Neuer 2000-Euro-PC mit baulichen Mängeln - Deine Meinung?

Danke für die Recherchen!

Der Händler hatte mir alternativ auch einen intel-Prozessor mit “i5-14400F / 10 x 1,8 Ghz bis 4,70 Ghz” mit “F” am Ende angeboten - der hatte gar keine Grafik, sollte aber 20 Prozent schneller sein (und laut KI evtl heißer laufen und mehr Lärm verursachen). Der Händler meinte auch, er persönlich für sich würde das intel-System nehmen.Es kostete ca 40 Euro mehr als das AMD-System.

Zwar sind mir schon mehrere HDDs, aber noch keine Grafikkarten kaputtgegangen. Trotzdem war der Gedanke, dass ich die Onboard-Grafik des bestellten Systems als Reserve habe (und zwar 3 Anschlüsse für meine 3 Monitore) sehr angenehm. Allerdings habe ich nicht bedacht, dass es andere Buchsen als bei der separaten Grafikkarte sind. Ich bin gern totalversichert gegen Ausfälle, deshalb hatte ich die letzten 20 Jahre RAID 1. Dieses jetzt bestellte System sollte überdies besonders kühl und ruhig laufen. Es kommt wirklich nicht auf Hi-End und Tempo an, sondern auf Ruhe und Dauerhaftigkeit und wenig Abhängigkeit von Technikern etc.

Mir gehts genauso. Seit mer als 30 Jahren baue ich mir meine PCs selbst zusammen. Grafikkarten haben ich alle paar Jahre ausgetauscht, um leistungsfähigere zu verbauen. Festplatten sind früher regelmäßig gestorben. SSDs halten solange, bis ich sie gegen Produkte mit mehr Speicher und höherer Geschwindigkeit tausche.

Aus diesem Grunde halte ich

diesen Gedanken für unsinnig. Zumal

dieses Mainboard nur zwei Anschlüsse bietet: einen HDMI und einen Displayport.

Nebenfrage, die für das eigentliche Thema völlig unwichtig ist:

Datensicherung extern machst Du doch sicher zusätzlich? Denn das Raid schützt ja „nur“ vor den Folgen des Ausfalls einer einzelnen Festplatte. Gegen Verluste durch Viren, Phishing, Brand, Diebstahl schützt es nicht. Und hast Du einen zweiten Raid-Adapter herumliegen. :wink:
Aber wie gesagt, dieses Thema ist nur Nebengeplänkel.

Danke für Deinen Input.

Mir ist mindestens einmal im RAID eine Festplatte gestorben. Da konnte ich entspannt den Händler anrufen, der bei mir zuhause eine neue einbaute. Einmal ist mir auch eine Festplatte ohne Cloud gestorben, und der externe Sicherungsdatenträger erwies sich als kaputt, das war weniger entspannt. Seither: RAID.

Natürlich habe ich eine externe USB-Platte, und zwar mit: RAID (WD Duo). Und Clouds fürs Wichtigste.

Vielen Dank für den Hinweis, dass die Hauptplatine nur 2 Grafikausgänge hat. Der Prozessor kann 3x Grafik liefern, aber die Platine nur 2x. Der Händler wusste sehr gut, dass ich DREIMAL brauche und kannte die schon lange vorhandenen 3 Monitore beim Namen. Das ist ein schönes weiteres Argument für den Widerruf und ein Argument gegen weiteres Verbleiben bei diesem Händler, der offensichtlich nicht weiß, was er tut.

Freilich ist nicht völlig klar, welche Platine tatsächlich verbaut wurde. Die Auftragsbestätigung nennt keine Platine; aber es lag eine Schachtel voller Kleinteile dabei, die mit dem Namen dieser von mir genannten Platine Gigabyte B550M K beschriftet war; daraus schließe ich, dass diese Platine im Rechner steckt.

Zumindest das Anschlussfeld passt zum von Dir genannten Mainboard. Es ist also recht wahrscheinlich, daß auch dieses verbaut wurde.

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Je nach Version kann ein Display Port bis zu 4 Monitore bedienen. Eventuell mit eingeschränkter auflösung.

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Hallo zusammen, Danke nochmal für alle Beiträge! Ich habe dem Händler jetzt einen Widerruf geschickt und dank Eurer Kommentare eine fachgerechte Problembeschreibung samt den hier gezeigten Fotos dazugeliefert. Ich liefere hier ein Update, sobald ich das Geld auf dem Konto habe.

