Muss es erst soweit kommen?

Hi
ich frage mich heute morgen wie weit wir kommen müssen bis wir begreifen daß Tiere aller Art ein Recht auf Leben haben.

In meiner Gegend wurde jetzt vom Kreisjägermeister der Abschuss von Hunden empfohlen(Zeitungsbericht ARZ von heute)
Der Grund:
In den letzten 2 Jahren wurde im gleichen Gebiet 18!!! Rehe von Hunden nachweislich gerissen(Frasspuren usw.)

Warum wird eigentlich immernoch über die Leinenpflicht von Hunden gestritten? Muss es erst soweit wie jetzt kommen??
Warum nehmen Hundehalter keine Rücksicht mehr auf die Rechte der Wildtiere? Haben diese kein Recht in Ruhe zu leben?
Der letzte Fall war wohl am So/Mo nacht. Ein Reh und ein Bock beide Aufgerissen von vorn bis hinten. Kein Todbiss im Genick.

Ich bin an beiden Seiten beteiligt und bei Gott keiner von den Jägern will nen Hund verschießen, aber damit es nicht dazu kommt… bitte leint die Hunde im Wald an.
Nachher sind die Jäger wieder Mörder. In diesem Fall glaub ich nicht an den Mörder in Grün sondern den Idioten im Trainingsanzug mit Hund und Handy. Kein Hund ist frei von Jagdtrieb. Keiner.
Wer Tierschützer ist, schützt das Wild vor dem Jäger und dem Hund. Nicht nur vor dem Jäger.

Sorry, auch wenn evtl. ein MOD jetzt diesen Beitrag löscht…
Ich musste es mir hier mal von der Seele schreiben denn ich kotz daß ein Hund jetzt erst sterben muss damit der Mensch aufwacht

Steffen

Ach Steffen,
du hast ja recht!!! Ich erzähle das meiner Mom auch alle naselang! Gottseidank sind Hasen und Rehe zu schnell für den völlig unerzogenen Hund…aber irgendwann machts halt peng!! Und was passiert wohl, wenn dieser Hund dann noch über ein Kitz stolpert??Warum sind manche Hundebesitzer nur so stur?? Oder dämlich???
Bussi
Bicy

Probleme mit wildernden Hunden
Hallo,

wildernde Hunde gehen gar nicht, das ist klar. Der Grausamkeitsbonus von wegen „aufgeschlitzt statt Tötungsbiss“ macht mich jetzt nicht so besonders betroffen, Rehe sind Beute, Beute wird gejagt und getötet - bei Gazellen in Afrika weint da ja auch keiner eine Träne, wenn sie von Löwen zu Tode gehetzt werden. Der Grund warum Hunde nicht wildern sollen, ist nicht dass sie besonders grausam sind, sondern dass wildernde Hunde wirtschaftliche Schäden anrichten, die Fauna schädigen und eine Gefahr für Tiere und Menschen darstellen. Zudem sorgen sie dafür, dass das Zusammenleben von Hundehaltern und Nichthundehaltern erschwert wird.

Also (zumindest bei uns) wird über Anleinpflicht nicht diskutiert, es gibt sie bereits. Wie so oft ist die Problematik nicht in fehlenden Vorschriften, sondern in deren Nichteinhaltung zu suchen. Mir gehen auch die Idioten auf den Keks, die ihre Hunde durch den Wald laufen lassen, während ich mit meinem neuen Hund schwitzend das Antijagdtraining anwende. Die Idioten sorgen nämlich nicht nur für Aufruhr in der Fauna, sondern sind auch an der Leinenpflicht schuld. Denn die gilt für jeden Hund, auch für meine uralte Hündin (mittlerweile tot), die keinen Zentimeter vom Waldweg runterging.

Wie so viele Probleme lässt sich die Sache auf Rücksichtslosigkeit bestimmter Personen zurückführen. Was ist Dein Lösungsvorschlag? Oder Deine Frage?

