Neuwahlen in Berlin

Neuwahlen in Berlin!
Es scheint so, dass ein 16 Jahre CDU-regiertes Berlin genuegend Sumpf erzeugt hat, das es bankrott gewirtschaftet ist. Aber die SPD, sie hat zugesehen und somit geduldet und eigentlich nur abgewartet, bis das Mass voll war. Insofern traegt auch die SPD Schuld.
Ich fordere und nur dieses ist sinnvoll, Neuwahlen mit einer Direktwahl des „Regierenden Buergermeister" von Berlin. Nicht die innerparteiliche Aufteilung und Zuschanzung der Resorcen und Posten , sondern ein der Stadt und der Menschen in dieser Stadt zukommendes Programm sind wichtig und daran sollten alle demokratisch gewaehlten Parteien mitwirken.
Die PDS dabei einzubeziehen ist nicht nur geboten, bei 25 % der Waehlerstimmen, sondern auch ein Zeichen zur Versoehnung , des Zusammenwachsens zwischen Ost und West , nach ueber 10 Jahren deutscher Wiedervereinigung und man kann somit auch die PDS an ihren Taten und ihrer Verantwortung fuer die Zukunft messen!

hi klaus,

Neuwahlen in Berlin!
Es scheint so, dass ein 16 Jahre CDU-regiertes Berlin
genuegend Sumpf erzeugt hat, das es bankrott gewirtschaftet
ist.

hey, das hört sich ja so an, als ob alleine berlin an den schulden schuld ist. ich will hier zwar nicht als cdu freund dastehen, aber der großteil fusst nicht auf berliner cdu&spd politik! berlin als hauptstadt der deutschen muss aus landesmitteln dinge bezahlen, die eigentlich der bund tragen muesste. das gefühl der deutschen für eine echte hauptstadt ist aber sehr gering ausgeprägt und wenige deutschen „stehen“ hinter der stadt als sinnbild der deutschen. das liegt wohl an der geschichte der deutschen, denn in paris und london kennt man nicht die speziellen probleme wie sie berlin hat.

das soll natuerlich nicht die misswirtschaft in den schatten stellen, die hier gerade erst mit der bankgesell.berlin aufgetreten sind … leider!

Aber die SPD, sie hat zugesehen und somit geduldet und
eigentlich nur abgewartet, bis das Mass voll war. Insofern
traegt auch die SPD Schuld.

allemal, immerhin wurde das verworrene geflecht schon zu mompis zeiten begründet!

Ich fordere und nur dieses ist sinnvoll, Neuwahlen mit einer
Direktwahl des „Regierenden Buergermeister" von Berlin. Nicht
die innerparteiliche Aufteilung und Zuschanzung der Resorcen
und Posten , sondern ein der Stadt und der Menschen in dieser
Stadt zukommendes Programm sind wichtig und daran sollten alle
demokratisch gewaehlten Parteien mitwirken.

das problem bei einer direktwahl ist m.M.n.: die persönlichkeit und nicht deren politik wird gewaehlt. bsp. gysi. sollte er kandidieren, bekommt er bei einer direktwahl auf garantie günstiger bei weg. eine direktwahl verhindert m.M. die auseinandersetzung der bürger mit den zielen, ideen und ansätzen der einzelnen parteien zu den bestehenden problemen. hier würde es nur heissen: „der gysi ist mir sympathischer als diepgen und wowereit“ und nicht „die pds ist eher in der lage die probleme der stadt anzugehen als jede andere partei momentan!“

Die PDS dabei einzubeziehen ist nicht nur geboten, bei 25 %
der Waehlerstimmen, sondern auch ein Zeichen zur Versoehnung ,
des Zusammenwachsens zwischen Ost und West , nach ueber 10
Jahren deutscher Wiedervereinigung und man kann somit auch die
PDS an ihren Taten und ihrer Verantwortung fuer die Zukunft
messen!

was hat versöhnung mit poltischer auseinandersetzung zu tun? die pds mit ihren strukturen und ideen gefaellt halt nur wegen den persönlichkeiten (die nun gegangen sind) und nicht wegen der programmatik. dies zeigt der krasse unterschied zwischen den wahlergebnissen zwischen ost und west. denn eben viele ostdeutsche rentner, arbeitslose und sozial/wirtschaftlich abgerutschte waehlen aus frust DDR ääääh PDS!