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Hallo, der PC-Händler rief jetzt an und sagte:

Der Schaden sei durch den Transport gekommen. Bei DHL könne das Paket aus bis zu 12 m Höhe herunterknallen und werde weitertransportiert. Dies passiere ihm 1-2mal im Jahr bei „mehreren 100“ PCs. Er wäre ja schön doof, so schlecht montierte Geräte an kritische Kunden zu schicken. (Ich für mich: Der äußere Karton zeigt keinerlei markante Sturzspuren, er sieht sehr ordentlich aus. Innen deutete auch nichts auf Sturz hin, höchstens dass der Rechner ziemlich fest in den Styropor-Formteilen steckte. Laut KI sind Stürze aus 0,8 – 2,5 m bekannt, andere Höhen sehr unwahrscheinlich.)

Der Händler schickte mir ein Foto der PC-Rückseite aus der Montage. Dort sieht für mich alles ordentlich aus, nicht verzogen wie auf de Bildern nach dem Auspacken bei mir. Ich zeige hier nur einen Foto-Ausschnitt „Beim Händler; bei mir“; leider nicht größer möglich; ich will nicht das ganze Bild posten. Das Foto des Händlers zeigt klar MEIN Gerät: es hat die selben 2 Seriennummern wie das Gerät bei mir und auch die selbe Konfiguration mit Grafikausgängen im i/o-Blech sowie separat unten.

Der Händler sagte, der Rechner laufe nach Montage durch ein Testprogramm, aber es gebe keinen 24h-Test.

Der Händler will den PC abholen lasen, nachbessern und auch das Board austauschen. Er erwähnte mögliche Mikrorisse. Er will auch Gehäuse austauschen, soweit ich ihn verstand. Er meinte, ich habe kein Recht zum Widerruf, weil es ein individuelles Produkt sei.

Er bekannte, dass dieses Board nur 2 statt der von mir gewünschten 3 Onboard-Grafik-Ausgänge habe. Das sei wohl ein Missverständnis. Er werde mir bei der Reparatur ein Board mit wirklich DREI Onboard-Grafik-Ausgängen einbauen, ohne weitere Berechnung. (Ich weiß nicht welches.)

Dann noch einiges über Neuwagen mit platzenden Scheiben, wo er auch nicht den ganzen Wagen retourniert habe; und andere Situationen, wo wegen eines Teil-Mangels nicht das vollständige Produkt retourniert wurde.

Ich zu ihm zum Schluss: Ich brauche 24h Bedenkzeit und melde mich wieder.

Ich für mich: Mir tut der Mann leid. Ich tu mir auch leid. Ich bin konfliktscheu. Ich will den Rechner eigentlich nicht behalten. Ich habe auf mehreren anderen Feldern kompliziertes, belastendes Zeugs um die Ohren.

:sun_with_face::cloud_with_rain:

Zitat aus dem Widerrufs-PDF des Händlers:

"Sie haben das Recht, binnen vierzehn Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag zu widerrufen…

Das Widerrufsrecht besteht nicht bei der Lieferung von

a) Waren, die nicht vorgefertigt sind und für deren Herstellung eine individuelle Auswahl oder Bestimmung durch Sie maßgeblich ist,

b) Waren, die eindeutig auf Ihre persönlichen Bedürfnisse zugeschnitten sind ((das war ein Standard-Modell, das aber für mich speziell gewählte Komponenten hatte, außerhalb der Online-Konfiguration))

Sie tragen die unmittelbaren Kosten der Rücksendung der Waren. Hiervon abweichend tragen wir bei paketversandfähiger Ware die Kosten der Rücksendung, wenn Sie für die Rücksendung den beigefügten Rücksendeschein nutzen oder wenn Sie – sollte ein Rücksendeschein nicht beigefügt sein – den von uns auf Anforderung zur Verfügung gestellten Rücksendeschein verwenden." ((Lag kein Rücksendeschein bei; Fettungen in Zitaten von mir))

Nachtrag zum Vorhergehenden:

Ich halte das für nachvollziehbar. Es sieht so aus, als ob der gesamte Schnittstellenblock verschoben sei.

Diese Formteile federn halt kaum.

Das hört sich seriös und korrekt an.

Auf Grund der tatsächlichen individuellen Anfertigung halte ich es für richtig, dass dir kein Widerrufsrecht zusteht.

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Nein, das habe ich weiter oben geschrieben, und ich habe es auch vorhergesagt, dass der Händler damit ankommen könnte.

