Nebenwirkungen von Antidepressiva

Hallo!

Ich hatte vor ca. 3 Wochen hier schon einmal wegen der Depression meiner Freundin gefragt.
Sie war inzwischen beim Hausarzt, dann beim Facharzt.
Dort wurde eine mittelschwere Depression festgestellt,
und Tabletten gegeben.
Wirkstoff Citalopramhydrobromid, 20 mg.
Davon nimmt sie jeden Morgen eine.

Die Ärztin sagte, es werden anfangs Nebenwirkungen auftreten,
wenn die zu schlimm sind, soll sie wieder kommen, dann will sie etwas anderes versuchen.
Nebenwirkungen treten auch auf, aber ich selbst kann nicht einschätzen, ob es „zu“ schlimm ist.

Das ganze geht also nun seit 2 Wochen:
In der Berufsausbildung Konzentrationsstörungen,
Übelkeit, Schwindelgefühle (wohl leichtere Fälle).
Dann spreizen sich die kleinen Finger von der Hand ab, unkontrollierte Zuckungen in den Beinen. Antriebslosigkeit, war zwar vorher schon, ist aber nun noch schlimmer.
Positiv finde ich, dass sie etwas ausgeglichener wirkt.

Ansonsten würde ich mich noch über Hinweise im Umgang Ihr gegenüber freuen.
Ich selbst habe mit solchen Sachen absolut keine Erfahrung.

Grüße, Steffen!

.

Hallo Steffen!

Psychopharmakon womöglich wechseln, da Nebenwirkungen zu stark, bzw Thema dringend mit Arzt besprechen.

Wenn Arzt unaufmerksam oder wenig „interessiert“, Arzt wechseln. Es ist schwierig, kompetente Psychiater zu finden. Zur Kompetenz zählt auch die „Willigkeit“.

abifiz

hi,

wieso hier nachfragen, wenn doch die ärztin den weg richtig vorgegeben hat? bei zu starken nebenwirkungen, die ja anscheinend vorliegen, wiederkommen und weitersehen. das würde ich machen -wie von ihr empfohlen.

die „einstellung“ auf ein psychopharmakon ist eine sehr individuelle sache. es ist häufig, dass arzt und patient am anfang zusammen herausfinden müssen, welches medikament am besten und mit den wenigsten nebenwirkungen wirkt. es stehen viele mittel zur auswahl, auch die frage der dosis ist dabei wichtig, sowie kombinationen mehrerer mittel. bei hausärzten würde ich beachten, dass sie manchmal weniger spezialisierte und/ oder aktualisierte kenntnisse über die mittel der wahl haben können als z.b. fachärzte für psychiatrie und psychotherapie.

auch darf man nicht vergessen, dass eine psychotherapie ein anti-depressivum ersetzen kann und tabletten oft dadurch unnötig werden, dass menschen über ihr leben sprechen können. ärzte fühlen sich aber oft von den patienten auf tabletten angesprochen und verabreichen diese dann auch, weil sie die leute quasi nicht zu einem „fall für den psychiater“ machen wollen. fragt man als patient einen psychiater, teilt der oft mit, dass keine tabletten nötig sind, sondern gespräche!

auch darf man nicht vergessen, dass eine psychotherapie ein
anti-depressivum ersetzen kann und tabletten oft dadurch
unnötig werden, dass menschen über ihr leben sprechen können.

In einer akuten Depression liegt einem nichts ferner ,als zu sprechen. Um einen Zustand erreichen zu können,in dem man das wieder kann ist oft erst mal eine Zeit unter Medikation notwendig.

ärzte fühlen sich aber oft von den patienten auf tabletten
angesprochen

Meistens ist es umgekehrt, aus o.g. Grund,die Lebensqualität muß erst mal wieder ein wenig hergestellt werden. Ich habe nicht die Erfahrung gemacht, dass Ärzte zu schnell Medikamente verabreichen.

