Mobilen Blitzer BESTELLEN möglich?

Hallo,

ich habe da mal eine ganz außergewöhnliche Frage!

Und zwar handelt es sich um eine 30er Zone in unmittelbarer Nähe zu den Häusern von meinen Nachbarn und mir.

Etwa 90% der Autos die hier durchfahren halten sich NICHT an die Geschwindigkeit und das stört extrem bei geöffnetem Fenster,man kommt sich vor wie an einer Autobahn…

Meine Frage lautet daher, an welche Institution man sich wendem kann/muß/soll,wenn man einen mobilen Blitzer bestellen möchte…

Vielen Dank im Voraus

Bestellen kannst du so ein Teil sicher nicht^^
Du kannst aber mal anfragen, ob es nicht sinnvoll wäre, dort einen aufzustellen. Mir würde spontan ein Gespräch mit der Verkehrspolizei, dem Ordnungsamt oder mit dem Bürgeramt einfallen. Einfach mal hingehen und nachfragen, ob du einen Termin bei jemand zuständigem bekommen kannst.
Außerdem wäre eine Petition an dein kommunales Parlament vielversprechend. Die würden sich dann für dich die Zuständigen suchen und haben auch einen ganz anderen Zugang zu ihnen.

Moin,

da solltest Du Dich an die für Deinen Wohnsitz zuständige Verkehrsaufsicht wenden. Wenn Du Dich da mit ein paar Anwohnern zusammenschliesst könnte das durchaus Erfolg haben. Wir haben das bei uns auch schon gemacht. Seit dem hier ein Reitstall aufgemacht hat rasen die Leute hier auch durch die 30er-Zone. Die Geschwindigkeitsüberwachung hier war wohl lukrativ, seitdem ist es doch ruhiger geworden.

Gruss Jakob

Ich wohne ja in ner Gemeinde,hab den Leuten dort gestern mal ne Email geschickt, wenns nichts bringt,werd ich dort mal vorbeifahren.
Danke für die Tipps!

Normalerweise müßten sich die Gemeinden bzw. die Städte die Finger danach lecken,solche Infos zu bekommen, also wo sie Gelder einnehmen können!
Was ich damit sagen will ist, wäre ich Politiker und hätte sowas zu entscheiden, würde ich jedem,aber auch jeden einzelnen solcher Vorschläge nachgehen und täglich woanders ne Radarkontrolle aufstellen,schließlich können die nie genug Geld haben und viel wichtiger : Die Siherheit und damit die Zufriedenheit der Bürger steigt
(Nur nicht die der Raser) ;o)

Normalerweise müßten sich die Gemeinden bzw. die Städte die
Finger danach lecken,solche Infos zu bekommen, also wo sie
Gelder einnehmen können!

Hallo,

bevor jemand Geld einnimmt, muss erst einmal Geld augegeben werden.

Das Fahrzeug mit Messeinheit kostet schon mal in der Anschaffung. Das Messpersonal bekommt auch etwas, die Firma die den Film entwickelt, die Sachbearbeiter welche den Film auswerten, die Sachbearbeiter die den Halter ermitteln und die Verwarnungen, Anhörungsbögen, Zeugenbefragungsbögen auf den Weg bringen. Polizisten die bei den Nachbarn fragen um den Fahrzeugführer ermitteln. Sachbearbeiter welche Einsprüche bearbeiten. Auch Richter freuen sich wenn sie Arbeit bekommen, Kasse muss die Zahlungen überwachen usw.

Also, wenn es da 10 mal blitzt in der Stunde a15€ sind das gerade 150€ bei dem Rattenschwanz der dahinter hängt bleibt keine schwarze Zahl in der Kasse. Es ist ein Verlustgeschäft.

Die Siherheit und damit die Zufriedenheit der Bürger steigt

ob die Sicherheit steigt lasse ich mal dahingestellt, und wenn dein Nachbar spitz bekommt wer die Kontrolle veranlasst hat die ihm 15€ kostet, glaube ich nicht das der zufrieden ist, und ob der Nachbarschaftsfrieden nicht gefährdet ist. Es sind in solchen Gebieten idR. die Anwohner die „Raser“ Soll sogar schon mal so ein Bittstelle selber geblitzt worden sein.

