Müller und der Benzinpreis

Benzinpreis, Ostern 2001

Er ist in aller Munde: Der Benzinpreis. Und die Klagen überhäufen sich. Am
21.04.2001 titelte die Bild-Zeitungen:

Herr Minister, haben Sie einen Knall?

Er hatte doch tatsächlich etwas zu sagen, was unangenehm und auch noch teilweise
richtig ist. Man kann geteilter Meinung sein, ob es politisch clever war, dies zu tun.
Auch die Motive können dem Minister unterstellt werden. Aber eines kann man
ihm nicht unterstellen: Dass diese Aussagen gänzlich falsch sind.
Hier eine Betrachtung:

Wie setzt sich der Ölpreis zusammen?

  1. Der Preis, den die Ölkonzerne bestimmen

Hierzu ist zu sagen, dass die Ölkonzerne zu Unrecht über die Preise klagen. In der
Vergangenheit muss man von Vertretern von Shell und BP und anderen immer
wieder hören, dass sie an dem Benzin nichts verdienen. Das stimmt. Oberflächlich
betrachtet. Denn die Aufsplittung der Konzerne in Tochtergesellschaften verdecken
einen Aspekt: Geld wird mit der Föderung des Öls verdient. Diese Firmen
verkaufen dann intern das Öl and die Tochtergesellschaft weiter und das zu einem
horrenden, überteuerten Preis. Oder wie kommt es das BP 30 Milliarden Gewinn in
2000 machte und Exxon in nur einem Quartal letztes Jahr über 12 Milliarden Mark
Gewinn (cih weiss die genaue Zahl nicht mehr, 13,2 oder so).

  1. Der Staat

Pro Liter Benzin, das 2,10 DM kostet, verdient der Staat an Steuer 1,16 DM. Dann
kommt noch die Ökosteuer und dann, und das ist ja der Knaller, die
Mehrwertsteuer. D.h. die Mehrwehrtsteuer wird auf einen Preis berechnet, der
hauptsächlich aus einer anderen Steuer besteht. Korrekt wäre es, die
Mehrwertsteuer auf das Produkt ohne andere Steuern zu berechnen. Das ganze ist
Doppelbesteuerung und mich wundert, dass dies legal ist.

Ich bin absolut für eine Ökosteuer, nur nicht die Ökosteuer. Nur nicht so, wie die
Regierung sie einsetzt. Wenn ich weniger Auto fahre, bekommne die Älteren
weniger Rente oder der Beitrag steigt. Diese Kausalität will mir nicht aufgehen. Die
Steuer sollte für die Regeneration von Umweltresourcen und für die Erforschung
umweltfreundlicher Technologien eingesetzt werden. Für die, die es nicht wissen:
Erdöl ist keine erneuerbare Energie. Sie geht zu Ende. Und wenn wir so weiter
machen, dann schneller als uns lieb ist. Sie fahren gerne Auto? Sie haben Kinder?
Wollen Sie den Kindern den Spass am Autofahren und die Mobilität wirklich nicht
gönnen?

Nun stellt sich die Frage, die Herr Müller gestellt hat: Mussten alle am Karfreitag
tanken? Warum nicht Mittwochs oder Donnerstags? Ich denke das fragt er zu recht,
denn in den letzten Jahren steht an Ostern immer wieder dasselbe in den Zeitungen,
die Benzinpreise. Alle wissen es. Aber anstelle sein Verhalten zu ändern meckert der
Deutsche lieber und folgt der Bild-Zeitung.

Die zweite berechtigte Frage, die Minister Müller aufwirft ist genauso berechtigt:
Es zwingt einen niemand zu tanken!

Warum kann man an Ostern nicht eine Radtour machen oder mit dem Zug fahren?
Man verbraucht das meiste Benzin doch sowieso in einem Stau. jedes Jahr wieder
wundere ich mich,w arum die Leute zu Ostern in den Urlaub fahren, wenn bekannt
ist, dass es dort jedes Jahr Staus gibt, manchmal 30 Kilometer. Wo Herr Müller
Recht hat hat er Recht.
Der Benzinpreis in Deutschland ist immer noch viel zu niedrig. In England oder
Holland ist er wesentlich höher. Außerdem kann man den Benzinpreis nicht nehmen
wie er ist. Wie meine ich das? Ich denke an einen umweltbewussten Preis. Wir reden
alle von Nachhaltigkeit und schutz der Umwelt. Wir trennen Müll meiden
BSE-Fleisch. Alle natürlichen Resourcen, die wir einsetzen, müssten für ein
umweltbewusstes und nachhaltiges Verwenden so verkauft werden, dass mit diesem
Geld die Resource wieder aufgebaut werden kann. Dazu kann ich nur das Buch
„Faktor 4“ von Weizsäcker und Lovins empfehlen. Halbierung der Resourcen,
Verdoppelung des Wohlstandes. Dann wäre ein Liter Benzin noch teurer. Und das
zu recht. Oder wir müssen uns eben eingestehen, dass wir nicht nachhaltig leben
wollen.
Was noch hinzu kommt sind die unglaublichen Vergleiche, die immer wieder
auftauchen, z.B. was Benzin in den 50iger und 60iger Jahren gekostet haben. Nun,
diesen Vergleich nehme ich gerne auf. Wenn die jährliche Inflationsrate nimmt und
den Preis von 1960 auf heute nur anhand der Inflationsrate hochrechtete. wäre
Benzin bei weit über 5 DM. Auch ist es richtiger, den Preis im Verhältnis zu den
damaligen Löhnen zu setzen. Also, wie lange musste jemand mit einem
Durchschnittslohn arbeiten um sich einen Liter Benzin zu verdienen? Damals waren
es (1962) 13 Minuten, heute sind es 4. Da kann man nicht sagen, Benzin wäre teuer
geworden. Nein, es ist verdammt billig geworden.

