Nochmal Hundpipi...& bei Fuß laufen

Hallo Hundefans,

bitte nicht stöhnen und den Kopf schütteln, wenn ich hier nochmals das Problem Welpen-Pipi aufgreife.
Ich habe mit Interesse die anderen Postings zu diesem Thema gelesen und bin beruhigt, dass Einstein, unser 12 Wochen alter Berner Sennen- Flatcoatet Retriever-Mix nicht der einzige Welpe ist, der tausendmal am Tag pullert.Inzwischen hab ich schon 3 Wischmöppe, weil ich mit dem Auskochen nicht mehr hinterher komme.
Aber nun zu meiner eigentlichen Frage, ab wann melden sich Welpen denn wenn sie mal müssen? Einstein macht keinerlei Anstalten sich zu melden. Leider wurde er sehr früh von der Hündin getrennt, da diese extrem aggressiv auf ihre Welpen reagierte und auch die „Hobbyzüchter“ mehr als überfordert waren.
Wir gehen alle 1,5 Stunden mit ihm raus, und erst wieder rein wenn er draussen etwas gemacht hat. Aber dennoch setzt er sich daheim immer wieder hin und pullert. Schon blöde, wenn man es auf dunklen Mosaikfliesen nicht gleich sieht und reintappst, denn er macht mitten in den Raum, nicht in eine bestimmte Ecke.
Lernen Welpen das Melden von alleine? Oder bekommen sie das von der Hündin normalerweise gelernt? Wenn ja, was mach ich dann nur?
Hört das „FReudenpinkeln“ auch von alleine auf? Wenn er mich sieht, wenn ich vom Einkaufen heimkomme, wo er nicht mitkann, weil er draussen sitzt und herzzerreissend fiebt, dann überschlägt er sich vor Freude und pinkelt mich jedesmal an.
Laut Tierarzt ist er gesund, also weder Würmer noch Blasenschwäche.

Und ich bräuchte noch einen Tip, wie ich ihm Bei Fuß nahe bringe, er erhängt sich noch beim Gassigehen, vor lauter Leine zerren. Das klappt nur nachts gut, denn in der Dunkelheit ist es ihm etwas mulmig.
Er möchte unbedingt das Tempo angeben, bleib ich stehen macht er Sitz sobald ich nur den Fuß bewege zieht er aufs neue los. Würde ein Laufgeschirr Besserung bringen?
Wie steht ihr zu Hundeschulen? Bzw. Welpenschulen. Bringen die was? Worauf sollte ich da achten?
Hach, obwohl ich schon Hundeerfahren bin, allerdings waren die schon alle älter als ich sie bekam, hätte ich nicht gedacht, dass Welpenhaltung soviele offene Fragen aufwirft und so ein kleiner Zwerg mich an meine Grenzen bringt. ( Er ist sehr empfänglich für Lob, aber speichert es irgendwie nicht ab)
Ansonsten hört er recht gut auf Sitz und Aus, das klappt sehr gut und macht uns auch viel Freude.

Danke für Eure Tipps.

LG Tanya

Hallo Tanya,

hab’ ich richtig gelesen?

Dein Hund ist gerade mal ZWÖLF WOCHEN alt - soll sich melden, wenn er glaubt, zu müssen und dazu noch brav und artig bei Fuss gehen… - und noch besser: Du hast den Kleinen aus einer „Hobbyzucht“ (auch Hinterhof-Hundevermehrer genannt), wobei er viel zu früh von der Mutter getrennt wurde?!
Und wie??? …er sitzt draußen und fiept, während Du einkaufst??? Hier wundert mich nix mehr…

Und so nebenbei fragst Du Dich und andere, ob Welpenschulen Sinn machen?! JAAAAHA, machen sie! Wenn sie gute Welpenschulen sind, machen sie Sinn, damit sich Welpen-Neulinge nicht so dolle schwer tun mit Erziehung - und ganz besonders, um das Miteinander beider ‚Schützlinge‘ etwas lockerer anzugehen!

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Du von einem 12 Wochen alten Welpen nicht erwarten kannst, dass er stubenrein und bestens erzogen bei Dir einzieht (und : NEIN! Mamahund ist dafür nicht zuständig und bringt ihm das NICHT näher!).
Geduld, Geduld und nochmals Geduld und Konsequenz mit einer immerwährenden Portion Lob bei Richtighandeln des Kleinen gepaart, ist hier die Devise. Und ich rate Dir dringend, in eine Hundeschule zu gehen, die Euch beiden mit sanften Methoden zeigt, was Hundeerziehung bedeutet!

Alles Gute Euch zweien!
Esther

Bei Fuß laufen
Hallo Tanya,

zum Bei Fuß laufen: Habe da mal was sehr überzeugendes gelesen: Wenn der Hund zieht und du daraufhin weiter gehst, hat er ein Erfolgserlebnist: er zieht - du gehst! Prima, also zieht er weiter.
Du musst die Sache umdrehen: Wenn er zieht, bleibst du stehen, und zwar eisern so lange, bis er etwas tut, was die Leine durchhängen lässt. Dann gehst du langsam weiter. Er zieht natürlich wieder, du bleibst wieder stehen. Es dauert seine Zeit und so einige Übungseinheiten, aber irgendwann hat er es raus, dass es nur dann weiter geht, wenn die Leine durchhängt.
Da man das nicht immer praktizieren kann (100 m sind schon viel!) hilft es, für das „unkontrollierte“ Gassi gehen, z.B. ein Geschirr zu verwenden statt das Halsband. Mit der Zeit lernt er, dass das bei Fuß gehen mit dem Halsband zusammenhängt, und wenn du einfach mal wohin gehst und ohne Training den Hund mitnehmen willst, verwendest du das Geschirr.
Viel Erfolg!
Matilda :smile:

bitte nicht stöhnen und den Kopf schütteln, wenn ich hier
nochmals das Problem Welpen-Pipi aufgreife.
Ich habe mit Interesse die anderen Postings zu diesem Thema
gelesen und bin beruhigt, dass Einstein, unser 12 Wochen alter
Berner Sennen- Flatcoatet Retriever-Mix nicht der einzige
Welpe ist, der tausendmal am Tag pullert.Inzwischen hab ich
schon 3 Wischmöppe, weil ich mit dem Auskochen nicht mehr
hinterher komme.
Aber nun zu meiner eigentlichen Frage, ab wann melden sich
Welpen denn wenn sie mal müssen? Einstein macht keinerlei
Anstalten sich zu melden. Leider wurde er sehr früh von der
Hündin getrennt, da diese extrem aggressiv auf ihre Welpen
reagierte und auch die „Hobbyzüchter“ mehr als überfordert
waren.
Wir gehen alle 1,5 Stunden mit ihm raus, und erst wieder rein
wenn er draussen etwas gemacht hat. Aber dennoch setzt er sich
daheim immer wieder hin und pullert. Schon blöde, wenn man es
auf dunklen Mosaikfliesen nicht gleich sieht und reintappst,
denn er macht mitten in den Raum, nicht in eine bestimmte
Ecke.
Lernen Welpen das Melden von alleine? Oder bekommen sie das
von der Hündin normalerweise gelernt? Wenn ja, was mach ich
dann nur?
Hört das „FReudenpinkeln“ auch von alleine auf? Wenn er mich
sieht, wenn ich vom Einkaufen heimkomme, wo er nicht mitkann,
weil er draussen sitzt und herzzerreissend fiebt, dann
überschlägt er sich vor Freude und pinkelt mich jedesmal an.
Laut Tierarzt ist er gesund, also weder Würmer noch
Blasenschwäche.

Und ich bräuchte noch einen Tip, wie ich ihm Bei Fuß nahe
bringe, er erhängt sich noch beim Gassigehen, vor lauter Leine
zerren. Das klappt nur nachts gut, denn in der Dunkelheit ist
es ihm etwas mulmig.
Er möchte unbedingt das Tempo angeben, bleib ich stehen macht
er Sitz sobald ich nur den Fuß bewege zieht er aufs neue los.
Würde ein Laufgeschirr Besserung bringen?
Wie steht ihr zu Hundeschulen? Bzw. Welpenschulen. Bringen die
was? Worauf sollte ich da achten?
Hach, obwohl ich schon Hundeerfahren bin, allerdings waren die
schon alle älter als ich sie bekam, hätte ich nicht gedacht,
dass Welpenhaltung soviele offene Fragen aufwirft und so ein
kleiner Zwerg mich an meine Grenzen bringt. ( Er ist sehr
empfänglich für Lob, aber speichert es irgendwie nicht ab)
Ansonsten hört er recht gut auf Sitz und Aus, das klappt sehr
gut und macht uns auch viel Freude.

Danke für Eure Tipps.

LG Tanya

…dass es nur dann weiter geht, wenn die Leine durchhängt.
Da man das nicht immer praktizieren kann (100 m sind schon
viel!) hilft es, für das „unkontrollierte“ Gassi gehen, z.B.
ein Geschirr zu verwenden statt das Halsband.

„Unkontrolliertes“ Gassigehen an der 100m -Schleppleine??? Meintest Du das etwa? Gibt es sowas überhaupt???

Versteh’ ich jetzt nicht ganz…

Gruß
Esther

„Unkontrolliertes“ Gassigehen an der
100m -Schleppleine??? Meintest Du das etwa? Gibt es
sowas überhaupt???

Das hast du nun wirklich total falsch verstanden.

Also, Situation 1: Training!
Halsband anziehen, normale kurze Leine, los gehts.
Hund zieht, du bleibst stehen… usw.
wenn ihr 100 m WEIT kommt ist das schon eine Menge, ihr muesst ja auch wieder zurück, und du wirst viel rumstehen müssen :wink:

Situation 2: Du gehst zum Laden und willst deinen Hund mitnehmen. Um den Trainingseffekt nicht zu versauen, ziehst du nicht das Halsband an, sondern ein Brustgeschirr. Mit dem darf er ziehen wie er lustig ist, denn du willst nicht trainieren, sondern zum Laden gehen.

Jetzt verstanden?

Matilda

…nich’ wirklich

Situation 2: Du gehst zum Laden und willst deinen Hund
mitnehmen. Um den Trainingseffekt nicht zu versauen, ziehst du
nicht das Halsband an, sondern ein Brustgeschirr. Mit dem darf
er ziehen wie er lustig ist, denn du willst nicht trainieren,
sondern zum Laden gehen.

Jetzt verstanden?

nee…nich’ wirklich: ICH lass’ meinen Hund zuhause, wenn ich „zum Laden“ gehe. Er müsste „leider draussen bleiben“ -> ergo: er könnte geklaut werden! Und DAS würde ich NICHT wollen!

