Nagelstudio eröffnen - was beachten?

Hallo,

was ist alles zu beachten wenn man sich mit einem Nagelstudio selbständig machen will als Hausfrau und Mutter?

Vielen Dank für alle Tipps.

Keks

…nicht den haushalt zu vernachlässigen !

gruß inder

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Das war eine erst gemeinte Frage. Wenn Du nur dusslig quatschen willst, geh wo anders hin…

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Hallo,

was ist alles zu beachten wenn man sich mit einem Nagelstudio
selbständig machen will als Hausfrau und Mutter?

glaubst Du nicht, daß es bei Dir in der Gegend (Neuss?) genug Nagelstudios gibt? Bist Du davon überzeugt, daß Du damit genug Geld für Miete, Ausstattung und Material verdienen wirst, so daß sich die Sache auch nur im entferntesten rechnen wird?

Das wären gerade mal zwei Fragen, die mir spontan einfielen.

Gruß,
Christian

das war eine ernstgemeinte antwort…

was erwartest du bei solch einer infantilen fragestellung…

was willst du wissen:

  • steuern
  • gewerbeamt
  • sozialversicherung
  • krankenkasse
  • IHK
  • großhändler
  • werbung

wer dumm fragt,…

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Hallo!

was ist alles zu beachten wenn man sich mit einem Nagelstudio selbständig machen will als Hausfrau und Mutter?

Ich verstehe von einem Nagelstudio nichts und weiß nicht, ob das Gewerbe als Existenzgrundlage taugt. Aber die Gedankengänge und Schritte vor dem Beginn sind bei jeder Selbständigkeit ähnlich, deshalb ein paar Stichworte:

  1. Das Leistungs- und Preisniveau in der Branche ist Dir bekannt? Du verfügst über die erforderlichen Sachkenntnisse und Fertigkeiten? Sind Zulassungen/Prüfungen für die beabsichtigte Tätigkeit erforderlich?
  2. Du machst Dir Gedanken über Deine Zielgruppe, wie Du die Zielgruppe erreichst und welche Kosten dabei entstehen. Wie groß ist Deine Zielgruppe im Einzugsgebiet?
  3. Welche Konkurrenz gibt es in der Gegend?
  4. Aus welchen Gründen soll jemand ausgerechnet Deine Dienstleistung in Anspruch nehmen und nicht das Angebot der Konkurrenz? Mache Dir Gedanken, durch welche Merkmale Du Dich von der Konkurrenz abhebst.
  5. Willst Du das Gewerbe in Deiner Wohnung ausüben, Geschäftsräume anmieten oder einen mobilen Service anbieten? Falls Du das Gewerbe in Deiner Wohnung ausüben möchtest und es ist eine Mietwohnung, brauchst Du die Zustimmung des Vermieters
  6. Welche Ausstattung und Materialien brauchst Du, um starten zu können? Wie hoch sind die Kosten der privaten Lebenshaltung von Ernährung, Miete, Kleidung, Auto, Telefon bis zu irgendwelchen Raten? Was kostet Deine Krankenversicherung einschl. der KV für Deine Kinder? Mit welcher Anlaufzeit rechnest Du, bis Du vom Gewerbe leben kannst? Ermittele nun, wieviel Startkapital Du brauchst. Woher kommt das Startkapital?
  7. Absolviere ein Existenzgründerseminar z. B. bei der IHK und einen Buchhaltungskursus z. B. an der VHS.

Gruß
Wolfgang

Ich verstehe von einem Nagelstudio nichts und weiß nicht,
ob das Gewerbe als Existenzgrundlage taugt.

No. Nette Idee, aber da war’s dann auch.
Gruss - digi (aEg)

Das mag sein, da ich aber absolut keinen Blassen davon habe wusste ich meine Frage nicht besser zu formulieren. Aber der Ton macht ja bekanntlich die Musik…
Die o. a. Stichpunkte sind schon mal sehr gut. Das wären Dinge die mich interessieren. Ich hätte gern den genauen Ablauf gewusst. Sprich: Wann mache ich was? Gehen wir davon aus ich verfüge bereits über die erforderlichen Sachkenntnisse und Fertigkeiten und habe bereits notwendige Zulassungen/Prüfungen für die beabsichtigte Tätigkeit.

MfG

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…nicht den haushalt zu vernachlässigen !

nicht bös sein, Andrea, aber mir fiel auch spontan als erstes ein:

Hände waschen nach dem Windeln wechseln!

