Mit Schmerz und Scham

Hallo an Euch Eltern,

immer wieder bin ich bestürzt darüber, wie sich viele Jugendliche weigern ein
eigenständiges Leben zu beginnen. Und kann den Schmerz und die Scham der Eltern
verstehen, da auch wir betroffen sind.
Es ist erstaunlich, wie vorsichtig sie sich öffnen und dann glücklich über ein
offenes Gespräch sind, bei dem sie sehen können, sie sind nicht die Einzigen. Und
ohne Angst sagen können, wie sie sich fühlen.

Gerne sieht es so aus, als hätten diese Eltern alles verbockt und diese
Kinder/Jugendlichen seien die „Opfer“. Darum schweigen diese Eltern. Und quälen
sich mit der ständigen Frage: „Was haben wir/habe ich falsch gemacht?“

Die Wahrheit ist, es stimmt so nicht.
Diese Kinder wurden weder lieblos aufgezogen noch misshandelt. Diese Eltern sind
besorgte Eltern, die sich nichts mehr gewünscht haben, als ihren Kindern einen
liebevollen, selbstbewussten Weg in die Zukunft zu geben.

Diese Eltern schweigen aus Scham vor den Reaktionen der Umwelt, lassen sich von
… ich weiß, das betrifft nicht jeden … z.B. Sozialpädagogen einreden, ihr
Kind habe eine schreckliche Kindheit gehabt. Diese Eltern wissen, dass das so
nicht stimmt, sie quälen sich schweigend ohne Ende.

Und ihre Kinder nehmen heute Drogen, haben morgen Magersucht/Bulimie, übermorgen
Stehlen sie, dann ist es ADS, dann ist es Selbstverletzung, dann ist es
Borderline …
Entwickeln sich zu unglaublichen Tyrannen und Egoisten, die ihre Eltern für jedes
Missglücken ihrer passiven Verhaltensweise verantwortlich machen. Tragen ein
Leiden zur Schau, das die Eltern in die einsame Ecke der Bösen stellt.

Diese Jugendlichen … sind unsere Kinder. Die wir lieben.
Hinterlassen traurige und ratlose Eltern, die sich an ihre eigene Teeny-Zeit
erinnern. Und nicht verstehen können, was da geschieht. Und Angst haben … vor
dem Weg, den ihr Kind da geht … und vor den Reaktionen ihrer Umwelt, als hätten
sie als Eltern versagt.

Wie viele von diesen Eltern mag es geben, in diesem, unserem Lande?
Liebe Grüße, Son-ja

Hallo Sonja,

ich bin jetzt mal etwas ketzerisch und frage dich „Was ist deiner Meinung nach der Grund für diese Misere?“

Ist nicht vielleicht an dieser Stelle ein Teil des Knackpunktes?

Diese Kinder wurden weder lieblos aufgezogen noch misshandelt.
Diese Eltern sind besorgte Eltern, die sich nichts mehr
gewünscht haben, als ihren Kindern einen
liebevollen, selbstbewussten Weg in die Zukunft zu geben.

Ein Teil dieser Eltern sind vielleicht ZU besorgt. Das trifft mit Sicherheit nicht auf alle zu. Aber ich darf es tagtäglich beobachten wie junge Erwachsene dem Leben entgegentreten, die von ihren Eltern verhätschelt wurden. Diesen Kindern wurde immer der Weg von den Eltern geebnet, sie haben immer alles bekommen was sie wollten - insbesondere Materiell.

Vor allem diese jungen Erwachsenen sehen keinen Sinn darin sich im Leben für irgendetwas anzustrengen. Sie kennen es ja nicht anders - sie mussten sich nie für irgendetwas anstrengen.

Und nun steinige mich.

Viele Grüße

Samira

ich bin jetzt mal etwas ketzerisch und frage dich „Was ist
deiner Meinung nach der Grund für diese Misere?“

Diesen Kindern wurde immer der Weg von den Eltern geebnet, sie haben immer alles

bekommen was sie wollten - insbesondere Materiell.

Und nun steinige mich.
Viele Grüße:Samira

Huch! Nö Du, ich steinige doch niemanden :smile:

Ich kenne den Grund der Misere nicht, es ist nur nicht mehr wie es mal so einfach
war: Eltern verbocken es, Teenies sind geschädigt.

Ja, vielen Kids wird materiell alles vor die Füße gelegt … mit entsprechenden
Folgen. Doch mit den Eltern, mit denen ich sprach, war das nicht der Fall.