Gruß
Esther

Hallo,
das ist ein vernünftiger Ansatz, so habe ich es bei meinem auch gemacht. Wenn mein Hund zog (allerdings kein Welpe), blieb ich stehen, konsequent. Das wirkt, man braucht nur eine Engelsgeduld und viel viel Zeit. Ich habe das auch auf dem Weg zum Supermarkt und überallhin gemacht, weil wenn man es manchmal anfangs oder später schludern läßt, dann versteht der Hund nicht was er tun soll. Mal darf er ziehen mal nicht, das ist gerade für Welpenerziehung m.E. fatal, der Hund kann unsicher werden und sieht/versteht Dich nicht als „Sicherheit“ - er sieht den „roten Faden“ quasi nicht.
Wenn er sich einfach hinsetzt und danach wieder zieht würde ich den Begriff benutzen den Du sonst auch einsetzt wenn er was macht was er nicht soll, bei mir heißt der Begriff: „lass das“. Ich nenne nie den Namen dabei, damit der Hund seinen Namen nicht negativ konditioniert. Ich sage es nur klar und deutlich, im normalem, aber deutlichen Tonfall.
Klar wird Dein Welpe das noch nicht so können, aber das lernt er schon mit Geduld.

Wenn meiner allerdings ganz brav bei Fuss geht/ging, kriegt er auch sein Lob, halt positive Konditionierung. Ich halte gar nichts davon wenn man einen Hund durch Strafe erzieht, denn nur Vermeidung von negativen Erlebnissen führt auch zu Verhaltungsstörungen.

Es gibt da eine ziemlich gute Website zu allen Hundethemen, und zwar:
http://www.hundewelten.de
Dort gibt es u.a. ein Problemforum, und man kriegt dort eine
Menge guter Tipps, vllcht guckst du dort auch mal nach.

Eine Welpenschule halte ich für absolut erforderlich.
Ich habe selber einen Mix wo auch aller Wahrscheinlichkeit nach ein Flat-Coated mit drinne ist, und die sind klug, die haben ihren eigenen Kopf und brauchen gute Erziehung. Mit viel Liebe und Geduld kann man denen quasi alles beibringen, meine hat in wenigen Tagen sogar gelernt an der Strasse sitzen zu bleiben und nach rechts und links zu schauen … nagut, hat mich etliche selbstgemachte Hunde-Frikadellen gekostet, aber es hat geklappt *gg*
Viel Erfolg
Sabine

Du hast den Kleinen aus einer

„Hobbyzucht“ (auch Hinterhof-Hundevermehrer genannt),

Guten Morgen,
zunächst eine Anmerkung zur Hobbyzucht. Ich habe ebenso eine Hobbyzucht ( Neufundländer ) und denke das ehr, die gewerblichen die wirklichen „Vermehrer“ sind. Die machen nämlich echt Geld mit den Hunden ohne Rücksicht auf Verluste.
Dann noch zum nächsten Posting…ein Geschirr für Hunde in der Größe kann ich wirklich nicht empfehlen, da hat man keine Gewalt über das Tier , wenn die ausgewachsen sind und je nach Fellänge geht das dann auch dadurch kaputt .
Welpenschule ist total wichtig, nur drauf achten das es eine Hundeschule ist, die liebevoll vorgeht, nicht so scharf wie bei manchen Großrassen. Kadavergehorsam ist bei den Rassen wohl weniger gefragt .
Grüße
MArgit

Hi Esther,

im Grunde hast Du recht mit dem Training, aber ich fände es nich so prickelnd einen Hund dieser Rasse (weil eben ausgewachsen recht groß) ab und an „unkontrolliert“ zu führen.

Der Hund sollte auch folgen wenn er ein Geschirr oder anderes oder gar kein Halsband dranhat.
Einen sehr guten Lernerfolg erzielt man auch mit Leckereien und Clickertraining.

Finde ich persönlich eh entspannender da man da nicht permanent stehenbleiben muss.
Sowieso hat dies bei meiner Hündin nie funktioniert. Also steigt man irgendwann auf Leckerchen um.
Aber ich denke jeder sollte schlußendlich den Weg finden der für sich und seinen Hund der beste ict, dass heißt das Training das beiden Spass macht.

Liebe Grüße
Yvonne

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,

Esther hat das Wesentliche eigentlich bereits gesagt.

Für Dich in Deiner Position ist eine Welpenschule unabdingbar! Dort findest Du Fachpersonal die Dir bei allen Fragen Rede und Antwort stehen und tust nebenbei etwas gutes für das Sozialverhalten Deines Hundes, dass er ebenfalls erlernen muss.

Nun zur Stubenreinheit:

Du gehst bitte in Zukunft alle 2 Stunden mit ihm raus und bringst ihn zu einem geeigneten Löseplatz, bis er sein Geschäftchen macht. Wenn er das tut, lobenlobenloben! Dabei darfst Du Dich ruhig zum Affen machen. :wink:
Mit einem 12 Wochen alten Hund muss man keine Stundenlangen Spatziergänge absovieren, schon gar nicht mit einem massiveren wie Deiner es ist.
Direkt nach dem Fressen gehts ebenfalls zum Löseplatz. Bei Erfolg, wieder loben!
Du fängst morgens um 6 Uhr an, und gehst um 0:00 Uhr das letzte Mal mit ihm raus.
Wenn er pieselt, wo er nicht soll und Du ihn dabei erwischst , erhebst Du die Stimme und schimpfst mit ihm und bringst ihn direkt zu seinem Löseplatz. Wenn Du ihn nicht dabei erwischst, dann hat alles Schimpfen keinen Zweck, da der Hund bereits nach 2 Sekunden keinen Bezug mehr zu seiner „Tat“ hat. Er hats dann schon vergessen.
Wie viele Mahlzeiten bekommt er denn noch? 4-5 wären in seinem Alter angemessen, und später sollten auch mind. noch 3 Fütterungen erfolgen um das Risiko einer Magendrehung (eine für den Hund meist tödliche Angelegenheit)zu minimieren.
Nach dem Fressen wird nicht gespielt! Nach dem Fressen wird geruht und verdaut.
Treppen lässt Du ihn dann auch keine laufen (das vermeidest Du besser sowieso und trägst den Hund solange Du kannst)

