dein artikel wirkt wohltuend. sehr sachlich und ruhig.
der Lehre Rudolf Steiners …
dem stehe ich äußerst skeptisch gegenüber. aber prinzipiell ist es m.e. deren recht von religiöser beeinflussung seitens des staates verschont zu bleiben.
Genauso ist auch formal das
Kopftuchurteil richtig, denn wenn die Kinder durch eine
Zimmerdeko beinflußt werden können, dann doch erst recht durch
das Aussehen einer Lehrerin.
das seh ich anders, da es eben ihre persönliche sache ist wie sie sich kleidet. alternativen wären uniformen.
wenn auf einmal der örtliche
Kirchenchor (natürlich unter Einhaltung der Ruhezeiten)
nebenan seine wöchentliche Probe abhält?
das müßte geduldet werden, immerhin ist es eine private veranstaltung.
Nicht zu denken an das
kollektive Geschrei, wenn irgendwo eine Moschee gebaut würde
inkl. der Gebete des Imams.
auch das müßte theoretisch geduldet werden, wird es aber nicht aufgrund der mehrheitsverhältnisse.
beides hat nichts damit zu tun, daß der staat seine räumlichkeiten mit religiösen devotionalien schmückt.
Was ist mit
ihren Rechten?
eben. seh ich auch so. ich weiß daß es kleidungsvorschriften für fast alle berufe gibt. niemand wird einen lehrer in badehose unterrichten lassen, nur weil es ihm heiß ist. aber die begründung für das kopftuchverbot lautet eben auf religion und nicht auf „sittlichkeit“ oder ähnliches, d.h. eine andere lehrerin die mit modischer bandana unterrichtet hätte keine probleme. und da sehe ich ein problem. hätte man einfach jegliche kopfbedeckung im schulgebäude verboten, zb. aus „hygienischen gründen“, dann sähe es anders aus.
Was ist daran eigenartig? Ein frommer Jude wird immer und
überall eine Kippa tragen.
das stimmt nicht so ganz. eine kipa ist nicht vorschrift. ein hut, eine baseballkappe, eine bandana tut’s auch. beim kopftuch ist dasselbe. die frau kann ihre haare genauso mit einer perücke bedecken.
aber dann möchte ich mal sehen was die reaktionen dann wären. werden diese dinge dann auch verboten? der zweck bliebe ja exakt der selbe. die fragen kämen nach wie vor „wieso trägst du immer einen hut?“
Ich würde mich wehement dagegen wehren, dass der
Islam deutsche Staatreligion würde und dann die Fundis meiner
Frau vorschreiben würden, wie sie sich zu kleiden hätte.
im moment gehts darum, ob man moslems vorschreiben soll, wie sie sich in einem christlichen land zu kleiden haben.
wie ich schon einmal schrieb:
wenn ich als Christ in moslemischen Ländern frei äußern darf (und - als Frau [wenn ich eine wäre] - kein Kopftuch tragen muss), dann hab ich auch nix dagegen, dass Moslems in unserem Land sich frei entfalten (obwohl ich gegen diese Religion bin).
Solange aber Christen in solchen Ländern unterdrückt, gefoltert etc. werden, hab ich da auch hier kein Nachsehen und befürworte solche Gesetze.
Genauso würde ich es begrüßen, wenn die Sikhs, welche (soweit ich weiß) auf Motorrädern von der Helmpflicht ausgeschlossen sind, da sie immer einen Turban tragen müssen, da genauso rangenommen werden. Da können sie eben kein Motorrad fahren.
Da mach ich mal ne neue Religion auf und lege als Oberguru fest, dass es verboten ist ohne Alkohol und mit Gurt Auto zu fahren. Hoffentlich werde ich da auch von solchen ordnungshütenden Wesen nicht belästigt und hab meine Religionsfreiheit.
Aber wie schon das Wort sagt: Andere Länder, andere Sitten.
du gehst ganz nach dem Motto : „Auge um Auge…Zahn um Zahn“. Wenn ich in den Ländern unterdrückt werde, dann die in meinem Land auch…
Sehr sinnig! guter Vorsatz.
