Hallo,
weitgehend gebe ich Dir Recht. Nur der Punkt der vorher Planens ist so eine Sache. Häufig wird einen die Zielsetzung erst klar, wenn man rumprobiert. Ich habe mit 16 mit Kraftsport angefangen (wg. den Weibsleut *g*). Damals Kraftraum an der Uni Darmstadt, wo die ganzen Schwerathleten (Hammer-/Diskuswerfer) trainiert haben. Gut ich hatte dadurch zwar den Vorteil keine gravierenden Fehler bei Grundübungen zu machen aber mein Trainingsplan im ersten Jahr war völlig chaotisch (6mal die Woche trainiert, hätten die mich Sonntags noch reingelassen, wäre es wohl jeden Tag gewesen). Dazu 4mal die Woche Karate & Hapkido. Also völliges Übertraining. Dennoch habe ich mehr Fortschritte gemacht, als ich es bisher in Studios bei Anfängern gesehen habe, die nach von Trainern angefertigten Trainingsplänen trainierten. Vermutlich auch, weil ich bei dem ganzen Übertraining meine Grenzen ausgelotet und Biß entwickelt habe und Anfänger in den Studios mit den Plänen einfach unterfordert sind. Erst als die erste längere Stagnation kam, begann ich mich für die Trainingsmethodik zu interessieren und mir darüber klar zu werden, welche Ziele ich mit dem Sport eigentlich verfolge (neben den Weibsleut *g*).
Selbst wenn er erst mal nur die Arme dick machen will, wird er nach gewisser Zeit selbst erkennen, daß es nach nichts aussieht, wenn restlicher Oberkörper und Beine nicht dazu passen. Die Erfahrung kann er durchaus selbst machen. Die Möglichkeiten Übungen mit komplexen Bewegungsablauf wie z.B. dem Kreuzheben zu Hause (falsch) zu machen sind ohnehin begrenzt und daher auch die Chancen sich dauerhafte Schäden damit einzuhandeln. Ich bin zwar auch der Meinung, daß er besser in einen Fitness-Studio aufgehoben ist aber wenn er seine ersten „Gehversuche“ zu Hause machen will - why not ? In spätestens einen halben Jahr besinnt er sich eines besseren oder schmeißt das Vorhaben.
Gruss
Enno