Fuß laufen kannst Du spielerisch mit ihm üben, in dem Du seine Aufmerksamkeit auf Dich lenkst. Am leichtesten hältst Du etwas in der linken Hand, was er gerne haben möchte an Deinen Brustkorb, so dass sein Blick zu Dir hochgeht. Sprich mit ihm und laufe dabei einige Meter hin und her, aber Achtung! Überfordere den Kleinen nicht. Mit Leinenruck versaust Du ihn Dir.
Wenn er das macht was Du von ihm verlangst, loben loben loben. Positive Bestärkung ist das A und O, aber um perfekt bei Fuß zu gehen, ist Dein Hund noch viel zu jung, er lernt jetzt gerade wie er überhaupt laufen darf, wenn er an einem Band hängt…das ist die Leinenführigkeit, also erwarte noch nicht zuviel von ihm und geh mit ihm unbedingt in einen Welpentreff und anschliessend in die Junghundeschule (da werden sie mit div. alltäglichen Dingen konfrontiert, wie zB. sich plötzlich öffnenden Regenschirmen, fremde Menschen die einem ansprechen, oder auch mal laut sind, Radfahrer etc) und vor allem lernt der Besitzer eine Menge über das Wesen Hund und das kannst Du dringend gebrauchen.

Gruß
Maja

PS. in manchen Vereinen sind die Kurse kostenlos wenn man Mitglied ist, und die Mitgliedschaft in einem solchen Verein ist wirklich nicht so teuer.

Geschirre und Halsbänder
Hallo Margit!

Dann noch zum nächsten Posting…ein Geschirr für Hunde in
der Größe kann ich wirklich nicht empfehlen, da hat man keine
Gewalt über das Tier , wenn die ausgewachsen sind und je nach
Fellänge geht das dann auch dadurch kaputt .

Ich verstehe nicht ganz, was du meinst. Mit „Hunde in der Größe“ meinst du nicht die Welpengröße, sondern die spätere Größe, wenn sie ausgewachsen sind, oder?

Was meinst du mit „Gewalt über das Tier haben“? Weder ein Halsband noch ein Geschirr sind dazu gedacht, dem Hund damit zu zeigen, wo er hin soll. Übrigens auch nicht die Leine, die an Halsband und Geschirr befestigt wird, wie ich es leider häufig bei Hundebesitzern sehe. Auch an der Leine sollte ein Hund lernen, auf Kommando die Richtung zu wechseln, wenn er nicht von selbst an lockerer Leine folgt, und nicht daran hin- und hergezergelt werden.

Sollte es dir um den Halt gehen, wenn man einen Hund mal festhalten muss, weil z.B. gerade sein Lieblingsfeind um die Ecke kommt: Das beste Beispiel dafür, wie gut geeignet Geschirre für so etwas sind, sind wohl arbeitende Schlittenhunde.

Natürlich muss es ein Geschirr sein, dass gut verarbeitet ist und gut sitzt. Nicht jeder hündische Körperbau kommt mit jeder Art von Geschirr klar. Aber selbst maßgeschneiderte Nylongeschirre mit Neoprenpolsterung bekommt man je nach Größe schon ab ca. 25 €. Gegen einen geringen Aufpreis kann man da auch gleich Hundenamen und/oder Telefonnummer aufsticken lassen.

Mein 70 cm großer Hund mit „Windhundbrustkorb“ kommt hervorragend mit einem sogenannten Norwegergeschirr klar.

Ein großer Vorteil von Geschirren ist außerdem, dass sie die Wirbelsäule nicht so belasten. Bei jedem Hund kann es mal vorkommen, dass z.B. ein Kaninchen direkt vor seiner Nase den Weg kreuzt und er aus dem Stand mit Vollkraft lossprintet. Da ist ein Ruck am Geschirr weniger belastend als ein Ruck am Halsband.
Macht man gar Schleppleinenarbeit, mit der sich das Abrufen sehr gut trainieren lässt, ist ein Geschirr unabdingbar. Eine Schleppleine sollte nie an einem Halsband befestigt werden.

Grüße
Christiane

Hundeschule/Welpengruppe
Hallo Tanya!

Wie steht ihr zu Hundeschulen? Bzw. Welpenschulen. Bringen die
was? Worauf sollte ich da achten?

Noch als Ergänzung zu dem, was schon zum Thema Hundeschule gesagt wurde: Der Besuch einer Welpengruppe ist SEHR wichtig. Es geht weniger darum, dass die Hunde dort Grundgehorsam lernen soll (zuviel Ehrgeiz kann da sogar schaden), sondern darum, dass sie Sozial- und Kommunikationsverhalten lernen.

Wie gut Hunde mit ihresgleichen auskommen, wird erlernt. Ein nicht zu unterschätzender Aspekt dabei ist die unterschiedlicher Kommunikation von Hunde verschiedenen Aussehens. Je weiter ein Hund im Aussehen vom Wolf (Stehohren, langer Schwanz ohne angezüchtete Extremhaltung, Stockhaar, lange Schnauze) entfernt ist, desto weniger deutlich sind seine körpersprachlichen Signale.