Gruß,

Myriam

Wesenstest für Jagdschein-Anwerber?
Hi Steffen,

ich habe hier aber schon einige (meist aus Großstädten stammende) Jagdpächter erlebt, die sich dran „aufgeilen“, überhaupt etwas erlegen zu können - und sei es einen Hund. Einige taten sich auch hervor, indem sie sich damit brüsteten, bewusst Katzen zu überfahren und sie in der Kühltruhe aufzubewahren, um sie nach und nach als Köder zu nutzen.

Wie war das mit dem „Recht auf Leben“?

Selbstredend sollte jeder Hundebesitzer so verantwortungsvoll sein, den Hund anzuleinen, aber ich sehe bei diesen Hobby-Jägern weniger einen Tierschutzgedanken. Wird eigentlich ein Wesenstest auf Eigung bei der Prüfung zum Erwerb eines Jadgscheins gefordert?

Viele Grüße

Susan

Hi Myriam
meine Frage ist:
Warum meint jeder seinen Fiffy ohne Leine durch den Wald rennen lassen zu müssen, pocht auf die tierquälerische Haltung die ja beim Leinengang ausgeübt wird, aber vergißt daß sein ach so nicht gequälter Fiffy andere Lebenwesen evtl. quält.
Warum wird von Hundehaltern immer auf „ihr“ Recht gepocht? Wenn dies alles Tierschützer sind, bin ich froh Jäger zu sein, denn wir schützen die Natur nicht nur ein Lebewesen

Und zu der Frage wegen Jägern…
Der „typische Jäger“ den es vor Jahren mal gab den gibts lang nicht mehr.
Jeder Jäger wird auf seine Fähigkeiten und seinen Geisteszustand überprüft. Und er wird im Gegensatz zu Normalverbrauchern, jedes Jahr von Gesetzwegen überprüft(Führungszeugnis muss immer sauber sein)
Aber das wird zu lange.

Steffen

Hi Susan
deine Aussage schreit nur vor Fehlern, falschen Aussagen und übelsten Unterstellungen daß ich keinen Sinn sehe hier dich von der Falschheit deiner Aussagen überzeugen zu können.
Nur soviel, schau dir mal meine Antwort an „Fingersmith“ an… ja jeder Jäger wird im Gegensatz zum Otto normalo auf seinen geistigen Zustand überprüft und sein FZ jedes Jahr gecheckt, im Gegensatz zu dir.

Solltest du die Wahrheit erfahren wollen, dann meld dich.

Steffen

Hallo!

Kein Hund ist frei von
Jagdtrieb. Keiner.

Sorry, kann ich so absolut nicht unterschrieben!
Ok, meine Hund würde ich im Wald nie frei laufen lassen weil da der Jagdtrieb da wäre… aber ich kenne Hunde, die interessiert sowas alles nicht, da würde ich meine Hand für ins Feuer legen, dass die niemlas losrennen würden

Wer Tierschützer ist, schützt das Wild vor dem Jäger und dem
Hund. Nicht nur vor dem Jäger.

Du hast schon recht…aber ich finde den vergleich trotzdem holperig…ich Glaube die Jägerschaft hat insgesamt ungleich viel mehr tote Rehe zu verbuchen als alle Hunde zusammen…

Generell sollte man seinen Hund einfach einschätzen können, und daran mangelt es vielen Leuten oder es ist ihnen egal. Wenn man sich nicht sicher sein kann, dass der Hund nicht losläuft wenn Wild auftaucht, sollte man ihn unter Kontrolle haben in Gebieten wo es wahrscheinlich ist auf Wild zu treffen. Wie gesagt, ich traue meinem Hund da nicht, daher kommt er in fremden Gebieten oder eben bekannten Gebieten mit hohem Wildwechsel an die Leine.

