Noch mit 5 in die Schule

Hallo WWW-lers!

Ich wollte mal eure Meinung lesen, deshalb dieser Artikel: Meint Ihr David soll jetzt Vorschulkind werden oder doch noch ein Jahr damit warten?

Es geht um meinem Sohn, der mitte Oktober erst 5 wird und ab september (praktisch in einem Monat) Vorschulkind wird.

Lt. einstimmigen Aussagen beider Erzierinnen in seiner Klasse, ist David geistig durchaus in der Lage schon jetzt Vorschulkind zu sein. Ich will jetzt nicht hier mit seinen Fähigkeiten sprotzen, aber „dumm“ ist er schon gar nicht (wenn ich mich so ausdrücken darf).

Das einzige was Grund zur Bedenken gab, doch erst fast mit 7 in die Schule zu schicken war die Tatsache, daß er sich nur schwer konzentrieren und nie lange sitzen kann. Allerdings haben wir große Zweifeln daran, daß es sich innerhalb eines Jahren so grundlegen ändern wird, daß er dann total konzentriert stundenlang zuhören kann.

Das „Problemchen“ dabei ist, daß David unbedingt geistige Förderung braucht und will. Und im KiGa ist das nur beschränkt möglich. Da er schon vieles kann, fällt er halt im KiGa auf. Dieses Bedürfnis holt er sich dann daheim auf. Und wir denken nun, daß wenn er 1 Jahr später in die Schule geht, wird er wieder dort auffallen, weil er das meiste sich das schon von Daheim aus, geholt hat und bereits kann.

(Anekdote: Neulich hatte ich einen T-Shirt an, auf dem darauf das Wort „Mexico“ stand. Als David das sah, fragte er mich wörtlich: „Mama, mama wie spricht man die M mit dem E aus, wenn die zusammen sind?“)(1)

So es ist nun etwas länger geworden, aber ich würde mich sehr freuen eure Meinungen zu lesen.

Vielen Dank im Vorfeld!

Schöne Grüße
Helena
(1) Übersetzt aus dem Spanischen, da er zweisprachig ist und mit mir ausschließlich diese Sparache redet.

erfahrungsbericht:
hallo helena,

unser sohn ist ende september geboren, ein „kann“-kind wie das deine.

intellektuell war er mehr als schulreif (ganz der papa *g*), vom sozialverhalten her sehr schwierig, und überhaupt…

wir haben uns dann entschlossen, ihn einzuschulen - und es war furchtbar!
die ersten eineinhalb jahre waren so schrecklich, daß ich diesen entschluß sehr bereut habe; probleme über probleme: lesen war schwierig, stillsitzen war schwierig, den banknachbarn respektieren war unmöglich, in der pause nicht raufen war unmöglich… usw. usf.
er hat sich aber im letzten halben jahr gefangen: sein zeugnis (2. klasse) ist wirklich toll - und das, obwohl ihn seine lehrerin absolut nicht mochte!

aber wenn du mich jetzt fragst, ob ich wieder so handeln würde: nein!
lieber ein nicht so spannendes kindergartenjahr als diesen stress in der schule :smile:

was sagt denn dein gefühl?
(ich selbst bin übrigens ein oktoberkind, das mit 5 eingeschult wurde und keinerlei probleme hatte…)

schwierige entscheidung, gell!?
und man weiß nicht mal rückwirkend, ob es gut oder schlecht war…

