das bezweifel ich stark
Hallo,
es ist dein Recht meine Worte in Zweifel zu ziehen.
Nehme als Vergleich ein Handwerker den Du brauchst was der alleine für die Anfahrt verlangt. Dann kommt noch die Arbeitszeit dazu.
Dann kann es sein, je nach Land, das die Vorschriften verlangen das zwei Bedienstete die Messung überwachen. Rechne da ruhig mal mit einem Stundensatz pro Bediensteter mit 30€ der sicher viel zu niedrig gegriffen sind.
So ein Fahrzeug mit der nötigen Messtechnik kostet etwa 50 000€ mal linear auf 5 Jahre Nutzung verteilt sind das 10 000€ pro Jahr, bei 200 Arbeitstagen 50€ pro Messtag. Zuzüglich der Wartungskosten und der Eichkosten, Reparaturkosten. Dann natürlich auch die restliche Infrastruktur wie z.B. Garage usw.
Und das sind jetzt nur die Kosten die direkt beim messen anfallen.
Zum auswerten der Verstöße braucht es dann einen Arbeitsplatz mit dem die Bilder ausgerwertet werden können. Auch dieser Platz ist nicht ganz billig.
Dort sitzt ein Sachbearbeiter der jedes Bild einzeln anschauen muss, den Halter ermitteln, und schon anhand des Bildes entscheiden muss ob der Halter als Fahrer in frage kommt oder nicht. Bilder bearbeitet und aufbereitet.
Den entsprechenden Schrieb / Verwarnung / Anhörung / Zeugenbefragungsbogen veranlasst. Die Daten entsprechend erfasst.
Auch diese Bearbeitung einschließlich Briefmarke verschlingt einige Euronen.
Zahlt der Sünder, ist es gut, wenn nicht muss der Fahrer ermittelt werden. Ein Polizist besucht dazu das Einwohnermeldeamt und macht einen Paßbildabgleich. Führt der nicht zum Erfolg, dann steht der Hausbesuch an. Es wird versucht den vermutlichen Sünder zu befragen, mit dem Bild abgleichen. Wird der Sünder nicht erreicht, dann werden die Nachbarn befragt ob sie den Sünder kennen, auch der Arbeitsplatz wird möglicherweise besucht. Also ein recht großer Zeitaufwand, der in Euronen ausgedrückt ein Mehrfaches der 15€ kostet.
Dieser Service lassen sich einige Bußgeldstellen mit 20€ Verwaltungsgebühr und 3,50€ Porto versüßen, indem jetzt aus dem Verwarnungsangebot ein Bußgeld wird.
Nur geht da nicht jeder Sünder ins Netz so das der Steuerzahler auf den Kosten sitzen bleibt.
Also, man merke, wie im richtigen Leben ist Umsatz nicht Gewinn.
Gruß
hartmut