Nochmal Thema Zufüttern

Hallo,
da ich gerade unten ein paar Postings mitgelesen habe, folgende Frage:
Könnt ihr bestätigen, daß man den richtigen Zeitpunkt abpassen muß, wo ein Baby Interesse für’s Essen vom Löffel hat? Unsere Pekip-Leiterin behauptet, daß zwischen 4 und 6 Monaten das Interesse für „vom Löffel essen“ besonders groß sei und dann wieder nachlassen würde. Insofern rät sie in dieser Zeit dies spaßhalber mal auszuprobieren und wenn’s klappt konsequent fortfahren.

Ich selbst hatte eigentlich vor so bis zum 8./9. Monat voll zu stillen
weil’s halt einfach so wahnsinnig praktisch (und billig:wink: ist und ich jetzt auch endlich wieder ohne Schmerzen stillen kann. Oben erwähnte Frau behauptet, daß man dann das Risiko eingeht, daß sich so spät ein Baby gar nicht mehr für den Löffel interessiert und dann das Essen sehr anstrengend wird. Kann mir eigentlich nicht wirklich vorstellen, daß es da so allgemein einen festen Zeitpunkt gibt??? Und noch etwas: wie verhält sich das jetzt mit einer Schnabeltasse oder einer ganz normalen Tasse/Becher etc.? Sollte man so etwas vielleicht schon so früh ausprobieren? Dies könnte man ja mit Muttermilch erproben und müßte dann nicht richtig zufüttern.

Liebe Grüße,
Christiane

Hallo,

meine PEKIP-Leiterin hat was ganz anderes gesagt:smile:. Nämlich, dass es voll ok ist auch länger voll zu stillen. Lass dir da nix einreden, ich würde mein Kind ab und an mal wiegen, ob es genug zunimmt. Denn nur nach dem Schreien oder Schmatzen kann man nicht unbedingt gehen. Wenn die Gewichtszunahme stimmt und du gerne länger stillst ist das völlig ok. Für euch beide ist das sicher gut, wenn ihr es beide mögt.

allgemein einen festen Zeitpunkt gibt??? Und noch etwas: wie
verhält sich das jetzt mit einer Schnabeltasse oder einer ganz
normalen Tasse/Becher etc.? Sollte man so etwas vielleicht
schon so früh ausprobieren? Dies könnte man ja mit Muttermilch
erproben und müßte dann nicht richtig zufüttern.

Wenn deine kleine es möchte? Charlotte hat ein großes Interesse an unseren Teetassen und Gläsern und ich lasse sie da auch dran nippen, was sie total toll findet. Außerdem bekommt sie jeden Tag (mehr zum Spielen) die TrinklernFLASCHE (*lol* - oder eben das Trinklernfläschle:smile:)), die einen Schnabelaufsatz hat. Sie mag das selber gerne, hält auch mehr oedr minder geschickt die beiden Griffe fest und nuckelt und saugt dran rum. Man muss damit aber sicher nicht schon anfangen!

Beste Grüße,

barbara

Hallo!

Ich kann nur von Erfahrungen mit meinen zwei Zwergen berichten.

Bei Ronja fing ich Anfang des 5. Monats an mit Zufüttern (weil ich nicht voll stillen konnte und eh Fertigfutter-Fläschchen geben mußte); war aber echt noch zu früh für die Kleine, sie hat das lange nicht richtig geblickt mit dem Löffel.

Bei Jérôme konnte ich die ersten 10 Wochen nicht voll stillen, dann hat’s plötzlich doch geklappt, deshalb genoß ich es bis zum 8. Monat und hab dann erst Breichen gegeben, und Jérôme hat das mit dem Löffel voll schnell kapiert.

Aber Gottseidank sind ja alle Kinder anders; wenn sie mit 5,6 Monaten partout den Löffel haben wollen, sind halt schon reif dafür.
Am besten, Du hörst auf Dein mütterliches „Bauch-Gefühl“, damit liegt man meist richtig.

Die meisten Hebammen raten aber, bis zum Ende des 6. Monats voll zu stillen, als Allergie- und Neurodermitisvorbeugung, danach sollte man aber zufüttern, vor allem Vollkornbreie, weil der Eisenvorrat, den das Kind noch vom Mutterleib her mitbekommen hat, dann aufgebraucht ist.
Anfangs gibt man ja eh nur 1,2 Löffelchen, das ist dann noch keine ganze Mahlzeit, sondern eher zum Üben.

