Neue Heizung Brennwertkessel oder nicht ?

Guten Morgen,
wir müssen für unser Haus eine neue Heizung haben, weil 23 Jahre alt,
und schlechten Abgaswerten.
Wir heizen mit Gas, und haben auf dem Dach noch Solarzellen, die
allerdings genau so alt sind , aber noch funktionieren.
Nun die Frage an Euch : Brennwertkassel oder nicht, oder auf was ist
speziell noch zu achten, bei der Auswahl der geeigneten Heizung!
vorab mal Danke für Eure Antworten.

Gruss Wolfgang

Guten Mittag,

die Frage ist leicht zu beantworten. Auf welche Spreizung ist die Anlage ausgelegt? Optimal arbeitet eine Brenntwertanlage, wenn sie nicht über 60° Vorlauftemperatur betrieben wird. Je geringer die Temperatur der produzierten Wärme ist, desto höher ist der Wirkungsgrad. Optimal ist der Einsatz einer Fußbodenheizung. Weiterhin ist der Leistungsbedarf entscheidend. Früher mußte mehr Energie aufgewendet werden eine Wohnung warm zu bekommen. Durch den Einbau von Thermoverglasung, neuer Türen und eine verbesserte Isolierung im Dachbereich, muß man heute andere Werte zu Grunde legen. Wir bewegen uns heute im Leistungsbereichen von ungefähr 6 KW/100 qm. Das ist durchaus realistisch. Leider gibt es für diesen Bereich keine funktioniernden Brennwertgeräte. Das bedeutet die Geräte sind überdimensioniert. Man bräuchte ein Brennwertgerät, das von 2 bis 8 KW modulieren würde. In diesem Leistungsbereich sollte man sich sehr genau überlegen, ob sich die teure Technik, die ein Brennwertgerät erfordert auch lohnt. Ich möchte das bezweifeln. Alleine für die Kosten des Abgassystem bekomme ich eine Therme in einem Leitsungsbereich von rund 6 KW. Man sollte sich nicht blenden lassen von den wahnsinnigen und schöngeredeten feuertechnischen Wirkunggrade. 108% Wirkungsgrad gibt es nicht. Wäre das der Fall, würde ich 8% meiner Heizkosten auf dem Konto gutgeschrieben bekommen. Bei Brennwertgeräten bewegen wir uns im Bereich von 97 - 98,5% Wirkungsgrad. Ein Markengerät von Junkers oder Vaillant bringt es auch auf rund 94%. Wobei Geräte unter 11 KW nicht unter das BIMSCH fallen, sondern lediglich eine einfache CO Messung benötigen. Der feuertechnische Wirkungsgrad, mit dem immer so gerne geworben wird, sagt überhaupt nicht über den Verbrauch eines Gerätes aus. Man muß das so vergleichen, als wenn man von Köln nach Hamburg fährt. Einmal Vollgas und einmal mit angepaßter Geschwindigkeit. Das Ergebnis ist das Gleiche, aber der Verbrauch ist bei Vollgas natürlich höher. So muß man das mit einer überdimensionierten Anlage sehen. Was nutzt ein noch so gutes Gerät, wenn es nicht den Bedürfnissen einer Wohnung angepaßt ist und dadurch die Vorteile wieder zu nichte gemacht werden. Ich arbeite als KD Monteur in genau diesen Bereich und kenne fast alle Anlagentypen. Der größte Vorteil einer Brennwertanlage im Einfamilienhausbereich ist lediglich, daß man schön vor den Nachbarn mit seiner neuen Errungenschaft prahlen kann. Generell rate ich von Brennwertgeräten im Kleinleistungsbereich ab. Der Aufwand und die Mehrkosten stehen in keinem Verhältnis.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo !

Wir sind auch bald dran!

Ich bin aber gegen Brennwert. Mein Neffe, ein selbständiger Heizungsbauer will mit natürlich Brennwert verkaufen. Der wäre dann aber sehr viel teurer als eine ganz normale Heizung. Und es kommt auf jeden Fall die Sanierung des Schornsteins dazu bzw. Einsetzen eines sehr teuren Rohres.
Außerdem höre ich von ihm von vielen Schwierigkeiten durch die anfallende Flüssigkeit bei Brennwert und dieser Bildung von dichten Salzen, die immer wieder den Luftaustritt dichtsetzen.

Und am meisten hält mich ein Satz davon ab, Brennwert zu nehmen : Der Wirkungsgrad ist über 100 %. Was für ein Blödsinn!!!

Gruß max

Hallo Max,

Ich bin aber gegen Brennwert.

ist mir unverständlich!

Mein Neffe, ein selbständiger
Heizungsbauer will mit natürlich Brennwert verkaufen.

Womit er völlig recht hat!

Der wäre
dann aber sehr viel teurer als eine ganz normale Heizung.

Dann schau mal die Preise an. Schon vor sieben Jahren, als wir unsere Heizung angeschaft haben, waren die Preisunterschiede recht gering.

Und
es kommt auf jeden Fall die Sanierung des Schornsteins dazu
bzw. Einsetzen eines sehr teuren Rohres.

Das hat alles in allem keine 500,- DM gekostet. Dieser Betrag kam allerdings zusammen, weil wir einen Knick im Schornstein hatten und der Installateur den Schornstein aufbrechen und ein Kniestück einfädeln mußte. Sonst wäre es um einiges billiger gewesen.

Außerdem höre ich von ihm von vielen Schwierigkeiten durch die
anfallende Flüssigkeit bei Brennwert

Ein kleines Rohr (ich glaube ein Zoll im DUrchmesser) und das Wasser ist weg.

und dieser Bildung von
dichten Salzen, die immer wieder den Luftaustritt dichtsetzen.

Das ist bei mir bisher noch nicht aufgetreten und auch bei keinem anderen der solch eine Heizung hat, hab ich davon gehört.

Und am meisten hält mich ein Satz davon ab, Brennwert zu
nehmen : Der Wirkungsgrad ist über 100 %. Was für ein
Blödsinn!!!

Dann hast Du den fundamentalen Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert noch nicht begriffen. Die 112 % Wirkungsgrad z.B. beziehen sich auf den Heizwert.

Unterschied Heizwert - Brennwert

Bei der ermittlung des Heizwertes sind vor und nach dem Verbrennen alle Produkte in gasförmigen Zustnad. Bei der Ermittlung des Brennwertes, kann das Wasser kondensieren und Du weißt sicher, daß die Kondensationswärme von Wasser enorm ist. Diese Kondensationswärme wird beim Brennwertkessel genutzt, wohingegen sie bei einer Heizwerttherme ungenutzt in die Luft verpulvert wird.