ich denke nur deshalb hatte die partei in 98 einen grossen zulauf. westdeutsche enttäuschte gingen von cdu zur spd und ostdeutsche nicht zur spd, sondern zu pds…

ich wuesste nicht, wozu sich politisch noch versöhnen. berlin ist m.E. nach schon sehr zusammengewachsen. nicht nur durch die verschmelzung von bezirken in der stadt, sondern auch durch zersiedlung und entwicklung der infrastruktur. die ehem. grenze erkennt man eigentlich nur noch an baulücken oder markanten naturgrenzen (spree), das aussehen der stadt sieht sich schon sehr gleich!

im übrigen bin ich 22 jähriger gestandener ossi, der nahe berlins wohnt und vorhat in den naechsten 12 monaten in den „moloch“ zu wechseln!

gruss

vom showbee

Jawohl!!!
Siehe focus onlien zum Thema PDS. Und wenn rechte mal 10 % bekommen ist es auch geboten und ein zeichen der versöhnung.

Gute Nacht Deutschland

Markus

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Hallö,

ich stimme sowohl Show als auch Marcus zu. Zudem verweise ich auf ein Posting des Marcus im Brett Regierung und Opposition, wo man sich ein Bild machen kann, wie die PDS Vergangenheitsbewältigung und Versöhnung definiert. Einen schlimmeren Schlag ins Gesicht vieler, sehr vieler Menschen kann diese Partei nicht mehr austeilen.
Das war Disqualifikation pur. Nur dumm, dass viele Menschen nachwievor drauf reinfallen werden…

Reiko

hallo, Klaus,
zusätzlich zu den Antworten der anderen. mich stört an der SPD (Berlin) dass der Spitzenkandidat scheinbar so wenig Können hat, dass er mit seinem Schwanz Politik machen muss: „Ich bin schwul. Und das ist gut so!“

Hast Du schon mal einen Politiker sagen hören: „ich bin heterosexuel, und das ist gut so!“?
Der soll das Ding einpacken und in die passenden Kreise gehen!
Vielleicht findet die SPD einen anderen, weniger sexuell gesteuerten Kandidaten.
Grüße
Raimund

Noch schlimmer
Moin Raimund,

die PDS will sich nicht für die Mauertoten entschuldigen (für die sie nun mal die Verantwortung trägt), nein, die SPD Berlin ist auch noch der Meinung, eine Diskussion hierüber sei schädlich für die Politik. Klasse! Rot und Rot im Gleichschritt. Was zählen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenn es um Macht geht.

Scheisse, zurück in die Vergangenheit. Bislang stand ich ziemlich tolerant der Entwicklung in Berlin gegenüber, das ändert sich jetzt. Leider.

Reiko

Schwanzgesteuerter Kandidat
Hi!

Es ging wohl darum, dass eine große deutsche Boulevardzeitung ihn am folgenden Montag „outen“ wollte - dem ist er halt zuvorgekommen.

Ob man das ganze nun so „medienwirksam“ in Szene setzen muss, sei mal dahingestellt (ich hätte es begrüßt, wenn er einfach zum Abschluss seiner Rede gesagt hätte: Ach ja, bevor es morgen in der Zeitung zu lesen ist: Ja, ich bin schwul! Punkt), aber dass in Zeiten des Wahlkampfes fast alle Mittel recht sind (ich erinner mal an das Verbrecherfoto unseres Kanzlers) ist ja nix neues…

Grüße
Guido

Hallo Reiko,

nun die Frage ob sich die PDS für die Mauertoden entschuldigen muß ist meiner Meinung nach auch gar nicht so klar.
Ich bin kein befürworter von in Stein gegossenen politischen Verhältnissen und daß die PDS sich für das Leid, welches die SED im Namen des sogennanten „Sozialismus“ begannen hat, soll und hat sie sich ja auch bekannt und entschuldigt.

