Unter http://www.volxbibel.de ist ein neues Bibelübersetzungsprojekt gestartet worden. Hier soll die Bibel in Jugendsprache übersetzt werden. An diesem Projekt kann jeder teilnehmen. Also ran!
Hierzu folgender übernommene Klappentext des R.Brockhaus Verlag, Witten:
"So haben Sie die Bibel mit Sicherheit noch nicht gelesen: In diesem neuen, provozierenden Sprachexperiment liefert Martin Dreyer eine Übertragung mit Zündstoff: die Bibel in der Jugendsprache von heute. Dem Leser begegnen viele überraschende Formulierungen. Und manches aus dem Neuen Testament wird so geschildert, wie es heute gewesen sein könnte. Deswegen tauchen in dieser Bibel zum Beispiel auch Rollstühle und Mopeds auf.
Für Teens erschließt sich so ein völlig neuer Zugang, für alle anderen ergeben sich ebenfalls überraschende Blickwinkel. Neben dem komplett neu übertragenen Text des Neuen Testaments enthält das Buch auch Einblicke in die Autorenwerkstatt und ausführliche Hinweise auf „richtige“ Bibelausgaben.
Gleichzeitig ist diese Bibelübertragung auch ein Open-Source-Experiment. Der gesamte Text wird im Internet einzusehen sein. Jeder kann dann auf der Seite http://www.volxbibel.de seine eigenen Übersetzungsvorschläge positionieren, so dass dann nach einiger Zeit eine in diesem Sinn revidierte Ausgabe der Volxbibel erscheinen kann"
Auszug aus der website volxbibel.de:
„In der Volxbibel soll der „Open Source Gedanke“ von Linux und Vikipedia aufgegriffen und verwirklicht werden. Wer sich jetzt schon am Übertragen
der alten Worte in eine neue Sprache ausprobieren will, kann das im obigen vorläufigen Übersetzerforum tun. Alle Vorschläge werden ernst genommen und theologisch geprüft.“
Also: Dies ist KEIN „Wie übersetze ich die Bibel am genauesten und wortgetreuesten“-Wettbewerb, sondern es geht darum, die Bibel in einer eingängigen und unterhaltsamen Form für „Ersteinsteiger“ zu präsentieren, die bei Interesse dann bestimmt recht bald zu den „ernsten“ und „richtigen“ Übersetzungen wechseln werden. Ich bitte dies bei Kommentaren etc. zu berücksichtigen.
Eine rege Teilnahme an diesem Projekt würde ein Werk voranbringen, dass bisher literarisch (durch „richtige“ Übersetzungen) unerreichte Zielgruppen erschließen könnte.
Es ist einer der Rettungsversuche, ein untergehendes Schiff dadurch retten zu wollen, daß man von Bord springt
Weisheit kann nur von Weisen interpretiert werden, da es der Kirche genau an diesen mangelt, wird sie auch kein Kompromis zu vulgären Interpretationen retten können.
Es ist einer der Rettungsversuche, ein untergehendes Schiff
dadurch retten zu wollen, daß man von Bord springt
das ist aber eine komische einstellung die du da hast. warum denkst du so? als beispiel was aus israel: dort lernen die schüler wie man das antike hebräisch zu verstehen hat. die bibel wird in diesem sprachunterricht dann in normalsprache „übersetzt“, soll heißen in moderne alltagssprache im gegensatz zur dichterischen, veralteten form der sprache. das wäre dann wohl auch ein vulgäres unterfangen oder wie?
Alle großen Werke der Weisheits Literatur sind in dichterischer Sprache geschrieben. (Dante, Homer, Milton, Ramayana, ect.) Ganz einfach deshalb, weil Dichtung etwas mitsich trägt, was die Erzählweise nicht kann.
Ich habe nichts dagegen, daß man diese (die Dichtung) denen interpretiert, die es nicht von allein können. Dabei kommt es natürlich darauf an, in welcher Form das geschieht. Aber zuviel Kompromisse dabei zu machen, wie es hier vorgeschlagen wird, wirkt eher abwürdigend und ist ein Zeichen der Hilflosigkeit.
Alle großen Werke der Weisheits Literatur sind in
dichterischer Sprache geschrieben.
alle? die angelsächsische philosophie zeichnet sich beispielsweise dadurch aus, daß sie in normalsprache geschrieben ist. wer einen gedanken nicht in normalsprache ausdrücken kann, der kann nicht weise sein.
wie es hier vorgeschlagen
wird, wirkt eher abwürdigend und ist ein Zeichen der
Hilflosigkeit.
was ist abwürdigend an einer übersetzung in die heutige sprache?
