Ich frage mich, ab wann es ökologisch sinnvoll ist ein neues Auto zu kaufen, das etwas sparsamer ist und weniger Dreck macht - obwohl das alte auch noch jahrelang fahren würde. Die Industrie wird natürlich geren neue Autos los, aber wie viel muss man z.B.: pro Jahr fahren, damit es ökologisch sinnvoll sein kann ein 10 Jahre altes Auto, das noch in ganz guten Zustand ist zum Schrott zu bringen?
Hallo Stefan,
die Herstellung eines neuen Autos und die Verschrottung eines alten PKW kosten sehr viel Energie, Rohstoffe…
Wenn man das einrechnet ist es meist sinnvoller ein altes Auto zu behalten.
Die Kraftstoffersparnis ist meist sehr gering (der Motor ist evtl. sparsamer aber das Gewicht der meisten neuen Autos viel hoeher was den Verbrauch wieder ausgleicht).
Auch in puncto Luftwiederstand hat sich nicht viel getan: Opel wirbt bei dem neuen Insignia damit dass er mit 0,27 den niedrigsten cW-Wert seiner Klasse hat - mein Opel Omega A (ab Bj 1986) ist nur 10 cm schmaeler und 5 cm tiefer und hat einen cW-Wert von 0,28… was auch relevant fuer den Verbrauch ist.
Wenn man oekologisch Autofahren moechte kann man sein altes Auto mit einer LPG-Gasanlage nachruesten lassen was viel umweltfreundlicher ist als die meisten neuen Autos mit herkoemmlichen Treibstoff.
Das Gerede neue Autos fuer den Umweltschutz zu kaufen ist nur Marketing der Industrie welche von der Politik unterstuetzt wird.
Gruss
Desperado
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Hi,
die Herstellung eines neuen Autos und die Verschrottung eines
alten PKW kosten sehr viel Energie, Rohstoffe…
Die bei der Verschrottung zurück gewonnen werden, zumindest teilweise.
Wenn man das einrechnet ist es meist sinnvoller ein altes Auto
zu behalten.
Das hängt immer auch vom Zustand und z.B. der Kilometerleistung des alten Autos ab.
Auch sollte man bedenken, dass in naher Zukunft möglicherweise größere Reparaturen auf einen zukommen können wie etwa Kupplung, Zahnriemen, Bremsen, Auspuff usw.
Wenn das alles schon gemacht wurde und turnusmäßig nichts weiter ansteht, kann man dann weiter sehen.
Die Kraftstoffersparnis ist meist sehr gering (der Motor ist
evtl. sparsamer aber das Gewicht der meisten neuen Autos viel
hoeher was den Verbrauch wieder ausgleicht).
Das ist teilweise richtig, allerdings ist die Abgasreinigung bei aktuellen Fahrzeugen erheblich effektiver als bei alten.
Auch in puncto Luftwiederstand hat sich nicht viel getan: Opel
wirbt bei dem neuen Insignia damit dass er mit 0,27 den
niedrigsten cW-Wert seiner Klasse hat - mein Opel Omega A (ab
Bj 1986) ist nur 10 cm schmaeler und 5 cm tiefer und hat einen
cW-Wert von 0,28… was auch relevant fuer den Verbrauch ist.
Relevant für den Verbrauch ist der Luftwiderstand.
Zitat aus Wikipedia:
„Anzumerken ist, dass über den cw-Wert alleine keine Aussage über den Luftwiderstand eines KFZ getroffen werden kann. Hierzu ist zusätzlich die Angabe der Stirnfläche notwendig, worauf die Hersteller üblicherweise jedoch verzichten.“
http://de.wikipedia.org/wiki/Cw-wert
Wenn man oekologisch Autofahren moechte kann man sein altes
Auto mit einer LPG-Gasanlage nachruesten lassen was viel
umweltfreundlicher ist als die meisten neuen Autos mit
herkoemmlichen Treibstoff.
Nun ja. Autogas wird aus Erdöl hergestellt. Eine Nachrüstmöglichkeit für Erdgas ist mir derzeit nicht bekannt.
Hinzu kommt, dass die Nachrüstung mit etwa 2500 Euro oder mehr, je nach Fz, zu Buche schlägt, was bei einem alten Fz wahrscheinlich eher unwirtschaftlich ist.
Das Gerede neue Autos fuer den Umweltschutz zu kaufen ist nur
Marketing der Industrie welche von der Politik unterstuetzt
wird.
Das ist Stammtisch.
WoDi
Moien
Ganz pauschal würde ich das nicht beantworten: Es hängt davon ab welches alte Auto man gegen welches neue tauscht.
Der einfachste Weg was für die Umwelt zu tun ist nicht fahren. Und wenn es sein muss, dann wenigstens spritsparend.
