Mutter -Tochter Verhältnis

Hallo Ich bin neu hier und weiß nicht ob ich hier richtig bin.Ich bin 36 Jahre und habe eine 19 jährige Tochter und eine 10 monate alte Süße Enkelin.Die beiden wohnen nicht bei mir.Meine Tochter wohnte bis vor kurzen mit dem Kindsvater zusammen.Hat dann Schluß gemacht mit ihm,wegen irgendwelchen Kleinigkeiten.Er ist erst 18 und hat sich immer rührend um seine Tochter gekümmert.Was mir und meinem Freund jetzt sehr große Sorgen macht, ist das meine Tochter andauernd die Wohnung voll hat mit irgendwelchen Freunden,angeblich macht sie keine Partys,hat sie uns gesagt.Als wir letztes Wochenende die kleine abholten,war sie ganz still,so kannten wir sie gar nicht.Sie ist bei uns zuhause erst wieder richtig aufgeblüht.Meine Tochter geht auch ganz selten mit der kleinen rauß.Jetzt machen wir uns ganz große Sorgen um unsere Enkelin.Zu meiner Frage…Würde es etwas nutzen wenn wir zum Jugendamt gehen würden? Bitte helfen sie mir…

Hallo,

ich würde erst mal mit der Tochter reden. Vorsichtig, ganz klar. Vielleicht kannst du zwei dreimal in der Woche nachmittags zum Kaffee hingehen, möglichst nicht unangemeldet. Wichtig ist, du kannst dir selbst ein Bild von der Situation machen.

Klar kannst du auch zum Jugendamt gehen, aber mit diesem Schritt denke ich, ist eine Mutter-Tochter Beziehung vorbei. Dies wäre nur das letzte Mittel.

Gruß

Katl

hallo!

mit der tochter reden ist schlau, aber es ist auch schlau, sich bei allen menschen zu informieren, die helfen könnten-
auch das JA. dort wird keiner sofort zur tochter rennen und das mutter-kind-verh. zerstören (nehme ich doch mal an), aber die sollten sich auskennen. das ist ihr job.
telefonieren kann man mit denen auch. ebenso diakonie und awo und alle diese.
wenns falscher alarm war, ist nichts passiert.

alles gute und fein, das das mädel so verantwortungsvolle grosis hat.

tilli

Hallo,

wie die anderen schon sagten: persönliche Gespräche von Frau zu Frau, natürlich ohne Vorwürfe, sind hier wohl das Gebot der Stunde.

Mit dem Jugendamt wäre ich jetzt sehr vorsichtig. Wenn für das Baby, soweit Du das einschätzen kannst, keine wirklich große Gefahr besteht, würde ich das Jugendamt völlig außen vor lassen.

Deine Tochter ist 19 Jahre alt und somit noch nicht wirklich richtig erwachsen. Mir sind mehrere Fälle bekannt, wo das Kind dann fremduntergebracht wurde.

Bei einer jungen Mutter aus dem Bekanntenkreis wurde - sogar gerichtlich, nachdem das Jugendamt dort vorstellig wurde - verordnet, dass sie das Kind nur behalten kann, wenn sie (mindestens bis zum 21. Geburtstag) in ein Mutter-Kind-Heim geht.

So jungen Müttern trauen viele Jugendämter nur das Schlechteste zu. Ganz abgesehen davon, dass Jugendämter (nach den Fällen Kevin usw.) noch schneller reagieren, wenn die eigenen Eltern der Kindesmutter vorstellig werden.
Die Reaktionen sind nicht immer die, die von den Großeltern des Babys erwartet und gewünscht waren. Dein Verhältnis zu Deiner Tochter, und damit auch jede Einflußnahme Deinerseits, ist bestimmt total kaputt, wenn die Behörde die junge Mutter zu einem Gespräch bittet oder einen Kontrollbesuch macht.

Inwieweit hat der Papa des Babys noch Kontakt zu seinem Kind? Wenn das - aus der Paarebene heraus - von der Mutter verhindert wird, sollte er schnellstens zum Jugendamt gehen.

Nicht die Problematik „Party“ ansprechen, sondern lediglich sein Umgangsrecht einfordern. Ihm helfen sicherlich Väter aus den verschiedenen Väterorganisationen mit Tipps und Ratschlägen. Wenn Du die Kontaktdaten zu einer solchen Organisation benötigst, kann ich Dir helfen, nachdem Du mir Deine Postleitzahl genannt hast.