Mach Dir keine Sorgen, schreib einfach, was Dir dazu einfällt :smile:

Viele Grüße, Son-ja

moin,

in der mitte deines artikels schreibst du:

„Gerne sieht es so aus, als hätten diese Eltern alles verbockt…“

und genau so sehe ich das!!
eltern haben von geburt an einen sehr grossen einfluss auf die entwicklung eines kindes. zum einfluss gehoert dann auch konsequente beobachtung des umfelds = freunde, bekannte…
und wenn man merkt, dass da was aus dem ruder laeuft, dann muss man gegensteuern.

einer der groessten fehler, den viele eltern machen, ist das „verwoehnen“!

verwoehnen in dem sinne von: es ist ja genug geld da, also bekommt dasd kind ohne gegenleistungen einen computer, eine playstation, ein mtb und ein mobiltelefon - am besten mit vertrag…

mit „gegenleistungen“ meine ich tatsaechlich erbrachte leistungen = aktive mithilfe im haushalt, gutes mitkommen in der schule.

wenn das verhaeltnis stimmig ist, dann sehe ich gute gruende, leistungen zu honorieren - genau so, wie das leistungsprinzip in der gesellschaft dann spaeter funktioniert.

wer was leistet, bekommt mehr, wer weniger leistet, soll auch weniger bekommen ( wenn die leistungsfaehigkeit nicht durch pathologische gruende eingeschraenkt ist ).

das ist imho das groesste manko in der heutigen erziehung: viele jugendliche bekommen fast alles ohne gegenleistung - die ansprueche werden groesser , und wenn man nicht mehr bereit ist, dem jugendlichen alles in den arsch zu stecken, kommt es unweigerlich zum knall.

jemand, der heute brav bis zum abi zur schule geht und zu hause lernt, der ist eigentlich ganz schoen bloed:

denn jemand, der mit 16 die schule abbricht und rumchillt, bekommt bei genuegend zerruettetem verhaeltnis zum elternhaus von der stadt eine wohnung bezahlt und erhaelt dazu noch ein ueppiges taschengeld in hoehe von hartz 4. wenn man sich da gut auskennt, dann kann man das ca 10 jahre lang durchziehen und ein geiles freies leben geniessen.
und auch danach: hartz 4 und eine wohnung bekommt man ohne gegenleistung immer bezahlt - warum sollte man sich also fuer irgendwas anstrengen? mit ein wenig schwarzarbeit nebenbei laesst sich es da trefflich leben…

und genau das sehe ich auch als „verbocken“, denn diese gesetze haben wir aelteren gemacht bzw zugelassen.
ich habe nichts gegen eine solidarischen sozialstaat, aber es hakt bei mir aus, wenn nichtsnutze und faulenzer gleiche leistungen beziehen, wie menschen, die unverschuldet ins elend abgerutscht sind, nachdem sie lange im leben gearbeitet und kinder gross gezogen haben.

es gibt eine menge eltern in diesem land, die davon betroffen sind, und gluecklich moegen die sein, die offen damit umgehen koennen.

diejenigen, die es in sich reinfressen, es totschweigen, werden daran zerbrechen, und das ist nicht gut: nicht gut fuer sie selbst, und fuer die kinder auch nicht…

gruss
khs

p.s. ich bin insofern davon „betroffen“, dass ich drei praechtige kinder habe, die sich prima entwickelten - ein viertes „funktionierte“ nicht, wir haben es dann als jugendlichen - mit hilfe + unterstuetzung einschlaegiger aemter und beratungsstellen - an die frische luft gesetzt = rausgeschmissen. nein ,es musste nicht „unter die bruecke“… die aemter tun schon was— leider…

und wir sind sehr zufrieden , dass wir es so gemacht haben und raten nur jedem in aehnlicher situation, es genau so zu tun!!

Huch! Nö Du, ich steinige doch niemanden :smile:

Ich kenne den Grund der Misere nicht, es ist nur nicht mehr
wie es mal so einfach
war: Eltern verbocken es, Teenies sind geschädigt.

Ja, vielen Kids wird materiell alles vor die Füße gelegt …
mit entsprechenden
Folgen. Doch mit den Eltern, mit denen ich sprach, war das
nicht der Fall.

Mach Dir keine Sorgen, schreib einfach, was Dir dazu einfällt

)

Viele Grüße, Son-ja

Hallo Son-ja,

schön dass du so auf meinen Beitrag reagiert hast. Ich möchte auf diesen Satz von dir zurückkommen

Ja, vielen Kids wird materiell alles vor die Füße gelegt …
mit entsprechenden
Folgen. Doch mit den Eltern, mit denen ich sprach, war das
nicht der Fall.

Eltern selber können das sicherlich nicht objektiv betrachten. Würde man einen Dritten, zum Beispiel aus der Bekanntschaft fragen, wäre die Antwort vielleicht schon eine andere.

Noch ein Problem ist meiner Meinung nach, das deutete ich ja schon an, die ÜBERTRIEBENE Fürsorge und Liebe mancher Eltern. Dahinter steckt ja keine böse Absicht der Eltern. Im Gegenteil, sie wollen nur das Beste für ihre Kinder und übersehen dabei, dass zu viel Fürsorge nicht gut ist. Kinder müssen irgendwann selbständig werden, wenn Mama ihnen alles abnimmt funktioniert das nicht. Eltern müssen früher als sie oft denken Schritt für Schritt los lassen und ihren Kindern eine eigenständige Zukunft ermöglichen.

Gruß

Samira

Das ist ein thema das man drehen und wenden kann wie man will, und man kommt immer auf andere ursachen und lösungen. Es gibt verschiedene pünkte aber ich denke das wenn grundsätzliche sachen in der erziehung vergessen gehen das nur dann halt solche kinder wie von dir beschrieben herauskommen. Man muss einem Kind beibringen können das weniger als andere immer noch mehr ist als 90% auf dieser Welt haben. Das manchmal weniger besser ist als mehr. Das alles nur den Wert hat den man ihm gibt. dasses Halt dazu gehört auf eigenen Füssen zu stehen das halt mithelfen angebracht ist.