Theoretisch lassen sich mit einer Brennwerttherme ca. 116 % Wirkungsgrad bezogen auf den Wirkungsgrad einer Heizwerttherme erzielen.
Im Schnitt spart man knappe 15 % Gas ein, wenn die Therme optimal eingestellt ist.

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Hallo Wolfgang,

als Maschinenbauer kennst Du sicher den Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert. daher werden Dich die Angaben von über 100 % Wirkungsgrad nicht überraschen, weil die sich auf den Heizwert beziehen.
Soviel zur Theorie.

Praxis:
Wo soll die Therme hin?
Unterm Dach brauchst Du nur einen kurzen Schornstein, aber eine lange Abwaserleitung, im Keller ist es eben umgekehrt.
Das Material für den Schornstein ist nicht gerade billig, aber inzwischen auch nicht mehr so teuer, daß es ein Riesenloch in den Geldbeutel reißt.
Das was zum Heizsystem und den Vorlauftemperaturen gesagt wurde, stimmt, eine Fußbodenheizung wäre also Optimal.
Wir haben aus verschiedenen Gründen keine, sondern Heizkörper, fahren aber trotzdem mit einer Brennwerttherme besser, als mit einer Heizwerttherme.
Schließlich verbrauche ich mit einer Brennwerttherme ca. 10 - 15 % weniger Brennstoff, als mit einer Heizwerttherme, egal was meine Vorredner geunkt haben.
Die Preise der Brenner haben sich in den letzten Jahren fast angeglichen, sodaß das kein Thema mehr ist. Die Kosten für die Installation eines Rohres im Schornstein und ein Abwasserrohr aus PVC mit einem Zoll Durchmesser halten sich auch im Rahmen. Daher würde ich, wenn eine Neuanschaffung anstünde, wieder einen Brennwertkessel kaufen.

Gandalf

Hallo Max,

Ich bin aber gegen Brennwert.

ist mir unverständlich!

Mein Neffe, ein selbständiger
Heizungsbauer will mit natürlich Brennwert verkaufen.

Womit er völlig recht hat!

Hat er nicht!

Der wäre
dann aber sehr viel teurer als eine ganz normale Heizung.

Dann schau mal die Preise an. Schon vor sieben Jahren, als wir
unsere Heizung angeschaft haben, waren die Preisunterschiede
recht gering.

Es geht nicht nur um die reinen Installationakosten, sondern auch um die Folgekosten für Strom und Wartung. Abgasgebläse, eventuelle Neutralisation und vorallem eine höhere Anfälligkeit der Elektronik treiben die Folgekosten in die Höhe.

Und
es kommt auf jeden Fall die Sanierung des Schornsteins dazu
bzw. Einsetzen eines sehr teuren Rohres.

Das hat alles in allem keine 500,- DM gekostet. Dieser Betrag
kam allerdings zusammen, weil wir einen Knick im Schornstein
hatten und der Installateur den Schornstein aufbrechen und ein
Kniestück einfädeln mußte. Sonst wäre es um einiges billiger
gewesen.

Den Preis wage ich zu bezweigfeln, es sei denn, es handelt sich um ein ziemlich niedirges Haus.

Außerdem höre ich von ihm von vielen Schwierigkeiten durch die
anfallende Flüssigkeit bei Brennwert

Ein kleines Rohr (ich glaube ein Zoll im DUrchmesser) und das
Wasser ist weg.

Schonmal etwas von Neutralisation gehört? Ab einem Leistungsbereich von 21 KW ist die erforderlich. Einige Kommunen machen dies auch schon bei kleineren Leistungsstufen zur Pflicht, um der Übersäuerung des Abwasser vorzubeugen.

und dieser Bildung von
dichten Salzen, die immer wieder den Luftaustritt dichtsetzen.

Das ist bei mir bisher noch nicht aufgetreten und auch bei
keinem anderen der solch eine Heizung hat, hab ich davon
gehört.

Davon hab ich auch noch nicht gehört. Erstaunlich was manche Leute so alles zu hören bekommen.

Und am meisten hält mich ein Satz davon ab, Brennwert zu
nehmen : Der Wirkungsgrad ist über 100 %. Was für ein
Blödsinn!!!

Dann hast Du den fundamentalen Unterschied zwischen Heizwert
und Brennwert noch nicht begriffen. Die 112 % Wirkungsgrad
z.B. beziehen sich auf den Heizwert.

Unterschied Heizwert - Brennwert

Bei der ermittlung des Heizwertes sind vor und nach dem
Verbrennen alle Produkte in gasförmigen Zustnad. Bei der
Ermittlung des Brennwertes, kann das Wasser kondensieren und
Du weißt sicher, daß die Kondensationswärme von Wasser enorm
ist. Diese Kondensationswärme wird beim Brennwertkessel
genutzt, wohingegen sie bei einer Heizwerttherme ungenutzt in
die Luft verpulvert wird.

Theoretisch lassen sich mit einer Brennwerttherme ca. 116 %
Wirkungsgrad bezogen auf den Wirkungsgrad einer
Heizwerttherme
erzielen.
Im Schnitt spart man knappe 15 % Gas ein, wenn die Therme
optimal eingestellt ist

Was nutzt das alles, wenn man mit den Kosten am Ende doch noch höher liegt, als es mit einem herkömmlichen Gerät der Fall ist? Das ist doch alles nur schöngerechnet, in der Praxis schaut das leider ganz anders aus. Ich führe seit Jahren Buch über die Kosten und auch den Verbrauch verlgeichbarer Haustypen und deren Heizung. Unter den 238 Brenntwertgeräten ist keine einzige dabei, die am Ende günstiger liegt, als eine herkömmliche Therme. Der Verbrauch ist am Jahresende meist höher, weil die Anlagen alle überdimensioniert sind. Hinzu kommen die Kosten für defekte Elektronik und Abgasgebläse, Neutralisation ect.! Bei größeren Anlagen geht die Rechnung schon eher auf.

1 „Gefällt mir“

Neue Heizung Brennwertkessel oder nicht ?
Hallo Joho,

Generell rate ich von Brennwertgeräten im Kleinleistungsbereich ab.
Der Aufwand und die Mehrkosten stehen in keinem Verhältnis.

Wie weit geht denn bei dir der Kleinlastbereich?

Meine jetzige Heizung hat

Wärmebelastungsbereich 44 - 48 KWh
Wärmeleistungsbereich 41 - 44 KWh

Würde sich da deiner Meinung nach ein Brennwertkessel lohnen?

Als die jetzige (Gas-)Heizung vor rund 15 Jahren eingebaut wurde, musste ein Edelstahlrohr im Kamin hochgezogen werden. Das müsste dann jetzt für ein Brennwertsystem erst recht geeignet sein?!

Neugierige Grüße
Peggy

Hallo Joho,

Generell rate ich von Brennwertgeräten im Kleinleistungsbereich ab.
Der Aufwand und die Mehrkosten stehen in keinem Verhältnis.