Eine weitere Aussage von herr Müller war: Es zwingt einen auch keiner, den Sprit
im vollen Masse zu verbrauchen. Er meinte wohl, dass man so fährt, dass man
immer den Maximalverbrauch hat. Wenn ich meinem Auto mit 120 km/h über die
Autobahn fahre werde ich oft überholt, auch von Mittelklassewagen und nicht nur
von Mercedes und Porsche. Wer so fährt, darf nicht meckern, dasser mehr
verbraucht. Da sind wir schon bei dem nächsten Thema: Der Verbrauch! Es gibt die
Technologie für sparsame Autos, siehe Lupo 3L. Aber auch andere Hersteller bieten
Autos an, die sparsam sind. Aber werden sie gekauft? Nein! Die Käufer achten auf
Polsterfarbe und Alufelgen, auch eine Klimaanlage muss dabei sein. Dass der
Wagen, ein Mittelklassewagen, dann 8-10 Liter verbraucht ist klar. Und wenn man
dann noch rast, dann sind es eben 12 Liter. Warum? Weil natürlich alle einen
Benziner kaufen und keinen Diesel. Bei meinem alten A6 2.5TDI war es unerheblich
wie schnell ich fuhr, ich habe immer dasselbe verbraucht und immer billig getankt.
Ein Turbo Diesel hat dieselben sportlichen Fahrleistungen und braucht weniger
Benzin, auch bei sportlicher Fahrweise. Und nun zu den Benzinern. Warum muss
schon ein Mitterklassewagen Super Tanken (95 Octan)? Wäre es nicht besser,
Normalbenzin zu tanken, das billiger ist? Oftmals, um mehr Leistung
herauszuholen. Wer mehr Leistung will soll bitte auch zahlen. Noch heute
verbrauchen Mittelklassewagen genauso viel Benzin wie vor 20 Jahren. Der Käufer
hat die Macht. Will er sparsame Autos, dann werden die Hersteller sie produzieren.

Dann hat der gute Herr Müller noch von seinem A8 erzählt, denn er mit 230 km/h
über die Autobahn jagt und dann verbraucht er mal 23 Liter auf 100 Kilometer.
Dümmer kann sich ein Minister eigentlich nicht verhalten, aber: Die Bild reagierte
in der typischen Form a la: Von uns verlangt er das Auto stehen zu lassen und
langsam fahren und er macht es selber nicht. Typisches Neid-Geschüre. Ich will
nicht, dass die, die es sich leisten können, es nicht auch tun. Wer sich das leisten
kann, fein. Wer nicht, sorry. Dieses Neiddenken ist in Deutschland extrem
ausgeprägt. In Amerika wäre der Ansatz nicht meckern sondern: Wie kann ich es
erreichen, auch soweit zu kommen. Es wäre Motivation. Hier ist es Neid. Ich will
nicht das alle Menschen gleich sind. Ich will keinen Kommunismus.

Auch wer sich entschieden hat, auf einem Dorf zu leben, muss mit der Entscheidung
leben und kann nicht den Staat onder jemand anders verantwortlich machen, wenn
er mehr Fahrtkosten bezahlt. Dafür wohnt er in der Regel billiger. Es ist die
Entscheidung, er hätte sich ja auch für eine Stadtwohnung oder aber eine Wohnung
mit S-Bahn-Anschluss entscheiden können.

Zu guter Letzt, bleiben noch die alternativen, wie Gas, Rapsöl-Diesel oder, wie jetzt
zu efahren war, das Fett aus der Fritteuse als Energiegeber für das Auto. Es ist ein
Rechenexempel, ob sich eine Umrüstung rechnet und und ob es Gas in der Nähe
gibt. Aber mal ehrlich: Wer hat sich das bei seinem Autokauf überlegt.

Meckern ist einfach, seine Gewohnheiten schwer.

Kay Schulz

Hi,

gut geschrieben, aber dennoch: meinst Du nicht auch, dass Benzinpreise von fast 2,50 etwas überzogen sind? Die Schimpferei hat nichts mit Neid zu tun, einer Familie mit einem Durchschnittseinkommen belasten diese Preise den Haushalt enorm, wenn der Mann täglich mit dem Auto pendeln muss, um seiner Arbeit nachgehen zu können. Motivation, ein Minister zu werden, um die unglaublichsten und unverschämtesten Privilegien auszunutzen, mag toll sein, wär schon klasse, 80 MIO Minister und jeder predigt Wasser und säuft Wein…:wink:

CIAo

Hi,

Hallo
schnelle Reaktion, ich bin ueberrascht

gut geschrieben, aber dennoch: meinst Du nicht auch, dass

Danke. Ich habe mir Muehe gegeben

Benzinpreise von fast 2,50 etwas überzogen sind? Die

Verglichen mit UK oder Holland: Nein
Im Sinne der Umwelterhaltung: Nein
Wir leben auf Kostend er Umwelt bei diesen Preisen.

Schimpferei hat nichts mit Neid zu tun, einer Familie mit

Aber Bild versucht in zu schueren, die Reichen koennen, die normalen nicht.

einem Durchschnittseinkommen belasten diese Preise den
Haushalt enorm, wenn der Mann täglich mit dem Auto pendeln
muss, um seiner Arbeit nachgehen zu können. Motivation, ein

Er hat sich fuer das Pendeln entschieden.
Er kann ja naeher an der Arbeit wohnen oder oeffentliche Verkehrsmittel benutzen.
Sparsameres Auto (nicht kleiner)
Sparsamere Fahrweise

Minister zu werden, um die unglaublichsten und
unverschämtesten Privilegien auszunutzen, mag toll sein, wär
schon klasse, 80 MIO Minister und jeder predigt Wasser und
säuft Wein…:wink:

Nicht Minister, aber „ES ZU SCHAFFEN“

CIAo

Kay

Hallo Bumpui

einem Durchschnittseinkommen belasten diese Preise den
Haushalt enorm, wenn der Mann täglich mit dem Auto pendeln
muss, um seiner Arbeit nachgehen zu können. Motivation, ein

Er hat sich fuer das Pendeln entschieden.
Er kann ja naeher an der Arbeit wohnen oder oeffentliche
Verkehrsmittel benutzen.