Grüßle
Regina

Hallo,

als PEKiP-Leiterin sollte sie doch eigentlich wissen, dass jedes Kind anders ist, die Entwicklung anders verläuft und dass man da keine allgemeingültigen Tipps abgeben kann.
Dann müßten doch fast alle Kinder nicht essen, da die meisten 6 Monate voll gestillt sind.
Bei unserer PEKiP-Gruppe waren 6 der 8 Kinder bis zum Ende des 6. Monats voll gestillt und danach haben sie „ganz normal“ die Beikost akzeptiert und jeder isst ohne Probleme.
Bei den anderen zweien (u.a. meine Tochter) hat das so nicht geklappt. Meine Tochter ist kein Breikind, hat nie Brei gegessen, sondern nur feste Dinge. War somit lange gestillt und hat dann kurz vor ihrem ersten Geburtstag angefangen bei uns am Tisch mitzuessen. Davor war es nur Butterbrot! ;o)

Ich persönlich finde es wichtig, dass ein Kind 6 Monate vollgestillt ist, falls dies möglich ist. Und danach merkt man einfach als Eltern, was das Beste für sein Kind ist.
Einfach mal ein Breichen probieren. Klappt das alles, ist es super. Klappt es nicht, macht man mal ein paar Tage Pause und probiert dann wieder für ein paar Tage. So hab ich das gemacht.
Aber wie gesagt, als Eltern weiss man einfach, was sein Kind will und was das Beste für es ist.

U.a. empfiehlt die WHO, dass man 6 Monate vollstillt und danach noch 2 Jahre weiterstillt. Und ich denke, die empfehlen sicher keinen Schwachsinn.

Grüßle, Ute

Hallo Christiane,

um nicht nur die anderen zu bestätigen (meine Tochter hat vor 26 Jahren problemlso auf fast normales Essen nach 8 vollen Stillmonaten umgestellt) nur eine Frage:

Unsere Pekip-Leiterin behauptet, daß zwischen 4 und 6 Monaten das
Interesse für „vom Löffel essen“ besonders groß sei und dann
wieder nachlassen würde. Insofern rät sie in dieser Zeit dies
spaßhalber mal auszuprobieren und wenn’s klappt konsequent
fortfahren.

Kann es sein, dass die Dame die Löffelgeschichte mit einem Kind probiert hat, das ganz einfach noch im 2. Lebenshalbjahr voll auf Stillen eingestellt war, und dies mit Kindern, die eher „löffelinteressiert“ waren verglichen?

Ich selbst hatte eigentlich vor so bis zum 8./9. Monat voll zu
stillen weil’s halt einfach so wahnsinnig praktisch (und billig:wink: ist

Dann mach doch einfach. Dein Kind zeigt Dir unmissverständlich, wenn es auch mitessen mag, was Du isst (sofern Du sie bei den Mahlzeiten nicht „wegsperrst“).

Liebe Grüße, Karin

Hi Christiane,

Unsere Pekip-Leiterin behauptet…

Ja, es behauptet immer irgendwer irgendwas. :wink:

Fakt ist: Was für Euch gut ist, ist eben auch für Euch das Beste.

Eine Freundin von mir hat 10 Monate lang voll gestillt. Alle haben Zeter und Mordio geschrien, das reiche nicht, das Kind bekäme nicht genug… nach 10 Monaten hat sie langsam zugefüttert, aber schon richtiges „Essen“, keine Babygläschen. Dem Kleinen geht’s prima.

Mach, wie es Euch gut gefällt. Wenn Dein Baby Interesse am Essen zeugt, wirst Du das merken. Und dann wird es immer noch lernen, mit dem Löffel zu essen. Sogar irgendwann mit Messer unf Gabel. Ich schwöre. :wink:

Liebe Grüße,
Nike

…für die Antworten!
Mir ging’s wirklich nur um die „Löffel-Gewöhnung“, weder um’s Abstillen noch um’s tatsächliche Zufüttern mangels Milch. War einfach verunsichert wegen dieser erwähnten Aussage von der Pekiptante, die ich ansonsten für sehr kompetent halte.
Und dann hör und lese ich halt immer wieder wie schwer es manchmal sein kann dem Baby den Löffel anzugewöhnen.
Da Größe und Gewicht meiner Kleinen jeweils an der oberen Grenze ist, seh ich keinen Bedarf ihr in den nächsten Wochen noch zusätzlich etwas „einzulöffeln“. Die Eisenmangeldiskussion (Thema Breichenkampf unten) ist mir bekannt, aber da seh ich mich auf der sicheren Seite mit ausreichender und guter Ernährung:wink:

Liebe Grüße,
Christiane

OT, Mal was Grundsätzliches
Hallo,

Pekiptante

ist für mich ein einfach zu schönes Stichwort. D.h. Du zahlst für Dinge, die Du eigentlich auch umsonst im privaten Umfeld haben könntest und bist dir gleichzeitig einer nicht unbedingt umfassenden Qualifikation der Gruppenleiterin sicher?

Es soll ja jeder nach seiner eigenen Facon glücklich werden, aber irgendwie regt sich bei mir da immer wieder ein komisches Bauchgefühl, wenn da mal wieder ein neues Akronym auftaucht unter dem irgendwelche eigentlich doch eher ganz natürlichen und banalen Dinge wie das Spielen von Eltern mit ihren Kindern institutionalisiert und insbesondere auch kommerzialisiert werden (ja, ja, ich weiß, das ganze ist als e.V. bundesweit organisiert, aber die „Pekip-Tanten“ leiten ihre Gruppen ja nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit).

Sind wir heute alle so unsicher geworden, dass wir nicht mehr in der Lage sind uns auf unsere Instinkte zu verlassen, wenn sich Nachwuchs einstellt? Reicht es nicht aus, dass die lieben Kleinen mit den Babys der Nachbarschaft spielen oder bei anderen Gelegenheiten mit Gleichaltrigen zusammen kommen? Können sich befreundete Eltern nicht bei Kaffee und Kuchen in privater Runde austauschen? Braucht jedes Baby sozialpädagogische Grundversorgung? Brauchen wir das Sicherheitsgefühl einer wie auch immer aufgestellten Institution mit selbstaufgestellten Regeln und nicht mal staatlich anerkannten Ausbildungen um sicher zu sein, für unsere Kinder „alles getan zu haben“?

Ich will ja die Inhalte der Gruppenarbeit nach Pekip gar nicht schlecht machen, aber wenn ich mir die so durchlese, dann sind dass so dermaßen banale Allgemeinplätze, so absolute Selbstverständlichkeiten, dass ich einfach keine Notwendigkeit erachte, dass „normal gepolte“ Eltern und Kinder hierbei Unterstützung benötigen würden und hierfür Geld ausgeben müssten. Und warum dann ganz normale Kinderlieder zu „Pekip-Liedern“ werden, … erschließt sich mir auch nicht. Kann man nicht einfach sagen, dass man mit seinen Kindern singt? Darf ich den Bi-Ba-Butzemann auch abgabenfrei außerhalb einer Pekip-Gruppe singen? Das hat für mich alles so einen leicht sektenhaften Ansatz, der sich in der Schaffung eigener Rituale verfestigt und versucht Abhängigkeiten zu schaffen.

Gruß vom Wiz

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PEKIP
Hallo Wiz,

hast du eine PEKIP-Gruppe besucht? Ich finde das eine sehr nette, entspannte Art mit anderen Müttern und deren Kindern in Kontakt zu kommen - und ja, tatsächlich, auch einige Dinge (neu) zu lernen, wie z.B. diverse Kinderreime *gg* - oder Ideen zu bekommen, wie einfachste Alltagsdinge auch als Spielzeug taugen. Zum Beispiel.

Im Prinzip könnte man das in der Tat im Großen und Ganzen selbst zu Hause machen. Heizung an und los:smile:, aber das ist ja das Schöne, mal raus zu kommen und mit anderen Müttern Erfahrungen austauschen können.

In meinem Freundeskreis hier vor Ort in Berlin befinden sich nämlich bisher nur Kinderlose bzw. Eltern mit Kindern, die schon zweistellige Geburtstage feiern. Mit Sommerkindern kann man sich ja noch auf dem Spielplatz auf die Lauer legen und hoffen, dass man eine nette Mutter als Bekannte ergattert:smile:. Aber mit Winterkindern ist das gar nicht so einfach.