gruß,
raZZmataZZ

Hallo Helena,

ich habe meine Tochter aus ähnlichen Motiven auch mit 5 eingeschult - ich würde es wahrscheinlich nicht mehr machen.
Obwohl die Schule einen recht offenen Unterricht praktizierte, also ziemlich viel Freiraum zum Rumlaufen und dergleichen, waren diese Dinge wie ab und an mal stillsitzen, mit dem Kopf bei der Sache bleiben etc. einfach nicht machbar. Also fiel sie zwangsläufig auf - dazu war sie mit Abstand die jüngste, schon zwei Dinge, die sie „anders“ machten und dazu einluden sie zu pisacken. Was die Mitschüler gerne in Anspruch nahmen. Rein kräftemäßig war sie unterlegen und ohnehin nicht zu Konfliktlösung mit Gewalt erzogen - die Mitschüler hatten dagegen wenig Probleme mit körperlicher Gewalt. Die Lehrer unternahmen bis auf mit dem Zeigefinger wedeln nichts und sie entwickelte sich zusehendst zum klassischen „Opfer“, ihre Noten wurden immer schlechter und sie selbst sagte, dass sie gar nicht besser sein will, weil die anderen sonst sagen, dass sie ein „Streber“ sei - sie wollte eben nicht noch mehr auffallen. Von der Überlegung sie ein Schuljahr wiederholen zu lassen, rieten mir die Lehrer immer ab, auch meine Familie, bei der ich mir gerne Rat hole, riet davon ab - sie selbst wollte auch nicht wiederholen, es wäre also „Strafe“ in ihren Augen gewesen.

Heute ist sie 10, 5. Klasse Gymnasium (nach den Ferien 6.), zum Glück sind wir umgezogen, sie kam in eine völlig neue Klasse, in der sie noch nicht in einer Rolle festklebte. Neuanfang. Prima, dachte ich - sie hat sich so weit entwickelt, dass sie mit Anfeindungen besser umgehen kann, dass sie sich eher behauptet und verteidigt. Das hat sich auch bewahrheitet, aber nun sind die Probleme andere:

Die Mitschüler/innen sind 1-2 Jahre älter, da schlägt schon ganz schön die Pubertät zu, meine Kurze ist dagegen wirklich noch Kind. Ihr Bedürfnis ist es, genauso „cool“ und „hipp“ zu sein, alles zu dürfen, was ihre Klassenkameraden dürfen - natürlich, sonst ist sie wieder Außenseiter. Das ist nun manches mal echt Drahtseilakt, da den Mittelweg zu finden. Einfach so, 5. Klasse, ab jetzt darfst Du Dich schminken, bekommst 30 Euro Taschengeld, bekommst hochhackige Schuhe und bauchfreie Tops, obwohl Du eigentlich immernoch am liebsten breitbeinig auf dem Stuhl sitzt und in Bäumen kletterst… das geht einfach nicht. Die Klassenkameradinnen stiften sie an, mich zu belügen, Schminke mit in die Schule zu schmuggeln etc. meine Tochter weiß sich natürlich nicht anders zu helfen als zu sagen, dass ich eine Zicke bin, die ihr alles verbietet. Ich erlaube schon durchaus mehr, als ich es tun würde, wenn sie noch in der Grundschule gewesen wäre, aber mit 12jährigen muss sie nun wirklich nicht mithalten können. Schon gar nicht, wenn es einfach nicht ihrer Art entspricht.

Auch an dieser Schule sprach ich das Thema „Schuljahr wiederholen“ an - zu einem Zeitpunkt als selbst meine Tochter das wollte, auch hier hielten die Lehrer das nicht für notwendig. Meine Familie sagt, ich dürfe ihr das Leben auch nicht zu leicht machen, sie müsse schließlich lernen sich durchzubeißen. Jetzt sind wir an dem Punkt, dass wir viele Kompromisse gefunden haben, sie fühlt sich in der Klasse wohl, wird akzeptiert und doch rennt sie den anderen bildlich gesehen immer nur hinterher - ein bis zwei Jahre Unterschied in der Entwicklung sind gerade in diesem Alter unheimlich viel. Ich frage mich oft, ob sie nicht in einigen Punkten ein anderer Mensch wäre, wenn sie mehr unter ihrer Altersklasse aufgewachsen wäre.

Nun warte ich das nächste Schuljahr ab, dann kommt die 2. Fremdsprache (sie ist nicht sooo gut in Sprachen)- eigentlich hoffe ich ein bißchen, dass die Noten weitere Gedankenkämpfe erübrigen.