Stehohren können halt klarere Signale senden als die langen Schlappohren eines Cockers, ein abwehrendes „Nasekräuseln“ ist beim Pekingesen weniger leicht erkennbar als bei einem Schäferhund und die zwischen die Beine geklemmte Rute eines Whippets bedeutet nur in wenigen Fällen, dass er ängstlich und verunsichert ist. Die wurde halt so angezüchtet. Gesträubtes Nackenfell ist beim Briard wiederum überhaupt nicht erkennbar.

U.a. damit dein Welpe lernt, wie anders aussehende Hunde so „sprechen“, sollte er in einer Welpengruppe, die möglichst gemischt besetzt ist, unter Aufsicht Umgang mit seinesgleichen haben.

Wichtig ist, dass die Welpengruppe nicht zu groß für die anwesende Anzahl Trainer ist. Ein einzelner Trainer kann nie im Leben 15 Welpen gleichzeitig im Blick haben.

Das Welpengruppengelände sollte abwechslungsreich gestaltet sein, damit die Hunde die Möglichkeit haben, verschiedene Dinge kennenzulernen und zu erkunden. Das müssen nicht unbedingt nur die teuersten, knallbunten Agility-Geräte sein, daneben lässt sich auch aus natürlichen Materialien eine abwechslungsreiche Umgebung gestalten.

Außerdem ist m.E. zuviel Trainingsehrgeiz in der Welpengruppe fehl am Platz und im schlimmsten Fall kontraproduktiv. Die Hunde sollten die Möglichkeit haben, fremde Dinge in ihrer eigenen Geschwindigkeit zu erkunden. Auch bei Hunden gibt es unterschiedliche Charaktere: der eine stürmt frech auf etwas zu, während der andere sich erst einmal hinsetzt, ein bisschen schaut und sich dem Ding dann vorsichtig nähert. Ein Welpe, der dazu ermutigt wird, seiner eigenen Neugier in der ihm eigenen Weise nachzugehen, gewinnt an Selbstbewußtsein. Ein scheuer Welpe, der gezwungen wird (und auch das ständige (!) Locken mit Leckerchen ist eine Art Zwang, die verhindert, dass er seinem eigenen Antrieb folgt) zu früh und zu schnell etwas zu tun, was ihm eigentlich widerstrebt, kann dadurch Vertrauen verlieren und verunsichert werden.

Grüße
Christiane

Hallo Tanya,

ich kann mich den Vorpostern nur anschließen, eine Welpenschule ist sinnvoll. Gerade die ersten Monate prägen ungemein. Bei uns war es so, dass die Welpies mit allen möglichen Sachen spielerisch konfrontiert wurden, z. B. Mülltüten, Sandkästen, „Pfützen“, Gitterrosten, Windspielen etc. Natürlich auch anderen Hunden (max. 5 Hunde / Gruppe). Nach einiger Zeit wurden dann auch leichte Kommandos geübt - wiederum spielerisch.

Das wollte ich aber eigentlich nicht schreiben, steht ja, wie gesagt schon in den ganzen anderen Posts.

Flankierend zu einer Welpenschule kann ich nur eine Welpensprechstunde beim Tierarzt empfehlen. Läuft ähnlich ab wie die Welpenstunde, nur lernen die Hunde, dass der komische Geruch und der Untersuchungstisch nicht unbedingt etwas böses sind. Frag mal beim Tierarzt deines Vertrauens nach!

Wenn dein Hund dann etwas älter ist (ca. 1 Jahr) ist es auch sinnvoll, ihn wenn immer möglich mitzunehmen - sog. Stadttraining. Eine gute Hundeschule wird dieses allerdings auch anbieten, auf eigene Faust solltest du es nicht unbedingt probieren.

Fazit: Mein Doggie ist jetzt 4, fürchtet sich vor nichts (wird dann nur etwas vorsichtiger) und geht gern zum Tierarzt.

Gruss,
Julia

Hallo Christiane
Du beschreibst sehr schön, wie gut ein Schlittenhund mit Geschirr ziehen kann…genau dafür ist es gedacht :smile:
Hattest Du schon einen 80 kg Neufi Rüden an ner Leine, der zu einer läufigen Hündin wollte ? Glaub mir, Halsband bietet dann mehr Parolie. Und ein Sennen Mix wird wohl auch gewichtig :smile:
ganz davon abgesehen leidet langes Fell. Sicher sollte ein Hund hören, auch ohne alles, aber man immer mal in eine ungewohnte Situation kommen. Ich habe seit 22 Jahren Neufundländer und über 40 Jahre Hunde…ein bischen weiß ich, wovon ich rede…
Grüße
Margit

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Du hast den Kleinen aus einer

„Hobbyzucht“ (auch Hinterhof-Hundevermehrer genannt),

Guten Morgen,
zunächst eine Anmerkung zur Hobbyzucht. Ich habe ebenso eine
Hobbyzucht ( Neufundländer ) und denke das ehr, die
gewerblichen die wirklichen „Vermehrer“ sind. Die machen
nämlich echt Geld mit den Hunden ohne Rücksicht auf Verluste.

Hallo Margit,

alles wahr und schön und recht. Ich ziehe den Hinterhof-Vermehrer in diesem Fall zurück, da ich nicht weiß, wie sich die Rasse Berner Sennen-Flatcoated Retriever-Mix nennt…
Ich mutmaße: Ein „Ups, auweia, jetzt isses passiert…!“ oder vielleicht auch ein: „Na - also einmal oder so sollten wir sie schon decken lassen…was meinst Du, Schatz?!“
Und das nenne ich ebenso: ‚ohne Rücksicht auf Verluste‘!

