Muskelaufbau / Radfahren / Ernährung

Hallo,

ich fahre täglich 40 km Liegerrad (20 km zur Arbeit und zurück, alles Ebene nur bei gutem Wetter), dieses Jahr waren es bereits mehr als 50 Tage. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich jetzt leistungsmäßig nicht mehr weiter komme (Schnittgeschwindigkeit auf der Geraden 30 bis 34 km/h). Nun stellt sich mir die Frage, ob das eben so ist, oder ob es evtl mit der Ernährung zusammenhängt. Evtl kein Muskelaufbau durch zu wenig Eiweiss.

Ich esse morgens nichts (sonst wird mir schlecht), fahre die 30 km. Dann esse ich 2 Sahnejoghurt und im Laufe des Tages 3 Scheiben Brot mit Käse oder Schinken. Außerdem 2-3 Müsliriegel. Mittags ein 30minütiger Spaziergang mit Kollegen. Dann nachmittags die Fahrt nach Hause, 20-30 Minuten Gartenarbeit (Gießen, Unkraut etc). Anschließend Abendessen: meist ein Stück Fleisch, dazu Kartoffeln, Gemüse usw. was der Garten gerade so abwirft (derzeit viel Blumenkohl / Brokkoli, dazu die ersten Tomaten und Gurken).

Wo fehlts da jetzt für mehr Leistung, oder muss ich noch mehr Radfahren (was ich egentlich nicht will, 1,5 Stunden plus Gartenarbeit sind mir eigentlich genug).

Gruss, Niels

hallo niels,

ein wenig ist mir noch unklar, was deine frage ist.
jedenfalls kann muskelaufbau bei dir nicht stattfinden, da du nichts dafür tust.
außer in den beinen durch das strampeln.
wenn du aber keine gewichte stemmst, kannst du auch keine muskeln aufbauen.
mit ernährung hat das weniger zu tun.

strubbel
#:open_mouth:)

Hallo,

ja, die Frage war wohl etwas wirr und unpräzise. Kurz gesagt: ich will schneller fahren, wie mache ich das? Und reicht meine Ernährung, bzw kann ich damit etwas beeinflussen?

Gruss, Niels

Hallo Niels,

damit machen wir fast das Gleiche, mit dem Unterschied, daß ich ein MTB nehme.

Fortschritte sind ja da, denn mit einem Durchschnitt von knapp über 30 ist man schon fast doppelt so schnell wie ein gewöhnlicher Wochenendradler unterwegs.

Bei mir ist jetzt auch keine Steigerung mehr zu sehen(bin jetzt seit 5 Monaten per Rad zur Arbeit unterwegs), aber überholen konnte ich bisher noch jeden, selbst Rennradler sind kein Problem mehr(die fluchen übrigens ganz schön, wenn sie einen nicht abschüteln können :wink: ).

So einfach noch schneller fahren geht nicht, weil der Körper irgendwann an die Grenzen kommt, wo er ein vielfaches mehr trainiert werden muss, als das man das noch mit „normalem“ Amateur-fahren schaffen könnte.

Profis fahren mehrere Stunden jeden Tag, um dann Durchschnittsgeschwindigkeiten jenseits der 40 km/h herauszufahren.

Was du machen kannst, nachdem du ja in der Ebene schnell bist:geh in die Berge und versuche, da deinen Schnitt zu halten.
Da bin ich gerade dabei(jeden 2. Tag Umweg über hügeliges Gelände), nach ca einem Monat sind dabei noch einmal 2km/h mehr für die Ebene herausgekommen.

Eine andere Variante, um mehr Muskeln aufzubauen, lass die kleinen Gänge weg, ich selber fahre von meinen 27 gerade mal die letzten 4, für den Rest habe ich keine Verwendung, das geht aber immens auf die Kniee.
Da muss man dann abwägen, was wichtiger ist, sobald es wehtut, aufhören.

Durch reine Ernährung wirst du nicht schneller werden, nur mehr Training wird es bringen.
Aber halte dir immer vor Augen: Du bist jetzt schon ein vielfaches schneller als 90% aller Radfahrer.
Das zu akzeptieren hat bei mir auch eine Weile gedauert.

Gruß
Daniel

Hi Niels

… Kurz gesagt:
ich will schneller fahren, wie mache ich das? Und reicht meine
Ernährung, bzw kann ich damit etwas beeinflussen?

Ganz einfach, wenn du schneller fahren willst, mußt Du mehr trainiren.
Denn mit 40 km am Tag kommst Du nicht weiter.
Da hilft nur eins: Kilometer fressen.
400-500 km die Woche, davon 130-150 an einem Wochenendtag sollte das schon sein.
Wenn Du das Pensum in moderaten Tempo 60-70% der Hfmax schaffst, kannst dann mit Intervalltraining anfangen, zweimal die Woche abschnittsweise mit ~ 90% der Hfmax fahren, dazu noch etwas Schnelligkeitstraining, d.h. Fahrten mit Trittfrequenzen von 130-140 Kurbelumdrehungen/Minute.
Wenn du das 5-6 Monate durchziehst, wirst wirklich schneller, allerdings ist für so ein Training ein richtiges Rennrad eher geeignet als ein Liegerad.

Bei deinem jetzigen Umfang kannst du durch Ernährung nicht allzu viel beeinflussen, fängst Du automatisch an, deine Ernährung anzupassen, Du bekommst auf einmal Kohlenhydrathunger, dazu noch viel frisches Obst oder Gemüse, dazu noch zur Eiweißdeckung mageres Fleisch, dann klappt’s fast von allein, aber nochmals, das Wichtigste ist das Training.

Cu

Axel

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Danke an euch…
Hallo,

sowas, wie ihr mir schildert, habe ich mir fast gedacht. Ich denke, mehr Training ist nicht drin. Habe wie gesagt noch 100 qm Gemüsegarten zu pflegen, gießen, einkochen etc. Da bleibt nicht viel Zeit. Diese Woche bekomme ich ein neues Liegerad, mit dem sollten nochmal 3-4 km/h rauszuholen sein (Rennlieger gegenüber meinem alten Tourenlieger).

Meine Frau fährt auch Liegerrad (2x25 km täglich). Die fährt einen Schnitt von 27-28 km/h. Auf kurze Distanzen dann auch mal deutlich über 30. Da solltet ihr erst mal sehen wie die männlichen Radler reagieren, wenn sie an denen vorbeibrettert und die dann plötzlich verzweifelt versuchen mit ihr mitzuhalten :smile:)

Also nochmal danke an alle. Ich denke, ich werde mich mit dem momentanen Stand zufrieden geben (müssen).

Gruss, Niels