Saublöd, ich weiß, aber es juckt einen so in den Fingern…:smile:))

Hallo Andrea,

was ist alles zu beachten wenn man sich mit einem Nagelstudio
selbständig machen will als Hausfrau und Mutter?

Zuerst einmal kann man sagen, dass der User Dreyer da sicher schon einige wichtige Punkte genannt hat. Auch wenn es für ein Gewerbe Deiner Art auf den ersten Blick als etwas „zu weit gehend“ angesehen werden könnte, so sollte man sich schon mal den ein oder anderen Gedanken in diese Richtung gemacht haben.

Nagelstudios gibt es natürlich und wenn es sie gibt, dann kann man damit wohl auch etwas verdienen. Anders als so mancher Schreiber hier, bin ich der Meinung dass man in wirtschaftlichen Zeiten wie diesen nicht auch noch über die Leute lästern sollte, die etwas tun wollen. Davon gibt es ja scheinbar immer weniger.

Dennoch muss man realistisch bleiben und sagen, dass es schon zu den „riskanteren Gewerben“ gehören dürfte. Meines Wissens ist es ja so, dass dieser, ich nenne ihn mal Nagelservice, oftmals als Nebenprodukt etwa in Friseur-Salons oder in Beauty-Shops angeboten wird. Von daher wäre es vielleicht auch mal eine Option deinerseits, in einem bereits bestehenden Laden, wo dieser Service fehlt, nachzufragen, ob ein „Einstieg“ möglich wäre. Deine fachliche Qualifikation ist ja schon etwas „handfestes“ für den jeweiligen Betreiber.

Außerdem muss man sehen, dass ein eigenes Ladenlokal -zunmindest zu Beginn- vielleicht etwas zu groß sein könnte. Vielleicht solltest Du da in der Tat erstmal über einen Service vor Ort daheim oder aber in Deiner Wohnung nachdenken. Der „rasende Friseur“ ist da ja so ein Beispiel. Gerade wenn Du noch Kinder zu versorgen hast, wäre dies ein Punkt der Dir entgegen kommen könnte.

Steuerlich sehe ich da -auf jeden Fall zu Beginn- keine großen Hürden. Wenn Du darauf achtest, erst einmal klein anzufangen, sollten sich mögliche Verluste ebenfalls in Grenzen halten.
Einen Gewerbeschein bekommt man sehr schnell und für wenig Geld. Was Deine Lieferanten angeht, so kann ich dazu nicht viel sagen. Aber da gibt das Internet sicher mehr her.

Viele Grüße und viel Erfolg
TraderS

hm, also das Männer auf so etwas kommen und es aufgreifen können, das leuchtet ja ein, aber das es auch Frauen gibt die in das gleiche Horn blasen … irgendwie interessant *kopfschüttel*

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Das mag sein, da ich aber absolut keinen Blassen davon habe
wusste ich meine Frage nicht besser zu formulieren. Aber der
Ton macht ja bekanntlich die Musik…
Die o. a. Stichpunkte sind schon mal sehr gut. Das wären Dinge
die mich interessieren. Ich hätte gern den genauen Ablauf
gewusst. Sprich: Wann mache ich was? Gehen wir davon aus ich
verfüge bereits über die erforderlichen Sachkenntnisse und
Fertigkeiten und habe bereits notwendige Zulassungen/Prüfungen
für die beabsichtigte Tätigkeit.

MfG

moin,

zuerst sollte geklärt werden, wenn es in der wohnung stattfinden soll, ob es ggfs. probleme machen könnte, da vllt. in deinem wohngebiet keine gew. tätigkeit in dieser form erlaubt ist (glaube ich aber eher weniger)

dann sollte man beim gewerbeamt die tätigkeit anmelden - kostet um die 20 euros

das gewerbeamt meldet die geschichte an das finanzamt und du bekommst dann den fragebogen zur steuerlichen erfassung - dort müssen einkünfte geschätzt werden und ein paar rahmendaten ausgefüllt werden

du bist sofort monatl. zur abgabe einer umsatzsteuervoranmeldung verpflichtet kannst diese kiste aber umgehen, in dem du von der kleinunternhemerregelung gebrauch machst und somit keine ust ausweist, im gegenzug aber auch keine vorsteuer geltend machen kannst für deinen wareneinkauf usw. - die umsatzgrenze für diese regelung beträgt 17.500 jahresumsatz - sollte hinhauen…

