leider haben 3 jahre fitnessclub kein verschwinden des hüftspecks gebracht, im gegenteil.
so werde ich wohl in den saueren apfel beißen müssen, joggen zu gehen.
nur, jegliches ausdauertraining ist so grottenlangweilig!
wie kann ich mich am anfang motivieren, regelmäßig zu laufen?
wie habt ihr den inneren schweinehund überwunden?
ich denke, nach 3-4 mal wird das sicher besser.
fahrradfahren ohne ziel mitten in berlin ist auch nicht soooo spannend, verbrennt auch nicht soviel kalorien.
schwimmen geht nicht, da in berlin die schwimmhallen von april bis september geschlossen sind.
joggen werde ich allein, also tips wie zusammen laufen helfen nicht.
Mein Schweinehund ist besonders prächtig und kaum zurückzuhalten. Habe mir dann ein Ziel gesteckt, was gleichzeitig ‚Belohnung‘ wäre: Ziel ist, irgendwann den New York Marathon zu laufen. Die Belohnung besteht darin, mal wieder nach New York zu kommen.
Bei mir hat’s funktioniert. Nach einem halben Dutzend Läufen, zu denen ich mich regelrecht zwingen musste, kam der Punkt, an dem es anfing Spass zu machen. Für zwei Halbmarathon-Teilnahmen hat’s nu schon gereicht.
Ich laufe übrigens auch alleine. Habe dann festgestellt, dass ich bei den längeren Strecken so über 10-12 Km anfange, einen vollkommen freien Kopf zu kriegen und habe dann begonnen, während des joggens Probleme ganz gezielt zu durchdenken.
Ob sowas bei Dir auch funktioniert weiß ich nicht. Ich denk die Motivationsrezepte sind so individuell wie die Läufer, die sich motivieren wollen.
Ganz heißer Tip: Übernimm Dich insbesondere am Anfang nicht! Das führt unweigerlich zur Demotivation und damit in die Joggingkrise.
Viele Grüße und viel Erfolg,
Oliver
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
mein Schweinehund hat vor dem MP3-Player kapitulieren müssen. Ich lade einfach ein nettes Hörbuch drauf, das dann wirklich nur beim Joggen gehört wird…das hat mich sogar schon veranlasst, Extrarounden zum üblichen Pensum zu drehen, nur weil es gerade so spannend war.
Finanzieller Aufwand ist übrigens gering, für den Einstieg tut es ein billiger Player und Hörbücher gibt es in der Stadtbibliothek.
Radiosendung
Das mit dem Hoerbuch klappt bestimmt. Ich bin auch totaler Morgenmuffel, habe aber null Zeit abends Sport zu treiben. Normalerweise kann ich morgendliches Gesabbel nicht ertragen, aber mittlerweile bin ich grosser Fan einer Radiosendung (Howard Stern Show um genau zu sein), die ich dann durchs Joggen laenger hoeren kann. Gutes unterhaltsames Programm gibt es in Deutschland bestimmt mittlerweile auch?
Ansonsten muss Musik her finde ich.
ganz wichtig ist, dass das Joggen für Dich kein Zwang ist, sondern Spaß macht. Und wenn’s Dir Spaß macht, ist auch der Schweinehund nicht so gemein zu Dir.
Damit es Dir Spaß macht, musst Du aufpassen ein paar Anfängerfehler zu vermeiden. Du bist wohl ein kräftiger Kerl (nach 3 Jahren Fitness zu urteilen). Ich kann mir vorstellen, dass es an Deiner Ehre kratzt, erstmal ein paar Runden im Schneckentempo zu schleichen (gib’s zu, alle Kerle sind so!). Aber genau das ist das wichtige daran. Du musst LANGSAM anfangen, so langsam, dass Dich eine Oma am Krückstock überholt. Das Joggen darf keine Qual für Dich sein, sondern es muss entspannend sein. Lauf immer so, dass Du nie total außer Atem kommst. Lieber lange Strecken, aber langsamer. Erst nach 2 Kilometern setzt die Entspannungs- und Meditationsphase ein, und dann ist das Joggen richtig geil!