Wie einer meiner vorredner sagt: Es gibt zuviele unterstützung für die Algemeinheit. Meiner meinung nach ist man halt legasteniker (ich bin das) und hat halt desshalb mehr mühe in der Schuhle. Aber es heisst ja nicht das gleich X kurse besucht werden müssen, die Noteleiste eine oder sogar eine note tiefer als bei normalsterblichen gesetzt werden muss. (ich hätte prüffungserleichterungen haben können wollte diese nicht, nennt es falscher stolz oder dummheit.)Dafür können die etwas anderes. ich kann zum beispiel gleichgut spiegelschrift schreiben wie normal (Halt mit denselben rechtschreibe fehler =D). kann Räume im kopf drehen und verschachteln und anschliessend wieder auseinander nehmen. Und viele andere sachen kann ich halt besser als wieder andere ob es mir in der Gesellschaft hilft ist die andere Frage. Aber ich kann das auch wenn ich nicht gut in der Rechtschreibung bin.

Die eltern sind schuld. Das ist so aber es gibt dinge die können sie auch nur sehr bedingt beeinflussen. Ich würde nie meiner Mutter die Schuld zuschieben das ich früher angefangen habe zu Kiffen sie hat mich aufgeklährt usw. aber es war mir einfach egal. Sie hätte mir auch nicht verbieten können mit meinen freunden etwas zu machen wenn sie das gefühl gehabt hätte sie seien schlecht für mich. Es währen dann halt anstatt fritz und hans der mark und der otto gewesen wo ich offiziell mit abgemacht hätte.

Nene es gibt keine perfekten eltern wie es keine Perfekte Kinder gibt. Und die kinder gibt es nicht weil schon wenn sie die augen das erste mal öffnen, vom system umgeben und beeinflusst werden. Und die eltern können es nicht sein weil sie keine Neugeboreren kinder mehr sind.

"Eltern müssen früher als sie

oft denken Schritt für Schritt los lassen und ihren Kindern
eine eigenständige Zukunft ermöglichen."

Hi Samira :smile:

Mir scheint, dass die Eltern damit ihrem eigenen Instinkt überlassen werden,
gesammelt auch aus der Erfahrung ihrer eigenen Jugend. Doch diese Gesellschaft
samt Regeln hat sich seidem gewaltig geändert …

Es kann nicht sein, dass diese Eltern, die ihre Kinder weder maßlos verwöhnt noch
finanziell auf Godbarren transportiert haben eine solche „Schuld“ an der
Verweigerungshaltung ihres Nachwuchses haben.

Das wirklich Blöde daran ist ja, wer das nicht selbst miterlebt hat, der denkt es
sich automatisch passend. Weil es sonst einfach nicht nachzuvollziehen ist,
ehrlich.

Viele Grüße, Son-ja

)

grob geschätzt
Hi,

Wie viele von diesen Eltern mag es geben, in diesem, unserem
Lande?

Ich schätze grob: einige Tausende

Ich hoffe diese Schätzung war hilfreich im Sinne der Anfrage

Freundliche Grüsse
Ray

":mit „gegenleistungen“ meine ich tatsaechlich erbrachte

leistungen = aktive mithilfe im haushalt, gutes mitkommen in
der schule.

wenn das verhaeltnis stimmig ist, dann sehe ich gute gruende,
leistungen zu honorieren - genau so, wie das leistungsprinzip
in der gesellschaft dann spaeter funktioniert.

wer was leistet, bekommt mehr, wer weniger leistet, soll auch
weniger bekommen ( wenn die leistungsfaehigkeit nicht durch
pathologische gruende eingeschraenkt ist )."

Das sehe ich so wie Du!

":jemand, der heute brav bis zum abi zur schule geht und zu

hause lernt, der ist eigentlich ganz schoen bloed:

denn jemand, der mit 16 die schule abbricht und rumchillt,
bekommt bei genuegend zerruettetem verhaeltnis zum elternhaus
von der stadt eine wohnung bezahlt und erhaelt dazu noch ein
ueppiges taschengeld in hoehe von hartz 4. wenn man sich da
gut auskennt, dann kann man das ca 10 jahre lang durchziehen
und ein geiles freies leben geniessen.
und auch danach: hartz 4 und eine wohnung bekommt man ohne
gegenleistung immer bezahlt - warum sollte man sich also fuer
irgendwas anstrengen? mit ein wenig schwarzarbeit nebenbei
laesst sich es da trefflich leben…"

Ja, so ist es.
Einer unserer Söhne hat uns das auch so gesagt, dem Himmel sei Dank hat er dabei
fröhlich gelacht … und geht seinen Weg zur eigenen Zukunft weiter.

Vielen Dank für Deine Antwort, Son-ja

)

Wie viele von diesen Eltern mag es geben, in diesem, unserem
Lande?