Oh, und der „Wesenstest“ für Jäger kann ja nicht so pralle sein…ich kenne da ein paar wo ich immer wieder panisch die Augen aufreiße bei dem gedanken, dass diese Menschen geladene Waffen in die Hand bekommen. Ich kenne allerdings auch andere, die ganz ok sind…gibt halt immer solche und solche. (aber die erste Art überwiegt bei mir ehrlich gesagt)

gruß
aj

Liebster Steffen,

richtig lesen (und schreiben) vermeidet Missverständnisse: Ich habe mit keiner Silbe gegen den Leinenzwang gewettert, wie Du jetzt, nach nochmaligen Lesen, eventuell entdecken wirst. Und meine Aussage war nur die, dass ich - und so ist es leider eben - derartig beschriebene Jagdpächter hier kennen gelernt habe.

Schade, dass Du vor lauter Kategorie-Verliebtheit so häufig Dein nicht zu unterschätzendes Wissen in der Wahrnehmung schmälerst.

Aber als „Platzhirsch“ werde ich mich gewiss nicht mit Dir anlegen!

Lass es also gut sein!

Viele Grüße

Susan

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Hallo Steffen!

Kein Hund ist frei von Jagdtrieb. Keiner.

Da gebe ich Dir Recht - aber man kann den Jagdtrieb kontrollieren. Meine beiden (Rottweiler und Groenendale) waren mit mir vor ein paar Wochen mit dem Fahrrad unterwegs (sie natürlich auf ihren Pfoten). Das Gras stand hoch, der Weg ging um die Ecke und war nicht einsehbar. Während ich also um besagte Ecke bog, sah ich auf einmal einen Hasen (kein Kaninchen) in zügigem Tempo auf mich zu laufen. Er machte noch ein paar Schritte, stoppte , schaute und macht sich dann über den Weg ab in den Wald. Abstand zu mir und meinen Hunde war vielleicht 5m. In dem Moment als meine Hunde den Hasen sahen, ging ein Ruck durch beide und sie waren sofort bereit, hinterher zu stürzen. Ein scharfes „Nein“ von mir und die Jagd war abgebrochen, bevor sie überhaupt losgegangen war.
Das ist kein Einzelfall, wir sehen relativ viel Wild hier. Warum soll ich diese Hunde an die Leine nehmen? Sie sind so erzogen, daß sie nur für ihr Geschäft ein paar Meter in den Wald gehen, ansonsten laufen sie auf dem Weg oder toben mal über die Wiese. Aber ich kann sie jederzeit abrufen oder ablegen. Das hat viel Zeit, Mühe und Konsequenz erfordert.
Meine Antwort auf die Forderung „nehmen Sie Ihren Hund an die Leine, alle Hunde jagen“ ist deshalb „Zeigen Sie mir das Reh, dann zeige ich Ihnen, daß meine Hunde es nicht jagen!“
Ich finde die Verallgemeinerung schlimm! Es gehorchen eben nicht alle Hunde! Bei den Hunden, deren Jagdtrieb nicht kontrolliert werden kann (sei die Ursache beim Hund oder beim Hundeführer zu suchen), bin ich sofort dabei, eine dauerhafte Leinenführung zu propagieren. Aber es ist nicht zu vertreten, uns alle in Sammelhaftung zu nehmen für ein paar unverständige und uneinsichtige Idioten!
Und was die Jägerschaft angeht - es ist noch nicht soooo lange her, da hat ein schießwütiger Jäger eine wildernden Hund in einem Naherholungsgebiet in NRW erschossen - nur das der Hund an der Leine war! Der gleiche Jäger hat ein paar Jahre vorher einer Frau das Pferd unter dem Sattel weg erschoßen - Begründung: er hätte auf eine Taube ein paar Meter weiter links gezielt! Warum darf so jemand mit einem Gewehr rumlaufen?
Ich habe nichts gegen Jäger (mein Vater war auch einer) - ganz im Gegenteil, Hege und Pflege des Wildes sind wichtig und richtig. Aber selbst passionierte Jäger geben zu, daß vieles nicht mehr zeitgemäß ist. Es gibt Untersuchungen, daß die Wildunruhe während der Jagdsaison nicht von den verhassten Spaziergängern herrührt, sondern von der Tatsache, daß die Tiere von der Bejagung gestört und verunsichert werden. Erfahrene Forstleute erklären immer wieder, daß Ansitzjagd nicht sinnvoll ist. Eine oder zwei Drückjagden und ansonsten Ruhe in der Tierpopulation wären viel besser für die Wildtiere.
Ich finde es schlimm, wenn Hunde wildern, aber ich finde es genauso schlimm, wenn mir jemand unterstellt, unverantwortlich zu handeln, weil ich meine Hunde frei laufen lasse. Ich denke, daß eine individuelle Einschätzung der Situation, ein einsichtsvolles und verantwortliches Umgehen mit einander und den Bedürfnissen des jeweils anderen, sinnvoller ist als alle Gesetzgebung, die für die verantwortungsbewußten Mitbürger überflüssig ist und von den nicht Verantwortungsbewußten sowieso ignoriert wird.
Mit freundlichen Grüßen

