Neue Sprachentwicklungen

Hallo,

anschließend an eine Faden weiter unter, sei nochmals gefragt, was sich wohl ändert, wenn Frau Merkel Bundeskanzlerin ist.

Sie ist dann nicht der Herr im Bundeskanzleramt, sondern die Frau im Bundeskanzlerinamt.

Logischerweise wird man dann sagen, sie ist die Frau im Haus.

Und vielleicht ist die Regierung Frau der Lage!

Diese Formulierung habe ich heute früh in einem Feulletonbeitrag im SWR2 gehört.

Ob sie dann auch die problematischen Situationen befrauscht?

Fallen euch noch mehr solche möglichen Wortschöpfungen ein? Die Misfits hatten mal sowas in ihrem Programm.

Gruß Fritz

Hallo Fritz,

man könnte es FRAULICH finden, daß endlich mal eine Frau das einflußreichste Amt im Staate innehat ;D .

Gruß,

Anvan

Ob sie dann auch die problematischen Situationen befrauscht?

Was für einer widerlich androzentrischen, inkongruenten Bezeichnungsweise machst du dich schuldig! Es muss natürlich bedamscht heißen.

Gruß
Christopher

Fraujeh!Fraujemmineh! (o.w.T.)
A.B.

Logischerweise wird man dann sagen, sie ist die Frau im
Haus
.

Es müßte „die Herrin im Hause“ heißen. Und das klingt eigentlich ganz normal.

Gruß
dataf0x

Was für einer widerlich androzentrischen, inkongruenten
Bezeichnungsweise machst du dich schuldig! Es muss natürlich
bedamscht heißen.

Was für ein Aufwand, um auf meinen müden Kalauer einen noch müderen draufzusatteln!

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Es müßte „die Herrin im Hause“ heißen. Und das klingt
eigentlich ganz normal.

Oder kurz: Domina! :wink:

Fritz

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Was für ein Aufwand, um auf meinen müden Kalauer einen noch müderen draufzusatteln!

Ach, Fritz, du tust mir ehrlich Leid. Kann ich nicht anders formulieren.

Christopher

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Was für ein Aufwand, um auf meinen müden Kalauer einen noch müderen draufzusatteln!

Ach, Fritz, du tust mir ehrlich Leid. Kann ich nicht anders
formulieren.

Und du bist und bleibst, was du bist!

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Und du bist und bleibst, was du bist!

Fritz, es geht um Folgendes: Du machst einen Witz, der einen Punkt beinhaltet, über den sich feministische Linguistinnen bisweilen aufgeregt haben. Dieser Punkt ist, dass man zwar von Herrn (nicht: Mann) Schröder, nicht aber von Dame (sondern: Frau) Merkel spricht. Ob so heute noch ernsthaft von Linguisten argumentiert wird, weiß ich nicht, aber fast jeder, der sich ein bisschen mit Sprache beschäftigt, wird diesen Aspekt schon einmal gehört haben. Dazu habe ich einen Witz gemacht, sei er nun gut oder nicht. Weshalb ich dich bzw. was ich bedaure, ist, dass du es – aus welchem Grund auch immer – nicht unterlassen kannst, zu harmlosen Späßen abfällig-ätzende Bemerkungen zu machen und zum x-ten Mal persönlichen Streit heraufzubeschwören. Ich verstehe es einfach nicht.

Gruß
Christopher

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Therefore!
Christopher!

Wie naiv und unschuldig du dich doch geben kannst!

Das

Was für einer widerlich androzentrischen, inkongruenten Bezeichnungsweise machst du dich schuldig!

nennst du:

harmlose Späße.

DAS sind doch die

abfällig-ätzende Bemerkungen

Ich nannte es unnötigen Aufwand!

Das ist die Sache mit dem Splitter in meinem Augen und dem Balken in deinem! Einem andern hättest du das „damschen“ anders präsentiert!
Wer fängt also an mit Persönlichem?

Du bleibst dir also treu in deiner chronischen und notorischen Haltung.