Schöne Grüße
Esther

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Hallo Esther,

ja du hast richtig gelesen, er ist gerade mal 12 Wochen alt und soll sich nicht melden wenn er muß. Ich bin nicht blöde, schon garnicht wie ich hier von dir hingestellt werde.
Ich wollte lediglich wissen, ab wann sich ein Welpe meldet und sich nicht lautlos irgendwohin schleicht um zu pieseln. Er soll auch nicht bei Fuß auf Kommando laufen, darauf zielte meine frage weniger, sondern ich wollte einen hilfreichen Tip, wie ich ihn dazu bringe, weniger zu ziehen und sich meinem Tempo anzupassen. Oder soll er sich beim Gassigehen an der Leine erwürgen?

Ist ein Hund etwa ein schlechterer Hund, wenn er von einem Hinterhofvermehrer stammt? Ich kenne die Leute persönlich und sie schlagen keinen Profit aus ihrer Hündin, also lassen sie nicht wahllos decken.
Er wurde so früh von denen abgegeben, weil die Hündin sehr aggressiv auf ihre Welpen ging und eins totbeißen wollte und die damaligen Halter nicht gewährleisten konnten, dass die Hündin nicht auf ihre Welpen trifft.
Deine Empörung in allen Ehren, aber lieber nehm ich den Kleinen dann zu mir, als dass er totgebissen wird. Manche Welpen müssen von der Hand aufgezogen werden, weil die Hündin die Geburt nicht überlebt. Ich hätte mich für meinen Hund auch gefreut, wenn er mehr Zeit mit seinem Wurf und der Hündin hätte verbringen dürfen.

Wenn ich einkaufen bin, dann bleibt mein Süßer zuhause. Er hat Freiraum von fast 70qm, meine Einkäufe beschränken sich auf das Nötigste, bin also weder stundenlang shoppen noch sonstwas machen. Ich belasse ihn lieber in der ihm gewohnten Umgebung, als ihn im Kofferraum zu belassen.Oder vor dem Geschäft anzubinden, auf die Gefahr, dass er von Fremden mitgenommen wird und durch die ungewohnten Geräusche und Gerüche fast verrückt wird.

Ich kann Dich verstehen, Du denkst in solch unerfahrenen Hände sollte man keinen Welpen geben. Ich bin zwar Welpen unerfahren, aber dennoch Hundeerfahren. Ich hatte mehrere Alte Lieblinge, die in Not geraten sind und bei mir ein neues Zuhause bekamen. Nur waren die alle schon stubenrein,kannten die Grundbefehle und hörten auf Kommandos. Teilweise auch erst durch mich erlernt ( aber nur ein kleines bißchen stolz auf mich bin, denn die Hauptarbeit leistete der Hund).

Ich finde es schade, wenn jemand etwas gutes tun möchte, so einen kleinen Kerl zu sich nimmt, sich wahnsinnig Gedanken über ihn macht und nur das Beste für ihn will, dass einem erstmal die Worte falsch ausgelegt werden, man für blöde hingestellt wird, ohne vorher noch einmal freundlich nachzufragen, wie das genauer war.

In Punkto Welpenschule, die ich noch nie brauchte, wollte ich eben auch nur ein paar Tips haben, damit ich vielleicht auf gewisse Dinge besonders achte, um meinem Hund nicht zu schaden. Leider hört man ja auch viel negatives in Bezug auf Welpenschulen.

(und : NEIN! Mamahund ist

dafür nicht zuständig und bringt ihm das NICHT näher!).

Mag ja sein, dass ich vielleicht etwas falsch liege, aber diese Unwissenheit entschuldige ich einfach mal mit dem Hinweis, dass ich keine Erfahrung als Züchter oder Hinterhofvermehrer habe, aber ich denke schon, dass eine Hündin für ihre Welpen mehr bedeutet als nur Milchquelle. Ich denke schon, dass eine Hündin versucht, ihren Welpen eigene gelernte Verhaltensregeln nahe zu bringen.

Vielleicht hattest Du ja auch nur einen schlechten Tag, keine Ahnung, ist ja aber auch egal. Dies Posting hier sollte auch keine Rechtfertigung sein, sondern eher ein Hinweis darauf, dass jeder mal klein anfängt und Hilfe braucht.
Dennoch danke für Deine Antwort, wenn mir zwei Drittel davon schon bekannt und klar waren.

Gruß Tanya

1 „Gefällt mir“

Hallo Margit,

vorweg: Ich stelle weder deine Erfahrung noch deine Kenntnis in Frage.

Hattest Du schon einen 80 kg Neufi Rüden an ner Leine, der zu
einer läufigen Hündin wollte ? Glaub mir, Halsband bietet dann
mehr Parolie.

Das glaube ich dir sofort. Aber bei einer solchen Gewichtsklasse, die eher unter XL oder XXL als L läuft, frage ich mich, ob da nicht weder Halsband noch Geschirr einfach zu wenig sind.

Eine Bekannte und Hundetrainerin, die einen recht agilen und kräftigen Kuvasz-Rüden von 74 cm SH besitzt, benutzt ein Halti. Und ich denke, bei dieser „Kampfklasse“ :smile: ist ein Halti wirklich eine Überlegung wert, denn bei sachgerechter (!) Anwendung relativiert man damit den Vorteil, den der Hund aufgrund von Größe und Gewicht hat, wieder recht erfolgreich. Das wiederum können weder Halsband noch Geschirr leisten.