Du scheinst genauso weltfremd zu sein, wie Politiker.
Als hier in der Stadt die Zechen und Stahlwerke geschlossen haben, war die Alternative, entweder zum neuen Arbeitsplatz pendeln oder arbeitslos werden.
Von freier Entscheidung keine Rede, Vogel friß oder stirb.
50-jährige hätten nie einen neuen Job bekommen.

Sparsameres Auto (nicht kleiner)
Sparsamere Fahrweise

Damit sollte Herr müller mal anfangen.

Minister zu werden, um die unglaublichsten und
unverschämtesten Privilegien auszunutzen, mag toll sein, wär
schon klasse, 80 MIO Minister und jeder predigt Wasser und
säuft Wein…:wink:

Nicht Minister, aber „ES ZU SCHAFFEN“

Wenn ein Fliesenleger wie Riester es schafft, mit Hilfe des DGB Arbeitsminister zu werden, kann ich das auch, und wesentlich besser!
Gruß
Rainer

???
Hi,

der Ölpreis ist seit Anfang Februar um ca. 25 % gestiegen. Der Steueranteil beim Sprit liegt bei rund DM 1,50. Der Preis für Super ist von rund DM 2,00 auf DM 2,15 gestiegen. Abzüglich des Steueranteils ist der Preis vor Steuern von 50 auf 65 Pf. gestiegen = 23%. Wo ist das Problem? Wollt Ihr den Sprit geschenkt bekommen? Sollen die Benzinhersteller Verluste machen?

Im Jahre 1983 kostete der Sprit in der Spitze DM 1,60. Das ist ein Anstieg um 34 %. Das sind umgerechnet 1,7% Preisanstieg pro Jahr. Nochmal: Wo ist das Problem?

Es geht mit massivst gegen den Strich, wenn hier die MIneralölgesellschaften verurteilt werden. Daß die Preise vor Ostern angehoben wurden ist Marktwirtschaft. Werden etwa Gänse vor Weihnachten billiger? Oder Badehosen vor dem Sommer?

Was die Minister tun und lassen, ist eine andere Sache.

Eins sei nicht vergessen: Das Benzin ist eine auf absehbare nicht erneuerbare Energiequelle. Wenn wir den volkswirtschaftlichen Preis für Benzin bezahlen müßten, würden die Preise in dieser Hinsicht sehr viel anders aussehen.
Christian

  1. Der Preis, den die Ölkonzerne bestimmen

Hierzu ist zu sagen, dass die Ölkonzerne zu Unrecht über die
Preise klagen. In der
Vergangenheit muss man von Vertretern von Shell und BP und
anderen immer
wieder hören, dass sie an dem Benzin nichts verdienen. Das
stimmt. Oberflächlich
betrachtet. Denn die Aufsplittung der Konzerne in
Tochtergesellschaften verdecken
einen Aspekt: Geld wird mit der Föderung des Öls verdient.
Diese Firmen
verkaufen dann intern das Öl and die Tochtergesellschaft
weiter und das zu einem
horrenden, überteuerten Preis. Oder wie kommt es das BP 30
Milliarden Gewinn in
2000 machte und Exxon in nur einem Quartal letztes Jahr über
12 Milliarden Mark
Gewinn (cih weiss die genaue Zahl nicht mehr, 13,2 oder so).

Hi!

Wie setzt sich der Ölpreis zusammen?

  1. Der Preis, den die Ölkonzerne bestimmen

Hierzu ist zu sagen, dass die Ölkonzerne zu Unrecht über die
Preise klagen. In der
Vergangenheit muss man von Vertretern von Shell und BP und
anderen immer
wieder hören, dass sie an dem Benzin nichts verdienen. Das
stimmt. Oberflächlich
betrachtet. Denn die Aufsplittung der Konzerne in
Tochtergesellschaften verdecken
einen Aspekt: Geld wird mit der Föderung des Öls verdient.
Diese Firmen
verkaufen dann intern das Öl and die Tochtergesellschaft
weiter und das zu einem
horrenden, überteuerten Preis. Oder wie kommt es das BP 30
Milliarden Gewinn in
2000 machte und Exxon in nur einem Quartal letztes Jahr über
12 Milliarden Mark
Gewinn (cih weiss die genaue Zahl nicht mehr, 13,2 oder so).

Jede Firma wird optimalerweise so geführt daß man versucht, das Maximum für sie herauszuholen.
Das ist Marktwirtschaft und auch in der Form vollkommen in Ordnung.
Das Problem ist nicht der Preis der Minaeralölgesellschaften, sondern die zyklische oder besser sture Steuerpolitik der Bundesregierung.
Daß die Mineralölkonzerne ihre Preise vor Ostern anheben ist klar.
Ich lebe in München und hatte gestern mal wieder keine Chance, über die A99 zu meinem Vater zu fahren.
Die Autobahn war randvoll. Wo ist also das Problem?
Das Benzin ist von meinem Standpunkt als beruflicher Vielfahrer her gesehen noch viel zu billig.
An edem Wochenende und zu jedem Fereintermin liegen die Leute sofort auf der Autobahn.
Wenn der Michel niedrigere Benzinpreise will, soll er eine ordentliche Regierung wählen und am Wochenende mal zu Hause bleiben.
Weniger Tanken ist das beste Regulativ.

  1. Der Staat

Pro Liter Benzin, das 2,10 DM kostet, verdient der Staat an
Steuer 1,16 DM. Dann
kommt noch die Ökosteuer und dann, und das ist ja der Knaller,
die
Mehrwertsteuer. D.h. die Mehrwehrtsteuer wird auf einen Preis
berechnet, der
hauptsächlich aus einer anderen Steuer besteht. Korrekt wäre
es, die
Mehrwertsteuer auf das Produkt ohne andere Steuern zu
berechnen. Das ganze ist
Doppelbesteuerung und mich wundert, dass dies legal ist.

