Hallo Taju,
ich wollte dir bestimmt nicht Naivität vorwerfen.
Du argumentierst, daß das Kopftuch religiöse Gründe hat.
Dahinte stehe, daß der Mann durch die Frau sonst von der
Reinheit seines Glaubens abgelenkt würde. Bei einem Bauchnabel
sei das etwas anderes, weil er ja von keiner Religion
gefordert sei.
Ja, es ist Mode. Keine, die ich mir von einer Lehrerin wünsche (ich finde überhaupt, dss Lehrer nicht zu übertrieben gekleidet rumlaufen sollten, das lenkt nur von den eigentlichen Inhalten ab.
Wenn ich da nur an die arme Jungs in der Pubrtät denke, die ein sexyhexy gekleidete Lehrerin vor sich haben.
) - außerdem ist in Studien gezeigt worden, dass man Frauen, die zu sexy gekleidet sind, für weniger kompetent hält. Aber das ist nochmal ein anderes Thema.)
- auf jedenfall kannst du sowas nur über eine hier auch mal angesprochene „Uniform“ oder Kleiderordnung umgehen. Btw.- wieso nicht? Ich habe vor Urzeiten eine Banklehre gemacht. Jeans waren verboten, Männer hatten Krawattenzwang…damit kann man auch leben, ohne das es weh tut. ( Schuluniformen find ich eigentlich auch eine gute Idee:smile:)
(…)
Lehrerin als Vorbild? In welche Nöte bringt sie Mädchen, die
vielleich ihren Nabel nicht zeigen wollen (oder dick sind,
Narben haben etc.).
? Schön ist anders, das ist war. Aber ich sehe da persönlich nicht, wo das etwas über eine Weltanschauung aussagt.
Ich finde, dass du da künstlich Parallelen ziehst. Frau Ludin selbst argumentiert ja mit der Religionsfreiheit. Es scheint ihr also aus religiösen Gründen wichtig zu sein. nicht aus modischen.
Ich gehöre nun wirklich zu den Frauen, die aus Figurgründen nie hautenge oder hautzeigende Sachen anziehen würden. Ich käme nie auf die Idee, darin eine Weltanschauung zu sehen, wie du es darstellst. Da komm ich nicht mit. Für mich ist eher der aktuelle Bezug wichtig. Businessklamotten beim Geschäftstermin, Jeans bei Freunden, Sportsachen beim Fitness. Jeans beim Geschäfstermin macht man nicht. Warum? Man schadet sich selbst. Und es hat auch was mit Respekt vor dem anderen zu tun, sich angemessen zu kleiden.
Jedenfalls denke ich, daß es nicht hilfreich ist, religiöse
begründete Weltanschauungen, in Kleidern manifestiert, zu
verbieten, anderweitige jedoch nicht. Wir müßten täglich neu
zum Verfassungsgericht rennen, um zu klären, ob nicht doch
etwas religiös ist.
Naja. wenn ich eine blaue Blume im Ohr trage und das ist das Zeichen der Religion der Ptolemäischen Wiedererweckten - und niemand außer mir weiß das, dann wirds auch niemand kümmern, wenn ich es nicht jedem erzähle:smile:. So unklar ist das ja nun nicht, was religiös begründet ist. Und wo würdest du umgekehrt die Grenze ziehen? Ist Burka auch ok? Ich habe damit sogar im „normalen“ Leben massive Probleme, das auszuhalten, ehrlich gesagt.
Im übrigen halte ich es nicht für akzeptierbar, daß
muslimische Mädchen nicht mit zu Klassenfahrten dürfen. Da
immer eine weibliche Person anwesend sein muß, steht dahinter
ein mangelnder Respekt der Eltern vor der Lehrerin, der nicht
akzeptabel ist. KLassenfahrten gehören zur Schulpflicht. In
diesem Fall würde ich der Rechtssprechung hierzulande
widersprechen.
ja, ist aber schwierig durchzusetzen, im Zweifelsfall ist das Mädchen dann halt krank.
Ob eine Lehrerin mit Kopftuch unterrichten darf, ist nur
individuell zu entscheiden. Es geht um die grundsätzliche
Frage, ob der Islam dem Grundgesetz widerspricht. Tut er es
nicht bzw. muß dem nicht so sein, muß man dessen Traditionen
bis zu einem gewissen Grad auch akzeptieren. Eine solche
Lehrerin wird dabei sicherlich deutlicher als andere machen
müssen, daß sie mit dem GRundgesetz übereinstimmt.
Da bist du dann genauso schnell vorm Gericht, wie im o.g. Fall von dir.
Ansonsten befürchte ich einen Dammbruch (Stichwort Burka etcpp.). Und ich sehe, dass es vor allem sehr autoritative Religionen sind, die sich auf ihr Recht auf Religionsfreiheit berufen. Das gilt auch für diverse christliche Sekten. (ich seh da keinen Unterschied!) Sie fordern Toleranz im Namen der Religionsfreiheit - leben oft aber Intoleranz. ich denke, wir müssen da stärker zeigen, wo unsere Grenzen als liberale Geselslcahft sind.
Viele grüße,
barbara

daß solche leute sich deutschland aussuchen liegt an der bekannten „ausländerfreundlichkeit“ deutschlands. die wird von radikalen islamisten ausgenutzt.