalten könnte, selbst wenn ich wollte. Meine Kinder werden mich fragen, warum ich bete, warum ich zur Kirche gehe usw. Was soll ich ihnen sagen. „Das sag ich euch nicht, ihr sollt euch selber aussuchen was ihr glauben wollt“? Ich würde ihnen dann naürlich auch erzählen, dass es andere Glaubensgemeinschaften gibt. Und dass sie nicht unbedingt das glauben müssen, was ich glaube. Aber ich kann ihnen nicht besonders viel vom Islam oder Judentum erzählen. Weil ich einfach nicht so viel drüber weiß.
- Gibt es hinsichtlich 1. Unterschiede oder Angaben zum
geeigneten Alter des Kindes?
Kann man glaub ich so pauschal nicht sagen. Muss halt auch jeder selber wissen. Aber ich denke, man kann sehr früh anfangen von seinem Glauben kindgerecht zu erzählen. Und natürlich vorleben. Von Anfang an.
- Wird dieser Fall „Eltern -> Kind“ anders betrachtet als
der zwischen beliebigen Personen, und falls ja, inwiefern?
Ich finde, dass man da nicht so viel Unterschied machen sollte. Ich kann/darf/soll jedem Menschen von meinem Glauben erzählen. Meinen Glauben vorleben. Aber ich sollte niemanden, auch meine Kinder nicht zu irgendetwas zwingen, oder krampfhaft überreden.
- Gibt es einen Unterschied zwischen „Missionierung“,
„Religiöser Erziehung“ und „religionsgetreuer Erzeihung“, und
wenn ja, inwiefern?
Weiß nicht so genau.
- Wie sieht die Situation aus, wenn die beiden Eltern
unterschiedlichen Religionsgemeinschaften angehören? Hier sei
jeweils miterwähnt, ob das überhaupt ein erlaubter Zustand ist
oder nicht.
Ich möchte hier mal mit dem „erlaubt sein“ anfangen. Es ist natürlich erlaubt, dass ich als Katholikin, einen Protestanten heirate. Überhaupt kein Problem. Wenn man sich gut versteht, glaub ist auch die Erziehung kein Problem. Wie das jetzt ist, wenn ich z. B. eine Moslem heiraten würde, weiß ich gar nicht genau. Also ich weiß nicht, ob ich das vom katholischen Standpunkt aus darf. Ich glaube, dass ich es darf wenn ich eben im Eheversprechen sage, dass ich meine Kinder christlich erziehen will. Die Frage ist aber auch, ob ein Moslem vom Islam aus mich als Christin überhaupt heiraten darf. Ich denke aber auch nicht, dass sich mir dieses Problem überhaupt stellen wird, weil ich mir nicht vorstellen kann, mich in jemanden zu verlieben, der bei einem mir doch recht wichtigen Thema, so ganz anderer Meinung ist als ich. Dieses Problem gibts ja nicht nur bei der Religionszugehörigkeit.
- Widerspricht evtl. eure persönliche Meinung dazu der
Meinung/Lehre eurer Religionsgemeinschaft und falls ja, wie
löst ihr diesen Konflikt?
Da gibts eigentlicht bei mir kein Problem, aber ich glaub ich könnte damit leben.
Vielen Dank für eure Ansichten dazu. Natürlich interessieren
mich auch Meinungen von Leuten, die sich keiner Religion oder
Glaubensgemeinschaft zugehörig fühlen, sofern diese Fragen auf
sie anwendbar sind.
Bitte, bitte. Keine Ursache, gern geschehen.
Ich hoffe nur, ihr zerreißt mich jetzt nicht gleich in der Luft, weil ich meine Kinder mal eher christlich erziehen will. 
Gruß
Michaela