Ist es. Wurde hier bereits erörtert. Die Frage muß sein, obdas anständig ist.

Ich bin absolut für eine Ökosteuer, nur nicht die Ökosteuer.
Nur nicht so, wie die
Regierung sie einsetzt. Wenn ich weniger Auto fahre, bekommne
die Älteren
weniger Rente oder der Beitrag steigt. Diese Kausalität will
mir nicht aufgehen. Die
Steuer sollte für die Regeneration von Umweltresourcen und für
die Erforschung
umweltfreundlicher Technologien eingesetzt werden.

Es wird jede Steuer, ie man nur bekommen kann, zum Stopfen von Haushaltslöchern genutzt.
Wir haben hier schon lange keine aktive Haushalts- und Steuerpolitik mehr, sondern nur noch eine reaktive.

Für die,
die es nicht wissen:
Erdöl ist keine erneuerbare Energie. Sie geht zu Ende. Und
wenn wir so weiter
machen, dann schneller als uns lieb ist.

Das ist die alte Leier.
Langweilig. Gerade hat man wieder ein neues Ölfeld gefunden. realistischerweise, und würde ich so lange leben, ich würde mit Dir um mein Haus wetten, wird das Benzin noch locker 100 Jahre reichen. Und dann fliegen wir sowieso alle mit Solargleitern…

Daß die Klimaerwärmung nicht vom Autoverkehr herrührt, sondern in vom Menschen weigehend unbeeinflussten Zyklen von 100-200 Jahren funktioniert, weiß eigentlich jeder, passt nur nicht in die Ideolgie unserer Kommunisten in der Regierung.

Sie fahren gerne
Auto? Sie haben Kinder?
Wollen Sie den Kindern den Spass am Autofahren und die
Mobilität wirklich nicht
gönnen?

Also ich fahre am Wochenede eher wenig Auto.
Spaß macht es mir eher Dienstag morgen um 11.

Nun stellt sich die Frage, die Herr Müller gestellt hat:
Mussten alle am Karfreitag
tanken? Warum nicht Mittwochs oder Donnerstags? Ich denke das
fragt er zu recht,
denn in den letzten Jahren steht an Ostern immer wieder
dasselbe in den Zeitungen,
die Benzinpreise. Alle wissen es. Aber anstelle sein Verhalten
zu ändern meckert der
Deutsche lieber und folgt der Bild-Zeitung.

Richtig.
Und Geld ist ja noch genug da, wie wir sehen.
Die Autobahnen in Richtung Urlaub sind nach wie vor zu jedem möglichen Termin randvoll.
Von mir aus darf das benzin gerne etwas teurer werden.
Nur sollte man hierbei auch die in D von der Autoindustrie sehr abhängige Konjunktur nicht vergessen.

Die zweite berechtigte Frage, die Minister Müller aufwirft ist
genauso berechtigt:
Es zwingt einen niemand zu tanken!

Und das von einem Minister für Wirtschaft!
Traurig, wo die Kommunisten uns hinführen.
Bevor Du oder er nicht etwas mehr über Konjunkturzyklen und deutsche Industriezweige, die noch laufen, wisst, solltet Ihr ganz friedlich sein.
Würde der Deutsch morgen nur noch die Hälfte fahren, hätten wir locker 200.000 Arbeitslose mehr und einen Einbruch der Steuereinnahmen im 2-stelligen Bereich.
Die Koppelung der Renten an den Spritverbrauch würde bei der aktuellen demographischen Situation ihr übriges zu einer fianziellen Katastrophe in D beitragen.

Warum kann man an Ostern nicht eine Radtour machen oder mit
dem Zug fahren?
Man verbraucht das meiste Benzin doch sowieso in einem Stau.
jedes Jahr wieder
wundere ich mich,w arum die Leute zu Ostern in den Urlaub
fahren, wenn bekannt
ist, dass es dort jedes Jahr Staus gibt, manchmal 30
Kilometer.

Das ist nicht nur an Ostern so, sondern fast über das ganze Jahr hinweg.

Ostern, Pfingsten, Sommer, Weihnachten, Winter.
Von April bis September und von November bis Januar darf ich als Münchener mitanseghen, wie Deutschland gen Urlaub rollt und am Montag wieder die Schnauze offen hat wegen zu hoher Benzinpreise, Mieten, Steuern…

Wo Herr Müller
Recht hat hat er Recht.

Nein, er hat sich, wie oben beschrieben, als Wirtschaftsminister selbst disqualifiziert.

Der Benzinpreis in Deutschland ist immer noch viel zu niedrig.
In England oder
Holland ist er wesentlich höher.

Hier sind andere Abgaben dafür sehr sehr niedrig.
Das einzige Land, in dem alle Abgaben und Steuern auf höchstem Niveau liegen, ist Deutschland.

Außerdem kann man den
Benzinpreis nicht nehmen
wie er ist. Wie meine ich das? Ich denke an einen
umweltbewussten Preis. Wir reden
alle von Nachhaltigkeit und schutz der Umwelt. Wir trennen
Müll meiden
BSE-Fleisch. Alle natürlichen Resourcen, die wir einsetzen,
müssten für ein
umweltbewusstes und nachhaltiges Verwenden so verkauft werden,
dass mit diesem
Geld die Resource wieder aufgebaut werden kann. Dazu kann ich
nur das Buch
„Faktor 4“ von Weizsäcker und Lovins empfehlen. Halbierung der
Resourcen,
Verdoppelung des Wohlstandes. Dann wäre ein Liter Benzin noch
teurer. Und das
zu recht. Oder wir müssen uns eben eingestehen, dass wir nicht
nachhaltig leben
wollen.