Ich schätze grob: einige Tausende

Ich hoffe diese Schätzung war hilfreich im Sinne der Anfrage

Freundliche Grüsse
Ray

Grumpf. Diese Schätzung war hilfreich im Sinne der Anfrage, Ray :smile:

":jemand, der heute brav bis zum abi zur schule geht und zu

hause lernt, der ist eigentlich ganz schoen bloed:

denn jemand, der mit 16 die schule abbricht und rumchillt,
bekommt bei genuegend zerruettetem verhaeltnis zum elternhaus
von der stadt eine wohnung bezahlt und erhaelt dazu noch ein
ueppiges taschengeld in hoehe von hartz 4. wenn man sich da
gut auskennt, dann kann man das ca 10 jahre lang durchziehen
und ein geiles freies leben geniessen.
und auch danach: hartz 4 und eine wohnung bekommt man ohne
gegenleistung immer bezahlt - warum sollte man sich also fuer
irgendwas anstrengen? mit ein wenig schwarzarbeit nebenbei
laesst sich es da trefflich leben…"

Ja, so ist es.
Einer unserer Söhne hat uns das auch so gesagt, dem Himmel sei
Dank hat er dabei
fröhlich gelacht … und geht seinen Weg zur eigenen Zukunft
weiter.

Hallo,

Ja ist so habe ich auch schon meiner Mutter gesagt. Und es gab eine zeit wo ich mich wirklich gefragt habe ob ich nicht auf alternativer selbstversorger umsteigen möchte.(Nur wenn ich mich mal wieder über die Gesellschaft aufgeregt habe) gibt daführ so gemeinschaften die irgendwie einen Bauernhof betreiben. Wieso immer all die Hektik all das Lernen, eigentlich sollte der Mensch glücklich sein und nicht immer im Stress. Und das wäre eine Option für mich gewesen weil ich so zumindest nicht nur geld reingedrückt bekomme. Ich hätte hald auf einem feld arbeiten müssen, kühe und Ziegen melken. ist doch egal krüpple ich aber zumindest arbeite ich fürs essen und nicht für den luxus mehr Zeit zu haben.

Nunja wurde nix mit dem Bauernhof ^^’ habe beschlossen frühst möglich in rente zu gehen und dann das leben vollzeit zu geniessen.

lg Sev

Hallo

denn jemand, der mit 16 die schule abbricht und rumchillt,
bekommt bei genuegend zerruettetem verhaeltnis zum elternhaus
von der stadt eine wohnung bezahlt und erhaelt dazu noch ein
ueppiges taschengeld in hoehe von hartz 4.

Das Problem ist nur, dass das kein Taschengeld ist, sondern dass er dann davon leben muss.

mit ein wenig schwarzarbeit nebenbei
laesst sich es da trefflich leben…

Das kann allerdings sein. Aber auch das hat einen Haken: Schwarzarbeit bekommen oft nur Leute, die erstens was können und zweitens vertrauenswürdig sind. Und das trifft auf Jugendliche, die außer rumchillen nichts gelernt haben, meistens nicht zu.

Also, so toll stellt sich mir diese Lebensform nicht dar. Es mag sein, dass manche Jugendlichen glauben (oder sich einreden), dass das ein gutes Leben sei. Ich denke aber, dass das meistens eher aus einer Not heraus geschieht (weil denen gar nicht viel anderes übrig bleibt; na ja, für 4,50 die Stunde anderen Leuten das Klo abputzen, solche Jobs würden die ja vielleicht kriegen. Als die ehemaligen Sklaven in den USA sich geweigert hatten, solche Arbeiten zu übernehmen, wurde das damals akzeptiert.)

Allerdings ist es wohl richtig, dass es nicht gut ist, wenn Jugendliche ein solches Leben noch aus Ausweg aus der Misere sehen. Denn sie denken vielleicht doch oft zu wenig darüber nach, was wohl sein wird, wenn sie erstmal über 30 sind.

Viele Grüße
Simsy

Hallo

denn jemand, der mit 16 die schule abbricht und rumchillt,
bekommt bei genuegend zerruettetem verhaeltnis zum elternhaus
von der stadt eine wohnung bezahlt und erhaelt dazu noch ein
ueppiges taschengeld in hoehe von hartz 4.

Das Problem ist nur, dass das kein Taschengeld ist, sondern
dass er dann davon leben muss.

ja, das finde ich ganz prima!! dann lernt man naemlich, dass es nicht jeden tag mcdonalds oder pizza-hut sein muss, sondern dass man auch von einer aldi-linsensuppe satt wird oder sogar durch selbst was kochen!

mit ein wenig schwarzarbeit nebenbei
laesst sich es da trefflich leben…

Das kann allerdings sein. Aber auch das hat einen Haken:
Schwarzarbeit bekommen oft nur Leute, die erstens was können
und zweitens vertrauenswürdig sind. Und das trifft auf
Jugendliche, die außer rumchillen nichts gelernt haben,
meistens nicht zu.

auch das finde ich hervorragend!! naemlich nur so lernt man, sich sonderwuensche zu erfuellen, in dem man zuverlaessig ist.

letztlich soll das ganze doch dahin fuehren, aus jemandem ein funtionierendes mitglied der gesellschaft zu machen. der eine lernt es frueher, der andere spaeter und einige gar nicht.

gruss
khs

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Hi Sonja,

Mir scheint, dass die Eltern damit ihrem eigenen Instinkt
überlassen werden,

Ich finde das viele Eltern ihren eigenen Instinkt irgendwie verloren haben.
Schuld daran sind meiner Meinung nach Erziehungsbücher,Erziehungsserien,gesellschaftliche Ansprüche ect.pp

Die uns Eltern aufzeigen,was richtig und was falsch sein soll.Stellt unser Kind etwas an, schauen wir ins schlaue Buch/Internet und suchen die angebrachte Strafe…
anstatt auf unser Herz/Bauchgefühl zu hören.