ansonsten sollte man die einnahmen und ausgaben belegmässig erfassen und ordentlich abheften - wenn der 31.12. rum ist dackelt man damit zum steuerberater und lässt sich das erste jahr mal die nötigen erklärungen erstellen - vorher das honorar verhandeln und vllt. mal einen zweiten steuerberater aufsuchen - ideal wäre auch vor der eröffnung des gewerbes mal eine stunde beim steuerberater zu investieren, um sich die sache erklären zu lassen und ein gefühl für die verschiedenen steuerarten zu entwickeln - viele steuerberater machen eine erstberatung kostenlos…

bez. der krankenkasse würde ich mich direkt an diese wenden - es kommt darauf an wie du momentan versichert bist und was dazuverdient wird - danach richtet sich eine mögliche beitragserhöhung

die ihk meldet sich auch automatisch bei dir…

eine weitere sache wäre eine betriebshaftpflicht, da du ja dienst am lebenden objekt machst und da schon mal was schieflaufen könnte - braucht nur mal einer über den teppich zu stolpern in deiner wohnung und schon kann es ärger geben…

so, mehr fällt mir jetzt spontan nicht ein

gruß inder

Hallöchen,

Nagelstudios gibt es natürlich und wenn es sie gibt, dann kann
man damit wohl auch etwas verdienen. Anders als so mancher
Schreiber hier, bin ich der Meinung dass man in
wirtschaftlichen Zeiten wie diesen nicht auch noch über die
Leute lästern sollte, die etwas tun wollen. Davon gibt es ja
scheinbar immer weniger.

nein, es gibt immer mehr davon, die aber immer blauäugiger und unvorbereiteter an die Sache herangehen. Wir brauchen keine Ebay-Agenturen, Nagelstudios oder Reiskorngravierer, die bestenfalls mit Hilfe der Zuschüsse in den ersten Jahren einigermaßen über die Runden kommen oder wenigstens einen positiven Beitrag zum Familienhaushalt leisten können.

Wir brauchen Unternehmer, die Marktlücken erkennen, pfiffige Ideen haben und Bedürfnisse wecken. Dafür braucht man entgegen der üblichen Ansicht kein Millionenvermögen, kein Heer von Ingenieuren und auch keine riesigen Produktionsanlagen. Genauso wenig muß man befürchten, daß ein weltweit agierendes Großunternehmen in Windeseile antritt, um das Produkt oder die Dienstleistung zu kopieren und so den lästigen Konkurrenten vom Markt zu drängen. Auch verhindern die Bürokraten keine jungen Unternehmer, die nicht gerade mit menschlichen Genen im Labor oder hochgiftigen Substanzen in Wohngebieten hantieren wollen.

Das reine Kopieren von Geschäftsideen in gesättigten Märkten unter Mitnahme von staatlichen, befristeten Zuschüssen kann eine wertvolle Erfahrung sein und einen riesigen Spaß machen. Grundlage für eine dauerhafte Sicherung der Existenz ist das aber nur in den seltensten Fällen.

Gruß,
Christian

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Hi,

zuerst sollte geklärt werden, wenn es in der wohnung
stattfinden soll, ob es ggfs. probleme machen könnte, da vllt.
in deinem wohngebiet keine gew. tätigkeit in dieser form
erlaubt ist (glaube ich aber eher weniger)

Vorsicht mit deinem Glauben:wink:

siehe: http://www.recht.de/phpbb/viewtopic.php?t=71471&sid=…
http://www.gesetze-im-internet.de/baunvo/__3.html

Weiterhin sollte das Thema mit dem Vermieter besprochen werden.

mfg Ulrich

Nagelstudios gibt es natürlich und wenn es sie gibt, dann kann
man damit wohl auch etwas verdienen. Anders als so mancher
Schreiber hier, bin ich der Meinung dass man in
wirtschaftlichen Zeiten wie diesen nicht auch noch über die
Leute lästern sollte, die etwas tun wollen. Davon gibt es ja
scheinbar immer weniger.

nein, es gibt immer mehr davon, die aber immer blauäugiger und
unvorbereiteter an die Sache herangehen. Wir brauchen keine
Ebay-Agenturen, Nagelstudios oder Reiskorngravierer, die
bestenfalls mit Hilfe der Zuschüsse in den ersten Jahren
einigermaßen über die Runden kommen oder wenigstens einen
positiven Beitrag zum Familienhaushalt leisten können.