(Nur nicht die der Raser) ;o)

Die verbuchen das als Expresszuschlag, eine Tankfüllung kostet schon mehr als die Verwarnungen für das ganze Jahr. Also, was soll´s.

Gruß

hartmut

Hallo

Also, wenn es da 10 mal blitzt in der Stunde a15€ sind das
gerade 150€ bei dem Rattenschwanz der dahinter hängt bleibt
keine schwarze Zahl in der Kasse. Es ist ein Verlustgeschäft.

das bezweifel ich stark

Grü0e
Jasmin

das bezweifel ich stark

ich auch!
Natürlich sind nicht alle öffentlichen Einnahmequellen gewinnbringend (und das sollen sie auch nicht sein), jedoch ist es der Ordnungswidrigkeitenbereich sicher. Beim Streik des öffentlichen Dienstes in Berlin wurden immer wieder auf die Einnahmeverluste hingewiesen.

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Für das Überwachen einer 30 km Zone so viel Aufwand zu treiben, das Geld mit vollen Händen zum Fenster rauszuwerfen, das ist dem deutschen Michel sein liebstes Hobby.
Über den Tellerrand z.B. nach Portugal: Eine oder mehrere Schwellen aus Hartgummi in bestimmten Abständen, ca. 10 - 15 cm hoch über die gesamte Straßenbreite montiert. Dazu eine rechtzeitige Warnung über Straßenschilder und das Problem ist gelöst.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Für das Überwachen einer 30 km Zone so viel Aufwand zu
treiben, das Geld mit vollen Händen zum Fenster rauszuwerfen,
das ist dem deutschen Michel sein liebstes Hobby.

Wieso soll die Kontaktaufnahme mit der zustänigen Stelle Geldverschwendung sein?

Über den Tellerrand z.B. nach Portugal: Eine oder mehrere
Schwellen aus Hartgummi in bestimmten Abständen, ca. 10 - 15
cm hoch über die gesamte Straßenbreite montiert. Dazu eine
rechtzeitige Warnung über Straßenschilder und das Problem ist
gelöst.

Und wie bekommst du diese Schwellen in deine Straße?

das bezweifel ich stark

Hallo,

es ist dein Recht meine Worte in Zweifel zu ziehen.

Nehme als Vergleich ein Handwerker den Du brauchst was der alleine für die Anfahrt verlangt. Dann kommt noch die Arbeitszeit dazu.

Dann kann es sein, je nach Land, das die Vorschriften verlangen das zwei Bedienstete die Messung überwachen. Rechne da ruhig mal mit einem Stundensatz pro Bediensteter mit 30€ der sicher viel zu niedrig gegriffen sind.

So ein Fahrzeug mit der nötigen Messtechnik kostet etwa 50 000€ mal linear auf 5 Jahre Nutzung verteilt sind das 10 000€ pro Jahr, bei 200 Arbeitstagen 50€ pro Messtag. Zuzüglich der Wartungskosten und der Eichkosten, Reparaturkosten. Dann natürlich auch die restliche Infrastruktur wie z.B. Garage usw.

Und das sind jetzt nur die Kosten die direkt beim messen anfallen.

Zum auswerten der Verstöße braucht es dann einen Arbeitsplatz mit dem die Bilder ausgerwertet werden können. Auch dieser Platz ist nicht ganz billig.

Dort sitzt ein Sachbearbeiter der jedes Bild einzeln anschauen muss, den Halter ermitteln, und schon anhand des Bildes entscheiden muss ob der Halter als Fahrer in frage kommt oder nicht. Bilder bearbeitet und aufbereitet.
Den entsprechenden Schrieb / Verwarnung / Anhörung / Zeugenbefragungsbogen veranlasst. Die Daten entsprechend erfasst.

Auch diese Bearbeitung einschließlich Briefmarke verschlingt einige Euronen.