Gruß
Kosmokatze
(befindet sich seit mehreren Wochen in stationärer klinischer Behandlung wg. schwerer Depressionen)

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hi

Die Ärztin sagte, es werden anfangs Nebenwirkungen auftreten,
wenn die zu schlimm sind, soll sie wieder kommen, dann will
sie etwas anderes versuchen.
Nebenwirkungen treten auch auf, aber ich selbst kann nicht
einschätzen, ob es „zu“ schlimm ist.

das kannst DU auch nicht

ob Nebenwirkungen „zu“ schlimm sind kann einzig und allein der Patient entscheiden

da gehts um seine ureigenste Abschätzung ob z.B. Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme , Libidoverlust etc. wirklich so schlimm sind, dass man sie nicht in Kauf nehmen könnte im Vergleich zu den postitiven Wirkungen des Medikamentes

Bis AD ihren Wirkstoffspiegel aufgebaut haben und sich auch der körper daran gewöhnt hat vergeht eine Zeit (mehrere Wochen) … dann werden die Nebenwirkungen meistens weniger udn die positiven Wirkungen treten mehr vor

In der Berufsausbildung Konzentrationsstörungen,
Übelkeit, Schwindelgefühle (wohl leichtere Fälle).
Dann spreizen sich die kleinen Finger von der Hand ab,
unkontrollierte Zuckungen in den Beinen. Antriebslosigkeit,
war zwar vorher schon, ist aber nun noch schlimmer.
Positiv finde ich, dass sie etwas ausgeglichener wirkt.

Kann SIE damit leben ? findet SIE es unerträglich ??? Wenn ja, sollte sie nochmal zum Arzt, wenn nein, sollte sie noch ein bisschen abwarten

Ansonsten würde ich mich noch über Hinweise im Umgang Ihr
gegenüber freuen.

Liebevoll ;o) und einfach nur da sein und zuhören - mehr brauchts nicht

Ich selbst habe mit solchen Sachen absolut keine Erfahrung.

freu dich :o)

Gruß H.

Hallo,

eben wegen der Nebenwirkungen ist es seltsam, dass der Facharzt nicht von sich aus einen oder mehrere kurzfristige Termine mit der Patientin vereinbart hat (weil eben Nebenwirkungen auftreten können, die die Patientin bezüglich Schwere ja wohl nicht selber beurteilen kann). Erstmal fällt der Weg zum Psychiater ohnehin schon schwer und dann traut sich die Patientin nicht wegen Nebenwirkungen zum Arzt zu gehen, weil sie Angst hat es wäre übertrieben.

Also ich schließe mich abifiz an: Hingehen, schauen wie der Facharzt reagiert und einen Wechsel überlegen.

Grüße
Morrighan

hi

Die Ärztin sagte, es werden anfangs Nebenwirkungen auftreten,
wenn die zu schlimm sind, soll sie wieder kommen, dann will
sie etwas anderes versuchen.
Nebenwirkungen treten auch auf, aber ich selbst kann nicht
einschätzen, ob es „zu“ schlimm ist.

das kannst DU auch nicht

ob Nebenwirkungen „zu“ schlimm sind kann einzig und allein der
Patient entscheiden

Nein, das ist Aufgabe des Arztes.

da gehts um seine ureigenste Abschätzung ob z.B.
Mundtrockenheit, Appetitlosigkeit, Gewichtszunahme ,
Libidoverlust etc. wirklich so schlimm sind, dass man sie
nicht in Kauf nehmen könnte im Vergleich zu den postitiven
Wirkungen des Medikamentes

Bis AD ihren Wirkstoffspiegel aufgebaut haben und sich auch
der körper daran gewöhnt hat vergeht eine Zeit (mehrere
Wochen) … dann werden die Nebenwirkungen meistens weniger udn
die positiven Wirkungen treten mehr vor

Und in dieser Zeit muss regelmäßiger Kontakt zwischen Patientin und Arzt bestehen. Ich kann doch nicht einen Menschen mit mitteschwerer Depression 5 Wochen allein lassen, bis die Medikamente wirken. Wie soll denn der Arzt das feststellen, wenn etwas schiefläuft, die Depressionen etwa schlimmer werden, und die Patientin sich nicht hintraut?