Hat sich schon jemand mal überlegt, dass es eigentlich kein Land gibt, in der es eine Islamische Regierung gibt ? einschließlich Iran, denn wenn sie anders gläubige zwingen, z.B. mit Kopftuch rumzulaufen, dann verstoßen sie gegen den Islam…
Man solle bitte immer daran denken, alle Regierungen in den islamischen Ländern die NICHTIslamisch ! sie sind Koruppt und beuten das Volk aus. Ob sie sich nun Monarchie, oder Demokratie nennen.
Also sollte man möglichst keine Argumente in die Diskussion bringen, in der in irgendeiner Art und Weise eine Regierung eine Rolle spielt. Nur der Gedanke des Islam, der Religion ist zu berücksichtigen…
wie ich schon einmal schrieb:
wenn ich als Christ in moslemischen Ländern frei äußern darf
(und - als Frau [wenn ich eine wäre] - kein Kopftuch tragen
muss), dann hab ich auch nix dagegen, dass Moslems in unserem
Land sich frei entfalten (obwohl ich gegen diese Religion
bin).
Solange aber Christen in solchen Ländern unterdrückt,
gefoltert etc. werden, hab ich da auch hier kein Nachsehen und
befürworte solche Gesetze.
Mit anderen Worten: Solange Dir ein Land einfaellt, wo Angehoerige der hiesigen Mehrheit als dortige Minderheit diskriminiert, solange willst Du Angehoerige der dortigen hierzulande intolerant diskriminieren und ihnen vorschreiben, was sie zu tragen haben, andernfalls sie aus einem Teil des oeffentlichen Lebens ausschliessen. Mit anderen Worten: Die Rachsucht-wie-du-mir-so-ich-dir-logik wie in einem Kindergarten. Als erwachsener Mensch Intoleranz mit Intoleranz begruenden.
Aber wie schon das Wort sagt: Andere Länder, andere Sitten.
Na offenbar nicht, denn Du willst es ja gleich tun , auch wenn Du es anders meintest,
Andere Laender, andere Sitten wuerde fuer mich hier bedeuten, dass man hierzulande nicht die Intoleranz und Diskriminierung ausuebt, wie in Saudi-Arabien und aehnlich.
wieso sollte ich tolerieren, dass in anderen Ländern Christen gefangen, gefoltert, unterdrückt oder sogar getötet werden für ihren Glauben und hierzulande gehen die andersgläubigen (sprich Moslems etc.) auf die Barrikaden, wenn sie nicht die Rechte ihrer Religion anerkannt bekommen. Da wird auf einmal auf Religionsfreiheit gepocht.
Sollen sie sich doch mal an der eigenen Nase ziehen.
Was denkst du denn, wie die protestieren würden, wenn Deutschland sagen würde, wer nicht zur ev. oder kath. Kirche geht (oder andere bibeltreue Kirchen), der muss bei jedem Einkauf 5% mehr bezahlen?
Dann sollen sie aber nicht protestieren, wenn Gerichte auch hierzulande Einschränkungen in die Religionsausübung in der Öffentlichkeit festlegen.
wieso sollte ich tolerieren, dass in anderen Ländern Christen
gefangen, gefoltert, unterdrückt oder sogar getötet werden für
ihren Glauben und hierzulande gehen die andersgläubigen
(sprich Moslems etc.) auf die Barrikaden, wenn sie nicht die
Rechte ihrer Religion anerkannt bekommen.
Nirgendwo sollst Du tolerieren, dass irgendwer irgendwo irgendwie unterdrueckt wird. Ich hielt Dir lediglich vor, dass Du hingegen hiesige Intoleranz forderst mit der Begruendung, es gaebe woanders Intoleranz.
Da wird auf einmal
auf Religionsfreiheit gepocht.
Wir leben hier, schon vergessen?
Sollen sie sich doch mal an der eigenen Nase ziehen.
Wer sind „sie“?
Was denkst du denn, wie die protestieren würden, wenn
Deutschland sagen würde, wer nicht zur ev. oder kath. Kirche
geht (oder andere bibeltreue Kirchen), der muss bei jedem
Einkauf 5% mehr bezahlen?
Da waere jeder, nicht nur „sie“, auch vollkommen im Recht.
Dann sollen sie aber nicht protestieren, wenn Gerichte auch
hierzulande Einschränkungen in die Religionsausübung in der
Öffentlichkeit festlegen.
Aeh? Lies noch einmal Deine beiden letzten Saetze, Du widersprichst Dir. Einmal forderst Du Gleichheit, das naechste Mal schraenkst Du sie ein.