Neue Rechtschreibung fordert Opfer - auch unter Le

Mein Sohn besucht die 5. Klasse des Gymnasiums. Von Zeit zu Zeit werfe ich mal einen Blick in seine Hefte und Ordner … graus!
Heute fand ich unter der Rubrik „Rechtschreibung“ zum Thema „Trennung“ Folgendes:

  • Zucker: Zuk-ker
  • Bäcker: Bäk-ker
  • Wecker: Wek-ker
    etc.

Die Lehrerin (dem pensionsfähigen Alter sehr sehr nahe) hätte wohl doch noch mal wieder eine Fortbildung nötig. Ich überlege nun, wie ich sie auf ihren Lapsus aufmerksam mache, ohne ihr zu nahe zu treten.

Ideen / Erfahrungen???

Guten Abend.

Als ich in der Grundschule war, wurde „ck“ noch so getrennt: ‚k-k‘ Kommt aber nur dann vor, wenn ein Wort auf zwei Zeilen aufgeteilt wird und der letzte Buchstabe im Satz ein c ist. Tja, kein Zuk-
kerschlecken heutzutage… :wink:

HTH
mfg M.L.

ps: hoffentlich bleibt die Formatierung erhalten…

Hallo!

  • Zucker: Zuk-ker
  • Bäcker: Bäk-ker
  • Wecker: Wek-ker

Die Lehrerin (dem :stuck_out_tongue:ensionsfähigen Alter sehr :sehr nahe) hätte wohl doch :noch mal wieder eine :Fortbildung nötig.

Hm, bin zwar noch mehrere Jahrzehnte vom pensionsfähigen Alter entfernt und frage mich, was an der Trennung falsch sein soll. Auch in meinem Duden (na gut, ist von 1986) steht nichts anderes.

Ich überlege nun, wie ich sie :auf ihren Lapsus aufmerksam :mache, ohne ihr zu nahe zu :treten.

Bei mir mußt Du nicht so rücksichtsvoll sein. Also gerade heraus! Welchen Lapsus meinst Du?

Gruß
Wolfgang

Mein Sohn besucht die 5. Klasse des Gymnasiums. Von Zeit zu

Man könnte es auch so sehen, daß das Gymnasium als eine Anstalt der höheren Bildung die Aufgabe hat, das zu lehren, was Müntefering neulich mit deutlichem Ekel die „Sprache der Hochwohlgeborenen“ genannt hat, nämlich Deutsch als Vollversion.

Doch genauer zu Deiner Frage: Selbstverständlich kann man auch seinen Kindern zuhause Deutschunterricht geben, und selbstverständlich braucht man dabei nicht dem ministeriellem Lehrplan zu folgen.
Ich mache das z.B. und habe es dabei schwerer als Du, weil ich mit dem Upgrade von Deutsch light auf die Vollversion beschäftigt bin.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

hi

Ich überlege nun, wie ich sie :auf ihren Lapsus aufmerksam :mache, ohne ihr zu nahe zu :treten.

Bei mir mußt Du nicht so rücksichtsvoll sein. Also gerade
heraus! Welchen Lapsus meinst Du?

den, dass „Zucker“ laut neuer rechtschreibung „Zu-cker“ getrennt wird! in deinem duden von 1986 steht das verständlicherweise nicht drin.

Gruß
Wolfgang

gruß
yvi

@ausgangsautor: wie wärs, wenn du zu der lehrerin gehst und das problem als frage verpackst, à la: „ich hab das in dem heft so gesehn, und woanders aber zu-cker…was ist denn richtig, bin verunsichert.“

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Guten Abend, liebe Sine,

hattest es wohl eilig mit deiner Frage, dass du so reinplatztest. :wink:

Die Lehrerin (dem pensionsfähigen Alter sehr sehr nahe) hätte wohl doch noch mal wieder eine Fortbildung nötig. :

Nun, ein Blick von ihr in das neue Regelwerk hätte genügt. :wink:

Ich überlege nun, wie ich sie auf ihren Lapsus aufmerksam mache, ohne ihr zu nahe zu treten.
Ideen / Erfahrungen???

Ich denke, dass du sie - wie auch Stiefelkatz vorschlägst - in einem netten, eher fragend formulierten Brief auf die

_**R130 Die Konsonantenverbindungen ch, ck und sch, in Fremdwörtern auch ph, rh, sh und th bezeichnen einfache Laute und bleiben ungetrennt.