Ob das frühe Einschulen nun gut oder schlecht ist, ist leider eine sehr individuelle Geschichte, in unserem Fall war es falsch.
Nur um der Forderung nach Förderung Deines Sohnes gerecht zu werden, würde ich die anderen Risiken nicht in Kauf nehmen. Man kann ihn schließlich auch mit Dingen fördern, die nicht dem Schulstoff entsprechen - somit hat er dann später auch keinen Vorsprung.

die Mücke

2 „Gefällt mir“

bei meinem Bruder
war es genau das richtige.

Der hätte sich im Kinergarten zu Tode gelangweilt weil er dort unterfordert war.

Ausserdem ists für das spätere Leben fast immer ein Vorteil früher mit der Schule abgeschlossen zu haben.

Dies nur mal so um deinen Erfahrungsbericht nicht so im Raum stehen zu lassen.

Gruss Ivo

Hi!

Natürlich ist es toll wenn man möglichst früh mit der Schule fertig ist… aber in dem Alter würde ich es noch nicht machen.

Der Junge verpasst nix, und wenn er jetzt schon Dinge lernt, die in der Grundschule vorkommen, erleichtert das ihm höchstens eine Empfehlung fürs Gymnasium.

Was nutzt dir ein intelligenter junger Mann wenn er ein Arsch ist?
Soll heißen: Intelligenz hin oder her, aber soziale Kompetenz muss her, und die lernen Kinder zu allererst im Kindergarten.

Wie siehts denn aus, hat er Freunde? Wenn er jetzt ein Jahr früher in die Schule kommt muss er wieder neue finden, neue Kontakte knüpfen. Gleichzeitig kommt der Stress hinzu, wenn es doch Probleme gibt.
Und wenn das schief läuft, gibt es später viele Probleme überhaupt soziale Kontakte zu knüpfen, was einsam, hart und sehr schmerzhaft ist, da spreche ich aus Erfahrung.

Gönnt ihm das Jahr.
Wenn er wirklich ein so fixes Kerlchen ist, dann habt ihr später noch oft genug die Möglichkeit ein Schuljahr zu überspringen. Eine Freundin von mir hat die 5, 8, und 11. Klasse übersprungen und macht dieses Jahr Abi, obwohl sie erst 16 ist. Das macht sich auch gut, denn sie hat gelernt mit Menschen umzugehen und schnell neue Kontakte zu knüpfen, weil sie es halt als junger Mensch gelernt hat und wusste wie es ging.

Abgesehen davon: Bei dem, was die Kids in der Grundschule lernen ist es eh gut wenn er zuhause dazubuttert, die Bildung ist nicht immer ausreichend um auf der weiterführenden Schule zurrecht zu kommen.

Hallo Kate

Wenn er wirklich ein so fixes Kerlchen ist, dann habt ihr
später noch oft genug die Möglichkeit ein Schuljahr zu
überspringen. Eine Freundin von mir hat die 5, 8, und 11.
Klasse übersprungen und macht dieses Jahr Abi, obwohl sie erst
16 ist. Das macht sich auch gut, denn sie hat gelernt mit
Menschen umzugehen und schnell neue Kontakte zu knüpfen, weil
sie es halt als junger Mensch gelernt hat und wusste wie es
ging.

Ich glaube, das eine hat hier nichts mit dem anderen zu tun. Wenn deine Freundin drei Klassen übersprungen hat, gehört sie sicher im Hinblick auf den IQ zu den oberen 2%, wenn nicht gar 1%.

Soll heißen: nicht jedes Kind (wohl die wenigsten), das sich in der 1. Klasse langweilt, kann auch eine Klasse überspringen. Die Anforderungen in der 1. Klasse könnten zu niedrig sein, der direkte Sprung in die nächste Klasse aber zu groß.

Jemand machte den Vorschlag, das Kind mit anderen Dingen als Schulstoff zu fördern. Ich meine das macht sehr viel Sinn. In der Grundschule kann man als Eltern den Stoff noch überschauen und selektieren, was das Kind später sowieso lernt.

