das ist fakt, hab ich mühsam recherchiert:
Die Nervenzelle, die für die Kontraktion (das Zusammenziehen) der Muskulatur verantwortlich ist, heißt alpha-Motoneuron. Von dort aus führt ein Reiz in Form eines elektrischen Impulses über die Nevenbahn zu den Muskelfasern. Dort angekommen wird der elektrische Impuls in einen chemischen umgewandelt, der die Kontraktion initiiert. Ein alpha-Motoneuron versorgt dabei stets mehrere Muskelfasern. Zusammen nennt man das alpha-Motoneuron und die entsprechenden Muskelfasern eine motorische Einheit.
Eine kleine aber wichtige Struktur des Muskels sind die sogenannten Z-Scheiben, die die Grenze zwischen jeweils zwei Filamenten bilden. Diese Z-Streifen bekommen bei sehr hoher oder ungewohnter Belastung Risse. Dieser Zustand wird allen Marathonis bekannt vorkommen und als Muskelkater bezeichnet. Muskelkater entsteht bei exzentrischer Muskelarbeit, d.h. der maximal angespannte Muskel wird gedehnt (quasi bremst er den Körper ab), wie er z.B. beim bergab laufen belastet wird. Ursache hierfür ist, dass weniger motorische Einheiten eingebunden werden und so die einzelne Muskelfaser stärker beansprucht wird. Einhergehend mit der hohen oder ungewohnten Belastung folgt zunächst eine Kraftminderung. Wie kommt es aber, dass der Schmerz erst nach einiger Zeit eintritt? In den Muskelfasern selbst befinden sich keine Schmerzrezeptoren, folglich kann kein Reiz entstehen. Der Körper muss aber die Eiweißbruchstücke mit Hilfe von Gewebewasser abtransportieren. Diese sogenannte Ödembildung geht mit einer Schwellung einher, die infolge des Gewebedrucks den Schmerz auslöst. Die Folge ist eine verschlechterte Durchblutung mit einer Schmerzverstärkung, was zu einer reflektorischen Verspannung führt. Der Teufelskreis eskaliert und bewirkt, das der größte Schmerz durch Muskelkater erst am zweiten Tag nach der Belastung eintritt. Mit Wechselbad, sanftem Dehnen und Aqua-Jogging beschleunigen Sie die Genesung.