Wie weit geht denn bei dir der Kleinlastbereich?

Unter Kleinleistungsbereiche versteht man Anlagen bis zu 11 KW.

Meine jetzige Heizung hat

Wärmebelastungsbereich 44 - 48 KWh
Wärmeleistungsbereich 41 - 44 KWh

Würde sich da deiner Meinung nach ein Brennwertkessel lohnen?

Lohnen auf jeden Fall, aber ich würde den wirklichen Wärmebedarf neu ermitteln lassen. Wahrscheinlich wird die Anlage im Bereich von 30 KW liegen. Wie ich oben schon geschrieben habm sind fast alle Anlagen überdimensioniert. Das verursacht unnötige Kosten in der Anschaffung und auch im Verbrauch.

Als die jetzige (Gas-)Heizung vor rund 15 Jahren eingebaut
wurde, musste ein Edelstahlrohr im Kamin hochgezogen werden.
Das müsste dann jetzt für ein Brennwertsystem erst recht
geeignet sein?!

Generell kann man dieses Rohr NICHT für Brennwertgeräte verwenden. Das Edelstahlrohr hat lediglich die Aufgaben den Schornsteinquerschnitt anzupassen auf die neuen Geräte und kondensierenden Wasser im Schornstein vorzubeugen. Ein Schornstein für Brennwertgeräte muß andere Anforderungen erfüllen. Er muß vorallem absolut dicht und säurebeständig sein.

Gruß Joho

1 „Gefällt mir“

Unterschied zwischen Heizwert und Brennwert. daher werden Dich die Angaben von
über 100 % Wirkungsgrad nicht überraschen, weil die sich auf den Heizwert beziehen.

Hallo Gandalf,

da bist du mir zuvor gekommen. Zwar arbeite ich nicht auf dem Gebiet, hatte aber trotzdem schon eine Antwort angefangen. Nach dem, was ich vor Jahren mal las, muss man die 110 % Zahl nutzen, wenn man einen herkömmlichen Kessel mit einem Brennwertgerät vergleicht, weil die Berechnungsmethode zu einer Zeit erstellt wurde, als es letztere noch nicht gab. Ist jemand an der Ausnutzung des Brennstoffs gelegen, wäre die Zahl 98 zutreffend - aber für Konsumenten ist ja das Erstere wichtiger.

Übrigens gibt es auch Straßen-Steigungen von über 100 % - weil die definititionsgemäß schon bei 45° erreicht sind. Der „Fehler“ fällt nur nicht auf, weil es so steile Straßen gar nicht gibt. :smile:

Nimmst auch du vielleicht auf meine Frage Stellung, die ich hier unten Joho bzgl. meines Kessels und Rohres gestellt habe?

Liebe Grüße
Peggy

Dann hast Du den fundamentalen Unterschied zwischen Heizwert
und Brennwert noch nicht begriffen. Die 112 % Wirkungsgrad
z.B. beziehen sich auf den Heizwert.

Oh doch, ich wußte auch vorher, wo die über 100% herkommen!

Aber für mich ist es ein technischer Unfug, von Wirkungsgraden in der Werbung zu reden, die höher als 100 sind. Totaler Blödsinn, eines mit dem anderen zu vergleichen. Das hat doch mit Wirkungsgrad nichts zu tun!
Wirkungsgrad ist auch heute immer noch das, was man aus einem Brennstoff herausholen kann und nicht der Vergleich mit einem anderen Ofen. So ewas ist unseriös und schreckt, mich zumindest, ab.
gruß max

Hallo Wolfgang,

als Maschinenbauer kennst Du sicher den Unterschied zwischen
Heizwert und Brennwert. daher werden Dich die Angaben von über
100 % Wirkungsgrad nicht überraschen, weil die sich auf den
Heizwert beziehen.
Soviel zur Theorie.

Praxis:
Wo soll die Therme hin?
Unterm Dach brauchst Du nur einen kurzen Schornstein, aber
eine lange Abwaserleitung, im Keller ist es eben umgekehrt.
Das Material für den Schornstein ist nicht gerade billig, aber
inzwischen auch nicht mehr so teuer, daß es ein Riesenloch in
den Geldbeutel reißt.
Das was zum Heizsystem und den Vorlauftemperaturen gesagt
wurde, stimmt, eine Fußbodenheizung wäre also Optimal.
Wir haben aus verschiedenen Gründen keine, sondern Heizkörper,
fahren aber trotzdem mit einer Brennwerttherme besser, als mit
einer Heizwerttherme.
Schließlich verbrauche ich mit einer Brennwerttherme ca. 10 -
15 % weniger Brennstoff, als mit einer Heizwerttherme, egal
was meine Vorredner geunkt haben.

15% Einsparung? Das beweise mir einmal! Wenn mit normalen Heizkörpern geheizt wird, ist der Verlust = 3 Monate. Das sind die kalten Tage, in denen ein Brennwertgerät absolut keinen Vorteil gegenüber einem herkönmmlichen Heizgerät besitzt, wenn man seine Wohnung oder Haus mit Heizkörpern betreibt, die auf eine Spreizung von 70/55° ausgelegt sind. Niemand kann den Beweis antreten, zumal Gas auch in den unterschiedlichsten Formen und Varrianten in das Netz eingespeißt wird. Praxis und Theorie sind zwei vollkommen verschiedene Typen, die man auch zu trennen wissen muß. Die feuertechnischen Wirkungsgrade sind im Labor ermittelt worden und nicht in einem Einfamilienhaus. Also immer unter den optimalen Vorraussetzungen. Die findet man in der Realität weder im Brennstoff, noch im Abgassystem, das einen ganz erheblichen Einfluß auf den feuertechnischen Wirkungsgrad hat. Wir messen Unterschiede bis zu 4 % im Wirkungsgrad bei gleicher Anlage und gleichen Vorraussetzungen. Darauf kommt es auch gar nicht mal so an. Das größte Einsparpontenzial liegt darin, daß man mit den Temperaturen runtergeht und natürlich in der Isolierung.Ich könnte das noch ausweiten und darauf spekulieren, daß die Gasversorgungsunternehmen nur in Kilowatt abrechnen und nicht in den verbrauchten Kubikmeter. Das hat schon seine Gründe, denn die Qualität des Brennstoff wird in manchmal zweifelhafter Qualität in die Netze der Unternehmen gepumpt. Natürlich nur im Winter, denn da ist der Verbrauch auch am Höchsten. Abgerechnet wird dann nach einem Jahresdurchschnitt. Daraus ergibt sich eine erstaunliche Gewinnspanne.
Fakt ist, daß diese Rechnung nicht aufgehen kann, denn sie würde immer ein Gas vorraussetzen, das einen hohen Wasserstoffanteil besitzt. Je höher der Wasserstoffanteil im Gas, je höher ist auch der Wirkungsgrad eines Brennwertgerät.
Die Unkenrufe sind durchaus berechtigt, weil ich seit 16 Jahren damit beschäftigt bin und meine Erfahrungen gemacht habe. Es ist nicht alles Gold was glänzt und den Leuten verkauft wird.