Ich würde mal sagen, lieber Wiz: Locker bleiben! Man muss ja nicht gleich den Untergang des pädagogischen Abendlandes beschwören, wenn Eltern mit ihren Kindern in eine PEKIP-Grippe gehen. Ich gehe ja auch in eine „Erwachsenengymnastik“ - und natürlich könnte ich die Übungen auch zu Hause machen. Und du kannst dein Bier auch zu Hause trinken und Fußball guggn. Aber manchmal macht’s halt mehr Spaß, sich irgendwo draußen zu treffen.

Und ich denke, das gilt besonders für junge Mütter, die ja anfangs doch recht eingeschränkt sind in ihrer Mobilität.

Ich würde da keine Religion draus machen. Und erzähle auch allen immer: PEKIP: Das ist naggisch strampeln für die Kleinen:smile:.

Da gibst du sicher für größeren Unsinn Geld aus.

Beste Grüße,

Barbara

P.S.
…und neu ist PEKIP wahrlich nicht, eine Freundin erzählte mir just, dass das ihre Kinder damals auch schon gemacht hätten - und die sind heute bereits in der Pubertät.

b.

1 „Gefällt mir“

Hallo,

wie ich schon geschrieben habe, ich habe an den Inhalten ja überhaupt nichts auszusetzen und natürlich soll sich jeder den Kreis suchen, in dem er sich wohl fühlt und mit Leuten zusammentrifft, mit denen er gewisse Dinge gemeinsam erleben will. Was ich hinterfragen will ist ein mit so tollen Bezeichnungen wie Pekip eingergehender ideologisch-domatischer Ansatz, den ich in der Ausgangsfrage erkenne: Man geht nicht hin, um locker miteinander zu spielen, sondern weil man sich höhere Erkenntnisse erhofft, und ist enttäuscht wenn diese dann fragwürdig sind. Da wird zum Gesetz, was jemand unter einem Schlagwort wie Pekip und mit einer selbstdefinierten Ausbildung erzählt, und man wagt es kaum noch die eigene Intuition zuzulassen. Das ist für mich so eine hilflose Suche nach Obrigkeit und Anleitung, wo man vielleicht einfach mal auf die eigenen Instinkte hören sollte. Ich will den Gruppenleitern auch gar nicht mal absprechen, dass sie eine gewisse Qualifikation haben, aber die kann doch nicht das Maß aller Dinge sein, denn dafür ist der Ausbildungsgang dann doch etwas zu flach. Wir hinterfragen doch auch Lehrer, die eine deutlich umfangreichere Ausbildung hinter sich haben und akzeptieren nicht einfach was da gesagt wird. Nur bleibt uns eben nichts anderes übrig, als Kinder zur Schule zu schicken, während ich mir eben aussuchen kann, ob ich mit meinem Baby einfach in die nächste von Eltern organisierte Krabbelgruppe gehe, oder mich auf den Weg „höherer Erkenntnis“ begebe.

Ich gehe ja auch, um bei deinem Beispiel zu bleiben, nur zum Bierchen in die Kneipe und nicht um mir dort vorbeten zu lassen, wie ich Bier zu trinken habe, und gleich auch noch ein Vollprogramm vom Begrüßungs- bis zum Schlusslied zu empfangen mit der Ansage wann ich mich mit wem über was zu unterhalten habe. Wenn ich heute keine Lust auf politische Gespräche habe, dann unterhalte ich mich eben übers Fernsehen und wenn ich heute lieber Weissbier trinken will, dann trinke ich eben Weissbier und brauche keinen, der die Runde moderiert und festlegt, dass wir uns heute beim Pils über Gesundheitspolitik unterhalten werden.

D.h. ich sehe die Sache tatsächlich auf einer inhaltlichen Ebene sehr locker und lasse mich eben eher spontan anregen, dass ein oder andere zu machen. Und natürlich sehe ich es auch locker, wenn jemand gerne in eine wie auch immer geartete Gruppe geht und sich lieber anleiten lässt. Problematisch ist meiner Meinung nach nur, wenn da Begrifflichkeiten gepflegt werden und man sich fragen muss, warum da plötzlich ganz bestimmte Lieder gesungen werden müssen, und warum dass dann Pekip-Lieder sind, und warum da jemand Pseudoabschlüsse erwirbt, statt einfach zu sagen, was er an anerkannten Abschlüssen und Erfahrungen mitbringt, wenn er so eine Gruppe aufmacht. So klingt dass eher in Richtung „Strukturvertrieb“/Francising einer Marke (Pekip ist tatsächlich als Marke eingetragen, damit nur Leute sie verwenden dürfen, die dafür auch zahlen). Ich denke, eine Gruppe, die sich die sieben Zwerge nennt und von einer Sozialpädagogin geleitet wird, macht inhaltlich auch nichts anderes, kommt aber eben ohne den ideologischen Overhead aus, ein bestimmtes „Programm“ zu verkaufen und kann vermutlich billiger arbeiten/anbieten.