Bü-cher, Zu-cker, ba-cken, Fla-sche, Ma-chete, Pro-phet, Myr-rhe, Bu-shel, ka-tholisch, Zwi-ckau**

In Fremdwörtern können die folgenden Buchstabengruppen ungetrennt bleiben á§ 110ñ:
bl, pl, fl, gl, cl, kl, phl; br, pr, dr, tr, fr, vr, gr, cr, kr, phr, str, thr; gn, kn
Pub-li-kum, auch: Pu-bli-kum, fle-xib-ler, auch: fle-xi-bler, Dip-lom, auch: Di-plom, Per-sif-la-ge, auch: Per-si-fla-ge, Reg-le- ment, auch: Re-gle-ment, Bouc-lé, auch: Bou-clé, Zyk-lus, auch: Zy-klus, Typh-li-tis, auch: Ty-phli-tis; Feb-ru-ar, auch: Fe-bru-ar, Lep-ra, auch: Le-pra, Hyd-rant, auch: Hy-drant, neut-ral, auch: neu-tral, Chiff-re, auch: Chif-fre, Liv-ree, auch: Li-vree, In-teg-ral, auch: In-te-gral, Suc-re, auch: Su-cre, Sak-ra-ment, auch: Sa-kra-ment, Neph-ri-tis, auch: Ne-phri-tis, In-dust-rie, auch: In-dus-trie oder In-du-strie, Arth-ri-tis, auch: Ar-thri-tis; Mag-net, auch: Ma-gnet, pyk-nisch, auch: py-knisch; Ok-la-ho-ma, auch: O-kla-ho-ma, Ab-ra-ham, auch: A-bra-ham
Stehen die Buchstabengruppen dsch oder tsch für Einzelbuchstaben aus fremden Sprachen (z. B. für engl. j ), so sollten sie ebenfalls ungetrennt bleiben dürfen:
Fid-schi, auch: Fi-dschi, Tschet-sche-ne, auch: Tsche-tsche-ne
Steht ss als Ersatz für ß (z. B. bei einer Schreibmaschine ohne ß), dann wird zwischen den beiden s getrennt á§ 108ñ.
Grüs-se (für: Grü-ße), heis-sen (für: hei-ßen)
Das frühere Verbot der Trennung von st gilt nicht mehr.
las-ten, Wes-ten, sechs-te, er brems-te, des Diens-tes, Akus-tik, Hys-te-rie

© Dudenverlag._

aufmerksam machen könntest. Und um ein persönliches, klärendes Gespräch bitten.

Gruß Fritz

Schullehrer umstimmen

Ideen / Erfahrungen???

Ich denke, dass du sie - wie auch Stiefelkatz vorschlägst - in
einem netten, eher fragend formulierten Brief auf die

Wenn Stiefelkatzi und Neuschriebfritz dazu raten, einem Lehrer beizubiegen, daß er falsch unterrichtet und das künftig anders machen möge, dann ist das weltfremd und ein recht sicheres Zeichen dafür, daß beide keine Kinder auf dem Gymnasium haben.

Man muß die aussitzen, weil anders geht nicht.
Ich habe im Moment u.a. zu tun mit:

  • Englisch, Unterstufe: Lehrer kann die Aussprache nicht und empfiehlt den Kauf von Tonbandmaterial
  • Deutsch, Unterstufe: Lehrer ist Amerikaner, Deutsch ist Fremdsprache für ihn; er beherrscht die deutsche Idiomatik nicht vollständig.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hi,

  • Englisch, Unterstufe: Lehrer kann die Aussprache nicht und
    empfiehlt den Kauf von Tonbandmaterial
  • Deutsch, Unterstufe: Lehrer ist Amerikaner, Deutsch ist
    Fremdsprache für ihn; er beherrscht die deutsche Idiomatik
    nicht vollständig.

Hast Du den beiden mal vorgeschlagen, zu tauschen? :wink:

Gruß,

Malte.

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Wenn Altschreibwolfgang Schwarzsehberger hier

SEINE

Ideen und Erfahrungen

verallgemeinert, so scheinen mir diese noch keine Allgemeingültigkeit zu besitzen.

Erst probieren, dann sehen und dann eventuell klagen über die Lehrer!

Fritz

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Man muß die aussitzen, weil anders geht nicht.
Ich habe im Moment u.a. zu tun mit:

  • Englisch, Unterstufe: Lehrer kann die Aussprache nicht und
    empfiehlt den Kauf von Tonbandmaterial
  • Deutsch, Unterstufe: Lehrer ist Amerikaner, Deutsch ist
    Fremdsprache für ihn; er beherrscht die deutsche Idiomatik
    nicht vollständig.