Man muß aber leider ganz nüchtern sehen, daß die Verhältnise im Ost-West Konflikt Anfang der 60er eine drastische Auswirkung auf die Staaten in Europa hatten. Die DDR Führung wollte den „Status-Quo“ festbetonieren. Zum einen weil ihnen zuviele Menschen wegliefen, was der West ja auch bewußt gefördert hat, zum andern weil die Grenzverletzung durch den Westen zunahmen. Dies wäre für mich als Linken allerdings eher der Zeitpunkt gewesen bei dem sich die DDR hätte fragen sollte ob ihr Sozialismus das Problem ist und nicht die Bürger.

Aber sie wollten nun mal die existierende Situation mit denn schnellst möglichen Weg sichern.

Das ist die eine Sache nun die zu den Toten an der Mauer.

Die PDS hat eindeutig eingeräumt, daß die Politik der SED die zum Mauerbau führte, nach heutigen Erkenntnis falsch war, die Verantwortung für die Toten trägt sie aber definitiv nicht.
Es ist ja nicht nur so, daß and der Mauer nur Menschen starben die flüchten wollten, es sind auch, vor allem am Anfang, einige Grenzsoldaten der DDR gestorben (meines wissen so um die 60). Die in mehrern Fällen nachweislich durch West-Agenten bzw. Militärs getötet wurden (es gab dafür sogar Prämien und Auszeichnungen).
Auch ein Grund der die DDR nicht gerade dazu veranlaßt hat die Mauer abzubauen, eher das Gegenteil.

Ich bin der Meinung das die DDR als Staat für die Mauertoten die verantwortung Trägt nicht aber die PDS als juristischer Nachfolger der SED. Für die Politik der SED hat sich die PDS sehrwohl entschuldigt.

Was mich allerdings viel trauriger macht ist die Aktuelle entwicklung in Europa, auch bezogen auf die Grenzen.
Es gibt ein Urteil zu einem Mauerprozeß in der BRD darin heißt es sinngemäß:„Das Recht auf Leben steht über dem Interesse eines Staates seine Grenzen zu schützen“. Ja, das also zur DDR.

Nun das bedenkliche:

Seit 1993 sind an den Grenzen der EU über 2500 Menschen gestorben, ja richtig gelesen über 2500! Das sind keine Zahlen die ich mir aus der Nase gezogen habe, sondern bei Menschenrechtsorganisationen vorliegen. Dabei handelt es sich vor allem um Flüchtlinge oder so genannte „illegale Einwanderer“.
Seit nun mehr über 10 Jahren ist die verhaßte Mauer weg und was machen wir, wir ziehen neue Mauern hoch. In den USA siehts auch nicht besser aus, siehe Mexiko und Kuba. Wusstet ihr eigentlich, daß die USA zwar Kuba und Fiedel zum Teufel wünschen, Kubaner aber nicht in die USA einreisen dürfen! Deshalb die waghalsigen Schlauchboot Aktionen bei denen schon viel Kubaner gestorben sind. Denn wer die USA betritt, kann eventuell bleiben. Der kubanische Staat läßt die Leute sogar gehen, sie müssen aber eine Einreisegenehmigung bei der US-Botschaft in Havanna holen und die kriegt eben nicht jeder.
Verückte Welt!

Aber zurück nach Europa.

Also wenn einer aus der DDR flüchten wollte war das o.k.
Wenn nun jemand aus Afrika oder Asien zu uns flüchten will dann gibt es nach dem neuen Asylgesetzt (das es seit 1993 eigentlicht nicht mehr gibt) fast keine Aussicht, daß er bleiben darf. Was machen die Leute also, sie versuchen irgendwie zu uns zu kommen und ersaufen in der Oder, erfrieren oder sterben sonst wie.