Archie

Susan
ich bin weder Platzhirsch , noch sonst was.
Nur ich besitze den Jagdschein, kenne 3 Jägervereinigungen von Innen,
bin gerade dabei den Falknerschein abzulegen, bin 5fach Hundehalter(davon 2 führige Jagdhunde mit Jagdnachweis), bilde Jagdhunde aus.
Gehe mit allen 5 regelmäßig spazieren, auch in fremden Revieren, hatte nie Ärger(doch vor 6 Jahren als meine Jacky 4 Monate alt war und einen Hasen hetzte), bin Jogger, Fahhradfahrer und vieles mehr.
Ich sehe also die Sache von allen Seiten und nicht nur aus Erzählungen von großkotzigen Möchtegernjägern. Denn als solche bezeichne ich die, welche sich brüsten müssen wenn sie mal was geschossen haben(Stichwort Jägerlatein)
Was ich mir wünsche ist, daß wenn jemand gegen eine Gruppe wettert, entweder diese intern kennt(daher werde ich nicht alle Jäger verteidigen sondern nur die welche Vernünftig sind und das sind viele nicht alle) oder aber hinter frägt was der Experte, nud davon gibts hier noch mehr, von der und der Aussage hält und sich ggfs überzeugen läßt daß er im Unrecht oder Recht ist.

Fakt ist, deine Aussage war:
…aber ich sehe bei diesen Hobby-Jägern weniger einen Tierschutzgedanken
->Du hast keine Ahnung wer den Tierschutzbund finanziert.
Was der Begriff FFH(Flora Fauna Hege) für Jäger bedeutet von Gesetz wegen(EU-Recht)

…Jagdpächter erlebt, die sich dran „aufgeilen“, überhaupt etwas erlegen zu können - und sei es einen Hund. Einige taten sich auch hervor, indem sie sich damit brüsteten, bewusst Katzen zu überfahren und sie in der Kühltruhe aufzubewahren, um sie nach und nach als Köder zu nutzen.
-> Bild sprach mit den toten Katzen und schrieb am nächsten Morgen darüber… ich weiss, ein Pit Bull ist ein Rottweiler Schäferhundmischling…siehe Bildzeitung August 2000

Diese Aussagen sind inhaltlich und sachlich komplett daneben. Darum ging es mir. Schade daß du so ein Bild von einem Personenstand hast der mehr für deine Umwelt tut in der du spazieren gehst als du glaubst

Steffen

Hi Archie,
danke für deine super Antwort.
Mir ist nichts daran gelegen Hunde an die Leine zu legen, aber in diesem Fall muss ein Mann den ich sehr schätze weil er zu den moderneren Jägern zählt Hunde freigeben. Das ist für mich der Punkt wo ich kotze. Im Waldgesetz steht klar und deutlich:
In Ruf oder Sichtweitezu gehorchen sodaß er vom Wild abzubringen ist.
Wer dies nicht kann, weil er keine Lust hat so zu trainieren oder den falschen Hund für sich führt der muss halt den Leinenzwang hinnehmen.