Wir legen unseren Kindern alles zu Füssen,weil es von der Gesellschaft mittlerweile so vorgegeben ist.
Alle Kinder haben z.B. ein Handy,PC…also MUSS mein Kind das auch haben!?

gesammelt auch aus der Erfahrung ihrer eigenen Jugend.

Über meine gesammelten Kindheit/Jugenderlebnisse möchte ich nicht reden.
Und das möchte ich meinen Kindern auch nicht antuen.

Doch
diese Gesellschaft
samt Regeln hat sich seidem gewaltig geändert …

Das finde ich ja das schlimme…meine Kinder z.B.haben keine Nike,Boss…Klamotten,Handys,Fernseher,PC… konnten sie sich vom Konfigeld kaufen oder sich Geld dazu verdienen,übrigens auch für Markenklamotten.

Natürlich wurden/werden wir doof beäugt,natürlich jaulten die Kinder mal rum,der hat das ich nicht…dann habe ich meine Kinder lieb gedrückt und ihnen versichert was für wundervolle Menschen sie sind und das sie so einen Schnickschack gar nicht brauchen.Denn es sind tolle Menschen im Aldi/Kik/Takko-look und das ist was zählt, nicht das Äußere sondern der Mensch.
Und so gestärkt und Selbstbewußt,können sie alles meistern.

Es kann nicht sein, dass diese Eltern, die ihre Kinder weder
maßlos verwöhnt noch
finanziell auf Godbarren transportiert haben eine solche
„Schuld“ an der
Verweigerungshaltung ihres Nachwuchses haben.

Ich glaube irgendwie schon,bei uns hilft jeder den anderen ohne bitte,bitte und Aufforderung,weil sie/wir es von klein auf gewohnt sind.

Das wirklich Blöde daran ist ja, wer das nicht selbst
miterlebt hat, der denkt es
sich automatisch passend.

Klär mich/uns doch mal auf,um was geht es genau?

Weil es sonst einfach nicht
nachzuvollziehen ist,

Ich kann es auch nicht.;o(

ehrlich.

Liebe Grüße Biene

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Hallo,

ich kann mich da nur einigen Vorrednern anschließen.
Verbockt haben das (wir) die Eltern.

Mama Taxi ist heutzutage in vielen Familien normal (leider bei mir auch viel zu oft)
Oftmals höre ich von anderen Eltern wie ungerecht die Lehrer sind (sind sie das wirklich?) Zumindest in dem Punkt hatte und hat mein Sohn keine Chance bei mir. Wenn er der Meinung ist ein Lehrer ist ungerecht (er benutzt wesentlich andere Ausdrücke dafür) geh ich in die Sprechstunde und frage nach. Dann erst kann der entsprechende Fall geklärt werden.

Und ja: meine beiden müssen im Haushalt mit helfen, nicht nur weil ich Schicht arbeite, sondern weil ich denke wie sonst sollen sie fürs Leben lernen? Beide Kids, also Tochter und Sohn haben regelmäßig Küchendienst. Einer kocht, der andere ist für die Spülmaschine zuständig.

Aber in einem Punkt bin ich mir ganz sicher: Auch ich (bzw wir mein Mann und ich) haben Fehler in der Erziehung gemacht.
Davor ist niemand gefeit, wir sind Menschen, keine Roboter.

Ich freue mich immer, wenn meine beste Freundin mal wieder ein paar Tage zu Besuch bei mir ist. Sie sagt mir ganz offen, wenn ich mal wieder „betriebsblind“ mir zuviel von meinen Kids bieten lasse.

weihnachtliche Grüße

Katl

Hallo

Ich finde das viele Eltern ihren eigenen Instinkt irgendwie
verloren haben.
Schuld daran sind meiner Meinung nach
Erziehungsbücher,Erziehungsserien,gesellschaftliche Ansprüche
ect.pp

Man verliert doch nicht seinen Instinkt durch Erziehungsbücher. Man hat vielleicht keinen, und schaut deswegen in Erziehungsbücher. Oder das Gefühl sagt widersprüchliche Sachen. Oder das, was man gefühlsmäßig tun würde, darf man nicht machen bzw. ist so unüblich, dass die Kinder dadurch zu Außenseitern würden (wenn z. B. die Kinder auf keinen Fall in die Schule wollen).