Ich kann nur immer wieder davor warnen Brennwertgeräte im Kleinlastbereich einzusetzen! Das ist der größte Quatsch, den es eigentlich gibt. Es wird überhaupt nichts eingespart, sondern man verursacht unwissentlich größere Schäden als man Nutzen davon hat. Von den Zusatzkosten möchte ich erst gar nicht anfangen.

Zu den 15% Ersparnis: Rechnerisch einwandfrei, aalglatt, aber in der Praxis leider nie erreicht. Beispiel Warmwasseraufbereitung! Die Anlage fährt auf 75°C…Nutzen und Einspareffekt=0.
Anlagentemperaturen von über 60°C? Nutzen und Einspareffekt= 0!
Die größten Einsparpotenziale sind eher in der Regelung zu finden. Eine gut angepaßte Regelung und auch nur eine digitale Regelung ist der wahre Gewinn!

Die Preise der Brenner haben sich in den letzten Jahren fast
angeglichen, sodaß das kein Thema mehr ist. Die Kosten für die
Installation eines Rohres im Schornstein und ein Abwasserrohr
aus PVC mit einem Zoll Durchmesser halten sich auch im Rahmen.
Daher würde ich, wenn eine Neuanschaffung anstünde, wieder
einen Brennwertkessel kaufen.

Die Preise amortisieren sich nur, wenn generell ein neues Abgassystem eingebaut werden muß. Besitzt man breits ein Abgassystem aus Edelstahl, geht diese Rechnung überhaupt nicht auf.

Im Übrigen, weil ich mal annehme Du verfügst über ein gewisses Grundwissen, möchte ich doch mal eine Frage stellen. Ich habe einige Anlagen zur Betreuung, die noch aus den 60 er Jahren stammen. Wenn ich das will, erfüllen die allesamt einen Wirkungsgrad von weit über 90%. Meinst Du immer noch Deine Rechnung mit den waghalsigen 116% geht noch auf?

Wer ein bißchen hinter die Kulissen schaut, der weiß auch, daß unsere Gesetze überhaupt nichts mit Einsparung zu tun haben, sondern eher das Dasein der Schornsteinfegerinnung rechtfertigen.

Ich möchte das auch kurz erläutern: Der feuertechnische Wirkungsgrad setzt sich in erster Linie aus dem CO2 Gehalt und der Abgastemperatur - Raumtemperatur zusammen. Die Umrechnungsfaktoren bei den einzelnden Brennstoffen vernachlässigen wir einmal , denn die fallen nicht ins Gewicht.
Je niedriger die Abgastemperatur ist und je höher der CO2 Gehalt, je höher ist auch der feuertechnische Wirkungsgrad. Merkwürdig ist, daß wir den CO2 Gehalt eigentlich reduzieren wollen, er aber notwendig ist, damit wir die vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Werte überhaupt noch erreichen. Wir bemerken: Die Gesetze sind mal wieder vollkommen vorbei am Leben, da CO2 verhindert werden soll!

Ich kann nur immer wiederholen: Laßt euch nicht blenden! Die angepaßte Leistung einer Anlage und die Regelung ist wichtiger, als alles Andere!

Gruß Joho

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Guten Abend zusammen,
war heute bei dem schönen Wetter mit meiner Frau mit dem MTB unterwegs, deswegen erst jetzt eine Reaktion.
Habe mich richtig über Eure Berichte gefreut, welche ich nun in Ruhe
lesen, und auswerten, und den weiteren Anbietern teilweise argumentativ entgegenhalten werde.
Ein Heizungsbauer hatte ich schon bezüglich der Erstellung eines
Angebotes da. Ich werde mindestens noch zwei Angebote einholen.
Dieser empfahl einen Brennwertkessel aus folgenden Gründen :

  • 10% Einsparung an Gasverbrauch ;
  • notwendige Kaminsanierung wenn kein Brennwertkessel, ist mindestens
    so teuer wie der Mehrpreis des Brennwertkessels.

Bemerkung : wir haben Radiatoren, keine Fussbodenheizung.
Das war’s fürs Erste!
Ich danke Euch nochmals herzlich, und werde Euch wieder informieren
wenn die Argumente der nächsten Anbieter vorliegen.

Viele Grüsse Wolfgang

Hi JoHo,

Es geht nicht nur um die reinen Installationakosten, sondern
auch um die Folgekosten für Strom und Wartung. Abgasgebläse,
eventuelle Neutralisation und vorallem eine höhere
Anfälligkeit der Elektronik treiben die Folgekosten in die
Höhe.

Also ich hab seit sieben Jahren eine Brennwertheizung und bisher hat es mich von den von Dir genannten Sachen nicht einen Cent gekostet!
Strom wird nicht viel gebraucht, wenn ich mich recht erinnere, maximal 25 Watt, wenn die Therme läuft.
Also von in die Höhe getriebenen Folgekosten kann nicht die Rede sein. Übrigens nicht nur bei mimr, sondern auch bei den Leuten die ich kennen die eine Brennwerttherme haben. Diese Argument ist nicht.

Den Preis wage ich zu bezweigfeln, es sei denn, es handelt
sich um ein ziemlich niedirges Haus.

Ein Einfamilienhaus mit Obergeschoß und Dach.

Schonmal etwas von Neutralisation gehört? Ab einem
Leistungsbereich von 21 KW ist die erforderlich. Einige
Kommunen machen dies auch schon bei kleineren Leistungsstufen
zur Pflicht, um der Übersäuerung des Abwasser vorzubeugen.

Jetzt sag mir bitte, was für ein Objekt Du beheizen willst?! Unsere Therme hat eine Nennleistung von 12 KW und wir haben mittlerweile 160 m2 Wohnfläche. Das Warmwasser erzeugen wir auch und die Therme ist immer noch nicht an ihrem Limimt. Mit 21 KW kriegst Du locker ein normales Dreifamilienhaus geheizt.
Eine Neutralisationsanlage hab ich nicht und brauch sie nach geltendem Recht auch nicht, daher auch hier keine Kosten.

Das ist bei mir bisher noch nicht aufgetreten und auch bei
keinem anderen der solch eine Heizung hat, hab ich davon
gehört.

Davon hab ich auch noch nicht gehört. Erstaunlich was manche
Leute so alles zu hören bekommen.

Dann erläuter mir bitte das Problem mit dem SAlz, ich kenn es wirklich nicht!

Was nutzt das alles, wenn man mit den Kosten am Ende doch noch
höher liegt, als es mit einem herkömmlichen Gerät der Fall
ist?