Das gestehen wir uns tagtäglich ein.
Umweltschutz nur soweit, daß es nicht unbequem wird.
Weniger Autofahren: klar, dann bleibt für mich mehr Platz auf der Straße.
Ich nehme mich hiervon nicht aus, aber ich heuchle auch nicht, ein Umweltschützer zu sein.

Was noch hinzu kommt sind die unglaublichen Vergleiche, die
immer wieder
auftauchen, z.B. was Benzin in den 50iger und 60iger Jahren
gekostet haben. Nun,
diesen Vergleich nehme ich gerne auf. Wenn die jährliche
Inflationsrate nimmt und
den Preis von 1960 auf heute nur anhand der Inflationsrate
hochrechtete. wäre
Benzin bei weit über 5 DM. Auch ist es richtiger, den Preis im
Verhältnis zu den
damaligen Löhnen zu setzen. Also, wie lange musste jemand mit
einem
Durchschnittslohn arbeiten um sich einen Liter Benzin zu
verdienen? Damals waren
es (1962) 13 Minuten, heute sind es 4. Da kann man nicht
sagen, Benzin wäre teuer
geworden. Nein, es ist verdammt billig geworden.

Das ist richtig, jedoch nur die halbe Wahrheit.
Schließlich ist das Mobilitätsbedürfnis heute auch viel höher.
Arbeitsplätze sind heute nicht mehr so zentral und werden auch öfter gewechselt, was oftmals zu temporär weiteren Arbeitswegen führt.
Außerdem ist ach die private Nutzung von PKW ein wichtiger Wirtschaftsfaktor geworden. Oder willst Du, nur um ein plakatives Beispiel zu nennen, alle Mitarbeiter der Warner Movie World entlöassen, weil keiner hinfahren darf?

Der Lebensstil hat sich stark verändert. Der allgemeine Wohlstand ebenfalls. Aber auch die allgemeine Belastung durch Steuern und Abgaben.
Bei Deinem Beispiel hätte ich mir gewünscht, daß Du auch auf die Einkommensstuersätze, die Mehrwertsteuer, die Versicherungssteuer u.s.w eingegangen wärst. So vergleichst Du jedenfalls lediglich Äpfel mir Birnen.

Eine weitere Aussage von herr Müller war: Es zwingt einen auch
keiner, den Sprit
im vollen Masse zu verbrauchen. Er meinte wohl, dass man so
fährt, dass man
immer den Maximalverbrauch hat. Wenn ich meinem Auto mit 120
km/h über die
Autobahn fahre werde ich oft überholt, auch von
Mittelklassewagen und nicht nur
von Mercedes und Porsche. Wer so fährt, darf nicht meckern,
dasser mehr
verbraucht.

Ein Porsche- oder Mercedesfahrer wird wohl eher selten über den Benzinpreis mosern.

Da sind wir schon bei dem nächsten Thema: Der
Verbrauch! Es gibt die
Technologie für sparsame Autos, siehe Lupo 3L. Aber auch
andere Hersteller bieten
Autos an, die sparsam sind. Aber werden sie gekauft? Nein! Die
Käufer achten auf
Polsterfarbe und Alufelgen, auch eine Klimaanlage muss dabei
sein. Dass der
Wagen, ein Mittelklassewagen, dann 8-10 Liter verbraucht ist
klar. Und wenn man
dann noch rast, dann sind es eben 12 Liter. Warum? Weil
natürlich alle einen
Benziner kaufen und keinen Diesel.

Das ist schlichtweg Käse.
Bei jedem der gängigen Automodelle liegt der Dieselanteil über 50%.
Moderne Autos verbauchen mehr Kraftstoff, als mit der verwendeten Motorentechnologie möglich wäre aufgrund der umfangreicheren und daher schwerern Sicherheitsaustattung.
Deine Argumentation führt uns zwangsläufig zum Citroen AX Diesel oder noch besser zum Citroen Visa Diesel (Der 3L Lupo ist aufgrund seiner nicht vorhandenen Alltagstauglichkeit und seines hohen Preises indiskutabel).
Willst Du eine solche Kiste fahren?

Bei meinem alten A6 2.5TDI
war es unerheblich
wie schnell ich fuhr, ich habe immer dasselbe verbraucht und
immer billig getankt.

Klar, ich verstehe die ganze Diskussion auch nicht, denn ich tanke auch immer für 20 Mark…

Ein Turbo Diesel hat dieselben sportlichen Fahrleistungen und
braucht weniger
Benzin, auch bei sportlicher Fahrweise. Und nun zu den
Benzinern. Warum muss
schon ein Mitterklassewagen Super Tanken (95 Octan)? Wäre es
nicht besser,
Normalbenzin zu tanken, das billiger ist? Oftmals, um mehr
Leistung
herauszuholen. Wer mehr Leistung will soll bitte auch zahlen.
Noch heute
verbrauchen Mittelklassewagen genauso viel Benzin wie vor 20
Jahren. Der Käufer
hat die Macht. Will er sparsame Autos, dann werden die
Hersteller sie produzieren.

S.o.
Das ist nicht wahr.
Sparsame Autos werden produziert und auch verlangt.

Dann hat der gute Herr Müller noch von seinem A8 erzählt, denn
er mit 230 km/h
über die Autobahn jagt und dann verbraucht er mal 23 Liter auf
100 Kilometer.
Dümmer kann sich ein Minister eigentlich nicht verhalten,
aber: Die Bild reagierte
in der typischen Form a la: Von uns verlangt er das Auto
stehen zu lassen und
langsam fahren und er macht es selber nicht. Typisches
Neid-Geschüre. Ich will
nicht, dass die, die es sich leisten können, es nicht auch
tun. Wer sich das leisten
kann, fein. Wer nicht, sorry. Dieses Neiddenken ist in
Deutschland extrem
ausgeprägt. In Amerika wäre der Ansatz nicht meckern sondern:
Wie kann ich es
erreichen, auch soweit zu kommen. Es wäre Motivation. Hier ist
es Neid. Ich will
nicht das alle Menschen gleich sind. Ich will keinen
Kommunismus.

