NLP wer hat Ahnung?

Wer kann mir ein gutes Buch über NLP empfehlen? Aber eins wo es auch gelehrt wird nicht nur darauf eingegangen wird, was es ist.

Hallo, guckst du hier:
http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3873870908/qid…
Der Zauberlehrlig von Alexa Mohl

Grüße
ulla

Hallo!

Also ich habe keine Ahnung was NLP ist.

Zuerst bekam ich Komplexe, weil ich dachte - vielleicht habe ich in der Vorlesung schon wieder gepennt.

Dann habe ich bei Google nachgeschaut und musste feststellen: Du postet im falschen Brett…, das Esoterik-Brett ist woanders!

Aber im Ernst: Was soll das denn sein, dieses NLP? Ist das nicht wieder eher eine Glaubensrichtung denn Wissenschaft? Ich habe auf der ersten und einzigen Seite, die ich zu diesem Thema gefunden habe, eine Definition über 8 Axiome gefunden, welche so haarstreubend sind, dass ich gar keine Lust mehr hatte, weiterzulesen.

Und die Buchempfehlung bei Amazon hat mich auch irritiert. Der Lebenslauf der Autorin ist recht wild: studiert angeblich Psychologie und ist hinterher Dr. phil. - habilitiert und lehrt dann als „Privatdozentin“.

Hört sich alles nach Augenwischerei und Abzocke an - ist aber nur ein erster und sehr subjektiver Eindruck von jemanden, der ohnehin viel zu skeptisch ist - ich lasse mich auch eines Besseren belehren!

Lieben Gruß
Patrick

(Der sich halt immer noch fragt, was NLP jetzt eigentlich ist)

Hallo Andrea,

im Junfermann-Verlag gibt es einige Bücher, z. B.:

Neue Wege der Kurzzeit-Therapie - Neurolinguistische Programme
von Richard Bandler und John Grinder ISBN 3-87387-193-9 Buch anschauen

Liebe Grüße,

I.

(Der sich halt immer noch fragt, was NLP jetzt eigentlich ist)

Früher nannte man sowas wohl „Gesundbeterei“…

LG
Stuffi

Offtopic: Lebenslauf der Autorin
Hallo,

zu NLP kann ich nichts sagen, aber hierzu:

Lebenslauf der Autorin ist recht wild: studiert angeblich
Psychologie und ist hinterher Dr. phil. - habilitiert und
lehrt dann als „Privatdozentin“.

Was ist denn daran ungewöhnlich oder wild? Wer Psychologie studiert, hat je nach Studiengang entweder den Dr. phil. oder den Dr. rer. nat. zur Auswahl, je nachdem, wo er oder sie promoviert. Und der Status, den man nach einer Habilitation (d. i. die Erlangung der Lehrbefugnis an einer Universität) heißt in der Tat „Privatdozent(in)“.

Der Begriff ist vielleicht missverständlich, hat sich aber geschichtlich so entwickelt und darf nicht ohne Habilitation getragen werden. Ich weiß natürlich nicht, welches Buch du gelesen hast, aber die Kennzeichnung spricht nicht gegen die Autorin, sondern eher für sie (was natürlich über das Buch selbst noch nichts aussagt). Jedenfalls ist das allein kein Grund, sie als Esoterikerin anzusehen, sondern man sollte eher das Gegenteil vermuten.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo Thomas!

Stimmt - in einigen Fakultäten zählt Psychologie ja zu den Geisteswissenschaften, das verdränge ich zuweilen!

Aber das mit dem „Privatdozenten“ habe ich nicht ganz verstanden? Jemand, der nach der Hab. eine C3- oder C4-Stelle in Form einer Professur an einer Universität erhält, heisst auch „Privatdozent“?

Lieben (& fragenden) Gruß
Patrick

Hallo Patrick,

Jemand, der nach der Hab. eine C3- oder C4-Stelle
in Form einer Professur an einer Universität erhält, heisst
auch „Privatdozent“?

nein, nicht mehr, aber vorher schon. Ein Privatdozent ist ein Habilitierter, der noch nicht verbeamtet ist.

http://de.wikipedia.org/wiki/Privatdozent

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo,

Stimmt - in einigen Fakultäten zählt Psychologie ja zu den
Geisteswissenschaften, das verdränge ich zuweilen!

so kann man das nicht sagen. Psychologie wird zwar an vielen Universitäten zur philosophischen Fakultät gezählt. Deshalb geht die Uni-Verwaltung aber nicht davon aus, daß sie eine Geisteswissenschaft ist. Die Zuordnung ist einfach historisch bedingt, denn die Wissenschaft Psychologie hat sich aus der Philosophie entwickelt. Aber sie ist jetzt schon seit über 100 Jahren keine Geisteswissenschaft mehr.

