Mit Quietschente durch den Kartoffelbrei

Hallo,

meine Tochter ist saumäßig schlecht. Gerade machte ich Ihr Kartoffelbrei und sie sah in kritisch an.
Ich kamm dann auf die Idee, mich selbst in die Kinderwelt hienin zu versetzen. Also fuhr ich mit der Quietschente durch den Brei. Sie lachten sich einen ab dabei und fingen an, Ihn zu essen.
Welche Methoden habt Ihr?

Gruß
H.

Sorry, aber…

Hallo,

meine Tochter ist saumäßig schlecht.

Ich hoffe du meintest:
„meine Tochter ISST saumäßig schlecht.“

*g*

Hallo,

Ich hoffe du meintest:
„meine Tochter ISST saumäßig schlecht.“

Nein, wenn sie so ist, wie sie isst, dann passt das schon.

LG

Sarah

1 „Gefällt mir“

*kopfschüttel*

Und da wundern sich manche, dass ihre Kinder irgendwann überhaupt kein Benehmen mehr an den Tag legen^^

Findest du das allen Ernstes witzig??

Gruß
Kathrina

Hallo,

Und da wundern sich manche, dass ihre Kinder irgendwann
überhaupt kein Benehmen mehr an den Tag legen^^

Genau den Gedanken hatte ich auch. Aber ich dachte, ich stünde allein auf weiter Flur und hab mich erstmal zurückgehalten. Mein nächster Gedanke war… kein Wunder, wenn jetzt schon „garantiert kinderfreie Restaurants“ Werbung machen. Da möchte ich auch nicht unbedingt bei sein.

Grüße

Sarah

Hy~

Das schlimme ist ja wahrscheinlich auch, dass Mr. Hombre sich anscheinend gar nix dabei denkt…
Er übertreibt es wohl mit „anti-autoritärer Erziehung“.

Gruß
Kathrina

1 „Gefällt mir“

Hi Kathrina,

Das schlimme ist ja wahrscheinlich auch, dass Mr. Hombre sich
anscheinend gar nix dabei denkt…
Er übertreibt es wohl mit „anti-autoritärer Erziehung“.

Ich wage zu bezweifeln, ob das was bringt. Von mangelnden Manieren, wenn das Kind mal größter ist, abgesehen. Dass Kinder nie so ganz „erwachsen“ essen, das ist ja eine Sache, die auch jeder verstehen und nachvollziehen kann, aber so ein rumgemansche… hoffentlich wurde die Ente vorher wenigstens mal kurz abgewaschen, ist ja echt eklig. Okay, Kinder stopfen sich auch mal „Schmutz“ in den Mund, aber ich serviere es nicht.

*kopfschüttel*
kann ich nur zustimmen

LG

Sarah

1 „Gefällt mir“

mit essen spielt man nicht …
… war ein eiserner grundsatz in meiner kindheit. sicher, ich habe selbst nie hunger gelitten, aber meine eltern und großeltern noch reichlich.
sie wurden diesen grundsatz nie los. und auch ich habe ihn an meine kinder weitergegeben, weil er mir richtig erschien und noch immer richtig erscheint. ich würde mir wünschen, dass auch heutzutage, da alles (bei uns!) im überfluss vorhanden scheint, wurst aus lustigen plastikpackungen anstatt von lebenden, fühlenden tieren kommt und mütter ihren kindern das verfüttern, was irgendein konzern ihnen gerade in werbeslogans presst, ohne selbst noch zu wissen, wie man mit grundnahrungsmitteln umgeht, dass heute endlich wieder den kindern achtung vor der nahrung und der richtige umgang damit gelehrt wird.
wir hätten auch, wenn wir kindern beibringen, dass nahrung etwas kostbares ist, das man nicht umbedingt in mengen in sich reinstopfen muss, die chance, ihnen maßstäbe fürs leben mitzugeben.

wie das geschehen soll, wenn die eltern mit gummienten drin rummatschen, sehe ich nun gar nicht.

vielleicht hat deine tochter einfach nur keinen hunger, und isst deshalb nicht? warum lässt du sie nicht einfach? es ist noch kein gesundes kind vor vollen tellern verhungert. (wobei ich mal unterstelle, dass du wenigstens so klug bist und sie nicht mit nachschkram vollstopfst, wenn sie dann doch hunger bekommt, nur eben auf etwas, das ihr besser schmeckt.)

schöne grüße
ann

Hi Ann,

genau das dachte ich auch…

… war ein eiserner grundsatz in meiner kindheit. sicher, ich
habe selbst nie hunger gelitten, aber meine eltern und
großeltern noch reichlich.