(Anekdote: Neulich hatte ich einen T-Shirt an, auf dem darauf
das Wort „Mexico“ stand. Als David das sah, fragte er mich
wörtlich: „Mama, mama wie spricht man die M mit dem E aus,
wenn die zusammen sind?“)(1)

Hoppala. Könnte etwas heißen, muss aber nicht. Dass er weiß, dass das M ein M ist, bedeutet erst einmal nichts. Wenn du ihm ein Schild mit einem Auto zeigst, weiß er ja auch, dass es sich um ein Auto handelt. Die Aussprache (und somit das Lesen) selbst herleiten, konnte er scheinbar nicht. Allerdings lässt sich anhand dieser Anekdote natürlich nicht beurteilen, ob er es in den nächsten Monaten tun wird oder nicht und wie weit er ist.

Hallo Kate

Wenn er wirklich ein so fixes Kerlchen ist, dann habt ihr
später noch oft genug die Möglichkeit ein Schuljahr zu
überspringen. Eine Freundin von mir hat die 5, 8, und 11.
Klasse übersprungen und macht dieses Jahr Abi, obwohl sie erst
16 ist. Das macht sich auch gut, denn sie hat gelernt mit
Menschen umzugehen und schnell neue Kontakte zu knüpfen, weil
sie es halt als junger Mensch gelernt hat und wusste wie es
ging.

Ich glaube, das eine hat hier nichts mit dem anderen zu tun.
Wenn deine Freundin drei Klassen übersprungen hat, gehört sie
sicher im Hinblick auf den IQ zu den oberen 2%, wenn nicht gar
1%.

Ja. Das ist der Punkt, punkt.
WENN er zu diesen 1-2% gehört, kann ers immernoch machen, ansonsten sehe ich nicht ein den Jungen unnötig vorher einzuschulen, die meisten Kids haben dann Probleme, weil sie noch nicht *reif* genug sind. Zwischen Reife und Intelligenz gibt es auch einen Unterschied. Und wenn der Junge noch starke Probleme mit dem Stillsitzen hat, sehe ich nicht, warum man ihn sich nicht *normal* entwickeln lassen sollte.

Und für die Förderung zuhause bin ich ja auch. Schaden kann es eigentlich nie und ist oft sogar nötig.

Hi helena,

ich weiß nicht, ob es das, was ich hier beschreibe,
in Bayern gibt. In Hessen wird an einigen Schulen
die erste und zweite Klasse gemeinsam unterrichtet.
DAs scheint - nach allem was ich höre - gut zu funktionieren.
Auch an der Schule, an der ich arbeite, wird das so
gemacht.
Die meisten Kinder brauchen für dieses „große“ erste
SChuljahr 2 Jahre. Wenige, aber doch einige, schaffen
es in 1 Jahr. Und manche brauchen 3 Jahre dafür.
Entschieden wird im Kollegium gegen Ende des Schuljahres.
Das große Alterspektrum in diesem Jahr beeinflusst den
Unterricht einerseits, da muss auch individueller auf
die Kinder eingegangen werden, andererseits helfen die
Kinder sich auch gegenseitig. Jedenfalls fällt es
dort seltsamerweise weniger auf, wenn einer nach oben
oder unten aus der Altersgruppe rausfällt. Und eine
eventuelle Fehlentscheidung - wenn ein Kind zu früh
oder zu spät eingeschult wurde, kann ganz nebenbei
in den ersten Jahren schmerzlos behoben werden.

Gruß
Elke

nochwas
Hallo,

ein anderer Aspekt ist der:

Das einzige was Grund zur Bedenken gab, doch erst fast mit 7
in die Schule zu schicken war die Tatsache, daß er sich nur
schwer konzentrieren und nie lange sitzen kann.

Das ist im ersten Jahr viel wichtiger, als man gemeinhin
denkt. Nicht nur, dass er immer an Grenzen stößt, misslich
auffällt, sich u.U. bei der Lehrerin unbeliebt macht,
er wird auch einiges vom Stoff nicht mitbekommen (was er
aber eher braucht, weil er ja jünger ist und ihm ein
Jahr gegenüber seinen Klassenkameraden fehlt). Wichtig
ist doch, dass ein Kind in diesen Jahren lernt, das Lernen
zu lieben, das wird schwer, wenn es mit ständigen Mahnungen
begleitet wird.