Ein Beispiel: Gerichtsurteil - Hardware-Upgrade und Widerruf: Was zählt als Maßanfertigung? - Politik - SZ.de

und noch eins:

Dennoch!

Bei so viel Entgegenkommen, auch unter dem Aspekt

würde ich ihn tatsächlich nachbessern lassen!

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Ich hätte jedoch erwartet, dass ein Online-Computerhändler weiß, wie er seine Ware ordentlich zu verpacken hat. :flushed_face:

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Aus den Urteilen:

„Der schnellere Prozessor, das wertigere Gehäuse und der größere Speicher seien allesamt mit wenigen Klicks ausgewählt worden. Somit sei das Gerät keine individuelle Anfertigung, sondern bloß ein innerhalb eines vorgegebenen Rahmens zusammengestelltes Produkt“

„Die Beklagte vertreibt im Wege des Versandhandels Personalcomputer, die im Baukastensystem nach den Wünschen des Kunden ausgestattet und konfiguriert werden („built-to-order“).“

„Maßgebend dafür sei, ob die Rücknahme der gelieferten Ware für den Unternehmer unzumutbar sei. (…) Jedoch bestehe für die Beklagte die Möglichkeit einer wirtschaftlich tragbaren Verwertung des Notebooks, weil dieses aus Standardbauteilen zusammengesetzt worden sei, die ohne größeren Aufwand getrennt und anderweitig verwendet werden könnten.“

Es kommt auf den Einzelfall an. Hier war es ganz sicher kein Baukastensystem und ob der Händler diese unter recht speziellen Bedingungen ausgesuchten Bauteile wirklich zumutbar verwerten kann, mag ich nicht abschließend beurteilen - bezweifele das aber.

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Ich auch! Allerdings habe ich auch schon mal ein sehr schweres Buch (Weltatlas) von einem Verlag in einer dünnen Verpackung bekommen (natürlich mit kräftigen Dellen), so dass ich mich gefragt habe, ob die Mitarbeiter irgend eine Vorstellung davon haben, was ein Buch ist….

Das leider sowieso. :sweat_smile: Lieblingsspruch des rechtswissenschaftlichen Lehrstuhls meiner Uni: „es kommt darauf an“. Bei einem Notebook ist es noch komplizierter (da zum Teil Bauteile mit speziellen Maßen) als beim PC, aber beim PC bin ich mir sicher, dass alles getrennt verwertet werden kann. Auch wenn es hieß

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Hallo zusammen, kurze Rückblende:

1.ich hatte ja dem Händler einen ersten Widerruf geschickt

2. anschließend nochmal ein Palaver am Telefon, wie oben geschildert, er wollte unbedingt nachbessern statt zurücknehmen

Und dann:

3. Am nächsten Morgen habe ich noch einen knappen Widerruf ohne Diskussion geschickt mit dem Hinweis, dass ich mich endgültig gegen das Gerät entschieden habe:

"Guten Tag Herr XY,

es bleibt dabei: Ich widerrufe den mit Ihnen geschlossenen Kaufvertrag über den Desktop-Rechner vom 10.5.2026 fristgerecht innerhalb der gesetzlichen Frist. Die Lieferung ist am 15.05.2026 bei mir eingetroffen. Das gesetzliche Widerrufsrecht gilt auch für kundenspezifisch konfigurierte PCs aus Standard-Bauteilen.

Ich bitte Sie, mir den bereits gezahlten Kaufpreis in Höhe von ABCD Euro unverzüglich auf folgendes Konto zu erstatten (wie bereits von mir verwendet):

· Inhaber:

· IBAN:

· BIC:

· Bank:

Bitte bestätigen Sie mir den Erhalt dieses Widerrufs kurz per E-Mail.

Bitte schicken Sie mir per Mail eine Retourenmarke als PDF für DHL (Drucker vorhanden). Das Verpackungsmaterial für den Rückversand ist noch vollständig und in bestem Zustand vorhanden.

Ich schätze Ihre geduldige und sehr persönliche Beratung, aber ich habe mich endgültig gegen diesen Rechner entschieden.

Schöne Grüße,

Henrik Meier"

Und dann:

4. Fünf Stunden später kam vom Händler:

"Guten Tag Henrik Meier,

hiermit bestätige ich Ihnen den Widerruf der Bestellung 1234 vom 10.05.26. Bitte senden Sie die Ware zeitnah an uns zurück. Die Rückzahlung der Kaufsumme erfolgt per Banküberweisung, nach dem die Ware bei uns eingegangen ist. Zur Rücksendung erhalten Sie in Kürze ein Retoure-Label per E-Mail, bitte verwenden Sie dieses für den Rückversand."