Aber ich dachte dann, dass es vielleicht überholt ist. Ich bin zwar auch nicht in Hungerzeiten groß geworden, aber den Satz… „mit Essen spielt man nicht“ hab ich sowohl selber gehört, als auch an mein Kind weiter gegeben.

Außerdem,… mein Kind war auch ein schlechter Esser,…
mir hat der Kinderarzt versichert, dass, wenn das Angebot da ist, das Kind sich schon holt, was es braucht und es eigentlich ungesund wäre, ein Kind zu stopfen, wenn es gar keinen Appetit hat. Ich habe auf jedenfall nie Entenbaden praktiziert und ich hoffe, das ist auch heute noch allgemein so üblich.

Grüße

Sarah

hi sarah,

Aber ich dachte dann, dass es vielleicht überholt ist.

wirklich? nur weil wir augenblicklich das glück haben, in dem schier unfassbaren reichtum zu leben, jeden tag satt zu essen (und darüber hinaus!) zu haben?
denkt wirklich kein mensch mehr daran, wie schnell sich das ändern könnte?

gruß
ann

1 „Gefällt mir“

Hi Ann,

Aber ich dachte dann, dass es vielleicht überholt ist.

wirklich? nur weil wir augenblicklich das glück haben, in dem
schier unfassbaren reichtum zu leben, jeden tag satt zu essen
(und darüber hinaus!) zu haben?
denkt wirklich kein mensch mehr daran, wie schnell sich das
ändern könnte?

Das meinte ich nicht, sondern, dass es überholt ist, solche Sätze zu denken/sagen. Ich habe ja auch gleich diesen Gedanken gehabt. Ich habe mein Kind auch noch mit Werten erzogen, dass man mit essen nicht spielt. Im Hinterkopf, dass nicht jeder satt wird, dass es viele Menschen gibt, die froh wären, nur einen Bruchteil von dem zu haben.

Natürlich platscht ein Kind, wenn es satt ist auch mal mit dem Löffel in den Brei, und das stand dann bei uns nicht unter Strafe. Aber Grundsatz war (und ist noch immer) mit essen spielt man nicht. Man isst, oder man beendet diese Aktion, aber gespielt wird nicht.

Grüße

Sarah

meine Tochter ist saumäßig schlecht.

Hallo,
ich nehme an, du meintest sie isst schlecht, d.h. sie hat nicht immer dann gerade Appetit, wenn Du der Meinung bist, sie müsste Appetit haben.

Kein Problem. Dann eben nicht. Aber eben auch außerhalb der Mahlzeiten nicht. Wirklich NICHTS!

Vor einem vollen Teller ist noch kein Kind verhungert.

Das Problem ist schlicht, dass in unserem Teil der Welt niemand mehr zu wissen scheint, was Hunger wirklich ist.

Gruß
Eckard

Hy~

mit dem Satz wurden meine Geschwister und ich auch beim Essen erzogen.

Heutzutage gehts uns (hier) ja nicht schlecht, aber mit dem Essen rumzusauen muss ja wirklich nicht sein.
Dass sich unser Lebensstandard ja auch wieder ändern kann, daran denken meist nicht so viele^^

Gruß ins Wochenende
Kathrina

Hi,

Dass sich unser Lebensstandard ja auch wieder ändern kann,
daran denken meist nicht so viele^^

ich denke, darum geht es nicht alleine. Mir wurde schon sehr früh bewusst, dass es viele Menschen auf Erden gibt, die hungern müssen. Und in Anbetracht der Tatsache, war mir als kleines Kind schon klar (auch durch die Erziehung) dass es ein Segen ist, wenn man abends mit einem satten Bauch schlafen gehen darf. Und mit Essen spielt man nicht, weil es eben viele Menschen gibt, die nicht so gesegnet sind mit Überfluss.

Ein Kind verhungert nicht vor einem vollen Teller.

LG

Sarah

Hallo Ann,

generell stimme ich dir zu.
Aber das hier:

es ist
noch kein gesundes kind vor vollen tellern verhungert.

stimmt nicht so ganz. Ok, verhungert vielleicht nicht. Aber mein Bruder war von der Sorte, dass er eine Zeit lang Hunger gar nicht wahrnehm. Irgendwann war es meine Mutter leid, ihn ständig zum Essen zu überreden, und dachte ebenso wie du. Das führte dazu, dass mein Bruder schon mal zwei Tage hintereinander gar nichts aß und zu derselben Zeit extreme Kopfschmerzanfälle bekam. Zuerst wusste niemand den Grund, bis meine Mutter versuchte, ihn während eines solchen Anfalls zu überreden, doch ein kleines bisschen was zu essen. Und siehe da: Die Kopfschmerzen gingen weg. Seitdem hat sie ihr Bemühen, ihn zum regelmäßigen Essen zu bewegen, wiederaufgenommen und es traten keine Kopfschmerzattacken mehr auf.