Grüße
Christiane

Nachtrag zum Antwortposting
Hallo Esther,
hab gerade nochmals mein Ursprungsposting nachgelesen und zu meiner Schande entdeckt, dass ich da was wesentliches Vergessen habe mit reinzuschreiben. Er sitzt beim Einkaufen natürlich weder vor dem Laden noch daheim alleine vor der Haustüre, sondern dieser Vorfall passierte als er draussen allein, also ohne mich- seine Bezugsperson saß, aber er trotzdem nicht allein, sondern mit meinen Kids im Hof saß.
Da fiebte er nach mir, und bei meiner Rückkehr strullerte er mich an. Das passiert aber auch wenn er in der Wohnung ist, und ich vom Einkaufen oder Arzt oder sonst was zurückkomme.
Inzwischen auch bei guten Freunden, wenn sie kommen.

Nichts für ungut, diesen Satz hätte ich wohl beim Lesen auch falsch verstanden.

Gruß Tanya

hab’ ich richtig gelesen?

Dein Hund ist gerade mal ZWÖLF WOCHEN alt - soll sich melden,
wenn er glaubt, zu müssen und dazu noch brav und artig bei
Fuss gehen… - und noch besser: Du hast den Kleinen aus einer
„Hobbyzucht“ (auch Hinterhof-Hundevermehrer genannt), wobei er
viel zu früh von der Mutter getrennt wurde?!
Und wie??? …er sitzt draußen und fiept, während Du
einkaufst??? Hier wundert mich nix mehr…

Und so nebenbei fragst Du Dich und andere, ob Welpenschulen
Sinn machen?! JAAAAHA, machen sie! Wenn sie gute Welpenschulen
sind, machen sie Sinn, damit sich Welpen-Neulinge nicht so
dolle schwer tun mit Erziehung - und ganz besonders, um das
Miteinander beider ‚Schützlinge‘ etwas lockerer anzugehen!

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Du von einem 12 Wochen
alten Welpen nicht erwarten kannst, dass er stubenrein und
bestens erzogen bei Dir einzieht (und : NEIN! Mamahund ist
dafür nicht zuständig und bringt ihm das NICHT näher!).
Geduld, Geduld und nochmals Geduld und Konsequenz mit einer
immerwährenden Portion Lob bei Richtighandeln des Kleinen
gepaart, ist hier die Devise. Und ich rate Dir dringend, in
eine Hundeschule zu gehen, die Euch beiden mit sanften
Methoden zeigt, was Hundeerziehung bedeutet!

Alles Gute Euch zweien!
Esther

Ich bin nicht blöde,
schon garnicht wie ich hier von dir hingestellt werde.

Hallo Tanya,

entschuldige, wenn es Dir so vorkam. Ich wollte Dich nicht als solches hinstellen - nur wenn die Eckdaten nicht 'rüberkommen, reagiere ich vielleicht etwas über…

Ich wollte lediglich wissen, ab wann sich ein Welpe meldet und
sich nicht lautlos irgendwohin schleicht um zu pieseln.

Er wird sich noch einige Zeit irgendwo „hinschleichen“, um das zu tun, wonach ihm ist: zu pieseln. Er hat wenig Zeit für Überlegungen und sieht noch keinen Zusammenhang zwischen ‚draußen‘, ‚pischern‘ und dem ‚Türöffner‘. Das gilt es erst, zu lernen. Und wie das geht, wurde ja bereits beschrieben.

Er soll auch nicht bei Fuß auf Kommando laufen…
Oder soll er sich beim Gassigehen an der
Leine erwürgen?

Das passiert unter Aufsicht i.d.R. nicht. Aber auch Leinelaufen ist etwas, das erst erlernt werden will. Und all das lernt man mit Geduld, Lob, Geduld und Lob - und am besten in einer Welpenschule…

Ist ein Hund etwa ein schlechterer Hund, wenn er von einem
Hinterhofvermehrer stammt? Ich kenne die Leute persönlich und
sie schlagen keinen Profit aus ihrer Hündin, also lassen sie
nicht wahllos decken.

…nicht der Hund ist das Problem - die Leute, die meinen, wir brauchen noch mehr, sind es!

Er wurde so früh von denen abgegeben, weil die Hündin sehr
aggressiv auf ihre Welpen ging und eins totbeißen wollte und
die damaligen Halter nicht gewährleisten konnten, dass die
Hündin nicht auf ihre Welpen trifft.

Das alles ist nicht ganz normal (waren sie mit ihr beim TA, wurde sie durchgecheckt, hat sie evtl. Schmerzen?) - und das beweist doch, dass die Leute unverantwortlich gehandelt haben - und das in jeder Beziehung!

Deine Empörung in allen Ehren, aber lieber nehm ich den
Kleinen dann zu mir, als dass er totgebissen wird. Manche
Welpen müssen von der Hand aufgezogen werden, weil die Hündin
die Geburt nicht überlebt. Ich hätte mich für meinen Hund auch
gefreut, wenn er mehr Zeit mit seinem Wurf und der Hündin
hätte verbringen dürfen.

Das zweifle ich auch nicht an.

Ich kann Dich verstehen, Du denkst in solch unerfahrenen Hände
sollte man keinen Welpen geben.

Unerfahren ist noch nicht schlimm - aber ich möchte garnicht darüber nachdenken, wohin überall sie diese Welpen gegeben haben…nur, damit sie nicht totgebissen werden.

Ich bin zwar Welpen
unerfahren, aber dennoch Hundeerfahren. Ich hatte mehrere Alte
Lieblinge, die in Not geraten sind und bei mir ein neues
Zuhause bekamen. Nur waren die alle schon stubenrein,kannten
die Grundbefehle und hörten auf Kommandos. Teilweise auch erst
durch mich erlernt ( aber nur ein kleines bißchen stolz auf
mich bin, denn die Hauptarbeit leistete der Hund).