Zahlt der Sünder, ist es gut, wenn nicht muss der Fahrer ermittelt werden. Ein Polizist besucht dazu das Einwohnermeldeamt und macht einen Paßbildabgleich. Führt der nicht zum Erfolg, dann steht der Hausbesuch an. Es wird versucht den vermutlichen Sünder zu befragen, mit dem Bild abgleichen. Wird der Sünder nicht erreicht, dann werden die Nachbarn befragt ob sie den Sünder kennen, auch der Arbeitsplatz wird möglicherweise besucht. Also ein recht großer Zeitaufwand, der in Euronen ausgedrückt ein Mehrfaches der 15€ kostet.

Dieser Service lassen sich einige Bußgeldstellen mit 20€ Verwaltungsgebühr und 3,50€ Porto versüßen, indem jetzt aus dem Verwarnungsangebot ein Bußgeld wird.

Nur geht da nicht jeder Sünder ins Netz so das der Steuerzahler auf den Kosten sitzen bleibt.

Also, man merke, wie im richtigen Leben ist Umsatz nicht Gewinn.

Gruß

hartmut

Moin,

So ein Fahrzeug mit der nötigen Messtechnik kostet etwa 50
000€ mal linear auf 5 Jahre Nutzung verteilt sind das 10 000€
pro Jahr, bei 200 Arbeitstagen 50€ pro Messtag. Zuzüglich der
Wartungskosten und der Eichkosten, Reparaturkosten. Dann
natürlich auch die restliche Infrastruktur wie z.B. Garage
usw.

Du gehst von einem Fahrzeugrestwert von 0,EUR nach 5 Jahren aus?

Zum auswerten der Verstöße braucht es dann einen Arbeitsplatz
mit dem die Bilder ausgerwertet werden können. Auch dieser
Platz ist nicht ganz billig.

Der wird aber nicht allein nur für ein Messfahrzeug eingerichtet.
Der Kollege wertet auch die Bilder der stationären Anlagen aus, da ist kein Personal für die Messung nötig.
Deine Kostenrechnung in allen Ehren, aber Du willst uns doch nicht tatsächlich vorrechnen dass die Geschwindigkeitsüberwachung ein teures Zusatzgeschäft ist?

Gruss Jakob

Moin,

Für das Überwachen einer 30 km Zone so viel Aufwand zu
treiben, das Geld mit vollen Händen zum Fenster rauszuwerfen,
das ist dem deutschen Michel sein liebstes Hobby.

Das ist doch Unsinn. Ich weiss ja nicht wo Du lebst, aber bei uns ist mindestens jedes zweite Auto in einer 30er-Zone deutlich zu schnell. Und das Problem der häufigen Geschwindigkeitsübertretungen sind nicht die zu milden Strafen sondern die fehlende Überwachung.

Über den Tellerrand z.B. nach Portugal: Eine oder mehrere
Schwellen aus Hartgummi in bestimmten Abständen, ca. 10 - 15
cm hoch über die gesamte Straßenbreite montiert. Dazu eine
rechtzeitige Warnung über Straßenschilder und das Problem ist
gelöst.

Um warum wurden diese Schwellen in Deutschland fast ausnahmslos wieder entfernt? Schadenersatzforderungen, Beschädigungen, Instandhaltungskosten…
Auch die Beton-Pflanzkübel werden wieder entfernt. Die Warnschilder daran sind ewig kaputt weil nachts einer dagegenfuhr und alle 3 Tage darf man die wieder an ihren Platz schieben?
Den deutschen Autofahrer bekommst Du nur übers Portemonaie, ist leider so.

Gruss Jakob

Du gehst von einem Fahrzeugrestwert von 0,EUR nach 5 Jahren
aus?

Hallo,

Also, was ist der Belingo oder wie der heiß nach 5Jahren noch wert, was gibt es noch für die Messtechnik. Und 5Jahre ist ein allgemein üblicher Abschreibungszeitraum.

Der wird aber nicht allein nur für ein Messfahrzeug eingerichtet.

Wohl nicht, ändert aber nichts das jeder Vorgang dort einzeln bearbeitet werden muss. Hier habe ich ja hauptsächlich nur die Raum und Personalkosten

Der Kollege wertet auch die Bilder der stationären Anlagen aus, da:ist kein Personal für die Messung nötig.