Fritz

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[MOD] abgeschlossen
Hallo Fritz, hallo Christopher,

ich habe den Teilthread jetzt abgeschlossen.
Sollte sich die Diskussion an anderer Stelle fortsetzen, bitte ich Euch, sie - im Sinne des Brettes - sachlich zu führen.

Danke!

Gruß
Birgit

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Alte und neue Sprachentwicklungen siensthaft
gesucht

Nochmals Hallo!

Auch wenn Christophsie in seinsie bekannten humorigen Art meint, ich wolle hier nur einen Witz reißen, und einen seinsie harmlosen anhängte; auch wenn dies in unssieen Tagen vielleicht nicht mehr Thema dsie feministischen Linguistinnen, vielleicht nicht einmal dsie Kabarettistinnen ist, ich wollte einige diessie zu seinsie Zeit oft siensthaften Anstrengungen zur Feminisierung dsie deutschen Sprache siefagen, zum Zwecke einsie teils privaten und eventuell auch für den Untsiericht einsetzbaren Sammlung.

Zu diesem Zwecke habe ich einige genannt, die mehr oder wenigsie siernsthaft mal gemacht wurden.

Und da ich vsiegebens nach einsie Seite gesucht habe, wo man die entsprechenden Texte dsie Misfits finden kann - abgesehen von einem Buch und CDs, die man bei amazon kriegen kann, bat ich um Hilfe.

Ich sierinner mich noch an einen Sketch, bei dem sie jede Buchstabenkombination -er- durch -sie- siesetzten, so dass es Sieziehung hieß. Vielleicht sierinsiet sich jefraud daran.

Gruß Fritz

Lesetip: ‚Die Töchter Egalias‘
Hallo Fritz,

meiner Meinung nach ist „Die Töchter Egalias“, obwohl vor fast 30 Jahren erstmals erschienen, immer noch lesenswert - auch für Männer, denn es darf gelacht werden. Nach meiner Erinnerung lachen aber Frauen an anderen Stellen als Männer. Denen bleibt manchmal für 2 Sekunden das Lachen im Halse stecken, dann lachen sie umso lauter vor Erleichterung, daß ihre reale Welt doch nicht so ist.
Das Buch ist nicht nur ein bißchen in feministischer Sprache geschrieben, sondern sie ist so konsequent angewandt, daß auch eine Feministin den einen oder anderen Satz zweimal lesen muß.
So einen z.B. (aus einer Rezension*):

Er und seine Freunde haben stets das Los von Herrlein Uglemose vor Augen, einem ihrer Lehrerinnen, den niemand ernst nimmt.

So klingt das, wenn die Pluralform vermeintlich für beide Geschlechter gelten soll! :wink:

Und dann geht es eben auch nicht nur um Sprache, das ganze Leben ist anders -
schließlich herrfrauscht in Egalia das Matriarchat!

Für Kristoffer, der gerne Bauingenieurin geworden wäre, bedeutet das dritte Kind wieder auf Jahre hinaus 24 Stunden am Tag beschäftigt zu sein. Umso glücklicher ist er insgeheim, daß sich Sohn Petronius der neu erwachten Maskulinistenbewegung anschließt. Freilich haben es diese Männer nicht leicht, da sie sich nicht mal in Kneipen treffen können, ohne von den Frauen betatscht und mit anzüglichen Bemerkungen belästigt zu werden. Spektakuläre erste Aktionen wie PH-Verbrennungen führen zu ambivalentem Medienecho, da den Männern oft unterstellt wird, sie seien frustriert und voll Frauenhaß. Anfangs unterstützte Gro, die Petronius ein Vaterschaftspatronat und damit eine gesicherte Existenz anbot, die Maskulinisten. Als er sich jedoch gar nicht über ihre Schwangerschaft freut, verprügelt sie ihn, „aus Liebe“. Er flüchtet zu seinem Vater, der ihm den angeblichen Sturz nicht abnimmt und von den Tiefen der Ehe mit Direktorin Bram erzählt. Petronius schreibt schließlich das Buch „Die Söhne der Demokratie“, das die Frauen als amüsante bis abstruse Vision eines Patriarchats betrachten.