Es ist einer der Rettungsversuche, ein untergehendes Schiff
dadurch retten zu wollen, daß man von Bord springt
Weisheit kann nur von Weisen interpretiert werden, da es der
Kirche genau an diesen mangelt, wird sie auch kein Kompromis
zu vulgären Interpretationen retten können.
Tach Thorshammer,
ich will jetzt mal von Deinen offensichtlichen Aversionen absehen und die Debatte in das Fahrwasser der Sachlichkeit (um bei Deinem Bild vom Schiff zu bleiben; im Austausch von Unsachlichkeiten kann man nur dümpeln) zurücklenken.
Es ist das Prae der Bibel - in diesem Falle das Alte und das Neue Testament - im Gegensatz zur Tanach (das ist in jüdischem Verständnis das, was wir Altes Testament nennen: die beiden sind, auch wenn sie wörtlich übereinstimmen, methodisch zu trennen!) und zum Koran -, daß sie übersetzt werden soll, und zwar in möglichst viele Sprachen. Nun ist es offenbar so, daß die Jugend eine andere Sprache spricht als Du und ich und daß wir diese Sprache nicht nur nicht mehr verstehen, sondern daß wir uns ihrer auch nicht richtig bedienen können. Da reicht es nicht, dieses oder jenen Begriff aufzuschnappen und irgendwann mal zu verwenden.
Augenscheinlich wendet sich das Projekt an Jugendliche; würden Erwachsene versuchen, im Jugendjargon zu reden, kämen sogleich ein falscher Ton respective viele falsche Töne hinein, und das Ergebnis wäre nicht mehr ernstzunehmen.
Ob das Ergebnis Dir oder mir gefällt, ist vollkommen unwichtig.
Im übrigen sind Bibelübersetzungen immer schon an die jeweilige Vorstellungswelt der präsumtiven Leser angepaßt worden: ich erinnere Dich nur an den „Heliand“.
Historische Handlungen erklären sich selbst und bedürfen keiner Auslegung. Allenfalls allegorische und diese lassen sich auch in einer einfachen Sprache Jugendlichen erklären, vorausgesetzt man versteht sie selbst. Aber genau daran zweifle ich. Und was man nicht selbst versteht, kann man anderen nicht übermitteln. Das betrifft das Alte Testament. Von den Worten Jesus ganz zu schweigen.
Nun ist es offenbar so, daß
die Jugend eine andere Sprache spricht
Augenscheinlich wendet sich das Projekt an Jugendliche; würden
Erwachsene versuchen, im Jugendjargon zu reden, kämen sogleich
ein falscher Ton respective viele falsche Töne hinein
Völlig jenseits aller Thorhammerischen Erwägungen (denen ich btw viel Sympathie entgegenbringen kann), sei aber doch mal gefragt, ob hier tatsächlich der „Jugendjargon“ getroffen wird.
Ich bin dem Link von busy mal gefolgt und habe auf der Page dieses Projektes mir einige Leseproben zu Gemüte geführt, kann jedoch weder als Soziologe noch als ein unter vielen städtischen Jugendlichen lebender Mensch bestätigen, dass es sich hier um die Sprache der Jugendlichen handelt.
Mag sein, dass einige Jugendliche sich für eine solche „Volxbibel“ interessieren, meines Erachtens nicht aber, weil sie dort ihre Sprache wiederfänden, sondern eher aus Interesse an der Seltsamkeit dieses Projektes, damit aber eben genau aus dem gleichen Interesse, weshalb sich ein Erwachsener eine solche „Version“ der Bibel zu Gemüte führen könnte.
Übrigens: bemerkenswert finde ich den Satz in busy’s Posting, man wolle damit „neue Zielgruppen erschließen“;
vielleicht deckt das ökonomische Vokabular, dem eine solcher Satz entnommen ist, ja die eigentlichen Intentionen recht anschaulich auf.
"So haben Sie die Bibel mit Sicherheit noch nicht gelesen: In
diesem neuen, provozierenden Sprachexperiment liefert Martin
Dreyer eine Übertragung mit Zündstoff: die Bibel in der
Jugendsprache von heute. Dem Leser begegnen viele
überraschende Formulierungen. Und manches aus dem Neuen
Testament wird so geschildert, wie es heute gewesen sein
könnte.