Die uns Eltern aufzeigen,was richtig und was falsch sein
soll.Stellt unser Kind etwas an, schauen wir ins schlaue
Buch/Internet und suchen die angebrachte Strafe…
anstatt auf unser Herz/Bauchgefühl zu hören.

Das kann aber auch ziemlichen Unsinn daherreden. Besonders bei größeren Kindern. Da versagen nämlich meistens die Instinkte, und es kommt nur wieder eine Neuauflage der eigenen, selbst genossenen Erziehung zum Vorschein.

Natürlich wurden/werden wir doof beäugt,natürlich jaulten die
Kinder mal rum,der hat das ich nicht…dann habe ich
meine Kinder lieb gedrückt und ihnen versichert was für
wundervolle Menschen sie sind und das sie so einen
Schnickschack gar nicht brauchen.

Na das ist ja wohl ein gutes Argument.
Das sollte man Arbeitgebern empfehlen, wenn die Angestellten eine Lohnerhöhung fordern. Oder als Trost für Arbeitlose, wenn das Geld nur für die Altkleidersammlung reicht.

Denn es sind tolle Menschen
im Aldi/Kik/Takko-look und das ist was zählt, nicht das Äußere
sondern der Mensch.

Das Problem ist nur, dass in Wirklichkeit sehr oft das Äußere mehr zählt als der Mensch. Allerdings nicht immer, das gebe ich zu. Oder sagen wir so: Das Äußere kommt oft zuerst, und wenn das OK ist, dann wird der Mensch betrachtet.

Und so gestärkt und Selbstbewußt,können sie alles meistern.

Dann ist ja gut.

Viele Grüße
Simsy

1 „Gefällt mir“

Hallo

Mama Taxi ist heutzutage in vielen Familien normal (leider bei
mir auch viel zu oft)

Das liegt aber oft auch an fehlenden Nahverkehrsverbindungen. Oder an fehlenden Radwegen, auf denen man sein Kind auch im Dunkeln fahren lassen würde.

Oftmals höre ich von anderen Eltern wie ungerecht die Lehrer
sind (sind sie das wirklich?) Zumindest in dem Punkt hatte und
hat mein Sohn keine Chance bei mir.

Armer Kerl

Wenn er der Meinung ist
ein Lehrer ist ungerecht (er benutzt wesentlich andere
Ausdrücke dafür) geh ich in die Sprechstunde und frage nach.

Das habe ich auch immer gemacht. Nach der Sprechstunde hatte ich dann meistens ein völlig anderes Bild als vorher. Und dann hatte ich das meinem Sohn von dem neuen Standpunkt aus erzählt, und er hat dann seinen Bericht noch ergänzt, und dann wurde das Bild wieder zurückgerückt. Ich hätte dann zur Klarstellung nochmal zum Lehrer gehen müssen, aber das habe ich nie getan. - Für mich sieht es so aus, als habe mein Sohn meistens Recht gehabt.

Ist ja auch ein Kunststück, bei 30 Kindern immer gerecht zu sein.

Viele Grüße
Simsy

Hi Simsy Mone,

Man verliert doch nicht seinen Instinkt durch
Erziehungsbücher.

Nee verlieren nicht,aber man überhört gerne sein inneres ICH,weil es woanders anders ist oder was anderes empfohlen wird,als wie es die innere Stimme sagt.

z.B.Kind quengelt rum,überall um dich herum sind Menschen die genervt rüberschauen,von hinten kommen Sprüche wie"das braucht mal ne Tracht Prügel…"
Du als Mutter weisst eigentlich,das Dein Kind schlecht drauf ist,weil…es nicht genug geschlafen hat,krank wird und so weiter,deine innere Stimme sagt dir,das dein Kind jetzt halt so iss weil…s.o.Doch was machen wir,wir werden "vielleicht"unruhig,schotzen Kind an,entschudigen uns bei den Leuten…anstatt unser Kind zu trösten und bei zu stehen.

Man hat vielleicht keinen, und schaut
deswegen in Erziehungsbücher. Oder das Gefühl sagt
widersprüchliche Sachen. Oder das, was man gefühlsmäßig tun
würde, darf man nicht machen bzw. ist so unüblich,

Da wären wir dann an den Punkt angelangt,den ich meine…nicht mehr auf sein Inneres vertrauen.
Und natürlich kommt es vor ,das dein Inneres im Zwiespalt ist,aber man muss ja nicht alles richtig machen,NEIN man muss auch nicht nach den Lehrbuch gehen…Herr Gott ja wir alle machen Fehler,wichtig ist es Fehler einzusehen und sich einzugestehen und seinen Kind zeigen wie sehr man es lieb,ja auch wenn es gerade mal nicht rund läuft…

dass die
Kinder dadurch zu Außenseitern würden (wenn z. B. die Kinder
auf keinen Fall in die Schule wollen).

Also meine Kinder gingen/gehen alle gerne in die Schule,hatten/haben viele Freunde, und ja ich „gestehe“ geschwänzt haben sie auch schon mal mit ihren Freunden zu sammen…hab ich auch gemacht.So lange es nicht überhand nimmt.

Die uns Eltern aufzeigen,was richtig und was falsch sein
soll.Stellt unser Kind etwas an, schauen wir ins schlaue
Buch/Internet und suchen die angebrachte Strafe…
anstatt auf unser Herz/Bauchgefühl zu hören.