Na ja, Pauschalierungen haben noch nie weitergeholfen. Gerade im Fall eBay muss man m.E. doch etwas stärker differenzieren. Aus anfangs einer kleinen Geschäftsidee konnten sich schon „echte“ Unternehmen, vornehmlich Versandhandel entwickeln. Es scheint auch eine signifikante Anzahl an Leuten zu geben, die damit durchaus Geld verdienen, zumindest soviel um aus unseren sozialen Sicherungssystemen (ALÜ) austreten zu können. Und um nochmal auf die Sache mit den Nagelstudios zurückzukommen: Soweit ich weiss, werden hierfür keine staatlichen Zuschüsse, wie etwa KfW Kredite ausgegeben. Das geschieht gänzlich in eigenem Risiko und wenn es gut läuft, sind alle zufrieden. Ob damit ein Lebensunterhalt bestritten werden kann ist natürlich fraglich. Fakt ist aber auch, dass jeder der so etwas „startet“ nach der neuen Regelung zur Arbeitslosenunterstützung von eben dieser weniger bekommt. Von daher weiss man also vorher schon, was da auf einen zukommt, zumindest in dieser Hinsicht und ich frage mich, ob der Schaden dann noch so groß ist. Wenn man es schafft, dann ist man der Arbeitslosigkeit entkommen. Schafft man es nicht, ist man wieder -wie vorher auch schon- ALG-Empfänger.

Wir brauchen Unternehmer, die Marktlücken erkennen, pfiffige
Ideen haben und Bedürfnisse wecken. Dafür braucht man entgegen
der üblichen Ansicht kein Millionenvermögen, kein Heer von
Ingenieuren und auch keine riesigen Produktionsanlagen.

Das bestreitet ja auch niemand. Allerdings ist es erwiesener Maßen in der Mehrheit der Fälle doch so, dass man durch eine gute Idee noch lange nichts gewonnen hat. In der heutigen Zeit, wo es durchaus vorkommen kann, dass eine gute Idee im Rausch des Informationsflusses gar nicht richtig wahrgenommen werden kann oder will, sind gute Startbedingungen unerlässlich. Und eben diese sind oftmals mit mehr oder weniger hohem Aufwand, nicht zuletzt auch in finanzieller Hinsicht, verbunden.

Auch verhindern die Bürokraten keine
jungen Unternehmer, die nicht gerade mit menschlichen Genen im
Labor oder hochgiftigen Substanzen in Wohngebieten hantieren
wollen.

Also das entspricht ja nunmal nicht ganz den Tatsachen. Ich weiss ja nicht, ob Du Dich in Deutschland schon einmal um ein Patent bemüht hast. Oder frag doch mal den Verband junger Unternehmer, oder aber auch die Gewerkschaften, oder aber Leute die sich von Berufswegen mit solchen Untersuchungen befassen. Außerdem könnte man auch ausländische Investoren befragen, die heute schon sagen, dass der Trade-off zwischen hohen Bürokratiekosten und gut ausgebildeten Fachkräften bald erreicht ist.

Das reine Kopieren von Geschäftsideen in gesättigten Märkten
unter Mitnahme von staatlichen, befristeten Zuschüssen kann
eine wertvolle Erfahrung sein und einen riesigen Spaß machen.
Grundlage für eine dauerhafte Sicherung der Existenz ist das
aber nur in den seltensten Fällen.

Ich höre immer Zuschüsse - davon war doch bisher gar nicht die Rede. Ich meine, diese hat die Einstellerin der Frage doch gar nicht beantragt. Bei dem Weg den ich z.B. beschrieben hatte, wäre diese gar nicht erforderlich gewesen.
Und zu der Sache mit den gesättigten Märkten. M.E. werden oft Geschäftsideen kopiert und zwar von Unternehmen aller Größenklassen. Von daher scheint immer noch genug EVA vorhanden zu sein der abgeschöpft werden kann. Außerdem wenn man als „Unternehmer“ einer kopierten Idee ein Einzugsgebiet hat, wo die „kopierte Idee“ noch nicht umgesetzt wird, dann ist diese „kopierte Idee“ im Prinzip wie eine „neue Idee“ zu behandeln.

Viele Grüße
TraderS

Nagelstudios gibt es natürlich und wenn es sie gibt, dann kann
man damit wohl auch etwas verdienen. Anders als so mancher
Schreiber hier, bin ich der Meinung dass man in
wirtschaftlichen Zeiten wie diesen nicht auch noch über die
Leute lästern sollte, die etwas tun wollen. Davon gibt es ja
scheinbar immer weniger.

nein, es gibt immer mehr davon, die aber immer blauäugiger und
unvorbereiteter an die Sache herangehen. Wir brauchen keine
Ebay-Agenturen, Nagelstudios oder Reiskorngravierer, die
bestenfalls mit Hilfe der Zuschüsse in den ersten Jahren
einigermaßen über die Runden kommen oder wenigstens einen
positiven Beitrag zum Familienhaushalt leisten können.

