National Stolz

Hi!

„Nationalstolz“ als gemeinsame Identität einer Gruppe ist m.E. per se kein Fehler. Dies nur vorweg.
Man hat uns dieses Gefühl nach dem 2. WK „ausgetrieben“, schließlich macht Zusammenhalt stark und man wollte kein starkes Deutschland mehr.

Ansonsten wurde alles gesagt, ich meine nur, dass ein Mensch, der keine Heimat, die er schätzt und die ihn prägt und die auch er positiv zu prägen bereit ist, ein armes Schwein ist.

Grüße,

Mathias

http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/5387/1.html

Na ja Frank,

ein Depp war Charlie nie. Obwohl, sein Hauptwerk, furchtbar, fast ein halbes Jahr habe ich gebraucht um diese spezielle Dialektik zu verstehen. :frowning:

Was solls. Deppen waren aber ganz andere. Sogar Staaten soll es gegeben haben die Charlie nicht richtig verstanden haben. :smile:))

Gruss

Hi!

ich meine nur, dass ein Mensch,
der keine Heimat, die er schätzt und die ihn prägt und die
auch er positiv zu prägen bereit ist, ein armes Schwein ist.

Ich finde Leute, die bereit sind, ihre Nationalität aufzugeben, um auszuwandern und irgendwo auf der Welt ein neues Leben anzufangen - mit allem an Arbeit und Risiko, was dazu gehört -, wesentlich beeindruckender als jene, die durch die Straßen ziehen oder an den Tischen in ihrer Kneipe hocken und gröhlen: „Ich bin stolz, ein zu sein!“

Grüße
Heinrich
(die offene See kennt keine Nationalität )

Hallo Heinrich.

ich meine nur, dass ein Mensch,
der keine Heimat, die er schätzt und die ihn prägt und die
auch er positiv zu prägen bereit ist, ein armes Schwein ist.

Ich finde Leute, die bereit sind, ihre Nationalität
aufzugeben, um auszuwandern und irgendwo auf der Welt ein
neues Leben anzufangen - mit allem an Arbeit und Risiko, was
dazu gehört -, wesentlich beeindruckender als jene, die durch
die Straßen ziehen oder an den Tischen in ihrer Kneipe hocken
und gröhlen: „Ich bin stolz, ein zu
sein!“

Ich denke, dass Leute, die ins Ausland gehen, nicht per se ihre Wurzeln vergessen müssen.
Vermutlich habe ich mich unklar ausgedrückt. Meines Erachtens geht es weniger darum, wo ein Mensch lebt und wie sehr er sich fremden Kulturen und Lebensweisen öffnen möchte, sondern vielmehr darum, inwieweit er sein Erbe respektiert und annimmt.

Ich persönlich arbeite sehr viel in den verschiedensten Ländern und finde es dennoch gut, Deutscher zu sein.´Denn ich teile die kulturellen Werte und schätze im allgemeinen die hiesige Lebensweise sehr. Ferner bin ich mir bewusst, dass meine Persönlichkeit, meine Handlungsweisen, mein Denken und mein Stil sehr deutsch sind und ich weiss, dass man dieses runde, weil von mir angenommene und weiterentwickelte, Bild meiner Person im Ausland schätzt.
Leute, die mit der Einstellung „mir ist es egal, wo ich herkomme, ich bin ein Weltbürger. Wie kann man nur stolz darauf sein, aus Deutschland zu kommen“ hausieren gehen, würden beispielsweise in weiten Teilen Asiens nur Missachtung ernten. „Cool“ ist so eine Einstellung obendrein nicht, höchstens dumm. Denn welcher intelligente Mensch ist nicht daran interessiert, sich mit seiner Herkunft zu beschäftigen und deren gute sowie schlechte Seiten zu reflektiren und daraus eine wirklich international geachtete und überlebensfähige Persönlichkeit zu entwickeln…?

Grüße
Heinrich
(die offene See kennt keine Nationalität )

Warum gehört dann die Ladung eines gesunkenen Schiffes immer der Nation, unter deren Flagge das Schiff fuhr…? Parallelen zum Steuerrecht sind natürlich rein zufällig…

Grüße,

Mathias

Österreich war (ist?) ein Vielvölkerstaat, der aber kein
eigenes Volk hat. Naürlich sind Österreicher nicht zwingend
Deutsche, sondern es können auch Tschechen, Italiener…
sein. Aber ein Teil von ihnen sind Deutsche, vor allem in dem
Österreich das noch geblieben ist.

ich finde diese aussagen herablassend und arrogant. damit
macht ihr euch in österreich unbeliebt, außer bei ein paar
ewiggestrigen deutschnationalen natürlich.