Ist es bei mir nun mal nicht. Ich weiß nicht, was Du gegen Brennwertthermen hast, aber bei mir und einer Reihe von Leuten die ich kenne, ist es nun mal überhaupt nicht so, wie DU es behauptest. Und das ist keine graue Theorie, sondern echte Praxis.

Das ist doch alles nur schöngerechnet, in der Praxis
schaut das leider ganz anders aus. Ich führe seit Jahren Buch
über die Kosten und auch den Verbrauch verlgeichbarer
Haustypen und deren Heizung. Unter den 238 Brenntwertgeräten
ist keine einzige dabei, die am Ende günstiger liegt, als eine
herkömmliche Therme. Der Verbrauch ist am Jahresende meist
höher, weil die Anlagen alle überdimensioniert sind. Hinzu
kommen die Kosten für defekte Elektronik und Abgasgebläse,
Neutralisation ect.! Bei größeren Anlagen geht die Rechnung
schon eher auf.

Also wenn Du ein Überdimensioniertes Gerät hast, ist das nun mal keine Schuld eines Brennwertgerätes, sondern Deine.
Aber selbst wenn Du eine zu große Anlage hast, wie kommst Du auf einen höheren Verbrauch wenn ein Heizwertgerät prinzipiell mehr verbraucht?
Und die von Dir angebrachten Mehrkosten wegen Elelktonikschäden hab ich seit Jahren noch nie gehabt.

Fazit:
Ich hab seit Jahren eine Brennwerttherme und werd mir, wenn dereinst mal Ersatz ansteht wieder eine kaufen.

Gandalf

Hallo Max,

ich finde es schon seriös, wenn ich mit der gleichen Menge Brennstoff 10 % mehr Nutzen erzeuge es auch so nennen zu dürfen.

Schließlich brauche ich, um die gleiche Menge warme Luft bzw. warmes Wasser zu erzeugen weniger Brennstoff.

Und bei den Wirkungsgradangaben handelt es sich nun mal um Angaben die die DIN bzw. das GWF angeben. Das hat sich kein Mensch einer Werbeagentur einfallen lassen. Schlich so seriös wie das DIN.

Gandalf

H JoHo,

Die feuertechnischen Wirkungsgrade sind
im Labor ermittelt worden und nicht in einem Einfamilienhaus.
Also immer unter den optimalen Vorraussetzungen. Die findet
man in der Realität weder im Brennstoff, noch im Abgassystem,
das einen ganz erheblichen Einfluß auf den feuertechnischen
Wirkungsgrad hat. Wir messen Unterschiede bis zu 4 % im
Wirkungsgrad bei gleicher Anlage und gleichen
Vorraussetzungen.

ABER:
das trifft sowohl für Brennwert- als auch für Heizwertthermen zu, somit ist der Unterschied wieder da, oder willst Du Praxiswerte der Brennwertthermen mit Laborwerten der Heizwertthermen vergleichen? Das wäre dann wirklich unlauter.

denn die Qualität des Brennstoff wird in manchmal
zweifelhafter Qualität in die Netze der Unternehmen gepumpt.

Was wiederum beide Systemtypen gleichermaßen betrifft, OK die Brennwertthermen etwas mehr, wenn weniger Methan drin ist.

Fakt ist, daß diese Rechnung nicht aufgehen kann, denn sie
würde immer ein Gas vorraussetzen, das einen hohen
Wasserstoffanteil besitzt. Je höher der Wasserstoffanteil im
Gas, je höher ist auch der Wirkungsgrad eines Brennwertgerät.

Das stimmt. Aber es ist nunmal so, daß Erdgas zu einem großen Teil aus Methan besteht und das hat von allen Brenngasen (von reinem Wasserstoff abgesehen, den Du in Brenngasen aber nur in Spuren findest) das günstigste Verhältniss C/H

Die Unkenrufe sind durchaus berechtigt, weil ich seit 16
Jahren damit beschäftigt bin und meine Erfahrungen gemacht
habe. Es ist nicht alles Gold was glänzt und den Leuten
verkauft wird.

Nun ichbesitze seit Jahren eine Brennwerttherme und hab von den Fehlern und Folgekosten noch nichts gesehen und auch bei anderen noch nichts davon gehört. Allerdings hab ich ein recht gutes MArkengerät erstanden.

Von den Zusatzkosten möchte ich erst gar
nicht anfangen.

Ist auch besser so, weil ich die bisher noch nicht hatte.

Die Anlage fährt auf 75°C…Nutzen
und Einspareffekt=0.

Nun; wer betreibt denn seine Anlage mit 75 °C, da ist der Unterschied im Wirkungsgrag wirklich recht klein.

Anlagentemperaturen von über 60°C? Nutzen und Einspareffekt=
0!

Auch 60 °C sollten der Vergangenheit angehören!

Die größten Einsparpotenziale sind eher in der Regelung zu
finden. Eine gut angepaßte Regelung und auch nur eine digitale
Regelung ist der wahre Gewinn!

Was in einem Brennwertgerät aber sicher auch drin ist. Also wieder nichts.

Die Preise amortisieren sich nur, wenn generell ein neues
Abgassystem eingebaut werden muß. Besitzt man breits ein
Abgassystem aus Edelstahl, geht diese Rechnung überhaupt nicht
auf.

Wenn ein Schornstein eh saniert werden muß, sind die Mehrkosten gering. Ob ich ein einzügiges oder doppelzügiges Rohr einbaue - Die Kosten für den Einbau sind gleich und die Kostenunterschiede im Maerial inzwischen sehr gering.

Im Übrigen, weil ich mal annehme Du verfügst über ein gewisses
Grundwissen, möchte ich doch mal eine Frage stellen. Ich habe
einige Anlagen zur Betreuung, die noch aus den 60 er Jahren
stammen. Wenn ich das will, erfüllen die allesamt einen
Wirkungsgrad von weit über 90%. Meinst Du immer noch Deine
Rechnung mit den waghalsigen 116% geht noch auf?

Was heiß das ‚Wenn ich will‘ klingt ein wenig nach gedreht?!
Wenn ich (die Zahlen nehm ich jetzt mal willkürlich um besser rechnen zu können) mit einem kubikmeter Gas 90 Liter Wasser zum kochen bringe und mit einem anderen Gerät mit der gleichen MEnge Gas 105 Liter, wirst DU doch sicher zugeben, das man mit dem zweiten Gerät besser, weil billiger fährt!
Zudem werden weniger Kohlendioxid in die Luft geblasen, noch ein Vorteil, oder?!

