Hi!
Nun mich würde würde mal interessieren warum es in Deutschland
kein Nationalbewustsein gibt? In England(Englandkult) oder in
den USA(Patiotismus pur), von mir aus Thailand und überall auf
der Welt finden wir ein solches. Aber in Deutschland ist davon
nichts zu spüren oder zu sehen. Nicht dass man mich falsch
versteht, ich bin nicht Rechtsradikal(die Frage stellt sich
dann sonst gleich-aber warum???) ich wollte einfach mal wissen
warum es so etwas hier nicht gibt oder geben darf.
Die Länge und Heftigkeit der Diskussion zu diesem Thema überrascht mich immer wieder. Die Welt ist doch längst auf dem Weg in einer „Internationalität“, wie sie eigentlich mal von der Komintern und anderen politisch linken Kreisen gefordert wurde und wie sie jetzt durch konservative wirtschaftliche Kreise umgesetzt wird.
Wir haben die EU als politischen und wirtschaftlichen Verbund; etliche Länder haben die gleiche Währung; immer mehr Länder drängen in diesen Verbund hinein - und müssen dafür nicht nur ihre politische, sondern auch ihre kulturelle Souveränität opfern. Das wird zwar nicht sofort erfolgen, ist aber ein nicht aufzuhaltender Prozess - wer erinnert sich denn noch daran, dass EU-Behörden z.B. ein urdeutschen Gesetz wie
das Reinheitsgebot beim Bier gekippt haben (ähnliches erfolgte mit Belgien und der Schockolade oder Italien und die Nudeln). Das Zusammengehen von Nationen führt zu Auflösung individueller Eigenschaften. Es gibt kein Multi-Kulti, es gibt Mischmasch.
Länder, die auf nationale Eigenständigkeit pochen (etwa wie GB oder URS) sind auf dem absteigenden Ast. In den USA hat längst ein schleichender Prozess eingesetzt, der das Land von Grund auf umkrempeln wird: in weniger als 30 Jahren stellen die Latinos die Bevölkerungsmehrheit. Bereits jetzt wird ein Gesamtamerikanischer Wirtschaftsraum aufgebaut, ähnlich wie die EU. Sind die USA erst einmal latinisiert in Kultur, Sprache und Politik, wird sich auch hier die nationalstaatliche Grenze verwischen.
Kurzum: der im 19.Jahrhundert aufgebaute Nationalstaat ist dabei, sich zu überleben. Er ist kein Modell mehr mit Zukunft. Die Ersten, die das begriffen haben und umsetzen, sind die großen Konzerne. Nationales Denken spielt da längst keine Rolle mehr.
Und jene, die heute noch stolz darauf sind, dass es so etwas wie „deutsche“ Autobauer oder „deutsche“ Banken gibt - was macht ihr, wenn diese Unternehmen ins Ausland abwandert. Die Deutsche Bank hat ja schon mehrfach geäußert, ihren Stammsitz von Frankfurt/Main nach London oder New York City zu verlegen. Die Deutsche Bank eine „deutsche“ Bank?
Nein, ich glaube, die Zeiten des Nationalstolzes sind längst gezählt. Und weil vermutlich viele das instinktiv spüren, treibt der Nationalsstolz solche Urständ.
Grüße
Heinrich