Grüße,

Oliver Walter

2 „Gefällt mir“

entschuldige…
…meinen Artikel, der dir bei deiner Frage auch nicht weiterhilft.
Denn ein Buch kann ich Dir nicht empfehlen.

Nur, ich wollte nur sagen, dass die nutzlosen Antworten von wegen ‚NLP gehört ins Esoterik-Brett‘, nicht nur nervend, sondern auch falsch sind.

Ich selbst halte zwar, im Rahmen dessen, was mich selbst betrifft, nichts von NLP, weiss aber dass es in anderen Bereichen, die mich nicht selbst betreffen, zB bei Legasthenie, zum Teil mit Erfolg angewandt werden kann. Na, Aspekte von NLP zumindest.

Jemanden darauf zu ‚trainieren‘, eine bestimmte Gehirnhälfte zu ‚aktivieren‘, gehört nämlich auch zu NLP. Und dies kann unter Umständen eben zu extremen Verbesserungen bei Lese-Rechtschreib-Schwäche führen.

Naja, wie gesagt, ich kenne mich ansonsten mit NLP nicht weiter aus, da ich der Meinung war, dass bei meinem eigenen kleinen neurologischen Problem NLP nicht hilfreich wäre, und mich so nicht weiter damit beschäftigt habe.

Gruss, Isabel

Wer kann mir ein gutes Buch über NLP empfehlen? Aber eins wo
es auch gelehrt wird nicht nur darauf eingegangen wird, was es
ist.

Hallo Patrick,

Jemand, der nach der Hab. eine C3- oder C4-Stelle
in Form einer Professur an einer Universität erhält, heisst
auch „Privatdozent“?

nein, nicht mehr, aber vorher schon. Ein Privatdozent ist ein
Habilitierter, der noch nicht verbeamtet ist.

Besser gesagt: der keine Professur hat.
Denn nicht jeder habilitierte Hochschulbeamte ist Professor, und nicht jeder Professor ist Beamter.

Doch!
„Eppure si muove“

Univerwalterische Grüße

Wer kann mir ein gutes Buch über NLP empfehlen? Aber eins wo
es auch gelehrt wird nicht nur darauf eingegangen wird, was es
ist.

Hallo Andrea,

zuerst eine ganz kurze Reaktion auf meine Vorredner bezüglich „Esoterik“: die NLP ist ein unüberschaubares Gebilde, in dem alle möglichen „Coaches“ schnelles Geld zu machen suchen, aber: der Grundansatz ist wissenschaftlich auf alle Fälle ernst zu nehmen (wenn auch ich ihn nicht teilen würde):
Ganz grob: die NLP fragt, ausgehend davon, die „Psyche“ als Kommunikation (mit mir und mit anderen) zu konzipieren, nach der Subjekt-Position des Wahrnehmenden: Wie konstruiere ich meine Wahrnehmung? Auf welche innere Struktur (meine Haltung) stößt das Wahrgenommene? Wie ändere Ich diese Struktur, also wie, in welchen Bahnen teile ich mir selbst das Wahrgenommene kommunikativ mit? Damit: wie stelle ich meine Wahrnehmungen in einen neuen Rahmen, verändere damit das Wahrgenommene selbst?
Ich kann Dir nur drei Bücher empfehlen, die ich selbst allesamt nicht gut finde (weil ich von NLP nichts halte), aber zumindest gelesen habe und lesenswert finde:
Ein Werk der beiden Hauptbegründer der NLP:
Richard Bandler/John Grinder: Reframing (eine theoretische Einführung in die NLP und eine praktische Anleitung zur Selbst-Therapie)
Ein Werk, das nicht direkt zur NLP gezählt werden kann, aber deren Autoren gerne im Kreis der NLP als Referenz dienen:
Watzlawick/Beavin/Jackson, Menschliche Kommunikation (wissenschaftlich durchaus anspruchsvoll; dennoch „allgemein-lesbar“ geschrieben; mit praktischem Nutzen für den mitdenkenden Selbst-Therapeuten)
Ein Werk aus den „Wucherungen“ der NLP, von einem „Erfolgscoach“ geschrieben; eine Verbindung der NLP mit den elementarsten Einsichten des klassischen Behaviorismus zur NAK (NeuroAssoziative Konditionierung)
Anthony Robbins: das Robbins PowerPrinzip (vermittelt kaum theoretisches Wissen; rein praktischer Anspruch, typische „Tschaka-Sprache“; operiert damit, die Umgestaltung der (inneren) Kommunikationsstruktur mit Hilfe der Verknüfung mit Schmerz bzw. Vergnügen zu erreichen)
Ansonsten lässt sich im Netz bestimmt genügend Literatur zur NLP finden;
Eine kleine Bemerkung zur „Esoterik“ aus gegebenem Anlaß: Ich persönlich bin als Vertreter des philosophischen Marxismus eigentlich der Meinung, das gesamte Psychologie-Brett müsste zum „Brett der reaktionären Ideologie“ umgetauft werden. Aber ich benutze diese Meinung auch nicht als Keule, um hier bestimmte Themen totzuschlagen
Viele Grüße
franz

