Mobilfunkrechnung Daten trotz nichtbestehendem Datenvertrag

Liebe Rechtskundige,
darf ein Mobilfunkunternehmen überhöhte Rechnungen für Datentransfer stellen, wenn der seit 15 Jahren bestehende Vertrag ausschließlich für Telefon und SMS abgeschlossen und seither nie fürs Internet genutzt wurde? 
Hintergrund könnte sein:
Ältere Dame bekommt ein neues Handy, das sich ohne ihr Wissen automatisch im Inet updated.
Seit etwa 3 Monaten bekäme sie Rechnungen über Datentransfer, obwohl sie weder je im Internet war, noch eine entsprechende Bereitstellung vertraglich vereinbart hat.
Könnte sie das zuviel abgebuchte Geld zurückverlangen.
Vielen Dank für sachkundige Antworten c.

Hallo,

1, was steht im Vertrag, wurde dieser angepasst und gab es AGB änderungen?
2. Wo kommt das neue Handy her?
3. Wieso wurde das erst so spät bemerkt?
4. Auf welcher Grundlage ( auch Berechnung) wurden die „überhöhte Rechnungen“ erstellt

Im Zweifel gilt, Verträge sind einzuhalten, einen „Anspruch“ auf einen besseren Vertrag hat man nicht

hth

Hallo,

darf ein Mobilfunkunternehmen überhöhte Rechnungen für
Datentransfer stellen, wenn der seit 15 Jahren bestehende
Vertrag ausschließlich für Telefon und SMS abgeschlossen und
seither nie fürs Internet genutzt wurde? 
Hintergrund könnte sein:
Ältere Dame bekommt ein neues Handy, das sich ohne ihr Wissen
automatisch im Inet updated.
Seit etwa 3 Monaten bekäme sie Rechnungen über Datentransfer,
obwohl sie weder je im Internet war, noch eine entsprechende
Bereitstellung vertraglich vereinbart hat.
Könnte sie das zuviel abgebuchte Geld zurückverlangen.
Vielen Dank für sachkundige Antworten c.

wenn es sich um ein Smartphone oder Internetfähiges Hany handelt, sollten die Leute den mobilen Datenverkehr deaktivieren, denn auch ohne deren wissen werden hier automatische Updates durchgeführt die dann für Datentransferraten sorgen, die Kostenpflichtig sind.

Gruß

BHShuber

Hallo und danke für die Antworten.

Der Handyvertrag würde seit ca.20 Jahren unverändert bestehen und sei ausdrücklich nur zum telefonieren und für SMS abgeschlossen gewesen. Niemals zuvor wurde darüber Internet genutzt.
Eine nette Dame bei der Hotline besagten Mobilfunk-Anbieters gab die Auskunft, daß die Nummer eigentlich für mobile Datenübertragung hätte gesperrt sein müssen. Nun sei es aber wohl leider so, daß das neue Handy diese Daten eigenständig verwendet habe. Den Schaden habe nun die Besitzerin des Geräts zu tragen.
Es wurden in den letzten 3 Monaten nur 7 Gespräche vom Handy aus geführt, die alle in der Flatrate enthalten waren.
Wie man bei neuen Handys die Datenübertragung ausschaltet ist der Dame auf Grund ihres Alters nicht bekannt. Das Handy wäre bei Saturn gekauft worden.
Da sie noch nie mehr als 20€ für die Handyrechnung zu zahlen hatte und auf Grund der wenigen Bewegungen ihr Konto mittlerweile nur noch alle 2-3Monate überprüft, wäre ihr der Schaden erst jetzt aufgefallen.
Sie wäre der Meinung, daß man nicht zu bezahlen hat, was man nicht eingekauft hat, auch wenn einem der Verkäufer einfach etwas in den Korb legt…
Danke c.

Hallo,

also wurden die Daten ja verwendet, solange das Handy nicht vom Provider kommt, hat der Nutzer natürlich die Pflicht dafür zu sorgen, das sowas nicht passiert.
Um welche Datenmenge bzw. welchen Betrag geht es denn?
Und bitte die Ursprünglichen Fragen beantworten

hth

Moin,

Das hier

Der Handyvertrag würde seit ca.20 Jahren unverändert bestehen
und sei ausdrücklich nur zum telefonieren und für SMS
abgeschlossen gewesen.

und das

Es wurden in den letzten 3 Monaten nur 7 Gespräche vom Handy
aus geführt, die alle in der Flatrate enthalten waren.

passt nicht zusammen. Damals steckte das D-Netz noch in den Kinderschuhen und sollte es Flatrates gegeben haben, was ich bezweifle, waren diese mit Sicherheit so exorbitant teuer, dass 20€ nicht ausreichen.

Insofern wäre es angebracht mal in den tatsäschlich abgeschlossenen Vertrag zu sehen, da zum Zeitpunkt der allgemeinen Einführung von Flatratetarifen eigentlich in jedem Vertrag auch Tarife zur Datennutzung enthalten waren.

