Ich habe mich schon länger mal gefragt, wie Leute auf Namen bzw Bezeichnungen kommen.
Ich gebe mal ein Beispiel:
warum heißt gerade Papierkorb … Papierkorb … --> wer hat solche Wörter erfunden usw.
Kann man solche Sachen irgendwo mal nachlesen oder so …
man hätte ja auch den Papierkorb auhc anders benennen könne, wie z.b. Skolchendat oder so … (einfach mal was eingetippt)
wie kommen überhaupt solche Wörter zu stande … ich denke, ihr wißt schon was ich meine !
Mag zwar blöd klingen mein Anliegen, aber es ist doch mal interessant sowas mal zu wissen …
Ich könnte ja viele dinge jetzt hier auflisten (ganzen Duden), aber ich will ja ned übertreiben und so viel Zeit habe ich auch ned.
Ich hoffe, ihr könnt mir irgendwie weiterhelfen oder so !!
Wie willst Du ihn denn sonst nennen? Überflüssigerpapieraufbewahrbehälter?
Es gab schon mal eine Zeit, da wollte man einen Verbrennungsmotor „Zerknalltreibling“ nennen, wäre Dir so etwas lieber?
Der Papierkorb war früher kein Blecheimer, wie es heute Vorschrift ist, sondern ein geflochtener Korb, der Papier aufnehmen mußte. Sonst nichts! Keine Yoghurtbecher, Tempos usw.
Auch wenn er nicht aus Papier besteht, kann man ihn doch so nennen! Ein Milcheimer besteht auch nicht aus Milch!
Gruß Werner
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naja, dies weiß ich, daß es schonmal andere Bezeichnungen gegeben habe soll, aber wie kommt so ein Wort zu stande ?? Dies meinte ich … sind das nur schlaue Köpfe die das machen oder würfeln die irgendwelche Buchstaben —> und dies ergibt sich ein wort ???
Lieber Herr Jannasch,
probieren Sie es doch selbst einmal.
Finden Sie einen passenden, prägnanten, allgemein akzeptablen Ausdruck für des Stück Holz oder Plastik, das in Supermärkten auf den Warenlaufbändern an den Kassen die Waren des einen Kunden von denen des nächsten trennt.
Haben Sie so einen Ausdruck gefunden, müssen Sie nur noch die Mitmenschen davon überzeugen, dass Ihr Vorschlag der „beste“ ist und die anderen dazu bringen, ihn zu verwenden.
So ist das wohl bei allen Gegenständen einmal gegangen. Entweder hat der Erfinder, Erbauer, Erstbenutzer sie benannt. Oder es gab sie vielleicht lange ohne Bezeichnung, dann ergab sich der Wunsch, den Gegenstand zu benennen. Es wurden vielleicht zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten verschiedene Benennungsversuche unternommen, die einige Zeit miteinander konkurrierten. Endlich setzte sich einer durch und fand Aufnahme in den allgemeinen Sprachgebrauch und schließlich auch in den Duden.
Ein jüdischer Witz formuliert das so:
Ein Talmudschüler fragt den anderen: Warum heißt ein Tisch eigentlich Tisch?
Sagt der andere: Schau, er sieht aus wie ein Tisch, ist gebaut wie ein Tisch, fühlt sich an wie ein Tisch, kann gebraucht werden wie ein Tisch, warum also bitte sollte man ihn nicht Tisch nennen?
bei den meisten bezeichnungen laesst sich ein ursprung herausfinden. entweder sind es moderne worte, wie der papierkorb, dort ist es klar, oder es sind alte worte, dann sagt der duden dieses wort wurde aus dem mittelalthochuraltdeutsch-latein-spaetgriechischem uebernommen.
aber klar, irgendwann muss es fuer einen gegenstand das erste mal eine bezeichnung gegeben haben. wahrscheinlich laesst sich alles darauf zurueckfuehren, dass der neandertaler in hoehle2 am unteren felshang47 seine frau auf eine besondere weise angeknurrt hat, wenn er das fell vom hoehlenbaeren gemeint hat und nicht das holzscheit. und als diedann mit der nachbarin getratscht hat, hat die ihren mann abends genauso angekurrt. nach 48 lautverschiebungen und 57 uebersetzungen nennen wir den grossen stein auf vier kleineren jetz einen tisch.
