Hallo, ich bin 18 Jahre alt und Schülerin. Anfang August war ich auf einer Tattoo-Convention. Da war ein Stand von irgend einem Verlag und der Angestellte der Firma hat gesagt dass ich zwei Tattoo-Magazine erstmal umsonst zugeschickt bekomme und dass ich nach dem zweiten Magazin den Vertrag kündigen kann, wenn ich nicht kündigen würde müsste ich die Magazine die ich ab da an zugeschickt bekomme bezahlen. Das fand ich ziemlich gut also hab ich da seine paar Zettel unterschrieben und er hat mir bei jedem Zettel auch erklärt was ich da unterschreibe. Ende August bekam ich einen Brief, worin stand das ich ein Playboy Abonnement beantragt habe und ab jetzt 5,80 € pro Magazin zahlen soll. Ich dachte das wäre ein Irrtum und es kam mir sowieso unseriös vor, weil sogar mein Nachname überall falsch geschrieben war. Ich kam gar nicht auf die Idee, dass das was mit dem Verlag auf der Tattoo-Convention zutun haben könnte. Vor 1-2 Wochen kam dann ein Magazin an. Ich dachte mir, Sachen die einem falsch zugeschickt werden darf man behalten und muss sie nicht für sein eigenes Geld zurückschicken. Als ich von der selben Firma am 16.10 plötzlich eine Rechnung in Höhe von ca 35€ bekam, mit der Aufforderung innerhab von 14 Tagen zu zahlen, habe ich dann doch nochmal genauer hingeguckt und habe dann erst gemerkt, dass das die selbe Firma ist die mir die zwei Tattoo-Magazine versprochen hatte. Gestern habe ich eine E-Mail an den Kundenservice geschrieben, worin ungefähr das stand was ich euch gerade auch geschrieben habe und das ich hoffe dass es sich um einen Irrtum handelt, da ich niemals ein Playboy Abonnement abgeschlossen habe usw. Heute morgen habe ich nur folgende Antwort bekommen:
Sehr geehrte Frau *******,
leider erfolgte Ihr Widerruf verspätet.
Die hierfür vom Gesetzgeber eingeräumte Frist beträgt 14 Tage nach Aushändigung der Widerrufsbelehrung, welche sich auf Ihrem Vertragsexemplar befindet.
Wir bitten um Verständnis, dass wir den Widerruf aus den vorgenannten Gründen nicht mehr annehmen können und auf Erfüllung des Vertrages bestehen müssen.
Mit freundlichen Grüßen
******************
Daraufhin habe ich nochmal geschrieben, dass ich dieses Playboy-Magazin doch niemals abonniert habe usw. Ich warte noch auf eine Antwort von dieser Firma.
Ich weiß grade echt nicht was ich machen soll. Ich kann diese Rechnung auf keinen Fall bezahlen. Ich bin Schülerin und habe kein Geld für sowas! Was würdet ihr an meiner Stelle tun? lg
Hallo,
wenn Du keine Widerrufsbelehrung erhalten hast, dann war dein Widerruf auch nicht verspätet, sondern fristgerecht.
gut also hab ich da seine paar Zettel unterschrieben und er
hat mir bei jedem Zettel auch erklärt was ich da
unterschreibe. Ende August bekam ich einen Brief, worin
Dann weißt Du doch, was Du unterschrieben hast? Wenn kein Playboyabo dabei war, muss das auch nicht bezahlt werden. Wenn ein Vertrag und eine Widerrufsbelehrung zu einem Playboy-Abo unterschrieben wurde, sieht es schon schlechter aus, aber das hast du ja erklärtermaßen nicht. Nur weil es der gleiche Verlag ist kann er nicht beliebig Rechnungen verschicken.
Ich würde nicht bezahlen, aber mir Gedanken machen, was denn genau unterschrieben wurde und die entsprechenden Probeverträge kündigen, bevor noch weitere dubiose Zeitschriften mit Forderungen eintrudeln. Form der Kündigung beachten, ggfs. reicht eine mail nicht aus.
die Beantwortung ist ohne Kenntnis dessen, was Du unterschrieben hast, seriös nicht möglich. Die wichtigsten Punkte hast Du zunächst getan; erst einmal sofort schriftlich und nachweisbar widersprechen und NICHT zahlen, bis das geklärt ist, denn Geld, was weg ist, bekommst Du nie wieder.
Ich schicke Dir eine private Nachricht mit Kontaktdaten, wenn Du magst, kannst Du mir mit Deinen Kontaktdaten antworten, denn so ist das nicht zu klären.
mach das nie wieder mit den Zeitschriftenabzockern, die überall rumlungern und unterschreib denen was. Es klingt verlockend ein paar kostenlose Ausgaben zu bekommen, aber die rechnen schon im Voraus damit, daß Du vergißt zu kündigen und schon kommst Du nicht mehr raus aus dem Vertrag.