Beim meinem letzten Gebrauchten hat der Bordrechner beim Kauf einen Durchschnitt von 5.8l angezeigt. Ich komm inzwischen auf
Hallo!
Das kommt, wie bereits gesagt worden ist, sehr stark auf die Modelle an, welche man vergleicht.
Den beschriebenen ´86er Omega gegen einen ´08er Insignia auszutauschen, dürfte in jedem Fall ein Vorteil (wenn auch ein wohl eher geringer) sein, denn das Abgasverhalten eines so alten Autos ist schon deutlich schlechter als bei einem modernen Euro 5 Modell.
Was aktuell Trend und wirklich sinnvoll ist, ist der Austausch eines alten großen gegen ein neues kleineres Auto.
Würde o.g. Omega gegen einen Astra ausgetauscht, sieht die Sache schon besser aus.
Von Fiat wiß ich, dass eine interessante Zahl älterer Herrschaften in den letzten Monaten alte Omegas, E-Klassen und ähnliche Modelle für einen 500 oder Punto in Zahlung gegeben haben.
Das macht dann auch Sinn.
Einen 5 Jahre alten Benziner gegen einen neuen Diesel derselben Fahrzeugklasse einzutauschen, würde die umweltfreundlichkeit hingegen höchstwahrscheinlich stark verschlechtern.
Es kommt also immer auf den genauen Vergleich an…
Gruss,
M.
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Hallo,
Ich würde geren weg kommen von so pauschalen Einschätzungen und den Herstellungsauwand eines Neufahrzeugs mal genauso berechnet wissen, wie den Verbrauch:
Wie viel ein Auto etwa verbraucht und wieviel Dreck das umgerechnet etwa macht, dafür gibt es ja Zahlen. Dann wird einem gerne etwas gesagt in der Art der Neue braucht nur noch 5,7 / 100km und wenn ich vorher 7Liter brauchte und weiß wie viel ich pro Jahr fahre kann ich mir die Spritersparnis ausrechnen.
Wo aber finde ich den Energieaufwand und zugehörige Daten für die Herstellung eines Autos gerechnet (gerne inklusive Abzug beim Recyteling des Altwagens). Für alles Mögliche gibt es „Ökobilanzen“ die sagen wie lange ich etwas sparsames Neues nutzen muss, um auch seinen Herstellungsaufwand hereinzuholen. Wo kann ich so etwas für Autos nachlesen?
MfG Stefano
Hallo Wodi,
Die bei der Verschrottung zurück gewonnen werden, zumindest
teilweise.
Wenn das alte Auto denn verschrottet wird: In den meisten Faellen wird es in aermere Laender exportiert werden und dort die Umwelt verschmutzen. Ein altes Auto mehr auf dem Markt sorgt naemlich fuer niedrigere Preise was mehr Menschen ermoeglicht ein Auto zu kaufen und deshalb auch fuer mehr Autos auf der Welt sorgt und somit auch fuer mehr Verschmutzung. (Oft wird sogar der Katalysator wegen des enthaltenen Platin ausgebaut) Im Klartext: Wer sich ein neues Auto kauft und sein altes abgibt sorgt fuer ein Auto mehr auf der Welt und schadet der Umwelt.
Das hängt immer auch vom Zustand und z.B. der
Kilometerleistung des alten Autos ab.
Auch sollte man bedenken, dass in naher Zukunft möglicherweise
größere Reparaturen auf einen zukommen können wie etwa
Kupplung, Zahnriemen, Bremsen, Auspuff usw.
Wenn das alles schon gemacht wurde und turnusmäßig nichts
weiter ansteht, kann man dann weiter sehen.
Es ging hier nur um den Umweltaspekt, oekonomisch ist ein altes Auto in den meisten Faellen sinnvoller.
Nun ja. Autogas wird aus Erdöl hergestellt. Eine
Nachrüstmöglichkeit für Erdgas ist mir derzeit nicht bekannt.
Hinzu kommt, dass die Nachrüstung mit etwa 2500 Euro oder
mehr, je nach Fz, zu Buche schlägt, was bei einem alten Fz
wahrscheinlich eher unwirtschaftlich ist.
Man kann auch Autos auf Erdgas nachruesten was aber meist unwirtschaftlich ist. Autogas wird zwar aus Erdoel hergestellt aber ist trotzdem sauberer in der Verbrennung. Die Umruestungskosten haengen vom Auto, der Werkstatt und dem Land ab. Fuer mein altes Auto habe ich ein Umruestungsangebot aus Polen fuer ca. 500 Euro bekommen (exklusive Tuev-Eintrag in Deutschland).
Das Gerede neue Autos fuer den Umweltschutz zu kaufen ist nur
Marketing der Industrie welche von der Politik unterstuetzt
wird.Das ist Stammtisch.