Je niedriger die Abgastemperatur ist und je höher der CO2
Gehalt, je höher ist auch der feuertechnische Wirkungsgrad.
Merkwürdig ist, daß wir den CO2 Gehalt eigentlich reduzieren
wollen, er aber notwendig ist, damit wir die vom Gesetzgeber
vorgeschriebenen Werte überhaupt noch erreichen. Wir bemerken:
Die Gesetze sind mal wieder vollkommen vorbei am Leben, da CO2
verhindert werden soll!

Das ist doch ein mathematischer Taschenspielertrick! Wenn ich weniger Gas verbrenne, erzeuge ich weniger CO2 schlicht und ergreifend. Das ist Chemie und davon verstehe ich nun mal ein klein wenig.

Ich kann nur immer wiederholen: Laßt euch nicht blenden! Die
angepaßte Leistung einer Anlage und die Regelung ist
wichtiger, als alles Andere!

Daß eine gute Regelung nötig ist und dort auf keinen Fall gespart werden darf ist richtig, da stimmen wir völlig überein, aber Du hast mich in keinem anderen Punkt überzeugt!

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Hallo Peggy,

Meine jetzige Heizung hat

Wärmebelastungsbereich 44 - 48 KWh
Wärmeleistungsbereich 41 - 44 KWh

Würde sich da deiner Meinung nach ein Brennwertkessel lohnen?

ja

Als die jetzige (Gas-)Heizung vor rund 15 Jahren eingebaut
wurde, musste ein Edelstahlrohr im Kamin hochgezogen werden.
Das müsste dann jetzt für ein Brennwertsystem erst recht
geeignet sein?!

Nein.
Das Rohr ist mit Sicherheit ein einzügiges und schützt den Kamin nur vor Wasser. Eine Brennwerttherme braucht ein doppelzügiges Rohr. Dabei wird in einem Rohr die Frischluft geführt und erhitzt und im anderen Rohr die Abluft geführt und dabei abgekühlt. Bei diesem Abkühlen kondensiert das in der Abluft befindliche Wasser und bei diesem Kondensieren wird sehr viel Wärme frei. Das sit der Effekt bei einer Brennwertheizung. Bei einer Üblichen Heizung mußte das Abgas eine bestimmte Temperatur haben, weil sonst das Wasser im Kamin kondensiert wäre. Man nannte das früher Versotten.
Dieser Effekt wird bei Brennwertthermen bewust ausgenutzt. Nur muß das Wasser abgeführt werden und ab einer gewissen Leistung der Therme (= einer bestimmten Abwassermenge) muß das Abwasser neutralisiert werden, weil es durch Schwefeldioxid sauer ist.

Hilft das als Antwort?

Gandalf

1 „Gefällt mir“

H JoHo,

Die feuertechnischen Wirkungsgrade sind
im Labor ermittelt worden und nicht in einem Einfamilienhaus.
Also immer unter den optimalen Vorraussetzungen. Die findet
man in der Realität weder im Brennstoff, noch im Abgassystem,
das einen ganz erheblichen Einfluß auf den feuertechnischen
Wirkungsgrad hat. Wir messen Unterschiede bis zu 4 % im
Wirkungsgrad bei gleicher Anlage und gleichen
Vorraussetzungen.

ABER:
das trifft sowohl für Brennwert- als auch für Heizwertthermen
zu, somit ist der Unterschied wieder da, oder willst Du
Praxiswerte der Brennwertthermen mit Laborwerten der
Heizwertthermen vergleichen? Das wäre dann wirklich unlauter.

Davon einmal abgesehen gibt es keine Heizwerthermen. Ist auch vollkommen egal. Du mißt mit Deinem Maß (Theorie) und ich an Hand meiner gemachten Erfahrung. ich möchte nur eine Formle in Erinnerung rufen: Q=m*c*delta theta!
Darauf basiert alles und das kann niemand wegdiskutieren. Frag Dich doch ganz einfach selber wie hoch Dein Wärmebedarf eigentlich ist und in welchen Bereich Deine Anlage moduliert, wenn sie es denn überhaupt macht? es geht doch überhaupt nicht darum, ob Brennwert ja oder nein, es geht darum, ob sich der Einsatz und auch die damit verbundenen Mehrkosten lohnen. Im Bereich von unter 11 KW lohnen die sich definitiv nicht. Du kannst jetzt hin und herrechnen wie Du willst und wirst niemals auf den gleichen Preis kommen.

denn die Qualität des Brennstoff wird in manchmal
zweifelhafter Qualität in die Netze der Unternehmen gepumpt.

Was wiederum beide Systemtypen gleichermaßen betrifft, OK die
Brennwertthermen etwas mehr, wenn weniger Methan drin ist.

Methan? Nein…es wird Butan in die Netze gespeißt.

Fakt ist, daß diese Rechnung nicht aufgehen kann, denn sie
würde immer ein Gas vorraussetzen, das einen hohen
Wasserstoffanteil besitzt. Je höher der Wasserstoffanteil im
Gas, je höher ist auch der Wirkungsgrad eines Brennwertgerät.

Das stimmt. Aber es ist nunmal so, daß Erdgas zu einem großen
Teil aus Methan besteht und das hat von allen Brenngasen (von
reinem Wasserstoff abgesehen, den Du in Brenngasen aber nur in
Spuren findest) das günstigste Verhältniss C/H

Das günstigste Verhältnis für Brennwertgeräte wäre: C1H endlos!

Die Unkenrufe sind durchaus berechtigt, weil ich seit 16
Jahren damit beschäftigt bin und meine Erfahrungen gemacht
habe. Es ist nicht alles Gold was glänzt und den Leuten
verkauft wird.

Nun ichbesitze seit Jahren eine Brennwerttherme und hab von
den Fehlern und Folgekosten noch nichts gesehen und auch bei
anderen noch nichts davon gehört. Allerdings hab ich ein recht
gutes MArkengerät erstanden.

Was bedeutet ein Markengerät zu haben? Machen wir uns doch nichts vor! Vom Reißbrett bis zur Serienfabrikation dauert es nur noch 6 Monate. Es waren einmal 2 Jahre in denen Geräte auf Fehler gepfrüft worden sind. Die Zeit ist vorbei. Gerade renomierte Firmen wie Weißhaupt, Buderus, Junkers, Vaillant und Viessmann sind davon betroffen. Ich tausche jeden Tag Platinen aus, stelle auch immer wieder elemantare Fehler im System fest und die Hersteller sonnen und aalen sich immer noch in der Sonne und im guten Glauben das Produkt schlechthin auf den Markt gebracht zu haben. Die letzte Rückrufaktion der Firma Viessmann sagt eigentlich schon alles aus.

Von den Zusatzkosten möchte ich erst gar
nicht anfangen.

Ist auch besser so, weil ich die bisher noch nicht hatte.

