Müde durch Schlafen - Gibt es das?

Hallo!

Mir ist folgendes bei mir aufgefallen. Es kommt vor, dass es Tage gibt, wo ich früher aufstehen muss (ca. 5 Uhr). Nun gut, ich schlafe also meistens um 0 Uhr ein und wache ziemlich munter und sofort auf.

Nachdem die Zeitperiode des Frühaufstehens vorbei ist darf ich auch mal länger schlafen. Dabei ist mir mal passiert, dass ich vergessen habe den Wecker auf eine spätere Zeit umzustellen (ca. 7 Uhr). Ich bin dann früh aufgewacht, doch weil ich länger schlafen kann, habe ich mich wieder hingelegt. Als ich aber um die eigentliche Zeit aufstehen sollte hatte ich aber viel größere Probleme gehabt wach zu werden. (Einmal bin ich deswegen erst um 12 Uhr aufgestanden.)

Dass es darin liegt, dass ich aufgestanden und wieder eingeschlafen bin, kann es auch nicht liegen, da es mir öfters passiert ist, dass selbst bei 9 Uhr Weckzeit (und 0 Uhr zu Bett gehen) es mir schwerer fiel wach zu werden als bei 5 Uhr. Und mir es auch schon in der Schule aufgefallen, dass, wenn man später einschläft man besser früher aufwacht.

Zu meiner Person: Ich bin Student und männlich, mitte 20, schlank/ athletisch

Danke für etwaige Hilfe und Bemerkungen! Beste Grüße und noch ein Frohes Neues euch allen! ^^
asdf

Hallo,
man schlaeft in Zyklen, mal Tiefschlaf, mal nicht so sehr. Wenn Du von selbst wach wirst, ist es nie eine Tiefschlafphase. Der Wecker kann Dich in der Tiefschlafphase wecken, das Aufstehen faellt dann schwer. Wenn Du zu regelmaessigen Zeiten schlaefst, stellt sich der Koerper auf die Zeiten ein, dann ist das Aufstehen oft mit kuerzerer Schlafzeit leichter, so meine Erfahrung. Doch immer zu kurz schlafen belastet auf Dauer auch. Tip, mach fuer Sonntag den Radiowecker leise an, dass Du nicht im Moment des Einschaltens wachwerden musst, sondern noch zig Minuten dabei schlafen kannst, dann ist das Wecken sanfter.
Gruss Helmut

Was ist dann dran mit ‚Schönheitsschlaf‘?
Hallo!

Danke erstmal für die Beantwortung. Ich möchte hiermit die Gelegenheit gleich nutzen, um eine Frage zum sog. „Schönheitsschlaf“ zu stellen.

Gibt es sowas überhaupt? Wie kommt es dann, dass ich im oben beschriebenen Situation mich viel müder fühle, wenn ich 12 Stunden geschlafen habe, als wenn ich kürzer schlafe.

Nach normalem Menschenverstand zu urteilen wäre das hier doch logischer:
Wenig schlaf-> wenig ausgeruht
Viel Schlaf-> viel ausgeruhter.

Doch tatsächlich ist es - bei mir zumindest - andersherum ist. Wenn ich von O Uhr bis Mittag schlafe, bin ich sogar matter als vorher und nicht selten habe ich zudem noch Kopfschmerzen (durch den langen Schlaf?!?).

Müder bei längerem Schlaf:

durchschnittlich liegt der Schlafbedarf bei ca. 8 Stunden täglich, kann aber etwas mehr oder weniger sein. Jeder Mensch ist anders, so wie es Frühaufsteher und Nachteulen gibt.
Wenn man 12 Stunden geschlafen hat, diese Zeit also in der waagerechten Lage verbracht hat, braucht der Körper länger, um sich auf die Senkrechte umzustellen. Das hängt mit dem Kreislaufgeschehen zusammen.

Wenn man nach sehr langem Schlaf plötzlich in die Senkrechte hochfährt, kann einem eher schwindelig werden oder sich Kopfschmerzen einstellen, weil der Kreislauf das Gehirn nicht so schnell mit Blut, Sauerstoff usw. versorgen kann. Der Übergang von Ruhe (herabgefahrenem Kreislauf) zum voll aktiven ist zu plötzlich, der Kreislauf kommt nicht nach. Langsam aufsitzen, einen Moment sitzen bleiben, gibt dem Kreislauf Zeit zur Anpassung, dann erst hinstellen und alles sollte bestens sein.

Gruß, Cantate

Wenn man nach sehr langem Schlaf plötzlich in die Senkrechte
hochfährt, kann einem eher schwindelig werden oder sich
Kopfschmerzen einstellen, weil der Kreislauf das Gehirn nicht
so schnell mit Blut, Sauerstoff usw. versorgen kann.

hmmm…ist es aber nicht so, dass der Körper es schwerer hat das Gehirn mit Blut zu versorgen, wenn der Körper senkrecht ist als wenn er sich in der Waagerechten befindet? Denn das Potential (ich hoffe das Wort ist in diesem Kontext richtig und du verstehst, was ich meine) des Kopfes ist beim Senkrechten viel höher als im Waagerechten.

PS. Ich musste nachfragen, weil ich es nicht ganz verstanden habe. Verstehe es also bitte nicht falsch, dass ich deine Antwort nicht wertschätze oder dergleichen! Im Gegenteil! Danke für die Antwort und ich bitte um Verständnis. ^^ LG

Hallo LG,
Sehr verständliche und logische Rückfrage!

Ja, in der Senkrechten muß er stärker arbeiten. Bei langem liegen ruht sich auch der Kreislauf aus, wird langsamer und schwächer, kann im Liegen den Körper trotzdem gut versorgen. Richtet man sich plötzlich auf, sackt das Blut erst einmal nach unten ab, bis der Kreislauf wieder auf volle Touren kommt, also vorübergehend Unterversorgung des Kopfes, Oberkörpers. Nicht sehr medizinisch ausgedrückt aber real. Umgekehrt: bei einem Kopf-/Handstand schießt das Blut in den Kopf, bleibt man etwas in dieser Haltung, normalisiert sich das ebenfalls, der Kreislauf hat es dann ausgeglichen. Der Kreislauf gleicht sozusagen die Schwerkraftwirkungen wieder aus.

Falls noch unklar, ruhig nochmal fragen.

Herzlicher Gruß,
Cantate

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