Also, ganz auf die leichte Schulter würde ich Essensverweigerung nicht nehmen.

Gruß
Anja

1 „Gefällt mir“

Hallo Anja,

Ann schreibt ja „kein gesundes Kind“. Sicherlich gibt es immer besondere Situationen, aber ein Quitschebreientchen ist dann wohl auch nicht die Lösung.

Grüße

Sarah

Hallo Sarah,

wie definierst du „gesund“? Mein Bruder war ein völlig gesundes Kind. Die Probleme bekam er erst AUFGRUND des Nicht-Essens.

Aber Quietschebreientchen finde ich auch unsinnig und eklig. Ich mag es auch nicht, wenn mit dem Essen gespielt wird (was heutzutage anscheinend als normaler Weg gilt, Kinder zum Essen zu animieren). Sowieso finde ich es in den meisten Fällen unsinnig, einen Aufstand ums Essen zu machen, da das letztendlich in Essstörungen (welcher Art auch immer, auch Übergewicht kann daraus resultieren) münden kann.

Gruß
Anja

Hallo Anja,

wie definierst du „gesund“?

In diesem Zusammenhang - gesundes Essverhalten. Natürlich kann das Essen auch krank machen (Allergien etc.)

unsinnig, einen Aufstand ums Essen zu machen, da das
letztendlich in Essstörungen (welcher Art auch immer, auch
Übergewicht kann daraus resultieren) münden kann.

Soweit wollte ich gar nicht gehen, aber auch diesen Gedanken hatte ich. Wenn Essen Aufmerksamkeit bedeute, dann kann das Essen leicht zu einem anderen Zweck führen (gleiches gilt natürlich für Nicht-Essen)

Deshalb finde ich, dass man darum keine Spielerei oder irgendein Event machen sollte. Essen ist Nahrungsaufnahme, und sonst gar nichts.

Grüße

Sarah

1 „Gefällt mir“

Nachtrag
Kinder haben normalerweise ein gesundes Essverhalten. Das verkrampfte, das erziehen wir ihnen an. Und dann wundern wir uns, wenn wir die Ergebnisse haben.

Hallo Sarah,

wie definierst du „gesund“?

In diesem Zusammenhang - gesundes Essverhalten. Natürlich kann
das Essen auch krank machen (Allergien etc.)

und was ist dann schon wieder „gesundes Essverhalten“? Gerade darum geht es doch: Die Mutter empfindet das Essverhalten ihres Kindes als ungesund (ihrer Meinung nach isst das Kind zu wenig). Ann sagt, das gesunde Kind werde vor einem vollen Teller schon nicht verhungern. Du sagst, dass bei ungesundem Essverhalten eingegriffen werden muss, was die Mutter wieder als Aufforderung verstehen würde, sich um die Nahrungsaufnahme des Kindes zu sorgen. Wir drehen uns im Kreis.

Ich finde es schwierig, aus der Entfernung zu beurteilen, ob das Kind ein gesundes Essverhalten an den Tag legt. Wir haben ja noch nicht mal irgendwelche Angaben dazu von der Mutter: Ist das Kind normal-, über- oder untergewichtig? Wie oft isst das Kind von sich aus und wieviel? usw. Deshalb würde ich Anns Spruch mit Vorsicht genießen.

unsinnig, einen Aufstand ums Essen zu machen, da das
letztendlich in Essstörungen (welcher Art auch immer, auch
Übergewicht kann daraus resultieren) münden kann.

Soweit wollte ich gar nicht gehen, aber auch diesen Gedanken
hatte ich. Wenn Essen Aufmerksamkeit bedeute, dann kann das
Essen leicht zu einem anderen Zweck führen (gleiches gilt
natürlich für Nicht-Essen)

Wenn man bedenkt, dass es in den westlichen Gesellschaften immer mehr Übergewichtige gibt und daraus sogar schon bei Kindern gesundheitliche Probleme resultieren, finde ich, dass dies ein wichtiger Aspekt ist. Ebenso aber vor dem Hintergrund der Häufung von Essstörungen wie Bulimie und Anorexie.

Deshalb finde ich, dass man darum keine Spielerei oder
irgendein Event machen sollte. Essen ist Nahrungsaufnahme, und
sonst gar nichts.

Zustimmung.

Gruß
Anja