Mit freundlichem Gruß"

Auf das Retourenlabel warte ich seit 5 Stunden. Den zurückzuschickenden PC habe ich von allen Seiten fotografiert (oder macht man ein Rundum-Video, wie beim Mietwagen?). Der Rechner war schon gut gepolstert beim Erhalt, und ich werde noch etwas mehr Knautschpapier zwischen Innen- und Außenkarton stecken.

Falls es beim Rücksenden noch was zu beachten gibt, sagt gern Bescheid.

Hallo, hier das Neueste mit Überblick:

1. So, 10.5. – ich bestelle für mich konfigurierten PC

2. Fr, 15.5. – PC trifft ein, Mängel sofort klar (s.o.)

3. So, 17.5. – ich maile Widerruf, will retournieren und Geld zurück, kein Nachbessern

4. Mo, 18.5. – langes Telefonpalaver mit Händler

5. Di, 19.5., 11:50 – ich widerrufe erneut per Mail, lehne Nachbessern ab

6. Di, 19.5., 14::30 – Händler bestätigt per Mail den Widerruf, die Rückzahlung „erfolgt per Banküberweisung, nach dem die Ware bei uns eingegangen ist. Zur Rücksendung erhalten Sie in Kürze ein Retoure-Label per E-Mail

7. Mi, 20.5., 12:40 Händler schickt kein Retoure-Label, sondern: „die Versicherung verlangt Bilder von der Außenverpackung vor dem auspacken“. Nach kurzem Mail-Wechsel verstehe ich: Er will Bilder vom aktuellen Karton bei mir, verkleinert auf 850 Pixel, ca 150 KB (wäre mir zu klein).

8. Mi, 20.5., 15:00 – ich schicke 9 Bilder des Kartons von allen Seiten, auch innen, wie gewünscht verkleinert mit Hinweis, dass die größeren Originale noch da sind

9. Do, 21.5., 7:00 – NEU – noch immer kein Retoure-Label vom Händler, mein Geld und Platz in der Wohnung sind blockiert

Hallo zusammen, Update: ich habe ein Retourenlabel erhalten.

Auf Retourenlabel als Absender angegeben:

Nicht ich, sondern der mir bekannte Firmensitz des Händlers

Als Empfänger angegeben:

Nicht der Händler, sondern ein weit entfernter PC-Distributor (der das Paket wohl auch verschickt hatte)

Ich bin kein Anwalt, daher hier nur meine Meinung:
Widerruf ist doch, wenn ich ohne Angabe von Gründen den gekauften Artikel zurückgeben möchte. Das hat mit einer Gewährleistung wegen Mängeln nichts zu tun.
Wenn der Händler den Widerruf akzeptiert hat, kann er keine weiteren Gründe oder Beweise einfordern.

Aber sicher gibt es hier Leute, die sich damit besser auskennen.
Grüße
Dirk

hi,

also dafür, dass du keinen Streit willst und zumindest scheinbar einen größeren Aufwand hattest deine Wünsche unmissverständlich an den Mann zu bekommen (beispielsweise die unbedingte doppelte Absicherung der 3 Monitoranschlüsse) artet das doch sehr aus.

Du bist zwar ein Kunde, aber aktuell einer, der Geld kostet.
Dass du dann eben nicht nach 5 Minuten das Label in der Post hast, ist doch kein Weltuntergang.
Dass sich der Händler Beweise sichern möchte um zumindest einen Teil der Kosten vom Versender zurück zu holen ist doch auch verständlich.
Sonst wäre nicht nur die Zeit am Telefon vergebens, sondern das eingesetzte Material gleich mit.

Schon allein die Aufregung, die man abseits der Beschädigungen aus den Texten heraus liest, wäre mir viel zu viel.

aber jeder wie er denkt.

Wirklich interessant wäre: hast du denn irgendwelche Beschädigungen an der Verpackung gefunden, die dir vorher nicht aufgefallen sind?
So ganz von schlechten Eltern kann der Stoß ja nicht gewesen sein.

grüße
lipi

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Ich habe praktisch keine Schäden gesehen. Ein paar winzige Dellen außen, von denen auf der Innenseite nichts mehr zu sehen war. Der Händler meinte, meine Fotos hätten ihm sehr geholfen. Ich kriege öfter Getränke in Glasflaschen per DHL, da ist auch noch nie was kaputt gegangen.