Neusprech

tag zusammen,

ist schon allgemein bekannt, daß „mittagsschlaf“ jetzt
„power-napping“ heißt und das es dafür in einigen firmen auch
schon „rooms“ gibt?

oder habe ich das nur nicht rechtzeitig mitbekommen, weil ich so
lange über „wandern mit spazierstock“ grübelte, was nun
„stick-walking“ (oder so) genannt wird und auf völlig
überlaufenen
„wellness-events“ gegen bezahlung von jedermann gelernt werden
kann?

naja ok, das thema ist out, aber man wird ja mal was sagen
dürfen.

gruß,
frank

Hallo Frank

Ich bin immer entsetzt wenn ich sehe wie sich immer mehr englische Woerter in die deutsche Sprache einschleichen.
Verstehen denn alle Leute was die bedeuten? Da ich im
Ausland lebe weiss ich nicht wie haeufig solche und auch
denglische Woerter verwendet werden. Heute habe ich in
einer oesterr. Zeitung (Kurier) das Wort ‚gestylt‘ gesehen!
Also viel haesslicher geht es nicht mehr.

Aber ‚ok‘ Frank hat sich auch bei dir eingeschlichen.

Gruesse
ElisaM

hallo Elisa

ich les auch ab und zu den Kurier und das Wort „gestylt“ waere mir gar nicht ins auge gesprungen, weil es gang und gebe ist, dieses wort zu verwenden. Ich lebe erst eineinhalb Jahre im Ausland und gestylt gab es schon, als ich noch in OEsterreich gelebt habe.

Aber die beispiele Stick-walking und power-napping finde ich auch absolut uebertrieben. die einzigen, die diese Woerter auch garantiert verstehen (und dann gibt es immer noch ausnahmen) sind leute bis 30 (darueber gibt es natuerlich auch ausnahmen).

Ich wuerde mir wuenschen, dass man diese woerter einfach uebersetzt, wenn die englische version zu fremd klingt. Aber ich denke, dass die Werbeindustrie meinem Wunsch da einen strich durch die rechnung machen wird. denn die fahren ja voll auf diese ausdruecke ab.

noch ein schoenes wochenende
elisabeth

Falsche Benutzung von Fremdwörtern
Hallo, Elisa!

Ich bin immer entsetzt wenn ich sehe wie sich immer mehr
englische Woerter in die deutsche Sprache einschleichen.

Mich persönlich stört viel mehr der übertriebene Einsatz von Fremdwörtern in unserer Sprache, gleich welchen Ursprungs. Meist dienen sie nämlich nicht der treffenderen Formulierung eines Sachverhaltes (wie es bei aus dem Englischen übernommenen Wörtern bisweilen der Fall ist), sondern der Autor möchte nur seinen wilden Behauptungen einen wissenschaftlich fundierten Anstrich geben oder sich wichtig machen.

Ich finde, wir sollten viele alltäglich gewordene Fremdwörter wieder durch das oft genauso aussagekräftige deutsche Gegenstück ersetzen oder, wenn es (wie so oft) im Deutschen keine gute Entsprechung gibt, den Leuten den Sinn des Wortes erklären. Wir Deutschen sind nämlich meiner Meinung nach Weltmeister im Benutzen eigentlich unbekannter Wörter. Oder hast Du noch keinen Quizshow-Kandidaten zwischen zwei Antworten tendieren, oder zu einer Antwort tangieren gesehen :wink:))?

Viele Grüße!
Chris

P.S.: Ich denke gerade über eine akzeptable Entsprechung für „(wissenschaftlich) fundiert“ nach. „Begründet“ oder „auf Fakten gestützt“ vielleicht?

soulspeaking
Hallo Frank,

Du sprichst mir aus der Seele (souloutspeaking). Leider glaube ich bei all der U.S.A.-Gläubigkeit der Deutschen (yankeebelieving) nicht, daß sich diese Entwicklung in Bälde erschöpfen wird (tendencytiring). Die Zeiten, in denen sich Kaffeefilter mit dem Argument, das Material entstamme der u.s.-amerikanischen Weltraumforschung (powerbrewing), gleich doppelt so gut verkaufen ließen, sind auch noch nicht zu Ende.