… sondern es geht darum, die
Bibel in einer eingängigen und unterhaltsamen Form für
„Ersteinsteiger“ zu präsentieren, die bei Interesse dann
bestimmt recht bald zu den „ernsten“ und „richtigen“
Übersetzungen wechseln werden.
Funktioniert das? Bei denjenigen, die sich bei der Erstellung beteiligen bestimmt. Sie setzen sich bei der „Übersetzung“ intensiv mit dem ernsten Text auseinander.
Bei den späteren Lesern wird hauptsächlich der Spaßfaktor eine Rolle spielen. Die Brauchbarkeit zur Bewertung und zum Verständnis wird recht beschränkt sein.
Das Problem sehe ich in der späteren Bewertung durch den Leser.
Ich will es mal mit der BILD-Zeitung vergleichen.
Solange ich dieses Blatt nur zur Unterhaltung lese, ist es kein Problem.
Sobald ich aber die Inhalte für bare Münze nehme („es ist ja nicht alles verkehrt, was darin geschrieben steht“), werde ich schnell in die Irre geführt.
Etwas anderes wäre eine „Bibel für Dummies“, wo Inhalte und Interpretationen auf einfache Weise erklärt wird.
Auszug aus der website volxbibel.de:
"In der Volxbibel soll der „Open Source Gedanke“ von Linux und
Vikipedia aufgegriffen und verwirklicht werden. Wer sich jetzt…
Ach du gute Güte, die können Wikipedia ja nicht mal richtig schreiben.
Ich könnte mir z.B. vostellen, dass man endlich mal diese unsäglich schlechte Bergpredigt-Übersetzung verbessert. Von mir aus in Jugendsprache, nur bitte gereinigt von diesen (sichelich von späteren Philistern hineingebrachten) sadistisch-strengen bigotten Über-Ich-Drohungen.
Wenn nur diese Bergpredigt anständig „Überholt“ werden würde, wäre das mir schon eine neue Bibel-Übersetzung wert.
Dieser Satz entstammt meinem Vokabular, da ich in Marktbegriffen denke und formuliere.
Das Projekt selbst verfolgt aber keinen ökonomischen Hintergrund.
Es sieht aber de facto so aus, dass auch alle ehrenamtlichen, freiwillligen, missionarischen, selbstaufopfernden Aktivitäten eine „Zielgruppe“ haben müssen, die sie in ihren spezifischen Bedürfnissen erreichen wollen und dafür gewissermaßen auch ein „Marketingkonzept“ benötigen (Was würde z.B. eine Beratung für Rollstuhlfahrer im dritten Stock ohne Aufzug bringen…).
Ökonomisches Denken kann auch im Positiven un dabseits der Erwerbswirtschaft eingesetzt werden…
busy
Übrigens: bemerkenswert finde ich den Satz in busy’s Posting,
man wolle damit „neue Zielgruppen erschließen“;
vielleicht deckt das ökonomische Vokabular, dem eine solcher
Satz entnommen ist, ja die eigentlichen Intentionen recht
anschaulich auf.
In diesem Buch werden die biblischen Geschichten als Erzählung frei interpretiert. Im Projekt Volxbibel geht es um eine Übersetzung der Bibeltexte
Die Frage ist, was ist die Zielsetzung?
… sondern es geht darum, die
Bibel in einer eingängigen und unterhaltsamen Form für
„Ersteinsteiger“ zu präsentieren, die bei Interesse dann
bestimmt recht bald zu den „ernsten“ und „richtigen“
Übersetzungen wechseln werden.
Funktioniert das? Bei denjenigen, die sich bei der Erstellung
beteiligen bestimmt. Sie setzen sich bei der „Übersetzung“
intensiv mit dem ernsten Text auseinander.
DIes wäre doch auch schon ein guter Erfolg.
Bei den späteren Lesern wird hauptsächlich der Spaßfaktor eine
Rolle spielen. Die Brauchbarkeit zur Bewertung und zum
Verständnis wird recht beschränkt sein.
Das Problem sehe ich in der späteren Bewertung durch den
Leser.
Ich will es mal mit der BILD-Zeitung vergleichen.
Solange ich dieses Blatt nur zur Unterhaltung lese, ist es
kein Problem.
Sobald ich aber die Inhalte für bare Münze nehme („es ist ja
nicht alles verkehrt, was darin geschrieben steht“), werde ich
schnell in die Irre geführt.
Dementsprechende Hinweise werden im Vorwort etc. gegeben werden.
Etwas anderes wäre eine „Bibel für Dummies“, wo Inhalte und
Interpretationen auf einfache Weise erklärt wird.
