Hallo,
Hm dieser Report-stil der dich an Stromberg erinnern,
Nur die allerersten und letzten Szenen, wo er vor der Kamera sitzt und seine Arbeit erwähnt und am Ende, wo er über seine Frau, die ein richtiger Engel sein soll redet. Es ist dieses bewusste Kamerawahrnehmen, dass er auch bei den ersten „Evictions“ zeigt, indem er über die Schulter schaut und seine Aktionen dem (fiktiven) Dokumentarpublikum erklärt, oder abwinkt, wenn er etwas nicht gefilmt haben will. Weniger die Interviewszenen mit anderen, sondern die Szenen, in denen Wikus weiß, dass er von den Dokumentarfilmern gefilmt wird.
Am Ende z.B. sagt er:
"Oh! I haven’t shown you a picture of my wife! Here she is, my angel. I tell people she actually looks like an angel, you see here? The white looks like a halo on her head. Can you see that? She’s my angel, you’re picking that up on your cameras there! They probably won’t keep that in the film but… " (nach imdb zitiert)
Das hat schon humoristische Anklänge.
mich zwar auch, aber ich find es dadurch realistischer, kein
nerviger „Sprecher“ die die Storys runter leiert sondern von
den Personen, so rüber gebracht, das man es als echt empfunden
hat.
Nach Stromberg (bzw. dem Original der Serie aus UK: The Office, das in Südafrika lief) eben nicht mehr so echt wirkend, sondern eher verfremdet.
Hab die alte Produktion leider nicht gesehen die schon im
Forum erwähnt wurde, betrachte es als Remake.
Es ist keine alte Produktion in dem Sinn. Neill Blomkamp hat einen unabhängigen „Trailer“ gemacht, um damit für seine Idee zu werben und den richtigen Film produziert zu kriegen, was ja auch geklappt hat.
Worüber sich streiten lässt, ob diese teilweise äußerst
brutalen Szenen hätten sein müssen, in meinen Augen ja,
erinnert leicht an einen Alien SPlatter, nru das normale
Splatter meist grottenschlecht gemacht sind, diese Film
allerdings ist „gut gemacht“ und hat diese Splatterszenen
welche ich als gut empfinde.
Meine Assoziationen sind da anders. Man sollte es eher - das habe ich bei der letzten Diskussion auch schon geschrieben - mit den Dokumentarfilmaufnahmen von Polizeiaktionen der südafrikanischen Polizei in den Townships vergleichen. Die Brutalität war durchaus ähnlich, im Film natürlich überhöht durch die größere Waffengewalt der Waffen der Prawns und weil das in einem Film anders dargestellt sein muss, um eine vergleichende Wirkung zu erzielen - somit ja: ich bin auch der Meinung, dass die dargestellte Gewalt zu dem Film dazugehört, um die Entmenschlichung der Menschen durch ihren Umgang mit den „Prawns“ zu zeigen. Allein über den Ausdruck „Prawns“ könnte man ganze Doktorarbeiten schreiben - für was „Prawns“ in der südafrikanischen Gesellschaft alles stehen / standen.
Ich habe übrigens eine DVD aus Großbritannien gesehen, mithin keine deutsche Synchronisation dabei. Wie werden die „Prawns“ denn im Deutschen genannt? Auch Prawns?
Gruß
Elke