Ich begnüge mich damit (peacefinding), in meinem Umfeld durch freundliche Irreführung (astrayleading) ab und an ein kleines Nachdenken darüber auszulösen, was da eigentlich - mit Ausnahme einiger sinnvoller Begriffe, für die wahrhaftig kein deutscher Begriff existiert - für ein scheinbar progressiver Sprechblödsinn betrieben wird (uptodatepseudopowerspeaking). Meiner Erfahrung nach überzeugt das Einzelne besser als die losgetretenste Diskussion (discoursekicking) und bringt den ein und anderen Manager dazu, wenigstens peinlich berührt zu sein, wenn er nun nicht weiß, ob es „outgesourct“ oder „geoutsourct“ oder was heißt.

Ich mache jetzt einen Spaziergang zur Bank und werfe eine Überweisung ein (mein Offline-Banking kombiniere ich mit einem dynamischen business-fitness Power-air-snapping).

Gruß,

hendrik

hallo elisabeth,

Aber
ich denke, dass die Werbeindustrie meinem Wunsch da einen
strich durch die rechnung machen wird. denn die fahren ja voll
auf diese ausdruecke ab.

…die wissen ja auch, warum: der versuch, einen tretroller für
über dm 200,- zu verkaufen, dürfte fehlschlagen.
also nennt man ihn „kickboard“, bezeichnet das ganze als „fun“
und tut so, als hätte man es grad erfunden.
das marketing bastelt dann noch ein unbedingt notwendiges
„outfit“ drumherum, erklärt alles zum „kult“, fertig ist der
„hype“. und alle kaufen wie blöd.
ist doch durchschaubar. mich erstaunt nur, wie dies immer wieder
funktioniert…

gruß,
frank

Jil Sander und das neudeutsch.
Hi,
das kompelette Interview (sic!) hab´ ich grad nicht parat, aber hier ein Ausschnitt aus selbigem mit selbiger folgt hier:

„Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, daß daß man contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic meines Stils.“

Damit hat sich J.S. als Sprachvergewaltigerin Nr. 1 neben der Deutschen Telekom etabliert.

Greetings
Chris

Noch ein Link (!):
http://www.goethe.de/z/50/alltag/meinung/angl04.htm

johoo chris,

das ist mir auch schon mal untergekommen. war das nicht mal in
der „zeit“, damals, als noch nicht jede seite bunt war?
ein hervorragendes gebrabbel, welches verdient, archiviert zu
werden. was ich nun tue.
thanx for the memory (vielen dank für das (den,die)
erinnerungs-fun)
im moment ist anscheinend „professional“ das neusprechwort für:
*ich bin wichtig, weiß aber nicht wie das geht*-zielgruppen.
freizeitmäßig würde ich, falls ein allgemeines interesse
besteht, meine neuesten erkenntnisse im weiten felde des
neusprech hier kundtun.
wohlgemerkt: ich habe nichts gegen sprachVERÄNDERUNG, aber ich
habe ein problem mit sprachBLÖDSINN und öffentlichem
gestammel.

gruß,
frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

nicht nur jil sander. es zieht andere kreise
danke, daß du diesen herrlichen text hier geschrieben hast. vor langer zeit befand er sich auf meiner festplatte und ging dann irgendwie verloren. :wink:
damals konnte ich noch richtig darüber lachen, doch mittlerweile ist es mir vergangen.

unsere firma gibt allmonatlich eine mitarbeiterzeitschrift heraus. anfang der 80er, als ich meine lehre machte, gehörte das lesen dieser hefte praktisch zum ausbildungsinhalt, in der lehrwerkstatt waren feste zeiten dafür eingeplant. ich erinnere mich noch gut daran, daß es keine schlechte übung war, um die strukturen und betätigungsfelder des multinationalen konzerns zu verstehen.

heute, 20 jahre weiter, hat eben diese zeitschrift bei einem großteil der belegschaft nur noch den stellenwert von druckfrischem altpapier. die - hoffentlich erwünschte - großflächige vermittlung von inhalten findet nicht mehr statt. die pyramidenförmige struktur eines unternehmens beinhaltet im unteren bereich eben die weniger sprachengewandten grade, und dort wird das gnadenlos eingesetzte neudeutsch nicht mehr verstanden.

eine entsprechende anfrage an die redaktion wurde zügig beantwortet. was denkst du, wie die wohl aussah?

ich habe sie nicht verstanden.

gruß!
tino

Bis 30?
Nanana - man hat auch schon im Deutschland der 50-er, 60-er und 70-er Jahre Englisch unterrichtet. Also kapieren auch diverse UHUs (unter Hundertjaehrigen), worum es bei dem denglischen Werbekauderwelsch geht. :smile:

Eine Zeit lang kam ich jeden Morgen auf dem Weg zu meiner Ami-Firma an einem Plakat vorbei, auf dem eine Krankenkasse fuer „Rope Skipping“ warb. Das ist nix anderes als das gute alte SEILSPRINGEN! Ich dachte, ich werd nicht mehr.

