Nachtrag
Hallo nochmal!
Mir fiel eben ein, daß ja die Beckhams ihre Kinder nach den Zeugungsorten benannten, dann hießen meine Töchter BMW 316 und Badewanne (oder war es Waschmaschine?). 
Gollum
Nachtrag
Hallo nochmal!
Mir fiel eben ein, daß ja die Beckhams ihre Kinder nach den Zeugungsorten benannten, dann hießen meine Töchter BMW 316 und Badewanne (oder war es Waschmaschine?). 
Gollum
Life imitates art! (off topic)
Hi,
völlig wertfrei, hier ein Zitat aus einem großen, großen Roman (leider nur in Englisch):
„You’re probably wondering about that J. I never discuss my middle name. Sometimes I sign a J., however, especially on checks. People think it stands for Joseph, probably. Or James. Or maybe Jacob. Or something like Japheth or Jason. But my mother, as I have commented, was a close reader of Biblical texts. She had established to her own satisfaction that Judas had by and large been misunderstood and misrepresented. She felt there was in his fate something more to be applaud than to be derided; he too had a part in the great design. […]. My full name is John Judas Backstrom. Sometimes I sign myself J.J. Backstrom. […]. On my honeymoon, such as it was, I signed J.J. Backstrom and Wife, Notikeewin, Alberta, Undertaker. We received exceptional service.“
Aus: Robert Kroetsch: The Words of my Roaring.
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/0888643497/qid…
Fazit: Meinen Segen hättest Du… 
Tom
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Hi,
warum willst du deinem Kind einen Namen geben, der von dem überwiegenden Teil der Christenheit als negativ vorbelastet angesehen wird? Ich finde, man sollte da seine eigenen Interessen etwas zurückstellen und mehr an das Kind denken. Wie heißt es so schön: Nomen est Omen.
Gruß
Nelly
Hallo Sibylle!
Möchtest Du
„Rosa Schweinchen“ oder „Kaspar Würstle“ heißen? Kenne ich
beides …
Wirklich? Kennst du eine „Rosa Schweinchen“?
MfG Thea
Hallo Me
Genauso sehe ich es beim dem Namen Adolf, er sicht nicht mehr
Zeitgemäß. Ich würde einen älteren Herren mit dem Vornamen
nicht komisch ansehen (auch nicht wegen A. Hitler) aber ein
kleiner Junge mit dem Vornamen würde mir leid tun.
Ich kannte mal einen, der muss so ca. 1950 geboren sein, und der hieß tatsächlich Adolf. Ich verstehe nicht, wie es dazu kommen konnte.
Viele Grüße Thea
Hallo Thea,
Adolf war auf den Tag genauso alt wie ich! Echt - ohne gelogen!
1964! Die Eltern wurden ringsum nur gescholten 
LG
Uschi
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Thea,
ja, leider, die war bei meiner Cousine an der Schule. Zu allem Überfluß war die Gute nicht gerade schlank … vielleicht wegen des Namens? Nomen est Omen?
VG,
Sibylle
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Danke für eure Anteilnahme ?! (sorry, lang)
Also, erst einmal vielen Dank für eure rege Anteilnahem an diesem Thema. Allerdings möchte ich in dieser - wohl etwas länger werdenden Antwort - vor allem auf eure teilweise durchaus beleidigenden und oftmals unlogischen Antworten eingehen.
Zunächst einmal ‚Danke‘ an die ernsthaftenden und hilfreichen Antworten.
Aber nun zu den etwas anderen:
Ich bin mir sehr wohl bewusst über die Problematik, die mit einer solchen Namensgebung verbunden wäre. Allerdings - und das haben meiner Meinung nach nicht alle verstanden - würde ich den Namen nicht auf Grund seiner Bedeutung, seiner konnotativen Provokation oder seinem historischen Hintergrund hin auswählen. Es ist vielmehr so, dass mir der Name von seinem Klang, seinem Schriftbild und seiner Eigenschaft als sich selbst, qua Vorname gefällt.