Die Deutschen und den Staat läßt das kalt, so mancher wir sich vielleicht sogar denken, sind ja eh nur Ausländer.
Was sagt die EU: die Schlepper sind die Verbrecher, also die die den Leuten (meißt gegen Bezahlung) zur Einreiße verhelfen und die illegalen Einwandere natürlich selber.
Das wäre dann ungefähr so als wenn die DDR sagt: „Die Leute die flüchten wollen sind schuld wenn sie sterben, ist ja schließlich illegal!“

Da fällt mir wieder das Mauerurteil ein, die BRD und die EU legen es nämlich anderst aus:
„Das Interesse eines Staates seine Grenzen zu schützen steht über dem Recht auf Leben!“

Die Mauer war gesten, es ist gut daß es sie nicht mehr gibt.
Und was ist mit den unsichtbaren hightech Mauer die jetzt hochgezogen weren gegen Menschen die vor Krieg, Hunger und Verfolgung fliehen?

Gruß der nachdenkliche Alex.

Hallo Reiko,

sehr richtig. „Tschuldigung, ich hab ein paar um die Ecke gebracht, war nicht so gemeint, aber jetzt bin ich voll demokratisch“ Antwort:„Na siehste, geht doch“.

Gruß

Markus

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Man Alex,

Du hast ja im Prinzip recht, aber willst Du alle aufnehmen?

Gruß

Markus

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Hallo Reiko!

die PDS will sich nicht für die Mauertoten entschuldigen (für
die sie nun mal die Verantwortung trägt), nein, die SPD Berlin
ist auch noch der Meinung, eine Diskussion hierüber sei
schädlich für die Politik. Klasse! Rot und Rot im
Gleichschritt. Was zählen Verbrechen gegen die Menschlichkeit,
wenn es um Macht geht.

Scheisse, zurück in die Vergangenheit. Bislang stand ich
ziemlich tolerant der Entwicklung in Berlin gegenüber, das
ändert sich jetzt. Leider.

Wir haben das Thema ja derzeit auch im Brett „Nachrichten“. Aber noch einmal will ich doch mein Erstaunen bekunden, wie sehr sich doch über die roten Socken aufgeregt.
   „SED-Nachfolgepartei“, „Mörderregime“, „Unrechtsstaat“ usw. usf. Du selbst nennst es ja sehr schön beim Wort: „Was zählen Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wenn es um Macht geht.“ Warum aber, verdammt nochmal, wird das jetzt und heute ganz besonders gesehen?! Ich warte nur noch darauf, dass Stalin aus dem Grab herbeizitiert wird.
   Meinetwegen können sich die Leute über die PDS er(g)eifern, ihnen das Prädikat ‚demokratisch‘ absprechen und was weiss ich noch alles, aber es muss endlich einmal Schluss sein mit dieser einseitigen Sicht und der Doppelmoral. Dass sich Faschisten in diesem Land unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Demokratie weiter ihren Geschäften widmen konnten, gilt schon längst als verjährt, denn „wir“ haben und hatten nie etwas damit zu tun, und somit wird scheuklappenartig nur ein rotes Tuch gesehen, während die Hufe aus dem braunen Sumpf starren. Auch dass dieses undemokratische Verhalten beinahe täglich zu erfahren ist, lässt uns völlig kalt, denn es ist mit unserer kleinen Stimme ja nicht zu ändern - und so wird es nicht gesehen oder man will es auch gar nicht mehr sehen. Aber die Kommunisten, Sozialisten, Linken, die sieht man überdeutlich, denn sie sind ja auf jeden Fall undemokratisch.

Weshalb gibt es nur hier die gar so differenzierte Sicht der Dinge, die ich mir bei vielen anderen Themen ebenso wünschen würde!?
   Oder bildlich gesprochen: Die roten Socken müffeln einem gewaltig, denn an den Gestank des braunen Sumpfes hat man sich schon so lange gewöhnt, dass man ihn nicht mehr wahrnimmt

Hier muss man doch wieder einmal „Animal Farm“ bemühen: „All animals are equal but some animals are more equal than others.“

Marco

2 Sachen:
Hallö Alexander,

schön, auch Dein Statement hierzu zu lesen.

Ich bin der Meinung das die DDR als Staat für die Mauertoten
die verantwortung Trägt nicht aber die PDS als juristischer
Nachfolger der SED. Für die Politik der SED hat sich die PDS
sehrwohl entschuldigt.