#Selbstverständlich hattest auch Du die Zusatzkosten bereits am Hals. Wo lebst Du denn? Alles, was sich dreht und bewegt muß irgendwie mit Energie gefüttert werden. Deine 15% werden von den höheren Stromkosten komplett aufgefressen. Ich wage sogar zu behaupten, das Du Dich im Minusbereich bewegst. Damit teilst Du das Schicksal anderer Hausbewohner, die ebenfalls unter dem Brennwerthabensyndrom zu leiden hatten. Sorry für die späte Antwort, aber bei mir hats grad ein bißchen gefackelt in der Wohnung.

Die Anlage fährt auf 75°C…Nutzen
und Einspareffekt=0.

Nun; wer betreibt denn seine Anlage mit 75 °C, da ist der
Unterschied im Wirkungsgrag wirklich recht klein.

Bei der Warmwasseraufbereitung schltet eine nlage auf Vorrangbetrieb. Unabhängig von der Außentemperatur heizt sie ds Warmwasser auf. Man setzt für ein Einfamilienhaus rund 400 Betriebsstunden/Jahr vorraus.

Anlagentemperaturen von über 60°C? Nutzen und Einspareffekt=
0!

Auch 60 °C sollten der Vergangenheit angehören!

Das gehören sie aber nicht, weil die meißten Anlagen immer noch auf eine Spreizung von 70/55 ausgelegt sind.

Die größten Einsparpotenziale sind eher in der Regelung zu
finden. Eine gut angepaßte Regelung und auch nur eine digitale
Regelung ist der wahre Gewinn!

Was in einem Brennwertgerät aber sicher auch drin ist. Also
wieder nichts.

Die Regelungen sind grundsätzlich gleich. Eine Regelung kann nicht zwischen einem Brennwertgerät und einem herkömmlcihen Gerät unterscheiden, aber es läßt sich im Brennwertgerät besser verkaufen.

Die Preise amortisieren sich nur, wenn generell ein neues
Abgassystem eingebaut werden muß. Besitzt man breits ein
Abgassystem aus Edelstahl, geht diese Rechnung überhaupt nicht
auf.

Wenn ein Schornstein eh saniert werden muß, sind die
Mehrkosten gering. Ob ich ein einzügiges oder doppelzügiges
Rohr einbaue - Die Kosten für den Einbau sind gleich und die
Kostenunterschiede im Maerial inzwischen sehr gering.

Du bist auf dem falschen Dampfer! Einbaukosten hin und hergerechnet…es ist egal! Fakt ist, es gibt kein Brennwertgerät in dem Leistungsberteich für Wohnungen und Einfamilienhäuser. Von daher ist das alles NONSENS! Sorry…Benrad natürlich…nun, wer sich das Fabrikat antun muß, der ist selber Schuld.

Im Übrigen, weil ich mal annehme Du verfügst über ein gewisses
Grundwissen, möchte ich doch mal eine Frage stellen. Ich habe
einige Anlagen zur Betreuung, die noch aus den 60 er Jahren
stammen. Wenn ich das will, erfüllen die allesamt einen
Wirkungsgrad von weit über 90%. Meinst Du immer noch Deine
Rechnung mit den waghalsigen 116% geht noch auf?

Was heiß das ‚Wenn ich will‘ klingt ein wenig nach gedreht?!
Wenn ich (die Zahlen nehm ich jetzt mal willkürlich um besser
rechnen zu können) mit einem kubikmeter Gas 90 Liter Wasser
zum kochen bringe und mit einem anderen Gerät mit der gleichen
MEnge Gas 105 Liter, wirst DU doch sicher zugeben, das man mit
dem zweiten Gerät besser, weil billiger fährt!
Zudem werden weniger Kohlendioxid in die Luft geblasen, noch
ein Vorteil, oder?!

Du bist ein reiner Theoretiker! Glaubst auch an Märchen und Hänsel und Gretel. Ich möchte Dir mal etwas aus der Praxis mit auf dem Weg geben. Wir sind iun Sachen Heiztechnik und deren Ausnutzung am absoluten Limit angelangt. So wie wir heute heizen, so werden wir auch noch in 50 jahren heizen. das bedeutet: Mehr CO2, weil unsere starrsinnigen Köpfe in der Regierung überhaupt nicht wissen, was sie mit den neuen Gesetzen der Umwelt eigentlich antun. Die Entwicklung in der Heiztechnik wäre schon wesentlich weiter, wenn es nicht diese Delitanten in der Regierung geben würde, die alles erschweren und verhindern. CO2 und der damit verbundenen Erderwärmung gilt es den GARAUS zu machen. Nur setzt sich der feuertechnische Wirkungsgard aus möglichst viel CO2 und möglichst wenig Abgastemperatur zusammen.

Je niedriger die Abgastemperatur ist und je höher der CO2
Gehalt, je höher ist auch der feuertechnische Wirkungsgrad.
Merkwürdig ist, daß wir den CO2 Gehalt eigentlich reduzieren
wollen, er aber notwendig ist, damit wir die vom Gesetzgeber
vorgeschriebenen Werte überhaupt noch erreichen. Wir bemerken:
Die Gesetze sind mal wieder vollkommen vorbei am Leben, da CO2
verhindert werden soll!

Das ist doch ein mathematischer Taschenspielertrick! Wenn ich
weniger Gas verbrenne, erzeuge ich weniger CO2
schlicht und ergreifend. Das ist Chemie und davon verstehe ich
nun mal ein klein wenig.

Hm…in jeder Menge X, wobei X=Gas iwst, steckt eine gewisse Menge Energie. Bei Erdgas L komme ich max auf 11,8 % CO2! Das ist allerdings auch vollkommener Blödsinn sich darüber auszulassen, denn je weniger Kubikmeter ich verbrauche, je weniger Kosten habe ich auch. Das ist vielleicht simpel, aber auch logisch erklärbar auf der jeweiligen Jahresabrechnung nachzuvollziehen.

Ich kann nur immer wiederholen: Laßt euch nicht blenden! Die
angepaßte Leistung einer Anlage und die Regelung ist
wichtiger, als alles Andere!

Daß eine gute Regelung nötig ist und dort auf keinen Fall
gespart werden darf ist richtig, da stimmen wir völlig
überein, aber Du hast mich in keinem anderen Punkt überzeugt!

Ich habe nicht vor zu überzeugen, ich schrieb lediglich von meinen gemachten Erfahrungen. Es ist mir prinzipiell gleichgültig, wer wofür sein Geld aus dem Fenter wirft. Das interessiert mich wirklich reichlich wenig. Ich versuche nur so objektiv wie irgendmöglich zu sein.

In diesem Sinne…eine schönen Abend noch!

Aso…der Brand ist gelöscht, aber es riecht noch etwas streng.