Wenn mir als altgedientem Opfer des Konzerndenglisch sowas auffaellt, dann muss es schon ein extremes Beispiel fuer Sprachverhunzug sein.

Bei uns in der Firma sind auch Notizen ueblich nach dem Strickmuster: „Bitte inlay bei cut out improven.“ Und wie beknackt das ist, faellt mir eigentlich nur noch auf, wenn ich das mal *ausserhalb* der Firmenmauern lese.

Und was bitt heisst „Bitte inlay bei cut out improven.“ ???

verwirrte greetings
elisabeth

Hi,
das kompelette Interview (sic!) hab´ ich grad nicht parat,
aber hier ein Ausschnitt aus selbigem mit selbiger folgt hier:

„Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist
eine giving-story. Ich habe verstanden, daß daß man
contemporary sein muß, das future-Denken haben muß. Meine Idee
war, die hand-tailored-Geschichte mit neuen Technologien zu
verbinden. Und für den Erfolg war mein coordinated concept
entscheidend, die Idee, daß man viele Teile einer collection
miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von
Anfang an auch supported. Der problembewußte Mensch von heute
kann diese Sachen, diese refined Qualitäten mit spirit eben
auch appreciaten. Allerdings geht unser voice auch auf
bestimmte Zielgruppen. Wer Ladyisches will, searcht nicht bei
Jil Sander. Man muß Sinn haben für das effortless, das magic
meines Stils.“

Geld und Erfolg schützen nicht vor Dummheit. Da merkt man erst einmal, wie achtenswert ein jeder ist, der einen mit den Worten anspricht: „Hast Du mal 'ne Mark.“
Der oben zitierte Ausschnitt ist aber schon eher Realsatire als Ärgernis.

Gruß
Raiko

neuester neusprech
tag zusammen,

anscheinend bin ich mit meinen irritationen doch nicht allein.
heute fand ich etwas lustiges:
eine sattsam bekannte firma, die vorgibt, kaffee zu verkaufen,
in wirklichkeit aber hauptsächlich waren minderer qualität mit
großem aufwand vertreibt,bietet rucksäcke zum verkauf.
diese werden als „body-bags“ bezeichnet.
soweit, so doof. aber:
body-bags sind im internationalen sprachgebrauch diese großen
tüten, in denen leichen bzw. deren teile verstaut werden.
dumm gelaufen, oder?
hehe.

gruß,
frank

Und was bitt heisst „Bitte inlay bei cut out improven.“ ???

*kicher* Das war die mega-geniale Anweisung eines Managers an
einen Werbemittelhersteller, die Schaumgummi-Einlage einer
Geschenkschachtel (inlay) kuenftig sorgfaeltiger (improve)
auszuschneiden (cut out), damit Fueller und Kugelschreiber nicht
so lose in der Verpackung herumschlabbern.

Keine Frage: Die Amtssprache in unserer Firma ist
„Extremdenglisch“. :smile:

tag zusammen,

eine sattsam bekannte firma, die vorgibt, kaffee zu verkaufen,
in wirklichkeit aber hauptsächlich waren minderer qualität mit
großem aufwand vertreibt,bietet rucksäcke zum verkauf.
diese werden als „body-bags“ bezeichnet.
soweit, so doof. aber:
body-bags sind im internationalen sprachgebrauch diese großen
tüten, in denen leichen bzw. deren teile verstaut werden.
dumm gelaufen, oder?

Danke für den Hinweis.
Ich hab mir mal erlaubt, im Werbetext das Wort „body bag“ durch „Leichensack“ zu ersetzen.

>Körperbetont.
(natürlich!, Anm.v.mir)
>Dieser geräumige Leichensack ist ein schönes Accessoire. Dank >seines strapazierfähigen Materials kann er jederzeit mit Ihnen >auf kürzere oder längere Reisen gehen. Viele Dinge haben Platz >im Hauptfach mit Reißverschluss. Und in der praktischen >Klettverschluss-Handytasche ist auch Ihr Telefon gut aufgehoben.
>Der Leichensack ist erhältlich in Schwarz.

Ich lach mich tot (und brauche wohl bald einen „body bag“ :wink:

Peace, Kevin.