Na ja, Pauschalierungen haben noch nie weitergeholfen. Gerade
im Fall eBay muss man m.E. doch etwas stärker differenzieren.
Aus anfangs einer kleinen Geschäftsidee konnten sich schon
„echte“ Unternehmen, vornehmlich Versandhandel entwickeln.

Aus Ebay-Agenturen haben sich bisher nur leere Ladengeschäfte entwickelt. Damit kann man nur Geld verdienen, wenn man den eigenen Stundensatz nahe null ansetzt und sich mit einer positiven Differenz aus Umsatz und Kosten zufriedengibt.

Und um
nochmal auf die Sache mit den Nagelstudios zurückzukommen:
Soweit ich weiss, werden hierfür keine staatlichen Zuschüsse,
wie etwa KfW Kredite ausgegeben.

Die Existenzgründerprogramme der KFW schließen Nagelstudios nicht aus. Hinzu kommt die Ich-AG-Förderung.

Wir brauchen Unternehmer, die Marktlücken erkennen, pfiffige
Ideen haben und Bedürfnisse wecken. Dafür braucht man entgegen
der üblichen Ansicht kein Millionenvermögen, kein Heer von
Ingenieuren und auch keine riesigen Produktionsanlagen.

Das bestreitet ja auch niemand. Allerdings ist es erwiesener
Maßen in der Mehrheit der Fälle doch so, dass man durch eine
gute Idee noch lange nichts gewonnen hat. In der heutigen
Zeit, wo es durchaus vorkommen kann, dass eine gute Idee im
Rausch des Informationsflusses gar nicht richtig wahrgenommen
werden kann oder will,

Verstehe ich nicht. Soll das heißen, daß jemand gar nicht merkt, daß er eine gute Idee hat?

sind gute Startbedingungen
unerlässlich. Und eben diese sind oftmals mit mehr oder
weniger hohem Aufwand, nicht zuletzt auch in finanzieller
Hinsicht, verbunden.

Wie ich sagte: Man kann die Sache auch kaputtreden.

Auch verhindern die Bürokraten keine
jungen Unternehmer, die nicht gerade mit menschlichen Genen im
Labor oder hochgiftigen Substanzen in Wohngebieten hantieren
wollen.

Also das entspricht ja nunmal nicht ganz den Tatsachen. Ich
weiss ja nicht, ob Du Dich in Deutschland schon einmal um ein
Patent bemüht hast.

Warum sollte man sich um ein Patent bemühen? Das Resultat ist, daß die Idee veröffentlicht wird, bevor der Markteintritt erfolgt.

Oder frag doch mal den Verband junger
Unternehmer, oder aber auch die Gewerkschaften, oder aber
Leute die sich von Berufswegen mit solchen Untersuchungen
befassen. Außerdem könnte man auch ausländische Investoren
befragen, die heute schon sagen, dass der Trade-off zwischen
hohen Bürokratiekosten und gut ausgebildeten Fachkräften bald
erreicht ist.

Wir reden hier von Existenzgründung und nicht von der Errichtung einer Produktionshalle, bei der die Zahl der Toiletten je Mitarbeiter, die Breite der Fluchtwege und die Größe der Handtücher vorgeschrieben wird.

Und zu der Sache mit den gesättigten Märkten. M.E. werden oft
Geschäftsideen kopiert und zwar von Unternehmen aller
Größenklassen.

Ja, sicher, und das meist im Wege eines Preis- und damit Verdängungswettbewerbs. Da kann ein Existenzgründer in der Regel nur bestehen (geschweige denn gewinnen), wenn er auf eine vernünftige Entlohnung verzichtet.

Gruß,
Christian

Beispiel für Geschäftsidee
Um mal meinem Gerede ein Beispiel folgen zu lassen, wie jemand eine Marktlücke entdeckte und diese erfolgreich und ohne großen finanziellen Aufwand ausfüllte:
http://www.gutscheinbuch.de/PDF/Kuffer.pdf

Und ein Beispiel dafür, wie jemand eine gute Idee hatte und dann leider falsch umsetzte:
http://www.brand-eins.de/home/inhalt_print.asp?id=12…

http://www.handwerk-info.de/artikel/hol-harry-1.html

Anstatt die Sache langsam anzugehen, wollte Harry gleich eine große Medienkampagne starten und regional auftreten. Kurz: ein Opfer des Neuer Markt-Hypes.