Wie kann es arrogant sein, wenn ich als Deutscher die Österreicher als Teil meines eigenen Volkes anerkenne? So sollte man es einmal betrachten.
Klar, es ist zwar heute eine Krankheit vieler Deutscher, ihr eigenes Volk zu beschmutzen.
Die Deutschen aber, die auch Österreicher als Deutsche betrachten, gehören in aller Regel zu denen, denen sehr viel am eigenen Land und Volk liegt. Wenn sie arrogant gegenüber Österreichern wären, würden sie sie nicht als Teil ihres eigenen Volkes haben wollen. Es kann also nur eine Geste der Anerkennung sein.

Mir ist schon bekannt, daß diese Meinung in Österreich nicht beliebt ist. Ob man Deutscher ist oder nicht, ist aber keine Frage des gerne Wollens.
Kein Deutscher, der ernsthaft der Ansicht ist, Österreicher seien Deutsche, will damit die Österreicher ärgern. Wäre das das Ziel, würde er sich ja ins eigene Fleisch schneiden.

hi,

Wie kann es arrogant sein, wenn ich als Deutscher die
Österreicher als Teil meines eigenen Volkes anerkenne?

unerwünschte vereinnahmung und respektlosigkeit würde ich das nennen. als „deutschsprachiger kulturkreis“ wäre das ja in ordnung. aber bei „volk“ klingt automatisch „staat“ mit. die ostmark gehört der vergangenheit an!

Die Deutschen aber, die auch Österreicher als Deutsche
betrachten, gehören in aller Regel zu denen, denen sehr viel
am eigenen Land und Volk liegt. Wenn sie arrogant gegenüber
Österreichern wären, würden sie sie nicht als Teil ihres
eigenen Volkes haben wollen. Es kann also nur eine Geste der
Anerkennung sein.

mein gott wie großzügig! österreicher allein zu sein ist anscheinend nix wert.

ich mag diese debatte jetzt nicht mehr. aber ich weiß daß du in der minderheit bist. kein einziger deutscher den ich kenne, würde sowas sagen!

Kein Deutscher, der ernsthaft der Ansicht ist, Österreicher
seien Deutsche, will damit die Österreicher ärgern.

ach so? was würdest du denn sagen, wenn jemand sagen würde „deutsche sind eigentlich holländer, und wir holländer achten euch so viel, daß wir euch als unser volk betrachten!“ ??

Wäre das
das Ziel, würde er sich ja ins eigene Fleisch schneiden.

plumps. das ist ein zirkelschluß.

gruß
datafox

Hi an alle,

mir stellt sich die (vielleicht eher philosophische) Frage, auf was man stolz sein kann. Meines Erachtens kann ich nur stolz sein, auf etwas, was ich selber geleistet habe !!

Das Abwägen zwischen Gutem und Schlechtem, was von Deutschen geschaffen wurde, ist sicher müßig, denn: was zählen die Millionen von Menschenleben der Weltkriege (speziell natürlich der 2.).
Welches Land hat solche Massen an Menschenleben vernichtet wie die Deutschen? Wie hoch können Kultur und soziale Errungenschaften etc. eingeschätzt werden?

Nationalstolz und Patriotismus führen meiner Meinung nach dazu, daß man sein eigens Land / Volk / Rasse(so etwas gibts eh objektiv nicht) höher einschätzt als Mit-Menschlichkeit mit anderen und dadurch eher Kriege möglich werden. Zumindest werden der Volks-Masse Kriege durch Patriotismus wesentlich leichter schmackhaft gemacht (siehe USA). -> Und da sollten wir Deutschen durchaus sensibel sein, alleine, um zu zeigen, daß man aus der Geschichte lernen kann - auch wenn sie „schon“ 60 Jahre her ist.

Nationalstolz im Sinne von: ich bin froh Deutscher zu sein - ist verständlich und ok, auch ich bin froh darüber, hier läßt es sich doch im Vergleich gut leben, aber, man sollte dann vielleicht andere Worte wählen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Wie kann es arrogant sein, wenn ich als Deutscher die
Österreicher als Teil meines eigenen Volkes anerkenne? So
sollte man es einmal betrachten.