Gruß vom Wiz

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

Im Prinzip könnte man das in der Tat im Großen und Ganzen
selbst zu Hause machen. Heizung an und los:smile:, aber das ist ja
das Schöne, mal raus zu kommen und mit anderen Müttern
Erfahrungen austauschen können.

Ich würde da keine Religion draus machen. Und erzähle auch
allen immer: PEKIP: Das ist naggisch strampeln für die
Kleinen:smile:.

also mir ist das auch äußerst suspekt. Nicht die Sache an sich, die ist trivial, und die „Veranstalter“ scheinen ja von PEKiP auch unabhängig zu sein (was beruhigend ist), aber die „Fortbildungskosten“ sind sicher alles andere als gemeinnützig.

Achja, der Verein ist übrigens sexistisch, auch wenn sie sich Mühe geben, das zu verbergen.

Gruß,

Malte

wie gesagt: locker bleiben. Wahrscheinlich ist es wie mit allen halbwegs organisierten Veranstaltungen - 1. muss es nicht jedem gefallen und 2. hängt das Gefallen auch von der Person ab, die es veranstaltet.

Noch ein Vorteil von PEKIP-Gruppen fällt mir ein: Man bekommt viele Tipps und Hinweise zur Kinder-und Familien-Infrastruktur des Stadtteils.

Ich würde auf jedenfall nirgendwo hingehen, wo man mich ideologisch-pädagogisch bevormundet. Auf so eine Bevormundung, vor allem pädagogische:smile:- reagiere ich *extremst* allergisch - und lasse sie von niemand zu, auch nicht von zertifizierten PEKIP-Leiterinnen:smile:. Und das versucht auch niemand (zumindest nicht in unserer Gruppe). Im Gegenteil, in der PEKIP-Gruppe hatte ich die stressfreiste und toleranteste Diskussion zum Thema Impfen. (Die Themen kommen auch immer von den Müttern - was halt gerade ansteht.Meistens kommt das Thema Schlaf, weil irgendeine immer was zu fragen hat. Ist halt das Tehma, wo wir alle am meisten mit zu Kämofen haben. Die Breichenfrage konnte ich da nicht klären, da wir gerade Osterpause haben:smile:).

Was du zum Thema Zwang sagst zeigt, dass du noch nicht weißt, wie PEKIP-Stunden ablaufen.

Es gibt ein Angebot - und manches macht man mit - und manches nicht, weil z.B. die Kleine gerade gestillt werden will, lieber am Fuß des Nachbarbabys rumsabbert oder schlecht drauf ist und gekuschelt werden will.:smile:

Beste Grüße,

Barbara

also mir ist das auch äußerst suspekt. Nicht die Sache an
sich, die ist trivial, und die „Veranstalter“ scheinen ja von
PEKiP auch unabhängig zu sein (was beruhigend ist),

bei uns findet das stets in einer kommunalen Lokalität statt.

Achja, der Verein ist übrigens sexistisch, auch wenn sie sich
Mühe geben, das zu verbergen.

*lol* - Danke für diese investigative Recherche:smile:). So intensiv habe ich mit dem Verein nicht beschäftigt. (wobei es hier in Berlin sogar PEKIP-Kurse für Väter gibt:smile:).

grüßlis,

barbara

So klingt dass eher in Richtung
„Strukturvertrieb“/Francising einer Marke (Pekip ist
tatsächlich als Marke eingetragen, damit nur Leute sie
verwenden dürfen, die dafür auch zahlen).

Ist es auch, die Preise für diese Gruppenleiterkurse sind… nun, kaum noch gemeinnützig.

Ich denke, eine
Gruppe, die sich die sieben Zwerge nennt und von einer
Sozialpädagogin geleitet wird, macht inhaltlich auch nichts
anderes, kommt aber eben ohne den ideologischen Overhead aus,
ein bestimmtes „Programm“ zu verkaufen und kann vermutlich
billiger arbeiten/anbieten.

