Hallo Eltern,
weiter unten wurde von einem User dieser Satz geschrieben:
Das Wort „gewaltfrei“ diffamiert jeden anderen Erziehungsstil als gewalttätig.
Dieser Meinung bin ich nicht, für mich ist Gewaltfreie Erziehung ein Überbegriff für alle Erziehungsstile.
Der Mittelweg der Erziehungsstile ist für mich der sinnvollste und wird hier sehr schön beschrieben:
http://www.fontaene.de/archiv/nr-15/erziehungsstile0…
Das aufwendige am Mittelweg ist, man muß sich als Eltern/Teil jeden Tag aufs Neue mit seinem Kind auseinandersetzen und einfühlen.
Man lerne dabei jeden Tag dazu und dem Kind lernt man, sich auf offene Beziehungen einzulassen.
Es ist nicht einfach ohne Klapse erziehen, aber wenn man sich auf die Empfindungswelt des Kindes einläßt um vieles leichter.
Nicht nur die Eltern lehren Kinder, mit dem Kind lernen die Eltern ihre eigene Kindheit zu fassen.
Es gibt Tage wo ein Teil der Familie mehr Probleme hat als der Rest. Es gibt Tage und Situationen wo man nicht angemessen reagiert! Es gibt Tage wo man so frustriert und genervt ist, daß man aushaut…oder Klapst.
Das ist unbestritten und kein Lebewesen ist davon ausgenommen.
Übung macht den Meister, sagt ein Sprichwort sehr treffend!
Wenn zum Verstehen, zum Durchsetzen, zum Akzeptieren, zum Schützen…usw. von Lebenssituationen geklapst und gewaltvoll reagiert wird, dann übt sich der „Klapser“ ein Verhalten ein, daß unter extremen Situationen nicht mehr kontrolliert werden kann.
Wenn ich Klapse ablehne, wenn ich Klapse in keinem Fall akzeptiere, wenn ich diese Beziehungs-Hilflosigkeit erkenne, dann werde ich ganz selten oder nie dieses destruktive Machtmittel anwenden.
Ich werde keine Ideologie daraus machen, werde aber meine „Tatsachen“ ergründen.
… NICHT BEGRÜNDEN , es gibt nun auch vor dem Gesetz keine begründeten Schläge!!
Es gibt mildernde Umstände, aber Unwissen gehört nicht dazu.
Klartext schreibend, aber nicht aburteilende
Grüße von
Kerbi
Wem es noch nicht zu uninteressant ist…
Welche Erziehungsstile gibt es?
Ich habe dazu gegoogelt und diese Einteilung erscheint mir sehr gut.
>Welche Erziehungsstile gibt es?
>Heutzutage werden sieben Erziehungsstile >unterschieden: autokratisch, autoritär, demokratisch, >egalitär, permissiv, laissez-faire und negierend. Alle >diese Stile zeichnen sich durch ein unterschiedliches >Maß an Verantwortung und Eigeninitiative, die den >Kindern und Jugendlichen zuteil werden, aus.
>Elder, ein bekannter Erziehungsstilforscher, hat >bereits 1962 das Erzieherverhalten sieben >unterschiedlichen Typen, die auch heute noch aktuell >sind, zugeordnet. Er beschreibt die einzelnen >Erziehungsstile folgendermaßen:
> Der autokratische Erziehungsstil
>Beim autokratischen Erziehungsstil wird angenommen, >dass es notwendig ist, Autorität gegenüber den Kindern >auszuüben. Aus diesem Grund wird die Eigeninitiative >der Kinder unterdrückt, die kindliche Meinung >interessiert nicht.
> Der autoritäre Erziehungsstil
>Autoritäre Eltern üben ebenfalls eine starke Kontrolle >auf ihre Kinder aus. Die Meinung des Sprösslings wird >zwar akzeptiert, letzten Endes bestimmen aber >weiterhin die Eltern. Alles in allem haben die Kinder >nur wenige Möglichkeiten, sich frei zu entfalten.