heute werden auch noch worte erfunden, meist produktbezeichnungen. ich habe einen bericht im radio gehoert, der genau das beschrieben hat. firmen kommen auf eine agentur zu, und sagen:„wir brauchen einen namen fuer dieses ding. die zielgruppe sind sexuell frustrierte frauen zw. 36.2 und 47 1/2. es soll nach regenwald und buschtrommeln klingen. da haben sie eines zum anschauen.“ dann gibt es ein angebot und der projektleiter sagt zum praktikanten: „los, mach einen namen, er soll nach regenwald und buschtrommeln klingen“. woraufhin der sich einen kaffe holt, das ding auf seinen leeren schreibtisch stellt, weil er ja noch keinen pc hat, schaut sich das ding eine stunde lang an, springt dann wie von der tarantel gestochen auf und ruft ganz laut: „Du sollst dildo heissen!“ der projektleiter:" so toll ist dildo nicht, aber das budget ist fast aufgebraucht, lauf mal zu den grafikern, die sollen eine praesentation vorbereiten." dann gibt es eine recherche, ob es irgendwo auf der welt ein woerterbuch gibt, in dem das wort dildo steht, denn welche sexuell frustrierte inderin zw. 36.2 und 47 1/2 soll so ein teil kaufen, wenn dildo in indien etwas mit aussatz zu haette, und ob es fernerhin eine firma gibt, die ihre zigarettenanzuender dildo nennt, denn wenn es so waere muesste sich der praktikant noch mal hinsetzen.
manchmal buegern sich fuer produkte auch nur die namen der betreffenden herstellerfimen ein, aber dass auch nur, wenn der praktikant am abend vorher trinken war.
Ok, das mit dem Papierkorb geht ja noch, aber warum heißt Polster Polster (ich meine den Kopfpolster, nicht den Fußballspieler-kleiner Scherz):Hallo zusammen,
naja, wie soll ich das beschreiben usw.
Ich habe mich schon länger mal gefragt, wie Leute auf Namen
bzw Bezeichnungen kommen.
Ich gebe mal ein Beispiel:
warum heißt gerade Papierkorb … Papierkorb … --> wer
hat solche Wörter erfunden usw.
Kann man solche Sachen irgendwo mal nachlesen oder so …
man hätte ja auch den Papierkorb auhc anders benennen könne,
wie z.b. Skolchendat oder so … (einfach mal was eingetippt)
wie kommen überhaupt solche Wörter zu stande … ich denke,
ihr wißt schon was ich meine !
Mag zwar blöd klingen mein Anliegen, aber es ist doch mal
interessant sowas mal zu wissen …
Ich könnte ja viele dinge jetzt hier auflisten (ganzen Duden),
aber ich will ja ned übertreiben und so viel Zeit habe ich
auch ned.
Ich hoffe, ihr könnt mir irgendwie weiterhelfen oder so !!
Ok, das mit dem Papierkorb geht ja noch, aber warum heißt
Polster Polster (ich meine den Kopfpolster, nicht den
Fußballspieler-kleiner Scherz)
Z.B. weil bolstar im Althochdeutschen „Kopfkissen“ hiess, was vom Indoeuropäischen *bhelgh- stammt.
„Balg/balgen“ haben übrigens denselben Ursprung und der von Dir indirekt angesprochene -TÄTÄTÄ- „(Fuss-)Ball“ auch.
Hat was mit „aufblasen, ausstopfen, schwellen“ zu tun.
HOFee
Hallo Maik,
ich hatte mal eine Firma für Spiele und wir haben monatelang über einen Namen gebrütet, der mit Mittelalter und Kirchen bzw. Tempeln zu tun hatte, kurz und einprägsam sein und in den meisten Sprachen verstanden werden sollte (trotzdem kennt es heute niemand, weil es ein Postspiel war und alle Leute lieber im Internet spielen ). Für den Fall, daß Du erst einmal selbst überlegen willst, habe ich die Lösung ganz unten im Artikel versteckt.
Das letzte Wort, daß in der deutschen Sprache erfunden wurde (neben den unzähligen Neuschöpfungen durch die Rechtschreibreform), ist das schreckliche „sitt“, daß aufgrund einer Ausschreibung der Duden-Redaktion gefunden wurde und nicht durstig bedeutet (und das ich seither zu verdrängen suche).