PEKiP-Gruppen werden nicht selbst von PEKiP e.V. angeboten, sondern von der AWO, von der DRK-Schwesternschaft usw. usf. Ich konnte da jetzt keine Preise recherchieren, aber das legt zumindest nahe, daß hier nur die Gruppenleiter abgezockt werden und wenigstens nicht die Eltern. Man muß also mal wieder jedes Angebot einzeln betrachten.

WENN das tatsächlich so ist, dann bleibt es ein Angebot wie jedes andere, und man muß sich „nur“ generell entscheiden, ob man zu Veranstaltungen von Organisationen geht oder das lieber privat organisiert. Hat beides Vor- und Nachteile.

Gruß,

Malte (Privat-Krabbelgruppen-Kind :wink:)

also mir ist das auch äußerst suspekt. Nicht die Sache an
sich, die ist trivial, und die „Veranstalter“ scheinen ja von
PEKiP auch unabhängig zu sein (was beruhigend ist),

bei uns findet das stets in einer kommunalen Lokalität statt.

Mal interessehalber: Was zahlt ihr dafür? Ist das eine Dienstleistung oder ist das an eine Vereinsmitgliedschaft gebunden?

Achja, der Verein ist übrigens sexistisch, auch wenn sie sich
Mühe geben, das zu verbergen.

*lol* - Danke für diese investigative Recherche:smile:). So
intensiv habe ich mit dem Verein nicht beschäftigt. (wobei es
hier in Berlin sogar PEKIP-Kurse für Väter gibt:smile:).

Jaja, Du lachst. Da sieht man schon, wie sexistisch indoktriniert Du bist. Die Webseiten lesen sich bei genauerer Betrachtung wirklich ziemlich männerfeindlich - Väter werden da scheinbar nur als lästiges Beiwerk gesehen. Wieso gibt es denn PEKiP-Kurse für Männer, werden die bei den normalen Kursen nicht akzeptiert?

Gruß,

Malte

Mal interessehalber: Was zahlt ihr dafür? Ist das eine
Dienstleistung oder ist das an eine Vereinsmitgliedschaft
gebunden?

Nein, kein Verein. Ich zahle 67 Euro für 8 Treffen (a 1,5 Stunden).

Jaja, Du lachst. Da sieht man schon, wie sexistisch
indoktriniert Du bist. Die Webseiten lesen sich bei genauerer
Betrachtung wirklich ziemlich männerfeindlich - Väter werden
da scheinbar nur als lästiges Beiwerk gesehen. Wieso gibt es
denn PEKiP-Kurse für Männer, werden die bei den normalen
Kursen nicht akzeptiert?

Doch, die sind schon willkommen. Aber da die meisten Kurse unter der Woche stattfinden, ist das eher was für Mütter, die klassischerweise zu Hause bleiben.

Deshalb haben mein Mann und ich ja den Babyschwimmkurs am Samstag um 9h00 (*stöhn*) gebucht, damit Stephan auch was mit seiner Tochter machen kann, was beiden Spaß macht. (Babyschwimmen ist übrigens noch viiiiiel toller als PEKIP (Babyschwimmen würde ich wirklich jedem empfehlen! Das ist echt der Hit für die Babys) und kostet in Berlin zwischen 89 und 150 für 10 Stunden (die eine halbe Stunde dauern, das ist schon viel für die Kleinen). Die meisten Babyschwimmkurse sind nämlich auch unter der Woche.

Beste Grüße,

Barbara

Hi Wiz,

Pekiptante

ist für mich ein einfach zu schönes Stichwort. D.h. Du zahlst
für Dinge, die Du eigentlich auch umsonst im privaten Umfeld
haben könntest und bist dir gleichzeitig einer nicht unbedingt
umfassenden Qualifikation der Gruppenleiterin sicher?

Hab eben erst gesehen, daß hier noch eine Diskussion entstanden ist und da ich nicht weiß wie lange mir meine Kleine Zeit läßt, antworte ich gleich mal ohne die anderen Antworten zu lesen.

