gestern Abend
Hallo Otze,
ich war also dort.
Diese Veranstaltung fand im Nebenzimmer eines einfachen Restaurant statt. Es waren etwa 25 Personen anwesend, plus Dozent, plus Dozentenhelferlein.
Der Vortrag war gut vorbereitet und gar nicht schlecht (verständlich aufgebaut). Der Dozent arbeitete mit Overhead-Folien und kleinen Filmchen (vom Computer an die Leinwand projiziert). Alles sehr anschaulich.
Wie kommt es zum Schnarchen, was passiert beim Schnarchen und was kann gegen das Schnarchen getan werden.
Schilderung von Extremfällen (Atemunterbrüche im Schlaf).
Bei dem vorgestellten/beworbenen Instrument handelt es sich um einen kleinen, individuell gebogenen Draht (gummischlauchummantelt), welcher in den Rachen eingeführt wird und HINTER das Gaumenzäpfchen (heisst medizinisch anders aber daran kann ich mich nicht erinnern) eingefädelt wird.
Der Mann hielt also seinen Vortrag und wir lauschten alle andächtig.
Anschliessend stellte sich der Dozent eventuellen Fragen.
Und die hatten es teilweise in sich, bzw. die Antworten waren aufschlussreich.
Beispielfrage: Wie verhält sich das mit dem Brechreiz (Würgereflex), denn schliesslich wird das Gaumenzäpfchen ja ordentlich gereizt?
Antwort: Ja, da kann es, bei sensiblen Patienten, zu Schwierigkeiten kommen. Aber wenn es nach 2 Stunden immer noch nicht geht, dann geht es eben nicht.
Beispielfrage: Gibt es dann das Geld zurück (die wollen diesen Draht nur nach zuvor erfolgter Schulung abgeben und die kostet nunmal 460 CHF, wobei der Draht nur 18 CHF kostet)?
Antwort: Nein, das Geld gibt es nicht zurück.
Beispielfrage: Wie hoch sind die Folgekosten?
Antwort: Nun, alle drei Wochen einen neuen Draht = etwa 300 CHF p.a.
Beispielfrage: Wie ist das, wenn man nachts einen Husten hat?
Antwort: Tja… schlecht. Darf/sollte nicht passieren. Da muss man eben lernen, diesen Hustenreiz zu unterdrücken.
Dann holte der Dozent plötzlich ein Muster eines solchen Drahtes hervor.
Beispielfrage: Ist das Ihr persönlicher Draht?
Antwort: Ja
Beispielfrage: Würden Sie uns das bitte demonstrieren und dieses Gerät mal vorführen (einführen = Selbstdemonstration)?
Antwort: Ein sehr sehr kategorisches NEIN
Ja, nun, das war eine etwas unglückliche Antwort und das merkte der Dozent dann auch und versuchte sich mit der Erläuterung, dass er eben nicht schnarche.
Die Vorstellung war dann zu Ende und wir hatten die Möglichkeit ausgelegte kleine Broschüren mit zu nehmen.
Hier gibt es mehr Informationen zu dem Teil:
http://www.velumount.ch/de/index.php
Mein persönliches Fazit: Sicherlich ein hilfreiches Werkzeug - für Leute, welche sonst nur unter einer Sauerstoffmaske (bis zu 40 Atemunterbrüche im Schlaf pro Nacht - Lebensgefahr) schlafen können. Die können/müssen dann auch mit dem akuten und permanenten Brechreiz fertig werden. Übrigends, auch Operationen (chirugische Verkürzung des Gaumensegels/Gaumenzäpfchen) bringen nicht die gewünschte Wirkung.
Aber für den Normalschnarcher (auch wenns noch so laut ist) nur sehr bedingt eine Alternative. Wenns bei mir mal wieder schlimm ist (das kommt in grösseren Zeitabständen vor und die Ursache ist uns noch unklar) zieh ich für zwei/drei Nächte eben ins Gästezimmer und unsere Ehe wird nicht belastet.
Ich hoffe, dieser kleine Bericht war hilfreich im Sinne der ursprünglichen Fragestellung.
Freundliche Grüsse
Ray