Hallo,

Wer kann mir ein gutes Buch über NLP empfehlen? Aber eins wo
es auch gelehrt wird nicht nur darauf eingegangen wird, was es
ist.

hier habe ich zwei Seiten gefunden, die dir vielleicht weiterhelfen:
http://www.dr-mueck.de/HM_Therapeutisches/HM_NLP.htm
http://www.seminare-coaching.de/relaunch/download.html

Herzliche Grüße

Thomas Miller

Hallo!

Oje, das wird ja immer schlimmer!

Wenn ich „NLP“ als Suchwoort bei Google eingebe, dann kommen erst einmal „-zig“ Seiten, die mir ein Seminar verkaufen wollen. Wenn ich mir die Preise dafür anschaue, und dann höre, dass es „zum Teil“ bei der Behandlung der „Legasthenie mit Erfolg“ eingesetzt wird, frage ich mich nach einem Kosten-Nutzen Faktor.

By-the-way: Ich habe weder bei PubMed noch bei Medline eine einzige Studie zum Thema „NLP“ gefunden.

Die Sache ist doch die: durch die Bezeichnung „Neuro-“ wird suggereirt, dass es sich um ein Programm auf Neurologischer oder Neuroanatomischer Basis handeln soll. Da bei der Entwicklung kein Arzt beteiligt gewesen ist und Neuroanatomie damals noch nicht Teil der psychologischen Lehre war, frage ich mich: wie soll das gehen?

Und wenn es geht, warum sind dann keine (wissenschaftlichen) Studien veröffentlicht?

Die „Neurowissenschaft“ ist heute eines der erfolgversprechensten Paradigmen in der Psychologie, sie setzt allerdings fundamentale Kenntnisse in Ihrem Bereich vorraus. Die werden meines Wissens nach aber noch nicht bei der „Studiengemeinschaft Darmstadt“ gelehrt.

Aber meiner Meinung nach wurde dieser Begriff sowieso vor einem anderen Zusammenhang gewählt (Verkaufsstrategie).

Eine der suggestiven Grundweisheiten des NLP - „Was ein Mensch kann, können alle Menschen“ hört sich beim Klienten zwar schön an, hat auch bestimmt einen motivationalen Effekt, scheint aber - gerade im Umgang mit Kranken Menschen - blanker Hohn zu sein.

Der Wunsch des Menschen, mittels seines Bewusstsein könnte er alles Steuern, scheint zwar verständlich, aber er ist vermessen und auch von der Realität weit entfernt. Und die Suggestion, man könne das Gehirn programmieren, ist - vor allem wenn der Postulator den Aufbau des Menschlichen Hirns nicht kennt - scheint mir doch vor solchem hintergrund tatsächlich eher eine esoterische zu sein.

So vermessen ist noch nicht einmal die Medizin, obwohl Sie dank moderner Medikamente und OP-Techniken in der Lage ist, wesentlich stärkeren Einfluss auf die Hirnaktivität zu nehmen.

Lieben Gruß
Patrick

Hallo!

By-the-way: Ich habe weder bei PubMed noch bei
Medline eine einzige Studie zum Thema „NLP“ gefunden.

Es gibt schon einige Studien zum Thema:
http://www.hubmed.org/search.cgi?q=neuro+linguistic+…

Tschüss

Matthias

Hallo!

Ich kriege dieselben Links bei NCBI/PubMed. Allerdings finde ich unter KEINEM der Links, welche sich tatsächlich auf NLP beziehen, eine Studie…

Wenn Du mehr weisst, dann lasse ich mich gerne belehren.

Aus den vorhandenen Abstracts zu NLP schliesse ich, dass es sich um Erklärungsmodelle zur Funktionsweise OHNE empirisch abgesichertem Hintergrund handelt.

Die Online-Verfügbaren Artikel von Walter, J. sind Links zu einem Online-Artikel in „BMJ Careers“, in dem ebenfalls die Funktionsweise erläutert werden soll. Die Schwäche des Artikels ist, dass der Autor seine Behauptungen nicht weiter begründet - da er schlecht zitiert (die einleitende wissenschaftliche Behauptung: Communication is made up of words or linguistics (7%), tonality or how the voice sounds (38%), and physiology or body language (55%) ) wird aus einem anderen Pseudo-Artikel oder einer Anleitung zietiert - hier wäre doch wohl die betreffende Untersuchung oder Studie als Zitat angebracht.