Wobei wir direkt bei dem nächsten Punkt wären:
Vorwürfe derart, ich solle meinem Kind nicht diesen Namen aufzwängen nur weil er mir gefalle ist unlogisch und realitätsfern wie kaum etwas anderes. Jedes Elternpaar und/oder Elternteil gibt seinem Kind den Namen, der ihm/ihnen gefällt. Das wäre auch der Fall bei ‚Hildegard‘, ‚Marc‘ oder ‚Sara‘ (was übrigens mein Wunsch bei einem Mädchen wäre - nur für die die es interessiert. Ich hatte keinesfalls vor sie ‚Judasia‘ zu nennen). Insofern möchte ich jedwede Vorschläge, ich solle mich doch selber in ‚Judas‘ umbenennen lassen, nur weil mir der Name gefalle, zurückweisen und die Leute die eben diese gemacht haben bitten, mal nachzuschauen, ob bei ihrer Bank immer noch ein Bernd Meier oder mittlerweile ein Sören Meier arbeitet. Denn das wäre die logische Konsequenz, wenn Bernd Meier seinen Sohn gerne Sören nennen möchte, weil ihm der Name gefällt.
Der Name ‚Sören‘ bringt mich zum nächsten anzusprechenden Punkt:
Wo ich doch gerade von Plattenbauten gesprochen habe:
"So werden besonders exotische Namen nun mal bevorzugt in Kreisen
verwendet, die nicht unbedingt über eine umfassende
Fremdsprachenbildung verfügen und eher durch wirtschaftliche
Schwäche, als durch die durch den Namen vermutlich zur Schau
gestellte angebliche internationale Bewandertheit auf sich
aufmerksam machen. "
Ich glaube kaum, dass mein kultureller und intellektueller Horizont als klein einzustufen ist und ich möchte mich, meine Freundin respektive Frau oder meine Familie in keinster Weise zur Schau stellen.
Dies soll in keinster Weise geschehen, was mich zu meinem nächsten Punkt bringt:
5.Ich weiß selbstverständlich um die Kontroverse, die dieser Name mit sich trägt und habe - wie ganz zu Beginn gesagt - beschlossen, diesen Namen, wenn überhaupt, nur als Zweitnamen und nicht als einzelnen Vornamen oder Bestandteil eines Doppelnamens zu verwenden. Dies hätte meiner Meinung nach zur Folge, dass der Name zwar da ist, von meinem Sohn auf Wunsch - vielleicht gefällt er ihm ebenfalls - auch verwendet werden kann, ansonsten aber lediglich bei Behördengängen oder ähnlichen, Personalausweis oder Geburtsurkunde bedürfenden Ereigenissen an die Öffentlichkeit tritt. Ebenso wie das bei einem ‚Kevin Hubert Schmitz‘ der Fall wäre, dessen Mutter aus Liebe zu ihrem Großvater, dessen Namen an ihren Sohn weitergeben möchte. Und ich möchte doch bitte wissen, wer sich nicht über einen Dreijährigen namens ‚Hubert‘ mokieren würde.
— Wer ab hier nicht mehr lesen möchte, dem sei verziehe. Allerdings werde ich noch etwas weiterschreiben müssen,da mir dieses Thema sehr am Herzen liegt —
Des weiteren möchte ich noch einige theologische und philosophische Aspekte ansprechen, da dies im Zusammenhang mit dieser Diskussion auch eingebracht wurde.
Es ist ein Zeichen von theologischer Ignoranz - aber auch eben von subjektiven Eindrücken des Namens ‚Judas‘ - davon auszugehen, dass der Name ‚Judas‘ eine Anspielung - wenn dies überhaupt eine sein soll - auf ‚Judas Ischariot‘ ist. Ebenso könnte der heilige Apostel ‚Judas Taddhäus‘ gemeint sein. ( http://www.heiligenlexikon.de/start.html?Biographien… ). Nicht das ich DAS beabsichtige. Es soll dies nur ein Gedankenanstoss für alle Bibelfreunde sein 
Des weiteren möchte ich anmerken, dass die Heiligsprechung Judas Ischariots vielerseits ein heißdiskutiertes, aber nicht ausgeschlossenes Thema ist, ja bei vielen Menschen sogar großen Anklang findet, da Thesen existieren, dass ohne den ‚Verrat‘ Judas’ an Jesus eben dessen Kreuzigung und Auferstehung nicht stattgefunden hätte und somit die Christenreligion sich ihrer Grundlage beraubt sähe.
Ich bitte um Unterlassung einer Diskussion dieses Themas innerhalb dieser Diskussion - sie soll lediglich einen kleinen Denkanstoß zum Thema ‚Judas‘ sein.
Was mich also zu meinem letzten Punkt bringt:
Ich hoffe ich konnte meinen Standpunkt klar definiere, einige eurer Fragen beantworten und hoffe erneut Argumente aus euren Reihen zu hören.
Bis dahin,
mfg, Chris
Danke 
Hallo Chris!