Vielleicht ist das Verhalten Deiner Tochter auch nur eine vorübergehende Erscheinung. Sie ist sehr jung Mutter geworden und hat sehr jung eine feste Beziehung geführt. Eventuell hat sie jetzt das Gefühl, dass das „Leben“ schon viel zu früh an ihr vorbeigegangen ist, das andere Mädchen in ihrem Alter führen. Kann ja sein, dass sie jetzt einiges nachholen will.

Nicht zwangsläufig muss darunter das Baby leiden. Klar darf sie es nie alleine lassen und zum Tanzen gehen. Aber wenn sie weiter das Kind gut und zuverlässig versorgt, ist das erst mal nicht soooo schlimm.

Deine Enkeltochter hat evtl. momentan ihre „Fremdelphase“ und ist deswegen mit den ständig anderen Besuchern etwas überfordert. Aber für gefährlich halte ich das erst mal nicht.

Meine Idee ginge, wie oben beschrieben, dahin, dass der Vater weiter präsent ist und zusammen mit allen Großeltern einiges „Nichtoptimale“ Deienr Tochter auffängt.

Viele Grüße
Ingrid

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Hallo auch,

Jugendamt ist m.E. nicht der richtige Weg. Eure Sorgen und Bemühungen sollten sich in erster Linie deiner Tochter widmen und damit auch zwangsläufig der Beziehung Tochter/Enkelin. Du hast ähnliche Erfahrungen hinter dir (Kind in ganz jungen Jahren) und, wie es sich hier darstellt, scheinbar wenig Zugang zu deiner Tochter. Vielleicht kannst du deine eigene Erfahrungen ein wenig umsetzen und deiner Tochter in ihrer Situation verstärkt helfen. Ich denke, sie hat es am nötigsten. Vorwürfe, die du deiner Tochter gegenüber mit dem Argument der Enkelin geltend machst, sind absolut fehl am Platz. Ihr erzieht nicht die Enkelin, ich würde hier eine klare Trennung ziehen. Eure Verantwortung beschränkt sich auf die Tochter. Über sie alleine könnt ihr den Kontakt zur Enkelin auch weiterhin aufrecht erhalten.

Gruß
Der Franke

Was das Einschalten des JA angeht, bin ich aber ganz anderer Meinung. Erst einmal wird die Tochter - völlig unabhängig davon, wie das JA reagiert - alleine deshalb - zu recht! - im günstigen Fall nur sauer sein, dass die eigene Mutter derartig losrennt. Im ungünstigen Fall reisst das ohnehin offenbar dünne Band dann völlig.

Eigentlich sollte das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter doch ein Vertrauensverhältnis sein - oder nicht? Wenn nun die Mutter direkt Behörden einschaltet, dann ist das ein ganz offensichtlicher Beleg dafür, dass sie ihrer Tochter MISStraut. Und damit hat die Mutter völlig verspielt, dass ihre Tochter ihr (jemals wieder) traut. Jedenfalls wäre das meine Reaktion.

Hinzu kommt: Durch die an die Öffentlichkeit gekommenen Vernachlässigungsfälle sind einige JAer (einige - nicht alle!) hypervorsichtig geworden. Um es nett auszudrücken. Wenn bis vor einigen Jahren noch gegolten hat: Möglichst IN der Familie zu helfen, gilt das aus Angst vor „eskönntjawerweißwaspassieren“ heute leider nicht mehr. Das Einschalten des JA kann also eine Lawine lostreten, die nicht mehr zu stoppen ist. Sollte es dazu kommen, dass das Kind von einem übereifrigen Mitarbeiter von der Mutter weg geholt wird, dann ist es erst einmal weg. Dann hat sie es - gerade weil sie jung und alleinerziehend ist - sehr schwer.

Das wichtigste aber: Man gucke sich mal den Beitrag an. Der ist sehr subjektiv geprägt:

Hat dann Schluß gemacht mit ihm,wegen irgendwelchen Kleinigkeiten.

SIE kommt schlecht weg. Ob das Kleinigkeiten waren, wissen wir gar nicht, dass ist das Urteil der Mutter.

Er ist erst 18 und hat sich immer rührend um seine Tochter gekümmert.