Falls doch noch irgendwo eine STUDIE (vor Wissenschaftlichem Hintergrund) auftauchen sollte, bin ich interessiert.

Ein ARTIKEL aufgrund von Behauptungen verschwendet aber meine Zeit.

Lieben Gruß
Patrick

Hallo Patrick,

zwei Einsprüche gegen Dein engagiertes Posting seien mir gewährt:

  1. Das „Neuro-“ der NLP ist zunächst einmal kein bloßer „Verkaufstrick“, es soll nicht suggerieren, ein „Programm auf neuroanatomischer Basis zu sein“; tatsächlich verdreht Dein „Neuro“-Argument sogar insofern die Tatsachen, als die „eigentliche“ NLP „Neuro-“ niemals ohne „-linguistik“ sagen würde. Während die Neurowissenschaften den alten positivistischen Traum der Hierarchie der Wissenschaften träumt, welcher psychologische Vorgänge erst auf biologische, dann auf chemische, letzten Endes auf physikalische Vorgänge zurückführen möchte, setzt dem die NLP Gewichtiges entgegen: nämlich dass neurologische Vorgänge als linguistische Vorgänge konzipiert werden müssen; die NLP geht also in dieser Hinsicht genau den entgegengesetzten Weg der Neurowissenschaften. Damit aber befindet sie sich in „guter wissenschaftlicher Gesellschaft“, geht z.B. den „linguistic turn“, den die Philosophie Anfang des 20. Jahrhunderts vollzogen hat, mit.
  2. Die Einwände, die Du angeführt hast, sind natürlich vollkommen berechtigt, wenn man sie auf das bezieht, was Du unter „NLP“ bei google findest. Tatsächlich arbeiten mit diesem Label alle möglichen Erfolgs-Gurus, die darunter ihr vermeintliches (pseudo-)psychologisches Wissen sammeln, damit die NLP vor allem mit krudem Behaviorismus und kruder Humanistischer Pschologie ("Du kannst alles erreichen!) „anreichern“. Deswegen aber ihren „wissenschaftlichen Kern“ gleich mit in die Esoterik zu verschieben, scheint mir fundamental unangebracht, zumal dann, wenn diese Verschiebung im Namen des neurowissenschaftlichen Reduktionismus geschieht, welcher seit zwei Jahrzehnten mit großem missionarischem Eifer alles aus der Psychologie zu verdrängen trachtet, was sich ihm widersetzt.
    Viele Grüße
    franz

Hallo!

Soviel ich weiss ist NLP eine Ansammlung von verschiedenen „Techniken“ die in Anlehnung an vorhandene psychologische Forschung entwickelt wurden - sozusagen „Therapie light“.

Danach wurde das ganze von cleveren Marketingleuten übernommen und bis zur Unkenntlichkeit entstellt. Daher sind ca. 95% aller Infos darüber auch kompletter Müll.

Beim Rest ist es wie in meinem Bereich: es gibt sehr gute Untersuchungen zu corticalen Veränderungen bei chronischen Rückenschmerzen - jedoch noch keine zum selben Thema bei chronischen Nackenschmerzen; d.h. ich übertrage die Ergebnisse der einen Studie auf die andere.
Auf NLP übertragen: gibt es Untersuchungen aus der „klassischen“ Psychologie die die gleichen Themen behandeln wie NLP? Dann nimmt man eben diese Studien.
Oder habe ich da was falsch verstanden?

Matthias

Hallo Franz,

aber eben der von Dir angesprochene wissenschaftliche Kern der NLP hat sich mir bislang noch nicht erschlossen. Da sich dieses Konzept doch auf Anwendungen zu beziehen scheint, müsste es - um seine Berechtigung im „Psychologie“-Brett zu haben, empirisch überprüft worden sein.

Wenn dem so wäre, würden dann die Gurus solche Studien nicht zitieren (wie z.B. bei Akkupunktur, nur dass hier oftmals verschwiegen wird, dass die Placebobehandlung genauso effektiv ist)?

Aber ich schliesse gar nicht aus, dass es sich um eine empirisch überprüfte Therapie handelt.

Nur für den Fall, dass nicht - so muss ich dann schliessen, dass die Psychologie nun einmal eine empirische Wissenschaft ist (unabhängig von den „Neurowissenschaften“), und das Posting sich in diesem Fall tatsächlich im falschen Brett befindet.

Gruß
Patrick