Ja, nur bedenke, dass auch all diese Hunde, wie auch wir, mal Babies waren, die keinen blassen Schimmer hatten, wie man z.B. richtig „auf’s Klo geht“. Und früher oder später haben es alle gelernt… ;O)

Ich finde es schade, wenn jemand etwas gutes tun möchte, so
einen kleinen Kerl zu sich nimmt, sich wahnsinnig Gedanken
über ihn macht und nur das Beste für ihn will, dass einem
erstmal die Worte falsch ausgelegt werden, man für blöde
hingestellt wird, ohne vorher noch einmal freundlich
nachzufragen, wie das genauer war.

Viele wollen nur das beste für Ihren Hund. Ich denke da an meinen Morgenspaziergang, wo wir treffen auf: Oskar-„chen“ (Zweitname: ‚lass die, wir wollen nach Hause…‘), den fetten, resignierten Rauhhaardackel, der nie ohne Leine mit dem anderen dicken Ende daherkommt…an Felix, den durchgestylten Pudel, der bewaffnet mit zwei schicken, reißfesten Nylon-Leinen am Geschirr ziehend eine geradezu lächerliche Figur abgibt, an einen Penner-„Kampfhund“, der in unserer Gegenwart noch nicht mal „Piep“ sagte, aber von den beiden heruntergekommenen Gestalten dafür jedesmal beinahe stranguliert wird… All diese Besitzer wollten sicher auch immer nur das Beste für ihre Schützlinge…
Nimm’ das aber bitte, bitte nicht wieder persönlich!

Mag ja sein, dass ich vielleicht etwas falsch liege, aber
diese Unwissenheit entschuldige ich einfach mal mit dem
Hinweis, dass ich keine Erfahrung als Züchter oder
Hinterhofvermehrer habe, aber ich denke schon, dass eine
Hündin für ihre Welpen mehr bedeutet als nur Milchquelle. Ich
denke schon, dass eine Hündin versucht, ihren Welpen eigene
gelernte Verhaltensregeln nahe zu bringen.

Verhaltensregeln, die nicht vom Menschen auferlegt werden, sicherlich. Sozialverhalten, erste Rangordnungen - und: ein Hund beschmutzt sein Lager nicht (der Rest der Wohnung ist ihm dabei erstmal piepenhagen ;O)…

Vielleicht hattest Du ja auch nur einen schlechten Tag, keine
Ahnung, ist ja aber auch egal.

Ja, kann sein, aber stimmt: egal
Wollte Dich damit nicht treffen. Sorry for that.

In diesem Sinne:
Alles Gute!
Esther

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Hallo Tanya,

unser Hund hat uns als Welpe auch oft vor Aufregung angepinkelt. Wir haben es ihr abgewöhnt, indem wir sie nur kurz begrüßt haben, wirklich mehr so nebenbei, damit sie sich nicht so reinsteigert, dass sie pieseln muss. Weiß ja nicht, ob es bei Deinem Wuff auch vor Aufregung passiert. Wir haben auch nach Möglichkeit darauf geachtet, dass sie sich nicht hinhockt, indem wir sie gleich abgelenkt haben. Hat bei uns gut geklappt. Sie freut sich trotzdem noch wie verrückt, wenn sie uns sieht, und wird mittlerweile auch wieder ausführlich begrüßt.

Mit dem Beifußgehen: Der Wauzi von meiner Schwiegermutter war auch so ein „Zieher“, vor allem, weil das ein junger, aktiver Hund ist, und sie ihn nicht auslastet (aber die Geschichte tut jetzt nichts zur Sache). Ich habe da so ein Geschirr gekauft, und ab da war das Spazierengehen viel entspannter. Klar mußte sie erst mal kapieren, dass ICH das Tempo bestimme, aber dafür hat sie sich nicht mehr halb erhängt. Inzwischen geht’s ganz gut. Die ersten Minuten ist sie immer noch aufgeregt und zieht schon mal, aber ich bleibe dann einfach stoisch stehen (wie unten auch schon vorgeschlagen). Nach 2 Minuten beruhigt sie sich dann. Sie geht zwar nicht bei Fuß, aber sie weiß genau, wie lang die Leine ist. Soviel zum Thema: ein Halsband ist unbedingt nötig, damit der Hund kapiert, wer der Herr ist … hat mir mal einer im Tierwarenladen gesagt, als ich nach einem Geschirr gesucht habe und der keines da hatte. Wollte mir unbedingt einen Lederwürger aufschwatzen, OHNE Stopper. DAS finde ich echt grausam.

Ich kann mich echt nicht erinnern, ab wann die Hundis stubenrein werden. eigentlich sind drei Monate ja nicht mehr soooo klein … ein gutes Alter, um in die Familie zu kommen, und dann sind sie doch normalerweise auch so weit, dass sie das mit dem Rausgehen bald schnallen?!? Aber das weiß ich echt nicht mehr.

Ich kann mich erinnern, dass die „Tiernanny“ aus dem Fernsehen mal gesagt hat, das andauernde Rausgehen kann auch einen gegenteiligen Effekt haben. So nach dem Motto: der Hund muss es ja nicht gar lernen, wenn Du ständig mit ihm rausgehst. Aber ich weiß nicht mehr, wie sie es dem Hund dann abgewöhnt hat reinzumachen (der Hund war auch nicht mehr so klein). Kann mich dunkel erinnern, dass es auch was mit „rausgehen, wenn er was getrunken/gefressen hat, und wie verrückt loben, wenn er’s richtig gemacht hat“ zu tun hatte …

Hoffe mal, Euer neuer Familienzuwachs lebt sich gut ein!
VG,
Sibylle aus M

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