Der Vater des Kindes kommt dagegen toll weg. Das ist sehr parteiisch. Das riecht mir so schon zu sehr danach, dass bei der Mutter an erster Stelle erst einmal der Frust ist, dass der Musterschwiegersohn offenbar vor die Tür gesetzt wurde.*

ist das meine Tochter andauernd die Wohnung voll hat mit irgendwelchen
Freunden,angeblich macht sie keine Partys,hat sie uns gesagt.

Sorry - Else Kling würd sich die Hände reiben. Da steckt null verwertbare Info hinter! So ist das nix weiter als Nachbarschaftsgewäsch. Woher stammen diese „Informationen“?

Als wir letztes Wochenende die kleine abholten,war sie ganz still,so kannten
wir sie gar nicht.

Aha! Die Kleine war EIN MAL was ruhiger. Und das ist jetzt Grund fürs JA? Oder nur, weil sie hinterher „aufgeblüht“ ist? Vielleicht war die Kleine einfach nur müd, als sie angekommen ist? Oder hatte anfangs den Pups quer sitzen? „ruhig“ „aufgeblüht“ - das sind doch alles erst einmal sehr subjektive Wahrnehmungen. Die rechtfertigen doch nicht den Eingriff, zum JA zu rennen.

So, wie das von der Fragestellerin beschrieben wurde, sehe ich erst einmal überhaupt keinen konkreten Handlungsbedarf. Was die Mutter machen kann? Für ihre Tochter und für ihre Enkelin einfach da sein. Respektieren, dass sich die Tochter getrennt hat. Respektieren, dass es eine junge Tochter ist, die sich in - natürlich ohne ihre eigene Tochter WIRKLICH zu vernachlässigen - amüsieren kann. Und das sollte die Mutter eigentlich am Besten verstehen. Ganz offenbar ist sie ja selbst jung Mutter gewesen!

* Hier der Einschub: Mal ins Blaue getippt - kann es sein, dass der Mutter damals der Vater ihrer eigenen Tochter „weggelaufen“ ist. Und sie deshalb ihren „Schwiegersohn“ so an die Glocke hängt, weil der das nicht tut? Und aus Erinnerung daran, dass es schwer war ohne Partner, das jetzt so derart einseitig bewertet? - Wie gesagt. Nur ins Blaue getippt…

Zurück zu Mutter und Tochter: Schlicht erst einmal Respekt vor der eigenen Tochter haben. Und in ihrer Rolle als Mutter obendrein! Und dann schafft man vielleicht auch eine Vertrauensbasis, von der man aus agieren kann, FALLS es wirklich erforderlich ist.

Der Schrei nach dem JA ist für mich hier erst einmal eine ganz merkwürdige Nabelschnur zur eigenen Tochter. Ich sehe sicherlich mehr Handlungsbedarf im Mutter-Tochter-Verhältnis, als beim Schutz der Enkelin.

LG Petra

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hallo!
adrenalinspiegel senken.

ich meinte einen schlichten ANRUF.

tilli

Richtig lesen!

Es ist überhaupt nicht geklärt, ob zumindest ein theoretischer Bedarf für JA besteht. Und das Jugendamt ist eine Behörde. Wenn die den Verdacht hat, dass ein Kind zu Schaden kommt, dann MUSS sie aktiv werden. Auch bei „nur einem Anruf“. („Ich hab es doch nur gut gemeint“… Das kann man vielleicht dann noch mit Humor sehen, wenn die Socken falsch gewaschen wurden. Aber nicht, wenn es um ein Kind geht.)

LG Petra

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hallo,

ich glaub, wir reden aneinander vorbei.

ich meinte mit anruf:

„was können wir als großeltern für unsere enkelin tun? z.b. welche pflichten und rechte haben wir.“ oder je nachdem.

ich meinte nicht:

„werden sie umgehend tätig, weil xy das und das macht.“

lg
tilli

Hallo,

selbst mit einem solchen Anruf werden u. U. „schlafende Hunde geweckt“. Jugendamt, in welcher Form auch immer, wäre in einer solchen Situation ungefähr so, als würdest Du mit Spiritus ein Feuer löschen wollen.

Meinst nicht, dass ein JA-MA vielleicht sogar des Denkens fähig ist und sich fragt: „warum gibt es einen solchen Anruf?“

Dass es nur um direkte Verständnisprobleme zwischen Mutter und Großmutter geht, wird er dabei wahrscheinlich nicht in Erwägung ziehen - schließlich ist die Tochter der Großmutter ja volljährig und da fragen Eltern im Normalfall nicht nach, wie sie ihr Verhältnis zum eigenen Kind verbessern können.