In der Berufsausbildung Konzentrationsstörungen,
Übelkeit, Schwindelgefühle (wohl leichtere Fälle).
Dann spreizen sich die kleinen Finger von der Hand ab,
unkontrollierte Zuckungen in den Beinen. Antriebslosigkeit,
war zwar vorher schon, ist aber nun noch schlimmer.
Positiv finde ich, dass sie etwas ausgeglichener wirkt.

Kann SIE damit leben ? findet SIE es unerträglich ??? Wenn ja,
sollte sie nochmal zum Arzt, wenn nein, sollte sie noch ein
bisschen abwarten

Wenns unerträglich wird, ist es oft schon zu spät - also sofort zum Arzt.

Ansonsten würde ich mich noch über Hinweise im Umgang Ihr
gegenüber freuen.

Liebevoll ;o) und einfach nur da sein und zuhören - mehr
brauchts nicht

Schön wärs … ist leider nicht so. Du musst erstmal aufpassen, dass Du selbst nicht zu sehr unter Druck gerätst wegen Deiner Freundin, also dass Dir ihre Krankheit nicht zu viel wird.

Ansonsten kannst Du sie zum Arzt begleiten, dass sie das nicht alleine durchstehen muss. Ich hatte in meinem wirklich schlimmen Phasen immer meinen Freund, der mich zum Arzt geschleppt hat, weil ich mich selbst nicht getraut habe, aus Angst nicht ernstgenommen zu werden.

Ich selbst habe mit solchen Sachen absolut keine Erfahrung.

freu dich :o)

Gruß H.

Grüße
Morrrighan

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hi

das kannst DU auch nicht

ob Nebenwirkungen „zu“ schlimm sind kann einzig und allein der
Patient entscheiden

Nein, das ist Aufgabe des Arztes.

ob eine Nebenwirkung „zu schlimm“ ist oder nicht ist ein rein subjektives Empfinden - viele Dinge die, der eine mit einem Schulterzucken abtut, sind für den anderen ganz fürchterlich

Der Arzt kann sich auch nur anhören was ICH dazu sage …

Bin ICH der Meinung, ich kann damit leben, wird er mir sicher kein anderes Medikament aufschreiben - wozu auch. Bin ICH der Meinung ich will das so nicht, muss er sich weitere Gedanken machen - dazu ist er dann da

Wochen) … dann werden die Nebenwirkungen meistens weniger udn
die positiven Wirkungen treten mehr vor

Und in dieser Zeit muss regelmäßiger Kontakt zwischen
Patientin und Arzt bestehen.

ja klar - hat auch niemand was anderes gesagt

Ich kann doch nicht einen Menschen mit mitteschwerer Depression 5 Wochen allein lassen,
bis die Medikamente wirken.

davon redet doch auch keiner - bisher gings um zwei Wochen und der Threaderöffner hat m.W. nichts davon gesagt, dass sie zwischendrin NICHT beim Ärzt gewesen wäre oder telefoniert hätte, was durchaus auch mal reicht

Gruß H.

Hallo nochmal,

ich bin weiterhin der Meinung, dass nur der Arzt die Nebenwirkungen beurteilen kann. Da sind wir uns also uneinig.

hi

das kannst DU auch nicht

ob Nebenwirkungen „zu“ schlimm sind kann einzig und allein der
Patient entscheiden

Nein, das ist Aufgabe des Arztes.

ob eine Nebenwirkung „zu schlimm“ ist oder nicht ist ein rein
subjektives Empfinden - viele Dinge die, der eine mit einem
Schulterzucken abtut, sind für den anderen ganz fürchterlich

Aber gerade dieses Subjektive Empfinden ist in der Phase einer Depression massiv gestört. Deshalb meine Einwände.

Der Arzt kann sich auch nur anhören was ICH dazu sage …

Bin ICH der Meinung, ich kann damit leben, wird er mir sicher
kein anderes Medikament aufschreiben - wozu auch. Bin ICH der
Meinung ich will das so nicht, muss er sich weitere Gedanken
machen - dazu ist er dann da

Da hast Du leider falsche Vorstellungen wie diese Krankheit das persönliche Empfinden und die Fähigkeit darüber zu reden beeinträchtigt.