Deine Kritik in Ehren, denn ich könnte das Geld tatsächlich für anderes gebrauchen, aaaaber: 1) mein privates Umfeld bestand bis jetzt aus Singles, Paaren und Paaren mit älteren Kindern (nebenbei bemerkt, in meinem Alter haben die meisten ihre Familienplanung abgeschlossen:wink:) 2) ich bin mir sogar sehr sicher, was die Qualifikation dieser Pekiptante betrifft, erinnere mich geschrieben zu haben, daß ich sie sonst für ziemlich kompetent halte (die weiß mehr als mein Kinderarzt, meine Nachsorgeheb. und die Krankengym. zusammen). Und 3) weiß ich nicht, ob Du mal bei so ner „Pekip-Session“ zugeschaut hast? Da liegt so ein ganzer Haufen kleiner Babys nackt ziemlich eng beisammen, die Kleinen entdecken sich selbst (geht ohne Windeln und dicker Winterkleidung einfacher) und ihresgleichen und sind hellauf begeistert von einander. Da spricht so einiges dafür. In meiner Wohnung und Umgebung gibt es keine anderen Babys, zudem ist’s Altbau, schlecht beheizbar, so daß meine Tochter ohne Klamotten recht frieren würde. Das ist auch der Grund warum sie sich zu Hause nicht selbstständig dreht (muß sie auch nicht mit 4 Mon.) und dort macht sie das ständig, weil’s halt nackig einfach besser und leichter geht.

Wenn Du jetzt Pekip an sich kritisiert hättest, also die Idee, die dahinter steckt, würd ich Dir sogar recht geben. Ich bin aus o.g. Gründen dort, bin ansonsten aber eher gegen Frühförderung und halte es da eher mit E. Pikler, Magda Gerber oder wie sie alle heißen. Sprich „Fördern, was schon da ist und nicht fördern, was noch nicht da ist“. Aber zu Hause mach ich eh was ich will und o.g. Vorteile überwiegen halt für mich:wink:

Es soll ja jeder nach seiner eigenen Facon glücklich werden,
aber irgendwie regt sich bei mir da immer wieder ein komisches
Bauchgefühl, wenn da mal wieder ein neues Akronym auftaucht
unter dem irgendwelche eigentlich doch eher ganz natürlichen
und banalen Dinge wie das Spielen von Eltern mit ihren Kindern
institutionalisiert und insbesondere auch kommerzialisiert
werden (ja, ja, ich weiß, das ganze ist als e.V. bundesweit
organisiert, aber die „Pekip-Tanten“ leiten ihre Gruppen ja
nicht aus reiner Menschenfreundlichkeit).

Warum nicht? Reich werden kannst Du davon nicht (wenn’s Dich interessiert, frag ich mal was sie bekommt), die meisten haben mehrere Kinder zu Hause (zugegeben älter als die in den Gruppen) und so toll ist’s auch nicht am Ende der Stunde mit einem Eimer Wasser und großem Lappen die ganzen Matten vom gelbgrünlichem Stuhlgang der Kleinen zu reinigen:wink:

Sind wir heute alle so unsicher geworden, dass wir nicht mehr
in der Lage sind uns auf unsere Instinkte zu verlassen, wenn
sich Nachwuchs einstellt? Reicht es nicht aus, dass die lieben
Kleinen mit den Babys der Nachbarschaft spielen oder bei
anderen Gelegenheiten mit Gleichaltrigen zusammen kommen?

Genau darum geht’s mir: keine Babys in der Nachbarschaft (siehe Geburtenrate in D;-( und keine anderen Gelegenheiten mit Gleichaltrigen zusammen zu kommen (siehe ganz oben).

Können sich befreundete Eltern nicht bei Kaffee und Kuchen in
privater Runde austauschen?

Ja, aber wo lern ich denn jetzt erstmal Eltern kennen, wenn nicht in solchen Gruppen?? (Keine Angst, ich kenne mittlerweile bestimmt mehr als der Durchschnitt, da ich mich aus anderen Gründen anfangs mit Kursen nur so zugeschüttet habe:wink:

Ich will ja die Inhalte der Gruppenarbeit nach Pekip gar nicht
schlecht machen, aber wenn ich mir die so durchlese, dann sind
dass so dermaßen banale Allgemeinplätze, so absolute
Selbstverständlichkeiten,