Selbst wenn er ein lebhafter Junge bleibt -
je älter er wird, desto leichter wird es ihm fallen, sich
selbst zu kontrollieren (er mag dann im Vergleich zu anderen
immer noch lebhafter, unaufmerksamer sein - aber im Vergleich
mit sich selbst ein Jahr früher, ist es bestimmt besser; bewusst
ausgenommen falls ein klinisch diagnostiziertes Aufmerksamkeits-
defizit bestünde).

Egal, wie ihr euch entscheidet: wenn es mal entschieden
ist, steht dazu. Wie schon jemand anderes schrieb:
man kann nicht mal im Nachhinein wirklich wissen, ob die
Entscheidung richtig war. Deshalb sollte man nicht
mehr darüber grübeln, wenn es mal getan ist.

Gruß
Elke

Hallo,
musst du denn David 2007 einschulen wenn er jetzt ab September in die Vorschule geht?
Könnte er denn nicht ggfs 2 Jahre in die Vorschule gehen?
Wenn das möglich ist, warte doch einfach ab, wie er sich in diesem Jahr in der Vorschule entwickelt und entscheide dann erst über den Schulbesuch.
grüsse
dragonkidd

Hallo Punkt!

Da du mich dazu aufförderst ;o)))) sage ich Dir gleich, daß er (im Okt. 5 J.a.) kennt schon zweifelsfrei ALLE Buchstaben und viele davon kann er selbstständig und OHNE Vorgabe auch schreiben. Sein eigener Name schreibt er bereits so flüssig, als ob er schon seit Jahren täte. Die Zahlen kennt er, natürlich in zwei Sprachen, bis ca 15. Und wenn er die Auswahl hat, selbst einen CD zu hören (und wir Erwachsenen das keineswegs beeinflüssen können) dann nimmt er sich stets Mozart. ER nennt ihn übrigens „Mozart Amadeus y Wolfgang“) ;o)))

Seine Lieblingsbücher sind aus der Reihe „Wie, wann warum“ und am liebsten nimmt er sich das Buch über die Geschichte des „Titanic“'s (was er mittlerweile schon auswendig kennt). Fahrradfahren ohne Stützrädern ist seine Lieblingsbeschäftigung.

So, das ist was mir auf die schnelle einfällt.

Und da es hier erwähnt wurde:
Er hat keine soziale Schwierigkeiten. Es ist ein Mensch, der sehr gerne teilt und spielt mit Kamaraden. Freunde und Bekanten hat er jede Menge und, ausser er ist schlecht darauf, (und das kommt selten vor) spielen alle gerne mit. Bis jetzt ist es diesbezüglich nicht schlecht aufgefallen. Ausserdem hat er sein „Busenfreund“ mit dem er am allerliebsten spielt und beim KiGa-Beginn, tgl. aufeinander warten um miteinander zu spielen. Übrigens all die Kinder mit denen er sonst im KiGa spielt werden in ca 20 Tage auch Vorschulkinder. (will heissen, dass die Reife ist schon da und sich nicht anderes „benimmt“ als denen)

Nein von sozialen Schwierigkeiten kann wirklich keine Rede sein. Auch darüber war nie die Rede mit den Erzierinnen.

Ah! Und das mit dem Zeigen auf ein auto: Natürlich macht er das auch. Mit dem Unterschied, daß er mittlerweile die Automarken kenn („Mama, das ist ein Opel“, „Dies hier ist Mercedes“,…) Auch auf spanisch, versteht sich… ;o)))

So, ich wollte nicht damit prallen, aber Du hast mich dazu „gezwungen“ ;o))) ;o)))

Und noch was: Wir zwingen ihn nicht dazu. Ich wäre die allerallerletzte, die ihn sagen würde (so in der Art): „Jetzt setzst Du Dich da und schaust das Buch über den menschlichen Körper und hörst Mozart!!“

Liebe Grüße
Helena

Hi!

Danke für Deine Antwort, Kate!

Natürlich ist es toll wenn man möglichst früh mit der Schule
fertig ist… aber in dem Alter würde ich es noch nicht
machen.