*beide Zitate aus:
http://www.ceiberweiber.at/news/egalia.htm

Auf einen Blick weitere Rezensionen:
http://www.gerald-gradl.de/buecher/egalia/body_egali…

Ich sierinner mich noch an einen Sketch, bei dem sie jede
Buchstabenkombination -er- durch -sie- siesetzten, so dass es
Sieziehung hieß. Vielleicht sierinsiet sich jefraud daran.

Ich bin nicht sicher, ob bei den „Töchtern“ die Er/Siesetzung angewandt wird und ich wüßte auch nicht, wo es die Sketche der Mis s fits (sic!) im Netz geben könnte, aber das jefraud haben sie garantiert aus dem Buch, das damals so ziemlich alle Frauenbewegten und Efrauzipierten gelesen haben! :wink:

Gruß Gudrun

Feminispräch von Gsielinde Geisiemeisie

Und da ich vsiegebens nach einsie Seite gesucht habe, wo man
die entsprechenden Texte dsie Misfits finden kann - abgesehen
von einem Buch und CDs, die man bei amazon kriegen kann, bat
ich um Hilfe.

Ich sierinner mich noch an einen Sketch, bei dem sie jede
Buchstabenkombination -er- durch -sie- siesetzten, so dass es
Sieziehung hieß. Vielleicht sierinsiet sich jefraud daran.

Weil Du es bist, habe ich ein bißchen gegoogelt:

http://andreasrenz.bluehash.de/infos/figuren/feminis…

Absie ob sich das für eine siensthafte Auseinandsiesetzung eignet? :wink:

Gruß Gudrun

Hallo Datafox,

Frau im Haus.

Es müßte „die Herrin im Hause“ heißen.

d’accord, die „Hausfrau“ ist ja nicht das weibliche Pendant zum Hausherrn,
sondern zum „Hausmann“
Wie heißt eigentlich ein weiblicher Zimmermann?
„Zimmerfrau“, „Zimmerdame“, „Zimmerfräulein“ sind ja bedeutungsmäßig schon anderweitig besetzt
„Zimmermännin“ ? (autsch, das schmerzt)
Und warum heißt ein weiblicher Zaub_erer_ eigentlich nicht Zaub_siesie_ ?

Fragen über Fragen …

Gruß, Michl

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Hallo Fritz,
da es dias Paar Dame und Herr, bzw. Mann und Frau gibt müßte es doch konsequenterweise

Sie ist dann nicht der Herr im Bundeskanzleramt, sondern die
Frau Dame im Bundeskanzlerinamt.

Logischerweise wird man dann sagen, sie ist die Frau Dame im
Haus
.

Und vielleicht ist die Regierung Frau Dame der Lage!

heißen, oder?!

Gandalf

Hallo Fritz,

also im moment ist Frau Merkel ja noch Bundeskanzlerinkandidatin Und nicht etwa, wie viele behaupten, Bundeskanzlerkandidatin, das würde nämlich bedeuten, dass sie sich, nach erfolgreicher Wahl, einer Geschlechtsumwandlung unterziehen wollen würde.
Sollte sie die Wahl gewinnen, dann muss sie als nächstes ja ihre Regierungsfrauschaft vorstellen (ganz ausgebuffte könnten sogar behaupten es müsse Reginaierungsfrauschaft heissen), denn bisher ist das ganze ja noch ein Einfraubetrieb.
Semantisch/etymologisch ist mir nicht ganz klar, ob sie dann, wegen ihrer neuen Position, bei sich zu Hause die Röcke anhat , oder nicht doch eher die altgedienten Hosen. Auf jeden Fall wäre es jedoch eine frauliche Zeit für die CDU, immerhin ist Angela dann die erste Frauscherin Deutschlands, wenn man so will.
Ein Gerücht ist es jedoch, dass das Kanzlerinnenamt aus Sicherheitsbedenken fraumetisch abgeschirmt werden soll (weshalb dieser Begriff auch nicht fettgedruckt ist).
Begründeter sind da schon die Bedenken, dass die neue Kanzlerin aussenpolitisch von ihren die dicke Frau markieren könnte und sich wie die Elefantin im Porzellanladen benehmen könnte. Aber auch bei ihr wird die BRD ein zuverlässiger Partner sein, denn man weiss ja: Eine Frau - ein Wörterbuch Wort.
Da wir keine Wiederwahlbeschränkung haben, bleibt sie ja vielleicht sogar Kanzlerin, bis sie eines Tages die Sensenfrau holt.