Wochen) … dann werden die Nebenwirkungen meistens weniger udn
die positiven Wirkungen treten mehr vor

Und in dieser Zeit muss regelmäßiger Kontakt zwischen
Patientin und Arzt bestehen.

Wöchentlich wäre richtiger bis der Patient eingestellt ist. Mein Arzt hält es so, dass er mich jetzt wo ich stabil bin alle zwei Wochen sehen will, er erkennt dadurch schon bevor ich es merke wenn sich mein Befinden verschlechtert, anders ausgedrückt: Ich checke erst wenn es (fast) zu spät ist, das da was schiefläuft.

ja klar - hat auch niemand was anderes gesagt

Ich kann doch nicht einen Menschen mit mitteschwerer Depression 5 Wochen allein lassen,
bis die Medikamente wirken.

davon redet doch auch keiner - bisher gings um zwei Wochen und
der Threaderöffner hat m.W. nichts davon gesagt, dass sie
zwischendrin NICHT beim Ärzt gewesen wäre oder telefoniert
hätte, was durchaus auch mal reicht

Zwei Wochen sind eine verdammt lange Zeit, siehe auch was ich oben geschrieben habe. Wöchentlich wäre anfangs besser. Telefon ist nicht ausreichend. Wiederum meine Meinung.

Gruß H.

Nichts für ungut, ich poste meine Erfahrungen und ich meins nicht als persönlichen Angriff auf Dich.

Grüße
Morrighan

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Hallo nochmal,

ich bin weiterhin der Meinung, dass nur der Arzt die
Nebenwirkungen beurteilen kann.

ein Arzt kann immer nur beurteilen was der Patient ihm mitteilt !! Es sei denn er hat physische Schäden (Arm ab, beinbruch, Band ab o.ä.) - die sind eindeutig - aber ansonsten ist ein Arzt immer auf Infos durch den Patienten angewiesen - sagt der „es geht ihm gut“ muss der Arzt das doch meistens glauben

Bin ICH der Meinung, ich kann damit leben, wird er mir sicher
kein anderes Medikament aufschreiben - wozu auch. Bin ICH der
Meinung ich will das so nicht, muss er sich weitere Gedanken
machen - dazu ist er dann da

Da hast Du leider falsche Vorstellungen wie diese Krankheit
das persönliche Empfinden und die Fähigkeit darüber zu reden
beeinträchtigt.

ich mache mir da ganz gewiss KEINE falschen Vorstellungen - bin selber schon durch die Hölle und zurück

Wochen) … dann werden die Nebenwirkungen meistens weniger udn
die positiven Wirkungen treten mehr vor

Und in dieser Zeit muss regelmäßiger Kontakt zwischen
Patientin und Arzt bestehen.

Wöchentlich wäre richtiger bis der Patient eingestellt ist.

??? wie willst DU das beurteilen, dass das NICHT so ist ? Woher willst du wissen dass das bei der Patientin NICHT so ist ? Ich sprach ausschliesslich davon dass manche Mittel einfach eine Weile brauchen bis die Nebenwirkungen nachlassen…ach lies einfach nochmal nach …

Mein Arzt hält es so, dass er mich jetzt wo ich stabil bin
alle zwei Wochen sehen will, er erkennt dadurch schon bevor
ich es merke wenn sich mein Befinden verschlechtert, anders
ausgedrückt: Ich checke erst wenn es (fast) zu spät ist, das
da was schiefläuft.

ja na und ? bei jedem ist das anders - es hat auch niemand gesagt dass das Mädel NICHT überwacht wird… es ging ausschliesslich darum dass der TO wissen wollte ob die Nebenwirkungen schlimm sind (und NEIN für manche Menschen sind die nicht schlimm, für andere sind sie sehr schlimm ) - er hat nirgends gesagt,dass sie NICHT regelmässig zum doc geht …

davon redet doch auch keiner - bisher gings um zwei Wochen und
der Threaderöffner hat m.W. nichts davon gesagt, dass sie
zwischendrin NICHT beim Ärzt gewesen wäre oder telefoniert
hätte, was durchaus auch mal reicht