Außerdem: Großeltern haben bei der Erziehung der Enkelkinder keine Rechte. Sie haben ein Umgangsrecht, aber nur, wenn es dem Wohl des Enkelkindes dient. Somit ist ein solcher Anruf eh für die Katz.
Alles Andere, wie z. B. Gefährtung des minderjährigen Kindes usw. kann jeder Mensch beim Jugendamt melden - dazu muss man nicht mit dem Kind verwandt sein.

Gruß
Ingrid

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Meinst nicht, dass ein JA-MA vielleicht sogar des Denkens
fähig ist und sich fragt: „warum gibt es einen solchen Anruf?“

ja, das unterstelle ich mal.
wenn das o.a. problem geschildert wird, wird ein guter MA angemessen reagieren.

tilli

ja, das unterstelle ich mal.
wenn das o.a. problem geschildert wird, wird ein guter MA
angemessen reagieren.

tilli

Hallo,

und Du weißt vorher, ob Du an einen guten Mitarbeiter gerätst? Bist vorher sicher, dass Du es nicht mit einen schlechten oder weniger guten zu tun hast?

Gruß
Ingrid
die solche hellseherischen Fähigkeiten leider nicht hat

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Hallo,

und Du weißt vorher, ob Du an einen guten Mitarbeiter gerätst?
Bist vorher sicher, dass Du es nicht mit einen schlechten oder
weniger guten zu tun hast?

Gruß
Ingrid
die solche hellseherischen Fähigkeiten leider nicht hat

sag mal,

was ist denn los?
ich habe nur geschrieben, dass ich es schlau finde, beim JA mal nachzufragen. nicht, sie soll eine gruhtsprobe bei der stasi abgeben.
:wink:

tilli

Sorry Tilly - du bist naiv.

Das Jugendamt hat die Pflicht! tätig zu werden, wenn sie von bestimmten Ereignissen hört. Nun hängt das immer auch von der Bewertung des Mitarbeiters ab. Aber damit sind wir genau beim Problem. Es ist eine Bewertung des Mitarbeiters. Und es gibt leider die Fälle häufig genug, da ist so eine Bewertung in die Hose gegangen und das Kind ist der Mutter entrissen worden.

Aber nochmal - was viel schlimmer ist: Hier sind zwei Mütter im Spiel, die ihre Verantwortung tragen sollen! Ob die junge Mutter ihrer Verantwortung nicht gerecht wird, seh ich noch nicht. Was aber aus den Zeilen der Fragestellerin zu lesen ist, dass sie selbst offenbar ihrer eigenen Mutterrolle nicht so wirklich gerecht wird. Das Vetrauensverhältnis zur Tochter ist nicht groß. Das Gefühl der Großmutter ist größer als das, vor allen Dingen erst einmal Mutter zu sein.

Anstatt zu überlegen, was SIE SELBST tun kann, um die eigene Tochter zu unterstützen, der Rolle als Mutter gerecht zu werden, wird die eigene Verantwortung abgewälzt auf ein Amt.

In den paar Zeilen steht zunächst einmal, dass der Großmutter da einiges nicht passt, was den Lebenswandel / die Entscheidungen der Tochter angeht. Das „Leid“ des Kindes besteht im Augenblick dadrin, dass es bei einem Besuch mal was ruhiger anfangs war.

Insofern sieht es für mich mehr danach aus, dass hier ein Amt instrumentalisiert werden soll - weil die Mutter ihren Job bei ihrer eigenen Tochter nicht gemacht hat! Und das dann unter dem Deckmantel des „Enkelwohls“.