Darum geht es nicht.

Der Junge verpasst nix, und wenn er jetzt schon Dinge lernt,
die in der Grundschule vorkommen, erleichtert das ihm
höchstens eine Empfehlung fürs Gymnasium.

Ich denke da anders, nämlich: Wenn er in die Schule etwas gelernt wird, was er schon kann, wird es ihm langweilig und er wird erst recht auffallen. Das Konzentrieren wird ihm dann zunehmend schwerer fallen, da er das nicht kennen wird (da er das schon kann, braucht er sich weder konzentrieren, noch anstrengen)

Was nutzt dir ein intelligenter junger Mann wenn er ein Arsch
ist?

Er ist aber keins!..

Soll heißen: Intelligenz hin oder her, aber soziale Kompetenz
muss her, und die lernen Kinder zu allererst im Kindergarten.

Das stand nie zur Debatte. Damit hat er keine Probleme.

Wie siehts denn aus, hat er Freunde?

Jede Menge, die auch gerne mit ihm spielen oder nach dem KiGa zu uns kommen um weiter mit ihm zusammen zu sein!

Wenn er jetzt ein Jahr
früher in die Schule kommt muss er wieder neue finden, neue
Kontakte knüpfen.

Ganz und gar nicht! Im Gegenteil!: All die Kinder mit denen er jetzt (am liebsten) spielt, werden jetzt auch Vorschulkinder. ABER (und deshalb hatte ich das nicht erwähnt) wir haben uns davon nicht beeinflüssen lassen.

Gleichzeitig kommt der Stress hinzu, wenn es
doch Probleme gibt.

Probleme hat doch jeder. Auch Kinder…

Und wenn das schief läuft, gibt es später viele Probleme
überhaupt soziale Kontakte zu knüpfen, was einsam, hart und
sehr schmerzhaft ist, da spreche ich aus Erfahrung.

…was man aber jetzt nicht wissen kann. Wie gesagt, im sozialen Bereich läuft bei ihm soweit alles bestens.

Gönnt ihm das Jahr.

Das war ja die Frage warum… Das Szenario was ich mir dabei male ist, daß wenn er noch 1 Jahr im KiGa bleibt und all seine Freunde schon in der Schule sind, erst recht ist es leichter daß er sozial auffällt.

Wenn er wirklich ein so fixes Kerlchen ist, dann habt ihr
später noch oft genug die Möglichkeit ein Schuljahr zu
überspringen.

Das ist wo ich persönlich die Probleme eher sehe. ein Jahr zu überspringen, in diesem alter ist gar nicht wenig und kann Probleme bringen.

Abgesehen davon: Bei dem, was die Kids in der Grundschule
lernen ist es eh gut wenn er zuhause dazubuttert, die Bildung
ist nicht immer ausreichend um auf der weiterführenden Schule
zurrecht zu kommen.

Da bin ich ganz und gar Deine Meinung. Ich kenne eh ja nur, daß schon im KiGA und bis zur Abi, die Menschen von 9 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr tgl von Mo-bis Fr in die Schule sitzen. Das hat rund 40 Mio Spanier nicht geschadet. Und von so vielen Ferien ganz zu schweigen! ich konnte es nicht glauben als jemand mir erzählte wie es in Deutschland üblich ist!!! (und begreife es jetzt kaum noch!) Aber das ist ja Zukunftsmusik.

Also nochmals vielen Dank für Deine meinung.
Schöne Grüße
Helena

Aber ja!
Hallo,
ich stell mich mal quasi „gegen“ viele der anderen Artikel hier, und das aus Eigenerfahrung:
Ich bin selbst auch mit 5 in die Schule. Bei mirs liefs super: Ich hatte mich im Kindergarten auch gelangweilt, wollte nicht mehr „nur spielen“, auch ich konnte schon (ein wenig) lesen. Und es gab 2, die waren noch jünger, wurden erst im November 6. Von wegen Probleme mit den anderen. Das alter schwankt in jeder Klasse, da sind 6- und 7-jährige in der ersten Klasse, und eben auch oft 1-2 5-jährige. Der sucht sich schon seine freunde, die auf der etwa gleichen Entwicklungsstufe sind!
Meine Empfehlung: Gib ihn in die Schule. Wieder raus kann er immer. Aber sich 1 ganzes Jahr zu langweilen kann zu hoher Frustration fühlen und aggressiv machen.
Und: Es stimmt nicht, dass man Kindern noch ein Jahr spielen „gönnen“ muss, sie vor dem Lernen „schützen“. Kinder wollen lernen, sie stellen doch auch dauernd Fragen. Nimm den natürlichen Wissensdrang mit, so fällt der Einstieg leichter!
Lg,
Norah