Und ich möchte doch bitte wissen, wer sich
nicht über einen Dreijährigen namens ‚Hubert‘ mokieren würde.
Ich. Denn ich finde weit weniger daran falsch, einem Kind aus dem deutschsprachigen Raum einen deutschen Namen zu geben.
Grüße
Gollum
Hallo Chris,
als erstes einmal: HUT AB!
Du scheinst dir ja ganz schön Gedanken über den Namen deines ungeborenen (ungezeugten?) Sohnes gemacht zu haben. Das ist nicht gerade typisch für jemandem in deinem Alter (sorry, ein Vorurteil meinerseits).
Deine Argumente und deine Begründungen finde ich einleuchtend und durchdacht!
Vergiss aber nicht, dass gerade ein so kontrovers diskutiertet Name wie Judas (und sei mal ehrlich: wer denkt da nicht als erstes an „Judas den Verräter“?) IMMER solche Diskussionen wie hier auslösen wird. Deine Argumente wirst du also immer und immer wieder anbringen müssen.
Viele Grüße,
Tinchen
Hallo Iris,
da ich keine DDR-Sozialisation habe, würde mich Deine
Einschätzung dazu näher interessieren.Ansonsten gehe ich davon aus, das durch die
Entchristianisierung und der damit verbundene Verlust von
Kulturwissen die Sache eh entschärft. Ich würde fast wetten,
dass 50 % der ostdeutschen bis 40 jahre mit dem Namen Judas
eher den Namen einer tollen Rockgruppe verbinden als mit der
Geschichte aus einem ollen Buch.Die Beobachtung, daß Kulturwissen in diesem Bereich immer
„dünner“ wird, teile ich. Trotzdem habe ich den Eindruck
gewonnen, daß bestimmte „basics“ weitergegeben werden, d.h.
daß nicht unbedingt die Details über Judas und was mit ihm im
Neuen Testament verbunden ist, bekannt ist, aber solche
Redewendungen wie „Judaslohn“ oder „Du Judas“ im Sinn von „Du
Verräter“ durchaus im Alltag von säkularen Leuten verwendet
werden.
Ich kenn solche Redewendungen nicht als aktiven Wortschatz.
Wie siehst Du das?
Mir fallen im Moment keine erkennbar aus der Bibel abgeleiteten Redewendungen ein, die allgemeingebräuchlich sind. Sie sind maximal in christlich sozialisierten Kreisen zu finden, wobei auch da teilweise das Wissen fehlt, dass es sich um ein Bibelzitat handelt. Dies gilt aber genauso für Klassiker wie Goethe.
Ciao maxet.
Gott schütze
uns vor deinem Meinungsterror!
Angesichts dieser Namen
Vornamen (keine Doppel Namen) der Grosse heißt
Bjarne
(geht ja noch)
Corvin, der Kleine Davin, Semjon >
kann ich deine Ausführungen zu dieem Thema nicht mehr ernst nehmen.
und wenn ich mir heute noch einmal Namen aussuchen dürfte würde
ich wohl wieder die gleichen nehmen
Sorry.
maxet.
Dein Standpunkt
Ich hoffe ich konnte meinen Standpunkt klar definieren
Hi,
wenn dein Standpunkt so klar ist, warum fragst du dann überhaupt hier? Ich glaube, du willst nur, dass ein paar Leute dir zustimmen, damit du diese Namenswahl vor dir selbst rechtfertigen kannst. Falls du dies nicht nötig hast, ist die Frage hier im Brett überflüssig.
Gruß
Nelly
Hi Chris,
ich habe mir Deinen ausführlichen Exkurs über den Namen vollständig durchgelesen. Dabei fallen mir folgende Dinge auf:
Ich habe den Eindruck, Du hast Deinen Entschluss sowieso schon gefasst, und bist nicht zugänglich für Kritik. Warum also dieses Posting? Du denkst, der Name müsse alleine DIR gefallen.
Man kann bestimmt seitenweise die möglichen positiven Asoziationen zum Namen Judas aufzählen, über das tolle Klangbild erzählen. Es gibt Stand-up Comedians, die sich Malte nennen. Nun ja. Fakt ist jedoch, dass die meisten Menschen mit „Judas“ einen „Verräter“ asoziieren. Das Wort „Judas“ wird im deutschen Sprachraum sprichwörtlich so verwendet. Ich habe noch niemanden über einen Komiker sagen hören: „Der Typ da ist ein Malte.“
Die Sache mit dem Zweitnamen: Du denkst, Dein Sohn könnte dann diesen Namen - wenn er will - verwenden. Ich kann Dir gleich sagen, er wird es nicht wollen. Er wird seinen Zweitnamen nach Möglichkeit mit J. abkürzen.