Ich habe ja nicht behauptet der Sachbearbeiter würde nur diesen einen Film auswerten. Und Starenkästen sind schnell bekannt, wenn man sie nicht schon auf dem Navi hat.

Deine Kostenrechnung in allen Ehren, aber Du willst uns doch nicht :tatsächlich vorrechnen dass die Geschwindigkeitsüberwachung ein :teures Zusatzgeschäft ist?

Es gibt sicher Messstellen die Gewinn abwerfen, da geht es aber nicht um minimale Übertretungen wie sie beim TE zu erwarten sind. Die werden zum großen Teil nicht einmal erfasst. Bei Bußgelder werden die Verwaltungskosten mit 20€ extra berechnet. Stelle mal hier Bußgeld +20€ Gebühr den 15€ Verwarnung gegenüber, bei fast gleichem Aufwand. Wobei einige Bußgelder erhöht ( verdoppelt ) werden weil der Fahrer schon Eintragungen hat.

Nur die Pipifax Übertretungen kosten Geld, eine Nachbargemeinde hat z.B. zum Leidwesen der Geschäftsinhaber alle Politessen abgeschafft, war zu teuer. Jedes Jahr waren dort rote Zahlen.

Deshalb ist die Freude des TE umsonst, er zahlt die Zeche über die Steuern.

Gruß

hartmut

Verlustgeschäft
Hallo Jakob,

ohne eine genaue Berechnung vorgenommen zu haben, gehe ich ganz stark davon aus, dass Hartmut Recht hat. Denk allein an die Personalkosten. Er ist von 30 Euro pro Stunde ausgegangen. Das ist viel zu niedrig. In den Gebührenordnungen des Bundes wird für die Amtshandlung eines Sachbearbeiters (gehobener Dienst) ein Stundensatz von 100 Euro berechnet. Wenn du dann die Kosten für den PKW und die ganze Messtechnik, einschließlich Abschreibungen, Wartung/Instandhaltung, Eichung usw. hinzurechnest, wirst du mit betriebswirtschaftlich korrekten Methoden sicherlich ohne Probleme auf mehrer Hundert Euro pro Stunde kommen, wenn nicht sogar mehr als 1000 Euro. Und das bei den vergleichsweise niedrigen Strafen. Das kann sich nicht rechnen.

Gegenrechnen müsste man theoretisch den volkswirtschaftlichen Nutzen. Dies führt aber nicht dazu, dass einzelne Gemeinden zusätzliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsüberwachung einführen.

Möglicherweise kostendeckend könnten stationäre Blitzer sein, da weniger personalintensiv.

Viele Grüße
Ultra

Moin

Also, was ist der Belingo oder wie der heiß nach 5Jahren noch
wert, was gibt es noch für die Messtechnik. Und 5Jahre ist ein
allgemein üblicher Abschreibungszeitraum.

Der Abschreibungszeitraum stimmt schon. Nur fahren die hier bei uns Passat, Mercedes-V oder VW T5.
Das es sicher Tage und Orte gibt, an denen es ein Minusgeschäft ist will ich ja überhaupt nicht bezweifeln, aber unterm Strich bringts was.
Und geblitzt wird zwar ab und an auch an gefährlichen Stellen, aber meist dort wo es eben auch sicheres Geld bringt. Zumindest ist es bei uns viel, nicht immer, so.
Und das es sich rechnet besagt auch dieser Artikel:
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,532798,00…
Und eine Berechnung der Stadt Stuttgart für 2008/2009 besagt ebenso dass die Geschwindigkeitskontrollen mindestens kostendeckend sind
http://www.domino1.stuttgart.de/web/ksd/KSDredsystem…
bzw. Überschüsse bringen.

Gruss Jakob

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Mal ne ganz blöde „Feststellung“

Wenn es so unprovitabel wäre, die Blitzer aufzustellen, frage ich mich, wieso es dann immer noch getan wird an jeder zweiten Ecke (Übertrieben gesagt)

Ich mein’ wenn die Kosten so immens hoch wären, so daß quasi schon mit jeder Messung rote Zahlen geschrieben werden würden, würden solche Aktionen schon längst Geschichte…

Und daß für eine solche Aktion gleich mal eben nen neues Blitzfahrzeug gekauft werden muß ist ja wohl Schwachsinn hoch 1000!!!