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi helena,

ich finde Dragonkidds Antwort sehr überlegenswert -
wie ist das - kann er die Vorschule notfalls ein
Jahr länger besuchen?
Außerdem: wenn alle seine Freunde (du schreibst aber
nichts über den Busenfreund?) jetzt in die Vorschule
kommen --> das ist ein großes Argument, ihn bei seinen
Freunden zu lassen, ihn also auch zu schicken.
Ich weiß, dass du dich vor einiger Zeit schon hier
über deine Gedanken zur Schulart für David (spanisch oder
nicht) geäußert hast. Da spielte doch auch ganz konkret
die Überlegung mit, dass er seine Freunde behalten soll.

Gruß
Elke

Hi Elke!
Vorab vielen herzlichen Dank für Deine Antwort.

ich finde Dragonkidds Antwort sehr überlegenswert -

Ja, ist es auch!! Wir sind einer Meinung. :o))

wie ist das - kann er die Vorschule notfalls ein
Jahr länger besuchen?

Ja. so wie ich in Erfahrung gebracht habe, kann sich die endgültige Entscheidung bis zum 1. Schultag hinziehen und doch dann zurücknehmen und noch 1 Jahr im KiGa.

Außerdem: wenn alle seine Freunde (du schreibst aber
nichts über den Busenfreund?)

Ich weiß nicht was ich über ihn sagen soll… Er ist im Juni 5 geworden und sie sind unzertrennlich. Es ist ein deutsches Kind aus einer kinderreiche Famile (hat 3 Geschwister) Wenn ich mit David vergleiche, ist er geistig lange nicht so fitt wie David und zeigt wenig Interesse für geistige Förderung. Ansonten ist er sehr lieb und gehorsam und versteht sich mehr als gut mit David (und umgekehrt).

jetzt in die Vorschule
kommen --> das ist ein großes Argument, ihn bei seinen
Freunden zu lassen, ihn also auch zu schicken.

Ja, für mich schon. Ich weiß wirklich was es heisst Freunde (langjährige passt hier wohl nicht so, oder??) ;o))) aus der Schule auch privat zu haben und diese in der Umgebung zu haben. Noch heute meine Freunde sind die, mit denen ich die Schulbank gedrückt habe!

Ich weiß, dass du dich vor einiger Zeit schon hier
über deine Gedanken zur Schulart für David (spanisch oder
nicht) geäußert hast. Da spielte doch auch ganz konkret
die Überlegung mit, dass er seine Freunde behalten soll.

Da hast Du zu 100% Recht. Mit dieser Gedanke spiele ich alerdngs noch heute, aber es ist ein anderes Thema. Ziemlich fest steht schon, daß wenn es soweit ist und sollte er Abi machen wollen (!!!) dann geht er hier zu einem Gymnasium, das Spanisch als 1 Fremsprache anbietet.

Also nochmals vielen herzlichen Dank und einen lieben Gruß
Helena

Hallo Helena,

Ich wollte mal eure Meinung lesen, deshalb dieser Artikel:
Meint Ihr David soll jetzt Vorschulkind werden oder doch noch
ein Jahr damit warten?

Wie kommt er denn im KiGa klar? Gefällt es ihm da noch oder langweilt er sich? Letztlich kannst Du es doch nur nach Gefühl entscheiden, die sehr unterschiedlichen Erlebnisse hier zeigen das.

Es geht um meinem Sohn, der mitte Oktober erst 5 wird und ab
september (praktisch in einem Monat) Vorschulkind wird.