Ich bedaure daß meine da nicht immer mithalten können. Leider.

Und was Ansitz und Drücken angeht… ich schließ mich dir sofort an.
Nur leider wollen viele Jäger gern von daheim weg :smile: Und nutzen dies um ihre Ruhe zu haben(Abschalten)
Wem ist es zu verdenken wenn er bei der Hektik heutzutage auf dem Sitz hocken will, weg von Arbeit, Frau und Kind. Mal durchatmen.
Aber sinnvoll ist die Ansitzjagd sicher nicht mehr
Gruß Steffen

Lieber Steffen,

nochmals: Ich habe Deine Kompetenz nie angezweifelt. Und interessant: Du gibst jetzt selbst zu, dass es „großkotzige Möchtegernjäger“ gibt. Etwas anderes wurde doch nie behauptet! Habe ich in irgendeinem Satz pauschaliert?

Also nochmals: Lass gut sein, und uns jetzt beide nicht auf „Bild-Zeitungs-Niveau“ begeben.

Deine heftige Reaktion müsste mich sonst zum Grübeln bringen, warum eine „Gruppe“ so derartig verteidigt werden muss, die doch nur Gutes tut.

Viele Grüße

Susan

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Hallo Steffen!

Schön, daß wir uns einig sind! Ich hab’ in Wuppertal einen Hund gekannt, der sich (in Kombination mit der Besitzerin) als absolut erziehungsresistent und jagend erwies. Als dieser - nach mehrfacher Androhung durch den Revierförster - bei Wildern erschossen wurde, wogte die Empörung hoch. Damals habe ich den Förster genauso verteidigt, wie ich jetzt die verantwortungsbewußten Hundebesitzer verteidige. Es tat mir Leid um den Hund, aber die Besitzerin hat um die Konsequenzen gewußt. Daß ihr Hund sein Leben lassen mußte, ist ihre Schuld gewesen.
Solange kein Jäger auf einen unter Kontrolle stehenden Hund schießt, sondern nur auf die wildernden bzw. unkontrolliert rumlaufenden, ist der Abschuß bedauerlich, aber gerechtfertigt. Die Zeiten, wo ein Rudel freilaufender Hunde durchs Dorf und durchs Feld zogen, sind - glücklicher Weise - vorbei. Jeder Mensch ist für sich und sein Tier verantwortlich. Und wer dieser Tatsache keine Rechnung tragen kann oder will - sei es durch Erziehung oder durch Leine - der muß mit den Konsequenzen leben! Es ist nur bedauerlich, daß das Tier, dem die Gefahr ja nicht bewußt ist, am Ende die Fehler seines Besitzers ausbaden muß!
In diesem Sinne für ein friedliches und verantwortungsbewußtes Miteinander!

Archie

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Hallo Steffen,

auf dieser Ebene

Warum meint jeder seinen Fiffy ohne Leine durch den Wald
rennen lassen zu müssen

Warum wird von Hundehaltern immer auf „ihr“ Recht gepocht?

Wenn dies alles Tierschützer sind

(Hervorhebungen von mir) kann ich nicht diskutieren.

Bei uns setzen sich von 100 Hundehaltern ca. 20 über die Ableinpflicht hinweg. Das setzt sich dann so zusammen:

4 Hunde jagen und stöbern aktiv, keine Reaktion bei Haltern. Diese Hunde würden sicher wildern.
6 Hunde gehen hinterher, wenn Wild zu sehen ist und lassen sich nur schwer bis gar nicht abrufen. Diese Hunde wildern möglicherweise.
10 Hunde gehen hinterher, wenn Wild zu sehen ist, lassen sich aber abrufen bzw. kommen von selbst nach ein paar Metern Sprint zurück.