Nur mal so nebenbei…könnte man nicht anfragen, ob die beiden die Klassen tauschen könnten? Ist ja schon ne eigenartige Situation. *lächel*

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Lehrer vorsichtig kritisieren

@ausgangsautor: wie wärs, wenn du zu der lehrerin gehst und
das problem als frage verpackst, à la: „ich hab das in dem
heft so gesehn, und woanders aber zu-cker…was ist denn
richtig, bin verunsichert.“

Hallo Yvi,

und was machst du, wenn sie so reagiert:
„Ja, das ist aber falsch. ck wird nun mal k-k
getrennt.“ ?
Dann musst du ihr ja doch sagen, dass du es besser
weisst, und du versucht hast, sie auflaufen zu lassen.

Gruesse
Elke
(die im Moment aehnliche Probleme mit dem Englischlehrer
ihrer Kinder hat — WARUM schickt man einen Englischlehrer,
der nicht 100% Englisch kann [und noch dazu einen grauslichen
Akzent hat] in eine Schule, wo fast alle Kinder einwandfrei
Englisch koennen, weil sie in einer englischsprachigen Umwelt
leben?)

@ Elke:
Ist doch klar: Der Mann soll was lernen :smile:

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Hallo Ihr Lieben,

ich danke euch allen für eure Meinung zu diesem heiklen Thema! Einen Entschluss bzgl. der weiteren Vorgehensweise kann ich momentan noch nicht so recht fassen … Vielleicht erledigt es sich auch ohne mich …

Eure kontroversen Gedanken zum Thema belegen eindeutig, welch heikles Thema es doch nach wie vor ist, Lehrer auf Fehler hinzuweisen …

@ Fritz:
Du hast Recht, bin wirklich „reingeplatzt“. Danke für den Hinweis. So unhöflich kennen mich meine Mitmenschen sonst wirklich nicht. Schön, dass du (wie auch viele andere Experten) trotzdem Hilfe geleistet hast!

Mit dem Blick in den Duden, der in der Tat gereicht hätte, ist das so eine Sache. Da schaut man ja nur rein, wenn man unsicher ist - Frau XY scheint da über jeden Zweifel erhaben …

Ich, auch noch im geistigen Besitz der „Vollversion“ (schöner Begriff von Wolfgang, finde ich), bin seit der Reform öfter mit meinem Duden im Dialog.

Gruß, sine

Nur mal so nebenbei…könnte man nicht anfragen, ob die beiden
die Klassen tauschen könnten? Ist ja schon ne eigenartige
Situation. *lächel*

Danke für die Hinweis. Der amerikanische Deutschlehrer unterrichtet i.d.T. auch Englisch. Als Deutschlehrer der 9. Klasse macht er i.ü. seine Sache keineswegs schlecht, wenn auch etliche Schüler Probleme mit seiner durch und durch eastcoast-amerikanischen Gestik, Mimik, Theatralik, Toleranz und Distanz usw. haben.

Der Nichtbrite ist hingegen an einem anderen Gymnasium tätig und im Zweitberuf Religionslehrer. Auch mit dem bin ich eigentlich zufrieden, weil es eben überhaupt nicht schadet, wenn in der 7. Klasse the King´s English ein wenig gestelzt und schräg zelebriert wird.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Wenn Altschreibwolfgang Schwarzsehberger hier

Na, meiner These, daß Du keine Kinder auf dem Gymnasium hast, scheinst Du ja nicht zu widersprechen.

I.ü. bezahle ich die Fernsehgebühren; Deine dem entgegengerichtete Verdächtigung halte ich für unangebracht.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Mein Sohn besucht die 5. Klasse des Gymnasiums. Von Zeit zu
Zeit werfe ich mal einen Blick in seine Hefte und Ordner …
graus!
Heute fand ich unter der Rubrik „Rechtschreibung“ zum Thema
„Trennung“ Folgendes:

  • Zucker: Zuk-ker
  • Bäcker: Bäk-ker
  • Wecker: Wek-ker
    etc.

Die Lehrerin (dem pensionsfähigen Alter sehr sehr nahe) hätte
wohl doch noch mal wieder eine Fortbildung nötig. Ich überlege
nun, wie ich sie auf ihren Lapsus aufmerksam mache, ohne ihr
zu nahe zu treten.