Dem muß ich widersprechen. Für mich war’s tatsächlich nicht viel neues, was die Pekipleiterin zum besten gibt. Aber auch nur, weil ich viel Zeit in der Schwangerschaft hatte, gerne lese und reichlich (gute) Bücher in den Händen hatte. Aber alleine das Thema Stillen scheint keineswegs banal zu sein, denn der Hälfte aller Mütter, die ich kenne wurde das Stillen schon im Krankenhaus vergrault und die meisten davon hätten gerne gestillt. Und wenn ich dann an die Tipps, die man ständig hört, denke, nach dem Motto "das Baby ist doch so dünn, bestimmt reicht die Milch nicht und Du solltest zufüttern (in der 3. Woche!)… Na ja und wenn man dann zufüttert reicht natürlich die Milch wirklich nicht usw. Kurzum, eine in der Gruppe hat nach langer Zeit endlich ihre Stillhütchen weggeworfen und stillt „normal“ und die andere hat’s doch tatsächlich geschafft von der zusätzl. Milch wegzukommen und ihre eigene Milch wieder „aufgebaut“. Das gehört eben auch zu Pekip im Gegensatz zu Kursen wie Massage oder Schwimmen.

Und warum dann ganz normale Kinderlieder zu
„Pekip-Liedern“ werden, … erschließt sich mir auch nicht.
Kann man nicht einfach sagen, dass man mit seinen Kindern
singt? Darf ich den Bi-Ba-Butzemann auch abgabenfrei außerhalb
einer Pekip-Gruppe singen?

Guter Punkt, stimmt, noch ein Argument: Ich hab mich zwar wage an so einige Kinderlieder erinnert, aber hätte kaum eines vollständig zusammen bekommen. Zudem bin ich wirklich nicht von meiner Stimme überzeugt. Auch die Nena-Kinder-CD, die ich mir kurz nach Geburt besorgt habe, hat mich nicht wirklich singen lassen. Aber zumindest hab ich gemerkt, daß meiner Tochter meine rostige Stimme besser gefällt als Nena:wink:)) Dank des Kurses bekomm ich jetzt so einige Lieder wieder zusammen und der absolute Hit sind ja die Krabbel- und Fingerspiele, die vielleicht unsere Großmütter kennen , aber eben ich nicht mehr.

Das hat für mich alles so einen

leicht sektenhaften Ansatz, der sich in der Schaffung eigener
Rituale verfestigt und versucht Abhängigkeiten zu schaffen.

Auch nachdem, was ich geschrieben habe?

Viele Grüße,
Christiane

1 „Gefällt mir“

Hi Malte,

Achja, der Verein ist übrigens sexistisch, auch wenn sie sich
Mühe geben, das zu verbergen.

Jetzt wo ich alles überflogen habe, hab ich nicht gesehen, ob Du da nochmal näher drauf eingehst. Woran machst Du das fest?

In unserer Gruppe werden wir fast jedes Mal aufgefordert doch mal den Kindesvater mitzubringen (oder auch den Onkel, die Tante, den Cousin etc.) oder uns auch einfach mal ersetzen zu lassen durch selbigen (gibt ja auch noch andere Dinge außerhalb von Pekip und zudem ohne Baby:wink: Also Väter sind bei uns jederzeit willkommen, im Gegenteil, es wird bedauert, daß sich nicht mal ein Vater zum Kurs anmeldet.

Gruß,
Christiane

Hiho,

Mal interessehalber: Was zahlt ihr dafür? Ist das eine
Dienstleistung oder ist das an eine Vereinsmitgliedschaft
gebunden?

Bei uns war’s ein Volkshochschulkurs. Er ging über Zwei Jahre und kostete pro Jahr etwa 120 Euro, iirc.

Musikschulen, Babyschwimmen, Kinderturnen - das kostet ja alles Geld. Da war PEKiP verhältnißmäßig billig.

Ich fand’s wirklich toll und würde es jederzeit weiterempfehlen. Und Joshua hat es auch sehr genossen. :smile:

Bei uns waren übrigens Väter dabei. Leider sieht man in fast allen Kleinkindveranstaltungen wenig Väter. Das liegt aber nicht so sehr an der Art der Veranstaltung, sondern daran, daß in den allermeisten Fällen eben doch noch die Mütter daheim sind und somit solche Kurse mit ihren Kindern besuchen, während Papi arbeiten geht. Nicht, daß ich das gut fände. Aber in meinen diversen Kursen sehe ich fast nie 'nen Kerl.

Liebe Grüße,
Nike

Liebe Grüße,
Nike