Müller at sich schlichtweg dumm verhalten.
Der normale Deutsch wird sein Leben lang niemals in einem solchen Auto auch nur sitzen.

Allerdings ist die Neid-Sache wahr.
Ich verhalte mich da anders und arbeite dran, selbst etwas auf die Reihe zu bringen anstatt Freitags um 12 in den Kurzurlaub zu fahren aber über Geldsorgen zu meckern.

Auch wer sich entschieden hat, auf einem Dorf zu leben, muss
mit der Entscheidung
leben und kann nicht den Staat onder jemand anders
verantwortlich machen, wenn
er mehr Fahrtkosten bezahlt. Dafür wohnt er in der Regel
billiger. Es ist die
Entscheidung, er hätte sich ja auch für eine Stadtwohnung oder
aber eine Wohnung
mit S-Bahn-Anschluss entscheiden können.

Das ist einfach nur arrogant und falsch.
Ich habe selbst noch keine Kinder, kenne aber die Problem aus dem Freundeskreis sehr gut.
In einer Stadt wie München ist es äußerst schwioerig, mit 2-3 Kindern überhaupt eine Wohnung zu bekommen. Vom Preis sprechen wir hier noch gar nicht.
Da zwingt es einen auf Land.

Zu guter Letzt, bleiben noch die alternativen, wie Gas,
Rapsöl-Diesel oder, wie jetzt
zu efahren war, das Fett aus der Fritteuse als Energiegeber
für das Auto. Es ist ein
Rechenexempel, ob sich eine Umrüstung rechnet und und ob es
Gas in der Nähe
gibt. Aber mal ehrlich: Wer hat sich das bei seinem Autokauf
überlegt.

Meckern ist einfach, seine Gewohnheiten schwer.

Nein Kay: dozieren ist leicht, sich in die Sorgen anderer hineinzuversetzen ist schwer.

Gruß,

Mathias

Hallo Kay,

1970 verdiente ich bei der Lufthansa unter 1000 DM brutto. Netto waren das rund 700 DM (wohlgemerkt pro Monat). Der Liter Normalbenzin kostete an der Betriebstankstelle 0,48 DM, sonst um die 0,60 DM. Der VW-Käfer mit 34 PS tat’s nicht unter 10 Litern/100 km. Mitte der 70er, da wurde swchon deutlich besser verdient (bei Tarifrunden unterhielt man sich selten unter 10%), gab’s beim „Ölpreisschock“ das erste Überschreiten der 1 DM-Grenze und alle meinten, die Schmerzgrenze sei sicher erreicht, weil sonst keiner mehr Auto fährt.

Wenn ich die heute verfügbaren Einkommen sehe und den Benzinpreis dazu ins Verhältnis setze, kann ich keine Verteuerung entdecken. Gejammert wird überall, glaubwürdig ist das aber nicht. Die Spediteure können sich angeblich den Diesel nicht mehr leisten und Otto-Normalverbraucher will das Privatauto weniger bewegen. Ein einziger Blick auf eine beliebige Straße, auf eine beliebige Autobahn zeigt mir, daß das alles leeres Gerede ist. Die Straßen werden von Jahr zu Jahr voller und in der Automobilindustrie ist schon von Krise die Rede, wenn die Steigerungsrate des Vorjahres verfehlt wird. Der Absatzrekord allein reicht schon lange nicht mehr.

Immer noch wird just for fun spazieren gefahren und kürzlich verhinderte die Polizei ein illegales Autorennen mit 500 (oder waren es 1000?) jugendlichen Teilnehmern mit ihren heißgemachten Autos. Solange für solchen Jux noch Geld in den Taschen übrig ist, kann der Sprit nicht zu teuer sein.

Beim Benzinpreis verhält es sich, wie bei jedem anderen Produkt: Es wird verlangt, was durchsetzbar ist. Eben das, was der Kunde bereit ist, zu zahlen. Bei jedem Produkt, bei jeder Dienstleistung wird ausgelotet, was der Markt hergibt. So funktioniert unser System. Wenn die Leute knurren, ihr Verhalten aber trotzdem nicht ändern, dann ist das Ende der Preisschraube wohl noch nicht erreicht. Jeder Kaufmann hält es so und wenn er es anders macht, ist er ein schlechter Kaufmann.

Es gibt allerdings genügend Menschen, die sich überhaupt nicht marktgerecht verhalten. Viele Privatfahrer, die nicht vom Auto lassen oder wenigstens ein sparsameres Fahrzeug wählen. Das Auto wird von vielen immer noch als Statussymbol angesehen. Insbesondere aber ist es die Deutsche Bahn, die es nicht einmal im Ansatz fertig bringt (wahrscheinlich auch nicht will), eine wettbewerbsfähige Güterlogistik für Langstrecken auf der Schiene anzubieten. Wer z. B. sein Auto auf den Reisezug bringen will, muß sich Wochen vorher anmelden und zahlt dafür einen abschreckenden Freudenhauspreis. Das ist nur etwas für hartgesottene Überzeugungstäter. Täglich wälzt sich eine 1000 km lange LKW-Karavane von Nord nach Süd quer durch Deutschland. Zig tausende LKW mit zig tausend Fahrern und die Bahn bringt es nicht fertig, den Großteil des Container-Fernverkehrs an sich zu ziehen. Das ist täglich erneut der Beweis für Unfähigkeit und Kurzsichtigkeit.

Ein unendliches Thema, aber aus welchem Blickwinkel man es auch immer betrachtet, muß im Preis noch jede Menge Luft sein.

Gruß
Wolfgang

Benzinpreis

Er hat sich fuer das Pendeln entschieden.
Er kann ja naeher an der Arbeit wohnen oder oeffentliche
Verkehrsmittel benutzen.