Ich denke mir, dass das in anderen Gebieten ähnlich ist. Daraus abzuleiten, dass alle Hundehalter ihre Hunde unkontrolliert im Wald rumlaufen lassen, ist mir unmöglich.

Jeder Jäger wird auf seine Fähigkeiten und seinen
Geisteszustand überprüft.

Einer unserer Jagdpächter (in meinem Gassirevier sind 3) ist extrem schwerhörig und oft alkoholisiert. Mir wird da oft ganz anders … Die anderen sind in Ordnung, die eine ist sogar eine ortsansässige Retrieverzüchterin, mit der ich mich gut verstehe. Hege und Populationskontrolle müssen sein. Abschuss aus Spaß am Töten ist das letzte. Vorigen Monat war ich bei meinem Onkel (=reich) zu Besuch, der im Schwarzwald wohnt. Am Tisch waren auch Freunde und Bekannte von ihm, Ärzte, Architekten, Unternehmer usw., viele davon mit eigener Jagd. Die Stories, was sie schon alles abgeschossen haben … da kommt mir das kalte Kotzen.

Gruß,

Myriam

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Hallo Steffen,

mein Mann war Jäger und von daher habe ich ein wenig Einblick bekommen.
Bei so viel gerissenem Wild scheint es sich um 1-2 wild lebende größere Hunde zu handeln. Wenn man die erwischt und erschießt, was nicht so einfach ist, weil sie sicher wölfische Scheu haben und vorsichtig sind, dann hört diese Masse an Wildereischäden sicher auf.

Ich bin jedenfalls nicht dafür so ein Geschrei zu veranstalten, bevor man die Sache nicht absolut sicher weiß. Hat man die Hunde fest an die Leine gefesselt und findet dann wild lebende wildernde Hunde, guckt man dumm aus der Wäsche und die Hunde müssen es ausbaden.

Gruß Steffi

Hallo,
Ein Kitz ist gefährdet ok… ein ausgewachsenes Reh ? Können die nicht vorher schon tot gewesen sein und die Bissspuren kamen später ?
Und selbst wenn wirklich 18 Rehe im gleichen Gebiet nachweislich vom Hund gerissen wurden, warum legen sich die Jäger dann nicht da mal zusammen auf die Lauer ? Das kann doch nur ein Hund sein, der Hunger hat und wild lebt …
http://www.weshow.com/de/p/18263/reh_schlagt_auf_hun…

Grüße
Margit

Hallo Steffen,

du sprichst mir aus der Seele. Ich habe auch absolut kein Verständnis für Leute, die ihren Hund in der Brutzeit frei laufen lassen.
Dieses Jahr habe ich schon drei mal gehört, dass „mein Hund sowas nicht macht!“ Das ist imho totaler Unfug. Läuft einem Hund potentielle Beute vor die Nase, wird der liebste Hausfiffi zum Tier, sprich, seine Instinkte brechen durch.
Ich frage solche Hundehalter gerne, wenns denn passt, ob sie seit ihrer Hochzeit noch nie einer anderen Frau auf den Arsch geguckt haben. Wenns schon beim vermeintlich seine Instinkte im Griff habenden Menschen nicht klappt, wie soll sich dann ein Hund unter Kontrolle halten?
Letzten Sommer kam mir beim Spazieren ein Ehepaar mit freilaufendem Hund entgegen. Direkt neben mir war ein Entenpärchen, dass laut schnatternd versuchte, den Hund vom eigenen Nachwuchs abzulenken.
Ich rief den „Hundeverstehern“ entgegen, sie sollen doch ihren Hund an die Leine nehmen. Selbstverständlich kam der bekannte Unfug: „Mein Hund jagt nicht!“ Was war das Geschrei gross, als ich den Köter einen Meter vor den Enten am Genick packte und den Besitzern zum Anleinen überreichte. Selbst wenn es stimmen sollte, dass manche Hunde nicht jagen, ist es völlig unnötig, Angst und Schrecken in der Wildbahn zu verbreiten.
Für mich ist das Freilaufenlassen nicht nur mangelnder Respekt der Natur gegenüber, sondern auch ein Zeichen für die fehlende Eignung als Hundehalter.