Wie wär´s mit altsprech
Computerdeutsch für Anfänger
Wer glaubt, daß der Umgang mit den Elektronikrechnern einfacher wird, wenn das Fachvokabular in Deutsch zur Verfügung steht, der irrt sich. Viele, die sich mit einem Computer näher beschäftigen wollen, scheitern oft bereits an der Fachsprache - Englisch.
Einige wissen vielleicht noch, daß „Computer“ von „compute“ (rechnen, schätzen) abstammt. Dann hört es aber schon auf. Wie oft hört man, daß alles viel leichter wäre, wenn das Vokabular in Deutsch zur Verfügung stünde.
All denen, die diese verwirrenden Fremdwörter der Computersprache wie eine Muttersprache lernen möchten, soll nun geholfen werden. Daß ein Computer ein Rechner / Schätzer ist, wissen wir bereits. Alle Bausteine dieses Gerätes werden als Hartware 1 bezeichnet. Bei deren Auswahl ist es wichtig, besonders sorgsam zu sein. Denn nur auf guter Hartware kann die Weichware 2 gut laufen. Von besonderer Bedeutung bei der Hartware ist das Mutterbrett 3. Es sollte unter anderem mit einem Schnitzsatz 4 von Intel ausgerüstet sein. Von der gleichen Firma sollte auch die ZVE (Zentrale Voranschreitungseinheit) 5 stammen. Und damit wir uns bei der Arbeit auch richtig wohlfühlen, sollten wir einen 17-Daumenlang-Vorzeiger 6 und ein ordentliches Schlüsselbrett 7 dazulegen. Neben dem 3,5-Daumenlang-Schlappscheibentreiber 8 gehört natürlich auch eine Dichtscheiben-Lese-nur-Erinnerung 9 zur Grundausstattung. Eine Hartscheibe (Festplatte) mit vier Gigantischbissen 10 dürfte für die nächsten zwei bis drei Jahre ausreichend Speicherplatz für Weichware und Daten bieten. Wenn wir unseren PS (Persönlichen Schätzer) 11 auch zum Spielen benutzen wollen, sollten wir uns neben der Maus auch noch einen Freudenstock 12 und ein gutes Schallbrett 13 anschaffen.
Die optimalen Grundlagen für Einbau und Betrieb der Weichware sind nun geschaffen. Doch um die Weichware auf unserer Hartware zum Laufen zu bringen, bedarf es eines Betriebssystems. Es empfiehlt sich, eines mit einem grafischen Zwischengesicht 14 zu installieren. Weit verbreitet sind die Systeme Winzigweich-Fenster 95 15 und das neuere Fenster 98 des selben Herstellers. Winzigweich-Systeme haben die Eigenart, ab und zu einen Krach 16 zu verursachen. Dann müssen sie neu gestiefelt 17 werden. Für Leute, die mit ihrem PS anspruchsvolle Arbeiten erledigen wollen, gibt es unter Fenster 95/98 das berühmte Büro fachmännisch 9718.
Dieses Erzeugnis besteht aus den neuesten Ausgaben der Weichwaren Wort 19, Übertreff 20, Kraftpunkt 21 und Zugriff 22. Damit stehen dem Benutzer 23 alle wichtigen Funktionen wie Wortveredelung 24, Ausbreitblatt 25, Präsentationsgrafik 26 und Datenstützpunkt-Behandlung 27 zur Verfügung. Wer selbst gern Anwendungen entwickelt, kann dies unter Fenster beispielsweise mit dem modernen Sichtbar Grundlegend 28 tun. Allerdings gibt es vor dem Gebrauch auch gewisse Hindernisse zu überwinden: Die Weichware muß zunächst mittels eines Aufstellers 29 oder Einsetzers 30 auf der Hartscheibe eingerichtet werden. Das kann unter Umständen viel Zeit kosten, wenn sie auf Schlappscheiben geliefert wurde.
Das Einrichten ab Dichtscheibe, DS 31 ist sehr viel angenehmer. Leider stellen auch hier die Aufsteller oft Fragen, die von vielen unverständlichen Begriffen nur so wimmeln. Aber denen werden wir uns (vielleicht) ein andermal widmen - wenn es unsere Weichware gestattet.
Grundlegend wichtig für Verrichtung 32 ist das erste Stiefelgefüge 33. Das ZEAG, oder auch ausgeschrieben: das Zweizeichen-Eingangs- und Ausgangsgefüge 34. Die dort gemachten Einstellungen haben wesentliche Auswirkungen auf das zuvor erwähnte Mutterbrett und den Voranschreiter 35. Ebenfalls wichtig für die Gesamtleistung des Rechners sind die Randgeräte 36. Zum Beispiel die Geräuschkarten oder die Darstellungskarte. Nicht zu vergessen den Hauptspeicher oder kurz ZZS, Zufälliger Zugriffsspeicher 37. Ganz neu und schnell ist der sogenannte DDZ-GK ZZS, Doppelte Datenzahl gleichzeitig, kraftvoll zufällig Zugriffsspeicher 38.
Bei neueren Rechnern ist auch der geheime, versteckte Speicher 39 sehr wichtig, da er sich enorm auf die Schnelligkeit eines Gefüges auswirkt. Um hier ins Zwischennetz 40, zu kommen benutzen die meisten Menschen einen sogenannten Verum 41 VERwandler-UMverwandler 42.
Bevor die Firma Winzigweich die ganzen Fenstertätigkeitsgefüge herausbrachte, waren sie eine sehr kleine Firma, die von einer damals schon großen, nämlich WGM, Weltweite Geschäftsmaschinen 43 ein kleines Tätigkeitsgefüge kaufte und zu dem heute fast schon wieder vergessenen WW-STG, Winzigweich-Scheibentätigkeitsgefüge 44 weiterentwickelte.
Was weiterhin für die Weichware 45 noch wichtig bleibt und somit für das gesamte Gefüge 46, sind die Fahrer 47. Jede Karte in einem Rechner und die meisten Abläufe 48 brauchen einen Fahrer. Wenn der der Falsche ist oder falsch eingestellt ist, ja dann fahren Sie vor einen Baum und es gibt einen Unfall 49.