Das kann aber auch ziemlichen Unsinn daherreden.

Deswegen ja,vielleicht iss mein BLA Bla auch Unsinn,aber es ist das was ich denke und fühle,und jeder hat das Recht seine Meinung zu sagen.

Besonders bei
größeren Kindern. Da versagen nämlich meistens die Instinkte,

Ja und das ist auch zum Teil wichtig,da die Kinder sich abnabeln müssen,Selbstständig werden müssen ,man kann ja nicht hinter einen z.B. 16 jährigen ewig hinterher rennen.Und wenn ein Jugendlicher anfängt zu kiffen,saufen…da darf man sein Kind nicht aufgeben und rumheulen,man muss versuchen es wieder auf die Rechte Spur zu bringen.Und jeder Jugendliche der sonst ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern hat,der vertrauen hat,läßt sich auch helfen und schaltet nicht auf stur.(so sehe ich das)

und es kommt nur wieder eine Neuauflage der eigenen, selbst
genossenen Erziehung zum Vorschein.

NEE!

Natürlich wurden/werden wir doof beäugt,natürlich jaulten die
Kinder mal rum,der hat das ich nicht…dann habe ich
meine Kinder lieb gedrückt und ihnen versichert was für
wundervolle Menschen sie sind und das sie so einen
Schnickschack gar nicht brauchen.

Na das ist ja wohl ein gutes Argument.
Das sollte man Arbeitgebern empfehlen, wenn die Angestellten
eine Lohnerhöhung fordern.

Verwechsels du (oder ich?)da gerade nicht irgendwas?Ich verdiene mein Geld und ich glaube(sicher bin), wenn ich dreimal so viel Geld kriegen würde,würde ich es trotzdem nicht für Markenklamotten verschwenden,es gibt auch schöne Kleider(auch Hosen,Pullover…) bei Aldi und CO.

Nein ,wir laufen nicht in Säcken oder so,wir haben nur Anziehsachen ohne Aufnäher.
Ach ja,mein Chef hat mich schon mal gedrückt und gesagt das ich seine Beste bin.;o)

Oder als Trost für Arbeitlose, wenn
das Geld nur für die Altkleidersammlung reicht.

*mal knuddel alle

Das Problem ist nur, dass in Wirklichkeit sehr oft das Äußere
mehr zählt als der Mensch.

Ja ,das ist ein Problem,leider.Bevor ich mich mit jemanden unterhalte,schaue ich erstmal was er an hat…scherz,ehrlich gesagt schaue ich meinen Gegenüber ins Gesicht,ob er/sie freundlich lächelt,da iss es mir egal was Gegenüber an hat.*g kann auch nackich sein.;o)

Allerdings nicht immer, das gebe
ich zu. Oder sagen wir so: Das Äußere kommt oft zuerst, und
wenn das OK ist, dann wird der Mensch betrachtet.

Nun gut…mich haben sie letztens bei der Arbeit so ein bissel wegen meinen Modeschmuck verspottet,…na klar iss der aus den Kaugummiautomaten *g toll nech,solz schau…Ruhe war.;o)

Und so gestärkt und Selbstbewußt,können sie alles meistern.

Dann ist ja gut.

JUPP!

LG Biene

Hallo khs,

wenn das verhaeltnis stimmig ist, dann sehe ich gute gruende,
leistungen zu honorieren - genau so, wie das leistungsprinzip
in der gesellschaft dann spaeter funktioniert.

Ich habe dazu eine abweichende Meinung.
Ich finde nicht, dass ein Kind auf Leistungsgesellschaft programmiert werden muss. Ich finde, dass ein Kind wissen muss, dass es geliebt wird, völlig ohne Leistung. Ich finde es falsch, wenn ein Kind Aufmerksamkeit, Anerkennung, Liebe sucht und diese nur dann findet, wenn es eine Leistung erbringt. Das kann wirklich fatale Folgen haben. Liebe von Leistung abhängig zu machen finde ich verkehrt.

ABER… ich finde auch verkehrt, dass Leistung belohnt wird, die m.E. selbstverständlich sein sollte. Ein Kind sollte durchaus Tätigkeiten übernehmen ohne dass diese akribisch abgerechnet werden. Sowas wie, Müllrausbringen 50 Cent, Zimmer aufräumen 2 Euro oder sowas. Ein Kind sollte lernen, dass es in einem gewissen Rahmen Tätigkeiten übernehmen muss. Das ist natürlich unterschiedlich. Eine große Familie hat sicherlich andere Tätigkeiten zu verteilen, und da ist die Mithilfe aller gefragt, als eine Minifamilie. Aber diese Tätigkeiten sollten unentgeltlich erfolgen. Schließlich stelle ich, als Mutter, ja auch keine Rechnung auf. (Room-Service 5 Euro, all-inclusive 10 Euro etc.)