Erstens gibt es in unserer Ecke laufend Kontrollen mit solchen Methoden (Somit gibt es bereits ausreichend Messinstrumente)
Zweitens kann bei jedem x-beliebigen Fahrzeug ein Blitzapparat hinter der Heckscheibe angebracht werden.

Ich rede ja hier nicht von Police-Pilot!

definitiv nicht
Moin,

ohne eine genaue Berechnung vorgenommen zu haben, gehe ich
ganz stark davon aus, dass Hartmut Recht hat.

Das sehe ich anders und bin damit nicht allein. Daher habe ich in meiner Antwort an Hartmut den Link zur Kostenrechnung der Stadt Stuttgart angefügt. Da bleibt schon was über. Die Statistiken besagen das bei jeder Messung zwischen 5% und 10% der gemessenen Fahrzeuge zu schnell sind.

Denk allein an
die Personalkosten. Er ist von 30 Euro pro Stunde ausgegangen.
Das ist viel zu niedrig. In den Gebührenordnungen des Bundes
wird für die Amtshandlung eines Sachbearbeiters (gehobener
Dienst) ein Stundensatz von 100 Euro berechnet.

Zur Berechnung kann man das aber nicht heranziehen. Ein Sachbearbeiter bei der Verkehrsüberwachung erhält die Entgeldgruppe 8 TVöD, das macht bei Anfängern 1.926,-EUR bzw. 2.330,-EUR/Monat nach 6 Jahren.

Wenn du dann
die Kosten für den PKW und die ganze Messtechnik,
einschließlich Abschreibungen, Wartung/Instandhaltung, Eichung
usw. hinzurechnest, wirst du mit betriebswirtschaftlich
korrekten Methoden sicherlich ohne Probleme auf mehrer Hundert
Euro pro Stunde kommen, wenn nicht sogar mehr als 1000 Euro.

Nana, 1.000,-EUR?
Schau Dir den Link http://www.domino1.stuttgart.de/web/ksd/KSDredsystem…
selbst an. Die rechnen sich das schon durch, die Brüder :wink:

Und das bei den vergleichsweise niedrigen Strafen. Das kann
sich nicht rechnen.

Da liegen wir im europäischen Vergleich allerdings wirklich weit abgeschlagen ganz hinten. Aber ab 2009 wird ja auch das anders
http://www.autobild.de/artikel/hoehere-bussgelder-ab…

Gegenrechnen müsste man theoretisch den volkswirtschaftlichen
Nutzen. Dies führt aber nicht dazu, dass einzelne Gemeinden
zusätzliche Maßnahmen zur Geschwindigkeitsüberwachung
einführen.

Es mag in bestimmten Gemeinden/Messbereichen sicher eine Unterdeckung geben, aber auf den Landkreis/Regierungsbezirk bezogen passt das schon.
In Grosstädten wie Hamburg oder Berlin wird damit sogar richtig Kohle gemacht http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,532798,00…
Also dass es teilweise vielleicht „nur“ kostendeckend ist, darauf kann ich mich einigen. Aber zusetzen muss der Staat sicher nicht.

Möglicherweise kostendeckend könnten stationäre Blitzer sein,
da weniger personalintensiv.

Dafür werden gerade die aber oft beschädigt/zerstört. Nicht zuletzt deshalb werden die neuen jetzt mit Erschütterungsmeldern ausgestattet und lösen dann Alarm aus.

Gruss Jakob

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Und eine Berechnung der Stadt Stuttgart für 2008/2009 besagt
ebenso dass die Geschwindigkeitskontrollen mindestens
kostendeckend sind
http://www.domino1.stuttgart.de/web/ksd/KSDredsystem…
bzw. Überschüsse bringen.

Hallo,

Überschüsse klingt immer gut, nur wenn es dann mal auf die Zahl der Bürger umgerechnet wird, bleibt nicht viel übrig.