Ein anderes „künstliches“ Wort entstand aufgrund einer Wette: in London (wo anders als in England, wenn es um Wetten geht?) wettete jemand, daß er die Londoner innerhalb einer bestimmten Zeit dazu bringen konnte, ein neues Wort zu lernen. Also malte er auf unzählige Hauswände das Wort „Quiz“ (damals waren Graffities wohl noch nicht so verbreitet). Da alle Londoner darüber rätselten, bekam es seine heutige Bedeutung
Übrigens: wenn Du ein Wort für den Warentrenner suchst, schlage ich entweder ein „nf“ am Ende vor (damit es endlich ein weiteres Wort damit gibt; siehe die Beiträge weiter unten) oder mit „ensch“, damit es mal etwas gibt, auf das sich „Mensch“ reimt (eine Getränkefirma hat es schon mal mit „Quensch“ versucht, hat sich aber nicht durchgesetzt).
Ciao
Uwe
Lösung: CLERIC
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Das letzte Wort, daß in der deutschen Sprache erfunden wurde
(neben den unzähligen Neuschöpfungen durch die
Rechtschreibreform), ist das schreckliche „sitt“, das aufgrund
einer Ausschreibung der Duden-Redaktion gefunden wurde und
nicht durstig bedeutet (und das ich seither zu verdrängen
suche).
>
Wobei ich erwähnen möchte - auch wenn es so gar nicht zum Thema passen will:~) - dass mir ein rein synthetisches Wort wie „sitt“, mag es auch auf eine noch so infantile Weise gefunden worden sein - und auch so klingen - wesentlich lieber ist, als beispielsweise der krampfhafte Versuch, ein Funktelefon durch schlicht falsches anglifizieren als „Handy“ zu bezeichnen. Dieses widerwärtige Wort verdränge ich wirklich nach Kräften…
>
freundlich und emotionslos grüssend
Michael Zettler
Jetzt weiß ich, wie ich dat nennen soll !!
Liebe Gesprächsteilnehmer,
den Warentrenner hat ja nun schon Uwe Rill eingebracht. Lasst uns nun die Neubenennung zu Ende bringen!
Gut deutscher Tradition folgend - á la Streetball, das keine Amerikaner kennt und Händi, das weder Amerikaner noch Engländer kennen -, begnügen wir uns aber keineswegs mit dem deutsche Wort, sondern wählen selbstverständlich eine englische Kombination und zwar „products separator“ (Produkteseparierer).
Es trifft sich gut, dass es das Wort „separator“ im Englischen schon gibt, allerdings mit einer etwas anderen Bedeutung, nämlich: Zentrifuge! Somit wären wir knapp daneben und doch vorbei.
Und natürlich kürzen wir dieses lange Doppelwort ab. So entsteht: „prod sep!“ Dies wird nun durch ständigen Gebrauch immer mehr germanisiert bis daraus ein: Brotsepp! geworden ist.
Und damit HEUREKA!!!: Das Ding heißt BROTSEPP! Und jetzt geht hin und kündet aller Welt davon! Im Namen des Duden, und des Wahrig und des Hl. Kluge, AMEN!
Dass dabei die erwünschte Endung auf -nf oder -ensch nicht rauskam, bedaure ich zutiefst, aber was kann ich schon gegen den Sprachgebrauch ausrichten.
handy…
…in der tat ein dämliches wort, insbesondere wenn es von leuten benutzt wird, die nicht händy sondern hääändy sagen.
dennoch: mobile phone, cellular phone, mobiltelefon, funktelefon - was sind das denn bitte für unglaublich lange wörter?
da hat man ja schon gewählt noch bevor man das wort ausgesprochen hat.
insofern ist es doch ganz praktisch und brauchbar - sonst hätte es sich auch nicht so durchgesetzt.
vielleicht benutzen es ja bald sogar die amis - das fänd ich lustig.
brottsensch?
wie wärs denn damit? da hätten wir doch das ensch und überdies wäre verwechslung mit anderen seppln ausgeschlossen.
ein brottsensch, mehrere brottsensche.
oder wolltest du das prod in ein prot mit langem o umwandeln?
den Warentrenner hat ja nun schon Uwe Rill eingebracht. Lasst
uns nun die Neubenennung zu Ende bringen!
Gut deutscher Tradition folgend - á la Streetball, das keine
Amerikaner kennt und Händi, das weder Amerikaner noch
Engländer kennen -, begnügen wir uns aber keineswegs mit dem
deutsche Wort, sondern wählen selbstverständlich eine
englische Kombination und zwar „products separator“
(Produkteseparierer).
Es trifft sich gut, dass es das Wort „separator“ im Englischen
schon gibt, allerdings mit einer etwas anderen Bedeutung,
nämlich: Zentrifuge! Somit wären wir knapp daneben und doch
vorbei.