Gruß

TET

was mir so auffällt, es muss zumindestens eine weitere änderung gegeben haben, ich sag nur mal 20 Jahre und „euro“

Hallo,

Der Handyvertrag würde seit ca.20 Jahren unverändert bestehen
und sei ausdrücklich nur zum telefonieren und für SMS
abgeschlossen gewesen. Niemals zuvor wurde darüber Internet
genutzt.
Eine nette Dame bei der Hotline besagten Mobilfunk-Anbieters
gab die Auskunft, daß die Nummer eigentlich für mobile
Datenübertragung hätte gesperrt sein müssen. Nun sei es aber
wohl leider so, daß das neue Handy diese Daten eigenständig
verwendet habe.

damit man mit einem Mobiltelefon mobile Datenübertragung nutzen kann, müssen zunächst ein paar Daten zu den sog. Zugangspunkten eingegeben werden. Ich will nicht ausschließen, daß es Ausnahmen muß, aber in allen mir bekannten Fällen muß das durch den Anwender geschehen, auch wenn das Telefon vom Anbieter direkt zur Verfügung gestellt wird - was hier ja anscheinend nicht der Fall ist.

Mit anderen Worten: irgendjemand muß das Telefon erst einmal in den Zustand versetzt haben, überhaupt Daten empfangen und senden zu können und dafür ist der Provider ganz sicher nicht verantwortlich zu machen.

Es wurden in den letzten 3 Monaten nur 7 Gespräche vom Handy
aus geführt, die alle in der Flatrate enthalten waren.

Vor 20 Jahren gab es keine Flatrates, so daß ich mich meinen Vorrednern nur anschließen kann: ohne Informationen zum aktuell gültigen Vertrag kann man überhaupt nichts zu dem Fall sagen. Mal abgesehen von oben erwähnter technischer Restriktion.

C.

Hallo,

damit man mit einem Mobiltelefon mobile Datenübertragung
nutzen kann, müssen zunächst ein paar Daten zu den sog.
Zugangspunkten eingegeben werden.

Die sind auf jeder Sim-Karte von jedem Anbieter hinterlegt.

Ich will nicht ausschließen,
daß es Ausnahmen muß, aber in allen mir bekannten Fällen muß
das durch den Anwender geschehen, auch wenn das Telefon vom
Anbieter direkt zur Verfügung gestellt wird -

Das ist falsch. Jedes Android-Handy hat diese Funktion per Default aktiviert. Cyanogenmod ebenfalls. Bei einem selbst gekauften Handy.
Gruß

Hallo,

damit man mit einem Mobiltelefon mobile Datenübertragung
nutzen kann, müssen zunächst ein paar Daten zu den sog.
Zugangspunkten eingegeben werden.

Die sind auf jeder Sim-Karte von jedem Anbieter hinterlegt.

nein, sind sie nicht. Quelle: zwei eigene sowie wenigstens vier andere Mobiltelefone, bei denen ich die Zugangspunkte einrichten durfte - und zwar bei allen vier großen Providern. Wie gesagt: Ausnahmen mag es geben, die Regel ist es jedenfalls nicht.

Gruß
C.

Hallo,

damit man mit einem Mobiltelefon mobile Datenübertragung
nutzen kann, müssen zunächst ein paar Daten zu den sog.
Zugangspunkten eingegeben werden.

Die sind auf jeder Sim-Karte von jedem Anbieter hinterlegt.

nein, sind sie nicht. Quelle: zwei eigene sowie wenigstens
vier andere Mobiltelefone, bei denen ich die Zugangspunkte
einrichten durfte - und zwar bei allen vier großen Providern.

Ich habe es bei 1+1 nicht machen müssen. Bei insgesamt 6 Handys. Mit 7 verschiedenen Simkarten.
Kann es sein, dass das bei Dir schon länger her ist? Oder dass es sich nicht um Android-Handys gehandelt hat?
Gruß

Kann es sein, dass das bei Dir schon länger her ist?

Das erste war 2010, der Rest dieses Jahr.

Oder dass
es sich nicht um Android-Handys gehandelt hat?

Alles Android.

Hallo,
bleibt also festzuhalten: manchmal sind die Daten auf der Simkarte, manchmal nicht. Und: wir wissen nicht, wie es hier war, können aber vermuten, dass nicht die alte Dame die Daten eingegeben hat. Wer nicht mal die Rechnung interpretieren kann, kann erst recht keine Provider-Zugangsdaten eingeben.
Gruß

nein, sind sie nicht. Quelle: zwei eigene sowie wenigstens
vier andere Mobiltelefone, bei denen ich die Zugangspunkte
einrichten durfte - und zwar bei allen vier großen Providern.

Sagst du uns die Smartphone-Modelle und die Provider?

Da ging etwas anderes schief, das ist nicht normal. SIM-Locked Handys mit Freischaltung?

Wenn es ganz kompliziert wird dann schickt der Provider eine SMS und aus.