Mit der Zeit, wenn Du mal mehr Kondition hast, kannst Du die Geschwindigkeit (die aber eher weniger) und vor allem die Distanz erhöhen. Feste Regel: Du solltest mindestens 30 Minuten am Stück joggen, sonst bringt’s nichts.
Dann noch die üblichen Grundregeln: Nach jedem Lauf 1 Tag pause, damit sich der Körper regenerieren kann (Überkompensation).
Befolge die Tipps, dann macht Joggen mehr Spaß und du wirst dich auf’s nächste mal freuen, weil Du nämlich hinterher nicht total fertig bist, sondern eher entspannt und gelockert.
Viel Erfolg!
Susi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
dir und allen andern vielen dank für die tips.
mein problem ist die langeweile beim ausdauersport.
ich wäre beim schwimmen fast ertrunken, weil ich beim gähnen wasser in den mund bekam.
eine halbe stunde ist schon sehr lange, was ich da alles machen könnte!
fazit: muskelaufbau lässt NICHT die polster verschwinden, grundumsatz hin oder her.
*seufz*
also werde ich wohl durch berlin düsen müssen, um kalorien zu verbrennen.
ich beneide alle, die natur in der nähe haben.
Hallo Strubbel,
da hast du ja schon eine Menge Tips von den anderen erhalten, denen ich mich nur anschließen kann.
Zum Anfangspensum:
Wie schon Susanne sagte: laaaangsam!!
Ich weiß nicht was du für ein Fitneßtraining gemacht hast, aber dabei wird ja oft der Ausdauerbereich vernachlässigt.
Deshalb beginne einfach mit einem persönlichen Test. Du läufst (laaangsam!) 3 Minuten, 1 Minute Gehpause, dann wieder 3 Minuten (laaangsam! ) laufen, 1 Minute Gehpause usw. bis dein Körper (nicht der MANN IN DIR) dir sagt:
„So, das reicht für heute!“ …einen Tag Pause…
Für die nächste Einheit setzt du dir ein höheres Ziel, z.B. (und jetzt lach nicht) 2 Minuten länger…einen Tag Pause…usw.usw. Du kannst dir ausrechnen, daß du recht flott eine „Laufstunde“(mit Gehpausen)erreicht hast.
Dann beginnst du die Gehpausen nach und nach zu eliminieren. Bei jeder Laufeinheit z.B. eine Gehpause weglassen.
Wichtig ist die Regelmässigkeit, z.B. 3x wöchentlich. Wenn der höhere Trainingsreiz nicht zum richtigen Zeitpunkt gesetzt wird (also nicht zu früh, aber auch nicht zu spät), tritt keine Leistungsverbesserung ein.
Da es dir ja auch um Gewichtsabnahme geht musst du auch immer bedenken, dass du nur abnimmst, wenn die verbrauchten Kalorien nicht direkt wieder aufgenommen werden. (also nicht: „die extra Wurst hab ich mir verdient“) Außerdem wird dein orthopädischer Apparat dir jedes Kilo weniger danken.
Zur Motivation (die ja wohl dein Hauptproblem ist):
Da kann ich mich nur meinem Vorredner anschließen. Such dir ein Ziel!
Und wenn es noch so fern ist…und noch so utopisch!
Ich setze mir schöne Städte-Marathons zum Ziel. Man kommt rum, und hat immer eine Motivation nicht mit dem Laufen aufzuhören. Da gibt es immer einen Marathon der einen für nächstes Jahr reizt. Als reiner Fitneßläufer ist es schwer sich jahrelang zu motivieren.
Aber ein Zieleinlauf bei einem Marathon…phantastisch!!
So, genug geschwallt…)), aber Laufen ist eben ein weites Feld.
Gruß
Mister Jones
vielen dank für deine tips.
die werde ich mal beherzigen.
denn nur durch musik motivieren, das kostet mehrere hundert € für mich und fällt daher flach.
mein ziel ist wirklich utopisch: die pölsterchen sollen weg. bin zwar nicht dick, aber alles ist ungünstig verteilt.
ich fang mal heute abend an, wenn ich nicht so lange trainieren muss, isses vielleicht nicht so langweilig.