Ich bezweifle, dass Du ein Kind zum Selbstbewusstsein erziehst, indem Du ihm einen stark vorbelasteten Namen gibst.
Ansonsten kann Deinen Argumenten weitest gehend folgen. Du argumentierst aus Deiner Sicht. Gut. Mein ehrlicher Eindruck ist: Du willst mit Gewalt diesen Namen, und legst Dir einen Berg von Argumenten zurecht, um ihn zu rechtfertigen. Im Grunde zählt jedoch nur ein einziges Argument: Das Wohl Deines Kindes.
Ciao
Andreas
Hallo auch!
… das neue Nachbarsmädchen Nicole, das
von seinen Eltern immer „Nikolle“ gerufen wurde.
Ich werde nie die Geschichte von den eingefleischten Highlander-Fans vergessen, die Ihre Kinder Heather und Connor nannten.
Da sie nicht daran gedacht haben, dass leider viele Menschen der Ausschsprache des Englischen „th“ nicht mächtig sind (ist halt so), hieß das Mädchen eigentlich nur „Heser“. Die Krönung war die Oma. Die nannte das Mädchen nur „Herta“! Das war so nicht gewollt…
Also: Sich bei der Auswahl des Namens Gedanken darüber zu machen, ob das Umfeld mit dem Namen zurechtkommt, verhindert, dass das Kind hinterher ganz anders gegannt wird als beabsichtigt.
Ich persönlich finde immer ganz schön, wenn ich einen Namen lese und eine ungefähre Ahnung davon habe, wie ich ihn aussprechen soll…
Na Du auch! ;o))
ich lese deine Zeilen und stelle für mich fest, dass es ein
schmaler Grad ist zwischen geht noch und geht nicht mehr.
Das stimmt.
Hubert z. B. war nur ein Name den ich dieser Tage auf dem
Spielplatz gehört hatte, die Mutter rief ihre zwei Kinder (den
zweiten Namen erinnere ich gerade nicht, war aber genauso
„grausam“) und alle umstehenden Eltern sahen erschrocken auf
und schauten wer denn da jetzt gerufen wurde.
Aha! Aber für mich heisst das lediglich, daß in eure Umgebung, diese Name seltsam ist. Und sonst gar nicht. Ich gebe schon zu, kein Hubertus zu kennen, aber das ist so eine persönliche einstellung (was seltsam, abstössig, richtig, etc…), daß ich mir ganz bestimmt darüber keine Gedanke mache. Und selbstverständlich finde ich nicht in Ordnung, wenn Beamter entscheiden ob oder nicht ein Name in Frage kommt.
Schau: Heutzutage leben wir in einer so ziemlich schnelllebigen Welt. Was heute richtig ist, ist morgen verpönnt. Soviel sollten wir mittlerweile aus der Geschichte gelernt haben. Auch was Länder und sitten anbelangt ändert sich alles schneller als manch einer lieb ist. Damit keine ich, daß du nicht weiß wo du bzw das Kind leben und sein Leben bestreiten wird. Diese Gedanken habe ich mir lange gestellt, als ich schwanger war: Wenn mein sohn mal in spanien lebt, kommen solche Namen wie Wolfgang oder Günther nicht in Frage, denn ich verdamme ihn sein Name immer falsch angesprochen bzw geschrieben zu sehen. Hier wäre das kein Thema. Nun entschied ich mich für David. Nun, was jetzt? Was kann ihn mit diesr Name passieren??
Es sind so dermaßen viele Überlegungen nötig, daß man immer etwas Falsches machen kann. Aber oft sind nur regionale Bedingungen (siehe zB mein Beispiel mit Adolf: In spanien absolut kein Thema und ich kenne Kinder die so genannt werden)
So eine Situation finde gediegen. Das persönliche Empfinden
der verschiedenen Personen war nahezu einhellig und ein
Kopfschütteln machte die Runde. Es mag sein das es nicht am
Namen lag sondern „nur“ daran das er nicht mehr ganz Zeitgemäß
ist.
Vermutlich…
Genauso sehe ich es beim dem Namen Adolf, er sicht nicht mehr
Zeitgemäß. Ich würde einen älteren Herren mit dem Vornamen
nicht komisch ansehen (auch nicht wegen A. Hitler) aber ein
kleiner Junge mit dem Vornamen würde mir leid tun.