Ich scätze mal, die Lehrerin hat bestimmt seit Studiumsende nichts mer dazu gelernt!

Wie Lehrer halt mal so sind; faule Säcke!!

Sandy

Ideen / Erfahrungen???

@ausgangsautor: wie wärs, wenn du zu der lehrerin gehst und
das problem als frage verpackst, à la: „ich hab das in dem
heft so gesehn, und woanders aber zu-cker…was ist denn
richtig, bin verunsichert.“

Hallo Yvi,

und was machst du, wenn sie so reagiert:
„Ja, das ist aber falsch. ck wird nun mal k-k
getrennt.“ ?

„ich dachte wegen neuer rechtschreibung, man sieht da ja jetzt gar nich mehr durch. hätten sie vielleicht n duden da, dass wir mal nachschauen könnten?“

ich habs nur erwähnt, weil ich das meistens so mache, wenn ich mir anmaße was besser zu wissen als ein lehrer (schau mal ins plauderbrett, hab gestern ein „anekdötchen“ über meine englischlehrerin verfasst. den schwachfug, den sie in der konkreten situation angestellt hat, fabriziert sie auch grammatisch. da mir grammatik zum großen teil im sprachgefühl liegt, ich im language urlaub gleich beim ersten mal in den advanced kurs eingestuft wurde und in englisch immer ne 1 hatte, seh ich das meistens, wenn die nen fehler auf der folie hat). es funktioniert immer ganz gut. sagen, ich bin mir nicht sicher, ich dächte es wird so geschrieben/gebildet, erklärung abliefern, lieber fragender ton, vom kurs kommt dann manchma unterstützung, der lehrer guckt noch ma nach, und wenn ich recht hab, stellt der seins auch richtig.

gruß
yvi

stiefelkatzis lebenslauf

Ideen / Erfahrungen???

Ich denke, dass du sie - wie auch Stiefelkatz vorschlägst - in
einem netten, eher fragend formulierten Brief auf die

Wenn Stiefelkatzi und Neuschriebfritz dazu raten, einem Lehrer
beizubiegen, daß er falsch unterrichtet und das künftig anders
machen möge, dann ist das weltfremd und ein recht sicheres
Zeichen dafür, daß beide keine Kinder auf dem Gymnasium haben.

stiefelkatzi hat keine kinder, denn stiefelkatzi ist selber noch ein kind (zumindest halten manche leute mich dafür, aber darüber lässt sich mit 17 bekanntlich streiten :wink: )
im ernst, ich bin schülerin in klasse 11, und - gerade hab ichs weiter unten geschrieben - hab mit dieser fragenden art schon ein paar fehler korrigieren können (nicht didaktisch/methodische, sondern einzelne sachverhalte!). nicht weil ich mich damit aufspielen wollte, sondern a) weil ich die wahrheit wissen wollte und b) dachte, dass es richtig gestellt werden muss…nützt doch der klasse im endeffekt auch nix, was falsches zu lernen. ich tu das nur, wenn ich mir SICHER bin dass ich recht hab. aussitzen bringt in meinen augen keinem was, denn wem schadet es wohl, wenn man falsche sachverhalte schlussendlich in arbeiten, klausuren, lks, prüfungen anwendet…nicht dem ausgesessenem lehrer sondern dem schüler.
und da die mutter im konkreten fall nun mal eindeutig recht hat, hab ich ihr das nur als möglichkeit vorgeschlagen, ich hab doch nicht gesagt, dass das der einzig richtige weg sei!

gruß
yvi

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Hallo Sandy,
du disqualifizierst dich immer mehr mit
deinen unprovozierten, nicht untermauerten
Ausfaellen gegen Lehrer.
Wenn du nicht mal merkst, dass dieses Verhalten
gegen dich arbeitet, bist du als angebliche
Journalistin kaum glaubhaft.

Gruesse
Elke

(die keine Lehrerin ist, nicht mit einem Lehrer
verheiratet oder verwandt ist, und auch in ihrem
engeren Freundeskreis keine Lehrer hat)

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Hi,

Ich scätze mal, die Lehrerin hat bestimmt seit Studiumsende
nichts mer dazu gelernt!

Wie Lehrer halt mal so sind; faule Säcke!!

von einigen wenigen auf alle zu schließen ist gefährlich wenn man in seiner Vika als Beruf ein Gebiet angibt, auf dem auch die Bild Zeitung tätig ist…

Gruß
Cornel

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