Gandalf

1 „Gefällt mir“

Hi JoHo,

Es geht nicht nur um die reinen Installationakosten, sondern
auch um die Folgekosten für Strom und Wartung. Abgasgebläse,
eventuelle Neutralisation und vorallem eine höhere
Anfälligkeit der Elektronik treiben die Folgekosten in die
Höhe.

Also ich hab seit sieben Jahren eine Brennwertheizung und
bisher hat es mich von den von Dir genannten Sachen nicht
einen Cent gekostet!
Strom wird nicht viel gebraucht, wenn ich mich recht erinnere,
maximal 25 Watt, wenn die Therme läuft.

25 Watt fressen bereits die zwei Magnetventile in dem Gasregler!

Also von in die Höhe getriebenen Folgekosten kann nicht die
Rede sein. Übrigens nicht nur bei mimr, sondern auch bei den
Leuten die ich kennen die eine Brennwerttherme haben. Diese
Argument ist nicht.

Sei froh und glücklich! Ich beneide das, denn das ist wirlich nicht die Regel.

Den Preis wage ich zu bezweigfeln, es sei denn, es handelt
sich um ein ziemlich niedirges Haus.

Ein Einfamilienhaus mit Obergeschoß und Dach.

Schonmal etwas von Neutralisation gehört? Ab einem
Leistungsbereich von 21 KW ist die erforderlich. Einige
Kommunen machen dies auch schon bei kleineren Leistungsstufen
zur Pflicht, um der Übersäuerung des Abwasser vorzubeugen.

Jetzt sag mir bitte, was für ein Objekt Du beheizen willst?!
Unsere Therme hat eine Nennleistung von 12 KW und wir haben
mittlerweile 160 m2 Wohnfläche. Das Warmwasser
erzeugen wir auch und die Therme ist immer noch nicht an ihrem
Limimt. Mit 21 KW kriegst Du locker ein normales
Dreifamilienhaus geheizt.
Eine Neutralisationsanlage hab ich nicht und brauch sie nach
geltendem Recht auch nicht, daher auch hier keine Kosten.

Geltendes Recht ist varriabel1 Die Kommunen legen es so aus, wie sie es gerade brauchen. 12 KW ? Das sind sie schon wieder…die Probleme mit der Überdimensionierung. Es gibt kein Brennwertgerät, das in diesem Leistungsbereich moduliert. Aber ich lasse Dich mal in dem Glauben, denn ich hab wirklich keine Lust und keinen Bock mich auf diese Kleinkrämerei einzulassen. Das ist mir wirklich zu blöde.

Das ist bei mir bisher noch nicht aufgetreten und auch bei
keinem anderen der solch eine Heizung hat, hab ich davon
gehört.

Davon hab ich auch noch nicht gehört. Erstaunlich was manche
Leute so alles zu hören bekommen.

Dann erläuter mir bitte das Problem mit dem SAlz, ich kenn es
wirklich nicht!

Ich kenne es auch nicht, aber das schrieb ich bereits.

Was nutzt das alles, wenn man mit den Kosten am Ende doch noch
höher liegt, als es mit einem herkömmlichen Gerät der Fall
ist?

Ist es bei mir nun mal nicht. Ich weiß nicht, was Du gegen
Brennwertthermen hast, aber bei mir und einer Reihe von Leuten
die ich kenne, ist es nun mal überhaupt nicht so, wie DU es
behauptest. Und das ist keine graue Theorie, sondern echte
Praxis.

Jo…echte Praxis! Meine Begeisterung hält sich echt in Grenzen, aber nun gut…es ist mir wirklich egal wer wo sein Geld unnutz verpulvert. Prinzipiel hab ich überhaupt nichts gegen Brennwertgeräte. Nur im Einfamilienhaus haben die Dinger einfach keinen Nutzen. Im Gegenteil!
Aber macht mal ruhig…wie immer ihr euch entscheiden werdet, ich lebe recht gut von dem Halbwissen anderer!

Das ist doch alles nur schöngerechnet, in der Praxis
schaut das leider ganz anders aus. Ich führe seit Jahren Buch
über die Kosten und auch den Verbrauch verlgeichbarer
Haustypen und deren Heizung. Unter den 238 Brenntwertgeräten
ist keine einzige dabei, die am Ende günstiger liegt, als eine
herkömmliche Therme. Der Verbrauch ist am Jahresende meist
höher, weil die Anlagen alle überdimensioniert sind. Hinzu
kommen die Kosten für defekte Elektronik und Abgasgebläse,
Neutralisation ect.! Bei größeren Anlagen geht die Rechnung
schon eher auf.

Also wenn Du ein Überdimensioniertes Gerät hast, ist das nun
mal keine Schuld eines Brennwertgerätes, sondern Deine.
Aber selbst wenn Du eine zu große Anlage hast, wie kommst Du
auf einen höheren Verbrauch wenn ein Heizwertgerät prinzipiell
mehr verbraucht?
Und die von Dir angebrachten Mehrkosten wegen
Elelktonikschäden hab ich seit Jahren noch nie gehabt.

Ich habe auch ein überdimensioniertes Gerät. Eine Vaillanttherme mit 11 KW Leistung. Allerdings liegen meine Heizkosten bei 335 €/Jahr. Wobei ich es gerne warm habe. Mit einem Brennwertgerät würde ich wesentlich höher liegen, weil der Leistungsbereich nicht meinen Wohnverhältnissen angepaßt wäre.

Fazit:
Ich hab seit Jahren eine Brennwerttherme und werd mir, wenn
dereinst mal Ersatz ansteht wieder eine kaufen.

Du kannst Dir meinetwegen auch 10 Brennwertgeräte kaufen, aber das ändert trotzdem nichts an dem höheren Verbrauch.

Joho

Und bei den Wirkungsgradangaben handelt es sich nun mal um

Angaben die die DIN bzw. das GWF angeben. Das hat sich kein
Mensch einer Werbeagentur einfallen lassen. Schlich so seriös
wie das DIN.

Ich habe lange genug Wirkungsgradberechnungen durchgeführt und der Ausgangspunkt war immer der Brennstoff.
Und es kamen aus 10 000 kcal eines liter Öls niemals 10 100 kcal Wärme heraus. Nur so berechnet man den Wirkungsgrad.

Was die Heizungsbauer da machen ist nur ein Vergleich zwischen einer normalen heizung und dem besseren Ergebnis der Brennwertheizung.
Nicht mal ein Atomkraftwerk kommt an 100% heran.

gruß Max

Neue Heizung Brennwertkessel oder nicht ?
Hallo Gandalf,

Hilft das als Antwort?

Danke, ja! :smile:

Aber das mit dem Rohr ärgert mich. Soweit ich mich erinnere mussten wir das damals wegen der Umstellung von Öl auf Gas in Edelstahl machen. War bei 25 m Länge nicht gerade billig. Und Brennwert braucht jetzt nur ein Plastikrohr.

Liebe Grüße
Peggy