Gruß,
Christian

Hallo,

Aus Ebay-Agenturen haben sich bisher nur leere Ladengeschäfte
entwickelt. Damit kann man nur Geld verdienen, wenn man den
eigenen Stundensatz nahe null ansetzt und sich mit einer
positiven Differenz aus Umsatz und Kosten zufriedengibt.

Und was ist mit denen, die über eBay die Kosten des Aufbaus eines Vertiebsnetzes sparen und ihren Versandhandel darüber abwickeln ?
Diejenigen die es ernst mit eBay meinen, scheinen schon davon leben zu können, da sie es sonst nicht machen würden. Ende des Jahres kommt eine Studie einer Unternehmensberatung zum Thema Schaffung von Arbeitsplätzen durch eBay heraus. Dann können wir den Punkt ja nochmal aufgreifen.

Die Existenzgründerprogramme der KFW schließen Nagelstudios
nicht aus. Hinzu kommt die Ich-AG-Förderung.

Erstens gehe ich mal stark davon aus, dass diese Nagelstudios wenig kapitalintensiv sind. Zweitens gibt es in Deutschland keine Ich-AG Förderung mehr, da diese abgeschafft wurde.

Das bestreitet ja auch niemand. Allerdings ist es erwiesener
Maßen in der Mehrheit der Fälle doch so, dass man durch eine
gute Idee noch lange nichts gewonnen hat. In der heutigen
Zeit, wo es durchaus vorkommen kann, dass eine gute Idee im
Rausch des Informationsflusses gar nicht richtig wahrgenommen
werden kann oder will,

Verstehe ich nicht. Soll das heißen, daß jemand gar nicht
merkt, daß er eine gute Idee hat?

Nein, Du hast nicht verstanden was ich meinte. Es ist für Unternehmen und gerade auch Neueinsteiger immer schwieriger - in der heutigen von Dir schon erwähnten Zeit der (Über)Sättigung - potentielle Käufer für eine neue Idee zu interessieren, sie zu gewinnen. Die Leute sind jetzt schon total überfordert. Außerdem wird dadurch auch beim Erfinder selbst die Fähigkeit geschwächt, Marktlücken zu entdecken. Daher wird ja auch öfters kopiert als neu erfunden.

sind gute Startbedingungen
unerlässlich. Und eben diese sind oftmals mit mehr oder
weniger hohem Aufwand, nicht zuletzt auch in finanzieller
Hinsicht, verbunden.

Wie ich sagte: Man kann die Sache auch kaputtreden.

Nö, wieso ? Derjenige der wirklich gewillt ist, wird die Sache auch durchziehen - mit oder ohne Hindernissen. Von daher kann man es locker sehen. Diejenigen die es nicht weiter versuchen, hätten es demnach eh nicht geschafft.
Aber darum geht es ja nicht. Es geht vielmehr darum, durch erleichterte allgemeine Bedingungen anzuregen, dass mehr Leute sich mit Gedanken die die Selbstständigkeit betreffen, auseinandersetzen und wenn es auch nur Gedankenspiele bleiben. Wie Du ja schon sagtest, es kommt auf Idee an. Man muss den Leuten da entgegen kommen und Bürokratie ist in Deutschland nunmal ein entscheidender Faktor. Da führt kein Weg dran vorbei.

Also das entspricht ja nunmal nicht ganz den Tatsachen. Ich
weiss ja nicht, ob Du Dich in Deutschland schon einmal um ein
Patent bemüht hast.

Warum sollte man sich um ein Patent bemühen? Das Resultat ist,
daß die Idee veröffentlicht wird, bevor der Markteintritt
erfolgt.

Ganz einfach: Man will halt möglichst lange und gerade in den ersten Jahren kokurrenzfreiER arbeiten können. Außerdem ist es heute ein anerkanntes Marketinginstrument, wenn man als „Erster“ gehandelt wird. Und wie gesagt, wenn Du schon mal dabei gewesen sein solltest, wirst Du sicher auch wissen, dass das Patentrecht in Deutschland eine Vorveröffentlichung verhindert. So gesehen ist der Aufwand schon gerechtfertigt, der mit einem Patent verbunden ist. Allerdings ist es leider nicht der einzige Aufwand in diesem Zusammenhang.

Wir reden hier von Existenzgründung und nicht von der
Errichtung einer Produktionshalle, bei der die Zahl der
Toiletten je Mitarbeiter, die Breite der Fluchtwege und die
Größe der Handtücher vorgeschrieben wird.