In Deutschland (und evtl Mitteleuropa) ja, woanders, nciht unbedingt.
Sicherlich kann man es nie allen Recht machen und das ist auch
gut so, Vornamen machen halt auch den „kleinen aber feinen“
Unterschied aus der das Leben so interessant gestaltet aber
Eltern sollten nicht so egoistisch sein und nur Ihre Lieben
und Vorlieben in die Namensgebung stecken sonder auch einmal
überlegen wie das Umfeld auf so Einen reagiert (z.B. im
Unterschied zwischen Nord- und Süddeutschland, zwischen Ost
und West).
Wie gesagt, die „gewöhnte Umgebung“ ist für mich nur zum teil ein Kriterium und gewiß nicht der schlaggebende.
In unserem Urlaub haben uns einige Süddeutsche komisch
angeschaut als wir Bjarne riefen, vermutlich weil der Name
dort nicht so geläufig ist, bei uns im Norden aber kennen
diesen viele auch wenn er vor 4 Jahren noch nicht so geläufig
war.
Eben!
Schöne Grüße aus Nürnberg!
Helena
Hallo,
wo liegt dein Problem bei meiner Formulierung:
"So werden besonders exotische Namen nun mal bevorzugt in
Kreisen
verwendet, die nicht unbedingt über eine umfassende
Fremdsprachenbildung verfügen und eher durch wirtschaftliche
Schwäche, als durch die durch den Namen vermutlich zur Schau
gestellte angebliche internationale Bewandertheit auf sich
aufmerksam machen. "
Ich habe hier niemand direkt angesprochen, und ganz besonders dich auch nicht direkt hiermit abqualifizieren wollen. Es ging mir dabei nur um einen Punkt, den Du selbst dann sogar weitergesponnen hast:
Viele Menschen verbinden mit ‚Kevin‘, 'Maik, ‚Chantal‘ und
‚Sascha‘ eher soziale Unterschichten aus Plattenbausiedlungen
- dies ist nicht unbedingt meine Meinung, aber werden diese
Namen nicht selten in kabarettistischer und komödiantischer
Form benutzt um eben diese Bevölkerungsschichten zu
persiflieren und sie damit zu versinnbildlichen.
D.h. nicht jede Chantal kommt aus Zwickau und hat mit einer entsprechenden stereotypen Sozialisation zu kämpfen, aber wenn in einer Klasse drei Kinder mit diesem Namen sitzen, wird es die Tochter französischstämmiger Eltern immer schwer haben, aus der Schublade wieder raus zu kommen, in die sie mit den beiden anderen gesteckt wird.
Und um bei einem realen Fall der von dir hierzu ebenfalls angesprochenen nordischen Namen aus meinem direkten Umfeld zu benennen:
Ebenso werden in Kabarettprogrammen und Auftritten sogenannter
Stand-Up Comedians oftmals skandinavische Namen wie ‚Malte‘,
‚Sören‘ etc. dafür verwendet, um darin karikierten
Persönlichkeiten und Familien einen alternativen,
Pädagogen-familiären Hauch zu vermitteln.
Ja, die Familie eines neuen Bekannten wird auch damit zu kämpfen haben, obwohl sie gerade erst von Finnland (Angehörige der schwedischen Minderheit dort) nach Deutschland gekommen sind und daher die schwedischen Namen der Kinder einen ganz bideren nationalen Hintergrund haben.
Aber nun zu den etwas anderen:
- Ich bin mir sehr wohl bewusst über die Problematik, die mit
einer solchen Namensgebung verbunden wäre. Allerdings - und
das haben meiner Meinung nach nicht alle verstanden - würde
ich den Namen nicht auf Grund seiner Bedeutung, seiner
konnotativen Provokation oder seinem historischen Hintergrund
hin auswählen. Es ist vielmehr so, dass mir der Name von
seinem Klang, seinem Schriftbild und seiner Eigenschaft als
sich selbst, qua Vorname gefällt.
Wobei ich dabei bleibe, dass sich niemand davon befreien kann, bei einem so klar besetzten Namen auch immer gleich an die anderen, negativen Aspekte zu denken. Und genau da liegt der Unterschied zwischen „Judas“ oder „Adolf“ und vielleicht aktuell noch „Osama“ und Malte, Chantal, … Es gibt glücklicherweise nur ganz wenige Namen, die in unserem Lebensumfeld so eindeutig, dauerhaft und schwer negativ besetzt sind. Und daher sind die Witzeleien über eine Chantal oder einen Malte eben nicht vergleichbar mit denen über einen Adolf oder einen Judas (und ehrlich gesagt, mit fällt es wirklich schwer, diese Liste mit weiteren auch nur annähernd so negativ besetzen Vornamen fortzusetzen).