Und natürlich kürzen wir dieses lange Doppelwort ab. So
entsteht: „prod sep!“ Dies wird nun durch ständigen Gebrauch
immer mehr germanisiert bis daraus ein: Brotsepp! geworden
ist.
Und damit HEUREKA!!!: Das Ding heißt BROTSEPP! Und jetzt geht
hin und kündet aller Welt davon! Im Namen des Duden, und des
Wahrig und des Hl. Kluge, AMEN!
Dass dabei die erwünschte Endung auf -nf oder -ensch nicht
rauskam, bedaure ich zutiefst, aber was kann ich schon gegen
den Sprachgebrauch ausrichten.
Hallo Fritz
so geht das natürlich nicht, nix mit Brotseppl , das Ding heißt goods partitioner, das schleift sich dann ab zu goodparty, der Aldi-Profi mit rudimentären Englischkenntnissen sagt dann, man muß ja mal zeigen was man so kennt, gib mir mal das Feierdings.
Der gehobene Rewe-Kunde wird eher nach einer guten Partie fragen, was die Kassiererin möglicherweise mit frechen Sprüchen quittiert, er sollte doch lieber in den P**** gehen, wenn es so dringend wäre *g*.
Alles nicht so leicht mit dem Ausländisch *g*
Gruß
Rainer
vielleicht benutzen es ja bald sogar die amis - das fänd ich
lustig.
Keine Ahnung von den Amis, aber wenn du hier in Australien sagen würdest call me on my handy, würde es nicht klingeln. Es gibt den handy man, he is handy, das heisst er kann den Wasserhahn reparieren, aber auch zweite BEdeutung, er macht im Bett ws er soll. Ein Funktel ist hier ein mobile sprich moubail
cheers
Gerhard, Sydney
KREATION VON MARKENNAMEN
das hast du aber nett geschrieben … so ähnlich läuft’s tatsächlich in der heutigen zeit mir neuen namen und marken ab (warenzeichen). früher wars eben noch einfach … als sich der name tesa einfach aus den silben des vor und nachnamens der sekretärin des firmenchefs (elsa tesmer) neu zusammensetzen liess …
bin inhaber der agentur und wir haben uns spezialisiert auf die kreation von markennamen für neue produkte, dienstleistungen und unternehmen … sowie den ensprechenden notwendigen recherchen. immer mehr firmen und agenturen suchen vitale, prägnante, merk-würdige und schutzfähige namen, um sich im weltweiten wettbewerb positiv von der konkurrenz abzugrenzen. und da sind eben spezialisten gefragt - denn bei mitterweile über 10 millionen geschützten warenzeichen wird es immer schwieriger lücken zu finden und auch juristisch keine fehler zu machen (d.h. nicht gegen ältere bzw. bereits bestehende rechte von identischen oder ähnlichen gegenzeichen zu verstossen). aber auch linguistisch kennt ja vielleicht der eine oder andere schon einige der bekanntesten negativbeispiele: „lada nova“ (nova heisst zwar auf lat. neu, aber eben nicht in spanien - da bedeutet’s: no va = geht nicht, fährt nicht). oder „mitsubishi pajero“ (span. wichser bzw. selbstbefriedigung). oder den irischen whiskey „irish mist“ (wer will bei uns schon mist trinken) … usw.
will hier keine werbung machen, aber derjenige wo sich konkret für nähere infos interessiert, darf sich gerne direkt bei meinereiner mailden.
gruss hartmut
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>
>
>Hallo,
>auch ich hörte schon davon, dass das Wort in USA als nicht ablehnungswürdig gilt. Jetzt erfinden wir also schon Worte für Fremdsprachen…:~) Ich jedenfalls sage Funktelefon, manchmal nur Telefon (ist es ja dennoch…), und habe mich auch schon dabei ertappt, einfach nur FuTel zu verwenden. (Die Abkürzung aus dem Telefonbuch.) Ach ja, Telefonbuch ist auch schön lang, und bislang hat keiner versucht, es bspw. „booky“ zu nennen…:~)
Ob mir FuTel gefällt, weiss ich allerdings nicht, da ich zu selten Gelegenheit habe, es anzuwenden, da nur wenige das Wort kennen.
>In der letzten Hoffnung, dass wir vor weiteren abscheulichen Wortkonstruktionen bewahrt bleiben -
>verbleibe ich –
>freundlich grüssend
>Michael Zettler(der irgendwie zu Ausschweifungen neigt…:~)
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