„was können wir als großeltern für unsere enkelin tun? z.b. welche pflichten
und rechte haben wir.“ oder je nachdem

Also: erst einmal die Frage beantworten: Was kann ich als Mutter tun? Welche PFLICHTEN habe ich als Mutter (und welche Rechte)? Es ist immer leicht, mit dem Finger auf andere zu zeigen…

Abgesehen davon, dass es sich je nach Sachlage auch um Denunziation handeln könnte…

LG Petra

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Hallo…Es wurde einige mal,danach gefragt,wie das Mutter-Tochter Verhältnis ist?Bis vor kurzem,war es richtig super.Eben so ein richtiges Mutter-Tochter verhältnis.Die angeblichen Kleinigkeiten waren ,das er in der Woche seine Ausbildung gemacht hat und abends nach hause kam und nichts mehr gemacht hat.So,hat es meine Tochter zu mir gesagt.Zu 90% hat sie aber Schluß gemacht,wei er ihr im Wege war,ihre Freunde mit in die gemeinsame Wohnung zubringen.Darunter auch ihr Ex Freund.Sie ist jedes Wochende und zum Schluß auch in der Woche weggegangen.Wenn was mit der kleinen gewesen wäre,hätte man sie noch nicht einmal erreicht,weil sie ihr Handy ausgemacht hat.
Ich möchte ja gar nicht,das man ihr die kleine wegnimmt…

Sorry Tilly - du bist naiv.

du hast recht.
ich kenne die leute ja nicht. vielleicht würde da wirklich denunziert und übertrieben und das kind weggenommen.

ich bin da von mir ausgegangen: einfach mal freundlich und anonym und ohne dramatik informationen einholen. hier und da. z.b auch beim JA. weil ich die erfahrung gemacht habe, dass man sich viel zusammendenken kann, was hinterher sinnlos war.

tilli

[MOD] Bitte mal gut sein lassen
Hallo

Diese Diskussion in diesem Artikelbaum führt doch zu nichts mehr.
Bitte mal aufhören.

Viele Grüße

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Hallo

Es wurde einige mal,danach gefragt,wie das Mutter-Tochter Verhältnis ist? Bis vor kurzem,war es richtig super. Eben so ein richtiges Mutter-Tochter verhältnis.

Wie wäre es, wenn du die Tochter fragst, ob du das Kind die Woche über nehmen sollst, wenn sie doch so wenig Zeit hat? Oder hast du auch keine Zeit?

Die angeblichen Kleinigkeiten waren ,das er in der Woche seine Ausbildung gemacht hat und abends nach hause kam und nichts mehr gemacht hat.

Das finde ich nicht so eine Kleinigkeit …

So hat es meine Tochter zu mir gesagt. Zu 90% hat sie aber Schluß gemacht,weil er ihr im Wege war,ihre Freunde mit in die gemeinsame Wohnung zubringen.

Hat das ihr Freund gesagt oder wer?

Darunter auch ihr Ex Freund.

Ich kenne viele, die mit ihren Ex-Freunden eine gute Freundschaft halten. Sicher kann das für den Partner schwierig sein, aber es ist machbar, und wenn ein Partner Freundschaften verhindert, so finde ich das auch keine Kleinigkeit. Es kommt natürlich auf die Details an, die wir hier nicht wissen.

Sie ist jedes Wochende und zum Schluß auch in der Woche weggegangen.Wenn was mit der kleinen gewesen wäre,hätte man sie noch nicht einmal erreicht,weil sie ihr Handy ausgemacht hat.

Wo war das Kind denn dann?

Ich möchte ja gar nicht,das man ihr die kleine wegnimmt…

Dann solltet ihr das Jugendamt wirklich besser draußen lassen. Es gibt auch andere Stellen, die einen beraten können, insbesondere Caritas und Diakonie.

Viele Grüße

PS: Bitte den Text nicht so eng schreiben. Ruhig ein paar Absätze machen, das kostet nichts, ist aber besser lesbar.

Hallo Jacquline,

Eben so ein richtiges Mutter-Tochter verhältnis. …
Ich möchte ja gar nicht,das man ihr die kleine wegnimmt…

Das ist doch mal eine gute Ausgangsbasis. Setz dich mal zurück und lass das auf ich wirken.

Auch wenn deine Tochter jung ist. Sie ist erwachsen! Auch, wenn sie gerade erst „entschlüpft“ ist :wink: Auch, wenn sie kein Kind hätte, wäre sie jetzt erwachsen. Mit Kind wird da aber gleich doppelt ein Schuh draus. Mit wem deine Tochter eine Beziehung führt und wann sie diese beendet, geht dich nix an. Du kannst deine Meinung zu haben, aber für dich im stillen Kämmerlein. Und verkneif dir jegliche Wertung und Ableitung daraus.

