Nachtrag zur kaffeediskussion

hallo kaffeetrinker,

hab ich gerade gefunden:

Wissenswert: Kaffee ist so gut wie Wasser

Aachen/Bonn (ddp). Kaffee und Schwarztee in moderaten Mengen sind keine Flüssigkeitsräuber. Der Rat, zu jeder Tasse Kaffee ein Glas Wasser zu trinken, sei wissenschaftlich nicht haltbar, sagt Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Andernfalls wäre "Kaffee ein verschreibungspflichtiges Diuretikum, also ein hoch wirksames wassertreibendes Medikament und kein Getränk», argumentiert Müller.

Der Ernährungsexperte verweist auf eine im Jahr 2000 veröffentlichte amerikanische Studie, die den Einfluss koffeinhaltiger und koffeinfreier Getränke auf den Flüssigkeitshaushalt untersucht hat. Bei der Analyse des 24-Stunden-Urins zeigte sich, dass der Konsum koffeinhaltiger Getränke im Vergleich zu Wasser keinen bedeutsamen Anstieg des Urinvolumens bewirkte. «Koffeinhaltige Getränke sind nach Ansicht der Autoren der Flüssigkeitsbilanz ebenso wie koffeinfreie Getränke anzurechnen», sagt Müller.

Zu dem gleichen Ergebnis kommt auch eine Auswertung von Studien aus den Jahren 1969 bis 2002, die den Einfluss von Kaffee und koffeinhaltigen Getränken auf den Wasserhaushalt des Körpers untersuchten. Demzufolge weist die üblicherweise getrunkene Menge an Kaffee, Tee und anderen koffeinhaltigen Getränken keine erwähnenswerte wassertreibende Wirkung auf.

Die Wissenschaftler fanden allerdings heraus, dass eine Dosis von 250 bis 300 Milligramm Koffein bei Menschen, die nicht regelmäßig Kaffee trinken, kurzfristig zu einer gesteigerten Urinproduktion führte. Bei denen, die Koffein gewöhnt sind, zeigte sich eine gesteigerte Flüssigkeitsausscheidung erst bei einer Dosis von mehr als 300 Milligramm Koffein. Das entspricht etwa vier bis fünf Tassen Kaffee oder Schwarztee.

Wegen seiner anregenden Wirkung auf Herz und Kreislauf sollte Kaffee trotzdem nicht als Durstlöscher verwendet werden, rät die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Bonn. Es sei aber nichts dagegen einzuwenden, wenn von den insgesamt etwa 1,5 Litern Flüssigkeit aus Getränken am Tag drei bis fünf Tassen täglich in Form von Kaffee genossen würden.

strubbel
n:open_mouth:)

hi strubbel,

„…Der Ernährungsexperte verweist auf eine im Jahr 2000 veröffentlichte amerikanische Studie, die den Einfluss koffeinhaltiger und koffeinfreier Getränke auf den Flüssigkeitshaushalt untersucht hat. Bei der Analyse des 24-Stunden-Urins zeigte sich, dass der Konsum koffeinhaltiger Getränke im Vergleich zu Wasser keinen bedeutsamen Anstieg des Urinvolumens bewirkte. «Koffeinhaltige Getränke sind nach Ansicht der Autoren der Flüssigkeitsbilanz ebenso wie koffeinfreie Getränke anzurechnen», sagt Müller…“

wer schon einmal amerikanischen kaffee - ich meine nicht den von starbucks:wink: - getrunken hat, kann das wunderbar nachvollziehen…, dieses ergebnis ist dann nicht wirklich überraschend. denn nicht alles was für amerika in amerika gemacht wurde lässt sich 1:1 auf andere länder übertragen…*lächel*

schönes wochenende!

gruss
eve*

Hallo,
ich finde die Argumentation ehrlich gesagt schwach. Sie zielt darauf ab, daß Kaffee beim Koffein toleranten Menschen keine nennenswerte entwässernde Wirkung mehr hat. Hmm, irgendwie läßt sich ein analoges Argument auch bei BTM’s machen. Jmd. der jeden Tag Methamphetamin schnupft, wird ohne massive Dosissteigerung keinen sonderlichen Effekt mehr spüren - das ist weder neu noch verwunderlich. Insbesondere befremdlich scheint mir

Andernfalls wäre "Kaffee ein verschreibungspflichtiges Diuretikum,
also ein hoch wirksames wassertreibendes Medikament und kein Getränk»,…

wenn man bedenkt, was für Diuretika es rezeptfrei in der Apotheke gibt, Kaffee schon sehr lange als Genußmittel verfügbar ist und die „Umwandlung“ eines Genuß-/Lebensmittels in ein Medikament grundsätzlich ein Problem darstellt (s.h. z.B. Zucker).

Gruss
Enno

Hallo,

Aachen/Bonn (ddp). Kaffee und Schwarztee in moderaten Mengen
sind keine Flüssigkeitsräuber. Der Rat, zu jeder Tasse Kaffee
ein Glas Wasser zu trinken, sei wissenschaftlich nicht
haltbar, sagt Sven-David Müller, Sprecher der Gesellschaft für
Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Andernfalls wäre
"Kaffee ein verschreibungspflichtiges Diuretikum, also ein
hoch wirksames wassertreibendes Medikament und kein Getränk»,
argumentiert Müller.

Ah ja vielen Dank…demnach gibt Bier nur noch auf Rezept?

Das war nur ein Beispiel…

Kann es sein dass Du immer nur die gleiche „Blümchenkaffeestudie“ an Land ziehst?

Demnach wären auch Birkenblätter, Spargel, Reis oder Wacholder verschreibungspflichtig.

Weisst Du eigentlich, dass es einen Unterschied zwischen „harntreibend“ und „harntreibend“ gibt?

Was glaubst Du, welche Stoffe in dem enthalten sind, was Du dann pieselst?

Gruß
Maja

hi eve,

hab noch nie kaffee getrunken, auch keinen amerikanischen. war nur als ergänzung zu unserer letzten diskussion gedacht.

strubbel
K:open_mouth:)

Du hast noch nie Kaffee getrunken??? Dann versuch doch mal ein oder zwei Tässchen, und Du weißt, was davon zu halten ist…

:smile: Barbara

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off topic
hi barbara,

ich trinke tee. hab ein kindheitstrauma: man zwang mich in der 1. klasse, muckefuck zu trinken. seitdem geht nix in dieser richtung!

strubbel
T:open_mouth:)