Die PDS ist nicht die Nachfolgepartei der SED, sondern es ist die SED, denn die SED wurde nie aufgelöst und die PDS neu gegründet, sondern lediglich die SED erst in SED-PDS, dann in PDS umbenannt. Soviel dazu.

Ansonsten komme ich nicht umhin, Dir Recht zugeben, nur: wer entschuldigt sich bei den vielen, vielen Menschen, die unter der SED persönlich leiden mussten und Sschaden erlitten haben? Die Angehörige verloren haben? Die dafür nie ein Wort der Entschuldigung gehört haben geschweige denn angemessen entschädigt worden? Wer sol dies tun, wenn nicht die PDS?

Dank Dir für Deine Worte, die recht objektiv sind (ganz ehrlich gemeint)

Gruss
Reiko

Weisst…
Hi Marco,

…es geht mir hier nicht um irgendeinen Mief irgendwelcher farbigen Socken, es geht mir hier um Vergangenheitsbewältigung. Dass die PDS nachwievor sich weigert, Fehler aus den vergangenen Jahrzehnten einzugestehen ist eines, das weiss man ja, dass aber eine angeblich demokratische Partei wie die SPD in die selben Gänge schraubt, dass ist schockierend. Wer unter der Vergangenheit der PDS gelitten hat, der weiss, was ich meine, und nur der kann hier auch mitreden, ansonsten nicht.

CIAo
Reiko

Scheinheiligkeit der PDS?

Moin Marco,

die PDS hat es nun ja geschafft, in einer Resolution die Schüsse an der Mauer zu verurteilen. Super! Verurteilt wurden die Schüsse schon vor 20 Jahren. Die PDS soll sich entschuldigen und die politische Verantwortung dafür übernehmen (wie für so vieles auch). Aber damit dürfte sich diese Angelegenheit ja erledigt haben, und der Versöhnung steht nix mehr im Wege. Auf in eine neue Zeit…Genossen!

CIAo
Reiko

Vergangenheitsbewältigung

es geht mir hier um Vergangenheitsbewältigung.

Geht es Dir tatsächlich darum, Reiko? Dient es nicht vielmehr als Begründung, um einseitig die PDS zu (ver-) urteilen?
   Sollte man sich nicht vielmehr über die westlichen „Demokraten“ dieses Landes wundern und ärgern, dass sie eine solche Partei 1990 überhaupt zuliessen? Oder sagen wir besser: Ist es nicht erstaunlich, welch Toleranz die anderen Parteien plötzlich zeigen können, wenn es in ihr Kalkül passt, und ebenso auf der anderen Seite ignorant?

Fragen sind Antworten.

Marco
   

die PDS will sich nicht für die Mauertoten entschuldigen (für
die sie nun mal die Verantwortung trägt), nein, die SPD Berlin
ist auch noch der Meinung, eine Diskussion hierüber sei
schädlich für die Politik. Klasse! Rot und Rot im
Gleichschritt. Was zählen Verbrechen gegen die Menschlichkeit,
wenn es um Macht geht.

Scheisse, zurück in die Vergangenheit. Bislang stand ich
ziemlich tolerant der Entwicklung in Berlin gegenüber, das
ändert sich jetzt. Leider.

Mit Verlaub,

die BRD wurde nach 1945 (hauptsächlich) von Wendehalsnazis „aufgebaut“. Diese „Exnaziwichser“ haben nur das aufgebaut was sie vorher zerstört hatten. Reine Selbsterhaltung. Über 50 Millionen tote Menschen klagen an. Mir blutet ja noch immer das Herz. Da wurden doch 80 Millionen Deutsche von einem - wahrscheinlich mit Ösi Charme bewaffneten - Österreicher namens Hitler überfallen. Wie furchtbar.

Mal ernsthaft. Auch deutsche Grenzer (BGS) haben DDR Soldaten getötet. Geschichte sollte bitte möglichst werteneutral betrachtet werden. Eine Geschichtsbetrachtung „aus dem Bauch“ halte ich für schlichtweg schwachsinnig. Unwissenschaftlich…eh…Lassen wir das.

Gruß

Geht es Dir tatsächlich darum, Reiko? Dient es nicht vielmehr
als Begründung, um einseitig die PDS zu (ver-) urteilen?