Du sagst wiederholt: „Freunde in der Wohnung“. Es mag sein, dass ich ein Brett vor dem Kopf habe. Aber was bitte ist daran schlimm, wenn man Freund in der Wohnung hat? Das ist doch schön. Wenn das Ganze mit Alkohol und Zigaretten in Anwesenheit des Kindes passiert, ist das natürlich nicht mehr schön. Aber da reicht es völlig aus, die Tochter darauf hinzuweisen, dass sie das Ganze so macht, dass das Kind das nicht belastet.

Es schadet dem Kind überhaupt nicht, wenn die Mutter mit ein paar Freunden auf dem Sofa sitzt, ihren Spass hat, lacht, redet - und das Kind spielt derweil. Ein Kind kann auch mal in ein Bistro o.ä. mitgenommen werden. Dank Rauchverbot ist Nikotin ja nicht mehr das Problem. Auch das schadet einem Kind überhaupt nicht.

Auch finde ich völlig normal, dass deine Tochter versucht, vor die Tür zu kommen. Mehrmals in der Woche ist natürlich suboptimal. Aber das ist ja wohl auch erst kurze Zeit so. Vielleicht auch nur eine Reaktion auf die Trennung - und das legt sich wieder.

Zur Trennung: Du schreibst, dass deine Tochter dir gesagt hat, dass das daran liegt, dass sich der Vater abends nicht beteiligt hat. Warum nimmst du diese Erklärung nicht an? Ich finde das sehr wohl einen triftigen Grund, ein Zusammenleben zu beenden. Woher nimmst du deine 90 %? Ich hatte schon einmal das Stichwort „Respekt“ fallen lassen. Respektiere doch einfach mal, dass deine Tochter sich dazu entschieden hat.

Und nun wieder zurück zu den beiden Aussagen:

Eben so ein richtiges Mutter-Tochter verhältnis. …
Ich möchte ja gar nicht,das man ihr die kleine wegnimmt…

Richtig. Es gibt auch keinen Grund, deiner Tochter das Kind wegzunehmen. Im eigenen Interesse: Versuche deinen Beitrag dazu zu leisten, dass das Mutter-Tochter-Verhältnis wieder stimmt. Halte dich aus dem raus, was dich nix angeht. Biete ihr an, dass sie, wenn sie rausgehen will, du 1 (2, 3, 4) Mal im Monat die Kleine nimmst. Ggf. auch über Nacht. Was ich allerdings als Regel vereinbaren würde (egal wer Babysitted!): Sie sollte wirklich erreichbar sein. Wenn sie sonst nicht gestört werden will: Man kann heute bei jedem Telefon auch Nummern filtern. So dass nur bestimmte Anrufe durchgelassen werden.

Die Zeiten, wo du als Mutter über deine Autorität Einfluss nehmen kannst, sind vorbei. Wenn du noch einen gewissen Einfluss haben willst, dann nur, dass du dich deiner Tochter gegenüber als Ratgeber anbietest. Das impliziert, dass du Bevormundung sein lässt (und dazu gehört auch nur schon der Gedanke an Jugendamt!). Ein Ratgeber bevormundet nicht. Außerdem muss Freiwilligkeit da sein. Ein guter Ratgeber steht zur Verfügung, drängt sich aber nicht auf. Wenn du das bei deiner Tochter erreichst, dann habt ihr alle drei was davon! Du, in deiner neuen Rolle als Mutter einer erwachsenen Tochter, deine Tochter, die dich als Ratgeberin und dann hoffentlich auch wieder Vertrauensperson auch in ihrer Mutterrolle sehen kann und die Kleine, die dadurch ein Netz mit doppeltem Boden bekommt, bei dem die eine Lage nicht an der anderen reisst.

LG Petra

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Hallo zurück,

den übrigen gebe ich recht, dass du unbedingt erst mal mit deiner Tochter reden solltest.

Falls dir das zu wenig ist oder deine Sorgen bleiben, kannst du dich auch erst mal an eine Erziehungsberatungsstelle wenden, vielleicht sogar mit deiner Tochter zusammen. Könnte ja sein, dass sie sogar ganz froh ist, ein bisschen Hilfestellung zu bekommen.

Informationen und Adressen findest du hier:
http://www.bke.de

Gruß
SingSang

PS: Meine Erfahrungen mit dem Jugendamt sind übrigens durchaus positiv! Es hängt natürlich auch viel von der einzelnen Person ab, aber ich finde, die Leute dort haben einen sehr schwierigen und verantwortungsvollen Job, um den ich sie nicht beneide.