Mal der zu erwartende Überschuß im Jahr 2008 von 210 000€ in Stuttgart aus dem Link, und dann die Einwohner 590 720 und dann bleiben pro Kopf etwa 36Cent übrig.

Also, mit 36Cent Kopfprämie kann keine Stadt ihren Haushalt sanieren. Was ja immer der Vorwurf ist wenn irgendwo gemessen wird.

Interessant ist auch das pro Einwohner im Schnitt 1,86€ gezahlt wird.

Gruß

hartmut

Wie ich schon vermutet hatte, die Kostendeckung sieht bei stationären Anlagen besser aus als bei mobilen. Bei letzteren kommt man vielleicht gerade in den Bereich einer ungefähren Kostendeckung. Wenn man mal mobile Verkehrsüberwachung (Videofahrzeuge) durchrechnen würde, würde sich hierfür wahrscheinlich eine große Unterdeckung ergeben.

Den Spiegel-Artikel habe ich so verstanden, dass dort nur der Umsatz, also die Einnahmen erwähnt werden. Von einer betriebswirtschaftlichen Analyse lese ich dort nichts.

Ich denke auch, das Problem liegt in den relativ geringen Strafen. Auch die jüngsten Initiativen zur Erhöhung der Bußgelder halte ich nicht für ausreichend. Die Strafen für Überschreitungen von 10 oder 20 km/h sind so niedrig, dass viele Leute bewusst ständig zu schnell fahren. Und bei Autofahrern, die 50 oder 60 km/h zu schnell fahren, finde ich es unbegreiflich, wie soetwas überhaupt noch in einem Bußgeldkatalog aufgeführt sein kann. Solche Leute gehören für mich vor ein Gericht, und zwar wegen Verkehrsgefährdung.

Viele Grüße
Ultra

Moin,

nun, von Haushallt sanieren war ja nicht die Rede :wink:
Ich wollte lediglich den Eindruck entkräften dass die Geschwindigkeitsüberwachung ein Verlustgeschäft ist.
Mir ist vollkommen klar, dass das alles natürlich auch viel Aufwand ist und der auch Geld kostet. Grundsätzlich befürworte ich diese Verkehrsüberwachung und ab nächstem Jahr sieht es mit den höheren Bussgeldern ja auch schon anders aus.
Sinn der Geschwindigkeitskontrollen ist ja auch nicht einen Haushalt zu sanieren, sondern den Strassenverkehr sicherer zu gestalten.
Und dass dies notwendig ist bezweifelt wohl niemand.
Der „erzieherische Aspekt“ sollte hier im Vordergrund stehen, notorische Raser (Wiederholungstäter) dagegen sollten deutlich stärker zur Kasse gebeten werden.
Um zur Ausgangsfrage zurückzukehren:
Viele Städte und Gemeinden haben damals wie im Wahn 30er-Zonen ausgewiesen, kurioserweise mit dem Zusatzschild „Wohngebiet“, was lächerlich ist, da fast überall wo Strassen entlangführen ein Wohngebiet ist. Einige Gemeinden bestehen ausschliesslich aus einer einzigen 30er-Zone.
Bei mir ist es eine recht einsame Strasse die später in einen unbefestigten Weg übergeht. Hier gibt es ein Seniorenheim und einen Kindergarten. Da macht 30 durchaus Sinn. Und wenn hier die Reitstallbesucher, die den Reitstall am Ende der Strasse aufsuchen und mit 60-70 Klamotten hier durchbrettern mal ordentlich zur Kasse gebeten werden finde ich das absolut ok.
Fakt ist sicher, das auch viele Anwohner selbst zu schnell fahren oder aber in der „eigenen“ 30er-Zone zwar korrekt, in anderen aber deutlich zu schnell.
Ich gehöre nun tatsächlich zu den Leuten die in 30er-Zonen auch wirklich nur 30 fahren, was oft selbst in der 30er-Zone hinter mir für Gedrängel und wildem Gestikulieren führt.
Und das hat, ich kenne ja die Pappenheimer hier, nichts mit „Oberlehrergetue“ zu tun sondern es ist reine Einsicht.

Gruss Jakob