Naja, die Bergpredigt strotzt vor wüsten Drohungen und Intoleranz wie z.B. „Wer einen anderen einen Narren nennt, ist des höllischen Feuers schuldig“ usw.
Solche Sachen erwachsen meist aus späterem Herrschaftsverhalten, was mit Jesus von Nazareth wenig, wenn nicht garnix, zu tun haben dürfte.
Gruß,
Branden
Alle großen Werke der Weisheits Literatur sind in
dichterischer Sprache geschrieben.
alle? die angelsächsische philosophie zeichnet sich
beispielsweise dadurch aus, daß sie in normalsprache
geschrieben ist.
Was ist denn angelsächsische Philosophie ?
wer einen gedanken nicht in normalsprache
ausdrücken kann, der kann nicht weise sein.
Du meinst Grimms Märchen sind Scheiße ?
wie es hier vorgeschlagen
wird, wirkt eher abwürdigend und ist ein Zeichen der
Hilflosigkeit.
was ist abwürdigend an einer übersetzung in die heutige
sprache?
Es geht nicht um Übersetzung in eine neue Sprache … sondern um Neuinterpretation. Grimms Märchen wirken durch ihre Sprache … in neue Sprache übersetzt wären sie ein einziges Grauen.
Gleiches gilt für die Bibel. Es ist die Sprache … die Unbestimmtheit … der Raum eigener Interpretation der die Bibel, wer sie denn als spannend empfindet … spannend macht.
wer einen gedanken nicht in normalsprache
ausdrücken kann, der kann nicht weise sein.
Du meinst Grimms Märchen sind Scheiße ?
wo steht das da? Wo steht da die Behauptung, dass die Gebrüder Grimm die Märchen nicht auch in „Normalsprache“ verfassen könnten? Nirgends. Du trollst mal wieder.
wie es hier vorgeschlagen
wird, wirkt eher abwürdigend und ist ein Zeichen der
Hilflosigkeit.
was ist abwürdigend an einer übersetzung in die heutige
sprache?
Es geht nicht um Übersetzung in eine neue Sprache … sondern
um Neuinterpretation. Grimms Märchen wirken durch ihre Sprache
… in neue Sprache übersetzt wären sie ein einziges
Grauen.
Nur weil Du die Märchen in der „alten“ Sprache kennen gelernt hast. Wer die alte Version der Herrn der Ringe zuerst gelesen hat wird sich meistens nicht mit der neuen Übersetzung anfreunden. Und umgekehrt.
Gleiches gilt für die Bibel. Es ist die Sprache … die
Unbestimmtheit … der Raum eigener Interpretation der die
Bibel, wer sie denn als spannend empfindet … spannend macht.
Da hast Du die Lösung schon selber geliefert … Alles Geschmackssache.
Das Problem sehe ich in der späteren Bewertung durch den
Leser.
Ich will es mal mit der BILD-Zeitung vergleichen.
Solange ich dieses Blatt nur zur Unterhaltung lese, ist es
kein Problem.
Sobald ich aber die Inhalte für bare Münze nehme („es ist ja
nicht alles verkehrt, was darin geschrieben steht“), werde ich
schnell in die Irre geführt.
Jaja, das ist wie bei so manch anderer Literatur auch.
von Trollen umzingelt ? … vielleicht hast Du etwas zu viel im Herren der Ringe geschmöckert.
Es geht nicht um Übersetzung in eine neue Sprache … sondern
um Neuinterpretation. Grimms Märchen wirken durch ihre Sprache
… in neue Sprache übersetzt wären sie ein einziges
Grauen.
Nur weil Du die Märchen in der „alten“ Sprache kennen gelernt
hast. Wer die alte Version der Herrn der Ringe zuerst gelesen
hat wird sich meistens nicht mit der neuen Übersetzung
anfreunden. Und umgekehrt.
Was für ein Schmarren … den Herrn der Ringe hier mit einzubringen. Der lebte noch nie von der Sprache …
Gleiches gilt für die Bibel. Es ist die Sprache … die
Unbestimmtheit … der Raum eigener Interpretation der die
Bibel, wer sie denn als spannend empfindet … spannend macht.
Da hast Du die Lösung schon selber geliefert … Alles
Geschmackssache.
Ja ja, ich merke schon … wer natürlich den Herrn der Ringe für eine sprachgewaltige Angelegenheit hält … für den kann die Frage der Sprache natürlich nur eine Frage des Geschmackes sein.