Na klar. In einem Ballungszentrum mit guter Infrastruktur kein Problem. Aber auf dem Land, wo nicht alle paar Sekunden ein Autobus oder die Tram fährt, wie meinst Du wohl, wie man da zur Arbeit kommt? Mit Skatern?

Nicht Minister, aber „ES ZU SCHAFFEN“

Wie gesagt, die Motivation, es zu schaffen, als Anreiz, den Rest der Welt auszulachen und die Privilegien zu nutzen, die man dann hat. Was kümmert einen Minister der Benzinpreis, wenn er ohnhin fast nur chauffiert wird. Grosse Klappe haben die, mehr nicht. Wahrscheinlich denken die wirklich, allen Menschen ihres Volkes geht es so herrlich gut wie ihnen selber…

CIAo

Hi,

war die Alternative, entweder zum neuen Arbeitsplatz
pendeln oder arbeitslos werden.
Von freier Entscheidung keine Rede, Vogel friß oder stirb.

Schonmal was von „Umzug“ gehoert? Nee, ich meine nicht den Umzug wo Tausende von Kumpels auf die Strassen gehen, weil wieder ein Milliarden weniger fuer eine in Deutschland voellig sinnlose Technik ausgegeben werden. Ich meine den wo man alle seine Sachen packt (vorzugsweise in sogenannte Umzugskartons), das ganze Zeug in einen Laster verfrachetet und dann zu einer neuen Wohnung faehrt in der man fuerderhin lebt.
Gewagtes Konzept, ich weiss.

Sparsameres Auto (nicht kleiner)
Sparsamere Fahrweise

Damit sollte Herr müller mal anfangen.

Soweit ich das beurteilen kann, arbeit Herr Mueller vermutlich 70+ Stunden/Woche und traegt eine enorme Verantwortung. Ich finde Leistung darf sich lohnen, ein ganz klein bischen wenigstens. Selbst wenn man Mueller fuer einen Idioten haelt. Aber ich kann allen hier versprechen: Jeder, der so viel arbeitet wie ein durchschnittliches Kabinettssmitglied verdient auch (bald) genug um es Herrn Mueller gleichzutun.

Gruss

Thorsten

Hi,

Wahrscheinlich denken die wirklich, allen Menschen
ihres Volkes geht es so herrlich gut wie ihnen selber…

Bei den meisten, die so hart arbeiten wie sie, stimmt es ja auch.

Gruss

Thorsten

Hi,

erstmal guter Artikel!
Ich schnall auch nicht, dass die Leute jammern, obwohl Sprit immer billiger wird (keine Ironie, kein Witz, so ist es ja tatsaechlich). Naja, eigentlich verstehe ich es schon, ist halt unser kurzfristiges Denken. Wir sind ja nichtmal in der Lage eine Legislaturperiode halbwegs zu ueberblicken, geschweige denn die Benzinpreisentwicklung der letzten Jahrzehnte. Und damit waeren wir schon beim Tenor meines Postings, eine Antwort auf Dein Statement, wir muessten gegebenfalls zugeben, dass wir nicht daran interessiert sind nachhaltig zu leben. Tja, so isses imho. Vergessen wir es. Game over. Machen wir ein bisserl Schadensbegrenzung hier da, fuers Gewissen. Und ansonsten machen wir so weiter.
Es ist kaum eine ernsthafte Entwicklung in Richtung Nachhaltigkeit zu erkennen, und sehr wenig Interesse daran. Also was solls. Ich will eh keine Kinder und Euern koennt ihr es selbst erklaeren.

Gruss

Thorsten

Hi!

Er hat sich fuer das Pendeln entschieden.
Er kann ja naeher an der Arbeit wohnen oder oeffentliche
Verkehrsmittel benutzen.

Na klar. In einem Ballungszentrum mit guter Infrastruktur kein
Problem. Aber auf dem Land, wo nicht alle paar Sekunden ein
Autobus oder die Tram fährt, wie meinst Du wohl, wie man da
zur Arbeit kommt? Mit Skatern?

Es wurde ja bereits angemerkt, daß diese Leute dann eben Pech gehabt haben ud sie ja auch keiner darum gebeten hatte, auf´s Land zu ziehen.
Das ist die dummdreiste, süffisante Arroganz der uns regierenden Sozialisten und Kommunisten.
Wir werden dergleichen noch desöfteren hören dürfen, bis wir sie wieder los sind.

Nicht Minister, aber „ES ZU SCHAFFEN“

Wie gesagt, die Motivation, es zu schaffen, als Anreiz, den
Rest der Welt auszulachen und die Privilegien zu nutzen, die
man dann hat. Was kümmert einen Minister der Benzinpreis, wenn
er ohnhin fast nur chauffiert wird. Grosse Klappe haben die,
mehr nicht. Wahrscheinlich denken die wirklich, allen Menschen
ihres Volkes geht es so herrlich gut wie ihnen selber…

Bei den meisten Dogmatikern ist es so, daß sie sich selber die Dinge gerne zugestehen, die sie anderen dringlichst verbieten wollen. Dies wird dann mit einer „unbedingten Notwendigkeit“ oder einer „zur Erledigung der zugedachten Aufgabe unabdingbare Sache“ begründet.
Man stellt sich in der aktuellen Koalition mit seiner häheren Wahrheit eben gerne über das Fußvolk…

Bestes Beispiel sind Trittin und Müller.

Grüße,

Mathias

Tach auch,

was ist „hart arbeiten“? Viele arbeiten hart, sehr hart, aber so gut wie den Herren Ministern, gehts ihnen dennoch nicht.

CIAo

kleine Zwischenfrage

was ist „hart arbeiten“? Viele arbeiten hart, sehr hart, aber
so gut wie den Herren Ministern, gehts ihnen dennoch nicht.

CIAo

Warum werden denn immer nur den Ministern (resp. Politikern im allgemeinen) ihr Gehalt und ihre Privilegien geneidet???