Die Zahlen im Text sollten euch nicht stören, sie beziehen sich auf Anmerkungen, in denen die englischen Entsprechungen der Eindeutschungen stehen.

Viel Spaß beim Lesen
Fritz Ruppricht

und noch eine Runde Denglisch
Denglisch
Sagen wir, er heißt Tommy, Kevin oder Mike; auf keinen Fall Franz, Karl oder Richard. Er ist ein Workaholic mit full-time-Job in der IT-Branche. Sie wissen schon, bei so einem Start-up-Unternehmen, das boomt.
Ein Single mit Appartement, Lap-top und Aktien-Performance. Früh einen Snack und ab ins Internet. Online die Charts checken. Soll er nach dem Crash die Hightechs halten und auf den Turn-around hoffen?
Erstmal joggen, obwohl er Dauerlaufen hasst. Er steht mehr auf Wellness, Shower-Gel, After-Shave, Bodylotion und Deostick und sein Handy. Eigentlich wäre es ja ein mobile. Aber so what. Wer will heute noch auf das free-and-easy-christmas-set und die coolen City-Tarife verzichten?
Danach das Auto aus dem Carport geholt, schnell noch beim recycling-container vorbei und dann dank Aircondition easy durch die rush-hour, stop-and-go zum Meeting.
Wie immer brainstorming im Team. In der Gruppe früher war der Job relaxter. Da gab es zwar auch Mobbing, doch man hatte noch keinen Namen dafür, und briefings kamen auch ohne flip-charts aus. Dafür gibt es jetzt shopping. So wird schnödes Einkaufen zum event.
Bei mens wear Oberhemden out, in dagegen City-shirts und Outdoor-Jacken. Im Shop nebenan mal eben eine der top-ten-Bestseller gekauft. Ein do-it-yourself paperback für Yuppies in der midlife-crisis. Livestyle eben…
Soll er sich ein Fitnessstudio einrichten mit Stepper fürs Workout, weil Leibesübungen nun wirklich keiner mehr macht. Oder doch besser über Slim-fast oder Weight- watching seinen body stylen? Erstmal einen last-minute-trip buchen. Inclusive Smalltalk über rail-and-fly-tickets.
Nach der after-work-party einen One-night-stand? Die Chancen stehen fifty-fifty. Doch er war noch nie ein großer Lover und so floppt der Abend, kein safer sex.
Also doch nur noch Pay-TV und zappen. Von Fit-for-fun über Big Brother und Space night, zur Talk-Show und dann Tagesthemen, wo die Top-story noch ein Aufmacher ist, news einfach nur Nachrichten und der Anchorman eine Frau.
Ross, Silke (ARD-aktuell)
Von: Burmeister, Rudolf (ARD-aktuell)
Gruß Fritz Ruppricht

naja.
in gb heißen diese taschen immerhin auch body-bags.

lemmy

body-bags sind im internationalen sprachgebrauch diese großen
tüten, in denen leichen bzw. deren teile verstaut werden.
dumm gelaufen, oder?

naja.
in gb heißen diese taschen immerhin auch body-bags.

aber wie heißen dann dort die leichensäcke?
racksäck?
verwirrte grüße,
frank