Siehe oben meine Antwort an den Mousehunter.

Reiko

Mit Verlaub:
Solltest Du zufällig auch zu denen gehören, die durch die Machenschaften der SED Angehörige verloren haben, dann ist Deine Antwort vielleicht gerechtfertigt, weil sie Deine ureigenste Meinung ausdrückt und vielleicht tatsächlich auf Versöhnung aus bist. Anderweitig ist sie voll daneben.

Vielleicht dämmerts Dir ja und Du bist in der Lage, meine Haltung zu verstehen.

Falls nicht, Dein Ding.

Reiko

Solltest Du zufällig auch zu denen gehören, die durch die
Machenschaften der SED Angehörige verloren haben, dann ist
Deine Antwort vielleicht gerechtfertigt, weil sie Deine
ureigenste Meinung ausdrückt und vielleicht tatsächlich auf
Versöhnung aus bist. Anderweitig ist sie voll daneben.

Menschlich gesehen absolut verständlich und nachzuvollziehen, Reiko. Allerdings: Wie so oft gelangt man bei umfangreichen Fragen zu einer Personalisierung der Probleme, womit der Gegenüber emotionell angesprochen werden soll. Schicksale, so tragisch sie auch sind, werden einseitig angesprochen, wobei die „andere Seite“ ausser acht gelassen wird, und dass dort nämlich genauso Menschen gestorben sind. (Damit wir uns hier nicht missverstehen: Ich spreche hier nicht allein von der BRD als Gegensatz zur DDR.)
   Mich verwundert nach wie vor die Einseitigkeit, mit der Dinge betrachtet werden; wie differenziert man jedoch werden kann, wenn das eigene Meinungskonzept nicht völlig rund ist. Auch dass ich mich zum Beispiel für die PDS einsetze, muss nicht zwangsläufig bedeuten, dass ich gänzlich und alles befürworte, was diese Partei macht oder gemacht hatte. Oder wenn ich die Doppelmoral der USA angreife, so muss dass noch lange nicht heissen, pro Russland zu sein. Ich verstehe nicht, weshalb dieses Schwarzweiss-Denken nach dem Prinzip „Bist du nicht für mich, bist du gegen mich“ so enorm ausgeprägt ist. Meiner ganz persönlichen Ansicht geht es in erster Linie darum, Zweifel zu hegen und nicht alles schlucken, was einem vorgesetzt wird. Falls das, wie jemand meinte, Paranoia sein soll, kann ich dessen Meinung kaum beeinflussen, aber es verwundert mich, weshalb ein Krankheitsbild heraufbeschworen wird, statt wenigstens die Dinge zu hinterfragen.

(Kennst Du die Szene aus „Der Club der toten Dichter“, als Robin Williams auf den Lehrerpult steigt und die Schüler fragt, weshalb er das macht?)

Marco

Hallö Marco,

ich gebe zu, die PDS vielleicht nur einseitig zu betrachten und zu behandeln, aber ich tue dies mit Recht (mit „meinem“ Recht).

Die PDS ist für mich ein Rotes Tuch (welch Ironie *g*), dazu stehe ich und ich werde diese meine Haltung auch nicht ändern. Dazu beigetragen hat u.a. die Situation in Berlin und was da passierte. Ich war an dem Punkt, der PDS doch recht tolerant gegenüber zu stehen, was angesichts der hohen Wählerschaft auch nur gerechtfertigt ist. Aber diverse Vorkommnisse haben mir wieder zu denken gegeben.

Mich interessiert momentan nicht im Geringsten, welche und wieviele Alt-Nazis in Ost und West nach dem Krieg Politik gemacht haben (dies kann man später noch immer diskutieren), mich interessiert derzeit nur das Thema PDS und Versöhnung.

Für mich gibt es keine Zweiseitigkeit bezüglich dieses Themas. Ich bin halt in dieser Sache befangen. Vielleicht leider, vielleicht aber auch Gott sei Dank.

Die Diskussion mit Dir war sehr interessant und auf sachlicher Basis, ich danke Dir.

Bis zur nächsten Diskussion

Gruss
Reiko