…sind wir dan alle Russen und Polen (Panslawen), weil der Großteil von Deutschland durch slawische Siedlungen entstand. Sorben und Wenden leben noch jetzt in dieser Tradition mit eigener slawischer Farbe.
Bayern gibts eh keine mehr, das sind die Nachkömmlinge von Napoleon seinen Jungs, der dort innerhalb zweier Jahre zweimal durch und drüber ist :smile: (verkloppen mussten wir ihn hier ja erst).

Gruß
Frank

Hallo Till,

außer ein paar rechten glatzköpfen sieht sich kein
österreicher als deutscher! die zeiten sind vorbei.

Das ist reines Wunschdenken. Auch wenn alle Falken sich zu
Singvögeln erklären, sind und bleiben es Greifvögel.

Österreich war (ist?) ein Vielvölkerstaat, der aber kein
eigenes Volk hat.

Aeh? Welcher Staat in Europa und gerade in Zentraleuropa mit all den wechselnden Staatsgebieten und Voelkerwanderungen, sogar die Schweiz mit ihrer Mehrsprachigkeit, hat schon eine homogene Bevoelkerung seit Jahrhunderten bzgl. Ethnie (siehe auch die Kolonialstaaten frueher oder Zuwanderung heute) und den wechselnden Staatsgebieten waere dann bei Dir kein Vielvoelkerstaat? Was waere fuer Dich ein Land mit eigenem Volk bzw. wie definierst Du speziell „eigenes Volk“? Mit der gleichen Argumentation von Dir koennte man fast alle italienischen Staatsbueger zu Deutschen erklaeren oder die Mehrheit der Juden meinetwegen. Da jiddisch eine Fortentwicklung eines ehemaligen deutschen Dialektes ist und die Mehrheit der Juden aschkenasisch sind *g*, ergo sind viele Israelis, auch wenn viele ihrer direkten Vorfahren mehrheitlich seit Jahrhunderten in Russland, England, Polen, Russland und den USA beispielsweise lebten. Nur so als Schmankerl verstehen sich meine italienischen Staatsbuergerwitze und juedische Religionszugehoerigkeitswitze mit Blick auf israelische Staatsbuergerschaft und Deutscher :smile:

Naürlich sind Österreicher nicht zwingend
Deutsche, sondern es können auch Tschechen, Italiener…
sein. Aber ein Teil von ihnen sind Deutsche, vor allem in dem
Österreich das noch geblieben ist.

Hier wieder Deine fuer mich imho lustige Art zu zaehlen. Tschechen gehoerten noch vor einiger Zeit zu Oestereich-Ungarn, also die Ungarn auch, und Italien zum Deutsch-Roemischen Kaiserreich etwas frueher. Also waeren Tschechen als Oesterreicher und Tschechen und Italiener im noch aelteren und groesser verstandenen Deutsch-Roemischen Kaiserreich (da kann man jetzt streiten, inwieweit Italien damals dazu verstanden war) auch Deutsche.

naja, bin gespannt, wie Du es aus Deiner Sicht genauer verstehen wolltest, siehe Fragen, viele gruesse, peter

Andersherum gefragt: Warum muss man denn unbedingt stolz darauf sein, just auf diesem Flecken der Erde geboren zu sein? Es ist absurd!

Wer zu diesem Haus gehört, ist womöglich „stolz“ darauf. Wer zu dieser Strasse gehört… Wer zu dieser Stadt…, zu diesem Bundesland…, zu diesem Staat… Und wenn einmal Ausserirdische am nicht vorhandenen Horizont des Universums auftauchen, dann sind wir wahrscheinlich stolz darauf, ein Erdling zu sein. Aber bis dahin ist noch etwas Zeit; zum Beispiel für Schopenhauer:

Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verräth in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen theilt. Wer bedeutende Vorzüge besitzt, wird vielmehr die Fehler seiner eigenen Nation, da er sie beständig vor Augen hat, am deutlichsten erkennen. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er Stolz seyn könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu seyn: hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Thorheiten, die ihr eigen sind, (…) zu vertheidigen.
(Arthur Schopenhauer, Parerga und Paralipomena I, Lütkehaus-Ausgabe)

Daran sollte man sich erinnern, wenn man beispielsweise an das Patri(di)otismus der USA denkt.