Also zu deinem Fall:
Du wolltest 2 Tattoo-Zeitschriften und dann kündigen, also niemals ein Abo von denen, richtig. Wie ich es verstanden habe bekamst Du überhaupt keine Tattoo-Zeitschrift zugesandt, sondern den Playboy. Es kommt jetzt darauf an, was Du unterschrieben hast, hast Du dafür Kopien. Es ist richtig, daß bei Haustürgeschäften nur eine 2-wöchige Kündigungsfrist besteht, aber bei dir handelt es sich ja um eine arglistige Täuschung, sofern Du damals kein Playboy-Abo unterschrieben hast. Solltest Du ein Playboy-Abo unterschrieben haben wird es schwierig, da über 2 Wochen verstrichen sind.
Maile auf jeden Fall sofort diesem Abzockverlag, daß Du sofortigen Widerspruch gegen das Abo einlegst. Laß dir vom Verlag das schicken was Du damals unterschrieben hast. Sag denen auch, Du hättest damals überhaupt nichts unterschrieben und wie die überhaupt auf dich gekommen wären. Wichtig ist ein sofortiger Widerspruch von dir, daß Du das Playboy-Abo nicht abgeschlossen hast. Mail denen aber ja nicht, Du wolltest Tattoo-Zeitschriften, sonst wissen die, daß Du auf alle Fälle da warst wo die Zeitschriftenabzocke verhökert worden ist.
Mail mir wieder wenn Du Antwort und Kopien hast von dem was Du unterschrieben hast.
Oh nein, das mit den Tattoo-Magazinen habe ich denen gestern aber schon geschrieben.
Das was ich unterschrieben habe war gar kein richtiger Vetrag, also es sah nicht so aus, das war ein kleines Heftchen das aussah wie ein Werbeheftchen des Verlages und mittendrin waren dann 2 Zettel die ich unterschreiben musste. Der Mann hat mir erklärt was da drin steht, aber er hat nix von Playboy Abonnements o.ä. erwähnt! Ich habe auch gar nix bekommen! Keinen Vetrag oder irgendwelche Unterlagen. Nur diesen Brief der dann Ende des Monats kam, dass ich jetzt ein Playboy Abonnement am laufen habe das ich bezahlen muss.
Also soll ich der Firma jetzt mailen, dass ich das was ich unterschrieben habe zugeschickt bekommen möchte?
Lg
Das ist blöd, jetzt wissen die sicher , daß Du dort warst. Ja genau, sag denen die sollen dir das zuschicken, Du behältst so lange deinen Widerspruch aufrecht und Du kannst Ihnen ruhig mailen, daß Du dir eine Anzeige bei der Polizei wegen Betrugs vorbehältst. Gleichzeitig frag mal bei deiner Verbraucherzentrale an ob diese Firma dort schon bekannt ist. Verbraucherzentralen führen Listen mit „Schwarzen Schafen“ und Du bist sicher nicht die Erste, die von denen abgezockt wird.
Ich weiß jetzt gar nicht wie man private Nachrichten schreibt. Wie geht das? Ich habe gar keinen Vertrag erhalten, nur den Brief den ich in meiner Frage zitiert habe und eine Rechnung!
Ich denke ich maile der Firma erstmal, dass sie mir den Vertrag zuschicken sollen, oder?
Lg
Ich habe überhaupt nix erhalten ausser diesen Infobrief und eine Rechnung.
Es war garantiert nix mit Playboy dabei. Ich denke ich schreibe dem Verlag jetzt erstmal, dass sie mir den „Vertrag“ zuschicken sollen.
Dankeschön! Lg
Dann öffnet sich ein zweites Fenster oder Pop-Up im Browser
Links oben neben dem Usernamen ist ein kleiner roter Briefumschlag; klick drauf und Du kannst da eine Nachricht direkt an mich schicken, ohne dass jeder hier im Thread Deine Kontaktdaten lesen kann.
Ja, das mußt Du nun wohl,
wie oft wird vor solchen Fallen gewarnt?
Wenn der Typ Dir die Zettel erklären mußte, verstehe ich das nicht, oder kannst Du nicht lesen?
Das muss einem doch schon der reine Menschenverstand sagen, wenn einer sagt, dass man 2 Magazine umsonst bekommt, haben die doch die Postgebühr zu zahlen, warum sollten die das gratis machen.
Da kann ich nur sagen, sofort kündigen und zwar schriftlich und nicht per Mail oder so. Und die 35,-- Euro müssen wohl bezahlt werden, kannst aber auch noch mal zur Verbraucherzentrale in Deiner
Stadt gehen.
