Weitere Besiedlung der „Great Plains“ und des „Far West“
erfolgte Etappenweise bis 1890. Gesiedelt wurde von
AMERIKANISCHEN SIEDLERN nur in Gebieten, die von der
US-Regierung zuvor von Frankreich, Spanien, Mexico und GB
abgekauft oder abgeworben wurden: (z. B. Oregon-Territory, New
Mexico Territory, Texas (mexicanisch, 1845 von den USA
annektiert), California Territory). Schutz der er- und
angeworbenen Siedlungsgebiete durch die US-Armee gegen
aufstaendige Staemme, die sich bereits vorher gegen die
europaeischen Kolonialisten auflehnten und die mit ihnen
geschlossenen Vertraege - in Opposition zu den Stammesfuehrern
- ablehnten. Vertreibung fand also durch europaeische
Kolonialstaaten, Mexico, oder europaeische Siedler statt.
Richtig. Vergaß, dass z.B. Tecumseh sich völlig einverstanden mit Amerikas Vorstoß in Richtung Ohio gezeigt hat.
Nicht durch die US-Regierung. Dann: US-Regierung schafft
Indianerreservate, in denen in erster Linie indianisches
Stammesrecht gilt. Deutschland vertrieb im staatlichen Auftrag
und schaffte zum Ausgleich keine Reservate fuer Vertriebene,
sondern KZ´s und ein Warschauer Ghetto.
Ja, die Indianer haben die Idee der Reservate auch mit einem nicht endenwollenden Beigeisterungssturm aufgenommen. Choctaws und Chikasaws sind natürlich richtig behandelt worden. Die US-Regierung ist gegen die Indianer niemals vertragsbrüchig geworden.
Es konnt also gar nicht wild gesiedelt werden, da die
entsprechenden Gebiete zuvor Kolonial- oder Hoheitsgebiet
anderer Staaten waren (GB, F, E, MX). Diese Staaten hatten die
Staemme bereits vertrieben oder vernichtet, bevor der Erwerb
durch die USA stattfand.
Wie war das mit den Creek in Georgia und Alabama. Der Häuptling zum siegreichen General: „Ich kann nichts mehr tun als weinen über das Unglück meines Volkes. Einst konnte ich meine Krieger zur Schlacht ermuntern; aber ich kann keine Toten mehr ermuntern.“ Später wurden sie in Richtung Oklahoma vertrieben.
Richtig. Den industrialisierten Völkermord gab es nur unter
den Nazis. Den nicht-industrialisierten Völkermord gab es aber
auch unter den Amis. Wenn das besser ist…
Unsinn. Jeder Siedler wollte ein Amerikaner werden. Aber kaum
ein Siedler war bereits Amerikaner.
Und die USA waren natürlich nicht für das Verhalten nicht-amerikanischer Siedler in ihrem Staatsgebiet verantwortlich?
Zumal die Amis noch keine Entschädigungszahlen geleistet haben
oder auch nur daran denken, sie zu zahlen.
Die USA haben grosse Teile Ihres Hoheitsgebietes als Reservate
zur Verfuegung gestellt. In diesen Gebieten ist zwar nicht die
Verfassung ausgesetzt, allerdings herrscht ein anderes „BGB“.
Es herrscht Stammesrecht. Es gibt fast keine - ich glaube
sogar gar keine - Besteuerung durch Washington. In den
Reservaten herrscht Selbstverwaltung. Die Indianer sind
ausserhalb der Reservate rechtlich voll akzeptiert.
Zusammengenommen haben diese Einzelreservate etwa die Groesse
Frankreichs und liegen in unmittelbarer Naehe zu den
ehemaligen Hauptwohngebieten, obwohl die Reservate meist
groesser sind, als die ehemaligen Hauptwohngebiete.
Ja? Die Delaware von New Jersey sind nach Kansas bzw. Michigan vertrieben worden, von Indiana nach Wisconsin, von Wisconsin nach Kansas. Die Cherokee von Georgia nach Kentucky, von Kentucky nach Oklahoma. Die Chicksaw von Alabama nach Oklahoma.
Es leben
von rund 1 Mio. Indianern nur ca. 30% in den Reservaten, die
dem Bureau of Indian Affairs unterstehen. Diese Reservate
bestehen bereits seit dem 19. Jahrhundert - seit ca. 150
Jahren entschaedigen die USA mit ca. 400.000qkm ihres
Hoheitsgebietes. Dieses Gebiet ist zudem Groesser als die
Zusammenlegung aller ehem. Hauptwohngebiete.
Grösser ist gut. Kann schon gar nicht sein, da viele Indianer früher Nomaden waren. Größer würde bedeuten, größer als die USA.
Andere Staaten
leisten erheblich „weniger“ an Entschaedigung und bruellen
schon nach sechzig Jahren: „Wir haben genug entschaedigt“,
versuchen sich in peinlichsten Debatten um
Zwangsarbeitsentlohnung herumzudruecken und zeigen dann noch
mit dem Finger auf andere, in dem sie versuchen, anderen
einzureden: „Die waren auch nicht besser.“. Sechzig Jahre sind
genug fuer 6 Millionen - wobei natuerlich nicht von den
restlichen 90 Mio. Toten spreche, die durch deutsch initiierte
Angriffskriege im 20. Jahrhundert starben.
Na ja, damit triffst Du mich nicht. Ich bin ja nicht gegen die deutsche Entschädigung (auch gegen Zwangsarbeiter) gewesen. Aber daher nehme ich mir das Recht der Kritik an die USA eben heraus.