Das ist ein tolles Argument…
Gruss
Desperado
Hallo
Ein Auto (PKW in Privathand) wird heute von den Herstellern mit ca 200.000km Lebenserwartung veranschlagt bis es außer betrieb gesetzt wird (Ausgenommen Vertreterfahrzeuge mit Jahresfahrleistungen jenseits der 100.000km). Legt man die Emissionen dieses Fahrzeugs währen der ganzen Laufzeit, einschließlich der Produktion zu Grunde entstehen etwas 1/3 aller Emissionen währen der Produktion (Vor allem Energieverbrauch bei der Metallverhüttung). Es ist also immer Sinnvoll ein Auto lange zu fahren. Auch wenn uns die Politik immer versichern will, es wäre eine Umweltsünde einen „Stinker“ zu fahren. Ein neues Auto zu produzieren verbraucht mehr Energie (und kostet mehr) als ein altes zu behalten. Dies wird uns vor allem mit Nachdruck durch die steigenden KFZ-Steuertarife für die alten Abgasnormen unter die Nase gerieben. In Wirklichkeit sind das verdeckte Subventionen des Staates für die Autoindustrie. Immerhin gibt es in der EU Länder die keine KFZ-Steuer erheben.
Ob man sich nun ein neues Auto kauft oder nicht hängt natürlich auch immer davon ob, ob man ein neues Auto aus EGO Gründen als Schwanzverlängerung braucht oder ob man unbedingt das neue Modell haben muß, weil das alte nicht mehr standesgemäß ist. Auch haben neue Autos in der Regel höher Sicherheitsstandards und mehr Komfortausstattung als alte, aber das muß jeder individuell für sich beurteilen. Aus Kosten und Umweltschutzgründen sollte man ein Auto so lange fahren, bis es aufgrund von Reparaturen wirtschaftlich nicht mehr rentabel ist. Alte Autos sind, im Gegensatz zu neuen, in der Regel bezahlt, was von den Kosten her auch positiv zu Buch schlägt.
Autos die sich prinzipiell für Fahrten jenseits der 200.000km Marke eignen sind vor allem Fahrzeuge aus der Oberklasse und der oberen Mittelklasse (Mercedes, BMW, Saab, Volvo, große Japaner) da man dies für billiges Geld kaufen kann, oft vollausgestattet und Scheckheftgepflegt und diese Autos von den Reparaturen sehr überschaubar bleiben.
Horst
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Hi,
du wolltest also gar keine Antwort auf deine Frage bekommen, sondern nur deine Meinung bestätigt wissen?
Nun denn: ich bin nicht deiner Meinung.
WoDi
Hallo,
tja da sind die Daten im Netz sehr duenn gesaeht, denn die Industrie hellt damit gerne hinterm Berg, um vernichtende Diskusionen zu verhindern ( denn mit allem eingerechnt wuerde naehmlich ein Windkraftanlage nie auf eine positive Energiebilanz kommen).
Ich habe nur 2 Zahlen parat:
Primaeenergieverbauch fuer die Herstellung einer Tonne Baustahl
ca 1 MWh. Edelstaehle liegen da um einiges hoeher.
Wasserverbauch fuer die Herstellung eines PKW ca 40.000 l (incl. Stahlproduktion).
Tschau
Peter
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Hi Wodi,
wie jetzt? Meinst Du mich? Dann verstehe ich Dein Statement gerade nicht.
Welche Frage und welche Meinung?
Gruss
Desperado
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Vergiss es!
Hallo,
Ich würde geren weg kommen von so pauschalen Einschätzungen
und den Herstellungsauwand eines Neufahrzeugs mal genauso
berechnet wissen, wie den Verbrauch:
Wie viel ein Auto etwa verbraucht und wieviel Dreck das
umgerechnet etwa macht, dafür gibt es ja Zahlen. Dann wird
einem gerne etwas gesagt in der Art der Neue braucht nur noch
5,7 / 100km und wenn ich vorher 7Liter brauchte und weiß wie
viel ich pro Jahr fahre kann ich mir die Spritersparnis
ausrechnen.
Das kann man alles halbwegs nachvollziehen, selbst wenn hier meistens geschönt wird.
Wo aber finde ich den Energieaufwand und zugehörige Daten für
die Herstellung eines Autos gerechnet (gerne inklusive Abzug
beim Recyteling des Altwagens).
Nirgens. Da stecken so viele Unbekannte drin, dass solche Ergebnisse allenfalls die Meinung des Verfassers wiedergeben bzw. Modeerscheinungen sind.
Für alles Mögliche gibt es
„Ökobilanzen“ die sagen wie lange ich etwas sparsames Neues
nutzen muss, um auch seinen Herstellungsaufwand hereinzuholen.
Das sind Paradebeispiele für Vermutungen, die als Tatsachen verkauft werden wollen.
Wo kann ich so etwas für Autos nachlesen?
Wie gesagt, nirgends.
Gruss,
TR