Viel Glück
Das war kein richtiger Vertrag, sondern nur ein kleines Werbeheftchen wo mittendrin die zwei Seiten waren wo man unterschreiben musste. Ich habe die Seiten nur überflogen (nach verteckten Kosten ö.ä. geguckt) da stand nichts derartiges. Er hat nur gesagt wozu ich da unterschreibe usw.
Ich weiß nicht …
Ok, danke.
Ja, mein Rat ist, gehe mit diesem Heftchen zur Verbraucherzentrale,
evtl. sind die dort schon aufgefallen und dann können die auch etwas sagen.
Das würde ich auf jeden Fall machen.
Viel Glück
das ist mal wieder die typische „Drückertour“ der Verlage.
Die Frage ist hierbei, was Du unterschrieben hast!
Ein Abo auf eine beliebige Zeitung aus dem Verlag ?
Oder ein Abo auf die Tatoo-Zeitschrift?
Allein aus deinen Angaben kann ich nicht die nötigen Informationen herauslesen.
Falls Du die Durchschriften der Verträge noch hast (ohne eine Kopie an Dich hätte dies auch keine Gültigkeit), solltest Du sie genau prüfen und evtl. zur Verbraucherzentrale gehen. Die haben für so etwas Formbriefe, mit denen sich das dann meistens schnell erledigt.
Hast Du denn überhaupt die 2 Tatoo-Zeitschriften zugesendet bekommen, damit Du erkennen konntest wann Du das Abo kündigen konntest?
Der Angestellte der Firma hat gesagt, ich unterschreibe da für die Tattoozeitschriften! Ich habe gar nix bekommen. Keine Durchschriften oder einen Vertrag. Der Vertrag war übringens nur in einem Werbeheftchen der Firma (die Werbungen in dem Heft haben nix mit Abonnements, Zeitschriften o.ä. zutun) und mittendrin waren dann diese zwei Zettel die ich unterschreiben musste. Die hat der Mann dann aber rausgeheftet und behalten und ich habe nur dieses Werbeheftchen des Verlags bekommen.
Ich habe nur den Infobrief den ich in meiner Frage zitiert habe, ein Playboymagazin und die Rechnung bekommen.
Lg
Grundsätzlich,
der Infobrief des Verlages enthält die Klausel „14 Tage nach Aushändigung der Widerrufsbelehrung, welche sich auf IHREM Vertragsexemplar befindet“.
Da Dir kein Exemplar des Vertrages ausgehändigt wurde, ist der Vertrag auch nicht wirksam zustande gekommen, zudem die zugesagte Zusendung von 2 Tatoo-Magazinen nicht erfolgte.
Die Aussagen des „Vermittlers“ über die Abonnierung bezogen sich nur auf dieses Tatoo-Magazin. Sollte auf dem Vertrags-Exemplar des Vermittlers (welches er an den Verlag weitergeleitet hat) etwas anderes stehen, so ist dies eine „arglisitige Täuschung“, welche strafbar ist.
Das als Text den Du (auszugsweise) in einer Mail an den Verlag schicken solltest, und sie darauf hinweist, dass Ihre Forderung nicht rechtlich haltbar ist. Sie sollen das Abo sofort stornieren und Ihre Kosten über den Vermittler einziehen, der Ihnen ja bekannt ist!
Trotzdem noch ein Ratschlag :
Lass diese Angebote links liegen, egal wo man diese Dir andrehen will!!
Da ist selten etwas brauchbares dabei.
Falls Du doch mal willst, immer ein Vertragsexemplar verlangen. Meistens werden die dann schon panisch. Und wenn Du dann Lust hast, kannst Du den Vertrag vor Ort schon auseinandernehmen.
Macht dann echt Spass die Typen zu nerven ), das können die selten leiden.
Hallo,
ich hoffe, du hast ein Doppel des von dir unterschriebenen Vertrages behalten. Wenn nein, fordere ihn bei diesem Verlag an und zwar genau den mit deiner Unterschrift (Kopie reicht). Sollte der Verlag dann immer noch auf die Fortführung eines „nicht“ abgeschlossenen Vetrages bestehen, schalte die Verbraucherzentrale (VZ) ein. Wenn Du alternativ zur VZ eine Rechtschutzversicherung hast (vielleicht über die Eltern) nimm diese in Anspruch und schalte einen Anwalt ein.
Wenn du absolut sicher bist, dass du kein entsprechendes Abo unterschieben hast (auch nicht im Kleingedruckten), dann zahle nichts. Vor Gericht muss der Verlag dann ja das Gegenteil beweisen.
Viel Erfolg!
M.f.G.
warst Du im August schon 18? Hast Du im August eine Widerrufsbelehrung ausgehändigt bekommen oder unterschrieben, dass Du eine solche ausgehändigt bekommen hast?