Aufgeregte Grüsse

Jörg

ot: Re^3: Muss es erst soweit kommen???
Hallo,

Und was Ansitz und Drücken angeht… ich schließ mich dir
sofort an.
Nur leider wollen viele Jäger gern von daheim weg :smile: Und
nutzen dies um ihre Ruhe zu haben(Abschalten)

… oder nutzen auch die Ruhe, um einen sauberen Schuss antragen zu können. Die meisten bei Drückjagd erlegten Rehe würde ich nicht kaufen (außer evtl. als Hundefutter - aber da fallen im Straßenverkehr genügend an).

Gruß

Johnny

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Hi Steffi
ich schreie nicht, ich bitte alle Hundehalter anhand dieses Beispiels daß bei uns leider aktuell wurde, ihr Verhalten von Hund Mensch Natur zu überdenken.
Daß sollte im Sinne von deinem Mann genauso sein, wie vom normalen Hundehalter.

2 verwildernde Hunde… denkbar. Realistischer… 2 Hunde welche schon mal Waidmannsheil hatten und es jetzt wieder tun.
Ich werd den Fall beobachten und mich wieder melden.

Interessant ist nur, wieviele hier plötzlich schreien, statt sich mal Gedanken zu machen. Wie heißt es so schön… getroffene Hunde bellen laut.

Keiner mag es gerne hören, aber! die Aussage mein Hund jagt nicht ist idR. Schwachsinn. Nur hören will es keiner und wahrhaben auch nicht.
Mein Hund ist heilig… Scheiß auf die Umwelt, schreien kann man ja dann allemal und am Ende des Jahres bereinige ich mein Gewissen für meine Sünden mit einer Spende an eine Tier oder Umweltschutzorga.

Dieses Denken mal anzufragen, darum gehts hier. Und wie ich sehe… ist es weit verbreitet, leider

Gruß Steffen

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Nettes Video…
aber der Hund ist unfähig von vornherein. Zum Glück. Ein erfahrener Hund hätte komplett anders reagiert. Und das Ergebnis wäre wenn der Hund schlecht im Kommando steht beschissen gewesen, nicht so süß wie hier.
Schau mal wie der den Schwanz einkneift. Und 2. Du hast hier kein Reh vor der Nase sondern aller Voraussicht nach eine wehrhafte Damwilddame Adult oder eine Sikahirschdame adult d.h. ca. 60-80kg Lebendmasse je nachdem was genau und wie alt usw. Einen Bock erkenne ich nicht… zu undeutlich leider.

Der Hund aber ist keine 7 Monate alt. Ha ha ha. Der Erfolg des ganzen für den Hund ist zweifelhaft.

Hast du eine Ahnung wie ein Reh aussieht? Der Unterschied ist wie Äpfel und Tomaten. Beide sind erst grün dann rot… Aber an sich Grundverschieden. Genau deswegen liebe ich die Menschen die sich aufregen…

Ein Reh zu schlagen ist für einen Hund über 50cm kein Problem.
Zu zweit sowieso nicht.

Also bitte auch hier… erst schauen dann schreien. Sika und Damwild findet man freilebend idR. nur noch im sächsischen Raum. Wurde dort zu Honeckers Zeiten ausgewildert(sowas nenn ich dann „Bonzenjagd“ also keine echte Jagd mit Wert für die Natur)