In diesem Sinne,

Anwar

PS: Letztens bei einer (Single) Freundin entdeckt:
_ Mann oder Hund?
Die Frage ist doch: Lasse ich mir nur meinen Teppich versauen, oder mein ganzes Leben?_

Korrektur nach Christopher/Gandalf (sonst gleich)
Hallo Fritz,

also im moment ist Frau Merkel ja noch
Bundeskanzlerinkandidatin Und nicht etwa, wie viele
behaupten, Bundeskanzlerkandidatin, das würde nämlich
bedeuten, dass sie sich, nach erfolgreicher Wahl, einer
Geschlechtsumwandlung unterziehen wollen würde.
Sollte sie die Wahl gewinnen, dann muss sie als nächstes ja
ihre Regierungsfrauschaft vorstellen (ganz ausgebuffte
könnten sogar behaupten es müsse
Reginaierungsfrauschaft heissen), denn bisher ist das
ganze ja noch ein Einfraubetrieb.
Semantisch/etymologisch ist mir nicht ganz klar, ob sie dann,
wegen ihrer neuen Position, bei sich zu Hause die Röcke
anhat
, oder nicht doch eher die altgedienten Hosen. Auf
jeden Fall wäre es jedoch eine damliche Zeit für die
CDU, immerhin ist Angela dann die erste Damscherin
Deutschlands, wenn man so will.
Ein Gerücht ist es jedoch, dass das Kanzlerinnenamt aus
Sicherheitsbedenken dametisch abgeschirmt werden soll
(weshalb dieser Begriff auch nicht fettgedruckt ist).
Begründeter sind da schon die Bedenken, dass die neue
Kanzlerin aussenpolitisch von ihren die dicke Frau
markieren könnte und sich wie die Elefantin im
Porzellanladen
benehmen könnte. Aber auch bei ihr wird die
BRD ein zuverlässiger Partner sein, denn man weiss ja:Eine
Frau - ein Wörterbuch Wort
.
Da wir keine Wiederwahlbeschränkung haben, bleibt sie ja
vielleicht sogar Kanzlerin, bis sie eines Tages die
Sensenfrau holt.

In diesem Sinne,

Anwar

PS: Letztens bei einer (Single) Freundin entdeckt:
_ Mann oder Hund?
Die Frage ist doch: Lasse ich mir nur meinen Teppich versauen,
oder mein ganzes Leben?_

Danke, Gudrun,

wirklich vielen Dank! Aber nachdem du mich darauf aufmerksam gemacht hattest, dass die beiden Kabarettistinnen nicht „Misfits“, sondern „Missfits“ heißen, war ich selber schon fündig.

„Die Töchter Egalias“ habe ich in den 90ern, als ich nach Konstanz, dem ehemaligen Wirkungsort der Frau Pusch kam, angelesen, aber nicht beendet, weil mann, wenn mann die Machart erkannt hat, einfach etwas gelangweilt wird.

Erst kürzlich, angestoßen durch einige Diskussionen hier, las ich noch einmal Frau Puschs Besprechung. Dabei musste ich wieder über ihre sehr spaßige Einleitung grinsen. Die norwegische Autorin heißt ja „Gerd Brantenberg“. Weil frau aber in Deutschland nicht voraussetzen konnte, dass mensch weiß, dass Gerd im Norwegischen ein Frauenname ist, so trug das Buch als Autorinnenname „G. Brantenberg“.

Das sollte verhindern, dass potentielle Käuferinnen dächten: „Schon wieder ein Mann, der …“ und das Buch nicht kauften.

Nochmals Danke!

Fritz

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