Der Plem

Sagst du uns die Smartphone-Modelle und die Provider?

Ich warte damit bis zum Vorwurf, daß ich lüge.

Da ging etwas anderes schief, das ist nicht normal. SIM-Locked
Handys mit Freischaltung?

Nein.

Wenn es ganz kompliziert wird dann schickt der Provider eine
SMS und aus.

Die man anfordern muß.

Und wie ich schon erwähnte: das Gerät wurde bei Saturn erworben.

bleibt also festzuhalten: manchmal sind die Daten auf der
Simkarte, manchmal nicht.

Halten wir fest: bei Deinen 1&1-Geräten war sie darauf.

Und: wir wissen nicht, wie es hier
war, können aber vermuten, dass nicht die alte Dame die Daten
eingegeben hat.

Wir können uns einfach daran halten, was geschrieben wurde, nämlich daß das Gerät bei Saturn erworben wurde und m.W. gehört Saturn (noch) nicht zu den Mobilfunk-Anbietern. Daß der Zugangspunkt eingerichtet war, können wir also ausschließen. Darüber hinaus sind die Angaben zum Vertrag irgendwo zwischen unzureichend und wirr.

Die Geschichte ist so schlichtweg nicht stimmig.

Ich warte damit bis zum Vorwurf, daß ich lüge.

Käme mir nicht über die Tastatur, Seemannsgarn vielleicht …

Scheinen ja wirkliche Geheimnisse zu sein, an denen du uns da teilhaben lässt.

Wenn es ganz kompliziert wird dann schickt der Provider eine SMS und aus.

Die man anfordern muß.

Nein, die man automatisch bekommt wenn man eine Sim-Karte erstmalig nutzt oder wenn das Gerät eine andere International Mobile Equipment Identity (IMEI) Nummer hat.
Außnahme ist natürlich die Zugangsdaten stehen direkt auf der Karte, dann gibt’s nix.

Der Plem

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Hallo,

Die Geschichte ist so schlichtweg nicht stimmig.

Du hattest behauptet, dass der Nutzer die Daten eingegeben haben muss, weil das gar nicht anders sein könne. Ich habe nun erklärt, dass zumindest ich das nicht machen musste (was nebenbei auch mir -allerdings nicht sonderliche hohe- nach einem Update ungewollte Kosten verursacht hat). Wie also kommst Du darauf, dass die Geschichte des UP nicht stimmen kann? Was genau beweist Dir, dass er doch bewusst diese Daten eingegeben hat?

Ich kann da so gar keinen Hinweis darauf finden. Für mich ist die Geschichte nicht nur stimmig, sondern sogar (weil selbst erlebt) ziemlich normal.
Gruß

Die Geschichte ist so schlichtweg nicht stimmig.

Du hattest behauptet, dass der Nutzer die Daten eingegeben
haben muss, weil das gar nicht anders sein könne.

Das habe ich nicht geschrieben. Einfach mal nachlesen.

Ich habe nun
erklärt, dass zumindest ich das nicht machen musste

Was eine der von mir von vornherein für möglich gehaltenen Ausnahmen sein könnte, wofür auch spricht, daß sich das alles nach Deinen Ausführungen bei 1&1 abgespielt hat.

Wie also
kommst Du darauf, dass die Geschichte des UP nicht stimmen
kann? Was genau beweist Dir, dass er doch bewusst diese Daten
eingegeben hat?

Irgendjemand muß irgendetwas gemacht haben, weil das Telefon von Saturn kommt. Mehr dazu in meinem vorherigen Artikel.

Ich warte damit bis zum Vorwurf, daß ich lüge.

Käme mir nicht über die Tastatur, Seemannsgarn vielleicht …
Scheinen ja wirkliche Geheimnisse zu sein, an denen du uns da
teilhaben lässt.

Das hat mit Geheimnis nichts zu tun, sondern es tut schlicht nichts zur Sache, weil der Sachverhalt nicht klar ist und schon ein Fall reicht, um die Behauptung, man müsse niemals etwas eingeben, zu falsifizieren.

Mal ganz abgesehen davon, daß ich Dir wahrscheinlich von einem Notar bestägigte Videoaufnahmen schicken müßte, damit Du es drangibst. Daher reicht die Information „alle vier großen Anbieter“ und „alles Android-Geräte“ genauso aus (oder eben nicht) wie eine genaue Aufstellung von Gerät, Provider, Datum und Mondphase.

Wenn es ganz kompliziert wird dann schickt der Provider eine SMS und aus.

Die man anfordern muß.

Nein, die man automatisch bekommt wenn man eine Sim-Karte
erstmalig nutzt

Oder rman muß sie vielleicht doch anfordern? Oder man kann sie vielleicht nicht einmal anfordern, wenn der Provider das Gerät noch nicht kennt? Letzteres ist mir bereits zweimal passiert - u.a. mit meinem HTC One X+ bei E-Plus.

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