Es kommt auf das Verhältnis an. Natürlich sprechen diese Punkte für Großunternehmen. Aber wenn man auch selbst als „Kleiner“ neu angängt, hat man je nach Branche mit Hürden beim Start zu kämpfen, die ein ähnliches Belastungsverhältnis nach sich ziehen. Und sei es nur die Kapitalbeschaffung.

Und zu der Sache mit den gesättigten Märkten. M.E. werden oft
Geschäftsideen kopiert und zwar von Unternehmen aller
Größenklassen.

Ja, sicher, und das meist im Wege eines Preis- und damit
Verdängungswettbewerbs. Da kann ein Existenzgründer in der
Regel nur bestehen (geschweige denn gewinnen), wenn er auf
eine vernünftige Entlohnung verzichtet.

Oder eben wenn er mit einer alten idee „innovativ“ ist.

Viele Grüße
TraderS

Hi,

Aus Ebay-Agenturen haben sich bisher nur leere Ladengeschäfte
entwickelt. Damit kann man nur Geld verdienen, wenn man den
eigenen Stundensatz nahe null ansetzt und sich mit einer
positiven Differenz aus Umsatz und Kosten zufriedengibt.

Und was ist mit denen, die über eBay die Kosten des Aufbaus
eines Vertiebsnetzes sparen und ihren Versandhandel darüber
abwickeln ?

das hat weder etwas mit Existenzgründung noch mit Ebay-Agentur zu tun, sondern stellt für eingesessene Geschäfte einen neuen Vertriebsweg dar.

Diejenigen die es ernst mit eBay meinen, scheinen schon davon
leben zu können, da sie es sonst nicht machen würden.

Nur weil jemand etwas macht, kann er davon nicht dauerhaft leben. Alle Ebay-Agenturen, die ich bisher gesehen habe, waren nach weniger als einem Jahr wieder weg.

Die Existenzgründerprogramme der KFW schließen Nagelstudios
nicht aus. Hinzu kommt die Ich-AG-Förderung.

Erstens gehe ich mal stark davon aus, dass diese Nagelstudios
wenig kapitalintensiv sind. Zweitens gibt es in Deutschland
keine Ich-AG Förderung mehr, da diese abgeschafft wurde.

Das Kind heißt jetzt (übrigens seit 1.8., kein Grund so zu tun, als sei das ein Begriff aus der Vorzeit) nur anders, das Prinzip ist das gleiche: Es gibt einen monatlichen Zuschuß für vormals Arbeitslose.

Das bestreitet ja auch niemand. Allerdings ist es erwiesener
Maßen in der Mehrheit der Fälle doch so, dass man durch eine
gute Idee noch lange nichts gewonnen hat. In der heutigen
Zeit, wo es durchaus vorkommen kann, dass eine gute Idee im
Rausch des Informationsflusses gar nicht richtig wahrgenommen
werden kann oder will,

Verstehe ich nicht. Soll das heißen, daß jemand gar nicht
merkt, daß er eine gute Idee hat?

Nein, Du hast nicht verstanden was ich meinte. Es ist für
Unternehmen und gerade auch Neueinsteiger immer schwieriger -
in der heutigen von Dir schon erwähnten Zeit der
(Über)Sättigung - potentielle Käufer für eine neue Idee zu
interessieren, sie zu gewinnen.

Warum sollte man eine man eine Idee verkaufen wollen? Es geht um Existenzgründer und nicht um Erfinder.

sind gute Startbedingungen
unerlässlich. Und eben diese sind oftmals mit mehr oder
weniger hohem Aufwand, nicht zuletzt auch in finanzieller
Hinsicht, verbunden.

Wie ich sagte: Man kann die Sache auch kaputtreden.

Nö, wieso ? Derjenige der wirklich gewillt ist, wird die Sache
auch durchziehen - mit oder ohne Hindernissen. Von daher kann
man es locker sehen. Diejenigen die es nicht weiter versuchen,
hätten es demnach eh nicht geschafft.
Aber darum geht es ja nicht. Es geht vielmehr darum, durch
erleichterte allgemeine Bedingungen anzuregen, dass mehr Leute
sich mit Gedanken die die Selbstständigkeit betreffen,
auseinandersetzen und wenn es auch nur Gedankenspiele bleiben.
Wie Du ja schon sagtest, es kommt auf Idee an. Man muss den
Leuten da entgegen kommen und Bürokratie ist in Deutschland
nunmal ein entscheidender Faktor. Da führt kein Weg dran
vorbei.