Oder mit dem leider schon verstorbenen Politkabarettisten Matthias Beltz in seinem Programm „Notschlachten - Die 7 Weltverbrechen“ gesagt, als er sich die Frage stellte, ob er stolz sei, ein Deutscher zu sein: Er könne ja schlecht stolz sein, eine Französin zu sein, obwohl das mal eine ganz neue Erfahrung wäre. Abschliessend meinte er, er wäre einfach stolz, stolz zu sein.

Marco

Österreich war (ist?) ein Vielvölkerstaat, der aber kein
eigenes Volk hat.

Aeh? Welcher Staat in Europa und gerade in Zentraleuropa mit
all den wechselnden Staatsgebieten und Voelkerwanderungen,
sogar die Schweiz mit ihrer Mehrsprachigkeit, hat schon eine
homogene Bevoelkerung seit Jahrhunderten bzgl. Ethnie (siehe
auch die Kolonialstaaten frueher oder Zuwanderung heute)
und den wechselnden Staatsgebieten waere dann bei Dir
kein Vielvoelkerstaat? Was waere fuer Dich ein Land mit
eigenem Volk bzw. wie definierst Du speziell „eigenes Volk“?
Mit der gleichen Argumentation von Dir koennte man fast alle
italienischen Staatsbueger zu Deutschen erklaeren oder die
Mehrheit der Juden meinetwegen. Da jiddisch eine
Fortentwicklung eines ehemaligen deutschen Dialektes ist und
die Mehrheit der Juden aschkenasisch sind *g*, ergo sind viele
Israelis, auch wenn viele ihrer direkten Vorfahren
mehrheitlich seit Jahrhunderten in Russland, England, Polen,
Russland und den USA beispielsweise lebten. Nur so als
Schmankerl verstehen sich meine italienischen
Staatsbuergerwitze und juedische Religionszugehoerigkeitswitze
mit Blick auf israelische Staatsbuergerschaft und Deutscher

-)

Ein eigenes Volk ist es, wenn sich die verschiedenen Ausgangsvölker so lange vermischt und angeglichen haben, daß man von einer gewissen Einheit sprechen kann. Zum Beispiel der Herausbildung einer eigenen Sprache (aber nicht zwingend).
Die Schweizer z. B. befinden sich meiner Meinung nach gegenwärtig noch in einer Entwicklungszeit zu einem eigenen Volk.
Daß sich die Völker in Österreich-Ungarn nicht einmal im Geiste einig waren, wird man nicht abstreiten.

Naürlich sind Österreicher nicht zwingend
Deutsche, sondern es können auch Tschechen, Italiener…
sein. Aber ein Teil von ihnen sind Deutsche, vor allem in dem
Österreich das noch geblieben ist.

Hier wieder Deine fuer mich imho lustige Art zu zaehlen.
Tschechen gehoerten noch vor einiger Zeit zu
Oestereich-Ungarn, also die Ungarn auch, und Italien zum
Deutsch-Roemischen Kaiserreich etwas frueher. Also waeren
Tschechen als Oesterreicher und Tschechen und Italiener im
noch aelteren und groesser verstandenen Deutsch-Roemischen
Kaiserreich (da kann man jetzt streiten, inwieweit Italien
damals dazu verstanden war) auch Deutsche.

naja, bin gespannt, wie Du es aus Deiner Sicht genauer
verstehen wolltest, siehe Fragen, viele gruesse, peter

Hierbei muß zwischen Staats-und Volkszugehörigkeit unterschieden werden. Vor dem Ersten Weltkrieg waren z. B. alle Polen zugleich auch entweder Deutsche oder Russen, da es keinen polnischen Staat gab und sie auf russischem oder deutschem Staatsgebiet lebten. Es gab zwar ein polnisches Volk, aber keine polnische Staatszugehörigkeit.
Mit den Tschechen und Ungarn in Österreich-Ungarn war es ebenso. Der Sonderfall von Österreich-Ungarn war, daß es kein österreich-ungarisches Volk gab (ein ungarisches natürlich schon), sondern nur eine österreich-ungarische Staatzugehörigkeit. Ebenso wie es auch nicht etwa ein sowjetisches Volk gab.

hi,

Wie kann es arrogant sein, wenn ich als Deutscher die
Österreicher als Teil meines eigenen Volkes anerkenne?

unerwünschte vereinnahmung und respektlosigkeit würde ich das
nennen. als „deutschsprachiger kulturkreis“ wäre das ja in
ordnung. aber bei „volk“ klingt automatisch „staat“ mit. die
ostmark gehört der vergangenheit an!