Wie isses denn mit Fußballspielern, Formel-1-Rennfahreren, Schlagersängern, Entertainern, Konzernvorständen etc… Arbeiten die alle härter als Herr Meier am Fließband oder Herr Schmidt beim Straßenbau oder wasweißichwer bei der Müllabfuhr???

Oder hat es nicht einfach was damit zu tun, dass jeder (oder zumindest viele) glaubt, er wäre der viiiiieeeel bessere Politiker??? Am Stammtisch lässt sich wohl jedes politische Problem im Handumdrehen und per Patentrezept lösen…

Ach ja, die Welt ist ungerecht, gell?

Gruß
Uschi (die im Leben nie sich die Amtslast eines Politikers aufbürden würde…)

Glückwunsch. (off topic)
Hi Uschi,

schau mal in Deine Visitenkarte. Du hast heute, wie ich, Sternchen-Jubiläum.

Gruß
Christian

Ach Uschi,…
…hab ich irgendetwas von Neid geschrieben? Ich dachte eigentlich, Du könntest lesen…

Aber was Wunder, in Fehlinterpretation und am Thema-Vorbeischreiben warst Du ja schon immer gut…

CIAo

P.S.: wenn Du das Bedürfnis hast, über Sportler zu diskutieren, geh ins Sportbrett, hier geht es um Politik, und um solche, die gewählt worden sind, um die Wähler zu vertreten, nicht in den Arsch zu treten. Aber warum denn, Du kannst da ja locker 2.5o fürn Liter leisten, bei Deiner harten Arbeit, nicht wahr?

Träum weiter

CIAo

Und mein Senf noch oben drauf.
Hi nochmal,

die ganze Diskussion ist doch eigentlich für den Eimer. Die bunte Regierung will doch mit der Ökosteuer die Umweltverschmutzung reduzieren, die durch den Straßenverkehr verursacht wird. Ob letztlich die Ökosteuer derzeit nur zur Finanzierung der schwachsinnigen Rentenfrickeleien dient, steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls ist der Sprit jetzt teuer, was die Bundesregierung ja will. Wer kann und/oder, wird weniger Auto fahren, was die Bundesregierung auch will.

Daß der Spruch von Müller in der Form daneben war, ist offensichtlich und braucht daher eigentlich nicht diskutiert zu werden.

Vergessen wir nicht die vor 3 Jahren geäußerte Idee der Grünen, daß der Sprit DM 5/l kosten solle. Da kommt auf jeden Fall was auf uns zu.

Und um doch noch eine Ansicht zu den Benzinpreisen loszuwerden: Der Benzinpreis ist mir sowas von egal. Aber ich darf das sagen, weil ich nicht mehr als 100 km/Woche fahre. Eine Erhöhung der Wein-, Sekt-oder Biersteuer wäre für mich in dieser Hinsicht deutlich härter.

Gruß
Christian

Hi Uschi

Warum werden denn immer nur den Ministern (resp. Politikern im
allgemeinen) ihr Gehalt und ihre Privilegien geneidet???

Wie isses denn mit Fußballspielern, Formel-1-Rennfahreren,
Schlagersängern, Entertainern, Konzernvorständen etc…
Arbeiten die alle härter als Herr Meier am Fließband oder Herr
Schmidt beim Straßenbau oder wasweißichwer bei der
Müllabfuhr???

Das nicht, aber Fußballspieler, Formel-1-Rennfahrer… usw. werden im Gegensatz zu den Politkern, nicht vom Steuerzahler bezahlt.
Ob die Millionengagen, die im Fußball und in der Formel 1 teilweise bezahlt werden, halbwegs gerechtfertigt sind, lasse ich jetzt mal dahingestellt.

Uschi (die im Leben nie sich die Amtslast eines Politikers
aufbürden würde…)

Also das glaube ich Dir aufs Wort :wink:)

Edith

Hi Maus

…hab ich irgendetwas von Neid geschrieben? Ich dachte
eigentlich, Du könntest lesen…

Sollte man annehmen, sie ist ja Lehrerin *g*

P.S.: wenn Du das Bedürfnis hast, über Sportler zu
diskutieren, geh ins Sportbrett, hier geht es um Politik, und
um solche, die gewählt worden sind, um die Wähler zu
vertreten,

Und im Gegensatz zu den Sportler vom Steuerzahler bezahlt werden.

Einen Sportler oder Sänger kann ich was zahlen, wenn ich ihn mir anschaue oder zuhöre. Einen Politker muß ich leider zahlen, auch wenn ich ihn nicht anschaue und schon gar nicht zuhöre, weil er Dummheiten verzapft.

Gruß
Edith

Der Neid ist ja gerade das Problem…

…hab ich irgendetwas von Neid geschrieben?

Dein posting oben:

Motivation, ein Minister zu werden, um die unglaublichsten
und unverschämtesten Privilegien auszunutzen,mag toll sein"

und

Du kannst da ja locker 2.5o fürn Liter leisten, bei
Deiner harten Arbeit, nicht wahr

Sag mal ehrlich, das klingt doch seehr nach Neid…

Sind im Leben denn Geld und Status und die oft damit verbundenen schlechten Gewohnheiten wirklich sooooo erstrebenswert??
Sind wir (+nat. genauso „die“ Politiker:unsere Spiegelbilder) nicht eher Opfer unserer eigenen Gefühle nicht privilegiert genug zu sein??

Diese kleinlichen Neidgefühle sind uns ja sooo viel wichtiger als das Überleben der „Fremden“ im weitesten Sinne:
damit sind ausser den Bewohnern armer Regionen (Umweltkatastropen) auch unsere eigenen Enkel und Enkelinnen gemeint.(siehe dazu nur den aktuellen Bericht der Vereinten Nationen unter http://www.ipcc.ch/ )

Im Grunde genommen hat hier Kay in seinem ****-würdigen posting grundsätzliche Fragen aufgeworfen… und unser Verbraucher- und indirekt auch unser Wahlverhalten hinterfragt.

Gruesse
MM