Die entscheidenden Faktoren sind ein unternehmerfeindliches Klima und eine über Jahrzehnte gereifte Bequemlichkeit der Bevölkerung.

Außer einem Gewerbeschein, der innerhalb von Minuten und für ein paar Euro zu bekommen ist, braucht man zunächst einmal nichts, auf das die Bürokratie Einfluß hätte.

Wir reden hier von Existenzgründung und nicht von der
Errichtung einer Produktionshalle, bei der die Zahl der
Toiletten je Mitarbeiter, die Breite der Fluchtwege und die
Größe der Handtücher vorgeschrieben wird.

Es kommt auf das Verhältnis an. Natürlich sprechen diese
Punkte für Großunternehmen.

Nein, sie sprechen nicht für Großunternehmen sondern halten diese eher von Investitionen in Deutschland ab. Kleinunternehmer sind von derartigen regelungen in der Regel nicht betroffen. Darauf wollte ich hinaus. Die Bürokratie wird immer wieder gerne vorgeschoben, wenn es darum geht, daß es in Deutschland an Unternehmertum mnagelt. Das ist nicht zielführend, wenn es darum gehen soll, die Ursachen für den unbefriedigen Zustand zu finden.

Gruß,
Christian

Hallo,

Aus Ebay-Agenturen haben sich bisher nur leere Ladengeschäfte
entwickelt. Damit kann man nur Geld verdienen, wenn man den
eigenen Stundensatz nahe null ansetzt und sich mit einer
positiven Differenz aus Umsatz und Kosten zufriedengibt.

Und was ist mit denen, die über eBay die Kosten des Aufbaus
eines Vertiebsnetzes sparen und ihren Versandhandel darüber
abwickeln ?

das hat weder etwas mit Existenzgründung noch mit Ebay-Agentur
zu tun, sondern stellt für eingesessene Geschäfte einen neuen
Vertriebsweg dar.

Ja aber brauchen denn neue Unternehmen die sich gerade gründen und etwas vertreiben wollen denn nicht auch ein Vertriebsnetz ?

Diejenigen die es ernst mit eBay meinen, scheinen schon davon
leben zu können, da sie es sonst nicht machen würden.

Nur weil jemand etwas macht, kann er davon nicht dauerhaft
leben. Alle Ebay-Agenturen, die ich bisher gesehen habe, waren
nach weniger als einem Jahr wieder weg.

Weil es gerade um eBay geht. Ich habe vor zwei Jahren angefangen Ersatzteile für Motorräder aller Art zu beschaffen und konnte nach einem Jahr schon ein Unternehmen gründen welches sich außerhalb von eBay etabliert hat. Ich beschäftige jetzt 5 Leute in sozialversicherungspflichtigen Jobs und verdiene selbst auch nicht schlecht. Ich kalkuliere natürlich meine Preise mit einem Unternehmerlohn. Also mir hat eBay damals echt geholfen.

Wir reden hier von Existenzgründung und nicht von der
Errichtung einer Produktionshalle, bei der die Zahl der
Toiletten je Mitarbeiter, die Breite der Fluchtwege und die
Größe der Handtücher vorgeschrieben wird.

Es kommt auf das Verhältnis an. Natürlich sprechen diese
Punkte für Großunternehmen.

Nein, sie sprechen nicht für Großunternehmen sondern halten
diese eher von Investitionen in Deutschland ab.
Kleinunternehmer sind von derartigen regelungen in der Regel
nicht betroffen. Darauf wollte ich hinaus. Die Bürokratie wird
immer wieder gerne vorgeschoben, wenn es darum geht, daß es in
Deutschland an Unternehmertum mnagelt. Das ist nicht
zielführend, wenn es darum gehen soll, die Ursachen für den
unbefriedigen Zustand zu finden.

Christian, darf ich Dich mal fragen, ob Du schon mal ein Unternehmen in Deutschland gegründet hast ? Solltest Du „lediglich“ in einem Angestelltenverhältnis tätig sein, würde ich mich doch fragen, ob es Dir zusteht, über Leute die es in Deutschland auf sich nehmen sich selbstständig zu machen, in dieser Weise zu urteilen. Scheinbar ist Dir die Verpflichtung und Belastung die ein solches Vorgehen mit sich bringt, nicht ganz klar. Das ist mir jetzt schon in mehreren Beiträgen die Du hier geschrieben hast und wo Du das Unternehmertum bemängelst, aufgefallen.

Viele Grüße
goodwill25
(Unternehmer)

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