Ich habe nicht behauptet, daß es keinen österreichischen Staat gebe oder geben sollte, aber es gibt meiner meinung nach kein österreichisches Volk.
Daß die Österreicher das nicht so gern hören würden, könnte ich allenfalls nachvollziehen, wenn sie der Meinung wären, dann von den Bundesdeutschen als Deutsche 2. Klasse angesehen zu werden.

Die Deutschen aber, die auch Österreicher als Deutsche
betrachten, gehören in aller Regel zu denen, denen sehr viel
am eigenen Land und Volk liegt. Wenn sie arrogant gegenüber
Österreichern wären, würden sie sie nicht als Teil ihres
eigenen Volkes haben wollen. Es kann also nur eine Geste der
Anerkennung sein.

mein gott wie großzügig! österreicher allein zu sein ist
anscheinend nix wert.

Das habe ich nirgends behauptet. Nur ist es meiner Meinung nach nicht möglich, nur Österreicher allein zu sein.

ich mag diese debatte jetzt nicht mehr. aber ich weiß daß du
in der minderheit bist. kein einziger deutscher den ich kenne,
würde sowas sagen!

Daß ich in der Minderheit bin, mag wohl sein, das stört mich aber nicht im Geringsten. Die Mehrheit der heutigen (Bundes-)Deutschen hat bekanntlich keine Achtung für das eigene Volk und vergnügt sich mit lächerlichen Sticheleien, etwa auch gegen Österreicher. Viele Idioten bezeichnen ja auch gern die Bayern als nicht Deutsche, sofern sie nicht selbst aus Bayern sind.

Kein Deutscher, der ernsthaft der Ansicht ist, Österreicher
seien Deutsche, will damit die Österreicher ärgern.

ach so? was würdest du denn sagen, wenn jemand sagen würde
„deutsche sind eigentlich holländer, und wir holländer achten
euch so viel, daß wir euch als unser volk betrachten!“ ??

Nehmen wir mal die Japaner, um die Trennung eindeutiger zu machen.
Wenn die Japaner sagen würden, Deutsche seien eigentlich Japaner, dann würde das schlicht und ergreifend nicht den Tatsachen entsprechen. Ich würde es aber nicht als Stichelei oder selbst Beleidigung auffassen, da ich bei einer gesunden Einstellung der Japaner zu ihrem Volk davon ausgehen kann, daß es für sie kein besseres Volk als ihr eigenes gibt und sie es daher nicht abwertend meinen, wenn sie von einer Gruppe Menschen sagen, daß diese zum japanischen Volk gehören würde.

Wäre das
das Ziel, würde er sich ja ins eigene Fleisch schneiden.

plumps. das ist ein zirkelschluß.

Wieso?

Nehmen wir an, ich könne keine Österreicher leiden, sei aber der Überzeugung, es seien Deutsche.

-> ich will die Österreicher ärgern, weil ich sie nicht leiden kann
-> ich sage den Österreichern, daß sie Deutsche seien, um sie zu ärgern
-> ich habe soeben öffentlich bekannt, daß die, die ich nicht leiden kann, meiner meinung nach zu meinem eigenen Volk gehören
-> ich habe damit zugegeben, daß mein eigenes volk in meinen augen schlechter ist als man allgemein annimmt (durch die Zugehörigkeit der Österreicher, die ich ja nicht leiden kann)
->ich habe mich ins eigene Fleisch geschnitten.

gruß
datafox

Wie kann es arrogant sein, wenn ich als Deutscher die
Österreicher als Teil meines eigenen Volkes anerkenne? So
sollte man es einmal betrachten.

…sind wir dan alle Russen und Polen (Panslawen), weil der
Großteil von Deutschland durch slawische Siedlungen entstand.
Sorben und Wenden leben noch jetzt in dieser Tradition mit
eigener slawischer Farbe.

Natürlich sind die Deutschen unter anderem auch aus Slawen hervorgegangen, ebenso wie aus Germanen und Kelten (und Romanen).
Wir sind aber deshalb nicht alle Russen und Polen, weil es bei der Entstehung Deutschlands und vor allem des deutschen Volkes die Russen und Polen so noch nicht gab, jedenfalls waren die Slawen, aus deren Siedlungen Deutschalnd zum Teil entstand, noch keine Polen oder Russen.