Zwei Wochen sind eine verdammt lange Zeit,

es ging um zwei wochen die sie die Medikamente nimmt !!! lesen…lies einfach genau was da steht und interpretier nicht

Wöchentlich wäre anfangs besser.

genau und du bist ein Psychodoc und hast die Frau gesehen …

Telefon ist nicht ausreichend. Wiederum meine Meinung.

eben - DEINE …aber evtl. ganz und garnicht die der Freundin des TO

Klar ist wöchentliche Überwachung besser, weil manche AD auch für suizidgefährdung sorgen etc. aber manchmal ist es eben auch NICHT nötig und die beurteilung sollte man doch dembehandelnen Doc überlassen…

wir haben hier einen fall aus dritter Hand - mit einem 16. der Infos… wie wollen wir uns da überhaupt ein Urteil darüber erlauben ob der Doc gut ist oder nicht?

Nichts für ungut, ich poste meine Erfahrungen und ich meins
nicht als persönlichen Angriff auf Dich.

und ich poste allgemeine Infos mit denen der TO sicher eher etwas anfangen kann als mit meinen persönlichen Erfahrungen weil die nun garantiert nicht zum Fall seiner Freundin passen , weil die Voraussetzungen einfach ganz andere waren

Gruß H.

Danke für die hilfreichen Beiträge!
Hallo!

Nächste Woche ist der nächste Termin bei der Ärztin,
da ist es mir auch möglich, mitzukommen.
Die Ärztin hatte die Nebenwirkungen auch angekündigt, nur mir wurde etwas Angst, als ich sie gestern zittern und zucken gesehen habe. War aber heute nicht so schlimm.

Meine Freundin kann damit leben,
und soweit ich gelesen habe, könnte das ja demnächst nachlassen.
Da kommt Hoffnung auf.
Da werden wir das mal noch die paar Tage abwarten, und dann abwarten, was die Ärztin meint.
Die gilt in unserer Gegend übrigens als die Beste und Erfahrenste auf dem Gebiet, bin froh, dass meine Freundin kurzfristig behandelt wurde.
Das ist in unserer Region nicht selbstverständlich.

Also nochmals Danke für alle Antworten!

Grüße, Steffen!

Hallo,

wir haben beide die Patientin nicht gesehen und berichten beide aus unserer Erfahrung.

Was mich nachdenklich stimmt ist, dass die Patientin seit zwei Wochen die Medikamente nimmt und weder sie noch der Freund beurteilen können wie schlimm die Nebenwirkungen zu bewerten sind. Daher auch die Frage hier im Forum und es herrscht Unsicherheit ob die Nebenwirkungen „schlimm genug“ sind um zum Arzt zu gehen. Und das ist eine Situation, die nicht auftreten sollte, daher meine Einwände.

Darüber hinaus gehe ich davon aus, dass zumindest in den letzten zwei Wochen kein Arzttermin stattgefunden hat, weil eben die Frage hier im Forum gestellt wurde und nicht beim Arzt, wo sie eigentlich hingehört.

Auf Deinen Einwand der Arzt muss glauben was der Patient sagt. Meiner Erfahrung nach kann er sich nicht allein auf verbale Aussagen verlassen, weil dem Patienten vieles nicht bewusst ist, was aber dem aufmerksamen Beobachter ersichtlich ist. Nervosität, Zittern andere körperliche Auswirkungen. Daher ist es auch mit einem Anruf allein nicht getan, weil der Arzt das dann nicht sehen kann.

Im Allgemeinen wird auch ein „Wie geht es ihnen“ nicht reichen. Es sollte die Situation des Patienten mit konkreten Fragen hinterfragt werden: Z. B. Frage nach Zwängen, Schlaf (wie viel / durchschlafen oder nicht), Lebensumstände (allein/nicht allein), Tagesablauf (womit beschäftigt sich der Patient, ist der Ablauf geregelt) …

Nunja, das ist also meine Erfahrung, mehr hab ich nicht zu bieten.

Grüße
Morrighan