> Der demokratische Erziehungsstil
>Im demokratischen Erziehungsstil werden die Kinder und >Jugendlichen als ernstzunehmende Gesprächspartner mit >eigener Meinung betrachtet. Je älter der Sprössling >wird, desto selbstständiger und eigenverantwortlicher >soll er handeln. Anleitungen und Hilfestellungen durch >die Eltern werden jedoch als unerlässlich angesehen. >Demokratische Eltern sind ihren Kindern gegenüber >offen und vermitteln ihnen ein Gefühl von Sicherheit >und Erwünschtheit.
> Der egalitäre Erziehungsstil
>Beim egalitären Erziehungsstil haben Eltern und Kinder >die gleichen Rechte und Pflichten, d.h. die Meinung >des Kindes wird nicht nur eingeholt und >berücksichtigt, sondern sie ist in gleichem Maße >ausschlaggebend wie die Ansicht der Eltern.
> Der permissive Erziehungsstil
>:stuck_out_tongue_winking_eye:ermissive Eltern halten sich in der Erziehung eher >zurück. Die Kinder und Jugendlichen müssen deswegen >selbst die Initiative ergreifen, wenn es um >persönliche Entscheidungen geht.
> Der laissez-faire Erziehungsstil
>Bei einer laissez-faire Erziehung („machen lassen“) >gibt es keine verbindlichen Regeln, jeder ist sich >selbst überlassen. Stehen persönliche Entscheidungen >an, so sind die Kinder und Jugendlichen in der Regel >aktiver als ihre Eltern. Elterliche Wünsche können >dabei wahlweise berücksichtigt werden oder nicht.
> Der negierende Erziehungsstil
>Bei einem negierenden Erziehungsstil beeinflussen die >Eltern das kindliche Verhalten überhaupt nicht. Es >fehlt das Interesse, an der Entwicklung des Kindes >teilhaben zu wollen.
Solche klar umrissenen Erziehungsmethoden zeigen sich im Alltag nur sehr selten, in der Regel sind immer Mischformen unterschiedlicher Stile zu finden.
Die drei Hauptgruppen
Es gibt nach Lewin 3 Erziehungsstile:
…autoritär
…demokratisch
…laissez-faire
Lewin hat ein Experiment mit 10 - 12jährigen Kindern im Zeitraum von 3 - 6 Monaten gemacht. Die Kinder wurden zu verschiedenen Bastelarbeiten eingeladen, und zwar 1x pro Woche. Es gab 3 Gruppen zu je 5 Kindern, die von Erwachsenen geleitet wurden. Alle 6 Wochen wurde der Erziehungsstil geänder (Leiter haben die Gruppen gewechselt). Ziel war es herauszufinden, welche Auswirkungen diese Erziehungsstile auf das Verhalten und Erleben dieser Kinder haben.
Autoritärer Führungsstil:
der Leiter gibt Befehle und Komandos
es herrscht eine distanzierte Beziehung zwischen Leiter und Kinder
Kinder werden unter Druck gesetzt
Gefühle und Wünsche der Kinder werden nicht berücksichtigt
Leiter teilt Strafen aus
Kinder sind sehr angespannt und gehorsam oder rebellisch
es können hohe Schulleistungen erzielt werden, aber die geistige Selbständigkeit ist eingeschränkt
Aggressionen bilden sich
Demokratische Führungsstil:
Kinder bekommen ein Gesamtüberblick über ihr zukünftiges Tun und die Ziele sind ihnen bekannt
der Leiter ist Gruppenmitglied; er hilft aktiv mit
alle Entscheidungen werden in der Gruppe diskutiert
Wünsche und Bedürfnisse der Kinder werden berücksichtigt
die Beziehung zwischen Leiter und Kinder ist persönlich und vertraut
Kinder fühlen sich wohl und sicher
Schulleistungen werden zwar langsamer erreicht, jedoch sind sie langanhaltender und die geistige Selbständigkeit ist höher
Laissez-faire:
Haltung des Leiters ist sehr passiv
Kinder bekommen nur minimale Anweisungen
Kinder bekommen selten bis gar kein Lob oder Tadel
man lässt sie einfach machen
es herrscht Chaos
Kinder werden gereizt und aggressiv