Ich finde auch Notengeld nicht gut. Einerseits soll ein Kind lernen, dass es nicht für Geld lernt. Andererseits ist die Mühe eines „schlechten“ Schülers eine 3 zu bekommen evtl. wesentlich mehr gewesen, als ein Superschüler für seine 1 lernen musste.
Ich würde eher ein gutes Zeugnis allgemein belohnen und nicht in Details. Belohnen ja… aber nicht 1er sind 5 Euro, 2er sind 2 Euro, ab 3 gibts nicht mehr… und im Extremfall für 5er und 6er Abzug?

wer was leistet, bekommt mehr, wer weniger leistet, soll auch
weniger bekommen ( wenn die leistungsfaehigkeit nicht durch
pathologische gruende eingeschraenkt ist ).

Eine Familie ist aber nicht die Gesellschaft. Und glaube mir, ich habe auch schon Kinder gesehen, die Trotz großzügiger Belohnungssysteme für Leistung auf die schiefe Bahn gerieten.

das ist imho das groesste manko in der heutigen erziehung:
viele jugendliche bekommen fast alles ohne gegenleistung - die
ansprueche werden groesser , und wenn man nicht mehr bereit
ist, dem jugendlichen alles in den arsch zu stecken, kommt es
unweigerlich zum knall.

Das hat wirklich nichts miteinander zu tun. Es kann auch einen großen Knall geben, bei Jugendlichen, die gelernt haben, dass nur Leistung in Münzen klingelt.

Grüße

Sarah

Hallo Biene

Doch was machen wir,wir
werden "vielleicht"unruhig,schotzen Kind an,entschudigen uns
bei den Leuten…anstatt unser Kind zu trösten
und bei zu stehen.

Ja, das kenn ich.
Das liegt aber doch nicht an den Erziehungsratgebern. Ich würde sagen: Zu geringes Selbstbewusstsein, dass sich auf diese Weise weitervererbt.

Da wären wir dann an den Punkt angelangt,den ich
meine…nicht mehr auf sein Inneres vertrauen.

Ja ja, das schon, ich glaub nur halt nicht, dass es an den Erziehungsratgebern liegt.

dass die
Kinder dadurch zu Außenseitern würden (wenn z. B. die Kinder
auf keinen Fall in die Schule wollen).

Also meine Kinder gingen/gehen alle gerne in die
Schule,hatten/haben viele Freunde, und ja ich „gestehe“
geschwänzt haben sie auch schon mal mit ihren Freunden zu
sammen…hab ich auch gemacht.So lange es nicht
überhand nimmt.

Ich hab das mit der Schule als Beispiel genommen, wo man evtl. nicht auf seine Innere Stimme hören darf, schon vom Gesetz her. In meinem Beispiel denke ich mir eine schreckliche Klassenlehrerin, und deswegen will das Kind nicht zur Schule gehen. Da würde ich doch gefühlsmäßig sagen: Klar, da brauchst du nicht hin.

Aber in so einem Fall geht es eben nicht so einfach.

und es kommt nur wieder eine Neuauflage der eigenen, selbst
genossenen Erziehung zum Vorschein.

NEE!

Oft genug!

Natürlich wurden/werden wir doof beäugt,natürlich jaulten die
Kinder mal rum,der hat das ich nicht…dann habe ich
meine Kinder lieb gedrückt und ihnen versichert was für
wundervolle Menschen sie sind und das sie so einen
Schnickschack gar nicht brauchen.

Na das ist ja wohl ein gutes Argument.
Das sollte man Arbeitgebern empfehlen, wenn die Angestellten
eine Lohnerhöhung fordern.

Verwechsels du (oder ich?)da gerade nicht irgendwas?Ich
verdiene mein Geld und ich glaube(sicher bin), wenn ich
dreimal so viel Geld kriegen würde,würde ich es trotzdem nicht
für Markenklamotten verschwenden, …

Ich auch nicht, aber deine Kinder haben sich doch diese Klamotten evtl. deswegen nicht gekauft, weil du sie nicht bezahlt hast. Oder? So ganz freiwillig war das doch nicht immer, dass sie auf den Kram verzichtet haben.

es gibt auch schöne
Kleider(auch Hosen,Pullover…) bei Aldi und CO.

joa

Ach ja,mein Chef hat mich schon mal gedrückt und gesagt das
ich seine Beste bin.;o)

Der hat dann aber nicht gesagt, dass du wegen deiner menschlichen Werte keine Gehaltserhöhung brauchst?

Das Problem ist nur, dass in Wirklichkeit sehr oft das Äußere
mehr zählt als der Mensch.

Ja ,das ist ein Problem,leider.Bevor ich mich mit jemanden
unterhalte,schaue ich erstmal was er an
hat…scherz,ehrlich gesagt schaue ich meinen Gegenüber
ins Gesicht,…

Und wenn das mit Pickeln übersäht ist?

ob er/sie freundlich lächelt,…

Ach so

da iss es mir egal
was Gegenüber an hat.*g kann auch nackich sein.;o)

Ja gut, aber es gibt eben eine ganze Reihe von Leuten, bei denen das nicht so ist. Ich glaub, gerade bei Jugendlichen ist das oft nicht so. Und dann muss ich sagen, ich trage auch oft Aldi- und Lidl-Sachen, aber es gibt Klamotten, die schicker aussehen.

Viele Grüße
Simsy