Unser dritter wird Mitte November 5 und kommt auch jetzt in die Vorschule. Im KiGa langweilte er sich und wollte nicht mehr hingehen - bis er wußte, daß er nach den Ferien in die Vorschule kommt, danach war es kein Problem mehr.

Lt. einstimmigen Aussagen beider Erzierinnen in seiner Klasse,
ist David geistig durchaus in der Lage schon jetzt
Vorschulkind zu sein.

Das wäre zumindest schon mal ein Punkt, der für die Vorschule spräche.

Das einzige was Grund zur Bedenken gab, doch erst fast mit 7
in die Schule zu schicken war die Tatsache, daß er sich nur
schwer konzentrieren und nie lange sitzen kann.

Und der spricht dagegen :smile: Wie sieht es denn mit der sozialen und emotionalen Komponente aus? Meinst Du, er käme gut damit zurecht, wenn er mit Abstand der Jüngste in der Klasse wäre?

Das „Problemchen“ dabei ist, daß David unbedingt geistige
Förderung braucht und will. Und im KiGa ist das nur beschränkt
möglich.

Sehr beschränkt in unserem Falle. Das alte Leid.

(Anekdote: Neulich hatte ich einen T-Shirt an, auf dem darauf
das Wort „Mexico“ stand. Als David das sah, fragte er mich
wörtlich: „Mama, mama wie spricht man die M mit dem E aus,
wenn die zusammen sind?“)

Julian hat auf unserem Globus auch schon „Kanada“, „Norwegen“ und „Großbritannien“ gelesen - letzteres allerdings mit langem i hinten statt mit „i-e“. Zwei ältere Brüder zeigen Wirkung…

Gruß

Kubi

Hi helena,

Außerdem: wenn alle seine Freunde (du schreibst aber
nichts über den Busenfreund?)

Damit meinte ich nur: was macht der beste Freund im
Herbst?

Ziemlich
fest steht schon, daß wenn es soweit ist und sollte er Abi
machen wollen (!!!) dann geht er hier zu einem Gymnasium, das
Spanisch als 1 Fremsprache anbietet.

Klar - ich meinte damit auch nur: wenn es dir, wie deine
Berichte und Erfahrungen nahe legen, sehr wichtig ist,
dass David bei seinen Freunden bleibt, dann würde ich
das auch jetzt in die Überlegung mit einbeziehen (d.h.
wenn die überwiegende Zahl seiner Freunde zur Vorschule
wechselt, dann lass ihn in der Gruppe).

Gruß
Elke

Hi Elke!

Damit meinte ich nur: was macht der beste Freund im
Herbst?

ER wird Vorschulkind auch (er ist seit Juni schon 5)

Ziemlich
fest steht schon, daß wenn es soweit ist und sollte er Abi
machen wollen (!!!) dann geht er hier zu einem Gymnasium, das
Spanisch als 1 Fremsprache anbietet.

Klar - ich meinte damit auch nur: wenn es dir, wie deine
Berichte und Erfahrungen nahe legen, sehr wichtig ist,
dass David bei seinen Freunden bleibt, dann würde ich
das auch jetzt in die Überlegung mit einbeziehen (d.h.
wenn die überwiegende Zahl seiner Freunde zur Vorschule
wechselt, dann lass ihn in der Gruppe).

Ja. Da hast Du imho auch Recht.
für mich ist in der Tat sehr, sehr wichtig, daß David bei seinen Freuden bleibt.

Gruß
Helena

Da ich bald schlechtes Gewissen habe…
Hallo WWW-lers!
Schon an alle, die sich zu diesem Thema geäußert haben,
VIELEN HERZLICHEN DANK!!!

Leider habe ich im moment so viel zu tun, daß ich nur vereinzelt bzw. sehr knapp auf Eure Beiträge eingehen kan. Gelesen habe ich sie alle sehr aufmerksam.

Sobald ich eine Schnaufpause einlegen kann, beantworte ich Euch ausführlicher.

Danke für Eure Geduld und für eure Verständnis!

Liebe Grüße
Helena