Bayern gibts eh keine mehr, das sind die Nachkömmlinge von
Napoleon seinen Jungs, der dort innerhalb zweier Jahre zweimal
durch und drüber ist :smile: (verkloppen mussten wir ihn hier ja
erst).

Gruß
Frank

Nur ist es meiner Meinung
nach nicht möglich, nur Österreicher allein zu sein.

überlaß es den österreichern am besten selber wie sie sich selbst definieren. alles andere ist pure arroganz.

rest gelöscht.

gruß
datafox (österreichisch, nicht deutsch)

…wie formulierte es ein deutscher Philosoph so treffend?
„…Dummheit und Stolz wachsen auf einem Holz!“
(„Stolz“ ist abgeleitet von „stultus“, was widerum mit Dummheit gleichzustzen ist; somit ist obige Aussage in sich stimmig)
nette grüße, Luigi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Stolz
Hallo,

Meines Erachtens kann ich nur
stolz sein, auf etwas, was ich selber geleistet habe !!

das sehe ich anders. Was ist falsch daran, wenn Kinder auf ihre Eltern stolz sind? Und welchen Anteil haben die Kinder daran? Einer von und beiden versteht das Wort falsch. Die Kinder halten ihre Eltern für etwas Besonderes und der Stolz ist Ausdruck der Freude, das Kind gerade dieser Eltern zu sein. Wenn ich das auf mich und Deutschland übertrage, frage ich mich, wo der Stolz her kommen soll.

Nationalstolz und Patriotismus führen meiner Meinung nach
dazu, daß man sein eigens Land / Volk / Rasse(so etwas gibts
eh objektiv nicht) höher einschätzt als Mit-Menschlichkeit mit
anderen und dadurch eher Kriege möglich werden. Zumindest
werden der Volks-Masse Kriege durch Patriotismus wesentlich
leichter schmackhaft gemacht (siehe USA). -> Und da sollten
wir Deutschen durchaus sensibel sein, alleine, um zu zeigen,
daß man aus der Geschichte lernen kann - auch wenn sie „schon“
60 Jahre her ist.

Dem habe ich nichts hinzuzufügen, meine Meinung.

Nationalstolz im Sinne von: ich bin froh Deutscher zu sein -
ist verständlich und ok, auch ich bin froh darüber, hier läßt
es sich doch im Vergleich gut leben, aber, man sollte dann
vielleicht andere Worte wählen.

Genau so!

cu Rainer

Nur ist es meiner Meinung
nach nicht möglich, nur Österreicher allein zu sein.

überlaß es den österreichern am besten selber wie sie sich
selbst definieren. alles andere ist pure arroganz.

es ist überhaupt keine arroganz, und ich stelle mich auch nicht über die österreicher. was tatsache ist und was nicht, ist nicht von den wünschen der betreffenden oder anderer abhängig. wenn viele Deutsche sich wünschen, die deutschen seien rein germanischer Abstammung, widerspechen viele ja auch und sagen nicht, überlaß es den deutschen von wem sie abstammen wollen. was nicht simmt, stimmt einfach nicht.

Hallo Rainer,

Meines Erachtens kann ich nur
stolz sein, auf etwas, was ich selber geleistet habe !!

das sehe ich anders. Was ist falsch daran, wenn Kinder auf
ihre Eltern stolz sind? Und welchen Anteil haben die Kinder
daran? Einer von und beiden versteht das Wort falsch. Die
Kinder halten ihre Eltern für etwas Besonderes und der Stolz
ist Ausdruck der Freude, das Kind gerade dieser Eltern zu
sein. Wenn ich das auf mich und Deutschland übertrage, frage
ich mich, wo der Stolz her kommen soll.

Vielleicht hilft folgender Link weiter:
http://www.dwds.de/cgi-bin/portalL.pl?search=Stolz
hier wird „stolz“ definiert, und, vielleicht muß ich mein Meinung noch mal überdenken, bzgl. obig eingrenzenden Aussage. Aber, ob der Stolz eines Kindes auf seine Eltern auch wirklich übertragbar ist auf mich und Deutschland - ich weiß nicht so recht - ich stamme ja nicht von Deutschland ab.

Mit Dank für den Denkanstoß
Claudia

Proud to be British because
This is why :smile:

http://www.fun2learnmore.de/modules.php?name=News&fi…

Best British Wishes
Siân