Wobei wir direkt bei dem nächsten Punkt wären:
- Vorwürfe derart, ich solle meinem Kind nicht diesen Namen
aufzwängen nur weil er mir gefalle ist unlogisch und
realitätsfern wie kaum etwas anderes. Jedes Elternpaar
und/oder Elternteil gibt seinem Kind den Namen, der ihm/ihnen
gefällt. Das wäre auch der Fall bei ‚Hildegard‘, ‚Marc‘ oder
‚Sara‘ (was übrigens mein Wunsch bei einem Mädchen wäre - nur
für die die es interessiert. Ich hatte keinesfalls vor sie
‚Judasia‘ zu nennen). Insofern möchte ich jedwede Vorschläge,
ich solle mich doch selber in ‚Judas‘ umbenennen lassen, nur
weil mir der Name gefalle, zurückweisen und die Leute die eben
diese gemacht haben bitten, mal nachzuschauen, ob bei ihrer
Bank immer noch ein Bernd Meier oder mittlerweile ein
Sören Meier arbeitet. Denn das wäre die logische
Konsequenz, wenn Bernd Meier seinen Sohn gerne Sören nennen
möchte, weil ihm der Name gefällt.
Da vergleichst Du wirklich Äpfel mit Birnen. Es gibt eben nur ganz wenige so massiv vorbelastete Namen wie Judas. Und natürlich sollte man sich immer fragen, welche negativen Begleitumstände eine Namenswahl haben könnte. Ich persönlich würde auch nicht unbedingt heute ein Kind Hildegard nennen, weil es momentan einfach nicht in die Zeit passt und das Kind dadurch unnötig Einschätzungen als altbacken ausgesetzt wäre. Trotzdem ist Hildegard ja nicht ein grundsätzlich negativ vorbelegter Name. Und wenn sich heute ein Comedian über Malte lustig macht, dann ist das morgen schon Schnee von gestern, und würde mich vermutlich gar nicht als Argument gegen die Verwendung dieses Namens interessieren. D.h. es gibt nun mal starke und schwache Argumente, und die muss man auf beiden Seiten sammeln und dann abwägen. Und gegen die im Fall von Judas nun mal seit so knapp 2000 Jahren bestehende historische und religiöse Vorbelastung, kann meiner Meinung nach nichts auch nur annähernd anstinken.
Gruß vom Wiz
???
Hi!
Corvin, der Kleine Davin, Semjon >
kann ich deine Ausführungen zu dieem Thema nicht mehr ernst
nehmen.
Vielleicht bin ich durch aktive Eltern-Mitarbeit und den ausgeübten Beruf meiner besseren Hälfte ja etwas zu sehr involviert, aber:
Das sind doch völlig normale Namen, die nicht sooo selten vorkommen! Abgesehen davon, dass der beste Freund meines Sohnemanns Corvin heißt…
LG
Guido, der zugegeben nicht weiß, ob es wesentliche regionale Unterschiede in der Namenspopularität gibt…
Hallo,
Adolf war auf den Tag genauso alt wie ich! Echt - ohne
gelogen!
1964! Die Eltern wurden ringsum nur gescholten
Ja, so einen Fall gab es an meinem früheren Wohnort in Aachen auch. Ein Kind, Mitte der 60er geboren hörte auf den schönen Namen Adolf. Familiengeschichtlich war die Sache durchaus verständlich, da der Erstgeborene schon seit Generationen so hieß, und auch das Geschäft schon ewig unter diesem Namen lief.
Nur irgendwie hatte klein Adolf es immer schwer Freunde zu finden, wurde auch gerne von den Eltern der Freunde geschnitten und kam so schon zu Grundschulzeiten auf die schiefe Bahn.
Jetzt kann man natürlich über die bösen Eltern der Freunde schimpfen (und hat damit auch sicher recht), aber das Kind wäre erst gar nicht in diese Situation gekommen, hätten die Eltern etwas mehr Gespür bewiesen. Natürlich will ich auch nicht sagen, dass der Name alleine entscheidend für den weiteren Weg dieses Kindes war, Anteil hatte er aber hieran ganz sicher.
Gruß vom Wiz